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Anbaugebiete

Das Weinbaugebiet Wachau

Österreichs berühmtestes Weinbaugebiet an der Donau Wenn man nach einem zufälligen österreichischen Weinbaugebiet fragt, werden die meisten Menschen sicherlich instinktiv mit „Die Wachau natürlich!“ antworten.

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Le Cru – Wien – Österreich

Le Cru – Wien – Österreich Die Champagner Bar Le Cru liegt direkt am Petersplatz im Wiener Zentrum. Fussläufig nur ein paar Meter vom berühmten

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Fixin Vieilles Vignes 2023

Rotwein · Fixin · Pinot Noir

Pinot Noir Fixin AOC Vieilles Vignes · Reben ~50 Jahre 0,75 ha · 4.500 Flaschen 2023

Der Fixin Vieilles Vignes 2023 von Denis Mortet ist eine reinsortige Pinot-Noir-Cuvée aus zwei gleich großen Parzellen im Norden der Côte de Nuits. Champs Pennebaut liefert Struktur und Fülle, Champs des Charmes Frucht und Eleganz – das Ergebnis ist ein strukturierter, fruchtiger Wein mit reifem Tannin.


Fixin – zwei Parzellen, ein Gleichgewicht

Fixin ist eine der nördlichen Gemeinden der Côte de Nuits und steht für kräftige, strukturierte Pinots. Champs Pennebaut im Norden der Appellation zeigt eine Zweiteilung: oben Kalksteinschutt, der die Reben tief wurzeln lässt (Tiefe und Komplexität), unten tonreichere Böden mit erdiger Note – das gibt Fülle und einen kräftigen, robusten Körper.

Champs des Charmes liegt im Süden nahe Gevrey-Chambertin am Fuß des Hangs. Die durchlässigen, kalksteinreichen Böden mit guter Drainage bringen gesunde Reife und konzentrierte Frucht – und damit Eleganz und Balance. Die Cuvée umfasst 0,75 Hektar mit rund 50 Jahre alten Reben; die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, eine Cuvée aus den Parzellen Champs Pennebaut und Champs des Charmes mit rund 50 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 4.500 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Strukturiert und fruchtig, mit schön gereiften Tanninen. Dunkle Frucht trifft auf erdige Noten; am Gaumen ein Spiel aus kräftigen und zarten Elementen, das Fülle und Eleganz verbindet.

Struktur und Fülle aus Champs Pennebaut, Frucht und Eleganz aus Champs des Charmes – ein ausgewogener, fein gereifter Fixin.

In der Jugend zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein kräftiger, zugleich eleganter Begleiter.


Lage: Fixin (nördliche Côte de Nuits); Parzellen Champs Pennebaut & Champs des Charmes, Kalk/Ton, 0,75 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Fixin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Weine

Al Oeste Albariño 2024

Wein · Weißwein · Rías Baixas · Spanien

Monteabellón Al Oeste Albariño 2024 stammt aus dem Valle del Salnés, einer der renommiertesten Subzonen der D.O. Rías Baixas. Ein Weißwein von typischer Frische, Klarheit und Eleganz, geprägt von der Nähe zum Atlantik und den granitreichen Böden.


Rías Baixas / Valle del Salnés

Das Valle del Salnés gilt als Wiege des Albariño und als eine der besten Subzonen der D.O. Rías Baixas in Galicien. Die unmittelbare Nähe zum Atlantik und die granitreichen Böden verleihen den Weinen ihre salzige Frische und Mineralität. Erzeuger ist Bodegas Monteabellón. Der Jahrgang 2024 war wetterbedingt herausfordernd – ein warmer, feuchter Winter und ein nasses Frühjahr führten bei unterdurchschnittlicher Fruchtbarkeit zu geringeren Erträgen, dafür aber zu hoher Konzentration in den Trauben.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Albariño. Der Ausbau bewahrt die klare, fruchtbetonte Aromatik, die markante Frische und die mineralische Prägung der Atlantikküste. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Blasses Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase feine Aromen von weißen Blüten, Zitrusfrüchten und reifer weißer Frucht. Am Gaumen klar, gut strukturiert und sehr ausgewogen; die präsente, hervorragend integrierte Säure sorgt für Frische und eine ausgeprägte Länge im Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Meeresfrüchten (Muscheln, Garnelen, Austern), weißem Fisch, Geflügel, frischen Salaten, milden Käsesorten sowie Sushi und Sashimi.


Lage: D.O. Rías Baixas, Valle del Salnés (Galicien, Spanien); Bodegas Monteabellón
Klassifikation: D.O. Rías Baixas – 100 % Albariño, trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbewahrend, auf granitreichen Böden
Jahrgang: 2024

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Baudes 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Baudes · 1er Cru Chambolle-Musigny steiniger Mergel/Kalk · 3,4 ha 2021

Der Chambolle-Musigny Les Baudes 1er Cru 2021 der Domaine Ghislaine Barthod vereint Kraft, Finesse, Seidigkeit und Vielschichtigkeit zu einem virtuosen Ganzen. Ein dichter, mineralischer Pinot Noir aus einer Höhenlage zwischen Chambolle und Morey-Saint-Denis.


Les Baudes – Höhenlage zwischen Chambolle und Morey

Les Baudes ist ein 3,4 Hektar großer Premier Cru, der auf einer Höhe und auf halber Strecke zwischen Chambolle-Musigny und Morey-Saint-Denis liegt. Steiniger Mergel mit hohem Kalkstein- und Tonanteil prägt die Lage und verleiht den Weinen hohe Dichte, Mineralität und Kraft.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – der die Dichte und Mineralität von Les Baudes mit Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Dicht und mineralisch, mit roter Frucht und floralen Noten. Am Gaumen vereinen sich Kraft und Finesse zu einer seidigen, vielschichtigen Struktur, getragen von frischer Säure und einem langen, mineralischen Abgang.

Kraft, Finesse, Seidigkeit und Vielschichtigkeit – ein dichter, mineralischer Chambolle als virtuoses Ganzes.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter mit Spannung.


Lage: Les Baudes (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Höhenlage zwischen Chambolle & Morey-Saint-Denis, steiniger Mergel mit hohem Kalk- und Tonanteil, 3,4 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Rebsorten

Anne Gros Coteaux Bourguignons Vieilles Vignes rouge 2024

Rotwein · Coteaux Bourguignons · Pinot Noir

Pinot Noir Coteaux Bourguignons AOC Vieilles Vignes · ~50 Jahre · 0,87 ha Eichenfass · ~30% neu 2024

Der Coteaux Bourguignons Vieilles Vignes 2024 von Anne Gros stammt aus einer höher gelegenen Einzellage südlich von Vosne-Romanée, zwischen Nuits-Saint-Georges und Flagey-Échezeaux. Ein reinsortiger Pinot Noir, der Frucht, Eleganz, seidige Textur und Frische auf exemplarische Weise verbindet – ein Wein, in den man sich schon nach dem ersten Schluck verliebt.


Alte Reben am Rand der großen Lagen

Die Parzelle umfasst 0,87 Hektar auf Kalkstein-Ton; die Reben sind im Schnitt rund 50 Jahre alt und geben dem Wein stets Spannung und Struktur. Seit dem Jahrgang 2023 hat das Gut diesen vormaligen Bourgogne Rouge zu Coteaux Bourguignons umklassifiziert – die Substanz alter Reben in einem zugänglichen, ausdrucksstarken Pinot.

Hinter der Domaine steht Anne Gros, die Ende der 1980er das Gut ihres Vaters (Domaine François Gros) in Vosne-Romanée übernahm; Gros-Familienmitglieder sind dort seit den 1830ern verwurzelt. Ihre Weine gelten als Inbegriff von Eleganz, Finesse und feinem „toucher de bouche" – heute zunehmend gemeinsam mit ihren Kindern erzeugt.

Jahrgang 2024 – Burgund (Côte de Nuits)

2024 war im Burgund kühler und feuchter: milder, nasser Winter, früher Austrieb, ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost und hohem Krankheitsdruck, dann ein trockenerer Sommer mit langsamer Reife und später Lese. Strenge Selektion und teils stark reduzierte Erträge prägten das Jahr.

Bei den Rotweinen ergibt das saftige, transparente Weine mit geschmeidigem Tannin – leichter und eleganter im Ausdruck. Genau die Stilistik, die diesem feinen Pinot entgegenkommt.

Im Glas

Leicht würzige Aromen roter Früchte, getragen von einer seidigen Textur und frischer Spannung. Feine, in der Jugend noch feste Tannine, dazu eine Eleganz und Länge, die diesen „einfachen" Coteaux Bourguignons weit über seine Stufe hebt.

Am Tisch

Gebratenes oder geschmortes Fleisch, Geflügel, Wild in Maßen, Pilzgerichte oder mittelreifer Käse. Bei 15–16 °C servieren; trinkreif jung bis etwa zehn Jahre.


Lage: höher gelegene Einzelparzelle südlich von Vosne-Romanée (zwischen Nuits-Saint-Georges und Flagey-Échezeaux); Kalkstein-Ton; alte Reben (~50 Jahre), 0,87 ha
Klassifikation: Coteaux Bourguignons AOC (vormals Bourgogne Rouge, ab 2023 umklassifiziert)
Ausbau: 100% Pinot Noir; Ausbau im Eichenfass, ca. 30% neues Holz

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Weine

Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling GG 2021

Weißwein · Wehlener Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Wehlener Sonnenuhr Wehlen · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) reiner Devonschiefer 60–100 % Steillage Großes Gewächs · trocken 2021

Der Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2021 stammt von einer der größten Rieslinglagen der Welt – der berühmten Sonnenuhr gegenüber von Wehlen, auf reinem Devonschiefer in extremer Steillage. Ein trockener Riesling von filigraner Eleganz und enormer Mineralität, mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt.


Wehlener Sonnenuhr – Weltklasse-Steillage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Das VDP.Große Gewächs präsentiert die trockene Spitze des Portfolios: Aus acht Großen Lagen der Mittelmosel entstehen – nur wenige Kilometer voneinander entfernt – einzigartige Weine mit der eigenen Persönlichkeit des jeweiligen Terroirs. Die Bearbeitung der Weinberge von Hand und die spontane Vergärung sind seit jeher das Markenzeichen des Guts.

Die VDP.GROSSE LAGE® Wehlener Sonnenuhr erstreckt sich imposant gegenüber von Wehlen entlang der Mosel und weist eine beeindruckende Hangneigung von 60 bis 100 Prozent auf. Die Südwestlage profitiert von einem einzigartigen Mikroklima durch lange Sonnenscheindauer und die starke Wärmereflexion der Böden sowie der nahen Mosel. Die Reben wachsen auf reinem Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, großenteils in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Ihren Namen erhielt die Lage von einer Sonnenuhr, die der Wehlener Winzer Jodocus Prüm 1842 in den Hang setzen ließ. Hier entstehen einige der spannendsten, langlebigsten und besten Rieslinge der Welt.

Jahrgang 2021 – Mosel

Das Jahr 2021 hat ein klassisches, moseltypisches Rieslingjahr beschert. Nach einem kühlen, langgezogenen Frühjahr und wechselhaftem Sommer war der September von viel Sonne geprägt und förderte mit seinen kühlen Nächten eine tolle Aromenentwicklung. Die hoch selektive Ernte startete Mitte Oktober in vielen Durchgängen und belohnte die intensive Handarbeit mit perfekt gesundem Lesegut bei geringen Erträgen. Die Rieslinge zeichnen sich in 2021 durch enorme Mineralität mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt aus.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Wehlener Sonnenuhr, Jahrgang 2021; 100 % Riesling.

Nach strengster, selektiver Handlese in mehreren Durchgängen wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und schonend auf der Feinhefe ausgebaut, um das Terroir der Lage unverfälscht zur Geltung zu bringen. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit der kristallinen Schiefermineralität dieser Weltklasse-Lage.

Im Glas

Aus dem reinen Devonschiefer der Sonnenuhr lebt dieser Riesling von Filigranität und Präzision: helle Frucht von weißem Pfirsich und Aprikose, dazu Limette, Zitrone und grüner Apfel, untermalt von floralen Anklängen und einer kühlen, feuersteinig-kristallinen, salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen trocken, filigran und dennoch tiefgründig, mit moderatem Alkohol und einer vibrierenden, präzisen Säure, die dem Wein Spannung und Eleganz verleiht – mit langem, glasklarem, salzig-mineralischem Nachhall.

Weißer Pfirsich, Limette und grüner Apfel über kühler, kristalliner Schiefermineralität – trocken und filigran, mit vibrierender Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Wehlener Sonnenuhr, gegenüber Wehlen an der Mittelmosel; Südwest, reiner Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, 60–100 % Neigung, 110 bis über 320 m; Einzelpfahlerziehung; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strengste selektive Handlese in mehreren Durchgängen, Spontangärung mit eigenen Hefen, schonender Ausbau auf der Feinhefe

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Spanien

Sierra de Tolono tinto 2024

Rotwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa

Tempranillo Rioja Alavesa 500–700 m Jahrgang 2024 6 Monate gebrauchte Eiche ohne Filtration

Der Sierra de Toloño Rioja Tinto 2024 von Sandra Bravo ist der Basiswein einer Bodega, die den Rioja von der Fassrechnung zurück auf die Herkunft stellt. Die Parzellen liegen am Südhang der Sierra de Toloño auf 500 bis 700 Metern, der Ausbau endet nach rund sechs Monaten in gebrauchter französischer Eiche. Das Ergebnis ist ein klar gezeichneter Tempranillo mit Säurezug und kühler Frucht, näher an einem straffen Pinot Noir als an der holzbetonten Rioja-Schule.


Sierra de Toloño – Höhenlagen der Rioja Alavesa

Die Sierra de Toloño, westlicher Ausläufer der Sierra Cantabria, riegelt die Rioja Alavesa nach Norden gegen den atlantischen Einfluss ab und wirft ihre Hänge nach Süden in die Ebene des Ebro. Genau in dieser Staffelung liegen Sandra Bravos Parzellen: kalkhaltige Lehmböden mit hohem Steinanteil bei Labastida auf rund 650 Metern, ältere Anlagen bei Villabuena de Álava auf etwa 500 Metern, dazu Rebland bei Rivas de Tereso auf rund 700 Metern, teils mit Pflanzungen aus dem Jahr 1944. Die Bodega selbst steht in Villabuena.

Der Höhenunterschied ist hier kein Prestigemerkmal, sondern das eigentliche Arbeitsinstrument. Auf 650 bis 700 Metern fällt die Temperatur nachts deutlich ab, die Reife zieht sich in die Länge, und die Säure bleibt erhalten, während der Zucker langsamer steigt. Der Kalk im Untergrund verstärkt diesen Zug und hält die Reben in trockenen Sommern über Wasserreserven im Lehm am Leben. Die Parzellen werden ohne Herbizide bewirtschaftet, gelesen wird von Hand in 15-Kilo-Kisten mit Sortierung im Weinberg.

Sandra Bravo hat vor ihrer Rückkehr in die Rioja im Jahr 2012 in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahre im Priorat gearbeitet. Aus dieser Schule stammt die Arbeitsweise, die ihr Weingut von der klassischen Rioja-Industrie trennt: Herkunft der einzelnen Parzelle statt Ausbaustufen, Bodenprofil statt Fassalter. Der Tinto bündelt mehrere dieser Lagen und ist damit der Einstieg in ihr Lagenverständnis.

Jahrgang 2024 – Rioja Alavesa

2024 war in der Rioja ein nasser und im Vergleich zu den Vorjahren kühler Zyklus. Kräftige Niederschläge im März und Mai erschwerten Blüte und Fruchtansatz und kosteten Behangdichte. Zwischen dem 1. April und dem 30. Oktober fielen rund 407 mm Niederschlag – der feuchteste Vegetationsverlauf seit 2018, mehr als die Hälfte davon erst in September und Oktober. Die Durchschnittstemperaturen lagen unter dem Mittel der vorangegangenen sieben Jahre, eine einzige Hitzeperiode Ende Juli und Anfang August überschritt 35 °C. In den windexponierten Höhenlagen der Alavesa blieb der Pilzdruck dadurch beherrschbar, während tiefere Zonen stärker zu kämpfen hatten.

Die Lese begann in der Alavesa ab dem 17. September, Tempranillo folgte in der Regel ab dem 23. September; viele Betriebe zogen die Termine wegen der Regenfälle vor, um Aufplatzen und Fäulnis zuvorzukommen. Die Erntemenge fiel klein aus: 66,7 Millionen Kilo in der Rioja Alavesa, rund 264.000 Tonnen in der gesamten DOCa Rioja. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang im April 2025 als „Buena" ein. Stilistisch bringt 2024 der Region hellere Farbe, moderatere Alkoholgrade und höhere Säurewerte als die heißen Jahrgänge davor – ein Profil, das Bravos Arbeitsweise entgegenkommt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus mehreren Parzellen der Rioja Alavesa, Jahrgang 2024. Handlese in kleinen Kisten, Sortierung im Weinberg, anschließend Kaltmazeration vor der Gärung, um Frucht und Farbe schonend zu lösen. Die Extraktion bleibt zurückhaltend, kräftige Umpumpvorgänge unterbleiben.

Der Ausbau erfolgt über rund sechs Monate in gebrauchter französischer Eiche. Das Holz liefert Sauerstoff und Struktur, aber keine Röstaromatik – der Fassanteil ist hier Werkzeug, nicht Geschmacksträger. Gefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration, weshalb ein leichter Bodensatz möglich ist.

Im Glas

Mittleres Rubin mit heller Randzone. In der Nase Sauerkirsche und Weichsel, dazu Blutorangenschale, getrocknete Mittelmeerkräuter und eine ätherische Note, die an Wacholder erinnert. Am Gaumen schlank gebaut, mit feinkörnigem Tannin, salzigem Kalkzug und dunkler Lakritze im Hintergrund. Der Abgang bleibt kühl und zitrisch grundiert, ohne Süße im Nachhall.

Sechs Monate gebrauchtes Holz statt zwei Jahre Neuholz: Der Tinto zeigt Tempranillo als Rebsorte, nicht als Ausbaustil.

Der Wein braucht keine Karaffe, gewinnt aber nach zwanzig Minuten im Glas an Tiefe. Kühl servieren, 15 bis 16 °C. Der säurebetonte Jahrgang 2024 trägt ihn gut über die nächsten Jahre: trinkreif ab sofort, Entwicklung bis etwa 2031.

Am Tisch

Passt zu gegrilltem Lammkotelett, Pimientos de Padrón mit Meersalz, Chorizo und gereiftem Idiazábal. Auch zu Ente, Pilzgerichten und Tomatenschmorgerichten. Durch den geringen Holzeinsatz und die klare Säure verträgt er leichtere Küche als die meisten Riojas – gebratener Fisch mit Paprika und Knoblauch funktioniert ebenso.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Tempranillo
Lage Südhänge der Sierra de Toloño, Rioja Alavesa, 500–700 m
Klassifikation DOCa Rioja
Jahrgang 2024
Vinifikation Handlese · Kaltmazeration · sanfte Extraktion
Ausbau ca. 6 Monate gebrauchte französische Eiche · ohne Schönung · unfiltriert
Boden kalkhaltiger Lehm mit hohem Steinanteil
Bewirtschaftung ohne Herbizide, Handlese in 15-kg-Kisten
Trinkempfehlung 2026–2031

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Weine

Dietrich Glera Secco

Glera kennt man vom Prosecco – im Dietrich Glera Secco wird die norditalienische Rebsorte zum leichten Perlwein. Abgefüllt vom Weinhof Dietrich in Großkarlbach. Halbtrocken, leicht und mit zarter Perlage: ein Secco für gesellige Stunden ohne großes Nachdenken.

Im Glas

Blass strohfarben, feine Bläschen. Der Duft ist frisch, mit heller Frucht und Blüten. Am Gaumen leicht und saftig, mit sanfter Süße und lebendigem Prickeln. Ein animierender, kurzer Abgang, der Lust auf das nächste Glas macht.

Mach was draus

Zum Anstoßen auf der Terrasse, zum Brunch oder zum Grillabend. Dazu Antipasti, Bruschetta, Fingerfood, ein frischer Salat oder leichte Vorspeisen. Natürlich schmeckt er auch einfach so, ganz ohne Anlass. Wer mag, gibt ein paar Beeren oder ein Minzblatt ins Glas. Ideale Trinktemperatur: 6 bis 8 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der Glera Secco ist mein Tipp für Partys. Leicht, fröhlich und unkompliziert.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist ein Secco? Secco ist eine gängige Bezeichnung für Perlwein. Er hat weniger Kohlensäure als Sekt und perlt deshalb sanfter.

Was ist Glera? Eine weiße Rebsorte aus Nordostitalien. Sie ist die Hauptsorte im Prosecco und bringt helle Frucht und Blütenduft.

Glera · Perlwein (Secco) · halbtrocken · Weinhof Dietrich, Großkarlbach · Stand: Oktober 2026

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Deutschland

Ellermann Spiegel Pinot Noir GOLDKAPSEL trocken 2023

Rotwein · Spätburgunder · Pfalz · Goldkapsel

Ellermann-Spiegel Pinot Noir Goldkapsel ist ein trockener Spätburgunder aus der Spitzenlinie des Weinguts Ellermann-Spiegel in der Pfalz. Aus selektierten Burgunder-Klonen, über zwei Jahre im Barrique ausgebaut und unfiltriert abgefüllt – puristisch, facettenreich und klar.


Pfalz

Die Familie Spiegel liebt Pinots aus dem Burgund. Für den Goldkapsel-Spätburgunder wurden die besten Pinot-Klone selektiert und in die Pfälzer Weinberge bei Kleinfischlingen gepflanzt. Die Goldkapsel kennzeichnet die Spitzenweine des Hauses, aus selektiver Lese.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Spätburgunder (Pinot Noir). Nach selektiver Handlese reift der Wein über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern. Die Abfüllung erfolgt schonend und unfiltriert, was Tiefe und Textur bewahrt.

Im Glas

Puristisch und klar. In der Nase zarte Holzaromen, etwas Fichte und Brioche, dazu Veilchen, Brombeere und Himbeere. Am Gaumen wilde Beerenfrucht mit knackiger Säurestruktur und erdigen Noten von Tabak, Leder, Erde und Pilz. Das Finale ist lang, filigran und vibrierend.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Luft oder eine Karaffe öffnen den Wein. Ein feiner, ausdrucksstarker Pinot für anspruchsvolle Begleitung.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein (Goldkapsel) – Rotwein (trocken)
Ausbau: über 2 Jahre im Barrique, unfiltriert

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