Württemberg

Württembergischer Wein? Außerhalb seiner Heimat eher selten zu finden, und das, obwohl wir uns hier mit über 11000 Hektar im viertgrößten Anbaugebiet Deutschlands befinden. Denn die Schwaben trinken ihren Wein am liebsten selbst. Besonders in den vielen Straßenlokalen sind die leichten, blassroten Tropfen, die von Ortsfremden schon mal für einen Rosé gehalten werden können, nicht nur an Sommertagen stark nachgefragt. Besenwirtschaften bedienen einen großen Teil der Nachfrage nach dem „Viertele“, dem tassenförmigen Viertelliterglas, aus dem die Einheimischen ihren Wein mit Vorliebe trinken. Ein Reisigbesen an der Tür zeigt an höchstens vier Monaten im Jahr - meist im Frühling und im Spätherbst - an, dass der kleine Nebenerwerbsbetrieb des Winzers geöffnet hat. Die Institution, die schon von Karl dem Großen begründet wurde, hat den Vorteil, dass der Betreiber nicht über eine Gaststättenkonzession verfügen muss. Dafür gelten aber die recht strengen Auflagen der sogenannten Besenverordnung: höchstens 40 Plätze und nur kalte oder zumindest sehr simple Speisen.

 

Württemberg ist Rotweinland: fast drei Viertel der Flächen sind mit roten Trauben bepflanzt. Der weiter nördlich so präsente Riesling hier eher wenig Anbaufläche gegen Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger. Manche Weintrinker können mit den Namen dieser Rebsorten erstmal nicht viel anfangen, was nicht verwunderlich ist.

 

Der Trollinger etwa kommt fast ausschließlich in Württemberg vor. Die Traube erfreut sich hier größter Beliebtheit: so hat sich in Heilbronn seit 2001 der Trollinger-Marathon etabliert, bei dem jeder Teilnehmer eine Flasche ebenjenes Weines überreicht bekommt. Über den manchmal leicht spleenig wirkenden Kult, den die Württemberger um ihren weiter außerhalb wenig beachteten Wein treiben, kann man den Kopf schütteln, kosten sollte man ihn aber auf alle Fälle.

 

Den Lemberger zum Beispiel - er ist schon bekannter, firmiert er doch in Österreich unter dem Namen Blaufränkisch. Und er darf für sich wohl in Anspruch nehmen, die charakterstärksten Weine Württembergs zu ergeben - vorausgesetzt, man lässt ihm die rechte Pflege zukommen. Da der Lemberger dazu neigt, sehr hohe Erträge zu liefern, muss er rechtzeitig zurückgestutzt werden, um sein Potential besser in wenige, dafür aromatische Trauben einzubringen. Erstaunlich dunkel ist der Rotton des Weines, interessant das feine Säurespiel, und auch der Gerbstoffgehalt erscheint wuchtig im Vergleich zum fast tanninfreien Trollinger. Auch lässt er sich deutlich länger lagern und dankt seinen langsamen Alterungsprozess mit erstaunlicher Tiefgründigkeit, besonders, wenn er das Glück hatte, im Holzfass ausgebaut worden zu sein.

 

Auch der Schwarzriesling schätzt die Lagerung im Eichenholz - die saftigen Waldbeeraromen der ältesten aller Burgunderrebsorten nehmen dann gern einen dunkel-rauchigen Ton an, der durch die zurückhaltende Säure noch besser zur Geltung kommt.

 

Dass heutzutage wieder qualitativ hochwertige Weine wie diese angebaut werden, ist König Wilhelm I. von Württemberg zu verdanken. Der Dreißigjährige Krieg hatte im 17. Jahrhundert große Zerstörungen auch im Weinbau hinterlassen, sodass viele Winzer sich um ihres schieren Überlebens willen entschlossen, extrem ertragreiche, dafür aber scheußlich schmeckende und schnell verderbliche Weine zu produzieren. Dem umtriebigen König war diese Entwicklung ein Dorn im Auge, sollte sein Land doch für edle Tropfen bekannt sein und nicht für billigen Fusel. Also gründete er eine „Weinverbesserungsgesellschaft“, ließ Rieslingrebstöcke vom Rhein importieren und förderte allerlei Forschung zum Thema, besonders an der von ihm als Landwirtschaftsschule begründeten heutigen Universität Hohenheim bei Stuttgart.

 

Auch dort, in der baden-württembergischen Landeshauptstadt, wird Weinbau betrieben. Der Rotenberg, auf dem früher einmal die Stammburg des regierenden Adelsgeschlechts lag, verrät durch seinen Namen schon, was der Boden den Reben hier zu bieten hat: die rötlichen Bunten Mergel verhelfen Rieslingen zu einem druckvoll-kräftigen Körper und Trollingern zu schöner Spritzigkeit. Zwei Prozent der Stuttgarter Stadtfläche sind mit Rebstöcken bepflanzt, in zwei Dritteln der einzelnen Stadtteile findet sich mindestens ein Weinberg. Schon seit über 1000 Jahren wird in der Talkessellage der Stadt gelesen und gekeltert, im Mittelalter stellte es für die Bewohner sogar den Haupterwerb dar. Bis zu 1200 Hektar wurden damals auf noch wesentlich kleinerer Stadtfläche bewirtschaftet, das ist die doppelte Größe des gesamten Gebietes Ahr heutzutage. Damit war Stuttgart neben Wien und Würzburg einer der absoluten Wein-Metropolen. Doch der beständige Zuzug seit der Industrialisierung und in jüngerer Zeit die explodierenden Grundstückspreise ließen die Anbaufläche immer mehr schrumpfen. Dennoch liegt den Stuttgartern ihr Weinbau am Herzen: um die Trauben vor der Beschädigung durch heftige Hagelschauer zu schützen, setzen sie sogar Flugzeuge ein, die eine Silberiodidlösung in die Wolken einbringen und diese so an ihrer zerstörerischen Wirkung zu hindern.

 

Der höhere Niederschlag und die etwas kühleren Temperaturen ziehen sich fort bis ins Remstal, wo in bis zu 400 Metern Höhe der Kerner seine typische Würzigkeit erlangt. Sein Namensgeber, der Dichter Justinus Kerner, setzte dem Wein seiner Heimat unzählige literarische Denkmale: „Nach den Tränen stellt im Leben sich auch oft das Lachen ein; Tränen haben auch die Reben, aber trotz der Tränen geben sie den lust'gen, goldnen Wein.“ Das „Gold des Neckars“, wie er ihn nannte, lag ihm ebenso am Herzen wie der mäandernde Fluss. Er bildet das Rückgrat Württembergs - der romantische Neckar hat eine ziemlich wilde Vergangenheit, in der er häufig seinen Lauf veränderte und sich dabei auf der Suche nach neuen Routen ungestüm durch weicheres Gestein wie etwa den Muschelkalk fraß. Die Folgen können noch heute in Form von extremen Steilhanglagen bestaunt werden, die nur mit hohem Aufwand zu bewirtschaften sind.

 

Man ist hier jedoch nicht wie viele andere Weinbaugebiete auf einen einzigen Fluss beschränkt. Die zahlreichen Neben- und Zuflüsse des Neckars spielen eine ebenso große Rolle, etwa im nördlichen Bereich Kocher-Jagst-Tauber. Hier kann man mit eigenen Augen nachvollziehen, dass zwei Drittel der Rebflächen in Württemberg an Hang- oder Steillagen in direkter Flussnähe liegen, nur der Rest schmiegt sich an die Südseiten baumbestandener Hügel. Die daraus resultierenden hohen Kosten können meist nur gedeckt werden, indem eine große Menge einfacher Weine und nur ein kleinerer Anteil hochwertiger Tropfen erzeugt wird. Die Burgunderrebsorte Schwarzriesling, wegen ihrer wollig behaaren Blattunterseite, die wie in Mehl getaucht erscheint, auch Müllerrebe genannt, fühlt sich auf dem Muschelkalk in Flussnähe wohl. Zu ihm gesellt sich oft der Silvaner, dem tiefe Lagen aufgrund seiner Frostempfindlichkeit eigentlich nicht bekommen. Die Wärme des Flusses gleicht das aber ebenso aus wie den hohen Wasserbedarf dieser Rebe.

 

Mit Abstand der größte Bereich ist Württembergisch Unterland. Am Neckarufer gedeihen auf Muschelkalkböden häufig Rieslinge, abseits davon ist das Terroir von Keuper geprägt und versorgt rote Reben mit Mineralien. So auch in Brackenheim, der größte Rotweingemeinde Deutschlands. Der lauschige Ort scheint schon zu früheren Zeiten Weinliebhaber inspiriert zu haben, schrieb doch der von dort stammende erste Bundespräsident Theodor Heuss 1905 in weniger als einem Monat seine Doktorarbeit zum Thema „Weinbau und Weingärtnerstand in Heilbronn am Neckar“. Auch in Weinsberg wird Wissenschaft betrieben, wenn auch mehr praktisch als theoretisch. An der dortigen staatlichen Lehranstalt entwickelte August Herold die auch heute noch äußerst erfolgreichen Neuzüchtungen Dornfelder und den uns schon bekannte Kerner. Aber auch auf die Erhaltung der seit Jahrhunderten kultivierten heimischen Reben wie etwa den Trollinger verwendete er viel Zeit, was ihm später mit dem Bundesverdienstkreuz und wohl auch von vielen Weintrinkern gedankt werden sollte.

 

Zwar auch aus Weinsberg, aber nicht von Herold stammt die Rebsorte mit dem klangvollen Namen Samtrot, wie sie etwa in Lauffen am Neckar angebaut wird. Mehr als ein Viertel der gesamten Stadtfläche gehört dem Wein, und mit der Mutation des Schwarzrelings, die der Samtrot ist, treffen wir hier wieder einen Vertreter an, der so gut wie ausschließlich in diesem Gebiet angebaut wird. Er steht quasi stellvertretend für alles, was man von einem württembergischen Wein erwarten darf: Leichtigkeit, intensive Frucht, ein unbeschwerter Trinkfluss und zualledem noch vergleichsweise günstige Preise - so geht Lebensfreude auf Schwäbisch.

 

Württembergischer Wein? Außerhalb seiner Heimat eher selten zu finden, und das, obwohl wir uns hier mit über 11000 Hektar im viertgrößten Anbaugebiet Deutschlands befinden. Denn die Schwaben... mehr erfahren »
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Württembergischer Wein? Außerhalb seiner Heimat eher selten zu finden, und das, obwohl wir uns hier mit über 11000 Hektar im viertgrößten Anbaugebiet Deutschlands befinden. Denn die Schwaben trinken ihren Wein am liebsten selbst. Besonders in den vielen Straßenlokalen sind die leichten, blassroten Tropfen, die von Ortsfremden schon mal für einen Rosé gehalten werden können, nicht nur an Sommertagen stark nachgefragt. Besenwirtschaften bedienen einen großen Teil der Nachfrage nach dem „Viertele“, dem tassenförmigen Viertelliterglas, aus dem die Einheimischen ihren Wein mit Vorliebe trinken. Ein Reisigbesen an der Tür zeigt an höchstens vier Monaten im Jahr - meist im Frühling und im Spätherbst - an, dass der kleine Nebenerwerbsbetrieb des Winzers geöffnet hat. Die Institution, die schon von Karl dem Großen begründet wurde, hat den Vorteil, dass der Betreiber nicht über eine Gaststättenkonzession verfügen muss. Dafür gelten aber die recht strengen Auflagen der sogenannten Besenverordnung: höchstens 40 Plätze und nur kalte oder zumindest sehr simple Speisen.

 

Württemberg ist Rotweinland: fast drei Viertel der Flächen sind mit roten Trauben bepflanzt. Der weiter nördlich so präsente Riesling hier eher wenig Anbaufläche gegen Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger. Manche Weintrinker können mit den Namen dieser Rebsorten erstmal nicht viel anfangen, was nicht verwunderlich ist.

 

Der Trollinger etwa kommt fast ausschließlich in Württemberg vor. Die Traube erfreut sich hier größter Beliebtheit: so hat sich in Heilbronn seit 2001 der Trollinger-Marathon etabliert, bei dem jeder Teilnehmer eine Flasche ebenjenes Weines überreicht bekommt. Über den manchmal leicht spleenig wirkenden Kult, den die Württemberger um ihren weiter außerhalb wenig beachteten Wein treiben, kann man den Kopf schütteln, kosten sollte man ihn aber auf alle Fälle.

 

Den Lemberger zum Beispiel - er ist schon bekannter, firmiert er doch in Österreich unter dem Namen Blaufränkisch. Und er darf für sich wohl in Anspruch nehmen, die charakterstärksten Weine Württembergs zu ergeben - vorausgesetzt, man lässt ihm die rechte Pflege zukommen. Da der Lemberger dazu neigt, sehr hohe Erträge zu liefern, muss er rechtzeitig zurückgestutzt werden, um sein Potential besser in wenige, dafür aromatische Trauben einzubringen. Erstaunlich dunkel ist der Rotton des Weines, interessant das feine Säurespiel, und auch der Gerbstoffgehalt erscheint wuchtig im Vergleich zum fast tanninfreien Trollinger. Auch lässt er sich deutlich länger lagern und dankt seinen langsamen Alterungsprozess mit erstaunlicher Tiefgründigkeit, besonders, wenn er das Glück hatte, im Holzfass ausgebaut worden zu sein.

 

Auch der Schwarzriesling schätzt die Lagerung im Eichenholz - die saftigen Waldbeeraromen der ältesten aller Burgunderrebsorten nehmen dann gern einen dunkel-rauchigen Ton an, der durch die zurückhaltende Säure noch besser zur Geltung kommt.

 

Dass heutzutage wieder qualitativ hochwertige Weine wie diese angebaut werden, ist König Wilhelm I. von Württemberg zu verdanken. Der Dreißigjährige Krieg hatte im 17. Jahrhundert große Zerstörungen auch im Weinbau hinterlassen, sodass viele Winzer sich um ihres schieren Überlebens willen entschlossen, extrem ertragreiche, dafür aber scheußlich schmeckende und schnell verderbliche Weine zu produzieren. Dem umtriebigen König war diese Entwicklung ein Dorn im Auge, sollte sein Land doch für edle Tropfen bekannt sein und nicht für billigen Fusel. Also gründete er eine „Weinverbesserungsgesellschaft“, ließ Rieslingrebstöcke vom Rhein importieren und förderte allerlei Forschung zum Thema, besonders an der von ihm als Landwirtschaftsschule begründeten heutigen Universität Hohenheim bei Stuttgart.

 

Auch dort, in der baden-württembergischen Landeshauptstadt, wird Weinbau betrieben. Der Rotenberg, auf dem früher einmal die Stammburg des regierenden Adelsgeschlechts lag, verrät durch seinen Namen schon, was der Boden den Reben hier zu bieten hat: die rötlichen Bunten Mergel verhelfen Rieslingen zu einem druckvoll-kräftigen Körper und Trollingern zu schöner Spritzigkeit. Zwei Prozent der Stuttgarter Stadtfläche sind mit Rebstöcken bepflanzt, in zwei Dritteln der einzelnen Stadtteile findet sich mindestens ein Weinberg. Schon seit über 1000 Jahren wird in der Talkessellage der Stadt gelesen und gekeltert, im Mittelalter stellte es für die Bewohner sogar den Haupterwerb dar. Bis zu 1200 Hektar wurden damals auf noch wesentlich kleinerer Stadtfläche bewirtschaftet, das ist die doppelte Größe des gesamten Gebietes Ahr heutzutage. Damit war Stuttgart neben Wien und Würzburg einer der absoluten Wein-Metropolen. Doch der beständige Zuzug seit der Industrialisierung und in jüngerer Zeit die explodierenden Grundstückspreise ließen die Anbaufläche immer mehr schrumpfen. Dennoch liegt den Stuttgartern ihr Weinbau am Herzen: um die Trauben vor der Beschädigung durch heftige Hagelschauer zu schützen, setzen sie sogar Flugzeuge ein, die eine Silberiodidlösung in die Wolken einbringen und diese so an ihrer zerstörerischen Wirkung zu hindern.

 

Der höhere Niederschlag und die etwas kühleren Temperaturen ziehen sich fort bis ins Remstal, wo in bis zu 400 Metern Höhe der Kerner seine typische Würzigkeit erlangt. Sein Namensgeber, der Dichter Justinus Kerner, setzte dem Wein seiner Heimat unzählige literarische Denkmale: „Nach den Tränen stellt im Leben sich auch oft das Lachen ein; Tränen haben auch die Reben, aber trotz der Tränen geben sie den lust'gen, goldnen Wein.“ Das „Gold des Neckars“, wie er ihn nannte, lag ihm ebenso am Herzen wie der mäandernde Fluss. Er bildet das Rückgrat Württembergs - der romantische Neckar hat eine ziemlich wilde Vergangenheit, in der er häufig seinen Lauf veränderte und sich dabei auf der Suche nach neuen Routen ungestüm durch weicheres Gestein wie etwa den Muschelkalk fraß. Die Folgen können noch heute in Form von extremen Steilhanglagen bestaunt werden, die nur mit hohem Aufwand zu bewirtschaften sind.

 

Man ist hier jedoch nicht wie viele andere Weinbaugebiete auf einen einzigen Fluss beschränkt. Die zahlreichen Neben- und Zuflüsse des Neckars spielen eine ebenso große Rolle, etwa im nördlichen Bereich Kocher-Jagst-Tauber. Hier kann man mit eigenen Augen nachvollziehen, dass zwei Drittel der Rebflächen in Württemberg an Hang- oder Steillagen in direkter Flussnähe liegen, nur der Rest schmiegt sich an die Südseiten baumbestandener Hügel. Die daraus resultierenden hohen Kosten können meist nur gedeckt werden, indem eine große Menge einfacher Weine und nur ein kleinerer Anteil hochwertiger Tropfen erzeugt wird. Die Burgunderrebsorte Schwarzriesling, wegen ihrer wollig behaaren Blattunterseite, die wie in Mehl getaucht erscheint, auch Müllerrebe genannt, fühlt sich auf dem Muschelkalk in Flussnähe wohl. Zu ihm gesellt sich oft der Silvaner, dem tiefe Lagen aufgrund seiner Frostempfindlichkeit eigentlich nicht bekommen. Die Wärme des Flusses gleicht das aber ebenso aus wie den hohen Wasserbedarf dieser Rebe.

 

Mit Abstand der größte Bereich ist Württembergisch Unterland. Am Neckarufer gedeihen auf Muschelkalkböden häufig Rieslinge, abseits davon ist das Terroir von Keuper geprägt und versorgt rote Reben mit Mineralien. So auch in Brackenheim, der größte Rotweingemeinde Deutschlands. Der lauschige Ort scheint schon zu früheren Zeiten Weinliebhaber inspiriert zu haben, schrieb doch der von dort stammende erste Bundespräsident Theodor Heuss 1905 in weniger als einem Monat seine Doktorarbeit zum Thema „Weinbau und Weingärtnerstand in Heilbronn am Neckar“. Auch in Weinsberg wird Wissenschaft betrieben, wenn auch mehr praktisch als theoretisch. An der dortigen staatlichen Lehranstalt entwickelte August Herold die auch heute noch äußerst erfolgreichen Neuzüchtungen Dornfelder und den uns schon bekannte Kerner. Aber auch auf die Erhaltung der seit Jahrhunderten kultivierten heimischen Reben wie etwa den Trollinger verwendete er viel Zeit, was ihm später mit dem Bundesverdienstkreuz und wohl auch von vielen Weintrinkern gedankt werden sollte.

 

Zwar auch aus Weinsberg, aber nicht von Herold stammt die Rebsorte mit dem klangvollen Namen Samtrot, wie sie etwa in Lauffen am Neckar angebaut wird. Mehr als ein Viertel der gesamten Stadtfläche gehört dem Wein, und mit der Mutation des Schwarzrelings, die der Samtrot ist, treffen wir hier wieder einen Vertreter an, der so gut wie ausschließlich in diesem Gebiet angebaut wird. Er steht quasi stellvertretend für alles, was man von einem württembergischen Wein erwarten darf: Leichtigkeit, intensive Frucht, ein unbeschwerter Trinkfluss und zualledem noch vergleichsweise günstige Preise - so geht Lebensfreude auf Schwäbisch.

 

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