{"id":71265,"date":"2019-08-21T11:00:35","date_gmt":"2019-08-21T09:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/?p=71265"},"modified":"2019-08-21T11:00:35","modified_gmt":"2019-08-21T09:00:35","slug":"galiza-in-rot-noch-immer-eine-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2019\/08\/galiza-in-rot-noch-immer-eine-herausforderung\/","title":{"rendered":"El Oso Summer School 2019 \u2013 Galiza in Rot"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Teil 3. Galiza in Rot: noch immer eine Herausforderung<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Sache mit dem Rotwein aus Galiza ist so einfach nicht. Denn selbst wenn findige Marketing-Strategen gerade damit beginnen, Tinto de Barrantes, ungef\u00e4hr das Schlimmste, was einen Gaumen heimsuchen kann, unbedarften Touristen als regionale Spezialit\u00e4t unterzujubeln, veredelte blaue Sorten aus Galiza gibt es eigentlich nicht. Alles kam entweder aus dem Osten, aka Frankreich, oder aus dem S\u00fcden, auch unter dem Namen Portugal bekannt. Und die Hybridreben findet man haupts\u00e4chlich in Barrantes. Bis vor kaum mehr als zehn Jahren hatte Galiza in Sachen Rotwein keinen Namen, nirgends, au\u00dfer in Galiza, of course.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum dem so ist, dar\u00fcber l\u00e4sst sich trefflich streiten. Denn in fr\u00fcheren Zeiten war Galiza voll von blauen Rebsorten. Im Osten, in Valdeorras, baute man Albarello, Mourat\u00f3n und etwas Menc\u00eda an, den findige Wanderer kirchlichen Ursprungs von Bierzo durch die Schluchten des Sil geschmuggelt hatten. Wobei auch das eher neueren Datums ist. Denn vor zwei oder drei Jahrhunderten gab es in Valdeorras kaum Menc\u00eda, in Ribeira Sacra schon gleich gar nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/steillagen_am_sil.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/steillagen_am_sil.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-166200\" srcset=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/steillagen_am_sil.jpg 800w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/steillagen_am_sil-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/steillagen_am_sil-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/steillagen_am_sil-790x593.jpg 790w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption>Steillagen am Sil.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Menc\u00eda reift in k\u00fchlen Gegenden nur in warmen Jahren richtig gut aus, Regen mag die Sorte gar nicht, daf\u00fcr gibt es ja Albari\u00f1o. Man kann dies alles gut in der Region Ribeira Sacra erkunden, dort, wo Reben an den steilen H\u00e4ngen des Mi\u00f1o und des Sil stehen. In hei\u00dfen Jahren schnuppert Menc\u00eda an der vierzehn Grad Grenze, in k\u00fchlen und nassen Jahren muss die Sorte strampeln, um mehr als elf Umdrehungen und ein paar Zerquetschte zu erreichen. Deswegen findet man dort Weinberg vor allem an den nach S\u00fcdosten, S\u00fcden oder S\u00fcdwesten abfallenden Steilh\u00e4ngen. Das klappt im Canyon des Sil ganz gut, da sich dieses Tal, grob betrachtet, von Osten gen Westen zieht. Der Mi\u00f1o hingegen st\u00fcrzt von Nord nach S\u00fcd, er schl\u00e4gt ein paar B\u00f6gen, die Nordh\u00e4nge generieren. Dort scheint die Sonne zwischen zehn Uhr abends und f\u00fcnf Uhr des Morgens. Nicht wirklich spannend.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn es in allen f\u00fcnf Weinbauregionen in Galiza rote Weine gibt, ist doch Ribeira Sacra die Rotweinregion schlechthin. Nur, auch dort ist nicht alles Gold, was da so vor sich hin gl\u00e4nzt. Gerne erz\u00e4hlen die Eingeborenen davon, dass bereits die R\u00f6mer an den H\u00e4ngen des Sil Reben kultiviert h\u00e4tten und dass deshalb dies ein heiliges Weinland sei. Sacranochmal, da h\u00e4tte man aber auch selbst drauf kommen k\u00f6nnen! Wir wissen nicht, von welcher Farbe der Galegomet, den die R\u00f6merinnen und R\u00f6mer bereiteten, gewesen war, Menc\u00eda war es mit Sicherheit nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Beginn und Mitte Neuzeit, auch so eine heilige Phase in Ribeira Sacra, gab es dort vor allem Espadeiro und Treixadura, dazu Grao Negro und Mourat\u00f3n. Treixadura (wei\u00df) f\u00fcr S\u00fc\u00dfwein vom Typ Tostado (siehe Abteilung Cuv\u00e9es und Ribeiro), die anderen Sorten f\u00fcr alles andere. Trousseau gab es damals auch, er kam aus dem Jura, die Galegas und Galegos nannten und nennen ihn Merenzao, im S\u00fcden von Galiza (und in Arribes) auch schon einmal Bastardo. Alles Trousseau, aber wie soll ein halbwegs gebildeter Galego dieses Wort nach drei Flaschen Albarello noch unfallfrei aussprechen k\u00f6nnen. Merenzao also. Eine fruchtige S\u00e4ure, nicht allzu alkoholreiche Weine, eher hell, moderate S\u00e4ure, so etwas m\u00f6gen die Leute in Galiza. Bedauerlicherweise ist diese Sorte extrem anf\u00e4llig gegen jedwedes Unheil, das einen Rebgarten heimsuchen kann. Daher hat man diese Sorte nach der Reblausplage kaum mehr kultiviert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt hat die Reblaus die Rotweinlandschaft in Galiza stark ver\u00e4ndert, weit mehr als in Sachen Wei\u00dfwein. Vor der Reblaus gab es in Ribeira Sacra kaum Menc\u00eda, ein halbes Jahrhundert danach waren die H\u00e4nge voll von dieser Sorte. Sie musste sich jedoch mit einer Rebsorte herumplagen, die zuvor niemand auf dem Zettel stehen hatte: Alicante Bouschet, in ganz Spanien gerne Garnacha Tintorera genannt, Galiza macht hier keine Ausnahme. Alicante Bouschet gibt zuverl\u00e4sslich viele Trauben, es ist eine F\u00e4rbertraube, man kann also leichte Rotlinge gut damit einf\u00e4rben. Alicante Bouschet w\u00e4chst eigentlich \u00fcberall, au\u00dfer auf Wasser und Asphalt, wobei letzteres noch auszuprobieren w\u00e4re. Und, ganz wichtig, die Sorte ist relativ unempfindlich gegen Rebkrankheiten, auch kann man die Ernte schon einmal um eine, zwei oder drei Wochen verschieben, so man vorher dringend fiestas feiern muss. No pasa nada&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>In Ribeira Sacra gibt es etwa zw\u00f6lfhundert Hektar Rebland, amtlich betrachtet. In Wirklichkeit gibt es deutlich mehr. Und immer dann, wenn die Trauben in der amtlichen Weinbauregion Ribeira Sacra knapp sind, machen die Weinbauern, die au\u00dferhalb der Denominaci\u00f3n de Origen arbeiten, ein gutes Zusatzgesch\u00e4ft, da kann der Consejo Regulador so viel abstreiten, wie er will. Bei den f\u00fcnf, meinetwegen zehn Vorzeigebetrieben passiert das nat\u00fcrlich nicht, da ist alles hochnotpeinlich korrekt. Es gibt aber in der Region knapp einhundert Weing\u00fcter und die Kontrolleure des Consejo k\u00f6nnen nicht immer \u00fcberall sein. Und Chantada ist weit&#8230;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Ribera_Sacra_schiefer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Ribera_Sacra_schiefer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-166199\" srcset=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Ribera_Sacra_schiefer.jpg 800w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Ribera_Sacra_schiefer-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Ribera_Sacra_schiefer-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption>Ganz Ribeira Sacra besteht aus Granit. Ganz Ribeira Sacra? Nicht wirklich &#8230;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ribeira Sacra ist die j\u00fcngste der f\u00fcnf Denominaciones de Origen in Galiza, sie wurde im Jahr neunzehnhundert sechsundneunzig gegr\u00fcndet. Sie ist, zumindest in den USA und in den \u201enoch\u201c UK bekannt, weil ein paar Journalisten und ein paar Weinkritiker mal ein neues Pferd reiten wollten. Nur, machen wir uns da mal nichts vor, au\u00dferhalb einer Wolke von Galiza-begeisterten Weintrinkern und drei Handvoll Professionellen kennt die Region koa d&#8217;Sau. Woher auch? Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt werden nicht einmal viereinhalb Prozent der gef\u00fcllten Weine exportiert, wobei nicht wirklich klar ist, ob Restspanien als Export gilt. Sp\u00e4\u00dfle g&#8217;macht&#8230; Aber mit wahrem Kern. Denn da weder Monterrei noch Ribeiro, R\u00edas Baixas schon gar nicht, gr\u00f6\u00dfere Mengen an Rotwein keltern, ist Ribeira Sacra die einzige Rotweinquelle f\u00fcr trinkfreudige Galegas und Galegos. Bei, im Durchschnitt, f\u00fcnf Millionen Kilo blauer Trauben reicht das, statistisch betrachtet, f\u00fcr zwei Flaschen pro Eingeborenen, und das pro Jahr!<\/p>\n\n\n\n<p>Ribeira Sacra ist relativ einfach zu verstehen: da ist der Canyon des Sil und der des Mi\u00f1o, in A Peroxa feiern sie Vereinigung. Die jeweiligen Ufer begr\u00fcnden eigene Subregionen, wobei lediglich Amandi namentlich auf Etiketten auftaucht. Chantada schreibt, sicherheitshalber, niemand auf das Etikett. An manchen Stellen brauchen die Trauben zwei Jahre, um halbwegs reif zu werden. Daran \u00e4ndert auch der Klimawandel nichts, Nacht ist noch immer Nacht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Amandi_Denkmal_Weinbauern.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"504\" src=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Amandi_Denkmal_Weinbauern.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-166201\" srcset=\"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Amandi_Denkmal_Weinbauern.jpg 800w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Amandi_Denkmal_Weinbauern-300x189.jpg 300w, https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Amandi_Denkmal_Weinbauern-768x484.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption>&nbsp;In Amandi wurde den Weinbauern ein monumentales Denkmal gesetzt.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Auch wenn fast alle guten und sehr guten Weine der Region aus Sober stammen, so darf man das nicht \u00fcberbewerten. Denn aus dem gleichen, in gef\u00fchlt siebenundneunzig Teild\u00f6rfer zersplitterte Sober, stammen unz\u00e4hlige betont schlichte Rotweine. Und es h\u00e4ngt nat\u00fcrlich damit zusammen, dass ein gewisser Ra\u00fal P\u00e9rez mit den beiden Vorzeigeregionen aus Amandi\/Sober arbeitete: Algueira und Gu\u00edmaro. Inzwischen hat er sein Wirkungsgebiet verlagert, in Algueira taucht er nicht mehr auf, daf\u00fcr hat er, zusammen mit Rodri (&gt;Albari\u00f1o, Stahltankverk\u00e4ufer), eine Bodega in der Region Ribeiras do Mi\u00f1o gegr\u00fcndet, die jedoch einen geh\u00f6rigen Sicherheitsabstand zum Canyon h\u00e4lt. Jenseits der Ra\u00falwelt gibt es noch Envinate (das sind die von den Kanaren), und Silice, Fredi Torres, wo betont preisintensive Weine entstehen. Und nat\u00fcrlich Dominio do Bibei, die Dom\u00ednguez-Bodega, in der dem Vernehmen nach kein Geld der Adolfo-Dom\u00ednguez Luxuskleiderkette steckt (die brauchen ihr Geld auch dringend selber). Ansonsten tauchen immer mal wieder Namen auf, und dann bald wieder unter, Fedellos do Couto wird von Parker gehypt, warum auch immer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wo liegt der Hund begraben? Nun, in einer Region, in der die Gegebenheiten extrem schwanken, braucht man eine gewisse Rebfl\u00e4che, m\u00f6glichst nicht benachbart, um halbwegs sicher Jahr f\u00fcr Jahr halbwegs ordentliche Weine zu keltert. Diese M\u00f6glichkeiten haben nur wenige Betriebe. Dazu kommt die Abh\u00e4ngigkeit von Menc\u00eda. In den letzten zehn Jahren \u00fcberstieg der Menc\u00eda-Anteil an der Gesamternte konstant die f\u00fcnfundachtzig Prozent, betrachtet man nur den Rotweinsektor, kann man mindestens noch einmal f\u00fcnf Prozent hinzuaddieren. Im Jahr zwanzig achtzehn brachten es die vier unter den Begriff Castes nobles zusammengefassten Sorten Merenzao, Albarello, Brancellao sowie Sous\u00f3n erstmals auf mehr als zweihunderttausend Kilo, vier Jahre zuvor waren es gerade einmal gut sechzig tausend Kilo. Das ist eine gute Entwicklung, sie h\u00e4ngt aber fast ausschlie\u00dflich an den oben genannte Bodegas, Weing\u00fcter, die dem allt\u00e4glichen Kampf ums Dasein ausgesetzt sind, k\u00f6nnen sich diesen Luxus oftmals schlicht und ergreifend nicht leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Struktur von Ribeira Sacra hat sich in all den Jahren nur wenig ver\u00e4ndert: Rectoral Amandi und der Rest. Rectoral do Amandi ist keine Cooperative, sondern eine privat gef\u00fchrte Gro\u00dfbodega, gleichwohl entfiel in manchen Jahren knapp die H\u00e4lfte der Produktion auf diese in Sober beheimatete Bodega. Sie dient auch als eine Art Versicherung: so eine Bodega nicht wei\u00df, was sie mit dem Inhalt eines Stahltanks machen soll, ein Anruf bei Rectoral reicht, um am n\u00e4chsten Morgen einen Tanklaster vor der T\u00fcr zu finden. Die Weine dieser Gro\u00dfbodega findet man in fast allen spanischen Superm\u00e4rkten, nicht nur in Galiza. Nummer zwei ist Moure, dann folgt Valcar, auch eine Bodega, deren Weine Supermarktregale f\u00fcllen. Und dann kommen schon Algueira und Gu\u00edmaro, die von kleinen Bodegas zu lokalen globalen Kr\u00e4ften wuchsen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gu\u00edmaro, dort werkeln neben Pedro auch noch Ra\u00fal P\u00e9rez und Dierk Niepoort, ist schon noch die Nummer eins, die beiden Top-Weine, von denen es je ein Gu\u00edmaro- und ein Ra\u00faletikett gibt, sind schon die besten Weine der Region. Inzwischen sind sie auch gleich teuer&#8230; Ob nun Algueira besser ist als Envinate oder anders herum, das ist eigentlich egal, ordentlich sind beide, wobei der Einstiegswein von Algueira schon etwas gar schlicht ist. Daterra folgt dann, und danach folgt erst einmal nicht viel. Die Situation unterscheidet sich nicht sonderlich von Albari\u00f1o und Saln\u00e9s: es gibt zwar immer mal wieder neue Weine, aber nicht von neuen Namen. Gu\u00edmaro kauft Parzelle um Parzelle, da wird es weitere Weine geben, Algueira pflanzt immer weiter, w\u00e4hrend Xurxo (Albamar) letztendlich keine Zeit hat, um sich intensiv um sein Ribeira Sacra \u2013 Projekt zu k\u00fcmmern, Fusco d\u00e4mmert vor sich hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Dominio do Bibei fehlt in der Liste; nicht etwa, weil die Weine schlecht w\u00e4ren. Manzaneda ist schlicht und ergreifend kein Ribeira Sacra, auch wenn man die Ecke damals in diese Denominaci\u00f3n de Origen gepfercht hat. Manzaneda und O Bolo, was auch nicht gerade typisches Valdeorras ist, das ist einfach eine eigenst\u00e4ndige Region, wobei es gerade einmal dreieinhalb Bodegas in dieser Ecke gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Valdeorras ist die zweite wichtige Rotweinregion in Galiza, hier ist die Nachbarschaft zu Bierzo durchaus stilpr\u00e4gend. Der gro\u00dfe Unterschied: Bierzo ist ein Kessel, w\u00e4hrend der Gro\u00dfteil der Weinbauregion Valdeorras am Nordufer des Sil beheimatet ist. Plus der Weg gen O Bolo. Auch wenn in Valdeorras fast so viel Rotwein wie Wei\u00dfwein gekeltert wird, sind die roten Tropfen doch nahezu unbekannt. Ganz, ganz fr\u00fcher gab es hier vor allem Albarello, Mourat\u00f3n und Grao Negro, Rotwein war weit wichtiger als heute, die Albarellos aus Valdeorras waren in Astorga, der wichtigste Weinmarktplatz im Nordwesten Spaniens im f\u00fcnfzehnten und sechzehnten Jahrhundert, sehr begehrt. Nach der Reblausplage \u00e4nderte sich dies alles fundamental: es passierte das, was auch in Ribeira Sacra geschah. Die Weinbauern pflanzten Menc\u00eda und Alicante Bouschet, ein klein wenig Albarello \u00fcberlebte, Rebsorten wie Sous\u00f3n oder Brancellao, Cai\u00f1o largo und redondo, all das wurde erst etwa einhundert Jahre sp\u00e4ter wieder gepflanzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Valdeorras besteht aus Lehm, Kalk, Schiefer und Granit, und \u00fcberall steht Menc\u00eda. Somit k\u00f6nnte es interessante Weine aus allen Ecken der Region geben. Leider steht dem die Realit\u00e4t entgegen. Addiert man die Produktion der Top-Rotweine der Region auf, dann kommt man in guten Jahren auf knapp neun tausend Flaschen, knapp achttausend von Telmo Rodr\u00edguez und gut eintausend Flaschen von Javier Garc\u00eda in Vi\u00f1a Somoza. Rafa Palacios interessiert sich nicht f\u00fcr Rotweine aus Valdeorras, au\u00dferdem steht da eine Palacios-Bodega in Corull\u00f3n, gleich um die Ecke. Und die anderen neununddrei\u00dfig Bodegas sind entweder nicht willens oder nicht in der Lage, konstant ernsthaft gute Rotweine zu keltern. Hier wird Potential verschleudert.<\/p>\n\n\n\n<p>In Monterrei ist das alles nochmal viel komplizierter. Und das, obwohl dort einer der Vorzeigerotweinwinzer aus Galiza aktiv ist: Jos\u00e9 Luis Mateo. Lange Zeit haben er, Luis \u00c1nxo aus Ribeiro sowie Gu\u00edmaro die rote Weinszene des spanischen Nordwestens nach Belieben dominiert. Eigentlich, wenn man ganz genau hinschaut, tun sie dies noch immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Jos\u00e9 Luis ist ein Fan von Cuv\u00e9es, und von regionalen Rebsorten: vor allem Cai\u00f1o und Brancellao, aber auch Touriga Nacional, Bastardo, Mourat\u00f3n, und noch ein paar Sorten mehr, die nur das Rebsortenkompendium aus Monterrei kennt, dazu diverse Spielarten von B\u00f6den, von Schiefer \u00fcber Lehm bis Sand und Granit, formen die perfekte Grundlage f\u00fcr seine Weine. Fast alles sind Lagenweine, einzig f\u00fcr die, hmmm, Einstiegsweine Muradella und Alanda sammelt er Trauben in verschiedenen Parzellen. Einige dieser Parzellen sind alt, der Gro\u00dfteil indessen wurde Ende des letzten Jahrhunderts bestockt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies wirft nat\u00fcrlich eine kapitale Frage auf: warum nur er? Warum gibt es nicht drei oder vier weitere Winzer dieser Ecke, die zumindest in die N\u00e4he der Weine von Quinta da Muradella kommen? B\u00f6den vergleichbarer Qualit\u00e4t gibt es, die Klone kann man in jeder besseren Rebschule kaufen, dass, was an Gebinden in der Bodega steht, ist auch nicht gerade schwer zu bekommen, und Jos\u00e9 Luis ist ein Autodidakt, der, wie so einige, nicht zuletzt von einigen Jahren mit Ra\u00fal P\u00e9rez profitierte. Es ist ja nicht so, dass es in Monterrei keine Rotweine g\u00e4be, etwa drei\u00dfig Prozent der Produktion entf\u00e4llt auf rote Sorten, nicht nur Menc\u00eda. Und selbst wenn eine etwaige zweite Bodega nicht viel mehr als eine Kopie von Quinta da Muradella w\u00e4re: besser eine Kopie als keine Alternative. Aber, der Galego an sich: vergeht ein Jahrhundert ohne Aktivit\u00e4t, kommt bestimmt das n\u00e4chste&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa ein Jahrhundert dauerte es, ehe in O Ribeiro wieder rote Qualit\u00e4tsweine auf den Tischen standen. Zwar ist die kleine Region, deren Weinberge an den H\u00e4ngen des Avia und des Arnoia sowie rund um den Stausee des Mi\u00f1o, in Castrelo, liegen, schon seit Urzeiten eine Region f\u00fcr Wei\u00dfweine. Dennoch kannte man in Ribadavia, in Ourense oder in London schon vor Jahrhunderten exzellente Rotweine aus der Region.<\/p>\n\n\n\n<p>Sieht man einmal von den sich st\u00e4ndig wiederholenden Wetterkapriolen ab (Hagel, Frost, feuchte und hei\u00dfe Luft), dann ist dies mit Sicherheit die beste Region f\u00fcr Rotweine in Galiza. In Ourense gibt es etwa so viele Sonnenstunden pro Jahr wie in Sevilla, die Temperaturen sind in der Regel h\u00f6her als auf der n\u00f6rdlichen Meseta, Nachmittage mit weit \u00fcber f\u00fcnfunddrei\u00dfig Grad im Schatten sind h\u00e4ufig. Und man sieht auch: an die Eleganz der besten Rotweine der Region kommt keine andere Ecke an, in der Galegos Reben kultivieren; nicht einmal Monterrei.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem ist die Unbest\u00e4ndigkeit: exzellenten Jahren folgen extrem komplizierte Jahre, es ist f\u00fcr Winzer aus Ribeiro kaum m\u00f6glich, konstant gute Weine des gleichen Typs zu keltern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann dies am Beispiel der Rotweine von Luis \u00c1nxo erkennen, ohne jeden Zweifel der beste Rotweinproduzent in O Ribeiro. Von dem Top-Rotwein Escolma gab es lange Zeit zwischen achthundert und dreizehnhundert Flaschen, dann gab es, Jahrgang zwanzig dreizehn und sein Nachfolge, zweimal in Folge gar keinen roten Escolma, dann zw\u00f6lfhundert Flaschen, dann etwa zweitausend, dann viertausend, dann wieder um die zweitausend. Um in Ribeiro einen hervorragenden Rotwein zu fabrizieren, von dem es in jedem Jahr eine vern\u00fcnftige Menge gibt, braucht man entweder das dreifache an Traubenmaterial oder aber Weinberge, die weit genug voneinander entfernt sind, dass lokale Wetterevents nicht alle Parzellen zugleich betreffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand kann in Ribeiro von roten Weinen leben, das Risiko ist einfach zu hoch. Es gibt, jenseits von Luis \u00c1nxo, auch nur wenige Weing\u00fcter, die sich ernsthaft mit dem Thema besch\u00e4ftigen. In Arnoia, im S\u00fcden, Hanglage, sonnig, trocken, sind es einige: Javier Montsalve, Jos\u00e9 Estevez, Manuel Rojo, aber allen voran Jos\u00e9 Merens Merens mit seinem 30 Copelos. Aber nicht nur die Bodenstruktur ist anders, die Rebsortenzusammensetzung ist es auch. In Arnoia gibt es kaum Sous\u00f3n, er reift hier nicht gut. Daf\u00fcr gibt es viel Brancellao, Ferr\u00f3l, Cai\u00f1o jeden Typs, alles Sorten, die eher dicht, komplex und stoffig daherkommen. Und sie reifen gut, Mitte bis Ende September kann man sehr gute Qualit\u00e4ten ernten. Das ist wichtig, denn im Oktober kommt in der Regel der Regen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht wirklich klar, ob die H\u00e4nge rings um den Mi\u00f1o-Stausee namens Castrelo do Mi\u00f1o sich nicht doch f\u00fcr blaue Trauben eignen w\u00fcrden. Alleine, es hat bislang kaum jemand versucht. Und dass, obwohl dort in den letzten Jahren viel gepflanzt wurde. In Castrelo, in To\u00e9n, aber auch im S\u00fcden von Cenlle, interessiert man sich mehr f\u00fcr Wei\u00dfwein. Die wenigen Rotweine, die es gibt, bestehen zum gro\u00dfen Teil aus Alicante Bouschet, sie sind zum gro\u00dfen Teil so richtig furchtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn man Alicante Bouschet in ganz Galiza findet, so hat diese Sorte in Ribeiro wohl die gr\u00f6\u00dften Sch\u00e4den angerichtet. Dies liegt vor allem daran, dass die Parzellen hier extrem klein sind, tausend Quadratmeter ist schon eine Menge. Und da sich dort, wo viele Weinbauern ihre Weinberge auf unterschiedlichste Art und Weise beackern, Rebkrankheiten leichter ausbreiten als in gro\u00dfen Parzellen, die einfacher zu kontrollieren sind, suchte man nach der Reblaus Sorten, die sehr resistent sind, Alicante Bouschet und Palomino standen da an erster Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem wirklich guten Jahr gibt es in Ribeiro etwa dreihundert tausend Kilo blauen Trauben, die nicht Alicante Bouschet hei\u00dfen. Damit kann man kein Weltreich initiieren. Man kann aber ein paar ordentliche Weine keltern, zum Beispiel im Tal des Avia, zwischen O Carballi\u00f1o und Ribadavia. Dort ist fast alles Granit, wobei die Komposition und die Dichte h\u00f6chst unterschiedlich sind. Und, da der Avia von Norden gen S\u00fcden str\u00f6mt, es gibt einen Westhang (Beade, Carballeda do Avia, Teile von Ribadavia) und einen Osthang mit Cenlle, Leiro, Gomariz und ebenfalls einem Teil von Ribadavia. Der Volksmund sagt, dass am Osthang blaue Trauben besser reifen. Das mag sein, am Westhang wird es manchmal schon recht bald finster. Nur: wenn die Sonne erst um eins vorbeikommt, um die Bl\u00e4tter zu trocknen, dann ist das keine gute Basis f\u00fcr hochkar\u00e4tige Rotweine.<\/p>\n\n\n\n<p>Hochkar\u00e4tige Rotweine indes gibt es dort nur wenige. Von dem Strohfeuer Comando G bei Vi\u00f1a Mein einmal abgesehen (das nennt sich jetzt Pago de Carraovejas bei Vi\u00f1a Mein), gibt es mit Adega Sameir\u00e1s und Coto de Gomariz eigentlich nur zwei ordentliche Produzenten roter Weine. Ob Vilerma wieder aufschlie\u00dfen kann, dereinst war dies eine der Vorzeigebodegas der Region, ist nicht wirklich klar. Coto de Gomariz hat den Vorteil, dass viele Parzellen im Amphitheater von Gomariz liegen, die Toplagen f\u00fcr Cuve Caco und Cuve Primo hoch am Hang, sie blicken gen S\u00fcden. Wenn das nicht so eine Chaos-Bude w\u00e4re, k\u00f6nnte das richtig gut sein. Es gibt aus Gomariz noch ein paar Rotweine, eher von schlichter Art, aber vor allem deswegen, weil die Bodegas die gute Traubenqualit\u00e4t nicht ordentlich verarbeiten. Gomariz k\u00f6nnte besser. Am Westhang, die Terrassen sind steiler als im Osten, die Krume ist knapper, steht jede Menge Alicante Bouschet, die Cooperative aus Beade lebte lange Zeit davon. Inzwischen hat dort Casal do Arman die H\u00e4nde in der Maische, wie das endet, das ist noch nicht wirklich klar. Es gibt ein paar kleine Betriebe, die in guten Jahren ordentliche Rotweine keltern, aber halt nur ein paar; und auch nur in guten Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Osthang sind die Gegebenheiten dort gut, wo die Bl\u00e4tter der Rebst\u00f6cke schnell trocknen k\u00f6nnen. Man kann dies gut in den Weinbergen von Adega Sameir\u00e1s studieren: unten, im Tal, gibt es in feuchten Jahren nicht viel zu ernten, w\u00e4hrend weiter oben am Hang, etwa auf H\u00f6he der Bodega von Casal do Arman, die Sonne fr\u00fcher pr\u00e4sent ist. Dort reift sogar Sous\u00f3n, eine durchaus sp\u00e4te Sorte. Vor gut zehn Jahren bestockte Antonio Cajide eine durchaus gro\u00dfe Parzelle oben auf der Kammlinie des Berges. Leider stehen da nur wei\u00dfe Sorten, Cai\u00f1o, Brancellao oder Sous\u00f3n w\u00fcrden dort sicher gut reifen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Sachen Rotwein steht Ribeiro heute dort, wo die Region schon vor zehn Jahren stand. Und wenn da nicht bald etwas Substantielles geschieht, dann wird sie da auch noch in zehn Jahren verharren. \u00a1Argh!<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr R\u00edas Baixas gilt das nur teilweise. Man m\u00f6chte meinen m\u00f6gen, dass dies f\u00fcr Rotweine&nbsp;<br>die uninteressanteste Region in Galiza sei, doch sollte man diese Meinung nicht allzu laut in die Welt posaunen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut, global betrachtet ist das schon so, und noch dazu sind die Rotweine aus der Ecke von R\u00edas Baixas, die sich am ehesten f\u00fcr Sous\u00f3n and friends eignet, noch die schlechtesten: Condado do Tea. Dies ist das Binnenland des Mi\u00f1o, n\u00f6rdliches Ufer, auf der anderen Seite gr\u00fc\u00dft Portugal. Zwischen T\u00fai und Ribeiro ist es trocken, warm, der Boden besteht aus Granit, die Krume ist knapp. Jedoch ist es vielleicht zu trocken, zu hei\u00df, und die Krume k\u00f6nnte auch zu knapp sein. Dies lassen diverse Weine vermuten, die es aus jener Ecke gibt. Nur: sie stammen fast alle von genau einer Bodega, und diese Bodega hat so ihre Probleme mit dem korrekten Einsatz von Barricas. Das Problem k\u00f6nnte also hausgemacht sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mini-Revolution der roten Sorten indes findet im Val do Saln\u00e9s statt. Vor zehn Jahren gab es dort zwar schon die gleiche Basis, niemand hat seit dem blaue Reben gepflanzt, es gab aber keinen einzigen halbwegs trinkbaren Rotwein aus Saln\u00e9s. Und dann kam Rodri (mitsamt Ra\u00fal) , und dann kam Xurxo, dann kamen Chicho und Eulogio, und die drehten dann mal so richtig auf. Gleichwohl sind deren Weine nicht einfach zu verstehen, denn sie sind eher nicht so alkoholstark, auch sind sie eher hellerer Natur. Man nutzt Cai\u00f1o, Loureira, Espadeiro und ein klein wenig Menc\u00eda. Und in der Regel sind das alle alte Rebst\u00f6cke, Parzellen, die teilweise nicht einmal von der Reblaus entdeckt wurden. Abgeschottet in den Bergen, zwischen Eukalyptus und Eukalyptus, zwischen Hirsch und Reh und wilder Sau. Teilweise findet man Rebb\u00e4ume, anders kann man manch alten Cai\u00f1o- oder Espadeiro-Stock nicht bezeichnen, in G\u00e4rten. Drei blaue stehen neben f\u00fcnf wei\u00dfen, das reichte, um einen etwas strukturierten Wei\u00dfwein f\u00fcr den Eigenverbrauch zu keltern. Diese Parzellen kommen nun nach und nach auf den Markt, um von den vier Verd\u00e4chtigen sogleich aufgesogen zu werden. Wobei: es sind oftmals die Weinbauern, die sich an die vier Bodegas wenden. Xurxo Alba verarbeitete im Jahr zwanzig siebzehn f\u00fcnfzehntausend Kilo blauer Trauben, und lehnte weitere zehntausend Kilo ab. Kein Platz in der Bodega. Qualitativ tun sich Rodri, Xurxo und Chicho nichts, Eulogio kommt da nicht wirklich mit, ist aber immer noch mit Abstand die Nummer vier. Chicho setzt ausschlie\u00dflich auf Cuv\u00e9es, zumindest bislang, die Idee, mal einen sortenreinen Espadeiro, Loureira oder Cai\u00f1o zu f\u00fcllen, h\u00e4lt immer bis kurz vor der Abf\u00fcllung. Dann wird doch wieder alles zusammengesch\u00fcttet, weil sonst nicht genug Menge da ist. Rodri hat einen gewissen Vorsprung: er war als erster auf der Matte und er kann am ehesten mal ein paar Scheine locker machen, um eine Parzelle zu kaufen, wenn denn eine zum Verkauf steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Rote Sorten findet man im S\u00fcden, in Sanxenxo, auf Schiefer und Granit, in der Mitte, in Cambados und Mea\u00f1o, auf granit mit knapper Krume, und weit im Landesinneren, in Barro, auf Lehm. Weder im Norden, in Vilagarc\u00eda oder in Vilanova, noch in der zentralen Mitte, in Ribadumia, Meis oder Portas, findet man mehr als ein paar symbolische Zeugnisse roter Weinbaukunst. Au\u00dfer in Barrantes, wo noch viele Hybridst\u00f6cke vor sich hinwuchern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kleines Fazit: die Grundlagen sind so schlecht nicht und einige Weine zeigen ja das Potential der Region. Vielleicht braucht es einfach noch ein paar Jahrzehnte, A Coru\u00f1a wurde a auch nicht an einem Tag erschaffen. Text: El oso alem\u00e1n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Teil 4.  Galiza, ein Land der Cuv\u00e9es? Vor allem um Ribeiro geht es hier, aber auch um die komplizierte Nachbarschaft mit Portugiesen.<\/strong> Erscheint auf diesem Blog am 28.08.2019 um 11.00 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 3. Galiza in Rot: noch immer eine Herausforderung Die Sache mit dem Rotwein aus Galiza ist so einfach nicht. Denn selbst wenn findige Marketing-Strategen gerade damit beginnen, Tinto de Barrantes, ungef\u00e4hr das Schlimmste, was einen Gaumen heimsuchen kann, unbedarften Touristen als regionale Spezialit\u00e4t unterzujubeln, veredelte blaue Sorten aus Galiza gibt es eigentlich nicht. 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