Schaumweine – Echte Weine oder nur ein Synonym?

Ein Getränk, welches die Welt erobert hat – Schaumwein. Oder ist doch alles nur Marketing?

In unserer modernen Welt gibt es mittlerweile unzählige Variationen an Schaumweinen. Der berühmteste von allen ist der Champagner. Doch eines haben sie alle gemeinsam – sie prickeln!

Zum Geburtstag, Weihnachten, zur Taufe oder einfach als Aperitif werden jährlich Millionen Flaschen Sekt getrunken und das nicht ohne Grund. Schaumwein suggeriert uns etwas Besonderes! 

Die wichtigsten Herstellungsmethoden

Traditionell

Schaumweine können auf unterschiedlichste Art produziert werden. Die traditionelle Methode oder auch „Méthode Champenoise“ ist dabei die berühmteste Herstellungsart. Nachdem die Trauben geerntet wurden, werden sie im Keller zu Grundwein vergoren. Viele Winzer vergären schon jetzt im Holzfass, um eine fülligere Textur zu erhalten. 

Merke: Trauben für die Schaumweinproduktion werden früher geerntet und haben dadurch weniger °Oechsle (Zuckeranteil in der Traube) und eine höhere Säure.

Ist der Grundwein fertiggestellt, wird dieser in Flaschen gefüllt. Hinzugegeben wird die sogenannte liquore de tirage, welche ein Gemisch aus Zucker, Hefe und Nährstoffen ist. Aufgrund dieser Fülldosage setzt in der Flasche eine zweite Gärung ein. Da das CO2 nicht entweichen kann, löst es sich im Wein und erzeugt damit das Sprudeln. Daraufhin werden die Flaschen in sogenannte Rüttelpulte oder auch „Pupitre“ gesteckt, was für eine waagerechte Position der Flaschen sorgt.

Ein regelmäßges Rütteln der Flaschen sorgt dafür, dass sich die Hefe unten am Kopfhals sammelt. Heute geschieht dies mechanisch in sogenannten Gyropaletten. Nach der zweiten Gärung sterben die übrigen Hefen ab und der Prozess der Hefeautolyse beginnt. Dabei lösen sich die Hefezellen im Wein auf und erzeugen so ein bestimmtes Geschmacksprofil: Biskuit, Toast und Butter sind Anzeichen für eine Hefeautolyse. Um die übrig gebliebene Hefe aus dem noch unfertigen Sekt zu bekommen, wird er degogiert. Dabei wird die Flasche senkrecht aufgestellt und der Kronkorken entfernt, wobei die Hefe aufgrund des CO2 Drucks aus der Flasche schießt. Nun wird der fehlende Wein mit liquore d´expedition (auch Dosage) aufgefüllt.

Diese Methode der Schaumweinherstellung ist in der Champagne Gesetz und wird weltweit angewendet, um die besten Stilistiken zu erlangen. Der einzige Nachteil sind die hohen Produktionskosten. Daher wenden viele Winzer die etwas einfachere Variante der Transfermethode an. 

Transfermethode

Die Transfermethode ist der traditionellen Methode sehr ähnlich. Bis zum Rütteln der Flaschen ist der Ablauf identisch. Allerdings werden die Flaschen nach dem Prozess in Drucktanks gegeben und die Hefe herausgefiltert. Jetzt wird wieder die liquore d´expedition hinzugefügt und der Schaumwein unter Druck abgefüllt. Diese Variante ist wesentlich günstiger und erzeugt trotzdem eine sehr gute Qualität.

Günstige Schaumweine werden durch Karbonisierung hergestellt. Dabei wird die Kohlensäure künstlich dem Grundwein zugesetzt. Diese Weine zeichnen sich durch einen sehr fruchtigen Charakter aus.

Geschützte Herkunftsgebiete

Die vier wahrscheinlich bekanntesten Schaumweine mit geschützter Herkunftsbezeichnung sind Champagner, Prosecco, Cremant und Cava. Jedoch sagen diese nicht immer etwas über die Qualität des Weines aus.

Französischer Schaumwein Nr.1: Champagner 

Die Champagne liegt östlich von Paris und ist der berühmteste Schaumweinproduzent weltweit. Da die Winzer aus der Champagne die ersten waren, welche sich ein gutes Konzept zur Vermarktung ihrer Schaumweine überlegten, wurden ihre Weine schnell international bekannt. Es dürfen sich nur jene Weine als Champagner bezeichnen, welche nachweislich aus der Champagne kommen, die traditionelle Flaschengärung und eine Perlage vorweisen können. Sowohl nach Europäischem Recht als auch mittlerweile international ist die Marke anerkannt und wird als Vorbild der hochwertigen Schaumwein Produktion gesehen. Die Hauptrebsorten sind Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier.

Französischer Schaumwein Nr. 2: Cremant

Als Cremants werden Weine außerhalb der Champagne innerhalb Frankreichs bezeichnet, welche eine traditionelle Flaschengärung durchlaufen. Allerdings sind die Herkunftsgebiete von Cremant gesetzlich eingegrenzt. So gibt es an der Loire, im Burgund oder auch im Elsass Gebiete zur Herstellung von Cremant. Diese müssen zusätzlich gesetzliche Forderungen erfüllen, um als Cremant vermarktet zu werden. Zum Beispiel muss Cremant mindestens ein Jahr lagern und 9 Monate auf der Hefe liegen.

Italienischer Schaumwein: Prosecco

Was früher die Rebsorte war, ist heute das geschützte Herkunftsgebiet. Bis Ende 2009 hieß die Rebsorte zur Produktion von dem heutigen Prosecco noch „Prosecco“. Seit Anfang 2010 muss die Rebsorte laut italienischem Weingesetz „Glera“ genannt werden. Der norditalienische Schaumwein kann sowohl nach traditioneller als auch nach dem Tankgärverfahren hergestellt werden. Diese Weine werden dann als Spumante vertrieben und haben einen höheren Anteil an Kohlensäure und Druck. Im Gegensatz ist ein Frizzante ein klassischer Perlwein, welcher durch das Imprägnierverfahren (Karbonisierung) hergestellt wird. Der CO2-Gehalt ist niedriger und verfliegt schneller nach dem öffnen der Flasche. Prosecco Frizzante unterliegt nicht der Sektsteuer, da zu wenig Druck auf der Flasche ist.

Spanischer Schaumwein: Cava

Schaumweine aus über 150 Gemeinden in Spanien dürfen unter dem Namen Cava vermarktet werden. Es gelten bei der Herstellung ähnliche gesetzliche Bestimmungen, wie beim Cremant. Die Traditionelle Flaschengärung und 9 Monate Hefelagerung sind ein Muss! Cava aus dem bekanntesten Gebiet Penedes ist also eine tolle Alternative zum vergleichsweise teuren Champagner.

Was macht einen guten Sekt aus?

Ein guter Sekt soll vor allem schmecken. Jeder kann individuell entscheiden, ob der Wein schmeckt oder nicht. Allerdings hat dies wenig mit der Qualität zu tun. Die Perlage darf nicht zu aggressiv sein, aber auch nicht zu leicht. Jene Schaumweine, die karbonisiert werden, haben eine sehr aufdringliche Perlage und verlieren diese schnell nach dem Öffnen der Flasche. Die feinsten „Perlen im Glas“ produziert der Winzer mit der traditionellen Flaschengärung

Das Spiel von Süße und Säure ist wohl die wichtigste Geheimzutat! Ein guter Schaumwein sollte als Aperitif vor dem Essen den Speichelfluss anregen. Dafür bedarf es einer gewissen Säure, welche den Speichelfluss aktiviert. Ein zu starkes Zusammenziehen der Schleimhaut deutet jedoch auf eine zu „scharfe Säure“ hin, welche nicht durch genügend Süße ausbalanciert wird. Das Geheimnis ist, die perfekte Balance zu kreieren und so dem Konsumenten eine immer gleichbleibende Qualität zu liefern. 

Apropos gleichbleibend…

Sowohl Nachteil als auch Vorteil ist das immer gleichbleibende Geschmacksprofil einer großen Schaumweinmarke. Sekt-Marken wie Moet, Dom Perignon, Krug, Ruinard, Rotkäppchen oder Freixenet (um nur einige wenige zu nennen) müssen immer gleiche Qualitäten und Geschmack abliefern, ansonsten würde sich der Endverbraucher beschweren. Nun, der Vorteil ist eine sichere Qualität, von welcher man nie enttäuscht wird. Allerdings lebt das Produkt Wein viel mehr von der Vielschichtigkeit, den Einflüssen des Terroirs, den Umgebungsbedingungen und der Handschrift des Winzers. All diese besonderen Merkmale sind bei vielen Schaumwein Marken nicht gegeben, da hohe Produktionsmengen im Fokus stehen. Also doch mehr Masse als Klasse?

Aus der Champagne kommen erstklassige Winzer- und Jahrgangschampagner, welche in kleinen Stückzahlen auf den Markt kommen. Tolle handgerüttelte Winzersekte aus Deutschland und Österreich finden ihren Weg in die besten Restaurants der Welt. Selbst tolle Terroir Cavas aus Penedes und Umgebung schaffen es am Ende, den Endverbraucher am Glas zu überzeugen. Wer jedoch ein stabiles Produkt kaufen möchte, welches sowohl in Spanien aber auch in Deutschland gleich schmeckt, bleibt lieber bei der Marke.

Schaumwein Stilistiken

Champagner Cuvée

Wer kennt sie nicht? Die berühmte Cuvée besteht aus den drei Hauptrebsorten der Champagne. Pinot Noir, Pinot Meunier (Schwarzriesling) und Chardonnay ergeben die perfekte Symbiose im Glas. Das Zusammenspiel aus Kraft, Säure und Frucht macht diese Cuvée nämlich so besonders. Der runde und weiche Chardonnay verleiht dem Sekt Eleganz, Frucht, Säure und Finesse, welche von einer abschließenden Länge begleitet wird. Pinot Noir sorgt für Körper und Struktur im Wein. Meunier sorgt zusätzlich für Kraft und Frucht.

Chardonnay

Reinsortige Chardonnay Sekte sind sehr elegant. Sie überzeugen am Gaumen nachhaltig durch ihre Länge und Finesse. Die besten Chardonnay Sekte beginnen an der vorderen Zunge mit Zitrusnoten, schmeicheln mit einer knackigen Säure und munden in einem langen Abgang.

Blanc de Noir

Wird nur aus roten Trauben erzeugt und weiß gekeltert. Diese Art von Sekten ist komplexer und fuchtiger. Das Körpergefühl ist deutlich intensiver und erinnert an rote Früchte.

Blanc de Blancs

Wird nur aus weißen Trauben erzeugt. Sie zeichnen sich durch Noten von Zitrus aus, welche elegant und schlank sind.

Moderne Stilistik des 20sten Jahrhunderts

Durch die Industrialisierung ist es selbst dem kleinen Winzer möglich, große Produktionsmengen in moderner und steriler Stilistik zu produzieren. Schon lange sind die großen Marken der bekanntesten Schaumweine der Welt keine Handschriften des Winzers mehr. Der moderne Mensch mag den Wein mit wenig Säure und viel Zucker, was dem Gaumen schmeichelt und leicht zu trinken ist.

Die Champagner und Cavas, welche in Deutschland am meisten verkauft werden, haben analytische Werte zur Grenze von “halbtrocken”. Die Trauben für solche Produkte werden nicht zu früh geerntet, um eine geringere Säure im Grundwein zu erreichen. Selbst die Perlage wirkt oft aggressiv und nicht gut eingebunden, um den Konsumenten ein perliges Gefühl auf der Zunge zu bieten.

Folgende Frage stellt sich: Wie kann ein Champagnerhaus 30 Millionen Flaschen in Top Qualität herstellen?

Gerne werden auch erdbeerige Rosé-Schaumweine produziert. Hauptsache, die Farbe stimmt bei 30° Grad Celsius auf der Terasse. Dabei wissen die meisten Konsumenten gar nicht, dass die Farbe aus der Schale der Rotweinbeeren kommt.

Unser Fazit:

Schaumweine in jeglicher Art, von Rosé bis Apfelschaumwein über Chardonnay Sekt und Perlschaumwein haben ihre Daseinsberechtigung! Obwohl jede Stilistik für sich steht und anders schmeckt, ist für jeden etwas dabei. Schaumweine gehören schon lange zu der Kategorie Wein und werden auch als solche anerkannt. Schaumweine erlangen Höchstpreise und sind in jeder Gastronomie zu finden, was sie zu einem unverzichtbaren Produkt in der Weinwelt macht. Der gute Sekt sollte vor allem schmecken und perlen!

Lassen Sie sich gerne bei uns im Laden zu dem perfekten Schaumwein für ihren besonderen Anlass beraten. Gerne können Sie Schaumweine auch  online kaufen unter: www.weine-feinkost.de 

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Weine

Marguet Le Parc 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Chardonnay · Brut Nature · Bio

Marguet Le Parc Grand Cru Brut Nature ist ein Einzellagen-Bio-Champagner aus 100 % Chardonnay aus einer 1,37 Hektar großen Parzelle in Ambonnay, bepflanzt 1982. Vinifiziert ohne Dosage und vollständig ohne zugesetzten Schwefel, zeigt er die eigenständige Handschrift von Benoît Marguet. Im Glas kraftvoll, tief und energiegeladen.


Ambonnay Grand Cru

Die Lage Le Parc liegt im Grand-Cru-Dorf Ambonnay (Montagne de Reims) auf rund 120 Metern Höhe, von Süd bis Nord exponiert. Die tiefgründigen sandigen Lehmböden mit Kreide in rund 1,80 Metern Tiefe prägen die salzige Spannung des Weins. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay aus der Einzellage Le Parc. Er wird ohne Dosage und vollständig ohne zugesetzten Schwefel vinifiziert – eine kompromisslose, naturnahe Handschrift.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase expressiv: gelbes Obst, kandierte Zitrusfrüchte, frischer Pfirsich und Mandeln, dazu würzige Nuancen von Nelke, Ingwer und Pfeffer mit einem leicht scharfen Profil. Am Gaumen kraftvoll, tief und nahtlos, zugleich rassig und energiegeladen, getragen von klarer Säure und feiner salziger Spannung. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, edler Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel.


Lage: Le Parc, Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne); sandiger Lehm über Kreide, 120 m
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: 100 % Chardonnay, ohne Dosage, ohne zugesetzten Schwefel

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Whisky

J & A Mitchell & Co Hazelburn 21 Jahre 46 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Campbeltown · Schottland

Hazelburn 21 Jahre ist eine seltene, lange gereifte Abfüllung des ungetorften, dreifach destillierten Single Malts der Springbank-Destillerie (J & A Mitchell & Co) aus Campbeltown. 21 Jahre Reife verleihen ihm Tiefe und große Geschmeidigkeit – weich, reif und ohne Rauch.


Herkunft

Springbank in Campbeltown auf der Kintyre-Halbinsel ist die älteste unabhängige, familiengeführte Destillerie Schottlands (gegründet 1828, J & A Mitchell & Co) und mälzt ihre Gerste selbst. Hazelburn ist die ungetorfte und dreifach destillierte der drei Marken des Hauses – der mildeste, weichste Stil.

Destillation und Reifung

Aus ungetorftem Malz und dreifach destilliert, was dem Hazelburn seinen besonders weichen, reinen Charakter verleiht. Diese 21 Jahre gereifte Abfüllung entstammt einer sorgfältigen Auswahl von Bourbon- und Sherryfässern (Zusammensetzung je Jahrgang) und wird ohne Farbstoff abgefüllt.

Im Glas

Goldbernstein. In der Nase reife Frucht, Honig, Nuss und feine Sherrywürze. Am Gaumen vollmundig und seidig, mit Dörrobst, Karamell, Schokolade und Backgewürz – ohne Rauch. Langer, eleganter Abgang mit großer Reife.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltener, lange gereifter Campbeltown-Malt für besondere Momente – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Campbeltown (Schottland); Destillerie Springbank
Art: Single Malt Whisky – Hazelburn (ungetorft, dreifach destilliert)
Reifung: 21 Jahre, Bourbon- und Sherryfässer

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USA

Epiphany Rodney´s Vineyard Petite Sirah 2017

Rotwein · Santa Barbara County · Petite Sirah

Petite Sirah Santa Barbara County Rodney's Vineyard Santa Ynez Valley Kalifornien 2017 15,00 % vol

Der Epiphany Rodney's Vineyard Petite Sirah 2017 ist ein tiefdunkler, kraftvoller Kalifornier von der „beautiful earth" Santa Barbaras – Waldbeeren, Cassis, Rauch und Teer über stoffigen, mürben Tanninen. Einer jener Weine, die fast alles schlagen, was es in Europa für unter 50 Euro gibt.


Epiphany Cellars – Rhône-Spezialist aus Santa Barbara

Epiphany Cellars wurde im Jahr 2000 von Eli Parker gegründet, dem Sohn der kalifornischen Schauspieler- und Winzerlegende Fess Parker – als Spielwiese für seine Leidenschaft für Rhône-Sorten wie Syrah, Viognier und Petite Sirah. Seit 2007 zeichnet Kellermeister Blair Fox für die Weine verantwortlich. Epiphany gilt heute als eine der führenden Adressen der Region für rhônegeprägte und „esoterische" Rebsorten.

Die Trauben stammen zu 100 % aus Rodney's Vineyard auf der Fess-Parker-Home-Ranch im Santa Ynez Valley (Santa Barbara County). Es ist eine der wenigen Petite-Sirah-Lagen der Region: Sie greift kühle Einflüsse der nahen Küste auf, behält aber genug Wärme, um vollreif zu werden – genau die Kombination, die diesem Wein Tiefe und Frische zugleich gibt. Der Weinberg ist SIP-zertifiziert (Sustainability in Practice).

Jahrgang 2017 – Santa Barbara County

2017 war an der kalifornischen Central Coast ein warmer Jahrgang, der vollreife, konzentrierte Rotweine hervorbrachte. Bei der ohnehin tieffarbigen, kraftvollen Petite Sirah ergibt das einen Wein von intensiver, dunkler Frucht und satter Struktur – im Stadium der jugendlichen Fruchtdominanz, aber bereits mit weichen, zugänglichen Tanninen.

Ausbau

Reinsortige Petite Sirah aus dem Jahrgang 2017, 15,00 % vol.

Reife über rund 21 Monate in französischer Eiche, davon etwa 17 % neu. Petite Sirah – ursprünglich als Durif aus der Rhône stammend – ist für ihre tintige Farbe, feste Tannine und kraftvolle Frucht bekannt und ein fester Bestandteil des Epiphany-Sortiments.

Im Glas

Waldbeeren, Cassis, Rauch und Teer, stoffige Tannine und eine süßliche Blaubeer-Vanillenote erinnern zusammen mit einer ganz dezenten Rauchigkeit an die ganz großen Weine im Stadium der jugendlichen Fruchtdominanz. Mit fast fünf Jahren ist der Wein noch jung genug, um einen damit zu flashen – und reif genug, dass die Tannine schon surfbar sind, sprich: weich und mürbe. Hier liegt null Schotter auf der Piste.

„Probieren und schwelgen. Wahnsinn, wie der läuft. Genau wegen solcher Weine von der ‚beautiful earth' Kaliforniens habe ich mal mit dem Import begonnen." — Martín Apell

Muss man probiert haben – und schlägt immer noch fast alles, was man für unter 50 Euro in Europa bekommt. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Schmorfleisch und Short Ribs, zu Burgern und Grillgerichten mit dunkler Würze, zu Chili con Carne sowie zu gereiftem Gouda oder Blauschimmelkäse.


Lage: Santa Barbara County, Rodney's Vineyard, Fess-Parker-Home-Ranch, Santa Ynez Valley (Kalifornien, USA); SIP-zertifiziert
Klassifikation: Santa Barbara County AVA, Petite Sirah (trocken)
Ausbau: 100 % Petite Sirah; ~21 Monate französische Eiche (~17 % neu); nachhaltig (SIP)

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Länder/Regionen

La Baume Cabernet Sauvignon Les Thermes

Rotwein · Cabernet Sauvignon · Languedoc · Frankreich

Domaine de la Baume Les Thermes Cabernet Sauvignon ist ein kräftiger Rotwein aus dem Languedoc in Südfrankreich. Im Farbspiel ein dunkles Rubinrot, mit kräftiger Nase von frischen und gereiften schwarzen Früchten. Im Glas gut strukturiert, mit strammen Tanninen und schöner Länge.


Languedoc

Die Domaine de la Baume liegt im Languedoc in Südfrankreich. Das warme, mediterrane Klima und die vielfältigen Böden bringen reife, kräftige Weine hervor. Der Wein trägt die Bezeichnung Pays d'Oc.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Cabernet Sauvignon. Der Ausbau im Holzfass verleiht ihm holzige Noten, Kaffeearomen und eine gut strukturierte Tanninstruktur.

Im Glas

Dunkles Rubinrot. Kräftige Nase von frischen und zugleich gereiften schwarzen Früchten wie Brombeeren und Johannisbeeren, verbunden mit holzigen Noten und Aromen von Kaffeebohnen. Am Gaumen frische schwarze Früchte mit Johannisbeernote, gefolgt von einem gut strukturierten Finish mit strammen Tanninen. Schöne Länge im feinen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, Grillfleisch und gereifter Käse.


Lage: Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cabernet Sauvignon
Ausbau: Cabernet Sauvignon, Holzfassreife

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Weine

Cazé-Thibaut Jossias 2021 Brut Nature BIO

Champagne · Vallée de la Marne · Blanc de Noirs Millésime

100 % Pinot Noir Vandières · Rive Droite 2021 Blanc de Noirs Brut Nature 1.033 Flaschen Bio-zertifiziert

Der Champagne Cazé-Thibaut Jossias 2021 ist ein Blanc de Noirs aus einer einzelnen Pinot-Noir-Parzelle in Vandières im Vallée de la Marne. Fabien Cazé bewirtschaftet den Familienbetrieb in Châtillon-sur-Marne in zehnter Generation und füllt seit 2013 selbst ab; Jossias ist seine Parzellencuvée aus dem Südosthang. Vom Jahrgang 2021 blieben 1.033 Flaschen – die Zahl erzählt das Jahr genauer als jede Beschreibung.


Jossias – Südosthang in Vandières

Vandières liegt an der rechten Marne-Seite, rund zwanzig Kilometer westlich von Épernay. Die Gemeinde bringt 239,3 Hektar Rebfläche in die Appellation, davon 169,7 Hektar Meunier, nur 45,9 Hektar Pinot Noir und 23,7 Hektar Chardonnay. Pinot Noir ist hier also die Ausnahme, nicht die Regel – wer ihn pflanzt, muss die Lage dafür haben.

Die Parzelle Jossias ist nach Südosten exponiert und fängt die Morgensonne, während die Nachmittagshitze abnimmt. Über einer Auflage aus Ton und Kalkstein liegt die Kreide tiefer als an der Côte des Blancs; der Ton hält Wasser und gibt dem Pinot Noir Substanz, der Kalkanteil hält die Säure fest. Diese Kombination erklärt, warum der Wein Struktur zeigt, ohne breit zu werden.

Der Hang der Rive Droite ist steiler und zergliederter als die gegenüberliegende Talseite, das Vallée de la Marne ist hier ein Flickenteppich kleiner Parzellen. Cazé bearbeitet die Böden mechanisch, hackt und kratzt statt zu spritzen; Herbizide und synthetische Pflanzenschutzmittel sind seit der Bio-Zertifizierung 2018 ausgeschlossen. Von Rebschnitt bis Lese läuft die Arbeit von Hand.

Jahrgang 2021 – Vallée de la Marne

2021 traf die Champagne von zwei Seiten. Zwischen dem 6. April und dem 3. Mai brachten zwölf Frostnächte rund 30 Prozent des Ertragspotenzials zu Fall. Danach folgte ein kühler, dauernasser Sommer: Am 14. bis 16. Juli fielen 115 Millimeter Regen innerhalb von drei Tagen, echter und falscher Mehltau kosteten weitere 25 bis 30 Prozent, Hagel beschädigte rund 500 Hektar. Das Vallée de la Marne mit seinen feuchteren Talböden und dem späten Reifeverlauf stand dabei unter besonderem Druck – biologisch bewirtschaftete Parzellen am stärksten, weil jeder Niederschlag die Arbeit zurücksetzte.

Gelesen wurde vom 6. bis 27. September, mit strenger Selektion am Stock. Die Mostgewichte fielen niedrig aus, die Säurewerte hoch. Was blieb, war wenig und musste gesund sein: 1.033 Flaschen aus der Parzelle Jossias. 2021 ist im Marnetal kein Jahrgang der Fülle, sondern einer der Schärfe – Pinot Noir gerät hier schlanker, geradliniger und deutlich säurebetonter als in warmen Jahren.

Assemblage und Ausbau

100 % Pinot Noir aus der Parzelle Jossias, Jahrgang 2021, weiß gekeltert und ohne Reserveweine ausgebaut – ein reiner Parzellen-Millésime. Der Most vergärt spontan mit weinbergseigenen Hefen, kühl und langsam; der biologische Säureabbau wird nicht erzwungen, sondern dem Wein überlassen.

Der Ausbau läuft in gebrauchten Fässern von 228 bis 350 Litern, drei bis sechs Jahre alt – Holz als Sauerstoffregler, nicht als Aromaquelle. Es wird weder geschönt noch filtriert. Nach der Füllung reifte der Wein mehrere Jahre auf der Feinhefe. Die Dosage entscheidet Fabien Cazé blind und hält sie bei Brut Nature: Bei der Säure dieses Jahrgangs ist das eine Entscheidung gegen die Abpolsterung. 12,5 % vol.

Im Glas

Strohgelb mit kupfrigem Schimmer, feine und anhaltende Perlage. In der Nase roter Apfel, Walderdbeere, Zitronenschale, dahinter süße Gewürze und die Hefewürze der langen Reife – Brioche, geröstete Nuss. Am Gaumen trocken und straff: feste Säure, salzige Mineralität aus dem Kalkanteil, dazu die Fleischigkeit, die nur Pinot Noir liefert. Der Abgang bleibt schmal und lang, mit einem Nachhall von Zitrusschale.

Blanc de Noirs aus einem Jahr mit 1.033 Flaschen Ausbeute – hier steht kein Reservewein zwischen dem Jahrgang und dem Glas.

Bei 10 bis 12 Grad servieren, im Weißweinglas statt in der Flöte. Nach zwanzig Minuten Luft tritt die rote Frucht deutlicher hervor und die Hefenote weicht zurück. Trinkreif ab sofort; die Säurestruktur des Jahrgangs trägt die Flasche gut bis 2033.

Am Tisch

Gebratener Zander, Steinbutt mit brauner Butter, Jakobsmuschel, Kalbsbries. Ebenso zu Bresse-Huhn mit Rahmsauce, luftgetrocknetem Schinken oder gereiftem Comté. Der Wein hat genug Körper für einen Hauptgang und verträgt Röstaromen – als reiner Aperitif bleibt die Hälfte davon ungenutzt.


Produzent Cazé-Thibaut, Châtillon-sur-Marne
Rebsorte 100 % Pinot Noir
Lage Parzelle Jossias, Vandières · Vallée de la Marne Rive Droite
Klassifikation Blanc de Noirs Millésime · Parzellencuvée
Jahrgang 2021
Vinifikation Weiß gekeltert · Spontangärung · Malo nicht erzwungen · ungeschönt · unfiltriert
Ausbau Gebrauchte Fässer 228–350 l · mehrjähriges Hefelager
Dosage Brut Nature
Trinkreife 2026–2033
Auflage 1.033 Flaschen
Bewirtschaftung Bio-zertifiziert seit 2018 (FR-BIO-01)

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Rebsorten

En Coteaux Pinot Noir by Jeff Carrel

Wein · Rotwein · Pyrenäen · Frankreich

Jeff Carrel Pinot Noir En Coteaux ist ein Pinot Noir von alten Reben am Fuße der Pyrenäen. Klare, reife Frucht von Veilchenpastillen, Kirsche, Walderdbeeren und Wiesenkräutern, mit leichtem Schmelz, zarter Säurestruktur und einer charaktervoll-wilden Art am Gaumen.


Pyrenäen / Südfrankreich

Jeff Carrel ist ein renommierter Winzer und Négociant aus dem Süden Frankreichs. Für diesen Pinot Noir hat er am Fuße der Pyrenäen in Hanglagen („en coteaux") auf 220 bis 254 Höhenmetern ein Stück Land mit alten Reben gefunden. Die Höhenlage und Kühle bringen einen Pinot von erstaunlicher Frische und Finesse hervor.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinot Noir von alten Reben. Der Ausbau betont die klare, reife Frucht und die feine Struktur der Burgundersorte, ohne sie mit Holz zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase Veilchenpastillen, Kirsche, Walderdbeere und Wiesenkräuter. Am Gaumen saftig und vielschichtig, mit leichtem Schmelz, zarter Säurestruktur und einer charaktervoll-wilden Note; mit Luft kommt eine weiche, runde Art hinzu.

Am Tisch

Am besten leicht gekühlt bei 14–16 °C aus einem großen Burgunderglas genießen.

Passt zu: leichteren Speisen, Geflügel, gebratenem Fisch, Pilzgerichten und mildem Käse.


Lage: Hanglagen am Fuße der Pyrenäen (220–254 m), Südfrankreich; Jeff Carrel
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – 100 % Pinot Noir, trocken
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau (alte Reben)

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Weine

Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2022 BIO

Weißwein · Nackenheim (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lagen)

Riesling Nackenheim VDP.Aus Ersten Lagen Kühling-Gillot Roter Hang · Nackenheim roter Tonschiefer (Rotliegendes) große alte Stückfässer · langes Hefelager BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Kühling-Gillot Nackenheim Riesling 2022 ist ein Prototyp des Rieslings vom Roten Schiefer. Von der Tonschieferbank, die in Nackenheim an die Oberfläche tritt – kristallklar, würzig und tief.


Nackenheim – wo die Tonschieferbank an die Oberfläche tritt

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang (DE-ÖKO-006). Der Rote Hang ist von der namensgebenden Tonschieferbank geprägt, die in Nackenheim an die Oberfläche tritt, bevor sie südlich von Nierstein wieder verschwindet.

In diesem kurzen Abschnitt wachsen nicht nur die berühmten Rieslinge der historischen Großen Lagen, sondern auch der Riesling der Ersten Lage Nackenheim: auf 90 bis 140 Metern, mit einer Neigung von 75 bis 120 % und einem Boden aus rotem Tonschiefer. Der Wein ist ein Prototyp für diese einzigartige Gesteinsformation, die den Roten Hang zu internationaler Größe führte.

Jahrgang 2022 – Roter Hang (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der rote Tonschiefer bewahrte steinige Würze, Klarheit und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen aus Nackenheim, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer des Roten Hangs.

Nach der Handlese wird der Wein in großen, alten Stückfässern mit langem Hefelager ausgebaut, was ihm Fülle und elegante Cremigkeit verleiht. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kristallklarer Riesling vom Roten Schiefer: gelbe Frucht und Zitrus, dazu Sommerkräuter, tabakige Anklänge und eine ausgeprägte, rauchig-steinige Würze. Am Gaumen klar und tiefgründig, mit lebendiger Säure, feiner Cremigkeit aus dem langen Hefelager und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe Frucht und Zitrus über Sommerkräutern, tabakigen Anklängen und rauchig-steiniger Würze – klar und tiefgründig, mit lebendiger Säure, feiner Cremigkeit und langem, würzig-mineralischem Nachhall.

Ein kristallklarer, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Kräutern und Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Nackenheim (VDP.Aus Ersten Lagen), Roter Hang, Rheinhessen; 90–140 m, 75–120 % Neigung; roter Tonschiefer (Rotliegendes) an der Oberfläche
Klassifikation: Riesling, VDP.Aus Ersten Lagen, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, Ausbau in großen alten Stückfässern mit langem Hefelager; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett # 03 2025 Magnum

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Kabinett #03 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % Magnum 1,5 l · 2025

Der Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett #03 2025 in der Magnum stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (#03) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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