Das Weinbaugebiet Wachau

Österreichs berühmtestes Weinbaugebiet an der Donau

Wenn man nach einem zufälligen österreichischen Weinbaugebiet fragt, werden die meisten Menschen sicherlich instinktiv mit „Die Wachau natürlich!“ antworten. Das ist kein Zufall und umso bemerkenswerter, da das kleine Flusstal gerade einmal knapp drei Prozent der Gesamtweinbaufläche des Landes ausmacht. Es bildet dabei eine westliche Grenze: im Südwesten beginnt das Mostviertel, wo traditionell kaum Wein angebaut und auch nur wenig getrunken wird; beliebt sind dort stattdessen – der Name verrät es bereits – Apfel- und Birnenmost; im Nordosten schließt sich das Weinbaugebiet Kremstal an.

Die Kulturlandschaft Wachau, zu der natürlich auch der Weinbau zählt, ist seit dem Jahr 2000 Welterbe der UNESCO. Um dem Rechnung zu tragen, ist der Lebensarm der Wachau, die Donau, vergleichsweise naturbelassen: zwischen Mautern bei Krems und Melk existieren keinerlei Brücken über den Fluss, die Planungen für ein Wasserkraftwerk wurden infolge von heftigen Bürgerprotesten zu den Akten gelegt. Stattdessen dominieren barocke Prachtbauten das Bild, etwa das Benediktinerstift Melk ganz im Westen, dessen geradezu verschwenderische Architektur zu großen Teilen aus dem Verkauf der klostereigenen Weine finanziert wurde.

Bedeutende archäologische Funde wie die Venus von Willendorf, die steinerne Darstellung einer sehr wohlproportionierten Frauengestalt, wahrscheinlich eine Art Götzenbild, zeugen von einer Besiedlung schon in der Steinzeit, als der Homo sapiens den Neandertaler in Europa verdrängte. In der Antike kam das beschauliche Tal als Teil der Provinz Noricum ans Römische Reich, als dessen nördliches Grenzgebiet es fortan stark befestigt wurde: der norisch-pannonische Limes verlief mitten durch die Wachau und sicherte die römischen Eroberungen gegen den Stamm der Markomannen auf der anderen Seite. Ebenfalls stark befestigen ließen die mittelalterlichen Herrscher das Gebiet: das Geschlecht der Kuenringer stieß in der Wachau viele nachhaltige Entwicklungen an, geriet aber in Konflikt mit den österreichischen Herzögen und wurde schließlich zerschlagen. Leutold I., einem seiner berühmtesten Vertreter, gelang es allerdings, sein Andenken bis in die heutige Zeit zu retten. Mitverantwortlich dafür ist die Vinea Wachau, der Winzerverein, dem etwa 85 Prozent der ansässigen Winzer angehören: dieser führt Leutold, damals „Oberster Schenk Österreichs“, in seinem Wappen. Die Qualitätskriterien der Vinea Wachau verlangen völligen Purismus bei der Herstellung und sind derart streng, dass von jedem Wein eine Flasche im gemeinsamen Archiv hinterlegt werden muss, um auch Jahre später noch Qualitätskontrollen vornehmen zu können.

Einzigartig in Österreich ist das durch den Verein etablierte Klassifikationssystem für die trockenen Weine: anhand des Mostgewichtes und des zulässigen Höchstgehaltes an Alkohol unterscheidet man drei Stufen. Die unterste ist benannt nach der Steinfeder, einem leichten, flaumigen Gras, das in den Weinbergen wächst; diese darf maximal 11,5 Prozent Alkohol enthalten. Daran schließt das Federspiel an, dessen Alkoholgehalt zwischen 11,5 und 12,5 Prozent liegen darf und das seinen Namen einer Technik aus der Falknerei verdankt. Der Smaragd schließlich steht an der Spitze der Pyramide: er darf vollständig durchgären und weist daher oft recht viel Alkohol auf, für ihn verwendet man lediglich die besten Trauben, die ganz oben in den Weinbergen wachsen und daher von der meisten Sonnenstrahlung profitieren. Namenspate hier ist die dunkelgrüne Smaragdeidechse, die sich als wechselwarmes Reptil gern im Sonnenschein der höchsten Lagen auf Temperatur bringt.

Über die Hälfte der Rebflächen entfallen auf die österreichische Weißweinsorte schlechthin, den Grünen Veltliner. Er gelangt hier zu einer Finesse, die landesweit als einzigartig gilt und ist neben dem Riesling die einzige Rebsorte, die in der Wachau eine Riedenbezeichnung führen, also ihre Einzellage ausweisen darf. Eine eher wenig bekannte Spezialität der Region, die hier auch ihren natürlichen Ursprung hat, ist der Neuburger. Geschmacklich erinnert er mit seiner Fülle und einer gewissen Nussigkeit an Weißburgunder. In Rossatz-Arnsdorf hat man ihm gar ein wie eine kleine Kapelle anmutendes Denkmal errichtet. Die Tradition, alle zehn Jahre die in einem Keller unterhalb desselben eingelagerten besten Flaschen Neuburger gemeinsam zu leeren und hernach durch neue zu ersetzen, hat sich leider nicht erhalten, dafür aber die Geschichte, wie die Wachau zu dieser Rebsorte kam: als vor etwas weniger als 200 Jahren zwei Winzer in einem Kahn über die Donau schipperten, erspähten sie im Wasser einen Rebstock, den sie von Neugier getrieben einsammelten und anpflanzten – die Zufallskreuzung aus Silvaner und Rotem Veltliner war ein Geschenk der Natur, das nur auf seine Entdeckung gewartet zu haben schien. Schnell erfreute sich der nach einer der vielen Burgruinen in der Umgebung getaufte Wein dank seiner Anspruchslosigkeit und seines frühen Austriebs großer Beliebtheit, auch wenn sein Bestand heute aufgrund der Anfälligkeit für Kurztriebigkeit zurückgeht.

Die Wachau ist wie viele Weinbaugebiete in Österreich eines, in dem unterschiedliche Klimazonen aufeinander treffen. In diesem Fall sind es das gemäßigte kontinentale aus dem Westen und das heiß-trockene pannonische aus dem Osten, hinzu kommen noch die feucht-kühlen Luftmassen aus dem nördlich gelegenen Waldviertel, die die Hänge hinuntergleiten und dafür sorgen, dass immer eine gewisse Zirkulation stattfindet und es nicht zu Fäulnis der Trauben kommt. Viel wichtiger ist aber der Einfluss, den das Klima auf die Aromatik der Weine nimmt: der stetige Wechsel zwischen Warm und Kalt, Nass und Trocken lässt die Rebe ordentlich arbeiten und begünstigt die Bukettbildung ungemein, zudem hält er die Säureentwicklung im Zaum. Dies ist gerade beim Riesling einer der offensichtlichsten Unterschiede zu deutschen Vertretern: während der typische Moselriesling ordentlich beißt, halten sich diejenigen aus Dürnstein, Weißenkirchen und Spitz vornehm zurück. Ähnliches gilt für die Muskateller, die bei Weitem nicht so expressiv sind wie jene etwa aus der Steiermark. Der breiten Palette Weißwein stiehlt hier kaum ein Roter die Show: sein Anteil liegt unter zehn Prozent. Lediglich der Zweigelt bringt es noch auf nennenswerte Bestände, die aber fast ausnahmslos vor Ort konsumiert werden und nicht in den Handel gehen.

Eine Gemeinsamkeit mit der vorhin erwähnten Mosel liegt in der Verkitschung, der die Wachau seit Mitte des 19. Jahrhunderts ausgesetzt gewesen ist. Erst waren es die Maler, welche die idyllischen Ansichten des Tals wie am Fließband auf Leinwand bannten, später, während des Heimatfilm-Booms der Nachkriegszeit, sangen, tranken und küssten sich Publikumslieblinge wie Hans Moser, die Kessler-Zwillinge oder Conny Froboess durch die Landschaft. Ein kleiner Sehnsuchtsort war geboren, und dafür musste man nicht nach Capri oder Neapel, die heile Welt lag eine Stunde Autofahrt von der Hauptstadt entfernt. Doch nicht nur die Weinberge trugen dazu bei. Fast ebenso bekannt wie die Traube ist ein anderes Obst der Region: die Wachauer Marille. Über 100 000 Bäume verwandeln das Flusstal jedes Frühjahr in ein Blütenmeer, während ihre Früchte die lokale Küche bereichern: der Marillenknödel findet sich auf fast jeder Speisekarte, die Brennerei Bailoni in Krems-Stein erzeugt die bekannten Schnäpse und Liköre aus der Aprikose, darüber hinaus gibt es Säfte, Essige, Konfitüren und Soßen. In früherer Zeit fuhr man die gelben Köstlichkeiten innerhalb eines Tages donauaufwärts per Floß nach Wien, um sie dort auf den Märkten zu verkaufen, und während der Verheerungen der Reblausplage sicherte sie den gebeutelten Winzern das Überleben.

Die Anbaufläche für Wein von 1300 Hektar liegt für die Verhältnisse österreichischer Gebiete im unteren Mittelfeld, ist aber eigentlich recht groß, wenn man sich vor Augen führt, dass das Tal der Wachau lediglich 33 Kilometer lang ist und nur auf 15 davon Weinbau betrieben wird. Alles ist hier sehr kompakt, jedes kleine Dorf ein Weinort und deshalb lohnt es sich, auf motorisierten Verkehr zu verzichten und Erkundungen zu Fuß vorzunehmen – was überdies den Vorteil hat, im Heurigen oder auf den zahlreichen Veranstaltungen zu Ehren des Rebensaftes – Weinfrühling, Kellergassenfest, Weintaufe und viele weitere – ein paar Gläser mehr trinken zu können. Weingüter wie Emmerich Knoll, F.X. Pichler und Franz Hirtzberger gehören immerhin nicht nur innerhalb der Wachau, sondern landesweit zu den absoluten Top-Winzern, das Weingut Nikolaihof ist mit einer 2000jährigen Geschichte gar das älteste Weingut Österreichs und teilweise auf den Fundamenten römischer Wirtschaftsgebäude errichtet.

Da viele Parzellen sehr klein sind und sich für deren Winzer eine Eigenvermarktung nicht lohnt, haben sie sich in Genossenschaften zusammengeschlossen. Die wohl bekannteste ist die Domäne Wachau, die fast ein Drittel der Gesamtrebfläche bewirtschaftet. Da das Lesegut in fast allen Lagen eine außergewöhnlich hohe durchschnittliche Qualität aufweist, entstehen hier nicht nur mittelmäßige Tropfen, wie es sonst bei genossenschaftlicher Produktion oft üblich ist, sondern mit regelmäßig sehr hohen Punktzahlen prämierte. Ihre neben den Riedenweinen besten Erzeugnisse vermarktet sie unter dem Begriff Terrassen, der sinnbildlich wohl für den Großteil der Wachauer Lagen stehen kann: die Hänge an den Ufern der Donau, an denen sich die Reben bis 250 Meter über dem Fluss in den Himmel recken, sind so steil, dass man sie ohne das Anlegen von Terrassen nicht bewirtschaften könnte. Schon im Mittelalter begannen vor allem bayrische Klöster, auf diese Weise ihre Besitzungen in der Wachau aufzuwerten. Sie waren es wohl auch, die die ersten Trockenmauern anlegten, derer es in der Wachau heute insgesamt über 700 Kilometer gibt – eine Technik, die sich bis ins Jetzt erhalten und seit Neuestem auch explizit Welterbe-Status erlangt hat. Die Mauern strahlen in den kalten Nächten die Wärme des Tages ab und schaffen so etliche Bereiche mit einem eigenen Mikroklima. Für ihren Bau werden möglichst rechteckige Natursteine mithilfe komplexer, uralter Techniken übereinander geschichtet, bis ein etwa hüfthoher Wall entsteht – ohne Mörtel, der den Ablauf von Regenwasser durch die verbliebenen Ritzen behindern könnte. Die Gefahr von Staunässe ist durchaus gegeben: die Humusauflage ist manchmal nur einen knappen halben Meter dick, darunter liegt nacktes Urgestein. Gneis und Granit sind es vor allem, durch welche sich die Donau im Laufe der Erdgeschichte ihren Weg gefräst hat, durch Flugstaub haben sich oft in tieferen Lagen oft Lössablagerungen gebildet, ganz unten der Fluss Sand angeschwemmt. Aber die besten Weine gedeihen eben in den kargen Höhen, was sie schlank und mineralisch werden lässt.

Dass die Reben derart weit oben stehen, hat – neben der Qualität – sowohl rechtliche als auch pragmatische Gründe. Maria Theresia legte großen Wert auf die Sicherstellung der Versorgung ihrer Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln und verbot daher, auf solchen Flächen, auf denen auch Gemüse oder Getreide wachsen könnte, Wein anzupflanzen. Zum anderen war die Wachau trotz ihrer Idylle nicht selten Ort kriegerischer Auseinandersetzungen: im Dreißigjährigen Krieg, während der Türkenbelagerungen und in den Schlachten gegen Napoleon – wovon noch heute ins Mauerwerk mancher Häuser eingefasste Kanonenkugeln zeugen. Während die feindlichen Soldaten also zwar die Bestände in den Kellern plünderten, ließen sie doch, zu faul für den Aufstieg, wenigstens die Weinberge und damit die Lebensgrundlage der Einheimischen intakt.

Ob nun Kaiser Franz Joseph, der sich bei der Probe eines Wachauer Weines völlig verblüfft gezeigt haben soll, dass etwas derart Großartiges in seinem Reich wachse, oder die trinkfreudige sowjetische Führung, die mithilfe flüssiger Gastgeschenke überzeugt werden konnte, Österreich bereits zehn Jahre nach Kriegsende seine Souveränität zurückzugeben – die großen Tropfen aus dem kleinen Tal haben in der Historie viele Bewunderer gehabt. Aber keine Angst: man muss nach dem Genuss eines Smaragd-Veltliners keine Weltgeschichte schreiben – staunen und genießen reicht völlig aus. Text: Dario Sellmeier

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Feinkost

Senchou Tomaten Ketchup Gekochte Tomaten

Feinkost · Ketchup · Frankreich

Compagnie des Pyrénées Senchou Tomaten Ketchup ist ein fruchtiger Tomatenketchup aus Frankreich, hergestellt aus gekochten Tomaten und roter Paprika. Die langsam gekochten Tomaten geben Tiefe, die Paprika sorgt für milde Würze. Aromatisch, fruchtig und vielseitig. Ein Ketchup mit Charakter.


Herkunft

Compagnie des Pyrénées stammt aus dem französischen Baskenland am Fuße der Pyrenäen. Aus dieser Region kommen die Feinkost-Spezialitäten der Marke Senchou – darunter dieser Tomatenketchup.

Anbau und Verarbeitung

Grundlage sind gekochte Tomaten und rote Paprika, die zu einem fruchtigen Ketchup verarbeitet werden. Das langsame Kochen konzentriert die Aromen und gibt dem Ketchup Tiefe.

Geschmack

Fruchtig-tomatig mit milder Würze der roten Paprika. Aromatisch und ausgewogen, mit harmonischer Balance aus Süße und Säure.

Am Tisch

Vielseitig einsetzbar – als klassische Beilage oder zum Verfeinern.

Klassische Begleitung: Burger, Pommes, Grillfleisch, Würstchen und Eierspeisen.


Hersteller: Compagnie des Pyrénées (Frankreich)
Produkt: Senchou Tomaten Ketchup
Sorte: Ketchup aus gekochten Tomaten und roter Paprika
Herkunft: Baskenland / Pyrenäen (Frankreich)
Verarbeitung: fruchtiger Tomatenketchup
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.08.2026

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2022

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2022

Der Montevertine Le Pergole Torte 2022 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2022 – Toscana

2022 war in Radda einer der heißesten Jahrgänge der jüngeren Geschichte, mit Trockenheit, die erst durch etwas Augustregen gemildert wurde. Die alten Reben des Le Pergole Torte verkrafteten den Stress hervorragend: Das Ergebnis ist ein etwas dunkelfruchtigerer, leicht muskulöserer Wein, der dennoch die mineralisch geprägte Eleganz und Balance bewahrt, die diesen Wein definieren – zugänglich, aber für lange Reife gebaut.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2022, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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Rebsorten

Arnaud Mortet Gevrey Chambertin Ma Cuvée 2021

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC Ma Cuvée · alte Reben Assemblage mehrerer Parzellen 2021

Der Gevrey-Chambertin Ma Cuvée 2021 von Arnaud Mortet ist eine sorgfältige Assemblage von Pinot Noir aus mehreren ausgewählten Parzellen innerhalb von Gevrey-Chambertin. Die alten Reben liefern Frucht von hoher Qualität; im Wein zeigt sich Mortets Handschrift aus Finesse und Terroir-Ausdruck. Der klassische Jahrgang 2021 unterstreicht die feine, frische Linie.


Gevrey-Chambertin – Assemblage aus alten Reben

Gevrey-Chambertin ist die größte Gemeinde der Côte de Nuits und Heimat berühmter Grand Crus rund um Chambertin. „Ma Cuvée" entsteht als Verschnitt mehrerer mit Bedacht gewählter Parzellen innerhalb der Appellation – alle mit alten Rebstöcken.

Arnaud Mortet führt die Domaine (Denis Mortet) in Gevrey-Chambertin, eine der Spitzenadressen des Ortes. Seine Handschrift zielt auf Finesse und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Schnee und Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase bis in den Mai verzögerte die Erholung der Pinot-Reben; danach brachten atlantische Regenfälle hohen Mehltaudruck.

Stabileres, wenn auch nicht heißes Wetter im August und September ließ die Trauben reifen, sorgfältige Arbeit war gegen Fäulnis nötig. Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, eine Assemblage mehrerer Parzellen mit alten Reben.

Der Wein reift in Eichenfässern unterschiedlicher Reife, abgestimmt auf die Charakteristik des Jahrgangs. So bleibt die Balance zwischen Frucht und feinen Holznoten gewahrt.

Im Glas

In der Nase intensive rote Frucht und eine deutliche florale Note, dazu sanfte Gewürznoten aus dem Eichenfass. Am Gaumen tiefgründige Textur mit präsenten Tanninen und knackiger Struktur – im frischen, klassischen Stil des Jahrgangs.

Rote Frucht und florale Noten über sanfter Holzwürze – ein klassisch-frischer Gevrey-Chambertin mit Mortets Finesse.

Schon heute zugänglich, mit Potenzial, sich über die kommenden rund fünf Jahre weiterzuentwickeln. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Ente und Geflügel, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Gevrey-Chambertin; Assemblage mehrerer Parzellen, alte Reben
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Eichenfässer unterschiedlicher Reife (je nach Jahrgang)

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Rebsorten

J.J. Prüm Wehlener Sonnenuhr Riesling Auslese 2021

Weißwein · Wehlen (Mosel) · Riesling

Riesling Wehlener Sonnenuhr Auslese · edelsüß J.J. Prüm · Wehlen VDP.Große Lage reiner Devonschiefer Steilhang 60–100 % 2021

Die J.J. Prüm Wehlener Sonnenuhr Riesling Auslese 2021 ist ein edelsüßer Riesling von außergewöhnlicher Eleganz und Präzision – aus einer der berühmtesten Riesling-Lagen der Welt. Ein Paradebeispiel für die Langlebigkeit und Finesse großer Mosel-Rieslinge.


Wehlener Sonnenuhr – VDP.Große Lage von Weltklasse

Das Weingut J.J. Prüm in Wehlen zählt zu den weltberühmten Namen der Mosel – Inbegriff langlebiger, fruchtsüßer und edelsüßer Rieslinge von großer Finesse. Der Stil ist unverkennbar: kühle Gärung, dezente Spontannote in der Jugend, moderate Alkoholgrade und ein filigranes Spiel aus Frucht, Süße und rassiger Säure.

Die Wehlener Sonnenuhr erstreckt sich gegenüber von Wehlen entlang der Mosel, mit einer Hangneigung von 60 bis 100 Prozent. Die Reben wachsen auf reinem Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, zwischen 110 und über 320 Metern, großenteils in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die lange Sonnenscheindauer und die starke Wärmereflexion von Boden und Mosel schaffen ein einzigartiges Mikroklima. Die historische Sonnenuhr, 1842 von Jodocus Prüm erbaut, ist Wahrzeichen und Namensgeberin zugleich.

Jahrgang 2021 – Mosel

2021 war an der Mosel ein klassischer, kühler Jahrgang mit langem, sonnigem Herbst und kühlen Nächten. Diese Bedingungen bewahrten enorme Mineralität, rassige Säure und eine präzise Frucht – ideale Voraussetzungen für eine edelsüße Auslese von großer Balance und Langlebigkeit.

Herstellung und Ausbau

Edelsüße Riesling-Auslese (Prädikatswein) aus der VDP.Großen Lage Wehlener Sonnenuhr, Jahrgang 2021; 100 % Riesling vom reinen Devonschiefer.

Selektiv von Hand gelesen und im typischen, kühlen Stil des Hauses vinifiziert, behält der Wein eine reiche, natürliche edelsüße Frucht im Gleichgewicht zur vibrierenden Säure. So entsteht eine vielschichtige, sehr langlebige Auslese mit klarer Schiefermineralität.

Im Glas

In der Nase entfalten sich intensive Aromen von reifem Pfirsich, Aprikose, tropischen Früchten und feiner Schiefermineralität. Am Gaumen zeigt sich der Wein cremig und vielschichtig, mit vibrierender Säure, perfekter Balance und langem, mineralisch geprägtem Nachhall – einer der ganz großen Weinklassiker unserer Zeit.

Reifer Pfirsich, Aprikose und tropische Früchte über feiner Schiefermineralität – cremig und vielschichtig, mit vibrierender Säure, perfekter Balance und langem, mineralischem Nachhall.

Ein edelsüßer, sehr langlebiger Mosel-Riesling. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu Foie gras und kräftigem Blauschimmelkäse, zu Obst- und Cremedesserts, zu Tarte Tatin sowie solo als edelsüßer Ausklang.


Lage: Wehlener Sonnenuhr (VDP.Große Lage), gegenüber Wehlen, Mosel; Steilhang 60–100 %, 110 bis über 320 m; reiner Devonschieferverwitterungsboden, großenteils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Auslese, Prädikatswein, VDP.Große Lage, Mosel (edelsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, kühle Vinifikation im Stil des Hauses, reiche natürliche Edelsüße

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Weine

Short Street Chenin Blanc entalkoholisiert

Alkoholfrei · Weißwein · Swartland · Südafrika

Short Street Chenin Blanc ist ein entalkoholisierter Weißwein aus Südafrika. Die alkoholfreie Cuvée aus Chenin Blanc und Muscat besticht durch ihre frischen, tropischen Aromen.


Swartland / Südafrika

Die Riebeek Valley Wine Co. liegt im Swartland rund um Riebeek-Kasteel (Western Cape), einer der spannendsten Weinregionen Südafrikas. Chenin Blanc ist die meistangebaute Weißweinsorte des Landes und steht für klare, fruchtbetonte Weine.

Rebsorten und Herstellung

Cuvée aus Chenin Blanc und Muscat. Der Wein wird zunächst klassisch vinifiziert und anschließend schonend entalkoholisiert, wobei der Alkohol bei niedriger Temperatur entzogen wird, um Frucht und Aromatik zu bewahren. Das Ergebnis ist ein alkoholfreier Weißwein mit klarer, fruchtiger Stilistik.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase frische, tropische Frucht wie Ananas, Mango und Passionsfrucht, dazu florale, traubige Noten vom Muscat. Am Gaumen leicht und fruchtbetont, mit feiner Frische und sauberem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als alkoholfreier Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Fisch, Meeresfrüchten, leichten Vorspeisen und asiatischer Küche – und für alle, die bewusst auf Alkohol verzichten.


Herkunft: Swartland (Western Cape, Südafrika); Riebeek Valley Wine Co.
Art: entalkoholisierter Weißwein (alkoholfrei) – Cuvée aus Chenin Blanc & Muscat
Herstellung: klassische Vinifikation, anschließend schonende Entalkoholisierung

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Julienas 2015 Doppelmagnum

Fast jeder Weintrinker kennt den schnellen, leichten und fruchtigen Weinrausch sobald der erste Wein des Jahres am dritten Donnerstag im Oktober aus dem Beaujolais in großen Mengen die Welt heimsucht. Aber hinter diesem Anbaugebiet versteckt sich viel mehr als nur belanglose „Fruchtsuppen“. Vor vielen, vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen aus dem Beaujolais bei den Weintrinkern genau so hoch angesehen wie die besten Weine aus dem nördlichen Burgund. Die qualitative Spitze der Gamay Weine wachsen im Norden der Appellation. Hier werden die Weine unter den Beaujolais Cru Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin à Vent, Saint-Amour und Régnié an- und ausgebaut. Der Jahrgang 2015 war im Burgund und insbesondere im Beaujolais ein Ausnahme- Weinjahr und man kann diesmal zurecht von einem Jahrhundertjahrgang sprechen. Und wenn die Natur und so ein genialer Winzer wie Mounir Saouma vereint sind, dann entstehen großartige Rebsäfte. Aus den Cru Lagen Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin à Vent und Régnié hat Mounir Saouma 0,75 Liter Flaschen für den „kurzfristigen Genuß“ sowie Magnum und Doppelmagnum Flaschen für die Lagerung abgefüllt. Mounir Saouma hat diese Serie „Horizon 50 ans“ genannt; also Weine, die unsere Kinder und Enkelkinder in Perfektion in 50 Jahren zum optimalen Genusspunkt erleben können. Merci für diesen Schatz! In der 3,0 Liter Doppelmagnum.

 

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Rebsorten

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc 2024

Weißwein · Chardonnay · Burgund

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc ist der Einstieg in das Weißwein-Sortiment einer der präzisesten Adressen von Meursault. Fichet arbeitet mit der Genauigkeit eines Feinmechanikers und behandelt diesen regionalen Wein mit derselben Sorgfalt wie seine Village-Lagen. Das Ergebnis ist ein straffer, geradliniger Weißwein, der die aromatische Reinheit der Frucht in den Mittelpunkt stellt.


Rund um Meursault

Der Bourgogne Blanc stammt aus kühlen Parzellen rund um Meursault an der Côte de Beaune. Die Reben wachsen auf kalk- und mergelreichen Böden, die dem weißen Burgund seine Mineralität und Frische geben. Im Weinberg setzt Fichet auf viel Handarbeit, verzichtet auf Herbizide und arbeitet biodynamisch, ohne Zertifizierung.

Assemblage und Ausbau

Bis zu zwölf Stunden Maischestandzeit und eine schonende Pressung stehen am Anfang; danach bleibt der Wein bis zur Füllung auf der Feinhefe. Ausgebaut wird er – wie Fichets übrige „kleinere" Weine – überwiegend in Demi-muids und gebrauchten Barriques mit sehr sparsamem Anteil neuen Holzes. Das lange Hefelager gibt Textur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase Zitrus und weißfleischiges Steinobst, dazu eine dezente Mandel- und Feuersteinnote. Am Gaumen geradlinig und straff, mit zupackender Säure und einer feinen Stoffigkeit aus dem Hefelager. Der Abgang bleibt trocken, salzig-mineralisch und klar.

Am Tisch

Ein Allrounder am Tisch: zu Meeresfrüchten, gebratenem Fisch, hellem Geflügel und mittelreifem Hartkäse. Jung bereits zugänglich, in den ersten drei bis fünf Jahren am besten; kühl und liegend lagern.

Klassische Begleitung: Austern, gebratener Zander, Geflügel in heller Sauce. Bei 11–12 °C servieren.


Lage: Rund um Meursault, Côte de Beaune
Klassifikation: AOC Bourgogne (regionale Appellation)
Ausbau: Demi-muids und gebrauchte Barriques, langes Feinhefelager, wenig neues Holz

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Weine

Christian Ottenbreit Rosé O Prinzessin 2025

Rosé · Franken · Winzerwein

100 % Domina Qualitätswein Obernbreit · Franken halbtrocken Edelstahltank

Der Rosé „O Prinzessin" ist der Domina-Rosé von Christian Ottenbreit aus Obernbreit in Franken – eine persönliche Widmung des Winzers an seine Frau. Der Jahrgang 2025 wird reinsortig aus Domina gekeltert und im Edelstahltank ausgebaut, der die Frucht klar erhält. In der Nase rote Früchte, feine Minze und ein Hauch Vanille, am Gaumen saftig mit feinem Schmelz. Halbtrocken, ein Sommerwein, der auch in der kalten Jahreszeit funktioniert.


Obernbreit – Maindreieck, Franken

Das Weingut Ottenbreit liegt in Obernbreit im fränkischen Maindreieck, auf kalk- und tongeprägten Böden. Das „O" steht für Ottenbreit und Obernbreit. Christian Ottenbreit lernte bei fränkischen Winzern sowie den Südtiroler Kellereien Manincor und Muri Gries, studierte Weinbautechnik und vinifiziert seit 2017 unter eigenem Etikett.

Assemblage und Ausbau

Der Rosé besteht zu 100 % aus Domina, einer deutschen Neuzüchtung aus Portugieser und Spätburgunder mit kräftiger Farbe und dunkler Frucht. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank, ohne Holz, was die frische Fruchtaromatik in den Vordergrund stellt. Geschmacklich ist der Wein halbtrocken.

Im Glas

In der Nase rote Beerenfrüchte, feine Minze und ein Hauch Vanille. Am Gaumen saftig und animierend, getragen von feinem Schmelz und einer milden Restsüße, die von frischer Säure ausbalanciert wird. Der Abgang bleibt fruchtbetont und klar.

Am Tisch

Klassische Begleitung: sommerliche Salate, gegrilltes Gemüse, helles Fleisch und Geflügel. Durch die milde Restsüße passt der Wein auch zu leicht scharfer asiatischer Küche. Trinkreif ab sofort, am besten jung innerhalb von ein bis zwei Jahren genießen, bis etwa 2027. Serviertemperatur rund 12 °C.


Lage Obernbreit, Franken (Maindreieck)
Klassifikation Qualitätswein
Ausbau Edelstahltank

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