Weinherstellung – Der Weg vom Weinberg in die Weinflasche

Wie wird Wein produziert und was ist dafür an Arbeiten im Weinberg nötig? Was muss ein Winzer tun, um das perfekte Traubenmaterial für den fertigen Wein zu gewinnen? 

Um die perfekte Arbeit als Vorbereitung für die kommende Lese zu leisten, sind unzählige Arbeitsabläufe notwendig. Angefangen mit dem Rebschnitt im Frühling bis hin zur Selektion im frühen Herbst gehören auch die Beobachtung und Einschätzung der Wetterverhältnisse zum Prozess, um die perfekte Traube mit genügend Mostgewicht zu ernten. Dabei kann der Winzer Einfluss auf die Entwicklung der Traube nehmen und so den Geschmack des Weines beeinflussen. 

Dabei ist die Qualität der Trauben von besonderer Wichtigkeit, vor allem wenn es an die Verarbeitung im Weinkeller geht. Eine gesunde und qualitativ hochwertige Traube kann der Winzer nur im Weinberg gewinnen. Was muss also alles bei der Arbeit im Weinberg passieren?

Reberziehung – Was die Rebe zum Wachsen braucht

Die Anatomie der Rebe 

Die Rebe besteht aus mehreren Teilen. Angefangen bei den Wurzeln dienen diese bekanntlich der Wasser- und Nährstoffaufnahme. Danach folgt das mehrjährige Holz. Dieses besteht aus Stamm und Trieben, die mehr als ein Jahr alt sind. Das einjährige Holz besteht aus Trieben, die im Laufe des Winters verholzen. Aus den sogenannten Augen (Knospen) entsteht dann im nächsten Jahr ein neuer Trieb. Die Rebe hält sich mit ihren „Ranken“ an nahegelegenen Rebstützen fest. 

Umgebungsbedingungen

Die Umgebung der Trauben ist entscheidend für den späteren Weinstil. Wärme, Sonnenlicht, Wasser, Klima und Wetter wirken sich positiv oder negativ auf das Wachstum und die Arbeit im Weinberg aus. Damit die Rebe ordentlich wachsen kann und genug Säure, Zucker und Aromen bildet, ist eine gute Photosynthese notwendig. 

Wärme und Sonnenlicht: 

Die besten Lagen sind auf der Nordhalbkugel günstig Richtung Süd-Osten ausgerichtet. Die Trauben bekommen so mehr Stunden Sonnenlicht ab und können besser reifen. Wachsen die Weinberge zu nah am Äquator, werden die Temperaturen zu heiß. Diesen Temperaturen kann man allerdings mit Höhenlagen entgegenwirken. Je höher die Weinberge desto kälter werden die Temperaturen. 

Merke: Nah am Äquator liegende Länder wie z.B. Argentinien profitieren von hohen Lagen, welche einen kühlenden Einfluss auf die Reben haben. 

Klima und Wetter

Tag- und Nachttemperaturschwankungen sind ebenfalls entscheidend für die Qualität der Trauben. Kalte Nächte regulieren die Säure in der Beere und verlangsamen den Abbau von Aromen. Weine aus solchen Gebieten schmecken frischer und knackiger als jene, die in einem sehr heißen Klima reifen. Ein gewisser Anteil an Säure ist wichtig für einen ausbalancierten Wein, da dieser sonst schnell „plump“ schmecken kann.

Warme Tage und Nächte lassen die Trauben besser reifen, was den Zuckergehalt in die Höhe schnellen lässt. 

Temperaturschwankungen werden durch große Gewässer in der Nähe des Weinbergs verlangsamt, da diese sowohl Wärme in der Nacht als auch Kälte am Tag abgeben. 

Auch Nebel kann zur Kühlung einer Weinparzelle führen. So profitiert das berühmte Weinbaugebiet „Mosel“ vom morgendlichen Nebel, welcher hin zur Mittagsstunde immer höher klettert und sich zwischen den Rebzeilen absetzt.

Morgendlicher Nebel an der Mosel

Temperaturbedingte Risiken sind für jeden Winzer unberechenbar und können eine ganze Ernte zerstören. Um erst dem Frühlingsfrost und dann dem heißen Sommer entgegenzuwirken, setzten Winzer gerne folgende Hilfsmittel ein: 

  • Öfen werden in Gebieten mit Frühlingsfrost zum Schutz vor Nachtfrost aufgestellt. Die bekanntesten Bilder gibt es aus dem Anbaugebiet Burgund (Chablis und Cote d´OR). 
  • Windmaschinen werden anders als vielleicht angenommen auch gegen Frost eingesetzt. Dabei wird warme Luft angesogen und durch den Weinberg gepustet. Moderne Maschinen besitzen zusätzlich auch Heizelemente.
  • Sprinkleranlagen werden ebenfalls gegen Frost eingesetzt. Die Idee dahinter ist, mit normal temperiertem Wasser das Gefrieren der Knospen und Triebe zu verhindern. 

Merke: Kühle Temperaturen regulieren die Säure, während ein warmes Klima für einen erhöhten Zuckergehalt im Wein führt.

Bewässerung

Die Rebe braucht neben Sonnenlicht und Wärme aber auch Wasser. In regenreichen Weinbaugebieten bekommen die Reben genug Wasser, welches durch die Wurzeln aufgenommen wird. In sehr warmen Gebieten verdunstet das Wasser schneller aus Boden und Blättern. Daher setzten Winzer, sofern nicht verboten, gerne Bewässerungssysteme ein: 

  • Tropfbewässerung: Hierbei werden Schläuche entlang der Rebzeilen gelegt, damit jede einzelne Rebe für sich bewässert werden kann. Diese Technik ist sehr kostspielig, hat aber den Vorteil, dass genau gesteuert werden kann, wieviel Wasser eine Rebe bekommt.
Weinberg auf Sizilien mit Tröpfchenbewässerung
  • Überflutungsbewässerung: Die etwas günstigere Variante der Überflutung bietet sich hauptsächlich in flachen Gebieten an. Hierbei werden hohe Wassermassen durch die Rebzeilen geflutet.
  • Sprinkler: Sprinkler verbrauchen zwar viel Wasser und erzeugen eine hohe Feuchtigkeit im Weinberg, jedoch sind sie sehr effektiv was die Bewässerung der Reben angeht.

Rebschnitt 

Der Winzer kann durch den Rebschnitt die Menge der Trauben an den Trieben festlegen. Im Winterschnitt schneidet er dafür die Augen (Knospen) zu – aus diesen entsteht im nächsten Jahr der Trieb. Auch im Sommer sollte der Winzer sich um den Rebschnitt kümmern. Dabei geht es hauptsächlich um die Laubdachpflege. Schneidet der Winzer viele Blätter weg, sorgt er für mehr Sonneneinstrahlung und eine bessere Luftzirkulation. Die Trauben können dann besser reifen und die Wahrscheinlichkeit von Pilzkrankheiten sinkt. Blätter können allerdings auch einen Schutz vor Sonne oder Regen bieten. Lässt der Winzer die Blätter an der Rebe hängen, so werden die darunter sitzenden Trauben vor Sonnenlicht geschützt. In zu warmen Gebieten profitieren die Trauben von solchen Methoden. 

Werden im Sommer bei warmen Temperaturen die Blätter der Rebe zurückgeschnitten, wird die Zuckerproduktion der Pflanze vermehrt in die Traube gelenkt. So bekommt sie mehr Mostgewicht und werden schneller reif. 

Merke: Ein rigoroser Schnitt des Laubdachs einer Rebe fördert die Zuckerproduktion und Reife der Traube, während ein dezenter Schnitt Schutz vor Regen und zu hoher Hitze bietet.

Laubdachpflege 

Unterstützungssysteme im Weinberg helfen dem Winzer, eine gezielte Laubdachpflege zu führen und vereinfachen die Reberziehung. Dafür werden Pfosten in jeder Rebzeile aufgestellt, welche mit Drähten waagerecht bespannt werden. An diesen Drähten werden dann die Triebe der Rebe befestigt. Die Sonneneinstrahlung kann so genau bestimmt werden, sodass z.B. in warmen Klimata die Beschattung durch das Laub für Schutz vor Verbrennungen sorgt. 

Buscherziehung

Wählt der Winzer eine sogenannte Buscherziehung, bei welcher die Reben nah am Boden wachsen, ist die Luftzirkulation sehr gering, wodurch sich Pilzkrankheiten schnell ausbreiten. Jedoch finden in warmen Weinanbaugebieten Buscherziehungen häufiger Gefallen als in kühlen und nassen Regionen. Das Entlauben der Blätter wird von Winzern trotzdem durchgeführt, damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit an der Rebe bildet. Arbeitet der Winzer mit Vollerntern sind Unterstützungssysteme unumgänglich, da gerade Reihen notwendig sind, um die Erntemaschinen zum Einsatz zu bringen. Für eine Handlese sind beide Erziehungsmethoden geeignet.

Weinberg in Spanien mit Buscherziehung

Wachstumszyklus der Rebe 

Winterruhe 

Im Winter verholzen die Triebe der Rebe. Zudem fallen die Blätter ab und die Nährstoffe sammeln sich für den kommenden Austrieb in der Wurzel.

Austrieb 

Sobald es im Frühling wärmer wird, fangen die Triebe und Augen an zu wachsen. Wann der Austrieb beginnt, kommt ganz auf die Rebsorte an. 

Bestäubung 

In der Regel sind die Reben, welche für den Weinbau verwendet werden, zwittrig. Das bedeutet sie können sich selbst bestäuben – ganz ohne Insekten. 

Blattwuchs 

Kurz nach dem Austrieb folgt dann der Blattwuchs. Blätter und grüne Bestandteile der Rebe fördern die Photosynthese und versorgen die Rebe mit Kohlenhydraten. 

Weinbergsschnecken Sizilien

Blüte 

In dieser Zeit braucht die Rebe viel Sonnenlicht. Dafür kann der Winzer das Laubdach verringern, um so mehr Sonneneinstrahlung zu gewährleisten. Nun bildet sich auch der Fruchtansatz, welcher der Übergang zur Beere ist. Nur bestäubte Blüten entwickeln Beeren. 

Véraison und Reife der Beere 

Die Véraison beschreibt den Moment, in dem die Traubenreife beginnt. Die anfangs kleinen grünen Beeren entwickeln sich nach und nach zu Trauben. Für diesen Prozess saugt die Traube so viel Wasser auf wie sie kann. Gleichzeitig steigt auch der Zuckergehalt, Aromen bilden sich und Farbpigmente kommen zum Vorschein. Der Winzer kann nun alle Rebblätter entfernen und auch eine Vorselektion vornehmen, um die spätere Qualität des Weines zu verbessern. Ist er allerdings auf hohe Erträge aus, lässt er alle Beeren hängen. 

Lese 

Je nach Anbaugebiet wird im September/Oktober geerntet. Zu viel Regen kann die Trauben aufplatzen lassen, woraus verwässerte Aromen entstehen können. 

Wein Schädlinge

Vögel und Wild

Vögel fressen gerne Trauben und minimieren so den Ertrag. Durch Netze schützt der Winzer seine Reben auch vor Rehen, Wildschweinen und Füchsen. 

Netze zum Schutz vor Vögeln und Säugetieren

Insekten 

Insekten greifen Trauben, Rebblätter und Stiele an. Durch das Spritzen von Insektiziden kann der Winzer gegen die Angreifer wirken. 

Pilzkrankheiten 

Trauben, befallen mit Botrytis

Falscher Mehltau ist ein Pilz, der die komplette Rebe befällt. Befallene Teile der Rebe sollten entfernt oder mit Fungizid bespritzt werden. Allerdings verlieren dadurch die Trauben ihre Aromen und bekommen einen bitteren Nachgeschmack. 

Graufäule wird von Botrytis Cinerea hervorgerufen. Botrytis ist ein Pilz, der sich durch kleine Poren in die Traube bohrt, welche dann ihr Wasser verliert und austrocknet. Jedoch kann Botrytis auch gewünscht sein: Möchte der Winzer einen hochwertigen Süßwein wie zum Beispiel Tokaji oder Beerenauslesen produzieren, ist „Edelfäule“ (Botrytis) notwendig. Durch das Schrumpeln der Traube konzentriert sich auch der Zucker in der Traube und wird so konzentrierter.

Wie kann der Winzer gegen Pilzkrankheiten vorgehen? In Deutschland gibt es genaue Richtlinien, wann und wieviele Chemikalien ein Winzer pro Hektar einsetzen darf. Dazu gehören zum Beispiel Schwefel und Kupfer Präparate gegen Mehltau, Insektizide gegen Kleintiere und andere Fungizide, welche vor Pilzen und Angreifern schützen.

Im Biologischen Weinbau ist der Gebrauch von Fungiziden zwar erlaubt, aber stark eingeschränkt. So dürfen nur wenige zugelassene Chemikalien in geringen Mengen gegen Krankheiten und Pilze eingesetzt werden. 


Traubenlese 

Der alles entscheidende Moment im Herbst ist die Weinlese, bei welcher sich die Arbeit im Weinberg auszahlt. Dabei kann der Winzer entscheiden, ob er mit der Hand liest oder die einfachere Variante mit dem Vollernter wählt. 

Die Handlese ist wesentlich schonender für die Trauben und wird hauptsächlich für höherwertigen Wein angewendet. Zudem ist die Selektionierung und das Entfernen von faulen Beeren direkt am Rebstock möglich. 

Die Lese mit dem Vollernter hat genauso viele Vorteile wie auch Nachteile. Selbstverständlich kommt der Winzer mit der Erntemaschine schneller durch den Weinberg. Zudem braucht er nur wenige bis keine Erntehelfer. Allerdings finden solche Maschinen nur in flachen Gebieten Anwendung, da die maschinelle Traubenlese an Steilhängen nicht möglich ist. Der Traubenvollernter besteht aus einer Gabel an der eine Rüttelmaschine befestigt ist. Mit zwei großen Stäben werden dann die Trauben „abgerüttelt“. Das hat zum Nachteil, dass auch faule Beeren abfallen und später mit gepresst werden. Das verunreinigt den Wein und kann ihn bitter schmecken lassen. 

Merke: Wichtig für den Winzer ist, dass es bei der Lese nicht regnet, da die Trauben sonst aufplatzen können. 

Die Arbeit im Weinberg in Kürze

Die Arbeit des Winzers im Weinberg erfordert wahres Feingefühl und Kennerwissen, um eine gute Grundlage für die weitere Weinverarbeitung zu schaffen. Vor der Kultivierung muss erst einmal erwogen werden: Welche Rebsorte passt zu den auf meinem Weinberg vorhandenen Umweltbedingungen hinsichtlich Licht, Klima und Bewässerung? Nach der Entscheidung für und Anpflanzung von einer Rebsorte kann ein Weinberg jedoch nicht auf sich allein gestellt bleiben – denn die Reben bedürfen zweimal im Jahr eines Rebschnitts, um sich bestmöglich zu entfalten und müssen ggf. vor Schädlingen geschützt werden. Hat das gut geklappt, steht im Herbst die Weinlese an, welche maschinell oder händisch vorgenommen werden kann. 
Bis zu diesem Zeitpunkt spielt sich die ganze Arbeit im Weinberg ab. Anschließend geht es für die Trauben in den Winzerkeller, um dort gekeltert zu werden. Die Weinbergsarbeit ist nur ein kleiner Teil zum fertigen Produkt „Wein“. Lesen Sie gerne im nächsten Blogbeitrag alles rund um die Kellerarbeit eines Winzers und wie sich der Wein dort verändert.

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Weine

Aurore Casanova Union Grand Cru Extra Brut

Der Aurore Casanova Union Grand Cru Extra Brut ist die erste Cuvée des Hauses und bringt zwei Welten zusammen: Chardonnay von Kreide aus Le Mesnil-sur-Oger und Pinot Noir von Lehm aus Puisieulx. Nur 2.335 Flaschen.

Im Glas

Gold im Glas. Zitronat, frischer Ingwer und ein Hauch Meer in der Nase. Im Mund zuerst kühl und straff – das ist der Chardonnay –, danach bringt der Pinot Noir Fülle, salzige Karamellnoten und dunkle Kirsche. Der Ausklang ist lang und würzig.

Mach was draus

Perlhuhn mit Pfifferlingen, Kalbsrücken, gegrillter Hummer oder ein 24 Monate alter Comté. Er ist ein Champagner, den du mit Freunden teilst, die genau hinschmecken wollen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Er gehört an den Tisch. In einem großen Glas und mit etwas Zeit schiebt sich der Pinot Noir immer weiter nach vorn.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was heißt Union? Die Cuvée vereint zwei Menschen, zwei Grand Crus und zwei Rebsorten: Aurore und Jean-Baptiste, Le Mesnil und Puisieulx, Chardonnay und Pinot Noir.

Wie wird er dosiert? Mit Wein aus der eigenen ewigen Pinot-Noir-Reserve von 2016 statt mit Zuckerlösung, als Extra Brut.

Chardonnay und Pinot Noir, je etwa zur Hälfte · Rose et Jutées (Le Mesnil-sur-Oger) und Les Petites Vignes (Puisieulx), Grand Cru · Reben von 1968, 1981, 1991 · Spontangärung, Fass, ohne Abstich · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut · 2.335 Flaschen · Aurore Casanova, Mardeuil · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Fixin Vieilles Vignes 2023

Rotwein · Fixin · Pinot Noir

Pinot Noir Fixin AOC Vieilles Vignes · Reben ~50 Jahre 0,75 ha · 4.500 Flaschen 2023

Der Fixin Vieilles Vignes 2023 von Denis Mortet ist eine reinsortige Pinot-Noir-Cuvée aus zwei gleich großen Parzellen im Norden der Côte de Nuits. Champs Pennebaut liefert Struktur und Fülle, Champs des Charmes Frucht und Eleganz – das Ergebnis ist ein strukturierter, fruchtiger Wein mit reifem Tannin.


Fixin – zwei Parzellen, ein Gleichgewicht

Fixin ist eine der nördlichen Gemeinden der Côte de Nuits und steht für kräftige, strukturierte Pinots. Champs Pennebaut im Norden der Appellation zeigt eine Zweiteilung: oben Kalksteinschutt, der die Reben tief wurzeln lässt (Tiefe und Komplexität), unten tonreichere Böden mit erdiger Note – das gibt Fülle und einen kräftigen, robusten Körper.

Champs des Charmes liegt im Süden nahe Gevrey-Chambertin am Fuß des Hangs. Die durchlässigen, kalksteinreichen Böden mit guter Drainage bringen gesunde Reife und konzentrierte Frucht – und damit Eleganz und Balance. Die Cuvée umfasst 0,75 Hektar mit rund 50 Jahre alten Reben; die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, eine Cuvée aus den Parzellen Champs Pennebaut und Champs des Charmes mit rund 50 Jahre alten Reben. Gesamtproduktion: 4.500 Flaschen.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Strukturiert und fruchtig, mit schön gereiften Tanninen. Dunkle Frucht trifft auf erdige Noten; am Gaumen ein Spiel aus kräftigen und zarten Elementen, das Fülle und Eleganz verbindet.

Struktur und Fülle aus Champs Pennebaut, Frucht und Eleganz aus Champs des Charmes – ein ausgewogener, fein gereifter Fixin.

In der Jugend zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein kräftiger, zugleich eleganter Begleiter.


Lage: Fixin (nördliche Côte de Nuits); Parzellen Champs Pennebaut & Champs des Charmes, Kalk/Ton, 0,75 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Fixin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Weine

Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2021

Weißwein · Mittelmosel · Riesling (6er-GG-Kollektion)

6 Große Gewächse · Riesling handsigniert von Thomas Haag exkl. Bernkasteler Doctor GG Wehlener Sonnenuhr · Graacher Himmelreich Niederberg Helden · Juffer Sonnenuhr Piesporter Goldtröpfchen edle Holzkiste · limitiert 2021 · trocken

Die Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2021 vereint die Großen Gewächse der besten Terroirs der Mittelmosel in einer edlen Holzkiste. Nur in dieser Kiste erhält man exklusiv das aktuelle Bernkasteler Doctor Große Gewächs – zusammen mit den GGs Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr und Piesporter Goldtröpfchen. Alle sechs Einzelflaschen sind von Thomas Haag handsigniert.


Schloss Lieser & die Terroir-Kiste 2021

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Handarbeit in den Steillagen und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Diese limitierte Kiste ist die einzige Möglichkeit, das aktuelle Bernkasteler Doctor GG zu erhalten, und versammelt sechs der berühmtesten Einzellagen der Mittelmosel in einer handsignierten Kollektion – ein Terroir-Querschnitt für Kenner und Sammler.

Jahrgang 2021 – Mosel

Das Jahr 2021 hat ein klassisches, moseltypisches Rieslingjahr beschert. Nach einem kühlen, langgezogenen Frühjahr und wechselhaftem Sommer war der September von viel Sonne geprägt und förderte mit kühlen Nächten eine tolle Aromenentwicklung. Die hoch selektive Ernte belohnte die intensive Handarbeit mit perfekt gesundem Lesegut bei geringen Erträgen. Die Großen Gewächse 2021 zeichnen sich durch enorme Mineralität mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt aus – ein klassischer Jahrgang für die präzise, mineralische Stilistik von Schloss Lieser.

Die sechs Großen Gewächse

Bernkasteler Doctor: Eine der berühmtesten und exklusivsten Einzellagen der Welt, hoch über Bernkastel-Kues auf feinstem Devonschiefer in extremer Steillage. Schloss Lieser bewirtschaftet eine kleine Parzelle mit teils über hundertjährigen Reben in reiner Handarbeit – ein kraftvoller, präziser Riesling mit vielschichtiger Würze, druckvoller Struktur und langem, salzigem Nachhall.

Wehlener Sonnenuhr: Legendäre Südwestlage gegenüber Wehlen mit 60–100 % Neigung auf reinem Devonschiefer-Verwitterungsboden, in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Hier entstehen einige der langlebigsten und feinsten Rieslinge der Welt – filigran, tiefgründig und von kristalliner Mineralität.

Graacher Himmelreich: Steile Südwest-Exposition zwischen Bernkastel und Wehlen auf reinem Devonschiefer, der tagsüber Wärme speichert und nachts abgibt. In der Jugend etwas zugänglicher als die Nachbarlagen, mit klarer Mineralität, feiner Säure und großem Reifepotenzial – druckvoll und präzise, mit vibrierender Frische.

Niederberg Helden: Mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf 100 % blauem Schiefer und Steigungen bis 80 %. Diese lange vernachlässigte Lage zählt heute zu den facettenreichsten der Mosel und bringt expressive Spitzenrieslinge mit außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Brauneberger Juffer Sonnenuhr: Renommierte Steillage in perfekter Süd-Südwest-Ausrichtung mit bis zu 80 % Neigung auf kargem, eisenhaltigem Devonschiefer. Aus den ältesten Parzellen, traditionell im Edelstahl mit langem Feinhefelager ausgebaut – tiefgründig und vielschichtig, mit feinen Steinobstnoten, kühler Schiefermineralität und brillanter, salziger Länge.

Piesporter Goldtröpfchen: Steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater oberhalb von Piesport auf tiefgründigem Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen. Spontan vergoren, meist im Edelstahltank – kühl, präzise und kraftvoll, mit rauchiger Steinigkeit, feinen Zitrusnoten und langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Im Glas

So unterschiedlich die sechs Lagen sind, so klar eint sie die Handschrift von Thomas Haag: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure, feiner Frucht und einer packenden, salzig-mineralischen Schieferprägung. Vom kraftvoll-würzigen Doctor über die filigrane Wehlener Sonnenuhr bis zum kühl-rauchigen Piesporter Goldtröpfchen zeigt die Kollektion die ganze Bandbreite großer Mosel-Terroirs – trocken, tiefgründig und mit enormem Reifepotenzial.

Sechs große Lagen, eine Handschrift: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure und packender Schiefermineralität – trocken, tiefgründig und langlebig.

Ideal für eine vergleichende Terroir-Probe der Mittelmosel. Junge GGs profitieren vom Dekantieren; alle mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse – und nicht zuletzt als Sammlerstück und handsigniertes Geschenk für Liebhaber großer Moselrieslinge.


Lage: sechs VDP.GROSSE LAGEN der Mittelmosel – Bernkasteler Doctor, Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Piesporter Goldtröpfchen; steile Devonschiefer-Lagen
Klassifikation: 6× VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken), 100 % Riesling, Jahrgang 2021; alle Flaschen von Thomas Haag handsigniert; limitierte Holzkiste
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, Ausbau auf der Feinhefe (überwiegend Edelstahl)

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Whisky

Octomore Edition 06.1_167 Progressive Herbidean Distillers

Whisky · Single Malt · Islay · Octomore

Octomore Edition 06.1_167 ist ein super-stark getorfter Islay Single Malt der Bruichladdich Distillery. Octomore fordert seit 2008 die gängige Whisky-Weisheit heraus: fünf Jahre gereift, extrem hoch getorft und nahe der Fassstärke abgefüllt. Mit 167 ppm zählt diese Edition zu den am stärksten getorften Whiskys der Welt. Wegen seiner überraschenden Eleganz trotz dieser Wucht nennt Bruichladdich ihn „die unmögliche Gleichung".


Islay

Die Bruichladdich Distillery steht seit 1881 auf den Rhinns of Islay. Octomore ist nach einem ehemaligen Hofgut oberhalb von Port Charlotte benannt. Für diese „Scottish Barley"-Edition wird Gerste vom schottischen Festland verwendet; der außergewöhnlich hohe Torfgehalt entsteht beim Mälzen.

Herstellung und Reifung

Der Single Malt ist mit 167 ppm super-stark getorft und reifte fünf Jahre in American Oak (ehemalige Bourbonfässer). Abgefüllt wurde er ungefärbt und nicht kühlgefiltert nahe der Fassstärke als limitierte Auflage.

Im Glas

Helles Strohgelb, ölig und dicht im Glas. In der Nase Seeluft, Torfrauch und Malzsüße, dazu gelbe Frucht, Vanille, Mandel und Honig. Am Gaumen kräftig und zugleich erstaunlich weich, mit gerösteter Gerste, Apfel, Limette und großem, aber ausgewogenem Rauch. Der Abgang ist sehr lang und intensiv rauchig.

Zum Genuss

Pur in einem Nosing-Glas genießen; etwas Zeit im Glas lohnt sich, Wasser nur vorsichtig zugeben. Ein Whisky für Liebhaber super-rauchiger Islay-Malts.

Passt außerdem zu geräuchertem Fisch, kräftigem Hartkäse und dunkler Schokolade.


Herkunft: Islay, Schottland (Bruichladdich Distillery)
Art: Super-stark getorfter Islay Single Malt, 167 ppm
Reifung: 5 Jahre in American Oak (Bourbonfässer)

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Frankreich

Florent Garaudet Monthelie Sous le Cellier blanc 2023

Weißwein · Monthelie · Chardonnay

Chardonnay Monthelie AOC Côte de Beaune 2023 kalkhaltiger Untergrund

Der Monthelie Sous le Cellier Blanc 2023 von Florent Garaudet ist eine echte Rarität: ein wilder, würziger Chardonnay aus einer winzigen Steillage oberhalb des Dorfes – getragen von fabelhafter Frische und salzig-mineralischer Tiefe.


Monthelie – Weiß als Rarität

Das Weindorf Monthelie liegt etwas oberhalb an einem Berghang, gegenüber der bekannteren Weingemeinde Meursault. In der geschützten Herkunftsbezeichnung Monthelie werden rund 90 % Rotweine und lediglich 10 % Weißweine erzeugt. Damit ist Florent Garaudets Weißwein Sous le Cellier fast schon eine Rarität.

Die Parzelle umfasst kaum 0,30 Hektar steiler Rebfläche, bestockt mit fast vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Sie liegt perfekt nach Süden ausgerichtet und fußt auf sehr kalkhaltigem Untergrund mit einer weichen, lehmigen Krume. Eine wenig bekannte Lage, die sich hinter den großen Namen der Region keineswegs verstecken muss.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für klaren Fruchtkern bei tragender Frische – beides spiegelt sich in der pikanten, mineralischen Art dieses Sous le Cellier wider.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Der Ausbau erfolgte zwölf Monate lang in französischen Barriques, davon 50 % neues Holz, gefolgt von weiteren sechs Monaten Ruhezeit im Edelstahltank bis zur finalen Flaschenfüllung.

Im Glas

Im Duft und Geschmack zeigt sich der Wein wilder und würziger als viele andere Chardonnays, getragen von fabelhafter Frische, mit langem, sehnigem und zugleich vollmundigem Finish. Zitrusfrüchte, eine dezente Reduktionsnote, wilde Bergkräuter, viel nasser Stein, Sandelholz und Limette prägen sein Profil.

Wild, würzig und salzig-mineralisch – ein Chardonnay mit kühler Eleganz und sehnigem, langem Finale.

Schon jetzt zugänglich, mit Reifepotenzial über die kommenden Jahre. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel in heller Sauce, gebratener Fisch, Kalbsbäckchen oder mild gereifter Hartkäse. Auch solo ein animierender, mineralischer Aperitif.


Lage: Monthelie „Sous le Cellier" (Côte de Beaune); kalkhaltiger Untergrund, lehmige Krume
Klassifikation: Monthelie AOC (Village)
Ausbau: Chardonnay; 12 Monate französische Barriques (50 % neu), 6 Monate Edelstahl · Handarbeit im Weinberg

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Weine

Kühling-Gillot Pettenthal Riesling Großes Gewächs 2022 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Pettenthal VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) steilste Lage Rheinhessens BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Kühling-Gillot Niersteiner Pettenthal Riesling GG 2022 stammt aus der ersten historischen Lage des Guts am Roten Hang – der steilsten Lage Rheinhessens. Ein tiefgründiger Riesling vom roten Tonschiefer, der wie kaum ein anderer für großes Rieslingterroir steht.


Niersteiner Pettenthal – steilste Lage Rheinhessens

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Das Pettenthal ist eine VDP.Große Lage auf 90 bis 170 Metern, mit einer imposanten Neigung von 70 bis 100 %; die klassifizierte Fläche misst 20,62 Hektar, der rote Tonschieferboden prägt ihren Charakter.

Das Pettenthal ist die erste historische Lage des Guts im Roten Hang: Ende der 1980er Jahre erwarb Carolins Vater einige Rebzeilen, als das anspruchsvolle Steilgelände vielen als zu mühsam galt. Rückblickend erwies sich das als Glücksfall – die Parzelle ist die steilste Lage in ganz Rheinhessen. Heute bewirtschaftet das Gut 110 Zeilen im Filetstück dieser einzigartigen Herkunft.

Jahrgang 2022 – Roter Hang (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Die extreme Steillage und die wärmespeichernden Tonschiefer-Böden sicherten reifes Lesegut, während der Rote Hang für Würze, salzige Spannung und Tiefe sorgte – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Pettenthal, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer.

Nach strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Tiefe, Würze und die Prägung des roten Tonschiefers ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein tiefgründiger, würziger Riesling: gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, feine Kräuterwürze und die markante, salzig-mineralische Prägung des roten Tonschiefers. Am Gaumen straff und druckvoll, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und feiner Kräuterwürze, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Tonschiefers – straff und druckvoll, mit lebendiger Säure und langem, würzigem Nachhall.

Ein tiefgründiger, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Pettenthal (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); 90–170 m, 70–100 % Neigung (steilste Lage Rheinhessens); roter Tonschiefer; klassifizierte Fläche 20,62 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Rebsorten

Conte di Campiano Appassimento Negroamaro

Rotwein · Negroamaro · Appassimento · Puglia · Italien

Conte di Campiano Appassimento Negroamaro ist ein kräftiger Rotwein aus 100 % Negroamaro nach der Appassimento-Methode: Die Trauben werden nach der Lese angetrocknet, um die Zuckerkonzentration in den Beeren zu erhöhen. Im Glas dunkel orange-rot schimmernd, mit viel Power.


Puglia

Negroamaro ist die klassische Rotweinsorte des Salento in der Region Puglia (Apulien). Das warme, mediterrane Klima bringt vollreife, kraftvolle Trauben hervor, die sich besonders gut für den Appassimento-Stil eignen.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Negroamaro und wird nach der Appassimento-Methode erzeugt: Die Trauben werden nach der Lese angetrocknet, was Zucker, Konzentration und reife Frucht verstärkt. Das Ergebnis ist ein kraftvoller Wein mit weichen Tanninen.

Im Glas

Dunkel orange-rot schimmernd. Im Bouquet intensiver Duft nach reifen Pflaumen, Zartbitterschokolade und Kräutern. Am Gaumen sehr kräftig und voller Power, mit langem Abgang und weichen Tanninen.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: dunkles Fleisch, Schmorgerichte, Grillfleisch und gereifter Käse.


Lage: Puglia / Salento (Italien)
Klassifikation: Negroamaro – Appassimento (Puglia)
Ausbau: 100 % Negroamaro, Appassimento (angetrocknete Trauben)

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhof Riesling 2023

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhof Gutswein Saar Wiltingen fruchtsüß 2023

Der Egon Müller Scharzhof Riesling 2023 ist der Gutswein einer der größten Riesling-Legenden der Welt – fruchtsüß, finessenreich und von jener Rasse und Frische, die die Weine von der Saar so unverwechselbar macht. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Egon Müller – Scharzhof an der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhof ist der Gutswein des Hauses (eingeführt 1973): Er stammt nicht aus der berühmten Einzellage Scharzhofberger, sondern aus mehreren erstklassigen Saar-Lagen – darunter Saarburger Rausch, Wawerner Jesuitengarten, Oberemmeler Rosenberg sowie Wiltinger Kupp und Braunfels, je nach Jahrgang ergänzt um etwas Scharzhofberger. Grundlage ist überall der stark verwitterte blaue Devonschiefer, der den Weinen ihre mineralische Spannung gibt.

Jahrgang 2023 – Saar

2023 brachte an der Saar aromatische, fein balancierte Rieslinge. Das kühle Klima der Region und die späte Reife auf Schiefer sorgen für die typische Spannung zwischen reifer Frucht und lebendiger Säure – die ideale Grundlage für einen fruchtsüßen Gutswein mit Trinkfluss und Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, fruchtsüß.

Klassische, behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen, etwa zur Hälfte im Edelstahl, zur Hälfte im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase fein und präzise: Weinbergspfirsich, weiße Blüten und Zitrus (Limette, kandierte Grapefruit), dazu zarte Kräuternoten und der für die Saar typische Hauch von Schiefer und Rauch. Am Gaumen mittelgewichtig und finessenreich, mit dezenter, gut eingebundener Süße, die von einer rassigen, lebhaften Säure getragen wird – nie schwer, nie leicht, sondern wunderbar balanciert.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Schon jung ein Genuss, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife deutlich an Tiefe. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Saar, Gutswein aus mehreren Lagen (u. a. Saarburger Rausch, Wawerner Jesuitengarten, Oberemmeler Rosenberg, Wiltinger Kupp/Braunfels), Wiltingen (Deutschland); verwitterter blauer Devonschiefer
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling QbA (VDP.Gutswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Spontangärung, je zur Hälfte Edelstahl und Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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