{"id":204648,"date":"2024-07-10T17:00:00","date_gmt":"2024-07-10T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/?p=204648"},"modified":"2024-07-10T17:39:39","modified_gmt":"2024-07-10T15:39:39","slug":"das-weinland-argentienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/","title":{"rendered":"Das Weinland Argentinien"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Evolution des argentinischen Weinbaus: Vom jesuitischen Anbau bis zur weltweiten Anerkennung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Fern von Zuhause kommt man auf die wildesten Gedanken &#8211; so auch in Argentinien, dessen gr\u00f6\u00dftenteils europ\u00e4ischst\u00e4mmige heutige Bewohner dem dortigen Weinbau ein ganz anderes Gepr\u00e4ge gaben, als man es in der Alten Welt kannte. Dabei war jene Idee, die die Initialz\u00fcndung f\u00fcr die Rebenzucht im zweitgr\u00f6\u00dften Staat S\u00fcdamerikas darstellte, eine eigentlich ganz naheliegende: die im Gefolge der spanischen Eroberer angelandeten M\u00f6nche brauchen Wein zur t\u00e4glichen Feier des Messopfers, und der Import aus der Heimat war da keine langfristige Alternative. Also begann der Jesuitenpater Juan Cidr\u00f3n in den 1540ern, am Rio de la Plata erste Parzellen anzulegen. Anders als die Kolonisten Nordamerikas fand er wohl keine einheimischen Wildreben vor und behalf sich stattdessen mit aus Europa stammenden, bereits kultivierten &#8211; ein Gl\u00fccksfall, denn w\u00e4hrend man sich in Neuengland lange Zeit mit dem Foxton der dortigen autochthonen Trauben herumqu\u00e4lte, gelang in Argentinien schnell die Erzeugung mehr oder weniger wohlschmeckender Weine. Dass das im semiariden Klima des Landes \u00fcberhaupt m\u00f6glich war, wo regelm\u00e4\u00dfig mehr Feuchtigkeit verdunstet, als durch Niederschl\u00e4ge wieder zugef\u00fchrt wird, verdankten die Europ\u00e4er den urspr\u00fcnglichen Bewohnern Argentiniens, den Inka. Diese hatten schon weit fr\u00fcher ein ausgekl\u00fcgeltes Bew\u00e4sserungssystem etabliert, welches Wasser aus den gro\u00dfen Fl\u00fcssen abzweigte und in der ansonsten knochentrockenen Ebene verteilte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu einem fr\u00fchen Zentrum des argentinischen Weinbaus &#8211; das es \u00fcbrigens bis zum heutigen Tage geblieben ist &#8211; mauserte sich die Stadt Mendoza im westlichen Landesinneren, nicht weit entfernt von der chilenischen Grenze. Von hier aus wurde der von flei\u00dfigen Jesuiten- und Franziskanerm\u00f6nchen erzeugte Wein in andere Teile des Landes gebracht, vor allem ins 1000 Kilometer entfernte Buenos Aires, wo aufgrund des feucht-subtropischen Klimas an die Anpflanzung von Reben nicht zu denken war. Jenes war 1776 Hauptstadt des Vizek\u00f6nigreichs Rio de la Plata geworden, nachdem vorher s\u00e4mtlicher Warenverkehr \u00fcber das peruanische Lima abgewickelt werden musste. Zur neuen Verwaltungseinheit geh\u00f6rten neben Argentinien auch noch Paraguay, Uruguay und Bolivien, sie umfasste also ein gigantisches Gebiet &#8211; allerdings konnten die vergleichsweise wenigen Kolonialherren nur in kleinen Bereichen davon wirklich administrative Macht aus\u00fcben, der Gro\u00dfteil blieb zun\u00e4chst in der Hand der indigenen V\u00f6lker.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war jedoch, trotz schon damals enormer Produktionsmengen, keineswegs Wein, der Argentinien zu einem der reichsten L\u00e4nder der Erde werden lie\u00df. Zwar hatte sich die Hoffnung der Spanier, am anderen Ende der Welt gigantische Silbervorkommen ausbeuten zu k\u00f6nnen, weitgehend zerschlagen &#8211; obwohl sie das Gebiet zuversichtlich nach dem in Europa hei\u00df begehrten Element &#8211; lateinisch \u201eargentum\u201c &#8211; benannt hatten, blieben die tats\u00e4chlichen Funde weit hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Daf\u00fcr gab es aber eine andere Ressource in rauen Mengen: freie Fl\u00e4chen. Diese eigneten sich optimal als Grundlage f\u00fcr Ackerwirtschaft, vor allem aber als Weidegr\u00fcnde f\u00fcr riesige Rinderherden, die von der argentinischen Version des amerikanischen Cowboys, den Gauchos, geh\u00fctet wurden. Das Rindfleisch, besonders nachdem man es durch Konservierung haltbar machen konnte, und das Leder der Tiere wurden ebenso wie die Wolle nicht minder gro\u00dfer Schafherden zu stark nachgefragten Exportg\u00fctern f\u00fcr den europ\u00e4ischen und nordamerikanischen Markt, was besonders durch den Ersten Weltkrieg noch einmal zus\u00e4tzlich befeuert wurde. Die Pampa, heute ein abf\u00e4lliger Begriff f\u00fcr eine als \u00f6de empfundene Gegend, in Wahrheit aber die Bezeichnung f\u00fcr die schier endlosen Grasfl\u00e4chen im S\u00fcdosten S\u00fcdamerikas, stand damit sinnbildlich f\u00fcr eine wirtschaftliche Prosperit\u00e4t, die noch ein paar Dekaden zuvor niemand in Europa diesem Land am Ende der Welt zugetraut h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl Argentinien zu dieser Zeit, Anfang des 20. Jahrhunderts, schon seit fast 100 Jahren unabh\u00e4ngig war, hatten sich die politischen Verh\u00e4ltnisse in der Zwischenzeit keineswegs zum Besseren ver\u00e4ndert. Zun\u00e4chst jahrzehntelang offen diktatorisch regiert, setzte sich ab den 1880ern eine dem Anschein nach demokratische, in Wahrheit aber den Interessen der Gro\u00dfgrundbesitzer verpflichtete Regierungsweise durch. Davon profitierten nicht nur die Rinderz\u00fcchter und Gro\u00dfbauern, sondern auch viele Weinbau betreibende Familien, denn die Gr\u00f6\u00dfe dieser Betriebe betrug meist ein Vielfaches von dem, was in Europa \u00fcblich war. Die staatliche Protektion war aber nur einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr den kometenhaften Aufstieg des argentinischen Weines: der zweite lag in den Einwanderungswellen, die das Land vor allem aus Spanien und Italien, aber auch Frankreich und Deutschland erreichten. Zum einen wuchs der Inlandsmarkt dadurch stetig an, zum anderen brachten die Neuank\u00f6mmlinge h\u00e4ufig winzerisches Fachwissen mit, das die Betriebe schnell in ihre Abl\u00e4ufe integrierten. Manche von ihnen hatten sogar zus\u00e4tzlich zu geballter Expertise noch Setzlinge neuer Rebsorten im Gep\u00e4ck.<\/p>\n\n\n\n<p>Diejenige, die es zum mit Abstand gr\u00f6\u00dften Ruhm in der neuen Heimat gebracht hat, ist zweifellos der Malbec. Die aus dem Bordelais stammende und dort bis in die 50er Jahre in den Bordeaux-Weinen verarbeitete, mittlerweile aber insbesondere mit dem Cahors im franz\u00f6sischen S\u00fcdwesten verbundene Traube kam n\u00e4mlich erst in S\u00fcdamerika zu diesem Namen, in Frankreich selbst war sie als C\u00f4t bekannt. Und nicht nur der Name unterscheidet sich, auch die Anbaubedingungen sind ganz und gar nicht vergleichbar. W\u00e4hrend der Malbec in Frankreich zwar durchaus an den steilen H\u00e4ngen der Cevennen w\u00e4chst, im Grunde aber \u00fcber eine H\u00f6he von ein paar hundert Metern nicht hinauskommt, st\u00f6\u00dft er in Argentinien in ganz andere Dimensionen vor: in den Anden beginnt der Weinbau auf 600 und endet erst auf weit \u00fcber 2000 Metern, in einigen besonders beg\u00fcnstigten Lagen wie der Region Salta werden sogar auf 3100 Metern noch Trauben geerntet &#8211; und damit auf einem h\u00f6heren Niveau als der Gipfel der deutschen Zugspitze. Kein Wein ist dem Himmel so nah wie der argentinische, k\u00f6nnte man sagen. Wer jetzt denkt, dass in der d\u00fcnnen H\u00f6henluft nur blasse, schwachbr\u00fcstige Tropfen entstehen k\u00f6nnen, der irrt: in trockenem Klima und strahlendem Sonnenschein k\u00f6nnen die Beeren perfekt ausreifen &#8211; durch die weitgehende Abwesenheit von Feuchtigkeit ist auch die Anf\u00e4lligkeit der Rebe f\u00fcr Krankheiten wie Mehltau kein Hindernis. In Kombination mit den hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht wird zum einen eine perfekte Balance zwischen Zucker und S\u00e4ure, zum anderen auch eine komplexe Aromenf\u00fclle erreicht, die sich sp\u00e4ter in Weinen niederschl\u00e4gt, die die ganze Frucht-Klaviatur von Schwarzkirsche und Pflaume \u00fcber Brombeere und Johannisbeere bis hin zu Zitrusnoten bespielen und mit Ankl\u00e4ngen an dunkle Schokolade und schwarzen Pfeffer begeistern. Bessere Exemplare erinnern mit ihrer feinen W\u00fcrze durchaus mal an einen Bordeaux. Seine schw\u00e4rzlich-violette Farbe und den verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Gehalt an &#8211; meist reifem und sanftem &#8211; Gerbstoff verdankt der Wein dabei den verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig dicken Schalen der Beeren. Letzteres ist es auch, was eine Lagerung im heimischen Keller oft locker \u00fcber eine Dekade m\u00f6glich macht &#8211; obwohl diese gl\u00fccklicherweise l\u00e4ngst nicht mehr zwingend erforderlich ist wie in alten Zeiten, als der Malbec nicht schon trinkreif auf den Markt kam, sondern in den ersten Jahren vor Bitterkeit strotzte. Die Rebst\u00f6cke sind oft wahre weinbauliche Besonderheiten, denn anders als der Gro\u00dfteil der weltweiten Best\u00e4nde handelt es sich hier nicht um Hybridreben, sondern um wurzelechte Pflanzen: dadurch, dass der Malbec noch vor der Reblausplage nach Argentinien kam und sich der Sch\u00e4dling hier nicht zu verbreiten imstande war, konnte auf amerikanische Unterlagen verzichtet werden. Knapp 45 000 Hektar sind in Argentinien aktuell mit Malbec bepflanzt &#8211; vergleichbar mit der Rebfl\u00e4che ganz \u00d6sterreichs. Damit beherbergt das Land die mit Abstand gr\u00f6\u00dften Malbec-Best\u00e4nde der Welt, deutlich mehr auch als das Ursprungsland Frankreich und aufgrund der intensiven Fokussierung der Winzer auf diese Traube und den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Terroirs in Mendoza auch deutlich vielseitiger als dort. Trotz der sowohl qualitativen als auch quantitativen F\u00fchrerschaft des Malbec ist noch ordentlich Platz f\u00fcr andere Trauben, vor allem rote, die zusammengenommen 85 Prozent der Produktion ausmachen. Besonders Cabernet Sauvignon und Merlot haben ein W\u00f6rtchen mitzureden: auch sie reifen zu fruchtbetonten Tropfen heran und \u00fcberzeugen als Solisten ebenso wie als Verschnittpartner des Malbec.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Argentinien.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-204688\" srcset=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Argentinien.jpg 1000w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Argentinien-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Argentinien-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem diese drei Sorten waren es, die den rasanten Aufstieg des Weinlandes Argentinien von gerade mal 3000 Hektar um 1890 auf mehr als das Hundertfache 80 Jahre sp\u00e4ter beg\u00fcnstigten. Was war in der Zwischenzeit geschehen? Nun, vor allem eine rapide Industrialisierung. Zwar hatte man schon Ende des 19. Jahrhunderts begonnen, mit dem durch die Rohstoffexporte ins Land kommenden Devisen Investitionsg\u00fcter in Europa und den USA zu kaufen, blieb aber noch viele Jahrzehnte ein stark landwirtschaftlich gepr\u00e4gter Nachz\u00fcgler. \u00c4ndern sollte sich das 1946: w\u00e4hrend man in Europa noch vollends damit besch\u00e4ftigt war, die Tr\u00fcmmer des Zweiten Weltkrieges beiseite zu r\u00e4umen, kam in Argentinien mit Juan Per\u00f3n ein Mann an die Macht, der mit seinem Mix aus Verstaatlichung von Schl\u00fcsselindustrien, Protektionismus und umfassender sozialer Sicherung das Land binnen kurzer Zeit in die wirtschaftliche Moderne katapultierte. Auch wenn er vor allem das verarbeitende Gewerbe st\u00e4rkte und die Landwirtschaft links liegen lie\u00df, diente seine Politik dem Weinbau dennoch: durch das stark steigende Wohlstandsniveau der Bev\u00f6lkerung konnten sich pl\u00f6tzlich viele Menschen Konsumg\u00fcter leisten, die f\u00fcr sie vorher unerschwinglich waren. Legend\u00e4r ist Per\u00f3ns Ausspruch, von dem, was eine argentinische Familie in den M\u00fcll werfe, k\u00f6nnten f\u00fcnf europ\u00e4ische Familien gut leben. Und das war zur damaligen Zeit nicht einmal so \u00fcbertrieben. Dies wiederum hatte f\u00fcr den Staatschef den Vorteil, dass die Weinwirtschaft nicht auf Exportm\u00e4rkte angewiesen war, um zu wachsen, sondern die stetig steigenden Produktionsmengen im Inland getrunken wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Industrialisierung hat den Weinbau deutlich vereinfacht und demokratisiert, so viel ist sicher. So ganz ohne Herausforderungen ist er dennoch keineswegs in diesem Land der geografischen und klimatischen Extreme. Zwar lassen sich manche Schwierigkeiten auf verbl\u00fcffend simple Art und Weise l\u00f6sen, etwa wenn zur Bew\u00e4sserung der oft fast w\u00fcsten\u00e4hnlichen Trockensteppen Schmelzwasser von den Gipfeln der Anden in die Weinberge geleitet wird &#8211; eine Technik, die meist schlicht mit nat\u00fcrlichem Gef\u00e4lle arbeitet, keiner gro\u00dfartigen Technik bedarf und zu in diesen Regionen unerwartet gro\u00dfen Ertr\u00e4gen f\u00fchren kann. Aber hier treten auch Ph\u00e4nomene auf, \u00fcber die man sich in den meisten anderen Weinbaunationen keine Gedanken machen muss und die daher ganz eigene, kreative Bew\u00e4ltigungsstrategien erfordern. Und dabei reden wir noch nicht einmal von einem geradezu grausamen Temperaturspektrum, das sich zwischen Werten von knapp 50 und minus 30 Grad Celsius bewegt. Ein viel gr\u00f6\u00dferes Problem ist der Hagel, der im Fr\u00fchsommer oft pl\u00f6tzlich und unerwartet niedergeht und innerhalb k\u00fcrzester Zeit die gesamte Ernte vernichten kann. Die Strategien, die Sch\u00e4den im Zaum zu halten, reichen vom Spannen riesiger Netze \u00fcber den Pflanzen bis zur Anlegung weit voneinander entfernter \u201eInseln\u201c: wird ein Teil des k\u00fcnstlich zersplitterten Weinberges vom Hagel verheert, k\u00f6nnen andere dennoch verschont bleiben &#8211; stoische Risikominimierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab aber, um auf die Historie zur\u00fcckzukommen, auch Probleme, die nicht natur-, sondern menschengemacht waren. Die Kehrseite der ins Uferlose wachsenden Produktion war, dass sie sich keineswegs positiv auf die Qualit\u00e4t auswirkte. Diese war ohnehin nie die beste gewesen, da argentinischer Wein kaum im internationalen Wettbewerb gestanden hatte und sich nicht an anderen Tropfen messen lassen musste, aber in den 70ern wurde es wirklich \u00fcbel. Als die Produzenten den Kaufkraftverlust ihrer Kunden w\u00e4hrend heftiger Wirtschaftskrisen damit auszugleichen versuchten, den Wein noch billiger anzubieten, um nicht auf den gigantischen Mengen sitzen zu bleiben, rauschte die Qualit\u00e4t vollends in den Keller. Preisliche Unterschiede existierten quasi nicht mehr, da eine Differenzierung verschiedener G\u00fcteklassen oder gar Lagen sich nicht lohnte. Dass die argentinische K\u00fcche gern Rotwein in der Zutatenliste aller m\u00f6glichen Rezepte auff\u00fchrt, ist darum auch nicht dem Umstand geschuldet, dass er so unglaublich gut schmeckte, sondern eher eine Verlegenheitsl\u00f6sung &#8211; er war halt da.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos K\u00fcche: wer das optimale Pairing f\u00fcr die dunklen und schweren Weine Argentiniens sucht, sollte sich am Wochenende zu einer Parillada einladen lassen. Das Konzept ist denkbar einfach: man steht stundenlang zusammen und grillt. Das d\u00fcrfte vielen Deutschen durchaus vertraut vorkommen, allerdings gibt es doch einige wesentliche Unterschiede. Zum einen ist der Asador, der nat\u00fcrlich stets m\u00e4nnliche Grillmeister, unumschr\u00e4nkter Herrscher \u00fcber die Zubereitung: seine Stellung fu\u00dft anders als in Deutschland nicht so sehr auf hochwertiger Ausstattung, sondern auf einer ganz individuellen Herangehensweise, die von Umstehenden keinesfalls in Zweifel gezogen werden sollte. Zum anderen sind die Steaks in Argentinien deutlich gr\u00f6\u00dfer. So gro\u00df, dass viele Familien gar keinen herk\u00f6mmlichen Grill besitzen, sondern das Fleisch auf einem riesigen Rost oder an Spie\u00dfen \u00fcber offenem Feuer in gro\u00dfen, gemauerten Gruben im Garten r\u00f6sten. \u00dcberhaupt kommt man um Fleisch kaum herum: neben den klassischen Cuts begeistern sich die Argentinier auch f\u00fcr W\u00fcrste wie Morcilla und Chorizo, w\u00e4hrend als vegetarische Beilagen allenfalls etwas Wei\u00dfbrot zum Aufwischen der Chimichurri-So\u00dfen und Fleischs\u00e4fte oder hier und da mal ein &#8211; zwingend von Frauen zubereiteter &#8211; Alibi-Salat serviert werden. Sollte es einem mit viel M\u00fche gelingen, doch einmal ein Fischgericht zu bekommen, etwa ein erfrischendes Ceviche, oder hat man es einfach nicht so mit Roten, muss irgendwo ein Wei\u00dfwein her. Auch hier setzt man vorwiegend auf franz\u00f6sische Sorten: Chardonnay, Chenin Blanc, Sauvignon Blanc, S\u00e9millon und Pinot Gris. Auf der Suche nach etwas Au\u00dfergew\u00f6hnlichem st\u00f6\u00dft man schnell auf die Torront\u00e9s &#8211; Spanienkennern d\u00fcrfte der Name vertraut vorkommen, denn eine gleichnamige Rebe w\u00e4chst besonders in der Gegend um Madrid, in Galicien und Andalusien. Mit dieser hat sie aber nichts zu tun &#8211; und obwohl sie genauer Torront\u00e9s Riojano hei\u00dft, wahrscheinlich nicht einmal mit Spanien. Vielmehr ist sie explizit nach der argentinischen Region La Rioja benannt &#8211; ihren geografischen Schwerpunkt hat die wichtigste wei\u00dfe Rebe des Landes jedoch im noch weiter im Norden gelegenen Salta. Auf den dortigen Sandb\u00f6denn mit ihrer perfekten Drainage-Wirkung bringt sie s\u00e4urebetonte, tropisch-aromatische Weine mit Ankl\u00e4ngen von Orangenbl\u00fcte, Jasmin und vor allem Muskat hervor, was ihr eine gewisse \u00c4hnlichkeit mit dem Muskateller verleiht. Und wer ein bisschen in die Vergangenheit schmecken m\u00f6chte, kann auch heute noch auf gro\u00dfe Best\u00e4nde an Cereza und Criolla Grande zur\u00fcckgreifen &#8211; jene Sorten, mit denen der argentinische Weinbau seinen Anfang nahm. F\u00fcr beide gilt eine spezifisch argentinische Klassifizierung, welche die Farbzuteilung nicht anhand des abgepressten Saftes vornimmt, sondern das Erscheinungsbild der reifen Beeren als Grundlage hat. All jene, die nicht klar rot oder wei\u00df erscheinen &#8211; dazu geh\u00f6ren zum Beispiel auch Pinot Gris und Garnacha &#8211; werden als rosa Reben bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese eindrucksvolle und vor allem hochwertige Reben-Vielfalt kam allerdings erst vor etwa 40 Jahren ins Rollen. War es unter Per\u00f3n schon nicht allzu gut bestellt um Qualit\u00e4tsweinbau, isolierten anschlie\u00dfende Milt\u00e4rputsche, die blutige Videla-Diktatur und der Falkland-Krieg das Land auf internationaler B\u00fchne in noch h\u00f6herem Ma\u00dfe. Der Anschluss an den weltweiten Weinmarkt und dessen Entwicklungen ging, so er jemals wirklich bestanden hatte, vollends verloren. Erst ab 1983 fand das Land zu demokratischen Strukturen zur\u00fcck und erreichte ab den fr\u00fchen 90ern mit neoliberaler Wirtschaftspolitik und der Koppelung des Peso-Kurses an den des US-Dollars wieder ein Ma\u00df an wirtschaftlicher Stabilit\u00e4t, das es den Winzern nach und nach erm\u00f6glichte, in Modernisierung zu investieren und ihre F\u00fchler auszustrecken. Gl\u00fccklicherweise erwischten sie daf\u00fcr genau den richtigen Zeitpunkt, denn in den 80ern und 90ern lechzte man nach exotischen, vollmundigen Tropfen. Dass die Betriebe jahrzehntelang auf Billigproduktion getrimmt worden waren, erweis sich dabei ironischerweise als Vorteil: durch die niedrigen Preise waren sie direkt konkurrenzf\u00e4hig. W\u00e4hrend viele Winzer dieses Niveau mehr oder weniger beibehielten, erkannten einige mutige Pioniere das unglaubliche Potenzial des Anden-Weinbaus. Auch der Staat ist mittlerweile auf den Trichter gekommen, dass man mit der bisherigen Strategie auf Dauer nicht wird fahren k\u00f6nnen &#8211; gro\u00dfz\u00fcgige Rodungspr\u00e4mien halfen den den Winzern, ihre Fl\u00e4chen auf ein wirtschaftliches Ma\u00df zu dezimieren. Und dass man den besonders ambitionierten unter ihnen unter die Arme greifen sollte, um ihnen bei der Abgrenzung von der Masse zu helfen: f\u00fcr Qualit\u00e4tsweine aus kontrollierter Herkunft wurde ein DOC-Status geschaffen. Er gibt Verbrauchern zumindest ein bisschen Orientierung in dem fast 1800 Kilometer langen Streifen, der sich bis nach Patagonien hinabzieht. Ein System h\u00f6her- und niedrigerwertiger Lagen, das in Europa im Laufe vieler Jahrhunderte durch schlichte Beobachtung heranwuchs, versucht man hier aktuell innerhalb weniger Jahre durch hochtechnologische Studien der Bodenprofile, der klimatischen Verh\u00e4ltnisse und der Topographie festzulegen &#8211; finanziert oft von gro\u00dfen Weinh\u00e4usern aus Europa, die nicht ohne Grund in Goldgr\u00e4berstimmung sind. Erste Erfolge sind bereits erkennbar: das Uco Valley etwa hat sich auf diese Weise als geradezu pr\u00e4destiniert f\u00fcr erstklassige Erzeugnisse herauskristallisiert, seinen Kalkb\u00f6den und den extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sei dank.<\/p>\n\n\n\n<p>500 Jahre hat das argentinische Winzertum schon auf dem Buckel, eine der l\u00e4ngsten Weinbau-Traditionen der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re. Das Reben-Business ist hoch dynamisch geworden, seitdem man verstanden hat, dass die Produktionsmenge nicht der einzige Faktor ist: inzwischen ist man auf etwa 210 000 Hektar Gesamtrebfl\u00e4che zur\u00fcckgeschrumpft. Das reicht zwar immer noch f\u00fcr den siebten Platz in der Weltrangliste, und immer noch gibt es zahllose sehr preisg\u00fcnstige Supermarkt-Weine ohne jeden Wiedererkennungswert. Aber die Anspr\u00fcche der Winzer steigen: das optimale Zusammenspiel zwischen Terroir und Rebsorte, Ertragsreduzierung, die Umstellung von \u00dcberschwemmungs- auf Tr\u00f6pfchenbew\u00e4sserung und Sorgfalt bei der Kellerarbeit sind mittlerweile keine Fremdworte mehr, und wo in anderen L\u00e4ndern richtig geackert werden muss, f\u00e4llt argentinischen Winzern einiges quasi in den Scho\u00df. Biologischer Weinbau etwa l\u00e4uft hier fast von selbst, denn das Klima erweist sich als nat\u00fcrliches Pflanzenschutzmittel, in den sich Sch\u00e4dlinge kaum vermehren k\u00f6nnen. Auch zunehmend immer hei\u00dferen Sommern kann man gelassen entgegenblicken, denn die H\u00f6henlagen der Anden bieten ausreichend Raum, diesen zu entkommen. Die Herausforderung wird sein, in den kommenden Jahren auch an einem soliden Mittelfeld zu arbeiten, das die entspannte Trinkigkeit der einfachen mit dem Herkunftsgedanken der Spitzenweine vereint. Bei einer Exportquote von bisher lediglich zehn Prozent ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Ausdrucksstark wie der Tango, finessenreich wie der Fu\u00dfball des Landes ist der argentinische Wein bereits heute &#8211; und in einigen Jahren vielleicht das dritte gro\u00dfe Aush\u00e4ngeschild der stolzen Nation. Text: Dario Sellmeier<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Evolution des argentinischen Weinbaus: Vom jesuitischen Anbau bis zur weltweiten Anerkennung Fern von Zuhause kommt man auf die wildesten Gedanken &#8211; so auch in Argentinien, dessen gr\u00f6\u00dftenteils europ\u00e4ischst\u00e4mmige heutige Bewohner dem dortigen Weinbau ein ganz anderes Gepr\u00e4ge gaben, als man es in der Alten Welt kannte. Dabei war jene Idee, die die Initialz\u00fcndung f\u00fcr &#8230; <a title=\"Das Weinland Argentinien\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/\" aria-label=\"Mehr dazu unter Das Weinland Argentinien\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":204687,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[3316,1],"tags":[7998,8684,8687,8682,8683,8685,8652,1154,1327,8686],"post_folder":[],"class_list":["post-204648","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anbaugebiete","category-weinwissen","tag-argentinien","tag-exportgueter","tag-industriealisierung","tag-jesuiten","tag-juan-peron","tag-klimatische-herausforderungen","tag-malbec","tag-terroir","tag-weinbau","tag-wirtschaftsgeschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.9 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Weinland Argentinien - Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Weinland Argentinien - Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Evolution des argentinischen Weinbaus: Vom jesuitischen Anbau bis zur weltweiten Anerkennung Fern von Zuhause kommt man auf die wildesten Gedanken &#8211; so auch in Argentinien, dessen gr\u00f6\u00dftenteils europ\u00e4ischst\u00e4mmige heutige Bewohner dem dortigen Weinbau ein ganz anderes Gepr\u00e4ge gaben, als man es in der Alten Welt kannte. Dabei war jene Idee, die die Initialz\u00fcndung f\u00fcr ... Weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2024-07-10T15:00:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-07-10T15:39:39+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Argentinien2.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1000\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"665\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Christian Fenske\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Christian Fenske\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"17\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Christian Fenske\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c07d66169fd0e04307bfe7cdc99ac26a\"},\"headline\":\"Das Weinland Argentinien\",\"datePublished\":\"2024-07-10T15:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2024-07-10T15:39:39+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/\"},\"wordCount\":3086,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/07\\\/Argentinien2.jpg\",\"keywords\":[\"Argentinien\",\"Exportg\u00fcter\",\"Industriealisierung\",\"Jesuiten\",\"Juan Per\u00f3n\",\"Klimatische Herausforderungen\",\"Malbec\",\"Terroir\",\"Weinbau\",\"Wirtschaftsgeschichte\"],\"articleSection\":[\"Anbaugebiete\",\"Weinwissen\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/\",\"name\":\"Das Weinland Argentinien - Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/07\\\/Argentinien2.jpg\",\"datePublished\":\"2024-07-10T15:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2024-07-10T15:39:39+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/07\\\/Argentinien2.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/07\\\/Argentinien2.jpg\",\"width\":1000,\"height\":665},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/2024\\\/07\\\/das-weinland-argentienen\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das Weinland Argentinien\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/\",\"name\":\"Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost\",\"description\":\"Entdecken Sie Genuss\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#organization\",\"name\":\"Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/10\\\/logo_weinefeinkost_unterwegs_450x171.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/10\\\/logo_weinefeinkost_unterwegs_450x171.png\",\"width\":450,\"height\":171,\"caption\":\"Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c07d66169fd0e04307bfe7cdc99ac26a\",\"name\":\"Christian Fenske\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/cropped-christian_profilbild-96x96.png\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/cropped-christian_profilbild-96x96.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/01\\\/cropped-christian_profilbild-96x96.png\",\"caption\":\"Christian Fenske\"},\"description\":\"Zusammen an einem Tisch sitzen, gemeinsam zu kommunizieren und zu genie\u00dfen, das ist eine der herausragenden kulturellen Errungenschaft der Menschheit.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.weine-feinkost.de\\\/unterwegs\\\/author\\\/christian-fenske\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das Weinland Argentinien - Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Das Weinland Argentinien - Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost","og_description":"Die Evolution des argentinischen Weinbaus: Vom jesuitischen Anbau bis zur weltweiten Anerkennung Fern von Zuhause kommt man auf die wildesten Gedanken &#8211; so auch in Argentinien, dessen gr\u00f6\u00dftenteils europ\u00e4ischst\u00e4mmige heutige Bewohner dem dortigen Weinbau ein ganz anderes Gepr\u00e4ge gaben, als man es in der Alten Welt kannte. Dabei war jene Idee, die die Initialz\u00fcndung f\u00fcr ... Weiterlesen","og_url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/","og_site_name":"Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost","article_published_time":"2024-07-10T15:00:00+00:00","article_modified_time":"2024-07-10T15:39:39+00:00","og_image":[{"width":1000,"height":665,"url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Argentinien2.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Christian Fenske","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Christian Fenske","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"17\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/"},"author":{"name":"Christian Fenske","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#\/schema\/person\/c07d66169fd0e04307bfe7cdc99ac26a"},"headline":"Das Weinland Argentinien","datePublished":"2024-07-10T15:00:00+00:00","dateModified":"2024-07-10T15:39:39+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/"},"wordCount":3086,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Argentinien2.jpg","keywords":["Argentinien","Exportg\u00fcter","Industriealisierung","Jesuiten","Juan Per\u00f3n","Klimatische Herausforderungen","Malbec","Terroir","Weinbau","Wirtschaftsgeschichte"],"articleSection":["Anbaugebiete","Weinwissen"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/","url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/","name":"Das Weinland Argentinien - Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Argentinien2.jpg","datePublished":"2024-07-10T15:00:00+00:00","dateModified":"2024-07-10T15:39:39+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Argentinien2.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Argentinien2.jpg","width":1000,"height":665},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2024\/07\/das-weinland-argentienen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das Weinland Argentinien"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#website","url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/","name":"Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost","description":"Entdecken Sie Genuss","publisher":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#organization","name":"Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost","url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/logo_weinefeinkost_unterwegs_450x171.png","contentUrl":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/logo_weinefeinkost_unterwegs_450x171.png","width":450,"height":171,"caption":"Unterwegs mit Weine &amp; Feinkost"},"image":{"@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/#\/schema\/person\/c07d66169fd0e04307bfe7cdc99ac26a","name":"Christian Fenske","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/cropped-christian_profilbild-96x96.png","url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/cropped-christian_profilbild-96x96.png","contentUrl":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/cropped-christian_profilbild-96x96.png","caption":"Christian Fenske"},"description":"Zusammen an einem Tisch sitzen, gemeinsam zu kommunizieren und zu genie\u00dfen, das ist eine der herausragenden kulturellen Errungenschaft der Menschheit.","url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/author\/christian-fenske\/"}]}},"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Argentinien2.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p68Tjo-ReM","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=204648"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":205334,"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/204648\/revisions\/205334"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/media\/204687"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=204648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=204648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=204648"},{"taxonomy":"post_folder","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-json\/wp\/v2\/post_folder?post=204648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}