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Janus Fenske

Frankreich

Domaine de la Romanée-Conti

Der Mythos lebt! Nun, was erwartet man, wenn man spontan Sonntags Mittags vom Ruhrpott Richtung Eifel fährt, um gemütlich im Waldhotel Sonnora zu speisen. Der

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Spanien

Envinate Lousas Camino Novo Ribeira Sacra tinto 2024

Rotwein · D.O. Ribeira Sacra · Parzellenwein

Mencía · Garnacha Tintorera Parcela Camiño Novo · Amandi 2024 Schiefer · 430 m · Südost 70-jährige Reben 100 % Ganztraube 12 Monate 500-Liter-Fuder

Der Envínate Lousas Parcela Camiño Novo 2024 ist ein Parzellenwein aus der D.O. Ribeira Sacra, gewachsen auf reinem Schiefer über dem Sil. Roberto Santana, Laura Ramos, Alfonso Torrente und José Ángel Martínez keltern ihn aus 70 Jahre alten Mencía- und Garnacha-Tintorera-Stöcken einer einzigen Parzelle in der Subzone Amandi. Der Jahrgang 2024 brachte in Ribeira Sacra langsame Reife bei moderatem Alkohol. Das Ergebnis ist ein schlanker, ätherischer Rotwein mit deutlichem Schieferzug.


Amandi und die Parzelle Camiño Novo

Camiño Novo – galicisch für „neuer Weg" – liegt in der Subzone Amandi, dem historischen Kernstück der Ribeira Sacra oberhalb der Sil-Schlucht. Die Parzelle steht auf 430 Metern, südöstlich ausgerichtet, auf reinem Schiefer. Lousas, der Name der gesamten Serie, ist das galicische Wort für die Schieferplatten, aus denen diese Terrassen aufgeschichtet sind. Die Reben sind rund 70 Jahre alt und werden biologisch bewirtschaftet.

Trotz der Südost-Exposition zählt Camiño Novo zu den kühleren Standorten der Ribeira Sacra. Die Parzelle liegt amphitheaterförmig in einer Mulde: Sie bekommt die Morgensonne, verliert die Einstrahlung am Nachmittag früh und kühlt nachts durch die Luft aus der Schlucht stark ab. Der Schiefer speichert die Tageswärme und gibt sie langsam ab, zwingt die Wurzeln aber zugleich tief in die Spalten des Gesteins. Diese Kombination erklärt den Stil des Weins: geringe Beerengrößen, hohe Konzentration, gehaltene Säure.

Die Terrassen sind so schmal und steil, dass jede Arbeit von Hand erfolgt – Schnitt, Laubarbeit und Lese. In der alten Rebanlage stehen Mencía und Garnacha Tintorera im gemischten Satz nebeneinander, wie es vor der Sortenreinheit in Galicien üblich war. Beide Sorten werden gemeinsam gelesen und gemeinsam vergoren.

Jahrgang 2024 – Ribeira Sacra

Winter und Frühjahr fielen in Galicien mild und feucht aus, der Austrieb setzte entsprechend früh ein. Unbeständiges, stürmisches Wetter im Juni störte die Blüte und reduzierte den Ansatz. Die anhaltende Feuchte erzeugte hohen Druck durch Falschen Mehltau, der in den steilen Lagen der Ribeira Sacra nur durch frühe Laubarbeit und konsequente Behandlungen in Grenzen gehalten werden konnte.

August und September verliefen ohne längere Hitzeperioden, mit deutlich kühlen Nächten. Die Trauben reiften dadurch langsam und gleichmäßig. Die D.O. empfahl den offiziellen Lesebeginn zum 23. September, gelesen wurde bis Mitte Oktober; der Großteil der Ernte war vor den einsetzenden Herbstregen im Keller. Insgesamt wurden 4.881.326 Kilogramm eingebracht, davon 3.662.322 Kilogramm Mencía – rund zwei Millionen Kilogramm weniger als 2023. Die Trauben kamen mit ausgewogenem Verhältnis von Reifegrad und Säure herein. 2024 ist damit für Ribeira Sacra kein Kraftjahrgang, sondern ein Jahr mit moderatem Alkohol, klarer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus rund 85 bis 90 Prozent Mencía und 10 bis 15 Prozent Garnacha Tintorera, der galicischen Bezeichnung für Alicante Bouschet. Beide Sorten stammen aus derselben Parzelle, werden von Hand gelesen und ohne Entrappung verarbeitet: 100 Prozent ganze Trauben, spontane Gärung mit weinbergseigenen Hefen in offenen Bottichen. Der Most wird mit den Füßen angestampft, danach folgt tägliche Pigeage von Hand.

Auf Pumpen und harte Extraktion wird verzichtet, die Struktur entsteht über Maischestandzeit und Stiele. Der Ausbau dauert zwölf Monate in gebrauchten 500-Liter-Fudern, ohne neues Holz. Gefüllt wird ohne Schönung, mit minimaler Schwefelgabe. Die Produktionsmenge dieser Parzelle ist klein.

Im Glas

Helles Rubingranat mit leicht durchscheinendem Rand. In der Nase Himbeere und Sauerkirsche, dahinter Wacholder, Bergkräuter, getrocknete Blüten und eine exotisch-florale Note, dazu schwarzer Pfeffer und feuchter Schiefer. Am Gaumen schlank und straff, mit feinkörnigem Tannin aus der Ganztraubengärung, salzigem Zug und einem ätherischen, fast mentholischen Kern. Der Abgang bleibt lang und mineralisch, ohne Wärme.

Der Camiño Novo zieht seine Intensität aus Schiefer und Säure, nicht aus Alkohol – Konzentration ohne Gewicht.

Bei 14 bis 16 °C servieren, in großen Gläsern oder 30 bis 45 Minuten karaffiert. Der frische, säuregetragene Charakter des Jahrgangs 2024 macht den Wein bereits jetzt zugänglich; das Potenzial reicht bis etwa 2032, wobei die florale Aromatik mit den Jahren würzigen und erdigen Noten weicht.

Am Tisch

Passt zu Pulpo á feira, gegrillten Kräuterlamm-Koteletts, Entenbrust mit Rotkohl, geschmorten Rinderbäckchen und Pilzgerichten mit Steinpilzen oder Pfifferlingen. Auch zu Wildgeflügel und gereiftem Schafskäse. Wegen der straffen Säure und des moderaten Alkohols verträgt der Wein auch kräftig gewürzte Küche.


Produzent Envínate, Ribeira Sacra (Galicien)
Rebsorte Mencía, Garnacha Tintorera
Lage Parcela Camiño Novo, Subzone Amandi
Klassifikation D.O. Ribeira Sacra
Jahrgang 2024
Boden Schiefer
Höhe · Exposition 430 m · Südost
Rebenalter ca. 70 Jahre
Anbau biologisch, Handlese
Ausbau 12 Monate in gebrauchten 500-Liter-Fudern

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Länder/Regionen

Ponsot Chambolle Musigny Cuvée de la Violette 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny Cuvée de la Violette Côte de Nuits Maison Laurent Ponsot 2019

Der Laurent Ponsot Chambolle-Musigny Cuvée de la Violette 2019 ist ein seidiger, veilchenduftiger Villages-Pinot aus dem Herzen der Côte de Nuits – „très Chambollesque", mit spitzenklöppelartiger Textur, feiner roter Frucht und großer Eleganz.


Maison Laurent Ponsot – Chambolle in Reinkultur

Laurent Ponsot ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Burgunds. 2017 verließ er die berühmte Familien-Domaine Ponsot in Morey-Saint-Denis und gründete sein eigenes Haus, Maison Laurent Ponsot – mit einem futuristischen Weingut und einem kompromisslosen Anspruch an Präzision und Reinheit. Seine Cuvées tragen poetische Namen statt klassischer Etiketten-Konventionen.

Die Cuvée de la Violette ist sein Chambolle-Musigny auf Dorf-Ebene – der Name spielt auf das für Chambolle so typische Veilchenaroma an. Der Wein wird aus rund acht bis zehn verschiedenen Parzellen über das gesamte Gemeindegebiet von Chambolle-Musigny assembliert und vereint so den charakteristischen Stil dieses Dorfes: parfümiert, spitzenfein und elegant, mit einer substanziellen Tanninstruktur im Kern.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 gilt an der Côte de Nuits als hervorragender Jahrgang, der reife, konzentrierte und zugleich frische Pinots mit feiner Tanninstruktur hervorbrachte. Trockenheit und Sonne sorgten für sehr reife Frucht, während die kühlen Nächte Spannung und Balance bewahrten. Die Cuvée de la Violette zeigt sich entsprechend reif, aber stets innerhalb der für Chambolle typischen Eleganz.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, trocken.

Assemblage aus mehreren Parzellen über das Dorf Chambolle-Musigny, klassisch im Burgunderfass ausgebaut. Laurent Ponsot ist bekannt für einen behutsamen, auf Reinheit und Transparenz ausgerichteten Stil, der die Frucht und die Finesse der Herkunft in den Mittelpunkt stellt.

Im Glas

Helles, leuchtendes Rubinrot. In der Nase Veilchen und rote bis dunkle Kirsche, ergänzt um Anklänge von Kräutertee, Gewürzen und einen exotischen Hauch Orangenschale. Am Gaumen seidig und „spitzenfein", mit guter Fülle und zugleich mineralischer Spannung, feinem Tannin und einer beeindruckenden, balancierten Länge.

Très Chambollesque – seidige, spitzenfeine Textur, getragen von Veilchenduft und feiner Frucht.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Bresse-Huhn, zu Kalb und Wildgeflügel, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu mittelreifem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Assemblage aus mehreren Parzellen des Dorfes
Klassifikation: Chambolle-Musigny AOC (Villages), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; Mehrparzellen-Assemblage, klassischer Ausbau im Burgunderfass; auf Reinheit und Transparenz ausgerichteter Stil

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Whisky

Kilkerran Glengyle Distillery Single Malt Whisky 12 Jahre 46 %

Spirituose · Whisky · Campbeltown · Schottland

Kilkerran 12 Jahre ist der Single Malt der Glengyle Distillery aus Campbeltown – die Standardabfüllung des Hauses Mitchell's. Ein vielschichtiger Whisky aus Bourbon- und Sherryfässern, mit einer feinen, maritim-rauchigen Campbeltown-Handschrift.


Herkunft / Campbeltown

Die Glengyle Distillery liegt in Campbeltown an der schottischen Westküste – einst eine der bedeutendsten Whisky-Regionen der Welt. Die Brennerei gehört der Familie Mitchell, die auch hinter Springbank steht. Da der Markenname „Glengyle" bereits anderweitig vergeben war, wird der Whisky unter dem Namen Kilkerran abgefüllt.

Herstellung und Reifung

Single Malt, gereift über 12 Jahre in einer Kombination aus Bourbon- und Sherryfässern. Der Whisky ist leicht getorft, wird ungefärbt und nicht kühlfiltriert abgefüllt, was ihm seine natürliche Farbe, Textur und aromatische Tiefe bewahrt.

Im Glas

Helles Bernstein. In der Nase maritime Noten, Vanille und helle Frucht, getragen von einem feinen Rauch und einer würzigen Campbeltown-Note. Am Gaumen vollmundig und vielschichtig, mit Malz, Frucht, leichter Torfwürze und einem langen, salzig-rauchigen Abgang.

Pur genießen

Pur bei Zimmertemperatur in einem Nosing-Glas genießen, bei Bedarf mit ein paar Tropfen Wasser, um die Aromen zu öffnen.

Ideal: pur oder mit etwas Wasser, als charaktervoller Begleiter für den Abend.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Glengyle Distillery (Kilkerran / Mitchell's)
Art: Single Malt Scotch Whisky, 12 Jahre
Reifung: Bourbon- und Sherryfässer; ungefärbt, nicht kühlfiltriert

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Weine

Dominio del Bendito El Titan del Bendito 2021 BIO

Rotwein · Toro · Tinta de Toro

Tinta de Toro DO Toro Alte Reben (50–100 Jahre) Bio 20 Monate franz. Eiche 9.913 Flaschen 2021

Der Dominio del Bendito El Titán del Bendito 2021 nimmt seinen Namen beim Wort: gewonnen aus 50 bis 100 Jahre alten Tinta-de-Toro-Rebstöcken, ungemein komplex, konzentriert und intensiv – ein Feuerwerk an Fruchtaromen mit reifen Tanninen. Ein Wein für die Ewigkeit.


El Titán – das enorme Potenzial alter Reben

Dominio del Bendito ist das Projekt des Franzosen Antony Terryn, der 2003 nach Toro kam, vom Potenzial der alten Reben gefangen war und 2004 sein Weingut gründete. Seither entstehen hier handwerkliche, authentische Rotweine aus Tinta de Toro – biologisch bewirtschaftet, ohne Pestizide und Kunstdünger.

El Titán ist die Spitze dieser Philosophie: Der Wein wurde aus 50 bis 100 Jahre alten Tinta-de-Toro-Rebstöcken gewonnen, mit niedrigsten Erträgen pro Hektar. So wird das enorme Potenzial dieser alten Reben wunderbar herausgearbeitet – auf den sandig-steinigen Böden Toros, im extremen Kontinentalklima mit heißen Tagen und kühlen Nächten.

Jahrgang 2021 – Toro

Aus den sehr alten Reben und den niedrigsten Erträgen entsteht im Jahrgang 2021 ein außergewöhnlich konzentrierter, intensiver Toro. Die enorme Substanz der alten Reben verbindet sich mit reifen Tanninen und einem Feuerwerk an Fruchtaromen – ein Wein von großer Tiefe und langem Leben.

Ausbau

Reinsortige Tinta de Toro aus dem Jahrgang 2021, trocken.

Lese mit niedrigsten Erträgen pro Hektar aus 50 bis 100 Jahre alten Reben, anschließend 20 Monate Ausbau in Fässern aus französischer Eiche. Gesamtproduktion: 9.913 Flaschen. Aus biologischem Anbau (ES-ECO-002-CL).

Im Glas

Eine ungemein komplexe Textur, sehr konzentriert und intensiv: ein Feuerwerk an Fruchtaromen mit spürbar reifen Tanninen. Hier wird das enorme Potenzial der alten Reben wunderbar herausgearbeitet – ein Wein für die Ewigkeit gemacht, der jedoch schon jung hervorragend zu genießen ist.

Den Namen beim Wort genommen – ein Titan aus alten Reben, für die Ewigkeit gemacht.

Schon jung ein Genuss, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Optimale Trinktemperatur 17–18 °C.

Am Tisch

Zu kräftigem geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: DO Toro (Spanien); sandig-steinige Böden, 50–100 Jahre alte Reben, niedrigste Erträge, extremes Kontinentalklima
Klassifikation: DO Toro, Tinta de Toro (trocken)
Ausbau: Tinta de Toro; 20 Monate französische Eiche; 9.913 Flaschen; biologischer Anbau (ES-ECO-002-CL)

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Schaumweine

Clandestin Les Grandes Lignes 2020 Brut Nature

Champagner · Côte des Bar · Chardonnay · Brut Nature

Clandestin Les Grandes Lignes Brut Nature ist ein Blanc de Blancs aus 100 % Chardonnay aus einer nur 0,4 Hektar kleinen Parzelle in Sorbée bei Buxières-sur-Arce in der Côte des Bar. Die Reben stehen auf einem windoffenen Höhenplateau mit kalkreichem, steinigem Boden. Ohne Dosage degorgiert, zeigt er sich puristisch, klar und unverfälscht. Im Glas eine kühle, präzise Eleganz.


Côte des Bar

Die Parzelle liegt in Sorbée bei Buxières-sur-Arce in der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne. Das windoffene Höhenplateau und der kalkreiche, steinige Boden verleihen dem Chardonnay eine kühle Eleganz, feine Spannung und eine präzise, fast schwebende Mineralität.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay. Nach der Lese wird er zehn Monate in großen 600-Liter-Holzfässern vergoren und ausgebaut, anschließend reift er weitere zwei Jahre auf der Flasche. Er wird ohne Dosage als Brut Nature abgefüllt.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase Zitruszeste, etwas weißer Pfirsich und ein Hauch Kräuterwürze, getragen von einer kreidigen Tiefe. Am Gaumen straff und geradlinig, zugleich subtil cremig, mit klarer Säure. Das Finale ist salzig und lang, die Energie fokussiert und ruhig zugleich.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Sorbée, Buxières-sur-Arce, Côte des Bar (Champagne); Kalk/Stein
Klassifikation: Champagne AOC – Brut Nature, Blanc de Blancs
Ausbau: 10 Monate 600-l-Holzfass, 2 Jahre Flaschenreife, 0 g Dosage

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Weine

Peter Jakob Kühn Landgeflecht Unikat Riesling 2020 BIO

Weißwein · Oestrich (Rheingau) · Riesling

Riesling Landgeflecht · PJK.Unikat Peter Jakob Kühn Monopolparzelle im Doosberg · Oestrich Löss/Lehm über Quarzit trocken 1.200-l-Stückfass · ~2 J. Vollhefe BIO/Demeter (DE-ÖKO-003) · 2020

Der Peter Jakob Kühn Landgeflecht PJK.Unikat Riesling trocken 2020 ist einer der raren Spitzenrieslinge des Guts – aus einer winzigen Monopolparzelle am Hangfuß des Doosberg. Ein tiefer, salziger und kristallklarer Riesling von großer Konzentration und schwebender Eleganz.


Landgeflecht – Monopolparzelle im Doosberg

Das Weingut Peter Jakob Kühn in Oestrich zählt zu den herausragenden Adressen des Rheingaus und arbeitet seit 2004 als zertifiziertes Demeter-Mitglied biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Prägend ist der entschleunigte Ausbau: ein langes, ruhiges Hefelager in traditionellen Stückfässern, das den Weinen früh Tiefe und Anmut verleiht.

Das Landgeflecht ist eine 1978 gepflanzte Monopolparzelle von nur rund 3.000 m² am unteren, südwestlich geneigten Hang der Großen Lage Doosberg. Der Name geht auf den „Landpflechter Brunnen" zurück, der auch in Trockenphasen eine gute Wasserversorgung ohne Nässestau sichert. Die Böden aus Löss und Lehm über Quarzit sowie die windgeschützte, sonnige Ausrichtung bringen einen besonders konzentrierten, eigenständigen Riesling hervor.

Jahrgang 2020 – Rheingau

2020 war im Rheingau ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Die alte Parzelle mit ihrem tiefen Wurzelsystem und der lange Hefeausbau bewahrten Konzentration, salzige Mineralität und Spannung – Kraft und Feinheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling aus der Monopolparzelle Landgeflecht (im Doosberg), Jahrgang 2020; 100 % Riesling von Löss und Lehm über Quarzit.

Der Wein reift in einem 1.200-Liter-Stückfass für bis zu zwei Jahre unberührt auf der Vollhefe, gefolgt von rund einem Jahr Flaschenreife; das Unikat wird erst etwa drei Jahre nach der Ernte freigegeben. Dieser lange, ruhige Hefeausbau verleiht ihm Schmelz, Tiefe und seidige Textur. Biologisch-dynamischer Anbau (Demeter, DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein tiefer, kristallklarer Riesling von großer Konzentration: reife Quitte und Mirabelle, weißer und gelber Pfirsich, dazu Zitrus- und Orangenzeste und eine feine, würzig-steinige Note. Am Gaumen schmelzend und dicht, zugleich schwebend elegant, mit intensiver, salziger Mineralität, felsenfestem Kern und einem sehr langen, druckvollen Nachhall.

Reife Quitte, Mirabelle und Pfirsich mit Zitrus- und Orangenzeste über würzig-steiniger Tiefe – schmelzend und dicht, zugleich schwebend elegant, intensiv salzig, mit langem, druckvollem Nachhall.

Ein rarer, sehr langlebiger Rheingau-Riesling; jung unbedingt dekantieren, mit großem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Landgeflecht, Monopolparzelle (~3.000 m², gepflanzt 1978) am unteren Hang des Doosberg, Oestrich, Rheingau; Löss/Lehm über Quarzit, Südwest
Klassifikation: Riesling PJK.Unikat, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: 1.200-l-Stückfass, bis ~2 Jahre auf der Vollhefe, danach ~1 Jahr Flaschenreife (Release nach ~3 Jahren); biologisch-dynamisch, Demeter, DE-ÖKO-003

Fotos: A. Durst

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Weine

Marie-Courtin Efflorescence Extra Brut 2019 BIO

Champagner · Côte des Bar · Pinot Noir · Blanc de Noirs · Bio

Marie-Courtin Efflorescence Extra Brut ist ein klassischer Blanc de Noirs aus 100 % Pinot Noir aus einer Einzellage in Polisot an der Côte des Bar. Die kalk- und kimmeridgegeprägten Böden verleihen dem Pinot Noir Struktur, Tiefe und eine markante Erdigkeit. Im Glas geradlinig, salzig-mineralisch und fast burgundisch tief.


Polisot (Côte des Bar)

Die Einzellage liegt in Polisot an der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne. Die Region ist bekannt für ihre kalk- und kimmeridgegeprägten Böden, die dem Pinot Noir Struktur, Tiefe und eine markante Erdigkeit geben. Marie-Courtin (Dominique Moreau) arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-09).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir (Blanc de Noirs). Der Ausbau erfolgt über rund neun bis zehn Monate in Holz und Barrique, was ihm eine feine Würze gibt, ohne ihn holzbetont erscheinen zu lassen. Mindestens drei Jahre Flaschenreife geben Substanz und Länge; abgefüllt als Extra Brut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner, integrierter Perlage. Die Frucht ist klar und reif, erinnert an Apfel, rote Beeren und einen Hauch Pflaume. Am Gaumen geradlinig und perfekt strukturiert, mit einem Spannungsbogen zwischen Frische, salziger Mineralität und fast burgundischer Tiefe. Der Abgang ist lang und elegant.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als festlicher Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, edler Fisch, Krustentiere und gereifter Käse.


Lage: Polisot, Côte des Bar (Champagne); Kalk/Kimmeridge
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut, Blanc de Noirs
Ausbau: 100 % Pinot Noir, 9–10 Monate Holz/Barrique, mind. 3 Jahre Flaschenreife

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Rebsorten

Keller Riesling von der Fels 2024

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen von der Fels Kalkstein / Grosse Lagen trocken 2024

Der Keller Riesling von der Fels 2024 ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und eigentlich auch schmecken sollte. Hier trifft Frische auf Rasse, Kraft auf Mineralität und feinste Spannung.


Von der Fels – Kalkstein aus den Grossen Lagen

Das Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim zählt unter Klaus-Peter Keller zu den weltweit gefeierten Adressen für trockenen Riesling – akribische Weinbergsarbeit, niedrige Erträge, Spontanvergärung und langes Hefelager sind die Grundlagen dieser Spitzenqualität.

Für den „von der Fels" – zu Deutsch „vom Fels" – verwendet Keller die jüngeren Reben (im Schnitt 20–25 Jahre) seiner besten Kalkstein-Parzellen, die allesamt als Grosse Lagen klassifiziert sind, allen voran rund um den Dalsheimer Hubacker. Diese Reben bilden gleichsam die Vorstufe zu den Großen Gewächsen eines jeden Jahrgangs. Die Parzellen bestehen aus Tonböden auf Kalkstein – die Quelle der salzigen Frische und mineralischen Spannung des Weins.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war ein kühlerer, klassischer Jahrgang, der Rieslinge von großer Frische und Präzision hervorbrachte. Auf den Kalkstein-Parzellen ergibt das einen besonders rassigen, mineralischen Wein mit lebendiger Säure und klarer Frucht – Spannung und Eleganz statt Opulenz.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung nach kurzer Maischestandzeit von einigen Stunden, anschließend Spontangärung mit eigenen Hefen – überwiegend im Holzfass (Fuder), zu kleinen Teilen im Edelstahl. Reife auf der Vollhefe, gefolgt von einer leichten Filtration vor der Füllung.

Im Glas

Ein nobles Bukett von Weinbergspfirsich, Quitte, Marille und reifem Apfel, dazu Wildkräuter, Zitronengras und ein Hauch Minze. Am Gaumen rassig und mit viel Substanz: Die Länge ist frappierend, die Säure wirbelt wie ein Sturm durch den Mund, und die Frucht bleibt stets präsent – getragen von einer herrlich erfrischenden, verführerischen Kalkstein-Mineralität.

Ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und schmecken sollte.

Schon jung ein Genuss („der liebste Zechwein" des Winzers), zugleich über viele Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu Spargel sowie zu mild-würziger asiatischer Küche.


Lage: Rheinhessen, Flörsheim-Dalsheim; jüngere Reben der besten Kalkstein-Parzellen (Grosse Lagen, u. a. Dalsheimer Hubacker), Tonböden auf Kalkstein
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling trocken (Gutswein-Stufe aus Grosse-Lagen-Parzellen)
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung überwiegend im Fuder, Reife auf der Vollhefe, leichte Filtration

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