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Spanien

Dehesa de Luna Gran Luna tinto

Rotwein · Castilla · Spanien

Der Dehesa de Luna Gran Luna ist ein kraftvoller Rotwein der Bodega Dehesa de Luna aus Kastilien – eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und Syrah. Das Bukett duftet intensiv nach Beerenfrüchten wie Brombeere und Cassis. Am Gaumen saftig und dicht, voller Kraft, mit Schokolade, Mokka und Vanille. Die 15-monatige Reife im französischen Barrique steuert feinwürzige Zedernholznoten bei.


Castilla – Dehesa de Luna

Die Bodega Dehesa de Luna liegt auf einer weitläufigen Finca in Kastilien (Provinz Albacete), wo Weinbau und ursprüngliche Dehesa-Landschaft nebeneinander bestehen. Das kontinentale Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten fördert Frucht, Reife und Struktur der Trauben. Die Lagen sind auf Konzentration und Würze angelegt, wie sie der Gran Luna zeigt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Petit Verdot und Syrah. Nach der Gärung reift der Wein 15 Monate in französischen Barriques, die ihm feinwürzige Zedernholznoten verleihen, ohne die reife Frucht zu überdecken. Die Gesamtproduktion umfasst 7.174 Flaschen. Enthält Sulfite.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rot. In der Nase intensive Beerenfrucht – Brombeere und Cassis –, dazu Schokolade, Mokka und Vanille. Am Gaumen saftig, dicht und kraftvoll, mit feinwürzigem Zedernholz über der reifen Frucht. Warme, gut integrierte Tannine, zugleich bissig und kernig im Abgang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Lamm, Wild und Schmorgerichte, ebenso gereifter Hartkäse. Vor dem Servieren dekantieren. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage Finca Dehesa de Luna, Albacete (Kastilien, Spanien)
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla
Ausbau Cuvée Cabernet Sauvignon/Petit Verdot/Syrah, 15 Monate in französischen Barriques

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Weine

Christian Ottenbreit Grauburgunder O wie schön ist Franken

Weißwein · Franken · Winzerwein

100 % Grauer Burgunder Qualitätswein Obernbreit · Franken trocken · Barrique

Der Grauburgunder „O wie schön ist Franken" ist der barriquegereifte Grauburgunder von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken. Der Jahrgang 2024 zeigt einen eher kühlen, fein würzigen Duft mit leicht rauchigen Anklängen, nussigen Nuancen und kräuteriger Aromatik. Trocken ausgebaut, mit gelbem Kernobst und reifem Steinobst im Vordergrund. Ein Grauer Burgunder mit deutlicher Struktur, stilistisch näher am Burgund als am gängigen Typ.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, geprägt von Muschelkalk- und Keuperböden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett.

Assemblage und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Grauem Burgunder (Pinot Gris). Der Ausbau erfolgt im Barrique mit dezentem Holzeinsatz, der dem Wein eine leichte phenolische Struktur und Griff verleiht. Geschmacklich ist er trocken – Restzucker 3,0 g/l, Gesamtsäure 6,7 g/l.

Im Glas

In der Nase kühl und fein würzig, mit leicht rauchigen Anklängen, nussigen Nuancen und kräuteriger Aromatik. Gelbes Kernobst und reifes Steinobst stehen im Vordergrund, dazu ein Hauch Wurzelgemüse und roter Beeren. Am Gaumen klar und saftig, die Frucht wirkt nicht ganz trocken und wird von einem feinen Anklang an Nussbutter untermalt. Die pikante Säure sorgt für Frische und Spannung, Fenchel, Apfel, Birne und zitrische Noten ziehen sich durch das Geschmacksbild, dezenter Holzeinsatz bleibt im Hintergrund.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Käse, weißes und rotes Fleisch. Die phenolische Struktur und der dezente Holzeinsatz tragen auch kräftigere Gerichte. Trinkreif ab sofort, mit Reifepotenzial bis etwa 2028. Ein kurzes Dekantieren öffnet den Wein zusätzlich. Serviertemperatur rund 10–12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Qualitätswein

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Weine

Schloss Lieser Gutsriesling SL trocken 2024

Weißwein · Mittelmosel · Riesling

Riesling Gutsriesling „SL" Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) Devonschiefer-Steillagen VDP.Gutswein · trocken selektive Handlese 2024

Der Schloss Lieser Gutsriesling „SL" trocken 2024 ist ein klassisches VDP-Meisterwerk – mit sorgfältiger Handselektion in den eigenen Steillagen der berühmten Mittelmosel kultiviert. Ein charaktervoller, trockener Riesling mit facettenreicher Frucht, Finesse und ausgeprägter Schiefermineralität, der Eleganz und Authentizität der Region in jedem Schluck verkörpert.


Schloss Lieser – Moselriesling von Thomas Haag

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – übernahm 1992 mit seiner Frau Ute das Weingut Schloss Lieser an der Mittelmosel und führte es in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Aus einem Portfolio berühmter Steillagen keltert er klassische, feine und elegante Moselrieslinge – ohne Herbizide bewirtschaftet, mit strenger selektiver Handlese und konsequent niedrigen Erträgen.

Der Gutsriesling „SL" ist die Visitenkarte des Guts: Er stammt aus den eigenen Devonschiefer-Steillagen der Mittelmosel und bringt den charakteristischen, glasklaren Schloss-Lieser-Stil bereits auf Gutsweinebene ins Glas – mit der unverkennbaren Schiefermineralität der Region.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang. Nach einem anspruchsvollen, wechselhaften Wachstumsjahr bewahrte die langsame Reife eine lebendige, präzise Säure. Das Ergebnis sind besonders frische, filigrane und trinkanimierende Rieslinge mit klarer Struktur – ein Jahrgang wie geschaffen für die elegante, mineralische Stilistik von Schloss Lieser.

Ausbau

Trockener Riesling (VDP.Gutswein) von der Mittelmosel, Jahrgang 2024; 100 % Riesling aus den eigenen Devonschiefer-Steillagen.

Die Trauben werden in selektiver Handlese in den eigenen Steillagen gelesen. Vergoren wird schonend und auf der Feinhefe ausgebaut, um Frucht, Finesse und die klare Schiefermineralität unverfälscht zu bewahren – trocken, präzise und elegant.

Im Glas

Aus dem Devonschiefer der Mittelmosel lebt dieser Gutsriesling von Frische und Klarheit: helle, facettenreiche Frucht von Apfel, Pfirsich und Zitrus, dazu florale Anklänge und eine subtile Würze, die sich nahtlos in eine ausgeprägte, feuersteinig-salzige Schiefermineralität einfügt. Am Gaumen trocken und animierend, mit lebendiger, präziser Säure, feinem Schmelz und einem klaren, mineralischen Nachhall.

Facettenreiche Frucht von Apfel, Pfirsich und Zitrus mit subtiler Würze über feuersteinig-salziger Schiefermineralität – trocken, animierend und präzise.

Ein vielseitiger, jugendlich-frischer Riesling für den unbeschwerten Genuss. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu würziger asiatischer Küche sowie zu leichten Sommergerichten und mildem Käse.


Lage: eigene Steillagen der Mittelmosel; verwitterter Devonschiefer; ohne Herbizide bewirtschaftet, selektive Handlese
Klassifikation: VDP.Gutswein; Riesling (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, schonende Gärung, Ausbau auf der Feinhefe

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Weine

Battenfeld Spanier Riesling Kirchenstück GG 2022 BIO

Weißwein · Hohen-Sülzen (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Kirchenstück VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Hohen-Sülzen · Rheinhessen Kalk und Lehm Reben Ø ~35 Jahre BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Battenfeld-Spanier Kirchenstück Riesling GG 2022 stammt aus H. O. Spaniers Heimatlage in Hohen-Sülzen. Ein fruchtbetonter, tiefgründiger Riesling von kräftigen Kalk- und Lehmböden.


Kirchenstück – Heimatlage in Hohen-Sülzen

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Das Kirchenstück ist eine VDP.Große Lage auf rund 150 Metern, mit etwa 15 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Lehm; die klassifizierte Fläche misst 6,71 Hektar.

Das Kirchenstück liegt auf einer Ebene zwischen zwei Kirchen und überblickt H. O. Spaniers Heimatort Hohen-Sülzen. Hier liegt sein ältester, in den 1960er Jahren gepflanzter Weingarten. Ausgehend von diesem Herzstück stammen die Weine heute aus den besten Parzellen des gesamten Kirchenstücks mit seinen kräftigen Böden; die Reben haben ein Durchschnittsalter von rund 35 Jahren.

Jahrgang 2022 – Rheinhessen

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Die kräftigen Kalk- und Lehmböden und die alten Reben sicherten reifes, fruchtbetontes Lesegut, während die Struktur des Kalks für Frische und Tiefe sorgte – Frucht und Balance zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus der Lage Kirchenstück, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von Kalk und Lehm.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Frucht, Tiefe und die kräftige Kalk-Lehm-Prägung ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein fruchtbetonter, tiefgründiger Riesling: reife gelbe Frucht und weißer Pfirsich, dazu Zitrus, feine Kräuterwürze und eine kalkig-mineralische Ader. Am Gaumen saftig und gehaltvoll, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und einem langen, mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht und weißer Pfirsich über Zitrus, feiner Kräuterwürze und kalkig-mineralischer Ader – saftig und gehaltvoll, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und langem, mineralischem Nachhall.

Ein fruchtbetonter, langlebiger Kalk-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Kirchenstück (VDP.Große Lage), Hohen-Sülzen, Rheinhessen; ~150 m, ~15 % Neigung; Kalk und Lehm; Reben Ø ~35 Jahre; klassifizierte Fläche 6,71 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Whisky

Ardbeg Supernova

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay über 100 ppm Torf Ex-Bourbon-Fässer non chill-filtered Stellar Release 2009 (limitiert)

Der Ardbeg Supernova ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg und einer der am stärksten getorften Whiskys ihrer Geschichte. Das Malz ist auf über 100 ppm Phenol getorft – rund das Doppelte des Ardbeg 10. Gereift überwiegend in ehemaligen Bourbon-Fässern und non chill-filtered abgefüllt, zeigt er kompromisslosen Torfrauch mit voller Kraft. Der Name spielt auf die kosmische Wucht dieser Rauchexplosion an; diese Abfüllung entspricht dem Stellar Release von 2009.


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Atlantische Lage, Torf und Meeresluft prägen den maritim-rauchigen Charakter ihrer Whiskys – im Supernova in Reinform.

Assemblage und Ausbau

Grundlage des Supernova ist speziell sehr stark getorftes Malz mit über 100 ppm Phenolgehalt – weit mehr als beim Ardbeg-Kernsortiment. Gereift ist der Whisky überwiegend in ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche, ohne Altersangabe. Abgefüllt wird er in hoher Stärke und ohne Kältefiltration, damit Öle und Raucharomen vollständig erhalten bleiben.

Im Glas

Helles Gold im Glas. In der Nase eine Welle aus Torfrauch, Teer, Ruß und Kreosot, dazu Zitrone, Meeresbrise und ein medizinischer, jodiger Ton. Am Gaumen massiv und ölig: Rauch und Asche treffen auf Vanille, dunkle Schokolade, Espresso, Anis und schwarzen Pfeffer, getragen von der hohen Stärke. Der Nachhall ist sehr lang, rauchig und pfeffrig-würzig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; wegen der hohen Stärke öffnen einige Tropfen Wasser die Aromen deutlich. Passt zu geräuchertem Fleisch, kräftigem Blauschimmelkäse, Austern und dunkler Schokolade. Ein Whisky für ausgesprochene Torf- und Rauchliebhaber.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky (ohne Altersangabe, Supernova Stellar Release 2009)
Ausbau: überwiegend ehemalige Bourbon-Fässer aus amerikanischer Eiche

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Länder/Regionen

Piero Busso Barbaresco Mondino 2022

Rotwein · Barbaresco DOCG · Nebbiolo

Nebbiolo Barbaresco DOCG Bricco Mondino · Balluri (Neive) 240 m · Südwest große Fässer · 18+ Monate 7.295 Flaschen 2022

Der Piero Busso Barbaresco Mondino 2022 stammt vom Bricco Mondino in der Zone Balluri in Neive, einem kalkig-sandigen Südwesthang mit 40 bis 50 Jahre alten Nebbiolo-Reben. Im Barbaresco-Sortiment der Familie Busso ist er der offenste und fruchtbetonteste Wein und kommt als erster auf den Markt. Der heiße, extrem trockene Jahrgang 2022 gibt ihm reife rote Frucht und ein weiches, entwickeltes Tannin.


Bricco Mondino – Kalk und Sand in der Zone Balluri

Piero Busso zählt zu den Referenz-Erzeugern des Barbaresco. Das Familienweingut wurde 1948 von Guido Busso gegründet. Heute führen Piero mit seiner Frau Lucia und den Kindern Pierguido und Emanuela das rund 10 Hektar große Gut in Neive, seit 2019. Gearbeitet wird traditionell, mit autochthonen Hefen, langen Maischestandzeiten und Ausbau in großen Holzfässern.

Den Bricco Mondino in der Zone Balluri erwarb die Familie 1985 als ersten Zukauf nach der Stammlage Albesani. Die Parzelle umfasst 1,60 Hektar auf rund 240 Metern Höhe auf der Kuppe des gleichnamigen Hügels, nach Südwesten ausgerichtet. Die 40 bis 50 Jahre alten Nebbiolo-Reben stehen im Guyot-System auf kalkhaltig-sandigen Böden.

Der Sandanteil ist der Schlüssel zum Stil. Sandige Böden wärmen sich schneller auf, führen Wasser rasch ab und bringen Nebbiolo mit duftigerer Frucht und feinerem, früher zugänglichem Tannin hervor. Die Albesani-Weine des Hauses wachsen dagegen auf Kalk mit Ton und Schluff und fallen strenger und strukturierter aus.

Jahrgang 2022 – Barbaresco

Im Barbaresco erreichte 2022 eine Trockenperiode, die bereits 2020 begonnen hatte, ihren Höhepunkt. Nach rund 5 Zentimetern Schnee Anfang Dezember 2021 fiel bis zum 3. Mai kein nennenswerter Niederschlag, dann nur 25 Millimeter. Im Juni lagen die Höchsttemperaturen über dem Durchschnitt, die Nebbiolo-Blüte setzte verfrüht um Mitte Juni ein. Auch Juni bis August blieben trocken und überdurchschnittlich heiß. Im Weinberg musste das Laub die Trauben gezielt vor Sonnenbrand schützen.

Die Lese in Barbaresco lief vom 22. September bis 3. Oktober, bis zu drei Wochen früher als üblich. Die Beeren waren winzig, der Zuckergehalt hoch. Krankheiten gab es praktisch nicht, doch sonnengeschädigte Trauben mussten aussortiert werden, und die Erträge fielen deutlich geringer aus. 2022 brachte im Barbaresco reife, früh zugängliche Weine mit etwas höherem Alkohol – bei den gelungenen Weinen mit überraschender Frische.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Nebbiolo aus dem Jahrgang 2022, Barbaresco DOCG, trocken.

Gärung und Maischestandzeit erfolgen im Stahltank bei kontrollierten 28 bis 30 °C. Anschließend reift der Wein mehr als 18 Monate in großen Fässern, gefolgt von mindestens sechs Monaten Flaschenreife. Das große Holz rundet das Tannin ab, ohne der Frucht Holzaromen hinzuzufügen. Vom Jahrgang 2022 entstanden 7.295 Flaschen.

Im Glas

Intensives Rubinrot. In der Nase kleine rote Beeren, Kirsche und ein Hauch Rose. Am Gaumen strukturiert und dennoch weich, das Tannin seidig und bereits gut entwickelt. Die Frucht zeigt die Reife des warmen Jahrgangs, getragen von einer frischen Säure bis in den eleganten Abgang.

Sandiger Kalk am Bricco Mondino und der heiße Sommer 2022: Barbaresco mit reifer roter Frucht und seidigem, früh zugänglichem Tannin.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial. Profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Tajarin mit Ragù, geschmortes und gebratenes rotes Fleisch, Brasato al Barbaresco, Pilzgerichte und Risotto sowie mittelreifer Hartkäse wie Castelmagno oder Toma.


Produzent Piero Busso, Neive
Rebsorte Nebbiolo
Lage Bricco Mondino, Zone Balluri, Neive, Piemont · 1,60 ha · ca. 240 m · Südwest · kalkhaltig-sandig · Guyot
Klassifikation Barbaresco DOCG
Jahrgang 2022
Vinifikation Gärung und Maischestandzeit im Stahltank bei 28–30 °C
Ausbau über 18 Monate große Fässer · mindestens 6 Monate Flaschenreife
Rebenalter 40–50 Jahre
Auflage 7.295 Flaschen
Zertifizierung

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Frankreich

Bessin-Tremblay Chablis 2023

Weißwein · Chablis · Chardonnay

Chardonnay Chablis AOC 2023 Reben bis 80 Jahre dezenter Holzausbau

Der Chablis 2023 der Domaine Bessin-Tremblay ist ein saftiger, mineralischer Chardonnay aus dem nördlichen Burgund. Die Trauben stammen von einer Parzelle mit bis zu 80 Jahre alten Reben – das gibt dem Wein Dichte und Tiefe, die deutlich über das übliche Niveau dieser Appellation hinausgehen. Der Jahrgang 2023 bringt reife Frucht und straffe Säure zusammen.


Chablis – Chardonnay aus alten Reben am Serein

Chablis liegt im nördlichen Burgund im Arrondissement Auxerre, geformt vom Fluss Serein, und ist von Champagne, Sancerre und der Côte d'Or jeweils etwa gleich weit entfernt. Das kontinentale Klima mit kalten Wintern und das Risiko von Spätfrösten prägen den Charakter; angebaut wird ausschließlich Chardonnay, der durch die kühlen Bedingungen seine markante Säure und Langlebigkeit behält.

Den Untergrund bilden Kalkstein und Mergel aus dem Kimmeridgium – die Bodenformation, die den Chablis seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Frucht für diesen Wein kommt von einer Parzelle mit Reben von bis zu 80 Jahren; das geringe Ertragsniveau alter Stöcke liefert konzentrierte, klar gezeichnete Trauben.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und zählt im Stilbild der Region zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen und selektiert.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Ausbau auf der Feinhefe mit nur dezentem Holzanteil, sodass Frucht und Mineralität im Vordergrund bleiben. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase gelbe und weiße Früchte, vor allem Zitrus, dazu eine feine Holznote im Hintergrund. Am Gaumen dicht, kristallklar und mineralisch, mit Zug und einem geradlinigen, salzigen Abgang.

Ein Chablis, der zeigt, wie wenig die guten Lagen mit Massenware desselben Namens zu tun haben: dicht, kristallklar, voller Energie.

Jung schon zugän

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USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2017

Rotwein · Grenache · Walla Walla Valley · USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2017 ist für viele Kritiker der beste Jahrgang dieser Cuvée – ein Grenache, der große Intensität mit Eleganz und Reinheit verbindet. Himbeere und Walderdbeere, Pfeffer und Veilchen, opulent und zugleich ätherisch: ein Grenache von fast burgundischer Anmutung.


Armada, Walla Walla Valley

God Only Knows stammt aus der Lage Armada im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben wurden 2001 mit 1.815 Stöcken pro Acre gepflanzt – damals die dichteste Pflanzung der Region – und wurzeln in runden Basaltkieseln. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und hält die Erträge winzig klein.

Rebsorte und Ausbau

Rund 90 % Grenache; die übrigen rund zehn Prozent verrät Christophe Baron nicht – daher der Name „God Only Knows“. Vergoren überwiegend mit ganzen Trauben im Beton, anschließend rund 21 Monate in gebrauchten Demi-Muids und Foudres aus französischer Eiche.

Im Glas

Mittleres Rubin mit violettem Schimmer. In der Nase Himbeere, Walderdbeere und geräucherte Kirsche, dazu saftige Blüten, gemahlener Pfeffer, Veilchen, Rosmarin und Lavendel. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, mit großartigem Kern, opulent und kraftvoll und doch schwebend leicht; reife Tannine und ein fester Säurebogen tragen ein langes Finale mit feiner Umami-Note.

Am Tisch

Jetzt schön zugänglich und noch viele Jahre mit Genuss zu trinken. Etwas Luft im Dekanter lohnt sich. Bei 15–17 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Ente, Wachtel und Gerichte mit Kräutern der Provence.


Lage: Armada, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Grenache
Jahrgang: 2017
Ausbau: ca. 90 % Grenache; Ganztraube, Beton, ca. 21 Monate gebrauchte Demi-Muids und Foudres

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