Weinherstellung – Wie der Wein im Keller entsteht

Was geschieht mit dem Wein im Keller und wie entsteht er eigentlich? Die zweite Ausgabe unserer Reihe zur Weinherstellung geht unter die Erde und zeigt alles rund um Kellerarbeiten, Vergärung, Weinausbau… Worauf  muss der Winzer achten?

Mehr zur Arbeit im Weinberg lesen Sie in unserer ersten Ausgabe zur Weinherstellung.

Nach der erfolgreichen Lese im Weinberg kommen die Trauben in Bottichen zum Weingut. Der Transport sollte so schnell wie möglich geschehen, damit das Traubengut sich nicht gegenseitig zerquetscht und vorzeitig durch Wärme und Druck eine Gärung in Gang gesetzt wird. 

Danach kann das sogenannte keltern beginnen. Unter keltern versteht man die Gewinnung von Saft durch das Pressen von Trauben. Dabei ist das Wort keltern von dem Wort „Kelter“ abgeleitet, was so viel wie „Presse“ bedeutet.

Grundsätzlich muss das Keltern von Rot- Weiß- und Roséweinen differenziert werden, da sie unterschiedlich verlaufen. Die Ursache hierfür ist die Farbe im Wein, welche nur durch Schalenkontakt hervorgerufen wird.

  1. Entrappen

Im Keller angekommen, werden die Trauben entrappt. Dieser Vorgang ist nur nötig, wenn der Winzer auf eine Handlese gesetzt hat. Beim Entrappen werden die Trauben von den Grünteilen (Stielen) entfernt. Moderne Maschinen übernehmen in diesem Fall die Arbeit. 

Bei der Rotweinbereitung können die Stiele mit verarbeitet werden, wodurch der fertige Wein vermehrt grüne Aromen sowohl im Glas als auch in der Nase aufweist. 

  1. Mahlen und Pressen

Nachdem die Trauben entrappt wurden, werden sie erst gemahlen und dann gepresst. Das Mahlen der Trauben ist ein sanfterer Prozess, bei dem die Beeren in zwei Teile aufgebrochen werden. Nur der Vorlaufmost wird dabei aufgefangen. Danach werden die Trauben gepresst, wobei der restliche Most entweicht. Der Winzer kann die Traubenpresse so einstellen, dass die Trauben über einen längeren Zeitraum langsam gepresst werden. Langsames pressen ist schonender und sorgt dafür, dass viele Aromen erhalten bleiben. 

Strebt der Winzer einen Blanc de Noir (Weißwein aus roten Trauben) an, wird hingegen schnell gepresst, damit die rote Schale so kurz wie möglich in Kontakt mit dem Most bleibt. So wird aus roten Trauben ein Weißwein gekeltert, da das Fruchtfleisch einer Beere immer weiß ist. 

Merke: Der Most ist der frisch gepresste Saft aus den Trauben. 

  1. Mazeration bei der Rotweinbereitung

Rotwein bekommt seine Farbe nur durch den Kontakt mit der Schale. Deshalb hat der Winzer verschiedene Möglichkeiten bei der Weinbereitung und kann so Farbe, Aromen und Tannine beeinflussen. 

Kaltmazeration 

Noch vor Beginn der Gärung hat der Winzer die Option der Kaltmazeration. Diese Methode beschreibt den Vorgang einer Extraktion von Rotwein, bei welcher unter kühlen Temperaturen nach dem Mahlen der Most für längere Zeit in Kontakt mit den Traubenschalen bleibt. Daraus resultiert ein intensiverer Geschmack und eine dunklere Farbe. 

Nach der Mazeration des Rotweines werden die Traubenreste abgezogen und gepresst. 

  1. Gärung

Nach dem Mahlen folgt die Maischegärung. Dafür wird der Most samt Schale temperaturgesteuert in Behälter gegeben. Erhöht der Winzer die Temperatur, beginnt die Gärung. Schale, Grünteile und Kerne sammeln sich an der Oberfläche und ergeben den sogenannten Tresterhut. Folglich kann der Winzer die Tanninstruktur unterstützen und intensivieren, indem er den Tresterhut in regelmäßigen Abständen unter den Most untertaucht. 

Beliebte Methoden sind auch das Umpumpen, bei dem der Most auf den Hut gepumpt wird sowie die Délestage. Bei dieser Methode wird der komplette Most während der Gärung in einen anderen Behälter geschüttet, wobei sich der Tresterhut und der Most wieder durchmischen. 

Die Temperatur bei der Gärung ist bei der Rotweinbereitung (20°-30°) deutlich höher als bei der Weißweinbereitung (10°-20°) , da nur so ausreichend Tannine und Farbstoffe extrahiert werden können. Strebt der Winzer einen leichten Rotweinstil an, sollte er zu niedrigeren Temperaturen vergären. Hingegen werden bei der Weißweinproduktion durch kühlere Vergärung die Aromen geschont, welche ohnehin nicht so intensiv sind.

Ganztraubengärung 

Wenige Winzer präferieren eine Ganztraubengärung, bei welcher die Gärung mit ganzen Trauben erfolgt. Die Kohlensäuremaische Gärung ist eine dieser Methoden. Ganze Trauben werden in einen Behälter mit CO2 gefüllt, wodurch der Sauerstoff verdrängt wird. Die Gärung fängt in der Beere an bis sie aufgrund von zu hohem Druck irgendwann aufplatzt und der Saft entweicht. Der Vorteil dieser Methode ist der geringe Tanninanteil mit gleichzeitig hoher Farbintensität. Bekannt sind diese Weine auch für ihre intensiven Fruchtaromen. 

Der Custero von Roberto Olivan ist, ganz klassisch wie früher, ein Rotwein, der eine Kohlesäuremaische Gärung durchlaufen hat:

Merke: Bei der Produktion von Rotwein werden die Trauben mit vergoren.

In den meisten Fällen der Weißweinbereitung präferiert der Winzer keinen Schalenkontakt, um Oxidation zu vermeiden. Oxidation führt zu Veränderung der Aromen: Von anfangs frischen, fruchtigen Aromen entwickelt sich der Wein geschmacklich zum frucht-reduzierten, salzigen und nussigen Charakter. Infolgedessen bekommen wir einen Saft, welcher nicht wirklich klar aussieht. Vergleichen kann man das Aussehen des Mostes mit trübem Apfelsaft. 

Alkoholische Gärung 

Die Gärung kann in unterschiedlichen Behältern durchgeführt werden. Möchte der Winzer einen Wein, welcher nur seine Sortentypizität lebt, verwendet er einen Stahltank. Dieser lässt im Gegensatz zu Eichenfässern keine Oxidation zu. Zudem gibt er auch keinen Geschmack ab. 

Bei der alkoholischen Gärung wandelt sich der Zucker in Alkohol um und es entstehen die Aromen, die wir später im Wein schmecken. Für diese Gärung sind Hefen notwendig, die den chemischen Prozess in Gang setzen. Dabei unterscheiden wir Reinzuchthefen und Umgebungshefen. 

Reinzuchthefen sichern das Durchgären des Weines zu 100%. Sie werden heutzutage vom Winzer ähnlich wie in einem Supermarkt gekauft und entsprechend der Wünsche ausgesucht. Durch die Verwendung von bestimmten Hefen kann der Winzer festlegen, welche Aromen sich im Wein entwickeln sollen. 

Anders ist dies bei der „unsicheren“ Verwendung von Umgebungshefen. Diese Hefen befinden sich schon auf der Schale, im Weinberg oder im Keller. Es werden keine zusätzlichen Hefen dem Wein hinzugefügt, weshalb er sich quasi selbst überlassen ist. Sind genügend Hefen in der Umgebung, fängt der Most an zu gären. Viele renommierte Winzer schwören auf Umgebungshefen und erklären, dass sie dem fertigen Wein mehr Finesse und Charakter verleihen. Jedoch kann es auch passieren, dass der Most nicht komplett durchgärt.

Nun beginnt der spannendste Teil der Weinbereitung. Nach der Gärung beginnt der Ausbau des fast fertigen Weines. Zwar hat er schon die meisten seiner Aromen gebildet, jedoch kann noch Einfluss auf viele Geschmacksrichtungen genommen werden. 

  1. Abziehen der Grobhefe

Die Hefe befindet sich zum jetzigen Zeitpunkt noch im vergorenen Wein. Zuerst werden die Grobteile der Hefe entfernt. Der Winzer hat die Option, nach dem Abziehen die sogenannte Feinhefe für längere Zeit liegen zu lassen. Der Wein nimmt Teile der Hefe auf und verändert sich auch geschmacklich: Er wird runder und bekommt eine cremigere, kräftigere Textur. An der Loire in Frankreich nennen sich solche Weine „Sur lie“ (auf der Hefe). 

Thomas Morey Bourgogne
  1. Biologischer Säureabbau (BSA) – Malolaktische Gärung 

Der biologische Säureabbau geschieht direkt nach der alkoholischen Gärung. Sie wird durch steigende Temperaturen aktiviert. Dieser Vorgang beschreibt die Umwandlung der in dem Wein enthaltenen Apfelsäure in Milchsäure. Bei fast allen Rotweinen ist dieser Vorgang normal. Wird ein BSA durchgeführt, bekommt der Wein eine cremigere Textur, buttrige Aromen, erinnert an Brioche und mildert im allgemeinen die Säure im Wein. Die hochwertigsten Chardonnays aus dem Burgund (Frankreich) durchlaufen die malolaktische Gärung. 

  1. Wein Ausbau 

Barrique – Eichenfass 

Viele hochwertige Weine aus allen Teilen der Welt werden im Holzfass ausgebaut. Dabei kommt es nicht nur auf die Art des Holzes an, sondern auch auf Größe, Herkunft, Alter und Röstung. Die Mehrheit der Winzer bevorzugt Eiche. Dabei werden amerikanische und französische Sorten am häufigsten verwendet. 

Die Amerikanische Eiche gibt einen höheren Eigengeschmack ab, welcher oftmals an Vanille erinnert. Das elegantere Gegenstück, die französische Eiche, wirkt sich eleganter und filigraner aus. Generell kann man aber sagen, dass die Eichenfässer dem Wein mehr Textur und Geschmack verleihen. Zudem machen sie die Weine auch langlebiger, da Holz Oxidation zulässt. Da der Wein mehr Luft bekommt,entstehen tertiäre Aromen von getrockneten Früchten, Laub und Gebäck.

Sowohl Rotweine als auch Weißweine ziehen aus der Lagerung im Holzfass zusätzlich Tannine und Textur. Am geeignetsten sind dafür kleine 22 Liter l Barriques. Dabei ist wichtig zu beachten, dass junge Holzfässer (z.B. Erst- oder Zweitbelegungen) am meisten Tannin und Aromen abgeben. Möchte der Winzer dem Wein weniger Fassgeschmack verleihen und nur eine Oxidation zulassen, eignen sich große gebrauchte 2000 Liter Fässer mehr. 

Interessant wird es bei dem Toastungsgrad. Der Grad der Röstung wird in der Weinküferei, dem Ort, wo die Barriquefässer hergestellt werden, festgelegt. Sogenannte Dauben werden erhitzt und in die richtige Form gebogen, um später zu einem Fass zusammengesteckt zu werden. Dabei kann der Küfer entscheiden, wie hoch der Grad der Toastung ist. Werden die Dauben großzügig erhitzt, entstehen Aromen von Toast, Rauch, Vanille und süßen Gewürzen. 

Stahltank

Ein Stahltank lässt keine Oxidation zu und ist deshalb für einen reduktiven Ausbau bestens geeignet. Fruchtige Rebsorten und Weine behalten ihr klare Frucht bei und können zusätzlich durch moderne Technik gekühlt werden. 

Tonamphoren 

Tonamphoren sind eine der ältesten Ausbaumethoden. Die älteste Amphore wurde in Georgien gefunden und ist über 7000 Jahr alt. Dennoch ist umstritten, wie sich Amphoren auf den Wein auswirken. Viele Winzer der neuen Generation behaupten, der Wein würde runder schmecken. 

Betontanks 

Diese sind genauso steril wie ein Stahltank. Da sie aber keinen Mehrzweck bieten und komplizierter sauber zu halten sind, werden Stahltanks bevorzugt. 

  1. Säuern und Anreichern 

Je nach Land und Anbaugebiet ist es den Winzern in schlechten Jahrgängen erlaubt, die Weine zu säuern oder anzureichern. Zum Säuern wird dem fertigen Wein Säure in Pulverform zugegeben. Hierfür gibt es genaue Vorschriften, wann und wieviel der Winzer hinzufügen darf. Das Anreichern wird aufgrund von fehlendem Zucker im Wein praktiziert und hilft dem Wein, bei der Vergärung genug Alkohol zu produzieren. Die zwei wichtigsten Methoden sind die Chaptalisierung und das Hinzufügen von RTK (rektifiziertes Traubenmostkonzentrat). Die Chaptalisierung beschreibt die Zugabe von traubenfremden Zucker. Rektifiziertes Traubenmostkonzentrat ist eine sirupartige Flüssigkeit, welche aus Trauben gewonnen wird. Sie kann vor oder während der Gärung hinzugegeben werden. 

In vielen Anbaugebieten ist das Anreichern von Zucker verboten.

  1. Verschneiden 

Das Verschneiden von verschiedenen Weinen, Rebsorten, Jahrgängen oder auch Lagen ist überaus komplex und erfordert einen sehr guten Gaumen. Nicht ohne Grund ist der Job des Kellermeisters in der Champagne, welcher für die perfekte Cuvée und den Hausstil verantwortlich ist, einer der sensorisch genauesten der Welt. 

Durch das Cuvéetieren von unterschiedlichen Weinen wird der Wein komplexer, ausgewogener und beständiger. Dabei ist es wichtig, auf die Rebsortenkombination zu achten, da nicht alle kompatibel sind. Eine schöne Kombination ist zum Beispiel Chardonnay-Weißburgunder, da Schmelz und Spritzigkeit vereint werden. 

Die wunderbare Chardonnay und Weißburgunder Cuvée vom Weingut Andres zeigt, welche geschmackliche Vielfalt ein Wein haben kann.

Bestimmte Weinstile können nur durch eine Cuvée entstehen, so wie die großen Weine aus dem Anbaugebiet Bordeaux. Die Winzer dort streben die perfekte Kombination aus Säure, Tannin, Eleganz und Frucht an und kombiniert deshalb die gebietstypischen Rebsorten zu dem perfekten Wein. 

  1. Filtration – Klärung – Stabilisierung 

Das Auge des Endverbrauchers trinkt immer mit. So wird weltweit klarer Wein dem Trüben vorgezogen. Dafür muss der Wein filtriert und geklärt werden. Durch das Entfernen von Trübstoffen und Schwebeteilchen werden dem Wein auch Substanz und Aromen entzogen. So können Weine, die zu oft filtriert wurden, wässrig schmecken. Allerdings werden durch das Entfernen von Fremdstoffen, Weinstein, Heferesten und Bakterien die Weine auch haltbarer und stabiler. Lesen Sie hier unterschiedliche Filtermethoden und alles rund um die Klärung des Weines: Weinfilterung- Welche Arten gibt es und was ist zu beachten?

Für eine sichere mikrobiologische Stabilität sollte dem Wein Schwefel (SO2) hinzugefügt werden, um ihn so zu konservieren und haltbarer zu machen. Eine zu hohe Dosis kann den Wein unangenehm riechen lassen. Zu wenig Schwefel birgt das Risiko der Instabilität des Weines. 

  1. Reifezeit 

Der Winzer kann mit der Reifezeit ebenfalls den Weinstil beeinflussen. Die Mehrheit der heute auf den Markt kommenden Weine sind trinkfertig produziert, was so viel bedeutet wie “direkt trinkbar”. Hochwertige, komplexe und seltene Weine sind oftmals sehr lagerfähig und kommen viel später auf den Markt als andere Weine des selben Jahrgangs. Das liegt daran, dass die Winzer den Weinen mehr Zeit im Keller zur Reifung geben, damit sich der Wein in seinen Aroma-Ausprägungen positiv entwickeln kann. So wird aus den anfänglichen Primäraromen, den harten Tanninen und der betonten Säure ein komplexerer Wein mit tertiären Aromen, weichen und geschliffenen Tanninen und einer ausbalancierten Säure. 

Wie man merkt, hat der Winzer viele Optionen entlang der Kelterung im Weinkeller, den Wein positiv zu beeinflussen. Jedoch verbergen sich auch viele Gefahren bei der Weinbereitung im Keller. Das Endergebnis lässt sich jedoch sehen und auch schmecken: Stöbern Sie gerne in unserem Onlineshop und finden Sie Ihren Lieblingswein.

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Spanien

Tentenublo Los Corrillos blanco Rioja 2020

Orange-/Weißwein · Rioja Alavesa · Jaén Blanca (Calagraño)

Jaén Blanca · Viura · Malvasía Los Corrillos · Orange-Wein Maischevergärung DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltige Höhenböden · 70–100 J. Reben 9 Monate Vollhefe · unfiltriert nur 930 Flaschen · 2020

Der Tentenublo Los Corrillos blanco 2020 ist quasi ein Orange-Wein – ein Weißwein, der auf den Schalen vergoren wird. Die Hauptrolle spielt die Rebsorte Jaén Blanca (Calagraño), ergänzt durch ein wenig Viura und Malvasía. Ein „Querdenker" unter den Rioja-Weißweinen: karg, mineralisch und kompromisslos eigenständig.


Los Corrillos – der Querdenker aus Viñaspre

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Der Los Corrillos ist sein Orange-Wein: eine schalenvergorene weiße Cuvée, geführt von der seltenen Jaén Blanca (Calagraño), ergänzt durch Viura und Malvasía.

Gewonnen werden die Trauben auf den Höhenlagen der Weinfelder Pieza Naya, El Pino, La Quemada und La Balsa aus 70 bis 100 Jahre alten Reben. So karg wie die kalkhaltigen Böden, auf denen diese Reben wachsen, schmeckt am Ende auch der Wein.

Jahrgang 2020 – Rioja

2020 war in der Rioja ein Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders frische, ausgewogene Weine hervorbrachte. Die Höhenlagen mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Klarheit und die mineralische Prägung des Kalkbodens – ideale Voraussetzungen für einen strukturierten, langlebigen Maischewein.

Herstellung und Ausbau

Schalenvergorene weiße Cuvée, geführt von Jaén Blanca (Calagraño) mit Viura und Malvasía, Jahrgang 2020, trocken; von 70 bis 100 Jahre alten Reben.

Nach der manuellen Ernte werden die Trauben komplett auf der Schale mit den weinbergseigenen Hefen offen vergoren. Nach der Fermentation ruht der Wein über weitere neun Monate auf der Vollhefe, bevor er unfiltriert abgefüllt wird. Diese kompromisslos natürliche Machart verleiht dem Wein seine kompakten Gerbstoffe, seine Tiefe und seine Langlebigkeit. Gesamtproduktion: nur 930 Flaschen.

Im Glas

So wie die kalkhaltigen Böden, auf denen die Reben wachsen, schmeckt auch der Wein: karg, leicht abweisend, weißer Tee, Kräuter der Provence, Felsenbirne, unreifer Apfel, nasser Stein, kompakte Gerbstoffe und eine stattliche, changierende Säure sind seine verbindenden Elemente. Lang, voll und dicht der Abgang. Viel Luftkontakt oder ein paar Jahre Kellerruhe tun diesem „Querdenker" unter den Rioja-Weißweinen noch sehr gut.

Karg und leicht abweisend: weißer Tee, Kräuter der Provence, Felsenbirne, unreifer Apfel und nasser Stein, kompakte Gerbstoffe, changierende Säure. Lang, voll und dicht.

Unbedingt viel Luft geben (dekantieren) – oder ein paar Jahre Kellerruhe gönnen. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch, zu würzigen Gemüse- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Hart- und Ziegenkäse; dank seiner Gerbstoffe auch zu würziger asiatischer Küche.


Lage: Höhenlagen der Weinfelder Pieza Naya, El Pino, La Quemada und La Balsa, Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltige Böden; 70 bis 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; schalenvergorene weiße Cuvée aus Jaén Blanca (Calagraño), Viura und Malvasía (trocken)
Ausbau: manuelle Ernte, offene Maischevergärung mit weinbergseigenen Hefen, ~9 Monate auf der Vollhefe, unfiltriert; 930 Flaschen

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Spanien

Conde Pinel Viura Verdejo

Ein neuer Paukenschlag von Önologenteam rund um David Tofterup aus dem Herzen Spaniens. Die Conde Pinel Linie umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Die Weine sind mit modernstem Weinmacher Know How bereitet worden und sind fruchtbetont, dabei aber trocken und klar. In ihrer Preisklasse sicherlich unübertroffen!

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Rebsorten

Paul Mas Cabernet Sauvignon Merlot 0,25

Wein · Rotwein · Pays d'Oc · Frankreich

Paul Mas Cabernet Sauvignon Merlot zeigt im Bukett elegante, komplexe Aromen von reifen schwarzen Früchten wie Johannisbeere, untermalt von würzigen Noten und Vanille. Sehr fruchtig und samtig im Nachhall – in der praktischen 0,25-Liter-Flasche.


Pays d'Oc / Languedoc

Das Pays d'Oc erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste im Languedoc (Südfrankreich). Das mediterrane Klima mit heißen, trockenen Sommern bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor. Cabernet Sauvignon und Merlot sind die klassischen Bordeaux-Sorten, die hier bestens gedeihen. Erzeuger ist Domaines Paul Mas.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Cabernet Sauvignon bringt Struktur und Cassisfrucht, Merlot Schmelz und samtige Fülle. Ein dezenter Holzeinsatz verleiht die feine Vanillenote. Abgefüllt in der 0,25-Liter-Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase reife schwarze Johannisbeere, würzige Noten und ein Hauch Vanille. Am Gaumen sehr fruchtig und samtig, mit weichen Tanninen und rundem Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Begleiter, ideal portioniert für ein Glas.

Passt zu: rotem Fleisch, Geflügel, Pasta und mittelreifem Käse.


Lage: Pays d'Oc IGP, Languedoc (Frankreich); Domaines Paul Mas
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cuvée aus Cabernet Sauvignon & Merlot, trocken
Ausbau: fruchtbetont mit dezentem Holzeinsatz
Füllmenge: 0,25 Liter

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Weine

Weingut Andres Königsbacher Ölberg Riesling 2023 BIO

Weißwein · Königsbach (Pfalz) · Riesling

Riesling Königsbacher Ölberg (Einzellage) Königsbach · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres sehr kühl · hoher Kalkanteil trocken · spontan vergoren großes Holzfass (Pfälzer Eiche) BIO · 2023

Der Weingut Andres Königsbacher Ölberg Riesling 2023 ist ein Lagen-Riesling aus einer sehr kühlen Lage mit besonders hohem Kalkanteil. Reife Frucht im Duft, fast ölig-kräftig im Geschmack, mit purer Mineralik am Gaumen – ein ganz großer, trockener Riesling.


Königsbacher Ölberg – Riesling vom Kalk

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Für diesen Riesling füllen sie die Einzellage Königsbacher Ölberg separat ab.

Die Lage ist eine sehr kühle mit besonders hohem Kalkanteil. Diese Kombination aus kühlem Kleinklima und kalkreichem Boden bringt einen Riesling von großer Mineralität, spürbarem Druck und lebendiger, salziger Frische hervor.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die sehr kühle, kalkreiche Lage und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Präzision – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Königsbacher Ölberg, Jahrgang 2023; 100 % Riesling vom kalkreichen Boden.

Der Riesling wird spontan vergoren und anschließend im großen Holzfass aus Pfälzer Eiche ausgebaut. Diese schonende Machart bewahrt die kühle, kalkgeprägte Herkunft und verleiht dem Wein Struktur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Reife Frucht im Duft, fast ölig-kräftig im Geschmack, und am Gaumen ist die pure Mineralik spürbar. Steinfruchtaromen in „Geschmacks-Perfektion", jede Menge Druck am Gaumen und salzige Frische im Abgang. Ein ganz großer, trockener Riesling.

Reife Frucht, fast ölig-kräftig, mit purer Mineralik – Steinfrucht in „Geschmacks-Perfektion", jede Menge Druck am Gaumen und salzige Frische im Abgang. Ein ganz großer, trockener Riesling.

Ein kraftvoller, kalkgeprägter Lagen-Riesling mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Königsbacher Ölberg, Königsbach, Pfalz (Mittelhaardt); sehr kühle Lage mit besonders hohem Kalkanteil
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung, Ausbau im großen Holzfass aus Pfälzer Eiche; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Schaumweine

Adrien Renoir Cuveé Le Terroir Grand Cru

Champagner · Verzy Grand Cru · Chardonnay & Pinot Noir

Adrien Renoir Cuvée Le Terroir Grand Cru ist ein Champagner der Domaine Adrien Renoir aus dem Grand Cru Verzy in der Montagne de Reims. Die Cuvée vereint Chardonnay und Pinot Noir. Die Grundweine werden spontan vergoren und behutsam in Holzfässern und großen Foudres ausgebaut, bevor die Cuvée lange auf der Hefe reift. Ein Champagner voller Authentizität, Finesse und Spannung.


Verzy

Verzy ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Montagne de Reims. Die kreidegeprägten Böden verleihen dem Champagner seine markante Mineralität und energiegeladene Frische. Hier wachsen die Trauben für diese Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Chardonnay und Pinot Noir. Die Grundweine werden spontan vergoren und behutsam in Holzfässern und großen Foudres ausgebaut. Anschließend reift die Cuvée geduldig auf der Hefe, bis sich ihre charakteristische Textur entfaltet.

Im Glas

Feine Perlage. In der Nase weiße Blüten, reife Birne und saftiges Steinobst, unterlegt von Brioche-Würze und einem Hauch Flieder-Honig. Am Gaumen seidig, präzise und vibrierend, getragen von einer kreidigen Mineralität und frischer Energie – straff, fokussiert und zugleich geschmeidig. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter. Ein großzügiges Glas betont die Aromatik.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Verzy Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne); Kreide
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru
Ausbau: Spontangärung, Holzfass/Foudre, langes Hefelager

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USA

Saxum James Berry Vineyard White 2019

Weißwein · James Berry Vineyard · Rhône-Cuvée

Grenache Blanc · Roussanne · Chenin Blanc James Berry Vineyard Willow Creek District Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) Kalkstein-Steillage 600-l-Fass · 60 % neu 2019

Der Saxum James Berry Vineyard White 2019 zählt zu den besten Weißweinen von Paso Robles – eine rare Rhône-Cuvée aus der Heimatlage des Kult-Erzeugers Saxum. Aus Grenache Blanc, Roussanne und Chenin Blanc entsteht ein mittel- bis vollgewichtiger, reich texturierter und zugleich frischer Weißwein von großer Tiefe.


James Berry Vineyard – Kalkstein im Willow Creek District

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Kult-Erzeugern Kaliforniens. Herzstück ist das James Berry Vineyard im Willow Creek District westlich von Paso Robles – eine steile, karge Lage auf Kalkstein und Kalkschiefer der Monterey-Formation mit nur dünnem Oberboden. Der Name Saxum ist lateinisch für „Stein" und verweist auf eben diesen kalkreichen Untergrund.

Die Reben wurzeln tief in den Spalten des Kalkfelses, sodass kaum bewässert werden muss; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren die Frische. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet. Den Weißwein erzeugt Saxum erst seit 2017 – mit einem bewusst „burgundischen" Ansatz, der Frische und Textur in den Mittelpunkt stellt.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang mit reifer, klar definierter Frucht und guter Frische. Auf dem kühlen Kalksteinterroir des James Berry Vineyard ergibt das einen Weißwein, der Reife und Fülle mit lebendiger Säure und mineralischer Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 46 % Grenache Blanc, 31 % Roussanne und 23 % Chenin Blanc, Jahrgang 2019, trocken.

Grenache Blanc gibt dem Wein Frische und florale Klarheit, Roussanne Fülle, Schmelz und honigwürzige Tiefe, Chenin Blanc Spannung und eine lebendige Säure. Der Ausbau erfolgt zu 60 % in neuen französischen 600-Liter-Fässern – das größere Fassformat bindet eine cremige, toastige Textur ein, ohne die Frucht mit Holznoten zu überdecken. Die Reife auf der Hefe verleiht dem Wein zusätzliche Vielschichtigkeit und Länge.

Im Glas

Aus dem kalkreichen Terroir und der Rhône-Cuvée lebt dieser Weißwein von Tiefe und Spannung: weiße Blüten und reife Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Quitte, Zitrus und ein feiner Honigton, untermalt von einer steinig-kalkigen Mineralität und dezenter, toastiger Würze aus dem Holz. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, mit reicher, vielschichtiger Textur, die von einer lebendigen Säure und salzigem Zug getragen wird. Trotz seiner Fülle wirkt er frisch und präzise und mündet in ein langes, mineralisches Finale.

Weiße Blüten, Pfirsich, Quitte und Honig über kalkiger Mineralität – reich und vielschichtig, doch frisch und präzise, mit langem Finale.

Schon jetzt ein Genuss, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu edlem Fisch und Krustentieren, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hart- und Weichkäse.


Lage: James Berry Vineyard, Willow Creek District, Paso Robles (Kalifornien, USA); steile Kalkstein-/Kalkschiefer-Hänge der Monterey-Formation, dünner Oberboden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles Willow Creek District; Cuvée aus 46 % Grenache Blanc, 31 % Roussanne, 23 % Chenin Blanc (trocken)
Ausbau: Ausbau zu 60 % in neuen französischen 600-l-Fässern, Reife auf der Hefe; minimalistische, naturnahe Kellerarbeit

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Weine

Andres Pfalz Chardonnay Kalkmergel BIO

Weißwein · Pfalz · Chardonnay

Chardonnay Kalkmergel (Gutswein) Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres Kalkgesteinsböden trocken · Burgunder-Vorbild BIO (DE-ÖKO-039) 2025

Der Weingut Andres Chardonnay Kalkmergel trocken 2025 ist ein genialer Gutswein: Chardonnay, Kalkgesteinsböden und das feine, sensible Gespür der Gebrüder Andres sorgen für ein begeisterndes Verhältnis von Frucht, Mineralik und Schmelz. Ein Hoch auf die Pfalz!


Chardonnay vom Kalkmergel – Gutswein aus der Pfalz

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Chardonnay Kalkmergel ist ihr Gutswein aus dieser Rebsorte – das Fundament ihres viel beachteten Chardonnay-Programms.

Die Trauben stammen von Kalkgesteinsböden der Mittelhaardt. Dieser kalkgeprägte Untergrund verleiht dem Chardonnay eine klare, frische Struktur und eine feine Mineralität – unverkennbar mit dem Burgund als Vorbild.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Der Chardonnay 2025 zeigt eine reife, klare Frucht bei lebendiger Frische. Die kalkgeprägten Böden und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahren die frische Struktur und feine Mineralität – Frucht, Mineralik und Schmelz im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Chardonnay (Gutswein) aus der Pfalz, Jahrgang 2025; 100 % Chardonnay von Kalkgesteinsböden.

Der Wein wird schonend und herkunftsbetont ausgebaut, ganz auf die Verbindung von klarer Frucht, feiner Mineralität und Schmelz ausgerichtet – mit dem Burgund als stilistischem Vorbild. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Chardonnay, Kalkgesteinsböden und das feine, sensible Gespür der Gebrüder Andres sorgen für ein begeisterndes Verhältnis von Frucht, Mineralik und Schmelz. Ohne Zweifel spürt man das Burgund als Vorbild, seine klare, frische Struktur ist unverkennbar. Zitrusfrucht, Fenchel, nasser Stein, Brotkruste, Meeresgischt … alles fügt sich feinfühlig und perfekt zusammen. Ein Hoch auf die Pfalz!

Zitrusfrucht, Fenchel, nasser Stein, Brotkruste und Meeresgischt – klare, frische Struktur mit dem Burgund als Vorbild, ein begeisterndes Verhältnis von Frucht, Mineralik und Schmelz.

Ein feiner, mineralischer Gutswein-Chardonnay. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu mild-cremigem Käse.


Lage: Mittelhaardt, Pfalz; Kalkgesteinsböden (Kalkmergel); Weingut Andres, Deidesheim
Klassifikation: Chardonnay-Gutswein, Pfalz (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: schonende, herkunftsbetonte Vinifikation; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2007

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2007

Der Feuerheerd's Colheita 2007 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2007 – Douro

Trotz eines trockenen Januars war der Winter relativ feucht und befeuchtete die ausgetrockneten Böden wieder. Der Frühling blieb trotz einzelner Fröste feucht, was Fäulnis förderte; ein warmer März und April brachten einen frühen Austrieb, ein launischer Mai störte die Blüte und verringerte die Erträge. Die feuchten Bedingungen im Juni und Juli ließen die Sorge um Mehltau wachsen.

Ein warmer August und September trockneten die Trauben und brachten sie rechtzeitig zur phenolischen Reife; die Lese endete Ende Oktober. Die Weine von 2007 sind oft atemberaubend – reich und reif, mit ausgeglichener Säure und komplexer Aromatik.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2007.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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