{"id":94141,"date":"2020-07-03T11:00:12","date_gmt":"2020-07-03T09:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/?p=94141"},"modified":"2020-07-03T11:00:12","modified_gmt":"2020-07-03T09:00:12","slug":"luis-anxo-rodriguez-vazquez","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weine-feinkost.de\/unterwegs\/2020\/07\/luis-anxo-rodriguez-vazquez\/","title":{"rendered":"Luis \u00c1nxo Rodr\u00edguez V\u00e1zquez"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Luis \u00c1nxo Rodr\u00edguez V\u00e1zquez <\/h3>\n\n\n\n<p>N\u00e4hert man sich Arnoia von Down-Dorf Ribadavia, so muss man zun\u00e4chst den Avia kreuzen, dann den Mi\u00f1o, dann eine kleine Steigung erklimmen und ein paar Kurven \u00fcberwinden, um schlie\u00dflich an einer Art Aussichtsplattform das Weinbaugebiet Arnoia, Teil von Ribeiro, zu \u00fcberblicken. Still ruht es da, eigentlich besteht es nur aus einer langgezogenen Stra\u00dfe, an der sich die Dorfteile wie Perlen an einer Schnur aneinanderkuscheln: A Reza, Porqueira, San Amaro, Send\u00edn, A Laxa, Os Chaos, Oteiro, Carnos \u2013 das alles ist aber nur der n\u00f6rdliche Teil des Ortes, weiter unten sind es noch einmal mindestens genausoviele Teild\u00f6rfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Rebst\u00f6cke findet man oberhalb der Stra\u00dfe, am Hang, der dann und wann durchaus steil ist, aber auch weiter unten, in der h\u00fcgeligen Tiefebene, die bis an den Arnoia-Bach oder an den Mi\u00f1o reicht, je nachdem, wo man wandert. Anders als an vielen Stellen der Weinwelt gilt hier nicht: oben hui, unten pfui; die Parzelle Goliano etwa, sie gilt als eine der besten Lagen in ganz Ribeiro, ruht nahe des Flusses, aber weder Fr\u00fchtau noch Feuchtnebel k\u00f6nnen den St\u00f6cken etwas antun. Weiter oben am Hang \u00e4ndert sich die Bodenstruktur, es gibt sogar Stellen, an denen Reben auf purem Kalk stehen. Luis \u00c1nxo Rodr\u00edguez V\u00e1zquez hat dort die blaue Sorte Ferr\u00f3l gepflanzt, ein eher heller Wein mit, nun ja, jede Menge Kalknoten. Den Wein kann man so indes nicht genie\u00dfen, man muss schon das Gl\u00fcck haben, genau zu dem Zeitpunkt in der Bodega aufzuschlagen, an dem die Cuv\u00e9es noch nicht erstellt sind, oder aber wenn gerade mal wieder ein Experiment ansteht und ein Fass dieser Sorte im Keller ruht.<\/p>\n\n\n\n<p>Lagenweine aus Arnoia gibt es nicht, nicht nur in der Bodega von Luis \u00c1nxo, sondern in keiner der zw\u00f6lf kleinen und kleinsten Bodegas, die alle auf ihre Art und Weise versuchen, Arnoia in Flaschenform zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der einzige Wein dieser Bodega, der so nicht ins Konzept passt, ist der A Teixa, denn dies ist ein klassischer Lagenwein. Die Parzelle, Hanglage, gen S\u00fcden abfallend, Granitverwitterungskrume \u00fcber Granit, etwa zwei Hektar gro\u00df, bestockt mit Treixadura (f\u00fcnfundneunzig Prozent), Godello (drei Prozent) und Albari\u00f1o (der Rest), befindet sich eben nicht in Arnoia, sondern in Hauptort der Weinbauregion Ribeiro, in Ribadavia. Der Weinbauer, der sie anlegte und in den ersten Jahren kultivierte, starb vor einiger Zeit, die Erben gaben die Parzelle in Pflege, Luis \u00c1nxo ist dort seit dem Jahr zweitausend und zw\u00f6lf der Rebendompteur.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Treixadura dominiert, ist nicht gerade erstaunlich, ist dies doch, wenn man von Palomino als Massentr\u00e4ger einmal absieht, die klar dominante Rebsorte der Region. Sie erbringt eher \u00f6lige, dichte, stoffige Weine, die oftmals Jahrzehnte halten, aber auch erst einmal Jahre brauchen, um trinkbar zu werden. Mit den anderen Rebsorten ist das einfach: wenn man wei\u00df, dass da Godello und Albari\u00f1o sind und wenn man Godello und Albari\u00f1o geschmacklich gut zuordnen kann, dann wird man irgendwann Nuancen finden, die man beiden Sorten zuschreiben kann. Wei\u00df man es nicht, wird man diese Sorten im A Teixa sicher nicht herausschmecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Wein war der erste in der Kellerei von Luis Anxo, f\u00fcr den Gebinde angeschafft wurden, die nicht Barrique oder Stahltank hei\u00dfen: zun\u00e4chst ein Fuder mit einem Fassungsverm\u00f6gen von zweitausend und dreihundert Litern, zwei Jahre sp\u00e4ter noch eines. Das ergibt dann immer etwa sechstausend Normalflaschen und ein paar Magnums, der Rest der Ernte wird irgendwo verwendet, in Hausweinen, in Sonderabf\u00fcllungen f\u00fcr die lokale Gastronomie oder f\u00fcr einen H\u00e4ndler aus Galiza. Denn mit den Weinen aus Arnoia will Luis \u00c1nxo das Zeuch aus Ribadavia nicht mischen. Arnoia ist und bleibt eine Welt f\u00fcr sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu dem Aussichtspunkt! Was sofort ins Auge f\u00e4llt, ist die extreme Parzellierung der Weinberge. F\u00fcnf Linien irgendwas, dann kommt etwas ganz anderes, ganz klar von zwei verschiedenen Weinbauern beackert, dann ein paar St\u00f6cke blaue Sorten, dann wieder Palomino, einfach zu erkennen, da Einzelstockziehung, Riesenbl\u00e4tter und gesch\u00e4tzt zehntausend Kilo pro Rebstock. In R\u00edas Baixas reicht die durchschnittliche Parzellengr\u00f6\u00dfe an dreitausend und siebenhundert Quadratmeter heran, nicht sonderlich gro\u00df, aber immerhin. In ganz Ribeiro sind es gut zweitausend Quadratmeter, wobei ein paar ernsthaft gro\u00dfe Parzellen das Bild verf\u00e4lschen. In Arnoia betr\u00e4gt die durchschnittlich Parzellengr\u00f6\u00dfe zweihundert Quadratmeter. Zwanzig gro\u00dfe Schritte l\u00e4ngs und derer zehn quer!!! In einen Hektar gehen also f\u00fcnfzig solcher kleinen Weinberglein, wobei das Wort \u201eDurchschnitt\u201c schon vermuten l\u00e4sst, dass es da auch deutlich kleinere Parzellen gibt. Luis \u00c1nxo verf\u00fcgt \u00fcber sechs Hektar Rebland&#8230; Stand Sommer zwanzig neunzehn waren dies einhundert und sechsundachtzig Parzellen. Ufff&#8230; Nun gut, manche liegen nebeneinander, k\u00f6nnen also als eine gr\u00f6\u00dfere Parzelle betrachtet werden. Oftmals jedoch befindet sich dann mitten in dieser Ansammlung eine kleine Parzelle, in der Palomino wuchert, gepflegt von einem Weinbauern, der ein intimer Freund der chemischen Industrie ist. Wenn man sich nicht an die \u00e4u\u00dfersten R\u00e4nder des Ortes zur\u00fcckzieht, kann man in Arnoia keine \u00d6koweine keltern, irgend etwas passiert immer. Aber selbst das ist keine Garantie, denn der \u00e4u\u00dferste Rand, in der Regel oben am Hang gelegen, grenzt an Wald, an dichten Wald. Dort leben zwar keine R\u00e4uber, auch keine Schmuggler, aber jede Menge Tiere, die gerne einmal Trauben als Nachtisch auf dem Speiseplan haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Fasst man die Parzellen zu gr\u00f6\u00dferen Gebilden zusammen, so kommt Luis \u00c1nxo etwa auf derer vierzig, will sagen, bei jeder Behandlung der St\u00f6cke, muss das Material von einer \u201eGro\u00df\u201clage in die n\u00e4chste geschleppt werden. Wenn dann doch einmal Rebkrankheiten auch in seinen Parzellen zuschlagen, dann deshalb, weil man nicht hinterherkommt mit dem Behandeln. Und da arbeiten schon sechs Personen (plus Luis \u00c1nxo), will sagen eine Person pro Hektar. Mehr geht nicht, die Kosten w\u00fcrden explodieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu kommt, dass hier viele verschiedene Rebsorten kultiviert werden, eine jede treibt zu einer anderen Zeit aus, bl\u00fcht zu einer anderen Zeit, ist anf\u00e4llig gen Krankheiten zu einer anderen Zeit. Das alles erfordert eine durchaus ausgefeilte Koordination, man kann nicht wegen sieben St\u00f6cken Godello mal eben durch halb Arnoia rasen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen von Palomino, der Massentr\u00e4ger, der nach der Reblauskatastrophe gesetzt wurde und sich bester Gesundheit und bester Ertr\u00e4ge bei ausbleibender Qualit\u00e4t erfreut, gibt es in Arnoia vor allem Treixadura, aber auch eine durchaus stattliche Menge Albari\u00f1o. Diese beiden Sorten plus Lado, eine Rebsorte, die es fr\u00fcher wohl nur in Arnoia und im Nachbardorf Cortegada gab, inzwischen findet man sie jedoch auch im Norden von Ribeiro, bestimmen die Weine des Ortes. Dazu kommen dann noch Godello und Loureira, Torront\u00e9s und Cai\u00f1o blanco. Die blauen Sorten werden von Brancellao angef\u00fchrt, wenn man auch hier den Massentr\u00e4ger, Alicante Bouschet, au\u00dfen vor l\u00e4sst. Dann folgen Cai\u00f1o largo und Cai\u00f1o redondo, etwas Ferr\u00f3l sowie ein klein wenig Sous\u00f3n, aber viel weniger als etwa im Tal des Avia oder weiter Mi\u00f1o-abw\u00e4rts, in Condado do Tea.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl wei\u00df als auch rot gibt es bei Luis \u00c1nxo in drei Kategorien: Escolma (galego f\u00fcr Gipfel), die normale Qualit\u00e4tsstufe, sowie ein Einstiegswein, genannt Eidos Ermos, in dem alles landet, was aus Arnoia stammt, aber sonst zu nicht viel zu gebrauchen ist. Aber auch so gibt es den einen oder anderen erstaunlich guten Eidos Ermos. Manche Weing\u00fcter der Region w\u00e4ren froh, wenn ihr Top-Wein dieses Level erreichen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der wei\u00dfe \u201eNormalwein\u201c nennt sich Vi\u00f1a de Mart\u00edn Os Pas\u00e1s (Pas\u00e1s sind Schritte oder Stufen), lange Zeit war dies der mit Abstand wichtigste Wein der Bodega. Eine der vielen festen Regeln in dieser Bodega besagt, dass alle jungen Parzellen erst einmal f\u00fcr den Os Pas\u00e1s genutzt werden, um Escolma-Trauben liefern zu k\u00f6nnen, muss schon zumindest knapp ein Jahrzehnt ins Land gehen. Solange das Etikett die Rebsorten noch auflistete, stand dort \u201eTreixadura, Lado und Albari\u00f1o\u201c, die Minimengen Torront\u00e9s und Loureira tauchten nicht auf. Die Trauben werden sowohl unten als auch oben gelesen, wobei unten dominiert, denn weiter oben am Hang hat Luis \u00c1nxo vor allem blaue Sorten stehen, die halten Feuchtigkeit weniger gut aus als die wei\u00dfen. Drei Viertel entf\u00e4llt auf Treixadura, in der Restmenge ist Lado die wichtigste Sorte. Gelesen wird alles auf einmal: sobald der Treixadura reif ist, wird eingesammelt. Albari\u00f1o ist dann schon gut reif, w\u00e4hrend der dann meist noch etwas gr\u00fcne Lado etwas mehr S\u00e4ure mitbringt. Ausgebaut wird der Wein nur in kleinen Stahltanks, die Moste verg\u00e4ren ohne Zusatz von kommerzieller Hefe, eine malolaktische S\u00e4ureumwandlung findet nicht statt. Etwa zehn Monate nach der Lese wird abgef\u00fcllt. Bis einschlie\u00dflich Jahrgang zwanzig achtzehn kam dieser Wein ein Jahr nach der Ernte auf den Markt. Beginnend mit Jahrgang zwanzig neunzehn sollen da noch zw\u00f6lf Monate Flaschenlage eingeschoben werden, der Wein soll trinkfertiger auf den Markt kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Menge des Vi\u00f1a de Mart\u00edn Escolma war lange Zeit auf zwischen eintausend und f\u00fcnfzehnhundert Flaschen limitiert, ein Gro\u00dfteil der Ernte kam aus der \u201eGro\u00df\u201clage Goliano, im Jahr zweitausend und drei kelterte Luis \u00c1nxo sogar einmal einen \u201eGro\u00df\u201clagen-Lagenwein dieser Parzelle. Inzwischen ist die Produktion auf etwa sechstausend Flaschen angestiegen. \u00bfHep? Nun, alles, was Luis \u00c1nxo seit dem Jahr zweitausend neu bestockte, sollte der Produktion des Escolma dienen. Da aber erst einmal zehn Jahre ins Land gehen mussten, um die Trauben f\u00fcr diesen Wein nutzen zu k\u00f6nnen, plus drei Jahre, bis es \u00fcberhaupt erst einmal ordentliche Trauben gibt, stieg zun\u00e4chst einmal die Produktion des Os Pas\u00e1s an. Seit dem Jahrgang zwanzig f\u00fcnfzehn gibt es immer mehr Trauben f\u00fcr den Escolma, wobei die sechstausend Flaschen schon eine Art Obergrenze bilden Denn f\u00fcr mehr br\u00e4uchte man auch mehr Personal. Im Escolma ist der Anteil des Treixadura etwas geringer als im Os Pas\u00e1s, etwa zwei Drittel entfallen auf diese Sorte. Au\u00dferdem ist Albari\u00f1o hier wichtiger als Lado, die andren wei\u00dfen Sorten spielen keine Rolle. Der wei\u00dfe Escolma wird komplett in gro\u00dfen Barricas ausgebaut, in ihnen verg\u00e4rt der Most, in ihnen reift der Wein ein Jahr lang. Dies bedeutet aber auch, dass etwaige schlecht gereifte F\u00e4sser nicht f\u00fcr den Os Pas\u00e1s genutzt werden k\u00f6nnen, denn zum einen ist der dann schon komplett abgef\u00fcllt und zum anderen wird der Os Pas\u00e1s nicht in Barricas ausgebaut. Mit F\u00e4ssern, die nicht optimal reifen, passiert dann halt irgend etwas.<\/p>\n\n\n\n<p>Klar ver\u00e4ndert hat sich die Reifedauer. Anfangs reifte der wei\u00dfe Escolma, wie auch sein roter Bruder, ein Jahr in Barricas und ein weiteres Jahr in der Flasche, ehe er auf den Markt kam. Daraus wurden nach ein paar Jahren zwei Jahre Flaschenreife, etwa weitere f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter sogar drei Jahre Flaschenreife. Auch so ist der Wein, sobald er auf den Markt kommt, noch immer extrem jugendlich. Erntejahr plus zehn, das ist eine gute Hausnummer, nur: wer lagert solche Weine schon so lange? Fazit: gesch\u00e4tzt neunzig Prozent des Vi\u00f1a de Mart\u00edn Escolma wird latent zu fr\u00fch getrunken.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die beiden Rotweine werden Brancellao, Ferr\u00f3l, Cai\u00f1o largo sowie Cai\u00f1o redondo genutzt, Brancellao dominiert immer, der Anteil der anderen drei Sorten h\u00e4ngt vom Reifeverhalten in den Weinbergen ab. Den A Torna dos Pas\u00e1s Escolma gibt es nur in ausgezeichneten Jahren, die Jahrg\u00e4nge zwanzig dreizehn und zwanzig vierzehn entfielen komplett. So es nahe der Lese kr\u00e4ftig regnet, ist Gefahr im Verzug, die Trauben schimmeln schnell. Sous\u00f3n, die \u201eWunderwaffe\u201c des Nordens, funktioniert in Arnoia nicht. Brancellao ist sowohl f\u00fcr Frucht als auch f\u00fcr Eleganz zust\u00e4ndig; Ferr\u00f3l bringt S\u00e4ure, Cai\u00f1o erneut eher Frucht, insbesondere Blaubeeren. Auch hier werden alle Trauben gemeinsam gelesen, Brancellao bestimmt den Erntezeitpunkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausbau dieses Weines hat sich im Laufe der Jahre ebenfalls ver\u00e4ndert. Anfangs reifte der Wein nur in kleinen Barricas, doch da geriet das Holzaroma zu intensiv. Gr\u00f6\u00dfere Barricas waren unpraktisch, sie passten nicht ins Lager. Daher kaufte Luis \u00c1nxo einen dreitausend Liter fassenden Holztank, in dem der Wein seit dem Jahrgang zwanzig siebzehn ausgebaut wird. So es denn genug Trauben f\u00fcr diesen Wein gibt, das Tankvolumen ist schon etwas gro\u00dfz\u00fcgig kalkuliert. Im Jahr zwanzig achtzehn war die Ernte zu knapp, die alten Barricas kamen wieder zum Einsatz. Die Fassreifedauer war fr\u00fcher auf ein Jahr begrenzt, inzwischen ist diese Ziffer variabel, sie h\u00e4ngt vor allem von dem Ernteverlauf des Folgejahres ab: so die Menge zu gering ausf\u00e4llt, bleibt der Vorg\u00e4nger etwas l\u00e4nger im Holztank, um diesen nicht zu lange leerstehen zu lassen. Auf die Gesamtreifezeit wirkt sich dies nicht aus, da der rote Escolma auch erst vier Jahre nach der Lese auf den Markt kommt. Auch dieser Wein braucht Zeit zum Reifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der A Torna dos Pas\u00e1s h\u00e4ngt immer ein wenig von dem ab, was in Sachen Escolma geschieht. In den Jahren, in denen es keinen Escolma gab, landeten viele Trauben im A Torna dos Pas\u00e1s, die sonst dort nicht landen. So die Ernte knapp ist, wird erst einmal all das, was wirklich gut ist, f\u00fcr den Escolma genutzt, und all das, was eher wenig taugt, f\u00fcr den roten Eidos Ermos. Das, was nicht nach oben gehoben und nicht nach unten verschoben wird, bildet die Basis des A Torna dos Pas\u00e1s. Eine grobe Hausnummer: f\u00fcnfzig Prozent Brancellao, zwanzig Prozent Ferr\u00f3l, der Rest entf\u00e4llt auf die beiden Cai\u00f1o-Sorten. Dieser Wein reift nach wie vor etwa ein Jahr in kleinen, gebrauchten Barricas, danach wird abgef\u00fcllt, dann folgt ein Jahr Flaschenreife. Interessanterweise h\u00e4lt sich dieser Wein ziemlich gut, zehn oder zw\u00f6lf Jahre machen ihm gar nichts aus. In normalen Jahrg\u00e4ngen gibt es von diesem Wein immer so um die achttausend Flaschen. Text: el oso alem\u00e1n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Luis \u00c1nxo Rodr\u00edguez V\u00e1zquez N\u00e4hert man sich Arnoia von Down-Dorf Ribadavia, so muss man zun\u00e4chst den Avia kreuzen, dann den Mi\u00f1o, dann eine kleine Steigung erklimmen und ein paar Kurven \u00fcberwinden, um schlie\u00dflich an einer Art Aussichtsplattform das Weinbaugebiet Arnoia, Teil von Ribeiro, zu \u00fcberblicken. 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