{"id":129509,"date":"2022-10-29T17:00:00","date_gmt":"2022-10-29T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/?p=129509"},"modified":"2023-03-15T13:32:47","modified_gmt":"2023-03-15T12:32:47","slug":"das-weinbaugebiet-rheingau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2022\/10\/das-weinbaugebiet-rheingau\/","title":{"rendered":"Das Weinbaugebiet Rheingau"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rheingau, Riesling und die Geschichte mit der Sp\u00e4tlese<\/h2>\n\n\n\n<p>An den unteren H\u00e4ngen des Taunus l\u00e4sst es sich als Rebstock gut leben: der Wald sorgt f\u00fcr einen Regenschatten und verhindert gleichzeitig das n\u00e4chtliche Hinunterwandern kalter Luftmassen in die Weinberge. Gleichzeitig spiegelt der Rhein das Sonnenlicht und h\u00e4lt sie damit warm. Am Rheinknie zwischen Lorch und Hochheim hat die Natur irgendwann einmal entschieden, dass der Fluss das vor ihm liegende Gebirge auf seinem Weg Richtung Nordsee lieber meiden soll und ihm deswegen eine scharfe Linkskurve verpasst &#8211; aus diesem Grund sind fast alle Rebfl\u00e4chen perfekt Richtung S\u00fcden ausgerichtet. Das ist durchaus eine Notwendigkeit, wenn man bedenkt, wie weit n\u00f6rdlich in Wein-Deutschland wir uns hier schon befinden. Auf nur 13 Kommunen verteilt sich der Weinbau, davon sind mit Frankfurt und Wiesbaden gleich zwei Gro\u00dfst\u00e4dte dabei, die aber jeweils nur einen sehr geringen Anteil beisteuern. Beide geh\u00f6ren auch historisch betrachtet gar nicht zur Region Rheingau, ebenso wenig wie der v\u00f6llig abseits nahe Kassel an der Eder gelegene gelegene B\u00f6ddiger Berg, lange Zeit n\u00f6rdlichster Weinberg Deutschlands.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier an Rhein und Main liegt kaum ein Weinberg mehr als vier oder vielleicht f\u00fcnf Kilometer vom Wasser entfernt. Dessen Mikroklima spielt f\u00fcr die Aromatik der Weine oftmals eine wichtigere Rolle als die Beschaffenheit der B\u00f6den. Diese sind in Ufern\u00e4he meist von L\u00f6ss und Lehm gepr\u00e4gt und bringen durch deren Tiefgr\u00fcndigkeit sehr fruchtbetonte Weine hervor, w\u00e4hrend in h\u00f6heren Lagen finessenreiche Vielschichtigkeit beg\u00fcnstigende Bodentypen wie Quarzit und Schiefer dominieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein guter Riesling aus dem Rheingau mag in seiner Jugend oft zur\u00fcckhaltend erscheinen, auch wenn die hohen Durchschnittstemperaturen daf\u00fcr sorgen, dass er schon fr\u00fch recht k\u00f6rperreich daherkommt und wenig mit seinen mineralisch-schlanken Verwandten von Mosel und Nahe gemeinsam hat. Mit der Zeit &#8211; und das k\u00f6nnen ohne Weiteres mehrere Jahrzehnte sein &#8211; bl\u00fcht er richtig auf: dann tritt sein saftiges Pfirsichbukett in den Vordergrund und er erreicht eine unnachahmliche F\u00fclle, die jedoch niemals fett wirkt, sondern sich ihre aristokratische Haltung bewahrt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/rheingau_1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/rheingau_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-129548\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Riesling ist mit sage und schreibe 78 Prozent der Gesamtfl\u00e4che eine von lediglich zwei Rebsorten, die auf den 3200 Hektar des Rheingaus eine Rolle spielen; die paar versprengten Anteile Silvaner oder Wei\u00df- und Grauburgunder stellen keine ernsthafte Konkurrenz dar, die K\u00f6nig Riesling nat\u00fcrlich sowieso nicht dulden w\u00fcrde. Der sitzt wieder sehr fest im Sattel, nachdem er in den 70ern fast gestrauchelt w\u00e4re: in Nachkriegsdeutschland trank man zwar gern s\u00fc\u00df, was dem Rheingau entgegenkam, aber lieber f\u00fcr den schmalen Taler, wodurch das feine Gleichgewicht zwischen S\u00fc\u00dfe und S\u00e4ure im Wein unrentabel wurde: die vormals komplexen Weinkunstwerke verflachten zu plumpen Sauf-S\u00fc\u00dfweinen. Als dann eine Neufassung des Weingesetzes noch die k\u00fcnstliche Aufzuckerung erlaubte, ging das Niveau vollends in den Keller. Das \u00e4nderte sich erst, als man mithilfe hundert Jahre alter Lagenkarten anhand der dort verzeichneten unterschiedlichen Steuerklassen die Parzellen qualitativ sortierte &#8211; Wein sollte nicht mehr austauschbar schmecken, sondern nach seinem Herkunftsort.<\/p>\n\n\n\n<p>Die rote Seite vertritt der Sp\u00e4tburgunder, der immerhin noch zw\u00f6lf Prozent auf sich zu vereinen vermag. Er wird allerdings fast ausschlie\u00dflich in Assmannshausen kultiviert, das sich mit seinen Steilh\u00e4ngen eher schon dem benachbarten Gebiet Mittelrhein angleicht. Ironischerweise hat auch die erfolgreichste Neuz\u00fcchtung der Weinwelt, der M\u00fcller-Thurgau, der 1882 in der hiesigen Forschungsanstalt Geisenheim das Licht der Welt erblickte, keine Chance. Und auch der Orleans, dessen Anbau Kaiser Karl der Gro\u00dfe im 8. Jahrhundert anordnete, nachdem er auf einer Rheinfahrt zuf\u00e4llig das Potential der S\u00fcdh\u00e4nge erkannte, auf denen der Schnee am Winterende schon deutlich fr\u00fcher schmolz als sonstwo in der Umgebung, wird nur noch von einer Handvoll Winzer gepflegt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/rheingau_3.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/rheingau_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-129551\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>An einem Namen wird man wohl kaum vorbeikommen: Johannisberg. Und diese Begegnung kann sich erstmal sehr verwirrend gestalten, denn es ist sowohl der Name eines Ortsteils als auch eines Schlosses, einer Weinbergslage und des Bereichs des gesamten Anbaugebietes Rheingau. Kompliziert? Gut, der Reihe nach. Zwischen Oestrich-Winkel und Geisenheim liegt das zu letzterem geh\u00f6rende Johannisberg, ein idyllisches \u00d6rtchen, das aus gutem Grund eine Partnerschaft mit dem Burgunder-Eldorado Puligny-Montrachet unterh\u00e4lt. Oberhalb davon thront auf dem genau vom 50. Breitengrad durchschnittenen Johannisberg das gleichnamige Schloss, das sich auch heute noch r\u00fchmt, das erste Riesling-Weingut der Welt gewesen zu sein. Ehedem beherbergte es ein Kloster unter der Herrschaft des F\u00fcrstabtes von Fulda. Dieser galt als Weinnarr und wollte alle wichtigen Entscheidungen den Weinbau betreffend in eigener Hand behalten, weswegen es Sitte war, dass ein berittener Bote einige Trauben nach Fulda brachte, damit der F\u00fcrstabt sich von deren voller Reife \u00fcberzeugen und den Lesebeginn anordnen konnte. Im Jahr 1775 jedoch versp\u00e4tete sich der Bote um ganze zwei Wochen &#8211; eine Katastrophe f\u00fcr die M\u00f6nche, die sich ihrem Herrn nicht zu widersetzen trauten und daher z\u00e4hneknirschend dabei zusehen mussten, wie die Trauben nach und nach zusammenschrumpften und zu schimmeln begannen. Ein Vorg\u00e4nger des F\u00fcrstabtes hatte es sich n\u00e4mlich 60 Jahre zuvor einfallen lassen, radikal gegen bisherige Konventionen des Weinbaus aufzubegehren und Riesling nicht mehr im Verbund mit anderen wei\u00dfen Rebsorten anzupflanzen; eine Technik, die man heute noch vom Gemischten Satz aus \u00d6sterreich kennt. Das war sehr riskant, denn damit entfiel die nat\u00fcrliche Absicherung, bei schlechtem Ertrag der einen Rebe auf den der anderen ausweichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/rheingau_2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/rheingau_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-129550\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Als der Reiter endlich eintraf, hatte man die Hoffnung auf einen guten Jahrgang schon vollkommen aufgegeben und presste das k\u00fcmmerliche anzusehende Lesegut eigentlich nur noch aus Routine. Die \u00dcberraschung bei der Verkostung war dann umso gr\u00f6\u00dfer: der Wein war vorz\u00fcglich gelungen, vor allem die noble S\u00fc\u00dfe begeisterte. Dass die M\u00f6nche der Weinwelt gerade die Sp\u00e4tlese geschenkt hatten, wurde ihnen erst nach und nach bewusst, ein Lesebeginn erst im November damit aber zur Regel. Heute ist der sogenannte Sp\u00e4tlesereiter im Innenhof des Schlosses ein steinernes Zeugnis der Dankbarkeit f\u00fcr diesen himmlischen Zufall. Wobei Zufall vielleicht nicht ganz zutreffend ist, denn tats\u00e4chlich ist der Rheingau geradezu pr\u00e4destiniert f\u00fcr die Erzeugung von S\u00fc\u00dfweinen: wenn der Herbst warm ist und durch den vom Fluss aufsteigenden Fr\u00fchnebel gleichzeitig genug Feuchtigkeit in der Luft h\u00e4ngt, entwickelt sich die Edelf\u00e4ule besonders gut. Was aber blieb, war das Problem von Missernten bei reinsortigem Anbau. Die L\u00f6sung daf\u00fcr ist in den Grundwortschatz der Weinwelt eingegangen: in Kabinetten, also kleinen, dauerhaft verschlossenen Schatzkammern lagerte man einen Teil der sehr guten Jahrg\u00e4nge ein, um sie sp\u00e4ter in schlechten Jahren zu h\u00f6heren Preisen zu verkaufen und vom Gewinn die Durststrecke zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele setzen nach wie vor auf die Rheingauer Fl\u00f6te als Distinktionsmerkmal. Die Schlegelflasche mit dem sehr schlanken, kantigen Hals im Facettenschliff macht optisch richtig was her, passt aber mit ihren 35 cm H\u00f6he nicht in die meisten standardisierten Supermarktregale. Dort findet man Rheingau-Wein allerdings generell kaum, denn der ist im niedrigen Preissegment eher selten zu finden. Eine Ausnahme bilden dabei die Weine des Klosters Eberbach. Etwa 150 Jahre nachdem Kaiser Otto II. den Gro\u00dfteil des Rheingaus der Kirche geschenkt und damit in sehr f\u00e4hige H\u00e4nde gegeben hatte, wurde hier der erste Wein angebaut &#8211; zun\u00e4chst allerdings nur zur Verwendung in der Heiligen Messe. Aber wie die meisten M\u00f6nche waren auch die Eberbacher Zisterzienser sehr gesch\u00e4ftst\u00fcchtig und erkannten, da sie durch ihr im Burgund liegendes Mutterkloster \u00fcber einige Expertise verf\u00fcgten, das Potential ihres Weinberges. Zun\u00e4chst dr\u00e4ngte man die Bewaldung des Taunus zur\u00fcck und vervielf\u00e4ltigte damit die Anbaufl\u00e4che, dann tauschte man nach und nach rote gegen wei\u00dfe Reben aus, um sich von der franz\u00f6sischen Konkurrenz abzusetzen. Mit 240 Hektar Anbaufl\u00e4che ist das dem Land Hessen geh\u00f6rte Weingut heute das gr\u00f6\u00dfte Deutschlands und produziert sowohl sehr preisg\u00fcnstige Alltagsweine als auch Spitzenerzeugnisse, etwas aus der bekannten Lage Erbacher Marcobrunn mit ihrer genialen Art der nat\u00fcrlichen unterirdischen Bew\u00e4sserung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dorther stammte schon der Tropfen, mit dem Kaiser Wilhelm I. die Einweihung des Niederwalddenkmals begoss. Die oberhalb der Weinberge thronende Germania schaut wohlwollend auf eines der Zentren der Rheinromantik, das malerische R\u00fcdesheim, und vielleicht bis hinein in dessen Herzkammer, die Drosselgasse. Die nicht mal 150 Meter lange Abzweigung der Rheinuferpromenade lockt mit ihrem Charme aus Kopfsteinpflaster, Fachwerk und sehr vielen Schenken, und auch wenn die Souvenirl\u00e4den mit ihrem Kitsch und die mehreren Millionen Besucher, die sich j\u00e4hrlich von den Ausflugsschiffen hinunter- und durch die Weinlokale hindurchschieben, das romantische Bild etwas st\u00f6ren, trifft nach wie vor der von Peter Alexander gesungene Marketing-Schlager \u201eZu R\u00fcdesheim in der Drosselga\u00df\u2019\u201c den Nagel auf den Kopf: \u201eDas G\u00e4\u00dflein, gottseidank, ist schmal, wenn man nach Hause geht!\u201c<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Kuenstler_Hochheimer_Hoelle_Riesling_Auslese_2002_Rheingau_Deutschland-1.jpeg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Kuenstler_Hochheimer_Hoelle_Riesling_Auslese_2002_Rheingau_Deutschland-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-35989\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Noblesse des Rheingauer Weines wird dort nat\u00fcrlich optisch nicht so sehr greifbar in den vielen Adelsrelikten in der Region. Feine Herrschaften investierten im 19. Jahrhundert, als k\u00f6nigliche Tafeln in ganz Europa mit den Erzeugnissen aus Eltville und Kiedrich best\u00fcckt wurden, gern ihr \u00fcbersch\u00fcssiges Verm\u00f6gen in eine Parzelle, um finanziell vom Boom zu profitieren und ihren Namen bekannt zu machen. Graf von Kanitz, Prinz von Hessen, Baron Knyphausen leben auf den Etiketten fort, auch wenn die urspr\u00fcnglichen Tr\u00e4ger l\u00e4ngst vergangen sind. Und auch Schlossweing\u00fcter wie Schloss Sch\u00f6nborn oder Schloss Reinhartshausen wecken nicht umsonst Assoziationen mit dem Chateau-System Frankreichs. Tradition und Perfektion sind hier absolute Selbstverpflichtung, manchmal bis zur letzten Konsequenz: auf sehr tragische Weise dokumentierte das der Weinfunktion\u00e4r Erwin Graf Matuschka-Greiffenclau, der sich das Leben nahm, als sein Weingut Schloss Vollrads 1997 nach 23 Generationen in Familienbesitz Konkurs anmelden musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Der unterschwellig omnipr\u00e4sente Luxus verleitet Winzer und H\u00e4ndler oft zu Marketing-Aktionen, die in anderen Regionen ganz und gar undenkbar w\u00e4ren und oft nicht eines gewissen Qu\u00e4ntchens Dekadenz entbehren: die j\u00e4hrliche Auktion von Kloster Eberbach und VDP Rheingau &#8211; der \u00fcbrigens mit 31 Mitgliedern mehr als jedes andere deutsche Gebiet aufbietet &#8211; findet als \u201enasse Versteigerung\u201c statt, man kann mit Ausnahme der Unikate folglich jeden Wein im Vorfeld kosten. Die internationale Anerkennung ist also unbestritten &#8211; zum allergr\u00f6\u00dften Teil jedenfalls. Denn im britischen Sprachgebrauch h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig der Slangausdruck \u201ehock\u201c. Er ist die Kurzform f\u00fcr die als Exklave des sonst kompakten Rheingaus s\u00fcd\u00f6stlich von Wiesbaden gelegenen Gemeinde Hochheim am Main, die 1845 hohen Besuch in Form von Queen Victoria begr\u00fc\u00dfen durfte. Sie sch\u00e4tzte deutschen Riesling sehr und so etablierte sich der Ausdruck schnell bei Hofe. Ob es nun an den Weltkriegen lag oder an der rheinhessischen Billigwein-Schwemme der 70er und 80er Jahre &#8211; denn die Briten unterschieden nicht nach Anbaugebiet, sondern verorteten jeden Wei\u00dfwein vom Rhein unter \u201ehock\u201c -, jedenfalls erfuhr die anfangs in h\u00f6chstem Ma\u00dfe anerkennende Bezeichnung einen ziemlichen Bedeutungswandel und meint heutzutage haupts\u00e4chlich sehr minderwertige deutsche Exportweine. Aber das ist nat\u00fcrlich nur eine ganz kleine Fu\u00dfnote, deren frecher Beigeschmack von einem Schluck Trockenbeerenauslese sofort getilgt werden w\u00fcrde. Und auch wenn \u00fcberzeugte Puristen deren manchmal schw\u00fclstig-barocken Stil nicht m\u00f6gen, geschichtstr\u00e4chtig ist er allemal. Text: Dario Sellmeier<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jetzt Newsletter abonnieren und keinen Blog Beitrag mehr verpassen:<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-jetpack-subscriptions__supports-newline wp-block-jetpack-subscriptions\">\n\t\t<div>\n\t\t\t<div>\n\t\t\t\t<div>\n\t\t\t\t\t<p >\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/?post_type=post&#038;p=129509\" style=\"font-size: 16px;padding: 15px 23px 15px 23px;margin: 0; margin-left: 10px;border-radius: 0px;border-width: 1px; background-color: #113AF5; color: #FFFFFF; text-decoration: none; white-space: nowrap; margin-left: 0\">Anmelden<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/p>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-horizontal is-content-justification-left is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-7e5fce0a wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-background wp-element-button\" 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