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10. April 2015

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Frankreich

Le Moine Chapelle Chambertin Grand Cru 2021

Rotwein · Chapelle-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chapelle-Chambertin Grand Cru Gevrey-Chambertin · Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Chapelle-Chambertin Grand Cru 2021 stammt aus einem der kleinsten und feinsten Grand-Cru-Terroirs der Côte de Nuits – ein eleganter, finessenreicher Pinot Noir. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Chapelle-Chambertin – feiner Grand Cru in Gevrey

Chapelle-Chambertin ist eines der kleinen, feinen Mikro-Grand-Cru-Terroirs der Côte de Nuits, im südlichen Bereich von Gevrey-Chambertin gelegen – östlich von Chambertin-Clos de Bèze und nördlich von Griotte-Chambertin, direkt an der Route des Grands Crus. Die Lage an den unteren Hängen bietet sehr gute Sonneneinstrahlung und Drainage. Mit nur 5,48 Hektar und einer Produktion von knapp über 20.000 Flaschen zählt er zu den exklusiven, seltenen Grands Crus des Burgunds.

Stilistisch zeigen die Weine eine vergleichsweise helle Farbe und setzen auf Finesse und Eleganz statt auf reine Wucht. Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer Grand Cru, dessen Ausbau Reinheit, Textur und florale Tiefe betont.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war an der Côte de Nuits ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer feinen Lage wie Chapelle-Chambertin ergibt das einen besonders eleganten, fein gezeichneten Pinot Noir mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Chapelle-Chambertin Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem feinen, gut dränierten Hang am Fuß der großen Gevrey-Crus lebt dieser Grand Cru von Eleganz: helle rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, florale Anklänge von Veilchen und eine würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen elegant und fein gezeichnet, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, kühl-mineralischem Nachhall.

Helle rote Frucht, Veilchen und Waldbodenwürze – seidig und elegant, mit feinem Tannin und kühl-mineralischer Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chapelle-Chambertin Grand Cru, Gevrey-Chambertin, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); unterer Hang an der Route des Grands Crus, östlich Chambertin-Clos de Bèze; ~5,48 ha
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Only Bubbles

Metzger Flying Pig secco rosé

Der Metzger Flying Pig Secco rosé ist der Perlwein für spontane Abende: leicht perlend, beerig und fruchtig-mild. Kein Grund zum Grübeln, nur zum Anstoßen.

Im Glas

Zartes Rosa, feine Perlen. Erdbeere, Kirsche und Himbeere, intensiv und saftig. Am Gaumen mild, prickelnd frisch und angenehm unkompliziert. Ein Secco, der Laune macht, ohne viel zu verlangen. Dornfelder bringt dunkle Beerenfrucht, Merlot sorgt für Weichheit. Die Perlen sind feiner und sanfter als bei einem Sekt. Ein Glas, das nach Sommer schmeckt.

Mach was draus

Grillabend, Picknick, Gartenparty: Dazu Bruschetta, Wassermelone mit Feta oder ein bunter Salat. Er ist der Begrüßungsdrink fürs Sommerfest im Hof und für den Abend am See. Unkompliziert, ohne Arbeit und zu fast allem vom Grill – von Hähnchen bis Halloumi. Servier ihn bei 6 bis 8 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ganz kalt aus dem Kühlschrank, dazu Fingerfood oder ein Obstteller – mehr braucht dieser Secco nicht.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Welche Trauben stecken drin? Dornfelder und Merlot aus der Pfalz. Sie bringen die kräftige Beerenfrucht und die zartrosa Farbe.

Wie süß ist er? Halbtrocken laut Steckbrief: fruchtig-mild mit spürbarer, aber nicht klebriger Süße.

Dornfelder und Merlot · Perlwein (Secco) · halbtrocken · Pfalz · Weingut Metzger, Grünstadt-Asselheim · Stand: Oktober 2026

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Ungarn

Oremus Tokaji 5 Puttonyos 2014

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 3 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Oremus (Vega Sicilia) vulkanischer Boden edelsüß · Botrytis 2016

Der Oremus Tokaji Aszú 3 Puttonyos 2016 ist der Einstiegs-Aszú des Weinguts Tokaj-Oremus der Familie Álvarez (Vega Sicilia) – die feinste, am wenigsten süße Stufe der Aszú-Palette. Eine botrytisgeprägte Cuvée auf Furmint-Basis mit reifer Aprikose, Honig und Zitrus, von moderater, zugänglicher Süße und erfrischender Säure.


Oremus und Tokaj-Hegyalja

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige", seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe. Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt herbstlicher Morgennebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während sonnige Nachmittage die Beeren eintrocknen lassen. Die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima geben den Trauben Würze und eine markante Säure.

Das Weingut Tokaj-Oremus wurde 1993 von der Familie Álvarez, Eigentümerin der spanischen Ikone Vega Sicilia, gegründet und trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú. Die Reben stehen auf vulkanischem Boden. Die Cuvée vereint Furmint als Rückgrat (rund drei Viertel) mit Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Jahrgang 2016 – Tokaj-Hegyalja

Der Herbst 2016 brachte reichlich Edelfäule und damit ideale Voraussetzungen für die Aszú-Bereitung. Das Ergebnis ist ein heller, energiegeladener Aszú, in dem eine frische, lebendige Säure die reife Aprikosenfrucht trägt – ein klarer, fruchtiger und erfrischender Stil, der die moderate Süße der 3-Puttonyos-Stufe besonders trinkanimierend wirken lässt.

Aszú 3 Puttonyos – Herstellung und Ausbau

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 2016, Stufe 3 Puttonyos – eine Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen 25-kg-Hotten – zum Grundmost gegeben: drei Puttonyos auf ein 136-Liter-Gönci-Fass ergeben die moderate, zugängliche Süße dieser Stufe (historisch die leichteste Aszú-Kategorie). Nach kühler Maische von rund einem bis zwei Tagen werden die Beeren sanft gepresst; die Gärung in neuen ungarischen Eichenfässern (Gönci-Fass aus dem Zemplén-Wald) verläuft langsam über Wochen. Anschließend reift der Wein zwei bis drei Jahre im Fass und danach in der Flasche.

Im Glas

Aus Botrytis-Konzentration und der hohen Säure des Furmint lebt dieser Aszú: leuchtendes Goldgelb, dazu Aromen von reifer Aprikose, Honig und Orangenschale, untermalt von kandierter Zitrus, Pfirsich und einem feinen Karamellton. Am Gaumen edelsüß, aber in der 3-Puttonyos-Stufe nur moderat süß und fein-cremig, getragen von einer lebendigen, erfrischenden Säure mit salzigem Zug. Klar und elegant, mündet er in ein langes, frisches Finale.

Reife Aprikose, Honig und kandierte Zitrus – moderat süß, fein-cremig und von lebendiger, salziger Säure getragen, mit langem, frischem Finale.

Schon jetzt ein Genuss, bei idealer Lagerung über viele Jahre haltbar. Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Foie gras und Geflügelleber, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse sowie zu Desserts mit Aprikose, Zitrus oder Crème brûlée.


Lage: Tokaj-Oremus, Tolcsva, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; UNESCO-Weltkulturerbe
Klassifikation: Tokaji Aszú 3 Puttonyos (edelsüß); Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály
Ausbau: ~1–2 Tage Maischestand, langsame Gärung in neuer ungarischer Eiche (Gönci-Fass 136 l), 2–3 Jahre Fassreife, anschließend Flaschenreife

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Weine

Etienne Sauzet Puligny Montrachet 2023 BIO

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet AOC 7 Parzellen · 3,34 ha (1989) Côte de Beaune 2023 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet 2023 der Domaine Etienne Sauzet zeigt, dass Chardonnay alles andere als eindimensional ist. Ein Kraftpaket voller Mineralität, Tiefe und Länge, dabei stets fein und elegant am Gaumen – ein Village-Chardonnay, der regelrecht durch den Mund tanzt.


Puligny-Montrachet – Village aus sieben Parzellen

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune ist weltberühmt für seine Chardonnays; vier Grand Crus und 17 Premier Crus haben hier ihre Heimat. Die kalksteinreichen Böden geben den Weinen feine Mineralität und feste Struktur, die sie von den Nachbarn Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Der Village-Wein von Sauzet stammt aus sieben Parzellen rund um das Dorf (rund 3,34 Hektar, gepflanzt 1989) und verbindet florale Eleganz mit mineralischem Biss. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die mineralische Tiefe dieses Puligny trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, biologisch (FR-BIO-01), aus sieben Parzellen rund ums Dorf.

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein Kraftpaket voller Mineralität, Tiefe und Länge, dabei fein und elegant. Florale Noten und Zitrus treffen auf steinige Mineralität; am Gaumen tänzelt der Wein leichtfüßig und endet lang.

Mineralität, Tiefe und Länge, dabei fein und elegant – ein Village-Chardonnay, der durch den Mund tanzt.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger Begleiter für die feine weiße Küche.


Lage: Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); 7 Parzellen rund ums Dorf, kalksteinreich; Sauzet 3,34 ha (1989)
Klassifikation: Puligny-Montrachet AOC; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Rebsorten

Domaine du Triptyque Tempête Vin de France 2025

Weißwein · Vin de France · Voltis & Floréal

Voltis & Floréal Parzelle am Weingut, Venoy 2025 Tonamphore Handlese Spontangärung

Tempête 2025 von der Domaine du Triptyque ist der Wein, mit dem Tommy Chevallier aus dem Appellationsrahmen heraustritt: Voltis und Floréal sind in Chablis nicht zugelassen, deshalb steht Vin de France auf dem Etikett – obwohl die Reben direkt neben dem Keller in Venoy stehen. Ausgebaut in der Tonamphore, zeigt er sich rund und weich, mit sauber gezeichneter Frucht und einer Frische, die mitten im Wein sitzt.


Die Parzelle am Weingut in Venoy

Die Rebfläche liegt unmittelbar beim Betrieb in Venoy, westlich der Chablis-Appellation im Auxerrois, auf 120 bis knapp 290 Metern Höhe. Der Untergrund entspricht dem des Chablisien: Ton und Kalk aus dem Oberjura, Mergelbänke im Wechsel mit härteren Kalklagen. Der Ton hält Wasser und puffert Trockenphasen, der Kalk entwässert und hält die Wurzelzone kühl – der entscheidende Faktor auf knapp 48 Grad nördlicher Breite. Bepflanzt ist die Parzelle mit Voltis und Floréal, eingebettet zwischen Bäumen, Hecken und den Getreideflächen des Familienbetriebs.

Die kurze Distanz zwischen Rebe und Presse ist hier kein Nebeneffekt, sondern Teil der Anlage: Das Lesegut ist innerhalb von Minuten im Keller, ohne Transportwärme und ohne Vorlauf. Gelesen wird von Hand – im Chablisien die Ausnahme, weil dort rund neun von zehn Hektar maschinell geerntet werden.

Voltis und Floréal sind keine alten Sorten und keine Hybriden aus der Nachkriegszeit. Das französische Forschungsinstitut INRAE hat sie über vier Jahrzehnte aus natürlichen Kreuzungen selektiert und in den offiziellen Sortenkatalog eingetragen; beide sind gegen Falschen und Echten Mehltau widerstandsfähig. Voltis wächst aufrecht, liefert mittlere Erträge und bringt bukettreiche, kräftiger gebaute Weißweine. Floréal braucht einen Drahtrahmen und gibt aromatische Weine mit erhaltener Frische, zwischen exotischer Frucht und Buchsbaum. Für Chevallier, gelernter Ingenieur, ist die Fläche ein Feldversuch mit offenem Ausgang – und der erste Wein, den er ohne regionales Vorbild vinifiziert.

Jahrgang 2025 – Yonne und Chablisien

Im nördlichen Burgund gab es 2025 keinen nennenswerten Frühjahrsfrost. Der Austrieb setzte in den wärmsten Lagen bereits Anfang April ein, ein kühlerer Mai bremste kurz, die Blüte lief um den 26. Mai in wenigen Tagen durch. Der Ertragsverlust entstand danach: Ende Juni traf eine Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in die Blütephase und führte zu Verrieselung und Millerandage – lockere Trauben, ungleichmäßiger Beerenansatz, viele Kleinbeeren. Die zweite Hitzewelle folgte vom 8. bis 18. August, wieder um 40 °C; die Beeren blieben klein, die Schalen dick.

Die Véraison war schon in der ersten Juliwoche zu sehen, die Lese begann im Chablisien ab dem 18. August – eine Frühreife ohne Vorbild in der jüngeren Erfahrung der Region. Zum Monatswechsel fielen 120 bis 130 Millimeter Regen in 36 Stunden auf reife Beeren, Schalen platzten, auf exponierten Parzellen setzte Botrytis an. Wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material herein. Die Erträge lagen im Chablisien offiziell bei 50 bis 55 hl/ha, einzelne Güter meldeten unter 40 – nach 2021 und 2024 die dritte kleine Ernte in fünf Jahren. Den Charakter der 2025er bestimmt damit weniger die Lage als der Lesetermin: früh geerntete Partien behielten Säure und Kontur, späte wurden runder und exotischer im Ton.

Gärung und Ausbau in der Tonamphore

Die Trauben kommen von Hand gelesen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy. Die alkoholische Gärung startet mit weinbergseigenen Hefen, Schwefel setzt Chevallier in sehr geringen Mengen ein, weitere Zusätze verwendet er nicht. Im Keller stehen Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore nebeneinander – für diese Cuvée fiel die Wahl auf die Amphore.

Gebrannter Ton ist porös und lässt in sehr kleinen Mengen Sauerstoff an den Wein, ohne Aroma beizusteuern. Genau das erklärt das Bild im Glas: Die Textur wird runder und weicher, die Gerbstoffe aus den dicken Beerenschalen des Jahrgangs glätten sich, Frucht und Säure bleiben unverstellt. Holz hätte diese beiden Sorten überdeckt, Edelstahl sie kantiger stehen lassen. Die Menge ist klein – die Fläche ist eine Versuchsanlage, kein Ertragsweinberg.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. Die Nase ist deutlich offener als bei den Chardonnays des Guts und vor allem sauber gezeichnet: gelbe Steinfrucht, Zitrusschale, dahinter ein feiner krautiger Ton Richtung Buchsbaum – die Handschrift des Floréal über der breiteren Anlage des Voltis. Am Gaumen rund und weich, mit mehr Volumen als ein Chablis, ohne breit zu werden. Der Amphorenausbau nimmt jede Kante heraus, die Frucht bleibt klar umrissen, und in der Mitte steht eine Frische, die den Wein zusammenhält. Der Abgang ist trocken, leicht griffig und länger, als das weiche Mundgefühl zunächst erwarten lässt.

Zwei Sorten, die es vor vierzig Jahren noch nicht gab, ausgebaut in einem Gefäß, das seit Jahrtausenden in Gebrauch ist.

Kein Dekantieren nötig, der Wein zeigt sich sofort. Nach einer halben Stunde im Glas tritt die Steinfrucht stärker hervor, der krautige Ton weicht zurück. Ein Wein für die nächsten Jahre: Der frühe Jahrgang 2025 hat ihn früh zugänglich gemacht, auf Lagerung ist er nicht angelegt.

Am Tisch

Die weiche Textur und die klare Frucht machen ihn breiter einsetzbar, als die Rebsorten vermuten lassen: gebratener Fisch mit Kräutern, Geflügel, Kalb in heller Sauce, Gemüsetarte, Spargel mit Sauce Hollandaise. Wo der krautige Ton mitspielt, passen Ziegenkäse und asiatische Küche mit Koriander, Limette und Ingwer. Serviert bei 10 bis 12 °C – kälter verschwindet die Aromatik, die den Reiz dieses Weins ausmacht.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy
Rebsorte Voltis, Floréal
Lage Parzelle direkt am Weingut in Venoy, Yonne · Ton-Kalk-Böden des Oberjura
Klassifikation Vin de France
Jahrgang 2025
Vinifikation Handlese · Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen · sehr geringe Schwefelgaben
Ausbau Terrakotta-Amphore
Trinkempfehlung 2026–2029

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Länder/Regionen

Lenotti Le Olle Bardolino Superiore

Wein · Rotwein · Bardolino Superiore DOCG · Italien

Lenotti Le Olle Bardolino Superiore ist der etwas andere Bardolino: nach der Amarone-Methode aus teils getrockneten Trauben erzeugt. Kraftvoll, dicht und intensiv, mit getrockneten Früchten und Gewürzen im Duft – weit entfernt vom leichten Bardolino.


Bardolino / Gardasee

Die Cantine Lenotti liegen in Bardolino am Ostufer des Gardasees (Veneto). Die Trauben stammen aus der Lage „La Prà" in den klassischen Hügeln (Classico) auf moränischem, steinigem Boden. Der Name „Le Olle" geht auf antike Tonkrüge (ital. olle) zurück, die im Weinberg ausgegraben wurden.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Corvina (65 %), Rondinella (25 %) und Cabernet Sauvignon (10 %). Ein Teil der Trauben wird nach der Ernte direkt gepresst, ein weiterer Teil zunächst einige Wochen getrocknet (Appassimento, Amarone-Methode), um die Aromen zu konzentrieren. Nach der Gärung mit täglichem Délestage reift der Wein teils im Eichenholzfass, teils im Edelstahl. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, kräftiges Rot. In der Nase getrocknete Früchte, dunkle Kirsche, Pflaume und Gewürze. Am Gaumen kraftvoll, dicht und vollmundig, mit reifer Frucht, samtiger Struktur und sehr langem, intensivem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, am besten etwas dekantiert – ein kraftvoller Begleiter für herzhafte Gerichte.

Passt zu: kräftigen Pastagerichten, Schmorbraten, gegrilltem rotem Fleisch, Wild und gereiftem Käse.


Lage: Weinberg „La Prà", Bardolino Classico, Gardasee, Veneto (Italien)
Klassifikation: Bardolino Superiore DOCG Classico – Corvina, Rondinella, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: Appassimento (Amarone-Methode), teils Eichenholzfass, teils Edelstahl

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Weine

Morey-Coffinet Chassagne-Montrachet Les Houillères 2023 BIO

Weißwein · Chassagne-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet Les Houillères Côte de Beaune Morey-Coffinet Bio / Biodynamie (FR-BIO-01) 2023

Der Morey-Coffinet Chassagne-Montrachet „Les Houillères" 2023 stammt aus einer winzigen, biodynamisch bewirtschafteten Parzelle mit alten Reben – ein komplexer, gehaltvoller Chardonnay mit großer Finesse und langem Nachhall. Großes Gaumenkino mit viel Potenzial.


Les Houillères – kleine Parzelle, großes Potenzial

Die Domaine Morey-Coffinet zählt zu den Referenz-Adressen von Chassagne-Montrachet. Heute führt Thibault Morey – ein „rising star" der Appellation, aus den großen Familiennamen Pillot, Morey und Coffinet – das Gut und arbeitet seit 2015 biodynamisch zertifiziert (FR-BIO-01). Seine Weißweine treffen die Essenz von Chassagne: duftige Aromatik, getragen von kraftvoller Mineralität.

Die Parzelle „Les Houillères" ist eine kleine, rund 0,50 Hektar große Weinparzelle, die biodynamisch bewirtschaftet wird. Sie wurde in den 1950er Jahren mit Chardonnay-Reben angelegt und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Premiers Crus Encégnières und Vide-Bourse. Es handelt sich zwar nicht um einen offiziellen Premier Cru, doch die Qualität dieser Parzelle steht dem in nichts nach. Die kalkreichen Böden im Norden von Chassagne bringen einige der angesehensten Chardonnays der Welt hervor.

Jahrgang 2023 – Chassagne-Montrachet

2023 brachte an der Côte de Beaune eine gesunde, großzügige Weißwein-Ernte mit reifer, klar definierter Frucht und animierender Frische. Im Les Houillères ergibt das einen Chardonnay mit Gehalt, Balance und feiner mineralischer Spannung – schon zugänglich, aber mit Potenzial zur Reife.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Nach händischer, selektiver Lese reift der Wein über ein Jahr in 228- und 350-Liter-Fässern aus bester französischer Eiche, wobei sowohl neue als auch ältere Barriques zum Einsatz kommen. Biodynamischer Anbau, FR-BIO-01.

Im Glas

Komplexität, gehaltvoller Charakter, große Finesse und ein langer Nachhall mit viel Potenzial sind beim „Les Houillères" die Garanten für ein großes Gaumenkino. Ein Chardonnay, der die duftige Aromatik und kraftvolle Mineralität von Chassagne-Montrachet auf Villages-Ebene mustergültig verkörpert – mit Tiefe, Spannung und Länge.

Komplexität, große Finesse und ein langer Nachhall – großes Gaumenkino mit viel Potenzial.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife; profitiert vom Dekantieren oder einem großen Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Risotti sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Chassagne-Montrachet, Lieu-dit Les Houillères, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); ~0,50 ha, kalkreiche Böden, nahe den 1ers Encégnières und Vide-Bourse; Reben aus den 1950ern
Klassifikation: Chassagne-Montrachet AOC (Villages), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; Handlese, über 1 Jahr in 228- und 350-l-Fässern (franz. Eiche, neu und gebraucht); biodynamisch, FR-BIO-01

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Fuees 1er Cru 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Fuées · 1er Cru Chambolle-Musigny südl. Verlängerung von Bonnes-Mares · 4,4 ha 2022

Der Chambolle-Musigny Les Fuées 1er Cru 2022 der Domaine Ghislaine Barthod ist Barthod in Reinkultur: ein klarer, präziser Pinot Noir, der Eleganz mit intensiver Kraft verbindet. Rote Beeren, Himbeere, Veilchen und Kirsche treffen auf feine Würze und feinkörnige, kreidige Tannine.


Les Fuées – südliche Verlängerung von Bonnes-Mares

Les Fuées ist ein Premier Cru in Chambolle-Musigny und gilt als südliche Verlängerung des Grand Cru Bonnes-Mares, mit sehr ähnlicher Bodenstruktur und Exposition. Mit 4,4 Hektar zählt die Lage zu den größeren Premier Crus der Gemeinde; der obere, westliche Teil steigt steiler an, der östliche läuft flacher aus. Südlich schließt sich Les Cras an. Stilistisch sind die Weine weniger fruchtbetont, dafür würziger und fein in der aromatischen Tiefe.

Der steinige, kalkreiche und flachgründige Boden sorgt für hervorragende Drainage; die Reben wurzeln tief, Wuchskraft und Erträge sinken, Konzentration und Ausdruck steigen. In den unteren Hangbereichen speichert kalkhaltiger Lehm etwas Wasser. Die südöstliche Ausrichtung bringt Morgensonne, die kühlen Nächte erhalten die Säure. Der Name „Les Fuées" verweist auf die Fläche, die eine Person einst an einem Tag mit der Hacke bearbeiten konnte. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern von Chambolle.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der Struktur und Eleganz von Les Fuées schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Klarer, präziser Duft nach roten Beeren, Himbeeren, Veilchen und Kirschen, begleitet von feiner Würze, einem Hauch Hagebutte und dezenter Rauchigkeit. Am Gaumen ausgewogen und harmonisch, mit saftiger Frucht, frischer, gut eingebundener Säure und feinkörnigen, kreidigen Tanninen. Der Abgang ist ruhig, mineralisch und lang.

Rote Beeren, Veilchen und feine Würze über kreidigem Tannin – Eleganz trifft auf intensive, ruhige Kraft.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter mit Struktur.


Lage: Les Fuées (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); südliche Verlängerung von Bonnes-Mares, steiniger Kalkboden (unten Kalklehm), SO-Lage, Mittelhang, 4,4 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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