Riesling – trocken, Kabinett, lieblich – alle Geschmacksrichtungen

Der Riesling, ein deutscher Qualitätswein

Die Riesling Traube ist eine der vielseitigsten und bekanntesten Rebsorten Deutschlands und deswegen auch ein wichtigstes Aushängeschild. Fast 40% des Rieslings weltweit kommen aus Deutschland. Des Weiteren genießt Riesling aufgrund seiner sehr unterschiedlichen Stilistiken und Qualitäten ein sehr hohes Ansehen auf dem internationalen Markt.

Beste Voraussetzungen für die Riesling Traube

Aber warum ist das so? Um dies herauszufinden, müssen wir an den Anfang der deutschen Weingeschichte. Schon die Römer bauten Wein im damaligen „Germania“ an, um ihn selber zu trinken. Wein war, obwohl meistens mit Wasser verdünnt, ein Grundnahrungsmittel. 

Nun galt es herauszufinden, welche Rebsorten sich klimatisch in Deutschland am wohlsten fühlen. Aufgrund des kühlen Kontinentalklimas ist es für bestimmte Rebsorten sehr schwierig auszureifen, denn dafür brauchen sie genügend Sonne.

Für den Riesling sind die klimatischen Voraussetzungen in Deutschland ideal. Die Edelrebsorte mag es kühl und feucht, verträgt aber auch warme Sommertage gut. Sie ist eine sehr spätreifende Rebsorte und gedeiht optimal auf Steilhängen Richtung Süden. Nur so kann genügend Zucker in der Traube produziert werden, um dann im Herbst vollreif geerntet zu werden. Zudem ist der Riesling eine sehr frostresistente Rebsorte, die den kalten Wintern in Deutschland trotzt.

Riesling Geschmack: Wann ist er lieblich, wann ist er trocken?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie der Riesling letztendlich schmecken soll. Da bei dem Vorgang des Gärens durch Hefen Zucker in Alkohol umgewandelt wird, kann also jeder Wein lieblich ausgebaut werden. Der Winzer kann den Rebensaft (Most) sowohl komplett durchgären lassen und damit einen trockenen Wein vinifizieren, oder auch die Gärung durch Kühlung oder Schwefel frühzeitig stoppen und damit einen eher lieblichen Stil kreieren.

Merke: Ein Riesling kann sowohl trocken als auch süß schmecken.

Anders als in anderen Ländern Europas klassifiziert Deutschland seine Weine nach Grad Oechsle (kurz: ° Oechsle). So erzielt der Winzer verschiedene „Prädikate“ für seine Weine.
Laut deutschem Weingesetz von 1994 erhalten Weine ein höheres Prädikat, wenn Sie einen höheren Oechslewert aufweisen. Wir können uns folgende Regel merken:

Oechsle: Um den Zucker in der Traube bestimmen zu können, wurde die Einheit Oechsle festgelegt. ° Oechsle bestimmt also die Höhe des Zuckeranteils in der Traube.

Prädikate nach Deutschem Weingesetz:

  • • Kabinett: 70-82° Oechsle
  • • Spätlese: 76-90° Oechsle
  • • Auslese: 83-100° Oechsle
  • • Beerenauslese & Eiswein: 110-128° Oechsle
  • • Trockenbeerenauslese: ab 150° Oechsle

Leider kann aber nicht durch die Festlegung des Prädikats bestimmt werden, wie süß der Riesling ist. Wie oben beschrieben kann der Winzer selbst entscheiden, ob er die Gärung stoppt und so mehr Zucker im Wein bleibt.

Tipp: Falls Sie beim nächsten Einkauf eines Rieslings nicht genau wissen, ob dieser trocken oder lieblich ist, bietet sich folgende Faustregel an:

Hat der Wein weniger als 9 % Alkohol, so wird er mit großer Wahrscheinlichkeit einen höheren Zuckeranteil haben als jener der 12 % hat. 

Vom Kabinett Wein zur Trockenbeerenauslese: Wie unterscheiden sich die Weinprädikate?

Kabinett: 70-82° Oechsle

Das wahrscheinlich bekannteste Prädikat „Kabinett“ kann sowohl trocken als auch süß vinifiziert werden. Kabinett Weine werden aus reiferen Trauben geerntet und sind wenn Sie feinherb ausgebaut werden sehr fein und filigran. Zudem ist ein Riesling Kabinett in den meisten Fällen sehr leicht, das heißt der Alkoholgehalt ist niedrig. Dazu kommen tolle erste Reifenoten. Wird er in einem fruchtig-süßen Stil produziert, kann er ein perfekter Essensbegleiter sein. Wichtig ist, dass man auf dem Etikett nicht sofort erkennen kann, ob es sich um einen trockenen oder halbtrockenen Kabinett handelt. In den meisten Fällen schreiben die Winzer es aber auf das Etikett.

Beispiele für Riesling Kabinett aus Deutschland: #kabinett

Schloss Lieser Riesling Kabinett

Spätlese: 76-90° Oechsle

Weine mit dem Prädikat Spätlese werden, wie der Name des Prädikats schon suggeriert, später geerntet als Kabinett Weine. Sie haben eine reife, elegante Note mit feiner Frucht. Aufgrund der kleinen Beeren des Rieslings und der Anfälligkeit für „Botrytis“, einem Pilz der die Traubenwand zerstört, eignet sie sich perfekt zum Ausbau von Spät- und Auslesen. Durch diesen Pilz wird der Zuckergehalt in der Traube höher und die Traube dadurch reifer. Er sorgt für einen speziellen Geschmack im fertigen Wein. Am besten beschreiben kann man die geschmacklichen Auswirkungen auf einen Riesling durch Botrytis wie folgt: Cremige- reife Noten, Dörrobst, getrocknetes Steinobst.

Beispiele für Riesling Spätlesen aus Deutschland: #spätlese

Willi Schäfer Riesling Spätlese

Auslese: 83-100° Oechsle

Weine des Prädikats Auslese werden aus vollreifen Trauben hergestellt – unreife Beeren werden dabei aussortiert. Daher sind Auslesen durchaus edle Tropfen. Bei einer Auslese ist der Befall des Pilzes Botrytis unumstritten. 83° Oechsle können nur mit Hilfe dieser Edelfäule erreicht werden. Da der Pilz mit seinen kleinen Poren, die sich in die Traube bohren bewirkt, dass diese Wasser verliert, steigt mit der Zeit auch der Zuckergehalt – die Traube konzentriert den Zucker.

Beispiele für Riesling Auslesen aus Deutschland: #auslese

Rober Weil Riesling Auslese

Beerenauslese & Eiswein: 110-128° Oechsle

Überreife bis edelfaule Beeren werden dazu genutzt, volle, fruchtige Weine hervorzubringen. Ab dem Prädikat Beerenauslese kann nur noch ein süßer Weinstil produziert werden. Es ist zu viel Zucker vorhanden, um ihn komplett zu vergären. Vollreife Noten, getrocknete Früchte und Honignoten begleitet von einer dezenten Säure weisen sofort auf eine solche Stilistik hin.

Beispiele für Riesling Beerenauslesen aus Deutschland: #beerenauslese

Willi Schäfer Riesling Beerenauslese

Das Besondere am Eiswein ist, dass die Beeren bei der Ernte gefroren sind und bei mind. -7° Celsius gelesen und gekeltert werden, sodass im Keller nur das Fruchtkonzentrat ausgepresst wird. Der Unterschied zur Beerenauslese ist, dass die Trauben gesund geerntet werden. Sie sind also nicht von der Edelfäule befallen. Daher bekommen wir am Gaumen einen tollen fruchtigen Charakter mit einer knackigen Säure.

Beispiele für Riesling Eiswein aus Deutschland: #eiswein

Egon Müller Riesling Eiswein

Trockenbeerenauslese: ab 150° Oechsle

Weine des Prädikats Trockenbeerenauslese werden aus rosinenartig zusammengeschrumpften, edelfaulen Beeren gewonnen. Sie haben einen sehr süßlichen Geschmack und weisen eine hervorragende Alterungsfähigkeit auf. Weine dieser Art bilden die Spitze der Qualitätspyramide. Sie schmecken sehr konzentriert mit einem hohen Zuckeranteil. Ein kleiner Schluck reicht schon für eine Explosion im Mund. Sie sind dicht, komplex und voll mit getrockneten Früchten. Honignoten, Brioche und Butter gesellen sich bei den besten TBA´s dazu.

Beispiele für Riesling TBA aus Deutschland: #tba

Kaufamann Riesling TBA

Stilistiken des Rieslings

Riesling kann, je nachdem aus welchem der 13 Anbaugebiete er in Deutschland kommt, sehr unterschiedliche Stilistiken hervorbringen. Von großer Wichtigkeit ist hierbei auch die Lage und der Boden beim Anbau des Weins. Besonders mag der Riesling mineralische Böden und Steilhänge.

Beispielsweise sind Schieferböden, welche viel an der Mosel vorkommen, sehr wärmespeichernd und erzeugen meist einen sehr leichten, mineralischen Rieslingstil. Eine fast salzige, extrem elegante Stilistik ist hier keine Seltenheit und spricht für einen einzigartigen Charakter.

Kalkböden hingegen, wie sie oft in der Pfalz zu finden sind, sorgen für einen frischen und kräftigen Stil. Kalkgestein lässt Wasser gut durchsickern, weshalb diese Böden eine gute Wasserversorgung garantieren. Hier kann ein Riesling auch gerne mal etwas würziger schmecken, welches sich durch kräutrige und grüne Aromen widerspiegelt.

Am Mittelrhein munden die Rieslinge oftmals sehr fruchtig mit pikanten Pfirsich- und Zitrusnoten. Dies ist auch dem „reduktiven“ Ausbau geschuldet, was bedeutet, dass der Wein während der Gärung kaum Kontakt zur Luft hat. So bleiben die klaren Fruchtaromen erhalten.

In südlicheren Anbaugebieten werden sowohl der Wein als auch die Aromen voller und runder. Es können kräftige Noten von Orange, Nektarine, Grapefruit und Aprikose erzielt werden. Dies liegt daran, dass die Rieslingtrauben im Süden mehr Sonne abbekommen und daher eine voller und reifer Frucht entwickeln. Mehr Sonne begünstigt beim Riesling also die tropische Frucht Charakteristik. 

Merke: Der Stil eines Weins hat nicht unbedingt etwas mit seinem Geschmack zu tun. Der Winzer kann in allen Anbaugebieten auch einen lieblicheren Stil anregen.

Weshalb reift Riesling so gut?

Man fand sehr schnell heraus, dass Riesling gut reifen kann. Bei einem süßen Ausbau der Rebsorte kann der Wein 20+ Jahre alt werden. Aber auch ein hochwertiger trockener Riesling kann durchaus so ein Alter anstreben. Dies machte natürlich viele Weinliebhaber auf diese besondere Rebsorte aufmerksam, was dazu führte, dass sie bekannter und bekannter wurde.

Aufgrund des sehr hohen Säureanteils und des in süßeren Stilistiken hohen Zuckeranteils konserviert der Wein auf Dauer besser. Dies sorgt dafür, dass man ihn viele Jahre weglegen kann, ohne dass er an Trinkpotenzial verliert. Er wird oft sogar besser. Es entwickeln sich mit der Zeit weitere Aromenspektren. Die anfängliche Phase mit klaren Primärfruchtaromen vergeht und die sekundäre und tertiäre Phase folgt. In diesen Phasen entwickeln sich Aromen wie Petrol, Laub, Pilze und Honig. Es ist sehr spannend diesen Entwicklungsprozess zu verfolgen und erleben.

Unser Fazit zum Riesling

Die Vielfältigkeit des Rieslings lässt kaum Grenzen offen: So kann er lieblich oder trocken schmecken und auch halbtrockene Rieslinge lassen sich gut finden. Außerdem kann er für jedes Weinprädikat hergestellt werden, sodass er sowohl ein Kabinett Wein sein kann, als auch eine Trockenbeerenauslese. Für jeden Stil, Geschmack und jedes Portemonnaie kann der Riesling sich empfehlen. Stöbern Sie gern durch unser Angebot, ob in unserem Online Shop oder direkt im Laden in Wuppertal – wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Spanien

Raúl Moreno El Proposito 2023

Weißwein · Vino de Pasto · Palomino

100 % Palomino (Clon 84) Pago Miraflores Alto, Sanlúcar Albariza · Nordlage Reben über 100 Jahre 7 Tage Maischegärung mit ganzen Trauben 8 Monate unter Flor 2023

Der Raúl Moreno El Propósito 2023 ist ein Vino de Pasto aus Palomino von über hundertjährigen Reben im Pago Miraflores Alto in Sanlúcar de Barrameda. Mit den Füßen getreten, sieben Tage mit ganzen Trauben auf der Maische vergoren und acht Monate unter dem Flor gereift: ein unaufgespriteter Weißwein aus dem Sherry-Land, frisch und geradlinig, mit salziger Mineralität und knackiger Säure.


Pago Miraflores Alto – alte Reben auf Albariza

Der Pago Miraflores gehört zu den bekanntesten Lagen von Sanlúcar de Barrameda, nur wenige Kilometer von der Atlantikküste und der Mündung des Guadalquivir entfernt. Die Reben stehen auf Albariza, dem weißen Kalkmergel des Marco de Jerez mit rund 30 bis 40 Prozent Kalkanteil. Der Boden speichert die Winterfeuchte unter einer verkrusteten Oberfläche und gibt sie über den regenlosen Sommer an die Wurzeln ab; die helle Farbe reflektiert die Sonne und hält die Rebzone kühler.

Die Parzelle für El Propósito liegt im höheren Teil der Lage, Miraflores Alto, und ist nach Norden ausgerichtet – im heißen Andalusien die kühlste denkbare Exposition. Dazu kommt der feuchte Westwind Poniente vom Atlantik, der die Nächte abkühlt. Die Reben sind über hundert Jahre alt, tragen wenig und wurzeln tief genug, um auch in Trockenjahren an Wasser zu kommen.

Vino de Pasto bezeichnet die historische Form des Weins aus dieser Region: Palomino, der nicht aufgespritet wird, sondern als Tischwein getrunken – bevor sich im 19. Jahrhundert der Sherry als Exportprodukt durchsetzte. Raúl Moreno gehört zu der kleinen Gruppe von Winzern, die diese Tradition wiederbeleben und zeigen, was die Albariza jenseits der Solera kann.

Jahrgang 2023 – Sanlúcar de Barrameda

Das Weinjahr 2023 war im Marco de Jerez erneut von Trockenheit geprägt. In den Lagen fielen zwischen 425 und 480 Litern je Quadratmeter, deutlich unter den rund 600 Litern eines normalen Jahres. Der Regen kam vor allem im Dezember und Januar; im Juni fielen noch einmal 40 bis 50 Liter, die die Wasserreserven im Boden auffrischten. Hier zeigte die Albariza ihren Wert: Sie hält Niederschlag über Monate fest. Hagel traf im Juni einzelne Lagen im Norden der Denominación, bei Trebujena und Lebrija, nicht aber Sanlúcar.

Die Lese lief vom 3. August bis zum 15. September. Insgesamt wurden im Marco de Jerez 49,9 Millionen Kilo Trauben verarbeitet, rund zwölf Prozent mehr als im besonders kleinen Vorjahr, aber weiter unter dem langjährigen Mittel. Das Lesegut war gesund. Für einen Wein aus Nordlage und alten Reben bedeutet das: moderate Mengen, erhaltene Säure – genau die Voraussetzung für einen Palomino, der ohne Aufspritung auskommen soll.

Fußtreten, ganze Trauben und acht Monate unter Flor

Reinsortiger Palomino (Clon 84) aus dem Jahrgang 2023, trocken. Die Trauben werden zwei bis drei Stunden mit den Füßen getreten – schonender als jede Presse, weil Kerne und Stiele dabei nicht zerbrechen. Es folgt eine siebentägige Maischegärung mit ganzen Trauben, ohne Entrappen und mit sehr sanfter Extraktion. Die Gärung startet spontan in offenen Behältern; gepresst wird noch vor ihrem Ende, damit der Schalenkontakt nicht zu viel Gerbstoff einbringt.

Danach reift der Wein acht Monate unter dem Flor, der Hefedecke, die auch Manzanilla und Fino prägt – in einer gebrauchten Manzanilla-Bota aus Eiche und in einem alten Bocoy aus Kastanienholz zu 600 Litern, in dem früher Amontillado lag. Die Hefe schirmt den Wein vom Sauerstoff ab und gibt ihm die salzig-hefige Note; die alten Fässer bringen eine leichte oxidative Tiefe mit, ohne die Frische zu überdecken. Aufgespritet wird nicht – das unterscheidet El Propósito von jedem Sherry.

Im Glas

Helles Gold mit leichtem Schimmer aus dem Schalenkontakt. In der Nase Kamille, Mandel und ein hefig-salziger Ton aus der Florzeit, dahinter gelber Apfel und Zitrusschale.

Am Gaumen geradlinig und schlank gebaut, mit knackiger Säure und einer salzigen Ader, die bis in den Abgang trägt. Die Maischegärung gibt eine feine Griffigkeit, die alten Fässer einen Hauch Würze und Tiefe. Frische und Herkunft stehen im Vordergrund, nicht die Kraft.

Palomino unter Flor, aber ohne Aufspritung: So schmeckte Sanlúcar, bevor es Sherry gab.

Bei 11–13 °C servieren, nicht kälter, in einem Weißweinglas. Nach einer Viertelstunde öffnet sich der Wein deutlich. Trinkreif, mit Reserve für einige Jahre.

Am Tisch

Zu Meeresfrüchten und gebratenem Fisch, zu Jamón und Mandeln, zu Tortilla und Tapas sowie zu eingelegtem Gemüse und Oliven. Die salzige Ader und die Griffigkeit aus der Maischegärung tragen auch Schwierigeres: Artischocken, Spargel, Eintöpfe mit Kichererbsen – Gerichte, an denen die meisten Weißweine scheitern.


Produzent Raúl Moreno, Sanlúcar de Barrameda
Rebsorte 100 % Palomino (Clon 84)
Lage Pago Miraflores Alto, Sanlúcar de Barrameda · Albariza · Nordausrichtung
Klassifikation Vino de Pasto (Stilbezeichnung) · trocken, nicht aufgespritet
Jahrgang 2023
Vinifikation Fußtreten · 7 Tage Maischegärung mit ganzen Trauben, ohne Entrappen · Spontangärung in offenen Behältern · Pressung vor Gärende
Ausbau 8 Monate unter Flor in gebrauchter Manzanilla-Bota (Eiche) und Bocoy aus Kastanienholz (600 l)
Rebenalter über 100 Jahre
Trinkempfehlung jetzt bis 2029

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Weine

Dominio del Águila Canta la Perdiz 2014 BIO

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo (Feldmischsatz)

Tempranillo & alte Sorten Ribera del Duero · Einzellage La Aguilera Bio 2014

Der Dominio del Águila Canta la Perdiz 2014 ist ein rarer Einzellagenwein von Jorge Monzón – aus 100 bis 150 Jahre alten, oft wurzelechten Reben in La Aguilera. Nur 1.053 Flaschen.


Canta la Perdiz – die Einzellage

„Canta la Perdiz" (Das Rebhuhn singt) ist eine der ältesten Lagen im Dorf La Aguilera am Südrand der Ribera del Duero. Der südexponierte Wingert liegt auf rund 890 Metern und ist mit ungepfropften Reben bestockt, von denen viele bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

Der Boden ist einzigartig: hell, sandig und kalkhaltig, in horizontalen Schichten abgelagert wie Schiefer. Wie alle Lagen des Guts steht der Wingert als Feldmischsatz da – dominiert von Tempranillo, ergänzt um eine Vielzahl alter Sorten wie Albillo, Garnacha, Bobal und Bruñal, die gemeinsam vergoren werden.

Jahrgang 2014 – Ribera del Duero

2014 war in der Ribera del Duero ein ausgewogener Jahrgang, der reife, aber frische Trauben mit guter Säurestruktur brachte.

Ein Profil, das die für La Aguilera typische Spannung und Eleganz unterstreicht.

Ausbau

Feldmischsatz mit dominierendem Tempranillo aus dem Jahrgang 2014.

Handlese; die ganzen Trauben werden ohne Entrappung per Fuß getreten und gemeinsam co-fermentiert. Spontangärung mit eigenen Hefen über rund 8–9 Monate im Betontank, anschließend etwa 31 Monate Reife in alten französischen Fässern in den kühlen, in den Fels gegrabenen Kellern. Ohne Schönung, Filtration oder Klärung. Bio-zertifiziert (ES-ECO-016-CL). Gesamtproduktion: 1.053 Flaschen.

Im Glas

Aromen von dunkler Frucht und Würze, getragen von kreidigem Tannin und einem schönen Mundgefühl. Ein Wein, geprägt von Spannung, Kraft und Eleganz.

Spannung, Kraft und Eleganz – ein herausragender Einzellagenwein aus uralten Reben.

Vor dem Servieren dekantieren; großes Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Rind vom Grill oder Schmorgericht, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse wie Manchego.


Lage: Canta la Perdiz (Einzellage), La Aguilera, Ribera del Duero (Spanien); helle Sand-/Kalksteinböden, wurzelechte Reben (100–150 J.), ~890 m, südexponiert
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Feldmischsatz (Tempranillo dominant), trocken
Ausbau: Co-Fermentation ganzer Trauben in Beton (~8–9 Mon.), ~31 Monate alte franz. Fässer; unfiltriert; Bio (ES-ECO-016-CL)

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Feinkost

Olasagasti Anchoas a la Donostiarra Sardellen nach baskischer Art

Feinkost · Sardellen · Baskenland · Spanien

Olasagasti Anchoas a la Donostiarra sind Sardellen nach baskischer Art – Anchoa-Filets in Olivenöl, zubereitet im typischen Stil von Donostia-San Sebastián.


Herkunft / Baskenland

Olasagasti ist eine traditionsreiche Konservenmanufaktur aus dem Baskenland (Gipuzkoa). Die Zubereitung „a la donostiarra" verweist auf Donostia-San Sebastián – die Hauptstadt der baskischen Pintxo-Kultur. Die Sardellen (Anchoa) stammen aus dem Kantabrischen Meer.

Zutaten und Herstellung

Anchoa-Filets in Olivenöl, in der für San Sebastián typischen Art mit Knoblauch und Chili verfeinert. Diese Zubereitung gibt den Sardellen ihre frische, kräuterwürzige Note. (Genaue Zutatenliste laut Etikett.)

Geschmack

Würzig und umami, mit der meerig-salzigen Tiefe der Anchoa, ergänzt um die frische Würze von Knoblauch und Petersilie. Zarte, schmelzende Textur, abgerundet vom Olivenöl.

In der Küche

Am besten leicht temperiert genießen, damit sich das Aroma voll entfaltet.

Ideal: als Pintxo auf geröstetem Brot, zu Tomaten, in Salaten, auf Pizza oder pur mit gutem Brot.


Hersteller: Olasagasti, Baskenland (Spanien)
Produkt: Anchoas a la Donostiarra – Sardellen nach Donostia-Art in Olivenöl
Zutaten: Sardellen (Anchoa), Olivenöl, Knoblauch (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Kantabrisches Meer / Baskenland (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 18.03.2031

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Weine

Domaine Guffens-Heynen Saint-Véran Premier Jus 2022

Weißwein · Saint-Véran · Chardonnay

Chardonnay Saint-Véran AOC Mâconnais 2022 Nur erste Pressung

Der Saint-Véran Premiers Jus 2022 der Domaine Guffens-Heynen ist ein kräftiger, exotischer Chardonnay aus ausschließlich erster Pressung – geradlinig, kreidig und salzig. Nach Aussage von Jean-Marie Guffens erinnert er an den großen 2015er.


Saint-Véran aus drei Davayé-Parzellen

Jean-Marie Guffens und Maine Heynen stehen seit den 1980ern für Chardonnays, die das Mâconnais auf das Niveau der großen weißen Burgunder gehoben haben. Seit 2008 bewirtschaften sie knapp einen Hektar in der Appellation Saint-Véran, verteilt auf drei Parzellen in Davayé.

Le Clos de Poncetys liegt auf Kalkstein mit dünner Humusauflage in südöstlicher Lage, Les Combes auf tiefem, lehmigem Boden nach Norden, Les Carettes auf steinigem Lehm-Kalk nach Nordosten. Diese Bandbreite verleiht dem Wein zugleich Frische, Mineralität und Tiefe.

Jahrgang 2022 – Mâconnais

2022 entkam das Gut nur knapp den Frösten und erlebte danach lange Hitze und Trockenheit. Ein Saftstau bremste den Zuckeranstieg und erhielt die Säure; das warme Vorlese-Wetter brachte zudem ein leichtes Antrocknen (Passerillage) und damit zusätzliche Konzentration.

Der Saint-Véran Premiers Jus fällt entsprechend kräftiger und exotischer aus – ein Wein, der den Erzeuger an den Jahrgang 2015 erinnert.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, aus den drei Saint-Véran-Parzellen.

Verwendet wird ausschließlich die erste, pH-niedrige Pressung (Premier Jus), schonend auf der modifizierten Coquard-Presse gewonnen. Der Ausbau erfolgte im Fass (rund 25 % neues Holz); im Februar wurde der Wein unfiltriert gefüllt.

Im Glas

Ein feines, leicht reduktives Bouquet mit viel Kalkstein, weißem Pfirsich, grüner Birne, Orangeat, Zitronenschale, Mandelpaste und weißen Blüten. Am Gaumen fleischig und texturreich im Antrunk, dann straff und elektrisch – geradlinig, kreidig ausgekleidet, mit langem, salzigem Finale.

Ein Laserstrahl von Saint-Véran: geradlinig, kreidig und salzig – kräftiger und exotischer als üblich.

Schon jetzt zugänglich, über viele Jahre lagerfähig (etwa 2025–2036). Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalb oder reifer Hartkäse. Ein präziser, salziger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Saint-Véran, drei Parzellen in Davayé (Mâconnais); Kalk, Lehm und steiniger Lehm-Kalk
Klassifikation: Saint-Véran AOC
Ausbau: Chardonnay; erste Pressung, ~25 % neues Holz, unfiltriert · Organische Bewirtschaftung (nicht zertifiziert)

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Frankreich

Domaine Duroche Gevrey Chambertin Champ 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin · Pinot Noir

Pinot Noir Gevrey-Chambertin AOC Lieu-dit En Champs · 0,71 ha Reben ab 1969 2023

Der Gevrey-Chambertin En Champs 2023 von Pierre Duroché stammt aus einer 0,71 Hektar großen Parzelle, bepflanzt zwischen 1969 und 1973. Auf Kalk und sandigem Mergel entsteht ein fein strukturierter, tiefgründiger Pinot Noir – dicht, energiegeladen und klar fruchtbetont.


En Champs – Lieu-dit in Gevrey-Chambertin

Die Lage En Champs liegt in Gevrey-Chambertin, der größten Gemeinde der Côte de Nuits. Die 0,71 Hektar wurden zwischen 1969 und 1973 bepflanzt; der Boden aus Kalk und sandigem Mergel bietet ideale Voraussetzungen für fein strukturierte, tiefgründige Pinot Noirs.

Pierre Duroché zählt zu den gesuchten Adressen von Gevrey-Chambertin; seine Handschrift zielt auf Finesse, Präzision und einen klaren Terroir-Ausdruck.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 50 Jahre alten Reben (ab 1969).

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Klarheit, Spannung und einen präzisen Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Dicht und energiegeladen, mit klarer, fruchtbetonter Stilistik. In der Nase Himbeere, Cassis und Pfingstrose, untermalt von einer subtilen mineralischen Note. Am Gaumen klar und präzise, mit Tiefe und vibrierender Frische – ein vielschichtiger, spannungsgeladener Gevrey, der Eleganz und Kraft verbindet.

Himbeere, Cassis und Pfingstrose über mineralischer Spannung – dicht, präzise und energiegeladen.

In der Jugend zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: En Champs (Lieu-dit), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalk und sandiger Mergel, 0,71 ha, Reben ab 1969
Klassifikation: Gevrey-Chambertin AOC
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Südafrika

Oude Kaap Rosé

Wein · Rosé · Western Cape · Südafrika

Oude Kaap Rosé ist ein trocken ausgebauter Rosé mit vielfältigen Aromen von Erd- und Himbeeren. Am Gaumen frisch und sehr süffig – ein idealer Begleiter zu knackigen Sommersalaten.


Western Cape / Südafrika

Oude Kaap ist eine Weinlinie von DGB (Douglas Green Bellingham), einem der größten unabhängigen Weinerzeuger Südafrikas, mit Wurzeln im Franschhoek-Tal. Die Trauben stammen aus dem Western Cape, dem Weinkernland Südafrikas.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Pinotage, der südafrikanischen Paradesorte. Die helle Farbe entsteht durch einen sehr kurzen Kontakt des Mostes mit den Beerenschalen; anschließend wird der Wein im Edelstahl trocken vergoren, um Frucht und Frische zu bewahren.

Im Glas

Helles Rosa. In der Nase vielfältige Aromen von Erdbeere und Himbeere. Am Gaumen frisch und sehr süffig, mit feiner Frucht und sauberem, trockenem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Terrassenwein, Aperitif oder zu leichten Sommergerichten.

Passt zu: knackigen Sommersalaten, gegrilltem Gemüse, hellem Fleisch und Fingerfood.


Lage: Western Cape (Südafrika); Oude Kaap / DGB (Douglas Green Bellingham)
Klassifikation: Western Cape – 100 % Pinotage, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, Gärung im Edelstahltank

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Feinkost

Olasagasti Filetes de Anchoa - Sardellenfilets in Olivenöl

Feinkost · Sardellen · Baskenland · Spanien

Olasagasti Filetes de Anchoa sind feinste Sardellenfilets, eingelegt in Olivenöl. Eine baskische Delikatesse von ausgeprägter Würze und zarter Textur – die klassische Anchoa aus dem Kantabrischen Meer.


Herkunft / Baskenland

Olasagasti ist eine traditionsreiche Konservenmanufaktur aus dem Baskenland (Gipuzkoa). Die Sardellen (Anchoa) stammen aus dem Kantabrischen Meer, wo sie im Frühjahr gefangen werden – die geschätzteste Saison für diese Fische. Eingelegte Anchoas zählen zu den Klassikern der baskischen Pintxo-Kultur.

Zutaten und Herstellung

Die Sardellen werden traditionell in Salz gereift und anschließend von Hand filetiert, von Gräten befreit und in Olivenöl eingelegt. Diese sorgfältige Handarbeit ergibt zarte, geschmacksintensive Filets.

Geschmack

Intensiv würzig und umami, mit der typisch salzig-meerigen Tiefe gereifter Anchoas. Die Textur ist zart und schmelzend, das Olivenöl rundet den kräftigen Geschmack ab.

In der Küche

Am besten leicht temperiert genießen, damit sich das Aroma voll entfaltet.

Ideal: als Pintxo auf geröstetem Brot, zu Gildas, auf Pizza, in Pasta (z. B. Puttanesca), in Salaten (Caesar, Niçoise), zu Tomaten oder pur mit gutem Brot.


Hersteller: Olasagasti, Baskenland (Spanien)
Produkt: Filetes de Anchoa – Sardellenfilets in Olivenöl
Zutaten: Sardellen (Anchoa), Olivenöl, Salz
Herkunft: Kantabrisches Meer / Baskenland (Spanien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 10.01.2028

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Italien

Castelgreve Vin Santo 0,375 Liter

Der Vin Santo ist ein intensiv duftender Dessertwein aus der Toskana, der im Eichenholzfass reifte. In der Farbe goldgelb. Das Bukett ist voll und komplex mit Aromen von Rosinen, Aprikosen, Feigen, Trockenfrüchten und Vanille. Der Geschmack ist warm, leicht süßlich und seidig mit einem aromatischen Nachklang.

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