Schaumweine – Echte Weine oder nur ein Synonym?

Ein Getränk, welches die Welt erobert hat – Schaumwein. Oder ist doch alles nur Marketing?

In unserer modernen Welt gibt es mittlerweile unzählige Variationen an Schaumweinen. Der berühmteste von allen ist der Champagner. Doch eines haben sie alle gemeinsam – sie prickeln!

Zum Geburtstag, Weihnachten, zur Taufe oder einfach als Aperitif werden jährlich Millionen Flaschen Sekt getrunken und das nicht ohne Grund. Schaumwein suggeriert uns etwas Besonderes! 

Die wichtigsten Herstellungsmethoden

Traditionell

Schaumweine können auf unterschiedlichste Art produziert werden. Die traditionelle Methode oder auch „Méthode Champenoise“ ist dabei die berühmteste Herstellungsart. Nachdem die Trauben geerntet wurden, werden sie im Keller zu Grundwein vergoren. Viele Winzer vergären schon jetzt im Holzfass, um eine fülligere Textur zu erhalten. 

Merke: Trauben für die Schaumweinproduktion werden früher geerntet und haben dadurch weniger °Oechsle (Zuckeranteil in der Traube) und eine höhere Säure.

Ist der Grundwein fertiggestellt, wird dieser in Flaschen gefüllt. Hinzugegeben wird die sogenannte liquore de tirage, welche ein Gemisch aus Zucker, Hefe und Nährstoffen ist. Aufgrund dieser Fülldosage setzt in der Flasche eine zweite Gärung ein. Da das CO2 nicht entweichen kann, löst es sich im Wein und erzeugt damit das Sprudeln. Daraufhin werden die Flaschen in sogenannte Rüttelpulte oder auch „Pupitre“ gesteckt, was für eine waagerechte Position der Flaschen sorgt.

Ein regelmäßges Rütteln der Flaschen sorgt dafür, dass sich die Hefe unten am Kopfhals sammelt. Heute geschieht dies mechanisch in sogenannten Gyropaletten. Nach der zweiten Gärung sterben die übrigen Hefen ab und der Prozess der Hefeautolyse beginnt. Dabei lösen sich die Hefezellen im Wein auf und erzeugen so ein bestimmtes Geschmacksprofil: Biskuit, Toast und Butter sind Anzeichen für eine Hefeautolyse. Um die übrig gebliebene Hefe aus dem noch unfertigen Sekt zu bekommen, wird er degogiert. Dabei wird die Flasche senkrecht aufgestellt und der Kronkorken entfernt, wobei die Hefe aufgrund des CO2 Drucks aus der Flasche schießt. Nun wird der fehlende Wein mit liquore d´expedition (auch Dosage) aufgefüllt.

Diese Methode der Schaumweinherstellung ist in der Champagne Gesetz und wird weltweit angewendet, um die besten Stilistiken zu erlangen. Der einzige Nachteil sind die hohen Produktionskosten. Daher wenden viele Winzer die etwas einfachere Variante der Transfermethode an. 

Transfermethode

Die Transfermethode ist der traditionellen Methode sehr ähnlich. Bis zum Rütteln der Flaschen ist der Ablauf identisch. Allerdings werden die Flaschen nach dem Prozess in Drucktanks gegeben und die Hefe herausgefiltert. Jetzt wird wieder die liquore d´expedition hinzugefügt und der Schaumwein unter Druck abgefüllt. Diese Variante ist wesentlich günstiger und erzeugt trotzdem eine sehr gute Qualität.

Günstige Schaumweine werden durch Karbonisierung hergestellt. Dabei wird die Kohlensäure künstlich dem Grundwein zugesetzt. Diese Weine zeichnen sich durch einen sehr fruchtigen Charakter aus.

Geschützte Herkunftsgebiete

Die vier wahrscheinlich bekanntesten Schaumweine mit geschützter Herkunftsbezeichnung sind Champagner, Prosecco, Cremant und Cava. Jedoch sagen diese nicht immer etwas über die Qualität des Weines aus.

Französischer Schaumwein Nr.1: Champagner 

Die Champagne liegt östlich von Paris und ist der berühmteste Schaumweinproduzent weltweit. Da die Winzer aus der Champagne die ersten waren, welche sich ein gutes Konzept zur Vermarktung ihrer Schaumweine überlegten, wurden ihre Weine schnell international bekannt. Es dürfen sich nur jene Weine als Champagner bezeichnen, welche nachweislich aus der Champagne kommen, die traditionelle Flaschengärung und eine Perlage vorweisen können. Sowohl nach Europäischem Recht als auch mittlerweile international ist die Marke anerkannt und wird als Vorbild der hochwertigen Schaumwein Produktion gesehen. Die Hauptrebsorten sind Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier.

Französischer Schaumwein Nr. 2: Cremant

Als Cremants werden Weine außerhalb der Champagne innerhalb Frankreichs bezeichnet, welche eine traditionelle Flaschengärung durchlaufen. Allerdings sind die Herkunftsgebiete von Cremant gesetzlich eingegrenzt. So gibt es an der Loire, im Burgund oder auch im Elsass Gebiete zur Herstellung von Cremant. Diese müssen zusätzlich gesetzliche Forderungen erfüllen, um als Cremant vermarktet zu werden. Zum Beispiel muss Cremant mindestens ein Jahr lagern und 9 Monate auf der Hefe liegen.

Italienischer Schaumwein: Prosecco

Was früher die Rebsorte war, ist heute das geschützte Herkunftsgebiet. Bis Ende 2009 hieß die Rebsorte zur Produktion von dem heutigen Prosecco noch „Prosecco“. Seit Anfang 2010 muss die Rebsorte laut italienischem Weingesetz „Glera“ genannt werden. Der norditalienische Schaumwein kann sowohl nach traditioneller als auch nach dem Tankgärverfahren hergestellt werden. Diese Weine werden dann als Spumante vertrieben und haben einen höheren Anteil an Kohlensäure und Druck. Im Gegensatz ist ein Frizzante ein klassischer Perlwein, welcher durch das Imprägnierverfahren (Karbonisierung) hergestellt wird. Der CO2-Gehalt ist niedriger und verfliegt schneller nach dem öffnen der Flasche. Prosecco Frizzante unterliegt nicht der Sektsteuer, da zu wenig Druck auf der Flasche ist.

Spanischer Schaumwein: Cava

Schaumweine aus über 150 Gemeinden in Spanien dürfen unter dem Namen Cava vermarktet werden. Es gelten bei der Herstellung ähnliche gesetzliche Bestimmungen, wie beim Cremant. Die Traditionelle Flaschengärung und 9 Monate Hefelagerung sind ein Muss! Cava aus dem bekanntesten Gebiet Penedes ist also eine tolle Alternative zum vergleichsweise teuren Champagner.

Was macht einen guten Sekt aus?

Ein guter Sekt soll vor allem schmecken. Jeder kann individuell entscheiden, ob der Wein schmeckt oder nicht. Allerdings hat dies wenig mit der Qualität zu tun. Die Perlage darf nicht zu aggressiv sein, aber auch nicht zu leicht. Jene Schaumweine, die karbonisiert werden, haben eine sehr aufdringliche Perlage und verlieren diese schnell nach dem Öffnen der Flasche. Die feinsten „Perlen im Glas“ produziert der Winzer mit der traditionellen Flaschengärung

Das Spiel von Süße und Säure ist wohl die wichtigste Geheimzutat! Ein guter Schaumwein sollte als Aperitif vor dem Essen den Speichelfluss anregen. Dafür bedarf es einer gewissen Säure, welche den Speichelfluss aktiviert. Ein zu starkes Zusammenziehen der Schleimhaut deutet jedoch auf eine zu „scharfe Säure“ hin, welche nicht durch genügend Süße ausbalanciert wird. Das Geheimnis ist, die perfekte Balance zu kreieren und so dem Konsumenten eine immer gleichbleibende Qualität zu liefern. 

Apropos gleichbleibend…

Sowohl Nachteil als auch Vorteil ist das immer gleichbleibende Geschmacksprofil einer großen Schaumweinmarke. Sekt-Marken wie Moet, Dom Perignon, Krug, Ruinard, Rotkäppchen oder Freixenet (um nur einige wenige zu nennen) müssen immer gleiche Qualitäten und Geschmack abliefern, ansonsten würde sich der Endverbraucher beschweren. Nun, der Vorteil ist eine sichere Qualität, von welcher man nie enttäuscht wird. Allerdings lebt das Produkt Wein viel mehr von der Vielschichtigkeit, den Einflüssen des Terroirs, den Umgebungsbedingungen und der Handschrift des Winzers. All diese besonderen Merkmale sind bei vielen Schaumwein Marken nicht gegeben, da hohe Produktionsmengen im Fokus stehen. Also doch mehr Masse als Klasse?

Aus der Champagne kommen erstklassige Winzer- und Jahrgangschampagner, welche in kleinen Stückzahlen auf den Markt kommen. Tolle handgerüttelte Winzersekte aus Deutschland und Österreich finden ihren Weg in die besten Restaurants der Welt. Selbst tolle Terroir Cavas aus Penedes und Umgebung schaffen es am Ende, den Endverbraucher am Glas zu überzeugen. Wer jedoch ein stabiles Produkt kaufen möchte, welches sowohl in Spanien aber auch in Deutschland gleich schmeckt, bleibt lieber bei der Marke.

Schaumwein Stilistiken

Champagner Cuvée

Wer kennt sie nicht? Die berühmte Cuvée besteht aus den drei Hauptrebsorten der Champagne. Pinot Noir, Pinot Meunier (Schwarzriesling) und Chardonnay ergeben die perfekte Symbiose im Glas. Das Zusammenspiel aus Kraft, Säure und Frucht macht diese Cuvée nämlich so besonders. Der runde und weiche Chardonnay verleiht dem Sekt Eleganz, Frucht, Säure und Finesse, welche von einer abschließenden Länge begleitet wird. Pinot Noir sorgt für Körper und Struktur im Wein. Meunier sorgt zusätzlich für Kraft und Frucht.

Chardonnay

Reinsortige Chardonnay Sekte sind sehr elegant. Sie überzeugen am Gaumen nachhaltig durch ihre Länge und Finesse. Die besten Chardonnay Sekte beginnen an der vorderen Zunge mit Zitrusnoten, schmeicheln mit einer knackigen Säure und munden in einem langen Abgang.

Blanc de Noir

Wird nur aus roten Trauben erzeugt und weiß gekeltert. Diese Art von Sekten ist komplexer und fuchtiger. Das Körpergefühl ist deutlich intensiver und erinnert an rote Früchte.

Blanc de Blancs

Wird nur aus weißen Trauben erzeugt. Sie zeichnen sich durch Noten von Zitrus aus, welche elegant und schlank sind.

Moderne Stilistik des 20sten Jahrhunderts

Durch die Industrialisierung ist es selbst dem kleinen Winzer möglich, große Produktionsmengen in moderner und steriler Stilistik zu produzieren. Schon lange sind die großen Marken der bekanntesten Schaumweine der Welt keine Handschriften des Winzers mehr. Der moderne Mensch mag den Wein mit wenig Säure und viel Zucker, was dem Gaumen schmeichelt und leicht zu trinken ist.

Die Champagner und Cavas, welche in Deutschland am meisten verkauft werden, haben analytische Werte zur Grenze von “halbtrocken”. Die Trauben für solche Produkte werden nicht zu früh geerntet, um eine geringere Säure im Grundwein zu erreichen. Selbst die Perlage wirkt oft aggressiv und nicht gut eingebunden, um den Konsumenten ein perliges Gefühl auf der Zunge zu bieten.

Folgende Frage stellt sich: Wie kann ein Champagnerhaus 30 Millionen Flaschen in Top Qualität herstellen?

Gerne werden auch erdbeerige Rosé-Schaumweine produziert. Hauptsache, die Farbe stimmt bei 30° Grad Celsius auf der Terasse. Dabei wissen die meisten Konsumenten gar nicht, dass die Farbe aus der Schale der Rotweinbeeren kommt.

Unser Fazit:

Schaumweine in jeglicher Art, von Rosé bis Apfelschaumwein über Chardonnay Sekt und Perlschaumwein haben ihre Daseinsberechtigung! Obwohl jede Stilistik für sich steht und anders schmeckt, ist für jeden etwas dabei. Schaumweine gehören schon lange zu der Kategorie Wein und werden auch als solche anerkannt. Schaumweine erlangen Höchstpreise und sind in jeder Gastronomie zu finden, was sie zu einem unverzichtbaren Produkt in der Weinwelt macht. Der gute Sekt sollte vor allem schmecken und perlen!

Lassen Sie sich gerne bei uns im Laden zu dem perfekten Schaumwein für ihren besonderen Anlass beraten. Gerne können Sie Schaumweine auch  online kaufen unter: www.weine-feinkost.de 

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Weine

De Sousa Champagne Rosé BIO

Champagner · Rosé · Chardonnay & Pinot Noir · Bio

De Sousa Rosé Brut ist ein Bio-Rosé-Champagner aus 90 % Chardonnay und 10 % Pinot Noir. Der Chardonnay aus dem Premier-Cru-Dorf Grauves bringt Frische, Energie und Eleganz, der Pinot Noir aus dem Grand-Cru-Dorf Aÿ feine Aromen kleiner roter Früchte. Im Glas ein zartes Orangerosa mit feiner Perlage.


Côte des Blancs & Aÿ

Der Chardonnay stammt aus dem Premier-Cru-Dorf Grauves in der Côte des Blancs, der Pinot Noir aus dem Grand-Cru-Dorf Aÿ in der Vallée de la Marne. Die kalk- und kreidegeprägten Böden verleihen dem Champagner Frische und Mineralität. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 90 % Chardonnay und 10 % Pinot Noir. Die handgelesenen Trauben werden im Edelstahltank vergoren; der Champagner wird ohne Schönung und Filtration bereitet und mit 7 g/l Dosage als Brut abgefüllt.

Im Glas

Zartes Orangerosa mit feiner Perlage. In der Nase klare, fruchtbetonte Aromen von Apfel, Himbeere und reifer roter Frucht. Am Gaumen ausgewogen und frisch, die Frucht bleibt dezent im Hintergrund und schafft eine harmonische Balance zwischen Fülle und Finesse. Der Abgang ist fein.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, vielseitig als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: feine Vorspeisen, salzige Snacks und Desserts mit roten Früchten.


Lage: Grauves (1er Cru, Côte des Blancs) & Aÿ (Grand Cru), Champagne
Klassifikation: Champagne AOC – Rosé Brut
Ausbau: Edelstahl, ohne Filtration, 7 g/l Dosage

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Rebsorten

Le Moine Volnay Les Caillerets 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay 1er Cru Les Caillerets Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Volnay Les Caillerets 1er Cru 2020 stammt aus dem feinsten Cru von Volnay – ein eleganter, mineralischer Pinot Noir mit delikater Frucht und steiniger Würze. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Volnay Les Caillerets – der feinste Cru von Volnay

Volnay bringt die elegantesten, feinsten Rotweine der Côte de Beaune hervor – reine Pinot Noirs von kalkreichen, gut dränierten Osthängen zwischen Pommard und Meursault, bekannt für Finesse statt Kraft. Les Caillerets gilt als der vornehmste Premier Cru der Appellation: Der hohe aktive Kalkanteil bei vergleichsweise wenig Ton verleiht den Weinen eine seidige Textur und mineralische Spannung, die oft mit Chambolle-Musigny verglichen wird.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer 1er Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Mineralität – kaum ein Winzer versteht es wie er, das gebündelte Terroir des Burgunds in die Flasche zu bringen. Jeder Wein ein Unikat, voller Eigenständigkeit und Mineralität, in nur kleiner Stückzahl.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 brachte an der Côte de Beaune reife, konzentrierte und zugleich frische Rotweine mit tiefer Frucht, feiner Säure und großer Energie. In einem feinen Cru wie Caillerets ergibt das einen dichten, jugendlich-kraftvollen und zugleich seidigen Volnay mit großem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Volnay Les Caillerets 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Sehr kleine Stückzahl.

Im Glas

Der kalkreiche Caillerets-Hang prägt einen besonders feinen, eleganten Volnay: helle rote Frucht wie Himbeere und Kirsche, florale Nuancen und eine steinig-mineralische Würze. Aus dem warmen, reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur einbinden. Am Gaumen kraftvoll und doch fein gezeichnet, mit feinem Tannin, salziger Frische und einer luftigen, langen Linie.

Helle rote Frucht, florale und steinige Würze – seidig und fein, mit salziger Frische und luftiger Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Volnay Les Caillerets 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); kalkreicher Osthang zwischen Pommard und Meursault, gut dräniert
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2021

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2021

Der Montevertine Le Pergole Torte 2021 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2021 – Toscana

2021 gilt in der Toskana als klassischer, ausgewogener Jahrgang: ein gemäßigter, nicht zu heißer Vegetationsverlauf brachte Sangiovese von feiner Frische, klarer Frucht und präziser Tanninstruktur. Im Le Pergole Torte ergibt das einen besonders eleganten, mineralisch geprägten Wein mit großer Spannung und langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2021, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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Feinkost

Frantoi Cutrera Primo Olio Extra Vergine Olivenöl

Feinkost · Natives Olivenöl extra · Sizilien

Frantoi Cutrera Primo ist ein natives Olivenöl extra aus Sizilien – ein Monocultivar aus 100 % Tonda Iblea, DOP Monti Iblei. Sehr fruchtbetont, mit Anklängen von grüner Tomate und mediterranen Kräutern, lang und würzig am Gaumen. Eines der meistausgezeichneten Öle Italiens.


Herkunft

Frantoi Cutrera produziert seit 1906 in Chiaramonte Gulfi (Ragusa) auf den Monti Iblei im Südosten Siziliens. Die Oliven der autochthonen Sorte Tonda Iblea wachsen hier auf 350–450 Metern Höhe in jahrhundertealten, DOP-zertifizierten Hainen.

Gewinnung und Herstellung

Monocultivar aus 100 % Tonda Iblea aus früher, grüner Ernte. Die Oliven werden von Hand gelesen und innerhalb von sechs Stunden kalt gepresst (mechanisch, unter 27 °C). Das bewahrt Aromen und Polyphenole. Herkunft: DOP Monti Iblei.

Geschmack

Leuchtend grün mit goldenen Reflexen. Intensiv fruchtig, mit ausgeprägten Noten von grüner Tomate, frisch gemähtem Gras und aromatischen Kräutern, dazu süße Mandel. Am Gaumen ausgewogen bitter und pikant, lang und würzig.

In der Küche

Am besten roh als Finish: über gegrilltes Fleisch und Fisch, Bruschetta, Suppen, Salate und Gemüse geträufelt. Die intensive Würze kommt unerhitzt am besten zur Geltung.

Passt zu: gegrilltem Fleisch und Fisch, Bruschetta, Suppen, Salaten und Gemüse.


Hersteller: Frantoi Cutrera (Chiaramonte Gulfi, Sizilien)
Produkt: Natives Olivenöl extra (Primo)
Sorte: Monocultivar 100 % Tonda Iblea
Herkunft: DOP Monti Iblei, Sizilien (Italien)
Verarbeitung: handgelesen, innerhalb von 6 Stunden kalt gepresst
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2028

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Deutschland

Christian Ottenbreit Bacchus O schöne Welt 2024

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Bacchus Deutscher Qualitätswein Franken fruchtig · 10,5 % vol. 19,5 g/l Restzucker Edelstahltank

Der Bacchus „O schöne Welt" 2024 ist der fruchtige Weißwein von Christian Ottenbreit aus Franken, im Edelstahltank ausgebaut. Der Jahrgang 2024 zeigt die typische Bacchus-Aromatik: Cassis und tropische Früchte mit einem Hauch Zitrus. Am Gaumen saftig, mit einer eleganten Restsüße, die von frischer Säure getragen wird. Ein zugänglicher Wein, der Lust auf das nächste Glas macht.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, auf kalk- und tongeprägten Böden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett. Der Wein ist als Deutscher Qualitätswein eingestuft, Herkunft Franken.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Bacchus, eine aromatische deutsche Neuzüchtung mit Muskat- und Cassisnoten. Gärung und Ausbau erfolgen im Edelstahltank, ohne Holz, was die frische Frucht betont. 

Im Glas

In der Nase die typische Bacchus-Aromatik mit Cassis, tropischen Früchten und einem Hauch Zitrus. Am Gaumen saftig, mit einer eleganten Süße, die von frischer Säure ausbalanciert wird. Ein fruchtbetonter Wein, der mit jedem Schluck Lust auf mehr macht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: leicht scharfe asiatische Küche, Currys, frische Salate, Frischkäse und Obstdesserts. Auch solo ein fruchtiger Aperitif. Jung und gut gekühlt genießen, am besten in den nächsten ein bis zwei Jahren. Serviertemperatur 12–14 °C.


Lage Franken (Maindreieck)
Klassifikation Deutscher Qualitätswein
Ausbau Edelstahltank

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Weine

Scheuermann Riesling Ruppertsberger Reiterpfad 2019 BIO

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Scheuermann Riesling Ruppertsberger Reiterpfad 2019 ist ein karger, biozertifizierter Gesteins-Riesling. Würzig-kräutrig im Geschmack, mit frischen Anklängen von Steinobst und gelben Früchten – kernig und mineralisch im langen Nachhall.


Pfalz / Ruppertsberger Reiterpfad

Das Weingut Scheuermann liegt in der Pfalz. Die renommierte Lage Ruppertsberger Reiterpfad ist für ihre kargen, gesteinsgeprägten Böden bekannt, die kernige, mineralische Rieslinge mit Würze und Länge hervorbringen. Das Gut arbeitet biologisch (DE-ÖKO-039).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Der Ausbau betont die karge, gesteinsbetonte Stilistik mit würzig-kräutriger Aromatik und mineralischer Tiefe. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase würzig-kräutrig, mit frischen Anklängen von Steinobst und gelben Früchten. Am Gaumen kernig und mineralisch, mit klarer Frucht, präziser Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Pfalz, Ruppertsberger Reiterpfad (Deutschland); Weingut Scheuermann
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: gesteins- und mineralitätsbetont
Jahrgang: 2019

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Spirituosen

Valverde Liquore di Limone Zitronenlikör

Spirituose · Likör · Zitrone · Italien

Valverde Liquore di Limone ist ein italienischer Zitronenlikör, hergestellt aus frischem Zitronensaft, Alkohol und Zucker. Intensiver Zitronengeschmack mit einer dezenten Süße – pur, auf Eis oder als Schuss in den Prosecco. Der Sommer kann kommen!


Herkunft / Italien

Zitronenliköre im Stil des Limoncello gehören zu den beliebtesten Spezialitäten Italiens, besonders im sonnigen Süden. Der Liquore di Limone von Valverde stellt die frische Zitrone in den Mittelpunkt – ein sommerlich-spritziger Genuss.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus frischem Zitronensaft, Alkohol und Zucker. Der frische Saft sorgt für das klare, intensive Zitronenaroma, während der Zucker die dezente Süße beisteuert.

Im Glas

Leuchtendes Gelb. In der Nase intensive, frische Zitrone. Am Gaumen spritzig und fruchtig, mit klarer Zitronenfrucht, dezenter Süße und animierendem, frischem Abgang.

Pur und im Drink

Eisgekühlt genießen, am besten direkt aus dem Tiefkühlfach.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, als Schuss im Prosecco oder Sekt sowie in sommerlichen Cocktails und über Zitronensorbet.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Zitronenlikör (Liquore di Limone)
Zutaten: frischer Zitronensaft, Alkohol, Zucker
Geschmack: intensiv zitronig, dezent süß

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Abundillano 2018

Rotwein · Rioja Alavesa · Garnacha (Single Parcel)

Garnacha · Tempranillo · Malvasía Escondite del Ardacho · Abundillano Single Parcel DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) sandiger Kalk · 90–105 J. Reben ungeschönt & unfiltriert nur 1.333 Flaschen · 2018

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „El Abundillano" 2018 ist ein Rotwein, wie ihn die spanische Weinwelt so noch nicht im Glas hatte: Garnacha-dominiert, aus einer einzigen Parzelle mit rund 100 Jahre alten Reben. Er hat die Kraft eines wilden Priorat, ohne rosiniert oder überkonzentriert zu sein – ungeschminktes Terroir, intensivste Frucht und grandioses Finale.


El Abundillano – eine einzige alte Parzelle

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Der Abundillano stammt aus der sandigen, stark kalkhaltigen Parzelle gleichen Namens, bestockt mit 90 bis 105 Jahre alten Reben. Aus diesem kargen, alten Weinberg entsteht ein Wein von der Eleganz eines Garnacha aus Méntrida oder von Madrid – dabei aber farbintensiver, frischer und vollmundiger.

Jahrgang 2018 – Rioja

2018 war an der Rioja ein eher kühler, klassischer Jahrgang mit ausgewogener Reife und lebendiger Säure. Die Höhenlage mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische und die mineralische Prägung des sandigen Kalkbodens – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, zugänglichen Phase.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus hauptsächlich Garnacha mit ein wenig Tempranillo und Malvasía, Jahrgang 2018, trocken; von 90 bis 105 Jahre alten Reben aus der Einzelparzelle Abundillano.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und ungeschönt sowie unfiltriert abgefüllt. So bleibt das ungeschminkte Terroir der alten Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 1.333 Flaschen.

Im Glas

Farblich undurchdringlich, im Geschmack ein Korb voller reifer Früchte, insbesondere Himbeeren und Brombeeren. Laktische Noten gesellen sich dazu (Joghurt), sowie Lakritze, dunkle Schokolade und ein mineralischer Touch runden die Geschmacksfacetten ab. Er hat die Kraft wie ein wilder Wein aus dem Priorat, ohne dass er rosiniert, überreif oder zu konzentriert wäre. Ein minutenlanger Nachhall setzt diesem Rotwein noch die Königskrone auf!

Ein Korb voller reifer Himbeeren und Brombeeren, dazu laktische Noten, Lakritze, dunkle Schokolade und ein mineralischer Touch – Priorat-Kraft ohne Überreife, mit minutenlangem Nachhall.

Braucht noch viel Luft und sollte vor dem Genuss großzügig dekantiert werden. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzelparzelle Abundillano, Rioja Alavesa (Spanien); sandige, stark kalkhaltige Böden; 90 bis 105 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Cuvée aus hauptsächlich Garnacha mit Tempranillo und Malvasía (trocken)
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; 1.333 Flaschen

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