{"id":45244,"date":"2018-08-14T11:00:31","date_gmt":"2018-08-14T09:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/?p=45244"},"modified":"2018-08-14T11:00:31","modified_gmt":"2018-08-14T09:00:31","slug":"die-geschichte-von-ribera-del-duero-teil-2-ribera-del-duero-das-warum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2018\/08\/die-geschichte-von-ribera-del-duero-teil-2-ribera-del-duero-das-warum\/","title":{"rendered":"Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 2: Ribera del Duero \u2013 das Warum"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: left;\">Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 2: Ribera del Duero \u2013 das Warum<\/h2>\n<figure id=\"attachment_45456\" aria-describedby=\"caption-attachment-45456\" style=\"width: 1990px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/ribera-komplett.svg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-163910 size-full\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/ribera-komplett.svg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"2000\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-45456\" class=\"wp-caption-text\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Ribera del Duero. Legende:<\/span><\/strong> <b><span style=\"color: #000099;\">Manvirgo Zentrum<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #cc0000;\">Manvirgo Norden<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #33ccff;\">Manvirgo Esgueva<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #ff6600;\">Manvirgo Roa\/La Horra, <\/span><\/b><b><span style=\"color: #339999;\">Gromej\u00f3n, <\/span><\/b><b><span style=\"color: #006600;\">Kalte Schulter West<\/span><\/b><b>,<\/b><b><span style=\"color: #ff00ff;\"> Kalte Schulter Ost, <\/span><\/b><b><span style=\"color: #ff6600;\">Aranda Stadt<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #aaaaaa;\">Aranda Nord<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #ffff33;\">Aranda S\u00fcd, <\/span><\/b><b><span style=\"color: #ff99ff;\">Ofen Zentrum<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #996633;\">Ofen West<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #ffccff;\">Ofen S\u00fcd, <\/span><\/b><b><span style=\"color: #336699;\">S\u00fcdland Duero<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #33ffff;\">S\u00fcdland Zentrum<\/span><\/b><b>, <\/b><b><span style=\"color: #ff9966;\">S\u00fcdland Hochebene, <\/span><\/b><b><span style=\"color: #ffffa1;\">Riboja, <\/span><\/b><b><span style=\"color: #4aff13;\">Riberadolid.<\/span><\/b><\/figcaption><\/figure>\n<p><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/ribera-komplett.svg\"><br \/>\n<\/a>Zu keiner Zeit der j\u00fcngeren Weinbaugeschichte gab es eine Weinregion namens Ribera del Duero. Ihre Gr\u00fcndung im Jahr neunzehnhundert zweiundachtzig war ein rein politischer Akt, aus der Not heraus geboren, nur daran denkend, nicht wirklich unterzugehen.<\/p>\n<p>Dabei ist dies alles weit mehr als nur ein politisches Problem, Ribera del Duero ist in etwa so gro\u00df wie alle Weinregionen des Rhone-Tales zusammen, nur halt quer und nicht l\u00e4ngs. Gut einhundert und vierzig Kilometer von Ost nach West, etwa f\u00fcnfzig Kilometer von Nord nach S\u00fcd, an der breitesten Stelle. Den h\u00f6chsten und den tiefsten Punkt trennen etwa dreihundert H\u00f6henmeter, ginge man ins Detail, dann w\u00fcrden siebzehn H\u00e4nde nicht ausreichen, die jeweiligen geologischen Gegebenheiten aufzuz\u00e4hlen. Man kann es aber auch etwas k\u00fcrzer fassen.<\/p>\n<p>Wie immer in der Welt des Weinbaus gibt es zwei entscheidende Faktoren, die der Mensch nur bedingt beeinflussen kann: Boden und Klima. Die dritte Komponente, die gew\u00e4hlten Rebsorten, sind die Antwort, die logische Schlussfolgerung aus den ersten beiden. Soweit die Theorie.<\/p>\n<p>Eigentlich besteht Ribera del Duero nur aus Sandstein. Gut, s\u00fcdlich von Aranda de Duero gibt es eine Ecke, in der Gips und Karst lauern, aber dort stehen kaum Reben. Und die wenigen Bodegas, die dort aktiv sind, keltern komplizierte Weine. Man kann das gut und gerne ignorieren, schlie\u00dflich hat dort in letzter Zeit auch kaum jemand Reben gesetzt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_45802\" aria-describedby=\"caption-attachment-45802\" style=\"width: 438px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-163955 size-full\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_1.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_1.jpg 448w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-45802\" class=\"wp-caption-text\">Ribera del Duero ist auf Sandstein gebaut. Komplett.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ribera del Duero kann man in acht verschiedene Subregionen einteilen: Manvirgo, Gromej\u00f3n, Kalte Schulter, Aranda, Ofen sowie S\u00fcdland, alle in der Provinz Burgos (plus drei D\u00f6rfer in Segovia) gelegen, sowie Riboja in Soria und Riberadolid in der Provinz Valladolid. Historisch hat der Valladolid-Teil kaum Verbindungen zum Burgos-Teil unterhalten, die einen orientierten sich gen Westen (Valladolid), die anderen eher gen Norden (Burgos, K\u00fcste) oder Osten (Soria). Dass die sechs D\u00f6rfer der Provinz Soria zu Ribera del Duero geh\u00f6ren, beruht einzig auf der Tatsache, dass man bei der Regionsgr\u00fcndung versucht war, auch wirklich jeden Rebstock einzubinden. Und da nun einmal in El Burgo de Osma und in Atauta Reben herumstanden &#8230;<\/p>\n<figure id=\"attachment_45807\" aria-describedby=\"caption-attachment-45807\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-163960 size-full\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_2.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_2.jpg 640w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_2-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-45807\" class=\"wp-caption-text\">Oftmals sind Parzellen nur noch rudiment\u00e4r existent, die Frucht muss man sich obendrein mit Waldbewohnern teilen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aber betrachten wir das Ganze einfach einmal Teilregion f\u00fcr Teilregion.<\/p>\n<h3>Zentrales Ribera del Duero: Provinz Burgos<\/h3>\n<h5>Manvirgo<\/h5>\n<p>Eigentlich ist dies nicht nur eine Region, hinter dem Sammelbegriff verstecken sich die zentrale Manvirgo-Region, Nord-Manvirgo (Anguix und Olmedillo), Manvirgo-Esgueva sowie die beiden Orte Roa de Duero und La Horra, die nicht wirklich zugeordnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Manvirgo ist der einzige wirklich monumentale Berg in der Ribera, ein Tafelberg mit gro\u00dfer Hochfl\u00e4che auf neunhundert zweiundvierzig Meter \u00fcber Meeresniveau. Er entstand, oder blieb stehen, als sich die Reste der letzten Eiszeit gen Tal schl\u00e4ngelten; ringsherum war der Boden lockerer, das Wasser sp\u00fclte ihn hinweg und lie\u00df den etwas h\u00e4rteren Brocken einfach zur\u00fcck. Von diesem Typ gibt es noch ein paar mehr, aber in der Regel weit weniger beeindruckend. Anders als weiter im Westen, in La Seca etwa, war der Wasserabfluss hier offensichtlich stetiger Natur, es bildeten sich keine Terrassen, wie man sie unter anderem in der \u00f6stlichen Rioja findet. Nahe des Berges gibt es mehr Lehm als L\u00f6ss, der Boden ist sehr eisenhaltig. Kieselsteine findet man selten, das meiste Ger\u00f6ll wurde vom Wasser weggerollt.<\/p>\n<p>Die B\u00f6den sind so unterschiedlich nicht: mal gibt es etwas mehr Lehm, dann wieder etwas mehr Sand, einige Parzellen weisen Kalk auf, aber immer nur an der Oberfl\u00e4che. Steine gibt es, sie sind aber eher selten. Sand findet man, wie so oft, nahe Pinienhainen, dort sind die B\u00f6den auch trockener als an anderen Stellen der Region. Generell kann man sagen, dass hei\u00dfe, trockene Jahre hier weniger kompliziert sind, weil der Boden Niederschlagswasser einfach gut speichert. In wirklich nassen Jahren verwandelt sich der Boden indes in einen fetten Schwamm.<\/p>\n<p>Das Klima ist, innerhalb von Ribera del Duero, eher als gem\u00e4\u00dfigt anzusehen, nicht so hei\u00df und trocken wie in Riberadolid, aber auch nicht so kalt und windig wie in der Kalten Schulter. Die Winter k\u00f6nnen indes schon einmal hart sein, und lang. Jahre, in denen die Reben bereits im April austreiben, sind gef\u00e4hrlich, da Frost im Mai alles andere als ungew\u00f6hnlich ist, Frost Anfang Oktober \u00fcbrigens auch nicht.<\/p>\n<p>Es ist aber nicht nur der Frost, der Winzer zum Weinen bringen kann. Da der Manvirgo kleine Berge um sich herumstehen hat, gibt es bei starken Winden und dicken Wolken oftmals nicht weniger dicke Probleme. Die Sogwirkung der Engstellen zwischen den Bergen sorgt daf\u00fcr, dass Hagel, Starkregen oder heftige Windattacken das Land regelm\u00e4\u00dfig heimsuchen. Insbesondere der Norden von Anguix sowie Olmedillo de Roa sind davon stark betroffen, w\u00e4hrend die weiter im Osten respektive S\u00fcden gelegenen gr\u00f6\u00dferen D\u00f6rfer der Region, Roa de Duero und La Horra, weniger darunter leiden.<\/p>\n<p>Letztendlich gibt es, so man sich nicht zu weit vom Manvirgo entfernt, keine ausgesprochene Topregion innerhalb der Subregion Manvirgo. Man findet \u00fcberall Parzellen, die f\u00fcr erstklassige Weine geschaffen sind, aber halt auch solche, die eher f\u00fcr Mais, Raps oder Kartoffeln pr\u00e4destiniert sind. Der \u00e4u\u00dferste Norden, das Tal des Esgueva, ist hingegen nicht f\u00fcr Spitzenqualit\u00e4ten bekannt.<\/p>\n<h5>Gromej\u00f3n<\/h5>\n<p>Die Ufer des gleichnamigen Flusses pr\u00e4gen diese Region. Oberfl\u00e4chen sind sandiger, in der Regel ist es deutlich w\u00e4rmer als in Manvirgo, weil der Wind aus S\u00fcdwesten gen relativ steile H\u00e4nge prallt. Sotillo de la Ribera ist besonders stark davon abh\u00e4ngig, aber auch La Aguilera kommt in den Genuss von eher warmem, mildem Wetter. Frost ist hier ein Thema, aber nicht wirklich entscheidend. Quintana del Pidio ist das Grenzdorf zur Kalten Schulter; hier stehen die Reben auf Lehm, der Sandanteil ist geringer.<\/p>\n<figure id=\"attachment_45803\" aria-describedby=\"caption-attachment-45803\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-163956 size-full\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_3.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_3.jpg 640w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/oss_warum_3-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-45803\" class=\"wp-caption-text\">Zwar gibt es in der Ribera geschlossene Weinbaugebiete, dennoch liegen divers Parzellen etwas isoliert in der Landschaft herum. Finca Sotillejo in La Aguilera.<\/figcaption><\/figure>\n<h5>Kalte Schulter<\/h5>\n<p>Dieser Teil der Region ist bislang etwas in der Versenkung verschwunden. Nicht nur aus geologischer Sicht, es handelt sich um eine Hochebene mit nur sanften T\u00e4lern, ist dies verwunderlich. Denn gerade dann, wenn man feine, elegante Weine aus Ribera del Duero sucht, ist Kalte Schulter eine gute Quelle. Zumindest f\u00fcr Trauben, denn Bodegas gibt es hier nur wenige.<\/p>\n<p>Die Krumen sind knapper, die Trauben reifen nochmal eine Woche sp\u00e4ter als nahe des Manvirgo. Viel Lehm, durchaus viele Steine an der Oberfl\u00e4che, die als Energiespeicher dienen.<\/p>\n<p>In der westlichen Kalten Schulter gibt es viele Bodegas, sie stehen alle in Gumiel de Iz\u00e1n. Aufgrund seiner strategisch g\u00fcnstigen Lage, wichtige Stra\u00dfenkreuzungen Nord-S\u00fcd mit Ost-West, war Weinbau hier schon immer ein Schwerpunkt. Dazu kommt, dass das Land, relativ flach, bestenfalls wellig, gut beackerbar ist. Und nicht zuletzt die relativ gute Verbindung gen Burgos erm\u00f6glicht(e) ordentlichen Handel. Heute stehen da elf Bodegas, die ganze kalte Schulter bringt es auf derer sechzehn.<\/p>\n<p>Richtig spannend hingegen ist der Osten der Teilregion Kalte Schulter, bislang ist dieser Teil aber noch nicht wirklich entdeckt.<\/p>\n<h5>Aranda<\/h5>\n<p>Mit \u00fcber drei\u00dfigtausend Einwohnern ist Aranda de Duero der zentrale Ort in Ribera del Duero, Wein indes spielt hier keine wirklich gro\u00dfe Rolle. Auch wenn das Gemeindegebiet riesig ist, sind gerade einmal knapp neunhundert Hektar mit Reben bestockt. Wichtige Anbauregionen sind das Flusstal, sowohl \u00f6stlich als auch westlich des Ortes. Hier sind die B\u00f6den sandig, es ist eine einzige Region in der Burgos-Ribera, in der man Weinberge mit dichter Kieselsteinauflage antrifft. Aranda ist eine Teilregion mit extremen Temperaturen: nachmittags ist es stets hei\u00dfer als in den Nachbarorten, morgens stets k\u00e4lter. Nachtfrost ist ein wichtiges Thema. Da der Duero der wichtigste Fluss der Gletscherwasserableitung war, sammelt sich hier jede Menge Schwemmland an, das der Fluss weiter \u00f6stlich, in der Sierra de la Demanda und im Westen der Provinz Soria abgetragen hat, die B\u00f6den sind tiefgr\u00fcndiger, nicht wirklich top f\u00fcr den Weinbau. Weiter im S\u00fcden, aber auch im Norden, stehen die Reben auf lehmhaltigen H\u00e4ngen, ernsthafte Spitzenweine werden hier indes nicht erzeugt.<\/p>\n<p>Im Osten erstreckt sich diese Teilregion bis gen La Vid, dem antiken Zentrum der Region. Reben findet man zu beiden Seiten der Nationalstra\u00dfe, die Zamora mit Zaragoza verbindet. Der Gro\u00dfteil der Reben steht auf fruchtbarem Lehm.<\/p>\n<h5>Ofen<\/h5>\n<p>Im S\u00fcden von Aranda de Duero gibt es eine kleine Region, die besondere klimatische Gegebenheiten aufweist: der Ofen von Ribera del Duero. Dieser Teil von Ribera funktioniert wie ein Heizofen, hei\u00dfe Luft aus dem Westen sorgt hier f\u00fcr Extremtemperaturen. Des Nachts indes sinken die Temperaturen stark ab, Frost ist bis Ende Mai nicht ungew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Die B\u00f6den sind unterschiedlicher Art: generell dominiert Sandstein mit einer dicken Lehmkrume. Es gibt aber auch Ecken mit purem Kalk so wie die Karstgebiete rings um das Dorf Montejo de la Vega de Serrezuelo. Der Westrand des Ofen besteht aus Sandsteinh\u00fcgeln mit mehr oder weniger dicker Lehmkrume.<\/p>\n<p>Hier gibt es durchaus Quellen f\u00fcr exzellente Weine: alle H\u00e4nge, die gen Osten abfallen. Die Morgensonne trocknet die Bl\u00e4tter schnell, die Photosynthese beginnt rasch. H\u00e4nge, die gen Westen abfallen, sind nicht nur den Windattacken (samt Hagel) der Westwinde ausgesetzt, sie bekommen auch wesentlich mehr Hitze ab. Toplagen findet man vor allem in Fuentelc\u00e9sped, aber auch im Westen von Fuentespina.<\/p>\n<h5>Das S\u00fcdland<\/h5>\n<p>Eigentlich ist der zentrale S\u00fcden der Burgos-Ribera nicht wirklich f\u00fcr gute Weine gemacht. Das Land ist zu trocken, fast schon hart, die Krume ist knapp, oftmals stehen die Reben auf blankem Sandstein. Regenwasser kann sich hier kaum halten, das ganze Jahr \u00fcber bew\u00e4ssern geht aber auch nicht. Es gibt die Hochebene im S\u00fcden, in Moradillo de Roa stehen die Reben auf exakt eintausend Metern \u00fcber Meeresniveau, es gibt die kargen H\u00e4nge, an denen nicht einmal Reben wachsen k\u00f6nnen, und es gibt die Flusst\u00e4ler, Duero, Riaza und ein paar kleine B\u00e4che, die in der Regel ausgetrocknet sind.<\/p>\n<p>Ein klein wenig besser ist die Situation in Nava de Roa, hier gibt es, zumindest im Norden, einige weniger karge Parzellen, Grundlage f\u00fcr etwas mineralischere Weine.<\/p>\n<h3>Der Osten von Ribera del Duero: Provinz Soria<\/h3>\n<p>Ein Blick auf die Landkarte k\u00f6nnte zu der Vermutung f\u00fchren, dass dies eine wichtige Region von Ribera del Duero sei. Indes, der Schein tr\u00fcgt. Gerade einmal f\u00fcnf Prozent der Gesamtrebfl\u00e4che entf\u00e4llt auf die Provinz Soria und die sechs Gemeinden, die zur Denominaci\u00f3n de Origen geh\u00f6ren. Gerade einmal neun Bodegas findet man hier.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der Weinberge befindet sich in San Esteban de Gormaz, vor allem, aber nicht nur, in Atauta. Dort stehen Reben auf etwa eintausend Metern \u00fcber Meeresniveau, die Gegebenheiten sind aber dennoch ganz anders als im S\u00fcdland auf gleicher H\u00f6he. Hier in Riboja wurzeln Reben in Verwitterungssandstein, die Lehmkrume ist knapp, aber durchaus ausreichend, um Niederschlagswasser zu speichern.\u00a0 Da dies keine Hochebene ist, spielt der Wind keine wirklich entscheidende Rolle.<\/p>\n<p>Hier im Osten gibt es diverse T\u00e4ler, eng zumeist; vom Duerotal einmal abgesehen f\u00fchren sie jedoch nur nach der Schneeschmelze Wasser. Weinberge findet man dort auch. Die daraus gewonnenen Weine sind eher dick und fett, schon fast rustikal. Komplett anders sind die Weine aus Atauta, sie sind guten Riojas aus der Alavesa so un\u00e4hnlich nicht (daher der interne Name Riboja).<\/p>\n<p>Eigentlich ist dies eine Welt f\u00fcr sich. Abgesehen von einer Bodega in Langa de Duero arbeiteten \u00fcber lange Zeit alle Kellereien ausschlie\u00dflich mit Trauben aus der Region, erst Manuel Jov\u00e9 hat dieses Prinzip durchbrochen als er Dominio de Atauta erwarb. In die andere Richtung indes flie\u00dfen schon Trauben ab, nicht zuletzt gen Vega Sicilia. Feine Frucht und eine frische, aber nicht dominante S\u00e4ure, das kriegt man im Westen der Region nicht hin.<\/p>\n<h5>Riberadolid<\/h5>\n<p>Die wie ein Taschenkrebs geformte Region beinhaltet alle Weind\u00f6rfer von Ribera del Duero, die in der Provinz Valladolid liegen. Knapp ein Viertel aller Reben der Region stehen hier, zwischen Castrillo de Duero im Osten und Olivares de Duero im Westen.<\/p>\n<p>Diese Region ist relativ einfach gestrickt: plattes Hochland im S\u00fcden, dann Hang, dann Duero mit Uferregion, dann Hang, dann plattes Hochland im Norden. Die Bodenstruktur ist nicht viel komplizierter: das Hochland besteht aus Verwitterungssandstein, riesige Steine liegen da herum, die Krume, so sie denn einmal da war, hat der Wind im Laufe der Zeit weggeblasen.<\/p>\n<p>Noch vor zwanzig Jahren waren die H\u00e4nge kaum mit Reben bestockt, fast der gesamte Weinbau spielte sich im Tal ab. Da man dort aber vor allem dicke Trauben einsammelt, begannen einige Weinmacher, die H\u00e4nge zu bestocken. Zwar sind auch dort die Krumen knapp, aber mittels Bew\u00e4sserung und guter Bodenbearbeitung kann man dort schon erstklassiges Traubenmaterial gewinnen.<\/p>\n<p>Vor wenigen Jahrzehnten waren die H\u00e4nge zwischen Pesquera de Duero und Olivares de Duero komplett Brachland, heute klebt da ein Weinberg am anderen. Damals war das Flachland das gelobte Land, denn hier konnte man bequem mit Maschinen arbeiten, die Parzellen sind relativ gro\u00df, die Ertr\u00e4ge stabil. Ohne chemische Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungsmittel geht es indes kaum, der Pilzbefall w\u00e4re zu hoch.<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Problem dieser Ecke: die S\u00e4ure, besser gesagt die ph-Werte. Unten im Tal lauern Alkoholbomben, strukturschwache Weine, w\u00e4hrend am Hang nicht jeder Jahrgang wirklich ausreift. Dazu kommt, dass dort ja kaum alte Rebst\u00f6cke stehen; das, was dort in den neunziger Jahren bestockt wurde, besteht aus ertragreichen Klonen. Im Prinzip gibt es zwei Arten von Ernten: solche, die an Fr\u00fchjahrsfrost und somit verminderten Erntemengen leiden, und jene, in denen die H\u00f6chstmenge von siebentausend Kilo pro Hektar locker ausgesch\u00f6pft wird.<\/p>\n<p>Interessant ist, dass, von Hacienda Monasterio einmal abgesehen, alle namhaften Bodegas die Trauben f\u00fcr ihre Spitzenweine in Manvirgo, in der Kalten Schulter oder in der Riboja einsammeln, w\u00e4hrend die im Westen gelesenen Trauben allenfalls f\u00fcr Basisweine verwendet werden.<\/p>\n<h5>Und was macht der Mensch? Was wird gepflanzt?<\/h5>\n<p>Etwa eintausend der inzwischen mehr als zweiundzwanzig tausend Hektar Rebland wurde vor mehr als einhundert Jahren angelegt. Um die Wurzeln der Region zu verstehen, muss man diese Parzellen untersuchen. Sie befinden sich eigentlich alle in den Teilregionen Gromej\u00f3n, Kalte Schulter und Riboja, ein paar stehen auch im Ofen herum. In Riberadolid gibt es praktisch keine wirklich alten Parzellen.<\/p>\n<p>In jener Zeit war Tempranillo in der Provinz Burgos bekannt und wohl auch dominant, aber weit weniger stark als heute. Damals wurde Weinberge mit vielen verschiedenen Rebsorten bestockt: wei\u00dfe und rote. Oftmals gab es knapp zwei Drittel Tempranillo und ein Drittel andere Sorten. Dies hatte zwei Gr\u00fcnde:<\/p>\n<p>Zum einen treiben nicht alle Rebsorten zur gleichen Zeit aus. So k\u00f6nnen Frostsch\u00e4den dadurch verringert werden, dass man Sorten anbaut, die eher sp\u00e4t austreiben. Gleiches gilt f\u00fcr die Rebbl\u00fcte: sollte es w\u00e4hrend der Bl\u00fctephase einer Sorte regnen, kann dies durch andere Sorten, die zu anderen Zeitpunkten bl\u00fchen, kompensiert werden.<\/p>\n<p>Das andere Thema, wahrscheinlich das weit wichtigere: man bereitete den Wein im Weinberg, und dort hatte jede Sorte ihre Funktion. Eine liefert Frucht, eine andere S\u00e4ure, manche bringen viel Zucker (Alkohol) auf die Waage, andere wiederum sind tiefdunkel.<\/p>\n<p>Insbesondere das Thema S\u00e4ure ist entscheidend: Tempranillo verliert diese relativ rasch. Ein paar Tage zu sp\u00e4t gelesen und schon sind die S\u00e4urewerte im Keller. Da helfen Garnacha oder Bobal, beide konservieren S\u00e4ure ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme. Maturana wurde auch gerne angebaut, Menc\u00eda findet man in der Kalten Schulter, aber auch in Gromej\u00f3n.<\/p>\n<p>All diese Sorten tauchen im Rebsortenregister der D.O. Ribera del Duero nicht auf. Die Trauben dieser St\u00f6cke d\u00fcrfen verwendet werden, man darf diese Sorten, von Garnacha abgesehen, aber nicht mehr pflanzen, zumindest nicht f\u00fcr Weine der D.O. Ribera del Duero.<\/p>\n<p>Stattdessen sind Merlot, Cabernet Sauvignon sowie Malbec erlaubt, letztere, weil Vega Sicilia ein paar St\u00f6cke gepflanzt hatte als die D.O. gegr\u00fcndet wurde. Und man meinte lapidar: \u201eentweder Malbec rein oder Vega Sicilia raus!\u201c Ernsthafte Konsequenzen hatte dies indes nicht, zu keinem Zeitpunkt gab es mehr als drei\u00dfig Hektar Malbec-Rebland. Auch Cabernet Sauvignon und Merlot spielen keine wirklich gro\u00dfe Rolle. Dreihundert Hektar der ersten Sorte, zweihundert der zweiten, dies sind nach wie vor Limits, die nie erreicht wurden. Beide Sorten sind problematisch: Cabernet Sauvignon reift in vielen Jahren nicht aus, man braucht sonnige Parzellen, um Erfolg zu haben. Die aber sind oftmals f\u00fcr diese Rebsorte zu trocken. Merlot wiederum ben\u00f6tigt Schatten, sonst erh\u00e4lt man dicke, zuckerreiche Moste mit Marmeladencharakter. Garnacha schlie\u00dflich gibt es immer weniger, alte Anlagen werden ausgerissen und durch Hochleistungstempranillo ersetzt, in neuen Anlagen setzt kaum jemand diese Sorte.<\/p>\n<p>Wei\u00dfe Sorten gab und gibt es auch. In dieser Angelegenheit hat der Consejo Regulador einen Fehler gemacht, denn die im Osten von Ribera durchaus gerne genutzte Rebsorte Albillo Mayor, nicht zu verwechseln mit Albillo Real von der Sierra de Gredos (eine Tafeltraube) oder Albillo de la Mancha (auch de Manchuela), deren Ursprung nicht ganz gekl\u00e4rt ist, kann schon Quell hervorragender Weine sein. Allerdings ist die Sorte stark f\u00e4ulnisanf\u00e4llig, nicht jeder Jahrgang taugt zu guten Weinen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus findet man Palomino, etwas Viura sowie eine Valenciana genannte Rebsorte. Verdejo indes nicht.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher wurde in Ribera del Duero relativ sp\u00e4t gelesen. Man legte mehr Wert auf v\u00f6llig ausgereifte Trauben als auf ein ordentliches S\u00e4ureger\u00fcst. Oftmals markierte der 12. Oktober, der spanische Nationalfeiertag, den Beginn der Lese, sie zog sich dann bis weit in den November. Heute ist das nicht mehr so. Um eine ordentliche Menge nat\u00fcrlicher S\u00e4ure zu erhalten, werden die Trauben oftmals schon Mitte September gelesen. Auch ist die Erntephase kompakter als fr\u00fcher: es gibt immer ein paar Weing\u00fcter, die bewusst fr\u00fch lesen, dann kommt eine kompakte Periode von etwa zehn Tagen, in der neunzig Prozent der Trauben gelesen werden, und dann ist fast schon wieder alles vorbei.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Weinbau galt dies nur bedingt. Denn da das Franco-Spanien von internationalen M\u00e4rkten abgeschnitten war, teils aus politischen, teils aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden, setzte er ein Dekret verst\u00e4rkt um, das noch aus republikanischer Zeit stammte: Grundnahrung hatte Priorit\u00e4t. In jener Zeit wurden viele Rebanlagen gerodet um Weizen anzubauen. Ganz besonders hart traf es Riberadolid. Gerade in Pe\u00f1afiel, in Pesquera oder in Quintanilla wurden fast alle alten Weinberge gerodet, es sollte Jahrzehnte dauern, ehe Rebst\u00f6cke dort wieder Fu\u00df fassten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ribera Burgalesa, die Region zwischen Aranda, Roa und Gumiel de Iz\u00e1n, galt dies weniger, oftmals waren die B\u00f6den zu karg, nicht f\u00fcr Getreideanbau geeignet. Aber auch das half nicht, denn im Laufe der Jahre zog es immer mehr Menschen von der Duero Region gen Norden, zu den Arbeitspl\u00e4tzen. In Kantabrien, im Baskenland und in Asturien boomte die Industrie, diverse Werften, aber auch Erzabbau und die chemische Industrie boten Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Wie auch in anderen Regionen Spaniens, so bestand in Ribera del Duero die L\u00f6sung der Probleme in einem Wort: Cooperative. Anfangs gab es nur eine: die Bodega Ribera Duero de Pe\u00f1afiel, ihre Weine nannten und nennen sich Protos.<\/p>\n<p>Von Vega Sicilia einmal abgesehen, basiert eigentlich alles, was man seitdem in Riberadolid gesehen hat, auf dieser Bodega. Te\u00f3filo Reyes war hier aktiv, er sollte sp\u00e4ter der Weinmacher einer Bodega werden, die von einem Alteisenh\u00e4ndler namens Alejandro Fern\u00e1ndez gegr\u00fcndet wurde. Diese drei Bodegas waren auch die einzigen aus der Provinz Valladolid, welche die Gr\u00fcndungsurkunde der Denominaci\u00f3n Origen Ribera del Duero unterschrieben. Es sollte bis in das Jahr neunzehnhundert achtundachtzig dauern, ehe sich in diesem Teil der Region ernsthaft etwas bewegte.<\/p>\n<p>Noch komplizierter war die Situation am anderen Ende der Region, weit im Osten, mehr als einhundert Kilometer von Pesquera de Duero entfernt. In der Provinz Soria gab es Weinbau, vor allem in Atauta, in San Esteban de Gormaz, auch ein wenig in El Burgo de Osma. Jedoch waren die klimatischen Bedingungen anstrengend, Missernten waren nicht selten, die Qualit\u00e4t oftmals von \u00fcberschaubarem Niveau. Eigentlich gab es nur ein Weingut: eine Genossenschaft in San Esteban de Gormaz; sie wurde aber erst Ende der sechziger Jahre ins Leben gerufen, es war, wieder einmal, fast schon zu sp\u00e4t. Dort verbesserte sich die Situation erst, als Miguel S\u00e1nchez eine Bodega in Atauta ins Leben rief: Dominio de Atauta. Aber da war die Weinbauregion Ribera del Duero bereits siebzehn Jahre alt.<\/p>\n<p>Im Herzen von Ribera del Duero sprossen die Genossenschaften aus dem Boden wie Pilze nach einem warmen Septemberregen. In den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren wurden nicht weniger als achtzehn Cooperativen gegr\u00fcndet, jedoch nicht eine einzige private Kellerei. F\u00fcr viele Weinbauern war dies die letzte Rettung, denn so musste man sich weder um das Keltern der Weine k\u00fcmmern noch, viel entscheidender, um das Verkaufen. Es gab etwas Geld f\u00fcr die Trauben, wenig zwar und oft nur nach langer Durststrecke bezahlt, aber immerhin. Man kaufte Zeit, die alten Rebanlagen blieben erhalten, die Grundlage f\u00fcr das heutige Ribera blieb bestehen.<\/p>\n<p>\u00d6konomisch brachten die Genossenschaften nicht viel auf die Reihe. Auf der anderen Seite weigerten sich diverse Cooperativen der Region, an der Gr\u00fcndung der Denominaci\u00f3n de Origen mitzuarbeiten, man f\u00fcrchtete zu viel Kontrolle, zu viel Verwaltung, die M\u00f6glichkeit, einfach so vor sich hinwerkeln zu k\u00f6nnen, geriet in Gefahr. Am Ende waren es gerade einmal vier Genossenschaften aus der Provinz Burgos, jene aus Aranda, Roa, La Horra sowie Fuentespina, die an der Gr\u00fcndung von Ribera del Duero beteiligt waren. Alle anderen kamen im Laufe der Zeit hinzu, man pflegte die Dinge lange aus guter Distanz zu betrachten. Letztendlich hatten sie nat\u00fcrlich keine Chance; denn sobald Ribera del Duero als Weinregion ins Laufen kam, hatten Genossenschaften die nur Tafelwein verkaufen durften, eine Landweinregion Castilla y Le\u00f3n gab es damals noch nicht, auf keinem Markt der Welt eine echte Perspektive.<\/p>\n<p>Private Weing\u00fcter existierten nat\u00fcrlich, aber auch deren Markt war \u00fcberschaubar. Wie gro\u00df der Markt von Vega Sicilia wirklich war, ist aus heutiger Sicht schwer einzusch\u00e4tzen. St\u00fcnde die Bodega in der Rioja es w\u00e4re wohl eine (weitere) mit gutem Namen. In Nordkastilien gab es in jener Zeit aber nur zwei Bodegas mit einem auch jenseits der Region bekannten Namen: Vega Sicilia und Yllera, beheimatet in Rueda.<\/p>\n<p>Auch wenn die eine oder andere klassische Bodega \u00fcber die eine oder andere lange, weit in die Vergangenheit reichende Geschichte verf\u00fcgt, so ist doch fast alles neueren Datums: Alejandro Fern\u00e1ndez, Santa Eulalia, Pe\u00f1alba L\u00f3pez, Ismael Arroyo, Hermanos P\u00e9rez Pascuas und Balb\u00e1s (letztere war die einzige privat geleitete Bodega der Region die, obwohl schon seit langem existent, nicht an der Gr\u00fcndung der Region mitwirkte) waren nicht etwa die Leuchtt\u00fcrme der Region, es gab schlicht und ergreifend nicht mehr.<\/p>\n<p>Als im Jahr neunzehnhundert zweiundachtzig die Denominaci\u00f3n de Origen Ribera del Duero offiziell gegr\u00fcndet wurde, war der Weinbau der Region fest in den H\u00e4nden der Genossenschaften. Von Olivares de Duero im Westen bis El Burgo de Osma, von Gumiel de Iz\u00e1n im Norden bis Fuentenarro, mehr als neunzig Prozent des in Ribera del Duero gekelterten Weines stammte aus einer Cooperative. Anders als in vielen Regionen Spaniens sollten die Cooperativen in Ribera del Duero aber auch im weiteren Verlauf der Geschichte eine entscheidende Rolle spielen.Text: El oso alem\u00e1n<\/p>\n<h6><strong>Teil 3. <\/strong><strong>Ribera del Duero \u2013 das ist erscheint auf diesem Blog am 21.08.2018 um 11.00 Uhr.<\/strong><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte von Ribera del Duero Teil 2: Ribera del Duero \u2013 das Warum Zu keiner Zeit der j\u00fcngeren Weinbaugeschichte gab es eine Weinregion namens Ribera del Duero. Ihre Gr\u00fcndung im Jahr neunzehnhundert zweiundachtzig war ein rein politischer Akt, aus der Not heraus geboren, nur daran denkend, nicht wirklich unterzugehen. 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