Desde 1911 – Madrid – Spanien

Das Madrider Restaurant Desde 1911 wurzelt in einer langen Familiengeschichte, die eng mit der Tradition des handwerklichen Fischfangs verbunden ist. Die Gründer María Juliana Azpiroz und Evaristo Garcia stammen aus Familien, die in Madrid für ihren Respekt vor dem Meer und die Beschaffung von allerbesten Fisch- und Krustentierqualitäten bekannt waren. Ihr Erbe wird von ihren Kindern Norberto, Marta, Diego und Paloma weitergeführt und ehrt die Vorfahren, die Madrid zur Hauptstadt für frischen Fisch und Meeresfrüchte in Spanien machten.

Die Geschichte reicht zurück bis zu den Maultiertreibern der Maragatería-Region, die im 19. Jahrhundert den Handel zwischen der Küste und dem Inland förderten und es den Madrilenen ermöglichten, frischen Fisch zu genießen. Trotz der Herausforderungen durch Banditentum und die harten Bedingungen revolutionierten ihre innovativen Methoden zur Kühlung von Fisch den Handel und legten den Grundstein für Madrids Ruf als „Seehafen des Landes“.

Der Wandel kam mit der Eisenbahn im 19. Jahrhundert, die die Ära der Maultiertreiber beendete. Viele ließen sich in Madrid nieder, darunter die Vorfahren von Evaristo Garcia, die als Fischhändler erfolgreich waren. Evaristo selbst setzte diese Tradition fort, arbeitete hart in den Straßen von Madrid und knüpfte wichtige Beziehungen in der Gastronomie, bevor er die Leitung von „Pescaderías Coruñesas“ – dem wohl bekanntesten und besten Fischhändler Madrids – übernahm. Parallel dazu pflegte die Familie Azpiroz eine lange Tradition im Aalfang und wurde zu Evaristos bevorzugtem Lieferanten. Diese Verbindung und die gemeinsame Leidenschaft für Meeresfrüchte führten schließlich zur Gründung des Desde 1911 im Jahr 2023.

Und diese Restaurant Neueröffnung hat in Madrid eingeschlagen wie eine kulinarische Superbombe. Materia Prima, also die besten der besten Lebensmittel, sind das Leitkonzept in diesem neuen Tempel des absoluten Genusses. Schonend und mit passenden Produkten kombiniert, werden feine Saucen hinzugefügt – und mehr ist nicht nötig. Das ist respekteinflößend frisch und auf den Punkt gekocht. Das Desde 1911 hat sich zurecht als Tempel der allerbesten lukullischen Genüsse etabliert.

Zur Begrüßung wird im eigenen Haus geräucherter und hauchdünn aufgeschnittener Bio-Lachs mit Schwarzbrot serviert.
Anschließend folgen köstliche Muscheln in einer Fischsuppe, als weiterer Gruß aus der Küche.
Dann werden die heute in der Menüfolge verarbeiteten Produkte einzeln präsentiert und erklärt. Eine Produktpräsentation vom Allerfeinsten.
Sauerteigbrot wie man es sich bei jedem Bäcker wünschen würde.
Das Menü startet zur Gaumenreinigung mit einer marinierten Birne.
Junge Erbsen, Garnelen und Seeigel. Der persönlich beste Gang des Abends. Weltklasse!
Hummer Salat.
Seegurke, Morchel, Reis, Rosen.
Bressehuhn und rote Garnele auf einer Fleischsaucen Reduktion.
Tintenfischnudeln Carbonara ...
… mit schwarzem Trüffel. Ein Mega Gang!
Der Fisch des Tages: Seebarsch.
Junges, frisches, leicht blanchiertes Gemüse.
Der Seebarsch auf der Haut gegrillt.
Der Käsewagen.
Blauschimmelkäse aus Galizien, Vacherin Mont-d’Or, Comté.
Der Schokoladen Trolley.
Und der Dessert Wagen.
Baba au rhum mit Mascarpone-Chantilly.
Ananas, Mango und Passionsfrucht.
Petit Fours ...
... und Schokolade.

Desde 1911, Calle del Vivero, 3, Moncloa – Aravaca, 28040 Madrid, Spanien, Telefon: +34 915 45 72 86, https://desde1911.es/

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Frankreich

Domaine Latour-Giraud Meursault Charmes 1er Cru 2022

Weißwein · Meursault Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Meursault · 1er Cru Les Charmes unter Genevrières & Perrières · Südhang Côte de Beaune 2022

Der Meursault Charmes 1er Cru 2022 der Domaine Latour-Giraud stammt aus einer der größten und bekanntesten Premier-Cru-Lagen von Meursault. Ein Chardonnay von kraftvoller Eleganz – mit Tiefe, Struktur und mineralischer Finesse, getragen von einem Spannungsbogen aus Frische und Fülle.


Les Charmes – Premier Cru in Meursault

Les Charmes gehört zu den größten und bekanntesten Premier Crus von Meursault und steht sinnbildlich für die kraftvolle Eleganz, die die Meursault-Weine weltberühmt gemacht hat. Die Parzelle liegt am sanften Südhang unterhalb der Toplagen Genevrières und Perrières. Die kalkhaltigen, teils steinigen und gut durchlässigen Böden zwingen die Reben zu tiefem Wurzelwachstum – ideal für Weine mit Tiefe, Struktur und mineralischer Finesse.

Das Mikroklima mit viel Morgensonne und kühleren Nachmittagen sorgt für eine langsame, gleichmäßige Reife. Besonders begehrt ist der höher gelegene Teil (Les Charmes-Dessus). Die Domaine Latour-Giraud zählt zu den renommierten Adressen von Meursault.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Energie – die Grundlage für den Spannungsbogen dieses Meursault Charmes.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Eichenfass, im Stil des Guts – mit maßvollem Holzeinsatz, der Tiefe und feine Würze gibt, ohne Frucht und Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Helle gelbe Frucht, Haselnuss und ein Hauch Honig über Zitrus und steiniger Mineralität. Am Gaumen voll und cremig, zugleich frisch und präzise, mit einer langen, mineralischen Linie und aromatischer Komplexität.

Gelbe Frucht, Haselnuss und Mineralität über cremiger Fülle und klarer Frische – kraftvolle Eleganz aus Meursault.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Charmes (1er Cru), Meursault (Côte de Beaune); Südhang unterhalb Genevrières & Perrières, kalkig-steinig, gut durchlässig
Klassifikation: Meursault Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Weine

Mont Baudile Orimos Grande Reserve

Rotwein · Cuvée · Languedoc · Frankreich

Fonjoya Mont Baudile Orimos Grande Réserve ist eine trockene Rotwein-Cuvée aus dem Languedoc in Südfrankreich. Die Komposition aus Syrah, Grenache und Mourvèdre ist ein Gaumenschmeichler – mit einem Duftstrauß roter Beeren, vollmundig und weich am Gaumen.


Mont Baudile

Die Cuvée trägt die Herkunft IGP Mont Baudile im Hérault, im nördlichen Languedoc zwischen dem Larzac-Plateau und der Ebene. Fonjoya ist ein südfranzösisches Winzerkollektiv, das in dieser sonnenverwöhnten Mittelmeerregion klassische und moderne Weine erzeugt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Syrah, Grenache und Mourvèdre – die klassische südfranzösische Rebsortentrias. Der Orimos wird aus selektioniertem, vollreifem Lesegut gewonnen: Die Syrah bringt die Würze, die Grenache die Frucht und die Mourvèdre einen Hauch Exotik und Schokoladennoten.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase ein Duftstrauß roter Beeren. Am Gaumen vollmundig und weich, mit reifer Frucht, feiner Würze und schokoladigen Anklängen. Lang, schmeichelnd und rund im Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein zugänglicher, fruchtbetonter Südfranzose zu herzhafter, mediterraner Küche.

Klassische Begleitung: gegrilltes Fleisch, Lamm, Schmorgerichte und Hartkäse.


Lage: Mont Baudile, Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: IGP Mont Baudile – Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: aus selektioniertem, vollreifem Lesegut

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Weine

Richard Östreicher Spätburgunder Rosen 2022 BIO

Rotwein · Franken · Pinot Noir (Spätburgunder)

Pinot Noir Franken Sommerach · Rosen burgundische Klone Muschelkalk Pièce (228 l) Bio (Naturland) 2022

Der Richard Östreicher Spätburgunder Rosen 2022 ist ein heller, sinnlich-eleganter Bio-Pinot aus der Muschelkalk-Gewanne Rosen – von burgundischen Klonen, mit dezenten Veilchen, Walderdbeeren, viel Erde und straffem Gerbstoff. Elegant, vibrierend, lang und tief.


Rosen – die „rote Diva" auf Muschelkalk

Das kleine, feine Bio-Gut von Richard Östreicher und Kerstin Richter-Östreicher in Sommerach (Franken) zählt zu den spannendsten Adressen für deutschen Pinot Noir. Jeder Wein reflektiert das spezielle Terroir der Weingärten, insbesondere die Muschelkalkböden, die ihm seinen unverkennbaren Charakter verleihen. Im Jahrgang 2022 haben die beiden noch einmal eine qualitative Schippe draufgelegt.

Am Ufer des Altmains liegt die alte Gewanne „Rosen" mit ihrem Muschelkalkgesteinsboden und wasserdurchlässiger Sandauflage. Kleine, lockerbeerige Pinot-Noir-Trauben sind das Geheimnis dieser kleinen Parzelle in der Lage Sommeracher Katzenkopf. Die Ursprungsklone der Reben stammen aus dem Burgund – und das, was Richard Östreicher daraus im Keller zaubert, grenzt an Magie.

Jahrgang 2022 – Franken

2022 gilt als außergewöhnliches Jahr für den Pinot Noir, die „rote Diva", die für ihre Eleganz, Tiefgründigkeit und hohe Qualität weltweit geschätzt wird. Der Jahrgang bot optimale Bedingungen für die Pinots der Östreichers: Jeder Wein zeigt seinen einzigartigen Ausdruck – ob aus dem traditionsreichen Weinberg Hallburg oder den Parzellen Rosen und Katzenkopf. Elegant, vibrierend, lang, tief und sinnlich gehören diese Pinot Noirs zu den besten ihrer Art.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir (Spätburgunder) aus dem Jahrgang 2022, trocken.

Der sorgfältige Ausbau in Pièces, den 228-Liter-Eichenfässern aus dem Burgund, trägt zur außergewöhnlichen Balance bei und verleiht dem Wein zusätzliche Tiefe und Struktur. Die Handschrift des weinverrückten Ehepaars ist in jedem Schluck spürbar – von der sorgfältigen Pflege der Reben bis zur präzisen Verarbeitung der Trauben. Biologischer Anbau (Naturland), DE-ÖKO-006.

Im Glas

Sinnlichkeit und pure Eleganz bei gleichzeitig sehr heller Farbgebung sind die Markenzeichen des Rosen. Dezente Veilchen, Walderdbeeren, jede Menge Erde und noch straffe Gerbstoffe prägen ihn; Länge und Tiefe sind seine Hauptattribute. Keine Süße, total ungeschminkt – ein Pinot Noir von unverwechselbar fränkischem Charakter.

Sinnlichkeit, pure Eleganz, helle Farbe – Länge und Tiefe, total ungeschminkt.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit großem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel (Reh, Ente, Taube), zu Kalb und Lamm, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu mittelreifem Weichkäse.


Lage: Franken, Sommerach, Gewanne Rosen (Lage Sommeracher Katzenkopf, Deutschland); Muschelkalk mit wasserdurchlässiger Sandauflage; burgundische Klone
Klassifikation: Franken, Pinot Noir (Spätburgunder), trocken
Ausbau: Pinot Noir; Ausbau in Pièces (228-l-Eichenfässer aus dem Burgund); biologisch (Naturland), DE-ÖKO-006

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Spanien

Jade Gross Chiguita 2023

Weißwein · Rioja · Tempranillo Blanco / Garnacha Blanca / Viura

Tempranillo Blanco / Garnacha Blanca / Viura DOCa Rioja Jade Gross 6 Monate Feinhefe (500-l-Fass) nur 3.900 Flaschen 2023

Der Jade Gross Chiguita Blanco 2023 ist eine vielschichtige Weiß-Cuvée, die an eine Mischung aus einem erstklassigen weißen Hermitage und einem Grand-Cru-Burgunder erinnert – voller Körper, reife Frucht und ein leicht rauchiger Abgang. Einzigartig, köstlich, großartig.


Chiguita Blanco – drei Sorten, mehrere Lagen

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Cuvée vereint Tempranillo Blanco und Garnacha Blanca, die auf eisenhaltigem Lehmboden im Alto-de-Najerilla-Tal wachsen, sowie Viura von kalkhaltigem Lehmboden in Labastida und San Vicente de la Sonsierra. Aus dem Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Terroirs entsteht die besondere Tiefe und Vielschichtigkeit des Weins.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo Blanco, Garnacha Blanca und Viura, Jahrgang 2023, trocken.

Die Lese fand zwischen dem 12. und dem 14. September 2023 statt. Die ganzen Trauben wurden direkt gepresst, fermentierten und reiften dann weitere sechs Monate in französischen 500-Liter-Eichenfässern auf der eigenen Hefe. Gesamtproduktion: 3.900 Flaschen.

Im Glas

Der Wein erinnert an eine Mischung aus einem erstklassigen weißen Hermitage und einem Grand-Cru-Burgunder. Aromen von reifem Apfel, saftigem Pfirsich, Felsenbirne und Brioche, ergänzt durch frischen Kräutergarten, prägen den vollen Körper und den leicht rauchigen Abgang. Die klare Säure verleiht dem Wein Frische und Klarheit.

Wie weißer Hermitage trifft Grand-Cru-Burgunder – einzigartig, köstlich, großartig.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja (Spanien); Tempranillo Blanco und Garnacha Blanca aus dem Alto-de-Najerilla-Tal (eisenhaltiger Lehm), Viura aus Labastida und San Vicente de la Sonsierra (kalkhaltiger Lehm)
Klassifikation: DOCa Rioja blanco (trocken); nur 3.900 Flaschen
Ausbau: Ganztraubenpressung, Gärung und 6 Monate Reife auf der eigenen Hefe in französischen 500-l-Fässern; handwerklich

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Rebsorten

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Lügle Weißer Burgunder 2023 ist ein Pinot Blanc vom Weingut H.P. Ziereisen in Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Handwerklich konsequent vinifiziert – Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate Reife im großen Holzbehälter, Abfüllung ohne Filtration – ein Weißburgunder mit Substanz und klarer Herkunft.


Baden / Oberrhein

Das Weingut Ziereisen liegt in Efringen-Kirchen im südlichsten Zipfel Badens, unmittelbar am Dreiländereck D/F/CH. Die Weinberge profitieren vom kontinentalen Einfluss des Rheintals und von burgundisch geprägten Böden – Kalk und Lösslehm dominieren die Lagen rund um den Isteiner Klotz. Der Wein trägt die Bezeichnung Landwein Oberrhein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißem Burgunder (Pinot Blanc). Die handgelesenen Trauben wurden in der Korbpresse schonend gepresst; die Gärung erfolgte spontan mit traubeneigenen Hefen im großen traditionellen Holzbehälter. Nach 20 Monaten Hefelager wurde der Wein ohne Filtration abgefüllt – ein kleines natürliches Depot in der Flasche ist daher möglich. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Die Nase zeigt reife Birne, weißen Pfirsich und einen dezenten Ton von frischem Brotteig – typisch für den langen Hefekontakt. Am Gaumen dicht und vollmundig, mit klarer Säure, die dem Holzausbau Frische entgegensetzt. Der Abgang ist lang, mineralisch und leicht nussig.

Am Tisch

Ab sofort trinkbereit, entwickelt sich im Keller jedoch bis mindestens 2030 positiv. Vor dem Servieren 30 Minuten dekantieren oder im Glas öffnen lassen; bei 10–14 °C servieren.

Passt zu: Kalbsbries, Steinbutt, Jakobsmuscheln, reifem Comté sowie asiatisch inspirierten Gerichten mit Kokosmilch.


Lage: Baden, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Deutschland); Weingut H.P. Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Weißer Burgunder (Pinot Blanc), trocken
Ausbau: Korbpresse, Spontangärung, 20 Monate großes Holz, unfiltriert
Jahrgang: 2023

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Rebsorten

Keller Riesling von der Fels 2024

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen von der Fels Kalkstein / Grosse Lagen trocken 2024

Der Keller Riesling von der Fels 2024 ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und eigentlich auch schmecken sollte. Hier trifft Frische auf Rasse, Kraft auf Mineralität und feinste Spannung.


Von der Fels – Kalkstein aus den Grossen Lagen

Das Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim zählt unter Klaus-Peter Keller zu den weltweit gefeierten Adressen für trockenen Riesling – akribische Weinbergsarbeit, niedrige Erträge, Spontanvergärung und langes Hefelager sind die Grundlagen dieser Spitzenqualität.

Für den „von der Fels" – zu Deutsch „vom Fels" – verwendet Keller die jüngeren Reben (im Schnitt 20–25 Jahre) seiner besten Kalkstein-Parzellen, die allesamt als Grosse Lagen klassifiziert sind, allen voran rund um den Dalsheimer Hubacker. Diese Reben bilden gleichsam die Vorstufe zu den Großen Gewächsen eines jeden Jahrgangs. Die Parzellen bestehen aus Tonböden auf Kalkstein – die Quelle der salzigen Frische und mineralischen Spannung des Weins.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war ein kühlerer, klassischer Jahrgang, der Rieslinge von großer Frische und Präzision hervorbrachte. Auf den Kalkstein-Parzellen ergibt das einen besonders rassigen, mineralischen Wein mit lebendiger Säure und klarer Frucht – Spannung und Eleganz statt Opulenz.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung nach kurzer Maischestandzeit von einigen Stunden, anschließend Spontangärung mit eigenen Hefen – überwiegend im Holzfass (Fuder), zu kleinen Teilen im Edelstahl. Reife auf der Vollhefe, gefolgt von einer leichten Filtration vor der Füllung.

Im Glas

Ein nobles Bukett von Weinbergspfirsich, Quitte, Marille und reifem Apfel, dazu Wildkräuter, Zitronengras und ein Hauch Minze. Am Gaumen rassig und mit viel Substanz: Die Länge ist frappierend, die Säure wirbelt wie ein Sturm durch den Mund, und die Frucht bleibt stets präsent – getragen von einer herrlich erfrischenden, verführerischen Kalkstein-Mineralität.

Ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und schmecken sollte.

Schon jung ein Genuss („der liebste Zechwein" des Winzers), zugleich über viele Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu Spargel sowie zu mild-würziger asiatischer Küche.


Lage: Rheinhessen, Flörsheim-Dalsheim; jüngere Reben der besten Kalkstein-Parzellen (Grosse Lagen, u. a. Dalsheimer Hubacker), Tonböden auf Kalkstein
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling trocken (Gutswein-Stufe aus Grosse-Lagen-Parzellen)
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung überwiegend im Fuder, Reife auf der Vollhefe, leichte Filtration

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Rebsorten

J.J.Prüm Graacher Himmelreich Riesling Kabinett 2023

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling

Riesling Graacher Himmelreich Kabinett · fruchtig süß J.J. Prüm · Wehlen VDP.Große Lage Blau- & Grauschiefer Steillage · Süd-Südwest 2023

Der J.J. Prüm Graacher Himmelreich Riesling Kabinett 2023 ist ein Paradebeispiel dieser einzigartigen Lage: jugendlich, brillant und vibrierend, mit eleganter Struktur, frischer Säure und enormem Reifepotenzial – ein echter Klassiker.


Graacher Himmelreich – VDP.Große Lage der Mittelmosel

Das Weingut J.J. Prüm in Wehlen zählt zu den weltberühmten Namen der Mosel – Inbegriff langlebiger, fruchtsüßer Rieslinge von großer Finesse. Der Stil ist unverkennbar: kühle Gärung, dezente Spontannote in der Jugend, geringe Alkoholgrade und ein filigranes Spiel aus Frucht, Süße und rassiger Säure.

Das Graacher Himmelreich ist eine VDP.Große Lage: die süd- bis südwestlich ausgerichteten Weinberge (45–65 % Neigung, 110–260 m) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Moseltals. Der Boden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer trägt wesentlich zur Mineralität bei; Wasseradern sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Die klassifizierte Fläche von 66,56 Hektar ist ausschließlich mit Riesling bestockt, teils noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung.

Jahrgang 2023 – Mosel

2023 war an der Mosel ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Sorgfältige Selektion in den Steillagen sicherte gesundes, präzises Lesegut – ideale Voraussetzungen für einen jugendlich-brillanten, spannungsreichen Kabinett mit klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling-Kabinett (Prädikatswein) aus der VDP.Großen Lage Graacher Himmelreich, Jahrgang 2023; 100 % Riesling vom Blau- und Grauschiefer.

Der Wein wird im typischen, kühlen Stil des Hauses vinifiziert und in seiner Gärung so geführt, dass eine feine, natürliche Restsüße im Gleichgewicht zur frischen Säure erhalten bleibt. So entsteht ein jugendlicher, glockenklarer und sehr langlebiger Kabinett.

Im Glas

In der Nase feine Aromen von Zitrusfrüchten, reifem Pfirsich und frischen Kräutern, unterlegt von einer saftigen Apfelfrucht und kühler Schieferwürze. Am Gaumen jugendlich, brillant und vibrierend, mit eleganter Struktur, frischer Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Zitrus, reifer Pfirsich und frische Kräuter über saftiger Apfelfrucht und kühler Schieferwürze – jugendlich, brillant und vibrierend, mit eleganter Struktur und frischer Säure.

Ein jugendlicher, sehr langlebiger Mosel-Kabinett. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer und thailändischer Küche, zu leicht scharfen Currys sowie zu Obst-Desserts und mildem, cremigem Käse.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Graach, Mosel; steile Süd-Südwest-Lage (45–65 %, 110–260 m); leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer
Klassifikation: Riesling Kabinett, Prädikatswein, VDP.Große Lage, Mosel (fruchtig süß); 100 % Riesling
Ausbau: kühle Vinifikation im Stil des Hauses, feine natürliche Restsüße

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2021

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2021

Der Montevertine Le Pergole Torte 2021 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2021 – Toscana

2021 gilt in der Toskana als klassischer, ausgewogener Jahrgang: ein gemäßigter, nicht zu heißer Vegetationsverlauf brachte Sangiovese von feiner Frische, klarer Frucht und präziser Tanninstruktur. Im Le Pergole Torte ergibt das einen besonders eleganten, mineralisch geprägten Wein mit großer Spannung und langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2021, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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