Champagner – Der berühmteste Wein der Welt!

Was wäre die Welt ohne Champagner – beziehungsweise was ist eigentlich Champagner und wie wird er hergestellt? Wo kommt das Wunderwasser überhaupt her und warum will es jeder genießen? In diesem Bericht erfahren Sie alles über den Mythos Champagner und was es damit auf sich hat.
Wir alle kennen ihn: Champagner. Ob zu Weihnachten, zur Hochzeit, zum Jubiläum oder Geburtstag. Für den besonderen Anlass wird eine gute und teure Flasche geöffnet. Gleichzeitig muss man sich fragen, ob dies nicht ein Luxusproblem unserer Gesellschaft ist – denn Champagner ist genauso viel Schaumwein wie deutscher Sekt. Dazu aber später mehr.

Was ist Champagner und wo kommt er her?

Die Champagne liegt 160 km nordöstlich von Paris und ist gerade einmal 34.000 Hektar groß. Die jährliche Produktion wird auf ca. 300 Mio. Flaschen geschätzt, wobei sich die Franzosen 50% als Eigenbedarf vorbehalten.
 Rund 16.000 Bauern besitzen Weinberge mit Trauben aus denen Champagner produziert wird. Erstaunlich dabei ist, dass nur rund 320 Kellereien ihren eigenen Schaumwein produzieren. Das liegt daran, dass viele Winzer ihre Trauben oder Grundwein verkaufen. Dies scheint ein lukratives Geschäft zu sein, wenn man den Hektarpreis von 1 Mio. Euro bedenkt und das obwohl die Champagne vor kurzem noch die Müllhalde von Paris war.

Runtergebrochen: Champagner ist also ein prickelndes Getränk, welches beim Öffnen ein lautes „plop“ macht und meistens kostspielig ist. Es steckt aber noch viel mehr dahinter, wenn wir uns die Philopsophie der Winzer, die Herkunft, Geschichte, gesetzliche Vorgaben und Herstellung anschauen.

Ein Champagner ist ein Schaumwein, welcher nach bestimmten Kriterien im geschützten Herkunftsgebiet „Champagne“ produziert und gekeltert wird. Dabei müssen die Trauben in diesem Gebiet kultiviert worden sein.

Erster Champagner

1668 – Die Entdeckung des Champagners durch Dom Pierre Pérignon. Der Schaumwein wurde durch Zufall von einem Benediktinermönch entdeckt, als er den fertigen Wein in Flaschen abfüllte und diese im Frühjahr plötzlich aufplatzten. Aufgrund des unerwarteten Wintereinbruchs stoppte die Gärung durch Kälte – als die Temperaturen im Frühling wieder stiegen fingen die Hefen in der Flasche wieder an zu arbeiten. Da das entstandene CO2 nicht entweichen konnte, verblieb die Kohlensäure in der Flasche. Der PetNat war geboren!

Pétillant Naturel oder auch Méthode Ancestral ist die Urform des Champagners. Im Gegensatz zur Champagner-Herstellung wird bei einem Pét-Nat in der Regel nicht degorgiert. Das bedeutet, dass die Hefe und Trübstoffe in der Flasche verbleiben. Dies verleiht dem Wein eine natürliche Trübung und kann zu einem etwas rustikaleren Erscheinungsbild führen.

Über die Jahre wurde der Prozess der Herstellung immer weiter optimiert bis im 19. Jahrhundert technologische Innovationen wie die Einführung von Kellereien und temperaturkontrollierten Gärungsräumen zu einer besseren Kontrolle des Herstellungsprozesses führten. Zudem wurde die Mischung verschiedener Rebsorten zur Erzeugung von komplexen Cuvées eingeführt. Es folgten immer mehr gesetzliche Regelungen zur Qulitätssicherung in der Champagne.

Interessante Nebenbemerkung: England war eines der ersten Länder, welches die Importgenehmigung für Champagner hatte.

Geschütztes Herkunftsgebiet

Champagner darf nur unter strengen gesetzlichen Vorgaben produziert werden, welches vom „Comité interprofessionnel des vins de Champagne“ kontrolliert und erfasst wird. Anbei ein paar Beispiele für die strikten Produktionsvorschriften:
Ein „normaler“ Champagner muss mindestens 15 Monate nach der zweiten Gärung auf der Hefe liegen bevor er degorgiert wird. Bei Jahrgangschampagner sogar 36 Monate! Alle Trauben in der Champagne werden zudem von Hand gelesen, da eine Ganztraubenpressung gesetzlich verpflichtend ist.

Ganztraubenpressung

Die Ganztraubenpressung stellt eine schonendere Methode des Kelterns dar, bei der das Abbeeren der Trauben vermieden wird und stattdessen eine Pressung der gesamten Trauben inklusive Rappen erfolgt. Häufig wird diese Technik zur Herstellung von Weißweinen angewendet, um in säurearmen Jahrgängen eine erhöhte Säure, Frische und Fruchtigkeit zu erzielen.

Folgende Rebsorten sind zugelassen: Pinot Noir, Pinot Meunier, Chardonnay, Pinot Grigio, Pinot Blanc, Arbanne und Petit Meslier. Letztere zwei sind autochthone Rebsorten. Insgesamt werden 50 Klone zum Anbau dieser Rebsorten zugelassen, wobei es sich hauptsächlich um die Hauptdarsteller Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay handelt, die den größten Teil der Anbaufläche ausmachen. 450 Musterparzellen verteilt in der Champagne werden für Bestimmungswerte von Zucker und Säure regelmäßig überprüft, um den Beginn der Weinlese für jede Rebsorte und Weinbaugemeinde zu bestimmen. So werden ebenfalls Erntemengen und erforderlicher Mindestalkohol festgelegt. Zudem ist der Pressvorgang geregelt: aus 160 kg Trauben dürfen maximal 102 Liter Rebsaft gewonnen werden. Dies sind nur einige wenige der vielen Vorgaben, die ein Winzer erfüllen muss.

Besondere Herstellungsmethode

Ein weiterer Grund für die Besonderheit von Champagner und der weltweiten Beliebtheit ist das besondere Herrstellungsverfahren. Es gilt als das hochwertigste für die Produktion von Schaumweinen und wird von etlichen Winzern nachempfunden. Der Unterschied zu herkömmlichen Methoden ist die zweite Gärung in der Flasche und das darauf folgende Degorgieren.

Grundwein

Für den perfekten Champagner benötigen wir den sogenannten Grundwein. Die Trauben werden dafür früher geerntet als bei Stillwein, um einen hohen Säurewert und wenig Zucker zu gewährleisten. Ein niedriger Zuckergehalt ist wichtig, damit der fertige Wein einen geringen Alkoholgehalt aufweist. Während der Gärung wird der Zucker in Alkohol umgewandelt, und während der zweiten Gärung steigen die Alkoholprozente noch einmal um 1-1,5%. Nach einer schonenden Ganztraubenpressung wird der frische Most vergoren. Der Winzer kann nun entscheiden, welche Stilistik er anstreben möchte. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

Stahltank

Entscheidet sich der Kellermeister für den Ausbau im Stahltank, bleibt die primäre Frucht, die während der Gärung entsteht, erhalten. Dies liegt daran, dass Stahl keine Luft zulässt und somit auch keine Oxidation ermöglicht. Dieser Ausbau eignet sich besonders für Rebsorten mit ausgeprägtem Bouquet, wie zum Beispiel Sauvignon Blanc, Muskateller, Riesling oder Glera.

Merke: Im Stahltank bleiben Aromen erhalten; fruchtige Stilistik.

Barrique

Wählt der Kellermeister ein Barrique für den Ausbau des Grundweins, verändert sich der Geschmack und die gesamte Stilistik. Durch den Einsatz des Barriques werden sekundäre Aromen im Wein freigesetzt. Die Intensität dieser Aromen hängt von verschiedenen Faktoren ab: Woher stammt das Eichenholz? Wie groß ist das Fass? Handelt es sich um eine Erst- oder Zweitbelegung? Welcher Toastungsgrad wurde für das Fass verwendet?

Anders als Stahl ist Holz luftdurchlässig. Durch die kleinen Poren des Holzes entsteht eine Mikrooxidation. Diese Oxidation führt dazu, dass sich die frischen Primäraromen verflüchtigen.

Merke: Oxidation durch Holzeinsatz = Sekundäre Aromen!

Aber was sind eigentlich Sekundäre Aromen?

Sekundäre Aromen werden durch den Einfluss des Winzers im Keller erzielt. Dazu zählen Aromen, die durch den Barriqueausbau, die Hefe und den BSA (Biologischen Säureabbau) entstehen. Durch den Einsatz von Barriques entwickeln sich beispielsweise Aromen von Vanille, Schokolade oder Röstaromen. Die Hefe, die viele Winzer für eine längere Zeit auf dem Most belassen, trägt zu Noten von Brioche und Toast bei. Der BSA, bei dem die Apfelsäure in die weichere Milchsäure umgewandelt wird, sorgt für eine gewisse Buttrigkeit.

2te Flaschengärung

Ist der Grundwein fertig, wird dieser in Flaschen gefüllt, mit der sogenannten „liqueur de´tirage“ versetzt und mit einem Kronkorken verschlossen. Das Gemisch aus Hefe, Zucker und Nährstoffen, welches auch Fülldosage genannt wird, erzeugt eine zweite Gärung in der Flasche. Da das entstandende CO2 nicht entweichen kann, bindet es sich im Wein und Kohlensäure entsteht! Dabei stecken die Flaschen nun senkrecht in sogenannten Rüttelpulten.

Hefeautolyse

Nachdem die zweite Gärung abgeschlossen ist, verbleiben Schwebeteilchen und Hefereste in der Flasche. Nach einigen Monaten beginnen die Hefezellen sich in der Flasche aufzulösen, um sich anschließend mit dem Wein zu verbinden. Je nachdem, wie lange dieser Vorgang andauert, verändert sich der Charakter des Champagners. Er wird cremiger, runder, weicher und entwickelt Nuancen von Brioche und Toast. Ein wirklich guter Champagner profitiert genau von dieser Charakteristik der Hefeautolyse!

Hefereste nach der zweiten Gärung.

Rütteln und Degorgieren

Nach der Hefeautolyse und der Lagerung auf der Flasche müssen die Flaschen gerüttelt werden, damit die Hefereste und Schwebeteilchen in den Flaschenhals sinken. Vor nicht allzu langer Zeit waren noch Berufe mit dieser Aufgabe besetzt. Die Flaschen standen 6 Wochen senkrecht im Rüttelpult. Das Rütteln übernimmt heute eine Gyropalette, die nur noch etwa 2 Wochen für den Rüttelvorgang benötigt.

Sobald sich alle Hefereste im Flaschenhals gesammelt haben, wird dieser in einem Eisbad eingefroren. Durch anschließendes schnelles Öffnen der Flasche „ploppt“ die Hefe heraus. Diesen Vorgang nennt man Degorgieren.

Rütteln von Hand
Degorgieren

Verkorken und Versanddosage

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Flasche geöffnet und nicht vollständig gefüllt, da während des Hefeentfernens Flüssigkeit verloren gegangen ist. Um die verbleibende Flüssigkeit aufzufüllen, wird eine Mischung aus dem vorherigen Grundwein und Zucker hinzugefügt, die als liqueur d’expédition oder auch Versanddosage bekannt ist. Mit dieser Dosage bestimmt der Winzer den endgültigen Zuckergehalt im Champagner. Ein Champagner mit der Bezeichnung „zero dosage“ enthält keine Zugabe von Zucker.

FranzösischDeutschZucker/Liter
brut Naturenatur herb0-3 g/l
extra brutextra herb0-6 g/l
brutherb0-12 g/l
extra dryextra trocken12-20 g/l
sec (dry)trocken20-35 g/l
demi sechalbtrocken33-50 g/l
douxsüßüber 50 g/l

Winzer- & Markenchampagner

Es gibt viele Arten von Champagner, aber was unterscheidet einen weniger guten Champgner von einem hochwertigen? Und was sind eigentlich Winzerchampgner?

Bekannte Marken wie Moët, Veuve Cliqout, Ruinard oder Dom Perignon erobern den Weltmarkt seit Jahren. Alle diese Champagner gehören zur LVMH Gruppe, welche Bernard Arnault zu eines der reichsten Menschen der Welt gemacht hat. Oft steckt hinter den teuren Produkten meist weniger Qulität als erwartet. So schmeckt ein Dom Perignon oft nicht besser als ein guter Cava aus Spanien. Jedoch zahlt man fast das 10-fache für das Prickelwasser. Während Moet rund 60 Millionen Flaschen produziert, legen kleinere Winzer wenige tausend Flaschen auf. Wie viel Passion und Handarbeit stecken wohl in Millionen Flaschen? Geschmacklich wirkt sich die Menge definitiv negativ auf das Produkt aus.

Ein toller Vergleich ist unser neues Champagner-Haus Chartogne-Taillet. Der Einsteiger liegt im gleichen Preissegment wie Moet&Chandon – geschmacklich ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Chartogne-Taillet Cuvée Sainte Anne

Die Sainte Anne Cuvée von Chartogne-Taillet ist ein wahrhaft meisterhafter Champagner. Jeder Schluck dieses edlen Tropfens ist wie ein Spaziergang durch die sanften Hügel und sonnenverwöhnten Weinberge von Merfy. Der Geschmack ist opulent und vollmundig mit einer Fülle von Aromen, die an frische Blüten und reife Früchte erinnern. Die Textur ist seidig, cremig und sehr geschmeidig mit einem langen, eleganten Abgang, der den Gaumen noch lange nach dem letzten Schluck umschmeichelt. Dieser Champagner ist ein wahrer Genuss und ein wahrhaftes Kunstwerk des Champagnermachers. Merci Chartogne-Taillet, für solch eine spektakuläre Basis Champagner Cuvée!

Jahr:2020
Land:Frankreich
Region:Champagne
Art:Schaumwein
Ausbau:extraherb
Rebsorten:Chardonnay, Petit Meunier, Pinot Noir
Alkoholgehalt:12,5% vol
Restzucker:4 g/l
Moet Chandon Imperial

Im Glas haben wir gelbe reflexe – für einen Champagner recht hell. Starke Apfelnoten in der Nase gepaart mit etwas Heu und Honig. Kaum Brioch oder Toast. Bestätigen tut sich das Ganze am Gaumen. Wenig komplexität, kaum Kraft bis hin zu fast garkeiner Länge. Man möchte am liebsten durchtrinken, um den Geschmack nicht zu verlieren. Eine pappige Süße überdeckt den Geschmack des Champagners, welche als einzige unangenehm im Mund zurück bleibt. Mit der Grundidee Champagner, hat dieses Produkt nicht viel zu tun, da es keinen geschmacklichen Wiedererkennungswert hat.

 

Jahr:
Land:Frankreich
Region:Champagne
Art:Schaumwein
Ausbau:brut
Rebsorten:Chardonnay, Petit Meunier, Pinot Noir
Alkoholgehalt:12% vol
Restzucker:7 g/l

Entscheidend für ein hochwertiges Produkt mit viel Komplexität sind die Autolyse-Aromen und der Ausbau des Grundweins. Bei günstigen Massenprodukten kommen aus Zeit- und Kostengründen diese beiden sehr wichtigen Faktoren oft zu kurz. Ein Moët bleibt gerade einmal die gesetzlichen 15 Monate auf der Hefe. Er soll kommerziell schmecken, eben ein universell einsetzbares Produkt für jeden Anlass.

Ein Winzerchampagner trägt hingegen die Handschrift des Winzers, des Terroirs und der Philosophie des Châteaus. Es wird eine unverwechselbar unkonventionelle Stilistik erzeugt, die ein neues Geschmackserlebnis kreiert. Hinzu kommt die geringe Auflage und der Ausbau von Jahrgangschampagner und Einzel Grand-Cru Lagen, welche die Herkunft des Champagners noch einmal mehr unterstreichen.

Jahrgangschampagner

In besonders guten Jahren stellen Winzer Jahrgangschampagner her. Denn grundsätzlich entstehen die meisten Schaumweine in der Champagne aus mehreren Grundweinen, die aus verschiedenen Jahrgängen stammen. Die Zusammensetzung erfolgt im jeweiligen Hausstil aus verschiedenen Jahrgängen und Reserveweinen. Sind die Bedingungen in einem Jahr besonders gut, sodass die Qualität des Grundweins makellos ist, werden zusätzlich Jahrgangschampagner erzeugt. Die Trauben dürfen dann ausschließlich aus diesem spezifischen Jahrgang stammen und verleihen dem Champagner eine einzigartige Charakteristik, die die Besonderheit des jeweiligen Erntejahres widerspiegelt. Dies verleiht dem Jahrgangschampagner eine zusätzliche Exklusivität und Individualität.

Stiller Champagner

„Stiller Champagner“ oder besser bekannt als „Coteaux Champenois“ ist ein faszinierendes Kapitel in der Welt des Weins. Mittlerweile erleben die Coteaux Champenois eine Renaissance, da Kenner und Liebhaber die einzigartige Qualität und den Charakter dieser Weine wiederentdecken. Ein guter Coteaux Champenois schmeckt wie eine harmonische Mischung aus feinem Burgunder und wildem Jura. Oftmals unfiltriert und schonend abgefüllt, erinnern sie beim ersten Schnüffeln etwas an Naturweine. Ihre Klarheit und Reinheit kommen besonders zur Geltung, da sie nicht von der Präsenz von Kohlensäure überdeckt werden.

Stille Champagner werden zunehmend geschätzt für ihre Eleganz, Komplexität und die Fähigkeit, das Terroir auf eine Weise zum Ausdruck zu bringen, welches in einem Schaumwein nicht immer erkennbar ist. Sie bieten ein unverfälschtes Geschmackserlebnis, das die Nuancen des Bodens und des Klimas der Champagne-Region widerspiegelt. Winzer, die sich dieser Tradition widmen, legen besonderen Wert auf die sorgfältige Auswahl der Trauben und die akribische Weinbereitung, um die Essenz der Region einzufangen.

Domaine Vincey Coteaux Champenois Blanc Coteaux Grand Cru 2019
Marguet Champagne Ambonnay Chardonnay Coteaux Champenois AOP 2019

Biodynamik in der Champagne

Biodynamische Winzer in der Champagne betonen die Gesundheit des gesamten Ökosystems Weinberg und streben nach einem Gleichgewicht zwischen Reben, Boden, Tieren und dem Kosmos. Sie verwenden organische Düngemittel, behandeln Krankheiten und Schädlinge mit natürlichen Präparaten und nehmen Rücksicht auf den natürlichen Rhythmus der Pflanzen und des Bodens.

Es gibt einige prominente Champagner-Häuser und Winzer, die biodynamisch arbeiten. Einige Beispiele sind:

  1. Domaine Jacques Selosse: Anselme Selosse war ein Pionier der biodynamischen Praktiken in der Champagne und seine Weine sind sehr gefragt. Sie sind bekannt für ihren reichen, vollen Geschmack und ihre unglaubliche Komplexität.

  2. Champagne Fleury: Das erste Champagnerhaus, das in den 1980er Jahren auf biodynamischen Anbau umstellte. Sie sind bekannt für ihren fleischigen, fruchtigen Stil.

  3. Champagne Vincent Couche: Vincent Couche arbeitet mit biodynamischen Methoden auf 13 Hektar in der Côte des Bar. Seine Weine sind für ihre Reinheit und Frische bekannt.

  4. Louis Roederer: Obwohl nicht vollständig biodynamisch, hat dieses prominente Haus erhebliche Anstrengungen unternommen, um biodynamische Praktiken auf Teilen ihrer Weinberge zu implementieren. Ihr prestigeträchtiger „Cristal“ wird nun aus biodynamisch angebauten Trauben hergestellt.

Das biodynamische Wirtschaften erfordert viel Arbeit und Engagement von den Winzern, aber viele glauben, dass es zu Weinen führt, die einen klareren Ausdruck ihres Terroirs bieten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle biodynamischen Weine zertifiziert sind, da der Zertifizierungsprozess streng und kostspielig sein kann. Daher praktizieren einige Winzer möglicherweise biodynamische Methoden, ohne die offizielle Zertifizierung zu besitzen.

Regionen der Champagne

Die Region ist in mehrere Unterregionen unterteilt, die jeweils unterschiedliche Terroirs und Weinbautraditionen haben.

  1. Montagne de Reims: Dieses Gebiet ist für seine Pinot Noir-Reben bekannt. Die Böden sind überwiegend kalkhaltig, was den Trauben eine besondere Mineralität und Frische verleiht. Die Weine aus diesem Gebiet sind für ihre Struktur und Langlebigkeit bekannt.

  2. Vallée de la Marne: Hier dominiert die Rebsorte Pinot Meunier. Dieses Gebiet profitiert von Böden, die eine Mischung aus Kreide und Lehm sind, und bietet Weine, die bekannt sind für ihre Fruchtigkeit und ihre Zugänglichkeit in der Jugend.

  3. Côte des Blancs: Wie der Name schon sagt, ist diese Region berühmt für ihre weißen Reben, insbesondere die Chardonnay-Traube. Die Böden bestehen hauptsächlich aus Kreide, was die Säure und Mineralität in den Weinen hervorhebt. Die Weine aus dieser Region sind elegant, mit feiner Perlage und langer Lagerfähigkeit.

  4. Côte de Sézanne: Obwohl es geographisch eine Fortsetzung der Côte des Blancs ist, wird das Terroir als etwas anders betrachtet. Auch hier dominiert Chardonnay, die Weine sind jedoch in der Regel voller und fruchtiger.

  5. Aube (oder Côte des Bar): Dieses Gebiet liegt weiter südlich und hat ein etwas wärmeres Klima und andere Bodentypen (hauptsächlich Kimmeridge-Ton). Die Hauptrebsorte ist Pinot Noir und die Weine sind oft körperreicher und haben eine intensivere Fruchtigkeit.

  6. Petite Montagne de Reims: Eine kleinere, weniger bekannte Region, die eine Mischung aus allen drei Hauptrebsorten – Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay – anbaut.

  7. Vesle et Ardre: Ebenfalls weniger bekannt, aber dennoch bemerkenswert für den Anbau von überwiegend Pinot Meunier, obwohl es auch etwas Pinot Noir und Chardonnay gibt.

  8. Massif de Saint-Thierry: Gelegen nordwestlich von Reims, ist dieses Gebiet bekannt für seine Mischung aus den drei Hauptrebsorten und produziert Weine mit einer guten Balance von Frucht und Säure.

Lohnt sich Champagner?

Nun, diese Frage ist allseits umstritten. Einige kaufen Champagner, weil er etwas Besonderes ist, andere wiederum, weil er als Statussymbol gilt. Aber was wäre, wenn der Name „Champagner“ nicht auf der Flasche stünde und wir stattdessen ein gleichwertiges Produkt aus einer anderen Region hätten?

Das Besondere am Champagner ist und bleibt der Name. Es ist eine Herausforderung, einen deutschen Winzersekt, der 100 Monate auf der Hefe lagerte (ja, so etwas gibt es), von einem Champagner zu unterscheiden. Bei Schaumwein kommt es immer auf die Produktionsart und das Klima an, welche die Qualität des Schaumweines bestimmen. Hinzu kommt die sensible und sorgfältige Arbeit im Keller. Es gibt zweifellos weltweit hervorragende Winzer, deren Können ich keineswegs in Frage stellen möchte.

Trotzdem kostet so mancher Champagner mehr als er vielleicht wert ist. Jedoch gibt es auch eine riesige Auswahl an kleineren Winzerchampagnern, die weltklasse schmecken. Winzerchampagner bieten oft ein einzigartiges Geschmackserlebnis und repräsentieren die Leidenschaft und das handwerkliche Geschick der Winzer. Sie sind ein Beweis dafür, dass Qualität und Einzigartigkeit nicht immer mit einem bekannten Namen oder hohen Preisen einhergehen müssen. Es lohnt sich, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Vielfalt und Qualität des bekanntesten Wein der Welt zu erkunden.

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Portugal

Niepoort Museu dos Lagares tinto 2019

Wein · Rotwein · Douro · Portugal

Niepoort Museu dos Lagares Tinto 2019 ist ein Meilenstein in der Geschichte von Niepoort und zählt zu den großen terroirgeprägten Rotweinen. Dieser außergewöhnliche Einzellagenwein verkörpert die Essenz des Douro-Tals und spiegelt die Vielschichtigkeit uralter Rebstöcke wider, die mit dem genetischen Erbe von mehr als 30 autochthonen Rebsorten verwoben sind.


Douro

Niepoort zählt zu den prägenden Häusern des Douro. Der Museu dos Lagares stammt von einer einzigen Parzelle mit uralten Reben, die als historischer Mischsatz (Feldblend) gepflanzt sind. Die kargen Schieferböden und steilen Lagen sorgen für eine langsame, ausgewogene Reifung und prägen die Tiefe und Frische des Weins.

Assemblage und Ausbau

Feldblend aus über 30 autochthonen Douro-Sorten, gemeinsam gelesen und vinifiziert. Namensgebend ist die traditionelle Verarbeitung in den Lagares – den steinernen Tretbottichen, in denen die Trauben sanft mit den Füßen gestampft werden. Der Ausbau im Holz bewahrt Finesse und Klarheit. Trocken ausgebaut, mit großem Reifepotenzial.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase vielschichtige dunkle und rote Frucht, mediterrane Kräuter, feine Würze und ausgeprägte Schiefermineralität. Am Gaumen kraftvoll und dennoch geschmeidig, mit Finesse, Frische und Tiefe, fein gewobenen Tanninen, präziser Struktur und sehr langem Abgang.

Am Tisch

Vor dem Genuss großzügig dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein großer Wein für besondere Anlässe.

Passt zu: geschmortem Lamm, Wild, Rind, herzhaften Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: D.O.C. Douro, Einzellage (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend aus über 30 autochthonen Douro-Sorten (uralte Reben), trocken
Ausbau: Vinifikation in traditionellen Lagares; Reifung im Holz
Jahrgang: 2019

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Cras 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Cras · 1er Cru Chambolle-Musigny über dem Dorf · Combe Ambin · 3,45 ha 2021

Der Chambolle-Musigny Les Cras 1er Cru 2021 der Domaine Ghislaine Barthod stammt aus einer Top-Lage direkt über dem Dorf. Elegant, feingliedrig und fest strukturiert, floral und sehr fruchtig – Barthods Les Cras zählt zu den intensivsten und langlebigsten Weinen dieser noch unterschätzten Lage.


Les Cras – Top-Premier-Cru über Chambolle

Les Cras liegt direkt über dem Dorf Chambolle-Musigny und umfasst 3,45 Hektar – südlich des Premier Cru Les Fuées, jenseits dessen der Grand Cru Bonnes-Mares beginnt; im Westen grenzt das Lieu-dit Le Village. Der Hang neigt sich leicht nach Westen in die Combe Ambin, ein kleines Tal in der Steilwand der Côte d'Or.

Die Combe prägt ein besonderes Terroir: Die Reben sind nach Südosten ausgerichtet und erhalten viel Sonne, die durch kühlende Westwinde aus dem Tal gemildert wird – so gewinnen die Beeren an Geschmack und behalten ihre Säure (ein Effekt wie in der Combe de Lavaux in Gevrey). Die Kalk-Mergel-Böden ähneln Bonnes-Mares, mit höherem Tonanteil als Musigny, was den Weinen etwas mehr Kraft gibt. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern von Chambolle.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – wie geschaffen für die feingliedrige, spannungsvolle Art von Les Cras.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Floral und sehr fruchtig, mit kleinen Waldbeeren und einem Hauch Veilchen. Am Gaumen elegant, feingliedrig und fest strukturiert, mit großer Länge – der Wein tanzt und vibriert auf der Zunge.

Kleine Waldbeeren und Veilchen über feingliedriger, fester Struktur – intensiv, langlebig und voller Spannung.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Cras (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); über dem Dorf, Kalk-Mergel mit höherem Tonanteil, SO-Lage an der Combe Ambin, 3,45 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Spanien

Bitacora Rueda Verdejo

Weißwein · Rueda · Spanien

Der Cuatro Rayas Bitácora Rueda Verdejo ist ein frischer, reinsortiger Verdejo aus der D.O. Rueda in Kastilien-León. Erzeugt wird er von Cuatro Rayas, einer traditionsreichen Genossenschaft aus La Seca im Herzen des Rueda-Gebiets. Im Bukett intensiv-fruchtig nach Stachelbeere, Kiwi und Zitrus, dazu florale Aromen mit leicht herben Nuancen. Am Gaumen sehr saftig.


D.O. Rueda – Kastilien-León

Die D.O. Rueda liegt auf der Hochebene Kastilien-Leóns, südlich des Duero, auf rund 700 bis 800 Metern Höhe. Steinige, kiesige Böden sowie heiße Tage und kühle Nächte prägen die frische, aromatische Stilistik des Verdejo – der Leitsorte der Region. Cuatro Rayas hat seinen Sitz in La Seca, einer der Kerngemeinden Ruedas.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Verdejo. Gelesen wird kühl, häufig in den Nachtstunden, um die Aromatik zu erhalten. Die Vergärung erfolgt bei kontrollierter Temperatur im Edelstahltank, der die frische Frucht bewahrt. Enthält Sulfite.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensiv-fruchtig nach Stachelbeere, Kiwi und Zitrus, ergänzt um florale Noten und eine leicht herbe Nuance. Am Gaumen sehr saftig und frisch, mit klarer Frucht. Der Abgang bleibt animierend und trocken.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und Ziegenkäse. Auch als Aperitif oder zu hellem Geflügel und Gemüse. Serviertemperatur 8–10 °C.


Lage La Seca, D.O. Rueda (Kastilien-León, Spanien), steinig-kiesige Böden, 700–800 m
Klassifikation D.O. Rueda (Verdejo)
Ausbau Reinsortiger Verdejo, kühle (Nacht-)Lese, Vergärung im Edelstahltank

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Weine

Sierra de Tolono NAHIKUN Tempranillo 2022 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

100 % Tempranillo Nahikun Sierra de Toloño (Sandra Bravo) Villabuena de Álava · 5 Mikro-Lagen über 80 J. Reben · ~200 g/Stock 1 Jahr gebrauchtes franz. Barrique BIO (ES-ECO-026-VAS) nur 676 Flaschen · 2022

Der Sierra de Toloño Nahikun Tempranillo 2022 ist ein reinsortiger Rioja von über 80 Jahre alten Reben aus fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava. Ein Wein von Dichte, Eleganz und Feinheit – ein schlafender Riese, der schon heute die Pracht und Größe eines großen Rotweins aus der Rioja Alavesa zeigt.


Nahikun Tempranillo – alte Reben aus Villabuena

Sierra de Toloño ist das Projekt von Sandra Bravo. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat kehrte sie in die Rioja Alavesa zurück, um in den höchsten und ältesten Lagen der Region herkunftsgetreue Weine zu erzeugen – minimalistisch, biologisch und biodynamisch, mit schonender Handarbeit und kaum Schwefel.

Die Tempranillo-Reben für den Nahikun wachsen in Villabuena de Álava auf fünf verschiedenen Mikro-Lagen und sind über 80 Jahre alt. Der Ertrag von nur rund 200 Gramm pro Rebstock ist minimal und bildet die Grundlage für die außergewöhnliche Qualität und Konzentration dieses Weins.

Jahrgang 2022 – Rioja Alavesa

2022 brachte in der Rioja durchgängig warme Temperaturen und erforderte ein sensibles Gespür für die richtige Laubarbeit. Höhenlagen mit altem Rebbestand profitierten klar gegenüber den Tallagen; Tempranillo schnitt besonders in höheren Lagen sehr gut ab. Trotz der sengenden Sommerhitze und aller Besorgnis im Vorfeld übertreffen die Weine die Erwartungen bei Weitem – sie präsentieren sich in einer reifen, genussreifen Phase, hier bewahrt durch Höhe und altes Rebmaterial mit Frische und Spannung.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo von über 80-jährigen Reben aus fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava, Jahrgang 2022, trocken.

Die Trauben werden von Hand gelesen; der Ausbau erfolgt über ein Jahr in gebrauchten Barriquefässern aus französischer Eiche, ohne prägenden Holzton. Die Reben werden biologisch/biodynamisch bewirtschaftet (ES-ECO-026-VAS). Gesamtproduktion: nur 676 Flaschen.

Im Glas

Der Wein zeichnet sich durch seine Dichte, Eleganz und Feinheit aus. Sehr feine dunkle, rote Früchte, ein Hauch von Holzwürze, Wald- und Wiesenaromen verschmelzen zu einem einheitlichen Kosmos. Rauchige Noten, Wildheit und harmonische Tannine runden das Profil ab. Eine spielerische, kräftige Säure verleiht Länge und erzeugt ein durstlöschendes Finale. Ein schlafender Riese, der bereits heute die Pracht und Größe eines großen Rotweins aus der Rioja Alavesa zeigt.

Dichte, Eleganz und Feinheit: feine dunkle und rote Früchte, ein Hauch Holzwürze, Wald- und Wiesenaromen, rauchige Noten und harmonische Tannine – eine spielerische Säure verleiht Länge und ein durstlöschendes Finale.

Ein schlafender Riese mit großem Reifepotenzial; jung gern dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava, Rioja Alavesa (Spanien); über 80 Jahre alte Reben; Ertrag nur ~200 g/Rebstock
Klassifikation: DOCa Rioja; 100 % Tempranillo (trocken)
Ausbau: Handlese, ein Jahr in gebrauchten Barriquefässern aus französischer Eiche; biologisch/biodynamisch, ES-ECO-026-VAS; 676 Flaschen

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Weine

Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling GG 2020

Weißwein · Wehlener Sonnenuhr (Mosel) · Riesling

Riesling Wehlener Sonnenuhr Wehlen · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) reiner Devonschiefer 60–100 % Steillage Großes Gewächs · trocken 2020

Der Schloss Lieser Wehlener Sonnenuhr Riesling Großes Gewächs 2020 stammt von einer der größten Rieslinglagen der Welt – der berühmten Sonnenuhr gegenüber von Wehlen, auf reinem Devonschiefer in extremer Steillage. Ein trockener Riesling von filigraner Eleganz und enormer Mineralität, mit einem tollen Frucht-Säure-Spiel bei moderatem Alkoholgehalt.


Wehlener Sonnenuhr – Weltklasse-Steillage

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Naturnahe Bearbeitung der Weinberge und spontane Vergärung sind seit jeher das Markenzeichen des Guts und spiegeln die Wertschätzung der Natur gegenüber wider.

Die VDP.GROSSE LAGE® Wehlener Sonnenuhr erstreckt sich imposant gegenüber von Wehlen entlang der Mosel und weist eine beeindruckende Hangneigung von 60 bis 100 Prozent auf. Die Südwestlage profitiert von einem einzigartigen Mikroklima durch lange Sonnenscheindauer und die starke Wärmereflexion der Böden sowie der nahen Mosel. Die Reben wachsen auf reinem Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, großenteils in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Ihren Namen erhielt die Lage von einer Sonnenuhr, die der Wehlener Winzer Jodocus Prüm 1842 in den Hang setzen ließ. Hier entstehen einige der spannendsten, langlebigsten und besten Rieslinge der Welt.

Jahrgang 2020 – Mosel

2020 brachte an der Mosel einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Auf dem reinen Devonschiefer der Sonnenuhr ergibt das einen besonders filigranen, klar gezeichneten Riesling, in dem reife Frucht und kristalline mineralische Spannung in feiner Balance stehen.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Wehlener Sonnenuhr, Jahrgang 2020; 100 % Riesling.

Nach strengster, selektiver Handlese in mehreren Durchgängen wird der Wein spontan mit den eigenen Hefen vergoren und schonend auf der Feinhefe ausgebaut, um das Terroir der Lage unverfälscht zur Geltung zu bringen. So entsteht ein glasklarer, tiefgründiger Riesling mit der kristallinen Schiefermineralität dieser Weltklasse-Lage.

Im Glas

Aus dem reinen Devonschiefer der Sonnenuhr lebt dieser Riesling von Filigranität und Präzision: helle Frucht von weißem Pfirsich und Aprikose, dazu Limette, Zitrone und grüner Apfel, untermalt von floralen Anklängen und einer kühlen, feuersteinig-kristallinen, salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen trocken, filigran und dennoch tiefgründig, mit moderatem Alkohol und einer vibrierenden, präzisen Säure, die dem Wein Spannung und Eleganz verleiht – mit langem, glasklarem, salzig-mineralischem Nachhall.

Weißer Pfirsich, Limette und grüner Apfel über kühler, kristalliner Schiefermineralität – trocken und filigran, mit vibrierender Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Wehlener Sonnenuhr, gegenüber Wehlen an der Mittelmosel; Südwest, reiner Devonschieferverwitterungsboden mit hohem Gesteinsanteil, 60–100 % Neigung, 110 bis über 320 m; Einzelpfahlerziehung; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strengste selektive Handlese in mehreren Durchgängen, Spontangärung mit eigenen Hefen, schonender Ausbau auf der Feinhefe

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Länder/Regionen

Ponsot Chambolle Musigny Cuvée de la Violette 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny Cuvée de la Violette Côte de Nuits Maison Laurent Ponsot 2019

Der Laurent Ponsot Chambolle-Musigny Cuvée de la Violette 2019 ist ein seidiger, veilchenduftiger Villages-Pinot aus dem Herzen der Côte de Nuits – „très Chambollesque", mit spitzenklöppelartiger Textur, feiner roter Frucht und großer Eleganz.


Maison Laurent Ponsot – Chambolle in Reinkultur

Laurent Ponsot ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Burgunds. 2017 verließ er die berühmte Familien-Domaine Ponsot in Morey-Saint-Denis und gründete sein eigenes Haus, Maison Laurent Ponsot – mit einem futuristischen Weingut und einem kompromisslosen Anspruch an Präzision und Reinheit. Seine Cuvées tragen poetische Namen statt klassischer Etiketten-Konventionen.

Die Cuvée de la Violette ist sein Chambolle-Musigny auf Dorf-Ebene – der Name spielt auf das für Chambolle so typische Veilchenaroma an. Der Wein wird aus rund acht bis zehn verschiedenen Parzellen über das gesamte Gemeindegebiet von Chambolle-Musigny assembliert und vereint so den charakteristischen Stil dieses Dorfes: parfümiert, spitzenfein und elegant, mit einer substanziellen Tanninstruktur im Kern.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 gilt an der Côte de Nuits als hervorragender Jahrgang, der reife, konzentrierte und zugleich frische Pinots mit feiner Tanninstruktur hervorbrachte. Trockenheit und Sonne sorgten für sehr reife Frucht, während die kühlen Nächte Spannung und Balance bewahrten. Die Cuvée de la Violette zeigt sich entsprechend reif, aber stets innerhalb der für Chambolle typischen Eleganz.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, trocken.

Assemblage aus mehreren Parzellen über das Dorf Chambolle-Musigny, klassisch im Burgunderfass ausgebaut. Laurent Ponsot ist bekannt für einen behutsamen, auf Reinheit und Transparenz ausgerichteten Stil, der die Frucht und die Finesse der Herkunft in den Mittelpunkt stellt.

Im Glas

Helles, leuchtendes Rubinrot. In der Nase Veilchen und rote bis dunkle Kirsche, ergänzt um Anklänge von Kräutertee, Gewürzen und einen exotischen Hauch Orangenschale. Am Gaumen seidig und „spitzenfein", mit guter Fülle und zugleich mineralischer Spannung, feinem Tannin und einer beeindruckenden, balancierten Länge.

Très Chambollesque – seidige, spitzenfeine Textur, getragen von Veilchenduft und feiner Frucht.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Bresse-Huhn, zu Kalb und Wildgeflügel, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu mittelreifem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Assemblage aus mehreren Parzellen des Dorfes
Klassifikation: Chambolle-Musigny AOC (Villages), Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; Mehrparzellen-Assemblage, klassischer Ausbau im Burgunderfass; auf Reinheit und Transparenz ausgerichteter Stil

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Spanien

Contino Reserva 2018

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Reserva · Spanien

Contino Reserva ist ein eleganter, feiner Rotwein aus der Rioja vom renommierten Einzellagen-Gut Contino. Seine klaren Fruchtaromen harmonieren perfekt mit dem Holz. Ein extravaganter, sinnlicher Tempranillo, der trotz seiner Finesse jugendlich frisch mundet – ein Klassiker aus der Rioja.


Rioja

Contino ist ein renommiertes Einzellagen-Gut in der Rioja Alavesa im Norden Spaniens. Das ausgewogene Klima und die kalk- und tonhaltigen Böden verleihen den Tempranillo-Weinen Eleganz, Frische und Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée wird von Tempranillo dominiert, ergänzt um Graciano, Garnacha und Mazuelo. Als Reserva reift der Wein über längere Zeit im Eichenfass, das ihm Noten von Sandelholz, Kokos, Karamell und feinem Toasting verleiht.

Im Glas

Tiefes Rot mit ersten Reifetönen. In der Nase reife, dunkle Beerenfrüchte, Sandelholz, Kokosnuss und Karamell sowie ein feines Toasting. Am Gaumen elegant und fein, mit klarer Frucht, die perfekt mit dem Holz harmoniert. Trotz der Finesse wirkt er jugendlich frisch; der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut. Mit Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Rioja Alavesa (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Reserva
Ausbau: Tempranillo-dominiert mit Graciano/Garnacha/Mazuelo, Eichenfassreife

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Weine

Abel Mendoza Risueño rosado 2022

Rosé · Rioja · Spanien

45 % Graciano · 25 % Garnacha · 30 % Garnacha Blanca D.O.Ca. Rioja San Vicente de la Sonsierra & Labastida ohne Holz trocken 

Der Abel Mendoza Risueño Rosado 2022 ist der Rosé von Abel Mendoza und Maite Fernández aus der Rioja, geprägt von alten Weinbergen nahe San Vicente de la Sonsierra. Die Cuvée vereint Graciano, Garnacha und Garnacha Blanca von tonig-kalkhaltigen Parzellen in San Vicente de la Sonsierra und Labastida. Vergoren wird im Edelstahltank mit nur kurzer Maischestandzeit für die Farbe, ganz ohne Holz. Frisch und würzig, mit reicher Frucht und feiner Struktur – ein Rosado, der auch ein paar Jahre reifen darf. 


San Vicente de la Sonsierra & Labastida – Rioja Alta

Die Reben für den Risueño stehen in den Gemeinden San Vicente de la Sonsierra und Labastida, am Fuße der Sierra de Cantabria in der Rioja Alta. Die Trauben stammen von alten Parzellen mit stark tonig-kalkhaltigen Böden. Abel Mendoza und Maite Fernández lesen von Hand und bringen mit ihrem Wissen den Charakter dieser Lagen zum Ausdruck.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée 2022 besteht aus 45 % Graciano, 25 % Garnacha und 30 % Garnacha Blanca – rote und weiße Trauben gemeinsam verarbeitet. Der Most vergärt im Edelstahltank, mit nur kurzer Schalenstandzeit zur Extraktion der Farbe. Bis zum folgenden Frühjahr ruht der Wein auf der Feinhefe im Stahltank, bevor er gefüllt wird. Ohne Eichenholzausbau, was die klare, fruchtige Note unterstreicht. 

Im Glas

Frisch und würzig im Auftritt. In Nase und Mund reiche Frucht – Himbeere, Walderdbeere und Pfirsich –, ergänzt durch florale Noten und getrocknete Kräuter, die von der Garnacha Blanca stammen. Eine zarte süße Note leitet über in eine feine Struktur mit eleganten Tanninen. Die Säure ist straff und verbindend, der Abgang lang.

Am Tisch

Klassische Begleitung: mediterrane Vorspeisen, gegrillter Fisch, Geflügel, Tapas und sommerliche Salate. Auch zu leicht würziger Küche ein guter Partner. Gut gekühlt servieren bei 10–12 °C. Schon trinkreif, mit der Substanz, um einige Jahre zu reifen.


Lage San Vicente de la Sonsierra & Labastida · Rioja Alta
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Edelstahltank, kurze Maischestandzeit, ohne Holz

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