Das Anbaugebiet Württemberg

Württembergischer Wein? Außerhalb seiner Heimat eher selten zu finden, und das, obwohl wir uns hier mit über 11000 Hektar im viertgrößten Anbaugebiet Deutschlands befinden. Denn die Schwaben trinken ihren Wein am liebsten selbst. Besonders in den vielen Straßenlokalen sind die leichten, blassroten Tropfen, die von Ortsfremden schon mal für einen Rosé gehalten werden können, nicht nur an Sommertagen stark nachgefragt. Besenwirtschaften bedienen einen großen Teil der Nachfrage nach dem „Viertele“, dem tassenförmigen Viertelliterglas, aus dem die Einheimischen ihren Wein mit Vorliebe trinken. Ein Reisigbesen an der Tür zeigt an höchstens vier Monaten im Jahr – meist im Frühling und im Spätherbst – an, dass der kleine Nebenerwerbsbetrieb des Winzers geöffnet hat. Die Institution, die schon von Karl dem Großen begründet wurde, hat den Vorteil, dass der Betreiber nicht über eine Gaststättenkonzession verfügen muss. Dafür gelten aber die recht strengen Auflagen der sogenannten Besenverordnung: höchstens 40 Plätze und nur kalte oder zumindest sehr simple Speisen. 

Württemberg ist Rotweinland: fast drei Viertel der Flächen sind mit roten Trauben bepflanzt. Der weiter nördlich so präsente Riesling hier eher wenig Anbaufläche gegen Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger. Manche Weintrinker können mit den Namen dieser Rebsorten erstmal nicht viel anfangen, was nicht verwunderlich ist. Der Trollinger etwa kommt fast ausschließlich in Württemberg vor. Die Traube erfreut sich hier größter Beliebtheit: so hat sich in Heilbronn seit 2001 der Trollinger-Marathon etabliert, bei dem jeder Teilnehmer eine Flasche ebenjenes Weines überreicht bekommt. Über den manchmal leicht spleenig wirkenden Kult, den die Württemberger um ihren weiter außerhalb wenig beachteten Wein treiben, kann man den Kopf schütteln, kosten sollte man ihn aber auf alle Fälle. Den Lemberger zum Beispiel –  er ist schon bekannter, firmiert er doch in Österreich unter dem Namen Blaufränkisch. Und er darf für sich wohl in Anspruch nehmen, die charakterstärksten Weine Württembergs zu ergeben – vorausgesetzt, man lässt ihm die rechte Pflege zukommen. Da der Lemberger dazu neigt, sehr hohe Erträge zu liefern, muss er rechtzeitig zurückgestutzt werden, um sein Potential besser in wenige, dafür aromatische Trauben einzubringen. Erstaunlich dunkel ist der Rotton des Weines, interessant das feine Säurespiel, und auch der Gerbstoffgehalt erscheint wuchtig im Vergleich zum fast tanninfreien Trollinger. Auch lässt er sich deutlich länger lagern und dankt seinen langsamen Alterungsprozess mit erstaunlicher Tiefgründigkeit, besonders, wenn er das Glück hatte, im Holzfass ausgebaut worden zu sein. 

Auch der Schwarzriesling schätzt die Lagerung im Eichenholz – die saftigen Waldbeeraromen der ältesten aller Burgunderrebsorten nehmen dann gern einen dunkel-rauchigen Ton an, der durch die zurückhaltende Säure noch besser zur Geltung kommt. Dass heutzutage wieder qualitativ hochwertige Weine wie diese angebaut werden, ist König Wilhelm I. von Württemberg zu verdanken. Der Dreißigjährige Krieg hatte im 17. Jahrhundert große Zerstörungen auch im Weinbau hinterlassen, sodass viele Winzer sich um ihres schieren Überlebens willen entschlossen, extrem ertragreiche, dafür aber scheußlich schmeckende und schnell verderbliche Weine zu produzieren. Dem umtriebigen König war diese Entwicklung ein Dorn im Auge, sollte sein Land doch für edle Tropfen bekannt sein und nicht für billigen Fusel. Also gründete er eine „Weinverbesserungsgesellschaft“, ließ Rieslingrebstöcke vom Rhein importieren und förderte allerlei Forschung zum Thema, besonders an der von ihm als Landwirtschaftsschule begründeten heutigen Universität Hohenheim bei Stuttgart.

Auch dort, in der baden-württembergischen Landeshauptstadt, wird Weinbau betrieben. Der Rotenberg, auf dem früher einmal die Stammburg des regierenden Adelsgeschlechts lag, verrät durch seinen Namen schon, was der Boden den Reben hier zu bieten hat: die rötlichen Bunten Mergel verhelfen Rieslingen zu einem druckvoll-kräftigen Körper und Trollingern zu animierender Spritzigkeit. Zwei Prozent der Stuttgarter Stadtfläche sind mit Rebstöcken bepflanzt, in zwei Dritteln der einzelnen Stadtteile findet sich mindestens ein Weinberg. Schon seit über 1000 Jahren wird in der Talkessellage der Stadt gelesen und gekeltert, im Mittelalter stellte es für die Bewohner sogar den Haupterwerb dar. Bis zu 1200 Hektar wurden damals auf noch wesentlich kleinerer Stadtfläche bewirtschaftet, das ist die doppelte Größe des gesamten Gebietes Ahr heutzutage. Damit war Stuttgart neben Wien und Würzburg einer der absoluten Wein-Metropolen. Doch der beständige Zuzug seit der Industrialisierung und in jüngerer Zeit die explodierenden Grundstückspreise ließen die Anbaufläche immer mehr schrumpfen. Dennoch liegt den Stuttgartern ihr Weinbau am Herzen: um die Trauben vor der Beschädigung durch heftige Hagelschauer zu schützen, setzen sie sogar Flugzeuge ein, die eine Silberiodidlösung in die Wolken einbringen und diese so an ihrer zerstörerischen Wirkung zu hindern. 

Der höhere Niederschlag und die etwas kühleren Temperaturen ziehen sich fort bis ins Remstal, wo in bis zu 400 Metern Höhe der Kerner seine typische Würzigkeit erlangt. Sein Namensgeber, der Dichter Justinus Kerner, setzte dem Wein seiner Heimat unzählige literarische Denkmale: „Nach den Tränen stellt im Leben sich auch oft das Lachen ein; Tränen haben auch die Reben, aber trotz der Tränen geben sie den lust’gen, goldnen Wein.“ Das „Gold des Neckars“, wie er ihn nannte, lag ihm ebenso am Herzen wie der mäandernde Fluss. Er bildet das Rückgrat Württembergs – der romantische Neckar hat eine ziemlich wilde Vergangenheit, in der er häufig seinen Lauf veränderte und sich dabei auf der Suche nach neuen Routen ungestüm durch weicheres Gestein wie etwa den Muschelkalk fraß. Die Folgen können noch heute in Form von extremen Steilhanglagen bestaunt werden, die nur mit hohem Aufwand zu bewirtschaften sind. 

Man ist hier jedoch nicht wie viele andere Weinbaugebiete auf einen einzigen Fluss beschränkt. Die zahlreichen Neben- und Zuflüsse des Neckars spielen eine ebenso große Rolle, etwa im nördlichen Bereich Kocher-Jagst-Tauber. Hier kann man mit eigenen Augen nachvollziehen, dass zwei Drittel der Rebflächen in Württemberg an Hang- oder Steillagen in direkter Flussnähe liegen, nur der Rest schmiegt sich an die Südseiten baumbestandener Hügel. Die daraus resultierenden hohen Kosten können meist nur gedeckt werden, indem eine große Menge einfacher Weine und nur ein kleinerer Anteil hochwertiger Tropfen erzeugt wird. Die Burgunderrebsorte Schwarzriesling, wegen ihrer wollig behaaren Blattunterseite, die wie in Mehl getaucht erscheint, auch Müllerrebe genannt, fühlt sich auf dem Muschelkalk in Flussnähe wohl. Zu ihm gesellt sich oft der Silvaner, dem tiefe Lagen aufgrund seiner Frostempfindlichkeit eigentlich nicht bekommen. Die Wärme des Flusses gleicht das aber ebenso aus wie den hohen Wasserbedarf dieser Rebe. 

Mit Abstand der größte Bereich ist Württembergisch Unterland. Am Neckarufer gedeihen auf Muschelkalkböden häufig Rieslinge, abseits davon ist das Terroir von Keuper geprägt und versorgt rote Reben mit Mineralien. So auch in Brackenheim, der größte Rotweingemeinde Deutschlands. Der lauschige Ort scheint schon zu früheren Zeiten Weinliebhaber inspiriert zu haben, schrieb doch der von dort stammende erste Bundespräsident Theodor Heuss 1905 in weniger als einem Monat seine Doktorarbeit zum Thema „Weinbau und Weingärtnerstand in Heilbronn am Neckar“. Auch in Weinsberg wird Wissenschaft betrieben, wenn auch mehr praktisch als theoretisch. An der dortigen staatlichen Lehranstalt entwickelte August Herold die auch heute noch äußerst erfolgreichen Neuzüchtungen Dornfelder und den uns schon bekannte Kerner. Aber auch auf die Erhaltung der seit Jahrhunderten kultivierten heimischen Reben wie etwa den Trollinger verwendete er viel Zeit, was ihm später mit dem Bundesverdienstkreuz und wohl auch von vielen Weintrinkern gedankt werden sollte. Zwar auch aus Weinsberg, aber nicht von Herold stammt die Rebsorte mit dem klangvollen Namen Samtrot, wie sie etwa in Lauffen am Neckar angebaut wird. Mehr als ein Viertel der gesamten Stadtfläche gehört dem Wein, und mit der Mutation des Schwarzrelings, die der Samtrot ist, treffen wir hier wieder einen Vertreter an, der so gut wie ausschließlich in diesem Gebiet angebaut wird. Er steht quasi stellvertretend für alles, was man von einem württembergischen Wein erwarten darf: Leichtigkeit, intensive Frucht, ein unbeschwerter Trinkfluss und zualledem noch vergleichsweise günstige Preise – so geht Lebensfreude auf Schwäbisch. Text: Dario Sellmeier

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Portugal

Niepoort Museu dos Lagares tinto 2019

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort Museu dos Lagares Tinto 2019 ist ein Meilenstein in der Geschichte von Niepoort und zählt zu den großen terroirgeprägten Rotweinen. Dieser außergewöhnliche Einzellagenwein verkörpert die Essenz des Douro-Tals und spiegelt die Vielschichtigkeit uralter Rebstöcke wider, die mit dem genetischen Erbe von mehr als 30 autochthonen Rebsorten verwoben sind.


Douro

Niepoort zählt zu den prägenden Häusern des Douro. Der Museu dos Lagares stammt von einer einzigen Parzelle mit uralten Reben, die als historischer Mischsatz (Feldblend) gepflanzt sind. Die kargen Schieferböden und steilen Lagen sorgen für eine langsame, ausgewogene Reifung und prägen die Tiefe und Frische des Weins.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus über 30 autochthonen Douro-Sorten, gemeinsam gelesen und vinifiziert. Namensgebend ist die traditionelle Verarbeitung in den Lagares – den steinernen Tretbottichen, in denen die Trauben sanft mit den Füßen gestampft werden. Der Ausbau im Holz bewahrt Finesse und Klarheit. Trocken ausgebaut, mit großem Reifepotenzial.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase vielschichtige dunkle und rote Frucht, mediterrane Kräuter, feine Würze und ausgeprägte Schiefermineralität. Am Gaumen kraftvoll und dennoch geschmeidig, mit Finesse, Frische und Tiefe, fein gewobenen Tanninen, präziser Struktur und sehr langem Abgang.

Am Tisch

Vor dem Genuss großzügig dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein großer Wein für besondere Anlässe.

Passt zu: geschmortem Lamm, Wild, Rind, herzhaften Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro, Einzellage (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend aus über 30 autochthonen Douro-Sorten (uralte Reben), trocken
Ausbau: Vinifikation in traditionellen Lagares; Reifung im Holz
Jahrgang: 2019

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Rebsorten

Isole e Olena Cabernet Sauvignon 2015

Rotwein · Toscana IGT · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Toscana IGT Collezione De Marchi Barberino Val d'Elsa Chianti-Classico-Zone 24 Monate Barrique 2015 14,50 % vol

Der Isole e Olena Cabernet Sauvignon 2015 ist ein reinsortiger Spitzen-Cabernet aus der Toskana – aus der Reihe Collezione De Marchi, von Paolo De Marchi in einem großen, warmen Jahrgang erzeugt. Kraftvoll und zugleich von feiner Eleganz.


Isole e Olena – Cabernet aus der Collezione De Marchi

Isole e Olena, 1956 durch Zusammenlegung der Nachbargüter Isole und Olena entstanden, liegt im westlichen Teil der Chianti-Classico-Zone bei Barberino Val d'Elsa. Paolo De Marchi prägte das Gut seit den 1970er Jahren und zählt zu den Pionieren der Qualitätsrenaissance des Chianti Classico – berühmt vor allem für den reinsortigen Sangiovese Cepparello. Der Jahrgang 2015 entstand noch unter seiner Hand.

Die Weinberge liegen auf 350–450 m über galestro und mergeligem Schiefer. Der Cabernet Sauvignon wurde ab 1984 gepflanzt – die ersten Reben auf altes Canaiolo gepfropft; heute stehen rund fünf Hektar der Sorte auf dem Gut. Unter dem Namen Collezione De Marchi (auch Collezione Privata) erscheint daraus ein reinsortiger Cabernet als Toscana IGT.

Jahrgang 2015 – Toskana

2015 gilt als einer der großen toskanischen Jahrgänge: ein warmes, sonniges Jahr mit vollreifem, gesundem Lesegut. Es brachte kraftvolle, dichte Rotweine mit reifer Frucht, satter Struktur und gut ausgereiften Tanninen – beim Cabernet Sauvignon die ideale Grundlage für Tiefe und langes Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2015, 14,50 % vol.

Nach Entrappung und sanfter Pressung Maischestandzeit und Gärung über rund vier Wochen bei kontrollierter Temperatur. Anschließend etwa 24 Monate Reife in Barriques, überwiegend französische Eiche (rund zwei Fünftel neu), ein kleiner Teil amerikanische Eiche. Nach der Abfüllung reift der Wein noch mehrere Jahre im Flaschenlager, bevor er in den Verkauf kommt. Lagerpotenzial: rund 10 bis 25 Jahre.

Im Glas

Tiefes Dunkelrot. In der Nase reine Cassis- und Brombeerfrucht, dazu Kirsche, etwas Tabak, Wildkräuter und ein Hauch Eukalyptus, untermalt von feinen, würzigen Holznoten. Am Gaumen kraftvoll und fokussiert, mit einer dichten, fein gewobenen Tanninstruktur, klarer schwarzer Frucht und der frischen, höhenlagengeprägten Spannung, die für Isole e Olena typisch ist.

Ein Spitzen-Cabernet aus der Toskana – Kraft und Eleganz in vollkommener Balance.

Schon zugänglich, aber mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu dunklem Fleisch und deftigen Wildgerichten, zu Terrinen und Pasteten, zu Braten vom Rind sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Toscana IGT, Isole e Olena, Barberino Val d'Elsa, Chianti-Classico-Zone (Italien); 350–450 m, galestro und mergeliger Schiefer
Klassifikation: Toscana IGT, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; ~24 Monate Barrique (überwiegend franz. Eiche, ~2/5 neu), mehrjährige Flaschenreife vor Verkauf

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Feinkost

Psaltiras Extra Virgen Olivenöl kaltgepresst 0,25 l

Feinkost · Olivenöl · Mani · Griechenland

Psaltiras Extra Virgen Olivenöl stammt aus der malerischen Region Mani auf dem südlichen Peloponnes, wo die Olivenbäume seit Generationen inmitten der Kulisse des Taygetos-Gebirges wachsen. Ein hochwertiges, kaltgepresstes Öl der Familie Psaltiras – fruchtig-mild, weich und rund. In der praktischen 0,25-Liter-Flasche.


Herkunft / Mani

Die Mani auf dem südlichen Peloponnes ist eine der traditionsreichsten Olivenölregionen Griechenlands. Am Fuße des Taygetos-Gebirges wachsen die Olivenbäume der Familie Psaltiras, deren Öl für Tradition und Spitzenqualität steht.

Zutaten und Herstellung

Natives Olivenöl extra (Extra Virgen), kaltgepresst. Die schonende Verarbeitung der Oliven bewahrt Aroma, Frische und die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls.

Geschmack

Fruchtig-mild, weich und rund. Die Frische von frisch geschnittenem Gras schwingt mit, begleitet von einer subtilen Süße nach Äpfeln; eine erdige Komponente, die an Artischocken erinnert, rundet das Geschmackserlebnis harmonisch ab.

In der Küche

Wegen seiner feinen Aromatik besonders zum Verfeinern geeignet.

Ideal: für Salate, Dips und kalte Vorspeisen sowie als besondere Note in warmen Gerichten.


Hersteller: Psaltiras Ölmühle, Mani (Griechenland)
Produkt: natives Olivenöl extra (Extra Virgen), kaltgepresst
Herkunft: Mani, südlicher Peloponnes (Griechenland)
Füllmenge: 0,25 Liter
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2027

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Feinkost

La Tourangelle Huile Vierge de Sesame Sesamöl

Feinkost · Sesamöl · Frankreich

La Tourangelle Huile Vierge de Sésame ist ein natives Sesamöl aus dem Hause La Tourangelle in Frankreich. Aus gerösteten Sesamsamen schonend gepresst – goldbraun, mit kräftig-nussigem Aroma und dem typischen Charakter der asiatischen Küche.


Herkunft

La Tourangelle ist ein Familienunternehmen aus dem Loire-Tal in Frankreich und stellt seit über 150 Jahren handwerkliche Speiseöle her. Das Sesamöl wird nach traditioneller, an japanische Methoden angelehnter Art gewonnen.

Gewinnung und Herstellung

Aus sorgfältig ausgewählten Sesamsamen, die geröstet und schonend gepresst werden. Daraus entsteht ein natives (vierge) Öl von goldbrauner Farbe und intensivem Sesamaroma – 100 % Sesamöl, ohne Zusätze.

Geschmack

Goldbraun im Glas. Im Geschmack kräftig und nussig, mit dem charakteristisch gerösteten Sesamaroma. Aromatisch und intensiv – schon kleine Mengen geben Gerichten eine deutliche Note.

In der Küche

Kalt zum Verfeinern von Salaten, rohem Gemüse, Tatar, Pasta und Reis; warm ideal für Wok-Gerichte sowie zum Braten von Fisch und Garnelen. Auch für Marinaden. Sparsam dosieren – das Aroma ist kräftig.

Passt zu: Wok-Gerichten, Salaten, Tatar, Fisch und Marinaden.


Hersteller: La Tourangelle (Frankreich)
Produkt: natives Sesamöl (Huile Vierge de Sésame)
Zutat: 100 % Sesamöl (aus gerösteten Sesamsamen)
Herkunft: Loire-Tal (Frankreich)
Verarbeitung: geröstet, schonend gepresst
Mindesthaltbarkeit (MHD): 17.02.2028

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Weine

Georges Laval Cumières Premiere Cru Brut Nature BIO

Champagner · Cumières Premier Cru · Cuvée · Brut Nature · Bio

Georges Laval Cumières Premier Cru Brut Nature ist die Signatur-Cuvée des Bio-Hauses Georges Laval aus dem Premier-Cru-Terroir Cumières. Die Weinberge werden mit viel Feingefühl und Handarbeit gepflegt, mit kompromisslosem Fokus auf optimale Reife. Ohne Dosage und ohne künstliche Einflussnahme abgefüllt, ist er pur und unverfälscht – ein echter Georges Laval.


Cumières

Cumières liegt in der Vallée de la Marne und ist als Premier Cru klassifiziert. Das Terroir bringt ursprüngliche Aromen und eine charakteristische Tiefe hervor. Georges Laval bewirtschaftet die Reben naturnah und ökologisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Chardonnay, Pinot Noir und Meunier aus Cumières. Der Ausbau erfolgt über acht Monate natürlich im Eichenfass, was Tiefe und ursprüngliche Aromatik betont. Abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature, ohne künstliche Einflussnahme.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein harmonisch balancierter Champagner, pur und unverfälscht, mit der charakteristischen Tiefe und Mineralität des Cumières-Terroirs. Der Abgang ist lang und klar.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Cumières, Premier Cru, Vallée de la Marne (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Premier Cru, Brut Nature
Ausbau: 8 Monate Eichenfass, ohne Dosage

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Schaumweine

Metzger Blanc de Blancs brut

Sekt · Blanc de Blancs · brut · Pfalz

Metzger Blanc de Blancs brut ist ein trockener, feinperliger Sekt von der Weißburgunder-Rebe vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Er wirkt vielschichtig und gut strukturiert. Feine Hefenoten betten die dezenten Fruchtnuancen zart ein und sorgen für einen langen Abgang.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Hier liefert die Weißburgunder-Rebe die Basis für einen trockenen, fein strukturierten Blanc de Blancs.

Herstellung

Reinsortiger Weißburgunder (Blanc de Blancs), brut ausgebaut. Die Reife auf der Hefe verleiht dem Sekt feine Hefenoten und seine feinperlige Struktur.

Im Glas

Helles Gelb mit feiner Perlage. In der Nase feine Hefenoten mit dezenten Fruchtnuancen. Am Gaumen trocken, vielschichtig und gut strukturiert, mit langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren, als Apéritif oder zum Essen.

Klassische Begleitung: Austern, Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feines Gebäck.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Sekt – Blanc de Blancs, brut
Ausbau: reinsortig Weißburgunder, Hefelager

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Ungarn

Oremus Tokaji 3 Puttonyos 2015

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 3 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Oremus (Vega Sicilia) vulkanischer Boden edelsüß · Botrytis 2015

Der Oremus Tokaji Aszú 3 Puttonyos 2015 ist der Einstiegs-Aszú des Weinguts Tokaj-Oremus der Familie Álvarez (Vega Sicilia) – die feinste, am wenigsten süße Stufe der Aszú-Palette. Strahlendes Gelb, vollreife Frucht und süßer Honig, von moderater, zugänglicher Süße und feinem Finale.


Oremus und Tokaj-Hegyalja

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige", seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe. Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt herbstlicher Morgennebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während sonnige Nachmittage die Beeren eintrocknen lassen. Die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima geben den Trauben Würze und eine markante Säure.

Das Weingut Tokaj-Oremus wurde 1993 von der Familie Álvarez, Eigentümerin der spanischen Ikone Vega Sicilia, gegründet und trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú. Die Reben stehen auf vulkanischem Boden. Die Cuvée vereint Furmint als Rückgrat (rund drei Viertel) mit Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Jahrgang 2015 – Tokaj-Hegyalja

Der 3-Puttonyos-Aszú ist die leichteste, zugänglichste Stufe der Oremus-Aszú-Palette: Die moderate Süße lässt die reife Frucht und die lebendige Säure des Furmint klar in den Vordergrund treten. Das Ergebnis ist ein heller, frischer und delikater Dessertwein mit feinem Süße-Säure-Spiel.

Aszú 3 Puttonyos – Herstellung und Ausbau

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 2015, Stufe 3 Puttonyos – eine Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen 25-kg-Hotten – zum Grundmost gegeben: drei Puttonyos auf ein 136-Liter-Gönci-Fass ergeben die moderate, zugängliche Süße dieser Stufe (historisch die leichteste Aszú-Kategorie). Nach kühler Maische von rund einem bis zwei Tagen werden die Beeren sanft gepresst; die Gärung in neuen ungarischen Eichenfässern (Gönci-Fass aus dem Zemplén-Wald) verläuft langsam über Wochen. Anschließend reift der Wein zwei bis drei Jahre im Fass und danach in der Flasche.

Im Glas

In der Farbe ein strahlendes Gelb; im Duft vollreife Früchte wie Pfirsich, Quitte und Birne. Im Mund gesellen sich süßer Honig, Vanille, Orangenschalen und reife Früchte hinzu. Das Finale des delikaten Dessertweins ist sehr fein.

Strahlendes Gelb, Pfirsich, Quitte und Birne – süßer Honig, Vanille und Orangenschale, mit sehr feinem Finale.

Schon jetzt ein Genuss, bei idealer Lagerung über viele Jahre haltbar. Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Foie gras und Geflügelleber, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse sowie zu Desserts mit Pfirsich, Quitte oder Crème brûlée.


Lage: Tokaj-Oremus, Tolcsva, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; UNESCO-Weltkulturerbe
Klassifikation: Tokaji Aszú 3 Puttonyos (edelsüß); Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály
Ausbau: ~1–2 Tage Maischestand, langsame Gärung in neuer ungarischer Eiche (Gönci-Fass 136 l), 2–3 Jahre Fassreife, anschließend Flaschenreife

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Weine

Santa Maria La Nave Millesulmare Sicilia DOC Bianco BIO

Weißwein · Sicilia DOC · Grecanico Dorato

100 % Grecanico Dorato Sicilia DOC Ätna · Nordwesthänge · 1.100 m Santa Maria La Nave jahrhundertealte Lavaströme Feinhefe · Bâtonnage Bio (IT-BIO-015) nur 3.423 Flaschen 2021

Der Santa Maria La Nave Millesulmare 2021 entsteht auf 1.100 Metern an den Nordwesthängen des Ätna – ein charaktervoller Grecanico Dorato von Eleganz, Mineralität und zarter Verspieltheit. Aus einem der höchstgelegenen Weinberge Europas. Ohne Frage einer der spannendsten Weißweine Italiens.


Millesulmare – Grecanico aus 1.100 Metern Höhe

Santa Maria La Nave ist ein gefeiertes Boutique-Gut am Ätna. Sonia Spadaro Mulone führt die 1954 begründete Familientradition fort und keltert nummerierte Einzellagenweine aus autochthonen Sorten – mit großer Sorgfalt, ohne Pestizide, biologisch zertifiziert (IT-BIO-015). Der Millesulmare ist ihr Aushängeschild unter den Weißweinen.

Die Reben wachsen an den Nordwesthängen des Ätna auf 1.100 Metern, in einem der höchstgelegenen Weinberge Europas – auf jahrhundertealten Lavaströmen, umgeben von wilden Obstgärten und vollkommen unberührter Natur. Das extreme Bergklima mit sehr heißen Sommertagen und kalten Nächten sorgt für eine langsame, ausgewogene Reife und verleiht dem Wein seine markante Frische und außergewöhnliche Mineralität.

Jahrgang 2021 – Ätna

Die extreme Höhenlage und die alten Lavaströme prägen den Millesulmare 2021: Die großen Tag-Nacht-Unterschiede sorgen für langsame Reife, lebendige Säure und eine ausgeprägte, salzige Mineralität – die Handschrift großer Ätna-Weißweine mit langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Grecanico Dorato aus dem Jahrgang 2021, Sicilia DOC, trocken.

Die Trauben werden in traditioneller Handarbeit in der letzten Oktoberwoche oder den ersten Novembertagen gelesen und selektiert. Nach sanfter Pressung vergärt der Vorlaufmost mit autochthonen Hefen temperaturkontrolliert bei 18–20 °C. Anschließend reift der Wein mehrere Monate auf der Feinhefe mit regelmäßiger Bâtonnage, wird nur leicht filtriert und ruht vor dem Verkauf mehrere Monate in der Flasche.

Im Glas

Farblich präsentiert sich der Millesulmare in leuchtendem Strohgelb mit goldenen Reflexen. Die Nase begeistert mit intensiven Noten von weißem Pfirsich, Ananas und Zitrusfrüchten, begleitet von Ginster, Vanille und einem Hauch weißem Pfeffer. Am Gaumen zeigt er sich trocken, frisch und elegant, mit ausgeprägter Mineralität, salzigen Anklängen und einem langen, harmonischen Finale. So schmeckt der Ätna, so schmeckt das authentische Sizilien.

Trocken, frisch und elegant – mit ausgeprägter Mineralität, salzigen Anklängen und langem, harmonischem Finale.

Schon jetzt faszinierend, mit langem Reifepotenzial; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Sicilia DOC, Nordwesthänge des Ätna, Contrada Nave (Sizilien, Italien); ~1.100 m, jahrhundertealte Lavaströme; einer der höchstgelegenen Weinberge Europas
Klassifikation: Sicilia DOC Bianco, 100 % Grecanico Dorato (trocken); biologisch (IT-BIO-015); nur 3.423 Flaschen
Ausbau: Handlese, sanfte Pressung, Spontangärung mit autochthonen Hefen bei 18–20 °C, mehrmonatiges Feinhefelager mit Bâtonnage, leichte Filtration, mehrere Monate Flaschenreife

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