Champagner – Der berühmteste Wein der Welt!

Was wäre die Welt ohne Champagner – beziehungsweise was ist eigentlich Champagner und wie wird er hergestellt? Wo kommt das Wunderwasser überhaupt her und warum will es jeder genießen? In diesem Bericht erfahren Sie alles über den Mythos Champagner und was es damit auf sich hat.
Wir alle kennen ihn: Champagner. Ob zu Weihnachten, zur Hochzeit, zum Jubiläum oder Geburtstag. Für den besonderen Anlass wird eine gute und teure Flasche geöffnet. Gleichzeitig muss man sich fragen, ob dies nicht ein Luxusproblem unserer Gesellschaft ist – denn Champagner ist genauso viel Schaumwein wie deutscher Sekt. Dazu aber später mehr.

Was ist Champagner und wo kommt er her?

Die Champagne liegt 160 km nordöstlich von Paris und ist gerade einmal 34.000 Hektar groß. Die jährliche Produktion wird auf ca. 300 Mio. Flaschen geschätzt, wobei sich die Franzosen 50% als Eigenbedarf vorbehalten.
 Rund 16.000 Bauern besitzen Weinberge mit Trauben aus denen Champagner produziert wird. Erstaunlich dabei ist, dass nur rund 320 Kellereien ihren eigenen Schaumwein produzieren. Das liegt daran, dass viele Winzer ihre Trauben oder Grundwein verkaufen. Dies scheint ein lukratives Geschäft zu sein, wenn man den Hektarpreis von 1 Mio. Euro bedenkt und das obwohl die Champagne vor kurzem noch die Müllhalde von Paris war.

Runtergebrochen: Champagner ist also ein prickelndes Getränk, welches beim Öffnen ein lautes „plop“ macht und meistens kostspielig ist. Es steckt aber noch viel mehr dahinter, wenn wir uns die Philopsophie der Winzer, die Herkunft, Geschichte, gesetzliche Vorgaben und Herstellung anschauen.

Ein Champagner ist ein Schaumwein, welcher nach bestimmten Kriterien im geschützten Herkunftsgebiet „Champagne“ produziert und gekeltert wird. Dabei müssen die Trauben in diesem Gebiet kultiviert worden sein.

Erster Champagner

1668 – Die Entdeckung des Champagners durch Dom Pierre Pérignon. Der Schaumwein wurde durch Zufall von einem Benediktinermönch entdeckt, als er den fertigen Wein in Flaschen abfüllte und diese im Frühjahr plötzlich aufplatzten. Aufgrund des unerwarteten Wintereinbruchs stoppte die Gärung durch Kälte – als die Temperaturen im Frühling wieder stiegen fingen die Hefen in der Flasche wieder an zu arbeiten. Da das entstandene CO2 nicht entweichen konnte, verblieb die Kohlensäure in der Flasche. Der PetNat war geboren!

Pétillant Naturel oder auch Méthode Ancestral ist die Urform des Champagners. Im Gegensatz zur Champagner-Herstellung wird bei einem Pét-Nat in der Regel nicht degorgiert. Das bedeutet, dass die Hefe und Trübstoffe in der Flasche verbleiben. Dies verleiht dem Wein eine natürliche Trübung und kann zu einem etwas rustikaleren Erscheinungsbild führen.

Über die Jahre wurde der Prozess der Herstellung immer weiter optimiert bis im 19. Jahrhundert technologische Innovationen wie die Einführung von Kellereien und temperaturkontrollierten Gärungsräumen zu einer besseren Kontrolle des Herstellungsprozesses führten. Zudem wurde die Mischung verschiedener Rebsorten zur Erzeugung von komplexen Cuvées eingeführt. Es folgten immer mehr gesetzliche Regelungen zur Qulitätssicherung in der Champagne.

Interessante Nebenbemerkung: England war eines der ersten Länder, welches die Importgenehmigung für Champagner hatte.

Geschütztes Herkunftsgebiet

Champagner darf nur unter strengen gesetzlichen Vorgaben produziert werden, welches vom „Comité interprofessionnel des vins de Champagne“ kontrolliert und erfasst wird. Anbei ein paar Beispiele für die strikten Produktionsvorschriften:
Ein „normaler“ Champagner muss mindestens 15 Monate nach der zweiten Gärung auf der Hefe liegen bevor er degorgiert wird. Bei Jahrgangschampagner sogar 36 Monate! Alle Trauben in der Champagne werden zudem von Hand gelesen, da eine Ganztraubenpressung gesetzlich verpflichtend ist.

Ganztraubenpressung

Die Ganztraubenpressung stellt eine schonendere Methode des Kelterns dar, bei der das Abbeeren der Trauben vermieden wird und stattdessen eine Pressung der gesamten Trauben inklusive Rappen erfolgt. Häufig wird diese Technik zur Herstellung von Weißweinen angewendet, um in säurearmen Jahrgängen eine erhöhte Säure, Frische und Fruchtigkeit zu erzielen.

Folgende Rebsorten sind zugelassen: Pinot Noir, Pinot Meunier, Chardonnay, Pinot Grigio, Pinot Blanc, Arbanne und Petit Meslier. Letztere zwei sind autochthone Rebsorten. Insgesamt werden 50 Klone zum Anbau dieser Rebsorten zugelassen, wobei es sich hauptsächlich um die Hauptdarsteller Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay handelt, die den größten Teil der Anbaufläche ausmachen. 450 Musterparzellen verteilt in der Champagne werden für Bestimmungswerte von Zucker und Säure regelmäßig überprüft, um den Beginn der Weinlese für jede Rebsorte und Weinbaugemeinde zu bestimmen. So werden ebenfalls Erntemengen und erforderlicher Mindestalkohol festgelegt. Zudem ist der Pressvorgang geregelt: aus 160 kg Trauben dürfen maximal 102 Liter Rebsaft gewonnen werden. Dies sind nur einige wenige der vielen Vorgaben, die ein Winzer erfüllen muss.

Besondere Herstellungsmethode

Ein weiterer Grund für die Besonderheit von Champagner und der weltweiten Beliebtheit ist das besondere Herrstellungsverfahren. Es gilt als das hochwertigste für die Produktion von Schaumweinen und wird von etlichen Winzern nachempfunden. Der Unterschied zu herkömmlichen Methoden ist die zweite Gärung in der Flasche und das darauf folgende Degorgieren.

Grundwein

Für den perfekten Champagner benötigen wir den sogenannten Grundwein. Die Trauben werden dafür früher geerntet als bei Stillwein, um einen hohen Säurewert und wenig Zucker zu gewährleisten. Ein niedriger Zuckergehalt ist wichtig, damit der fertige Wein einen geringen Alkoholgehalt aufweist. Während der Gärung wird der Zucker in Alkohol umgewandelt, und während der zweiten Gärung steigen die Alkoholprozente noch einmal um 1-1,5%. Nach einer schonenden Ganztraubenpressung wird der frische Most vergoren. Der Winzer kann nun entscheiden, welche Stilistik er anstreben möchte. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

Stahltank

Entscheidet sich der Kellermeister für den Ausbau im Stahltank, bleibt die primäre Frucht, die während der Gärung entsteht, erhalten. Dies liegt daran, dass Stahl keine Luft zulässt und somit auch keine Oxidation ermöglicht. Dieser Ausbau eignet sich besonders für Rebsorten mit ausgeprägtem Bouquet, wie zum Beispiel Sauvignon Blanc, Muskateller, Riesling oder Glera.

Merke: Im Stahltank bleiben Aromen erhalten; fruchtige Stilistik.

Barrique

Wählt der Kellermeister ein Barrique für den Ausbau des Grundweins, verändert sich der Geschmack und die gesamte Stilistik. Durch den Einsatz des Barriques werden sekundäre Aromen im Wein freigesetzt. Die Intensität dieser Aromen hängt von verschiedenen Faktoren ab: Woher stammt das Eichenholz? Wie groß ist das Fass? Handelt es sich um eine Erst- oder Zweitbelegung? Welcher Toastungsgrad wurde für das Fass verwendet?

Anders als Stahl ist Holz luftdurchlässig. Durch die kleinen Poren des Holzes entsteht eine Mikrooxidation. Diese Oxidation führt dazu, dass sich die frischen Primäraromen verflüchtigen.

Merke: Oxidation durch Holzeinsatz = Sekundäre Aromen!

Aber was sind eigentlich Sekundäre Aromen?

Sekundäre Aromen werden durch den Einfluss des Winzers im Keller erzielt. Dazu zählen Aromen, die durch den Barriqueausbau, die Hefe und den BSA (Biologischen Säureabbau) entstehen. Durch den Einsatz von Barriques entwickeln sich beispielsweise Aromen von Vanille, Schokolade oder Röstaromen. Die Hefe, die viele Winzer für eine längere Zeit auf dem Most belassen, trägt zu Noten von Brioche und Toast bei. Der BSA, bei dem die Apfelsäure in die weichere Milchsäure umgewandelt wird, sorgt für eine gewisse Buttrigkeit.

2te Flaschengärung

Ist der Grundwein fertig, wird dieser in Flaschen gefüllt, mit der sogenannten „liqueur de´tirage“ versetzt und mit einem Kronkorken verschlossen. Das Gemisch aus Hefe, Zucker und Nährstoffen, welches auch Fülldosage genannt wird, erzeugt eine zweite Gärung in der Flasche. Da das entstandende CO2 nicht entweichen kann, bindet es sich im Wein und Kohlensäure entsteht! Dabei stecken die Flaschen nun senkrecht in sogenannten Rüttelpulten.

Hefeautolyse

Nachdem die zweite Gärung abgeschlossen ist, verbleiben Schwebeteilchen und Hefereste in der Flasche. Nach einigen Monaten beginnen die Hefezellen sich in der Flasche aufzulösen, um sich anschließend mit dem Wein zu verbinden. Je nachdem, wie lange dieser Vorgang andauert, verändert sich der Charakter des Champagners. Er wird cremiger, runder, weicher und entwickelt Nuancen von Brioche und Toast. Ein wirklich guter Champagner profitiert genau von dieser Charakteristik der Hefeautolyse!

Hefereste nach der zweiten Gärung.

Rütteln und Degorgieren

Nach der Hefeautolyse und der Lagerung auf der Flasche müssen die Flaschen gerüttelt werden, damit die Hefereste und Schwebeteilchen in den Flaschenhals sinken. Vor nicht allzu langer Zeit waren noch Berufe mit dieser Aufgabe besetzt. Die Flaschen standen 6 Wochen senkrecht im Rüttelpult. Das Rütteln übernimmt heute eine Gyropalette, die nur noch etwa 2 Wochen für den Rüttelvorgang benötigt.

Sobald sich alle Hefereste im Flaschenhals gesammelt haben, wird dieser in einem Eisbad eingefroren. Durch anschließendes schnelles Öffnen der Flasche „ploppt“ die Hefe heraus. Diesen Vorgang nennt man Degorgieren.

Rütteln von Hand
Degorgieren

Verkorken und Versanddosage

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Flasche geöffnet und nicht vollständig gefüllt, da während des Hefeentfernens Flüssigkeit verloren gegangen ist. Um die verbleibende Flüssigkeit aufzufüllen, wird eine Mischung aus dem vorherigen Grundwein und Zucker hinzugefügt, die als liqueur d’expédition oder auch Versanddosage bekannt ist. Mit dieser Dosage bestimmt der Winzer den endgültigen Zuckergehalt im Champagner. Ein Champagner mit der Bezeichnung „zero dosage“ enthält keine Zugabe von Zucker.

FranzösischDeutschZucker/Liter
brut Naturenatur herb0-3 g/l
extra brutextra herb0-6 g/l
brutherb0-12 g/l
extra dryextra trocken12-20 g/l
sec (dry)trocken20-35 g/l
demi sechalbtrocken33-50 g/l
douxsüßüber 50 g/l

Winzer- & Markenchampagner

Es gibt viele Arten von Champagner, aber was unterscheidet einen weniger guten Champgner von einem hochwertigen? Und was sind eigentlich Winzerchampgner?

Bekannte Marken wie Moët, Veuve Cliqout, Ruinard oder Dom Perignon erobern den Weltmarkt seit Jahren. Alle diese Champagner gehören zur LVMH Gruppe, welche Bernard Arnault zu eines der reichsten Menschen der Welt gemacht hat. Oft steckt hinter den teuren Produkten meist weniger Qulität als erwartet. So schmeckt ein Dom Perignon oft nicht besser als ein guter Cava aus Spanien. Jedoch zahlt man fast das 10-fache für das Prickelwasser. Während Moet rund 60 Millionen Flaschen produziert, legen kleinere Winzer wenige tausend Flaschen auf. Wie viel Passion und Handarbeit stecken wohl in Millionen Flaschen? Geschmacklich wirkt sich die Menge definitiv negativ auf das Produkt aus.

Ein toller Vergleich ist unser neues Champagner-Haus Chartogne-Taillet. Der Einsteiger liegt im gleichen Preissegment wie Moet&Chandon – geschmacklich ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Chartogne-Taillet Cuvée Sainte Anne

Die Sainte Anne Cuvée von Chartogne-Taillet ist ein wahrhaft meisterhafter Champagner. Jeder Schluck dieses edlen Tropfens ist wie ein Spaziergang durch die sanften Hügel und sonnenverwöhnten Weinberge von Merfy. Der Geschmack ist opulent und vollmundig mit einer Fülle von Aromen, die an frische Blüten und reife Früchte erinnern. Die Textur ist seidig, cremig und sehr geschmeidig mit einem langen, eleganten Abgang, der den Gaumen noch lange nach dem letzten Schluck umschmeichelt. Dieser Champagner ist ein wahrer Genuss und ein wahrhaftes Kunstwerk des Champagnermachers. Merci Chartogne-Taillet, für solch eine spektakuläre Basis Champagner Cuvée!

Jahr:2020
Land:Frankreich
Region:Champagne
Art:Schaumwein
Ausbau:extraherb
Rebsorten:Chardonnay, Petit Meunier, Pinot Noir
Alkoholgehalt:12,5% vol
Restzucker:4 g/l
Moet Chandon Imperial

Im Glas haben wir gelbe reflexe – für einen Champagner recht hell. Starke Apfelnoten in der Nase gepaart mit etwas Heu und Honig. Kaum Brioch oder Toast. Bestätigen tut sich das Ganze am Gaumen. Wenig komplexität, kaum Kraft bis hin zu fast garkeiner Länge. Man möchte am liebsten durchtrinken, um den Geschmack nicht zu verlieren. Eine pappige Süße überdeckt den Geschmack des Champagners, welche als einzige unangenehm im Mund zurück bleibt. Mit der Grundidee Champagner, hat dieses Produkt nicht viel zu tun, da es keinen geschmacklichen Wiedererkennungswert hat.

 

Jahr:–
Land:Frankreich
Region:Champagne
Art:Schaumwein
Ausbau:brut
Rebsorten:Chardonnay, Petit Meunier, Pinot Noir
Alkoholgehalt:12% vol
Restzucker:7 g/l

Entscheidend für ein hochwertiges Produkt mit viel Komplexität sind die Autolyse-Aromen und der Ausbau des Grundweins. Bei günstigen Massenprodukten kommen aus Zeit- und Kostengründen diese beiden sehr wichtigen Faktoren oft zu kurz. Ein Moët bleibt gerade einmal die gesetzlichen 15 Monate auf der Hefe. Er soll kommerziell schmecken, eben ein universell einsetzbares Produkt für jeden Anlass.

Ein Winzerchampagner trägt hingegen die Handschrift des Winzers, des Terroirs und der Philosophie des Châteaus. Es wird eine unverwechselbar unkonventionelle Stilistik erzeugt, die ein neues Geschmackserlebnis kreiert. Hinzu kommt die geringe Auflage und der Ausbau von Jahrgangschampagner und Einzel Grand-Cru Lagen, welche die Herkunft des Champagners noch einmal mehr unterstreichen.

Jahrgangschampagner

In besonders guten Jahren stellen Winzer Jahrgangschampagner her. Denn grundsätzlich entstehen die meisten Schaumweine in der Champagne aus mehreren Grundweinen, die aus verschiedenen Jahrgängen stammen. Die Zusammensetzung erfolgt im jeweiligen Hausstil aus verschiedenen Jahrgängen und Reserveweinen. Sind die Bedingungen in einem Jahr besonders gut, sodass die Qualität des Grundweins makellos ist, werden zusätzlich Jahrgangschampagner erzeugt. Die Trauben dürfen dann ausschließlich aus diesem spezifischen Jahrgang stammen und verleihen dem Champagner eine einzigartige Charakteristik, die die Besonderheit des jeweiligen Erntejahres widerspiegelt. Dies verleiht dem Jahrgangschampagner eine zusätzliche Exklusivität und Individualität.

Stiller Champagner

„Stiller Champagner“ oder besser bekannt als „Coteaux Champenois“ ist ein faszinierendes Kapitel in der Welt des Weins. Mittlerweile erleben die Coteaux Champenois eine Renaissance, da Kenner und Liebhaber die einzigartige Qualität und den Charakter dieser Weine wiederentdecken. Ein guter Coteaux Champenois schmeckt wie eine harmonische Mischung aus feinem Burgunder und wildem Jura. Oftmals unfiltriert und schonend abgefüllt, erinnern sie beim ersten Schnüffeln etwas an Naturweine. Ihre Klarheit und Reinheit kommen besonders zur Geltung, da sie nicht von der Präsenz von Kohlensäure überdeckt werden.

Stille Champagner werden zunehmend geschätzt für ihre Eleganz, Komplexität und die Fähigkeit, das Terroir auf eine Weise zum Ausdruck zu bringen, welches in einem Schaumwein nicht immer erkennbar ist. Sie bieten ein unverfälschtes Geschmackserlebnis, das die Nuancen des Bodens und des Klimas der Champagne-Region widerspiegelt. Winzer, die sich dieser Tradition widmen, legen besonderen Wert auf die sorgfältige Auswahl der Trauben und die akribische Weinbereitung, um die Essenz der Region einzufangen.

Domaine Vincey Coteaux Champenois Blanc Coteaux Grand Cru 2019
Marguet Champagne Ambonnay Chardonnay Coteaux Champenois AOP 2019

Biodynamik in der Champagne

Biodynamische Winzer in der Champagne betonen die Gesundheit des gesamten Ökosystems Weinberg und streben nach einem Gleichgewicht zwischen Reben, Boden, Tieren und dem Kosmos. Sie verwenden organische Düngemittel, behandeln Krankheiten und Schädlinge mit natürlichen Präparaten und nehmen Rücksicht auf den natürlichen Rhythmus der Pflanzen und des Bodens.

Es gibt einige prominente Champagner-Häuser und Winzer, die biodynamisch arbeiten. Einige Beispiele sind:

  1. Domaine Jacques Selosse: Anselme Selosse war ein Pionier der biodynamischen Praktiken in der Champagne und seine Weine sind sehr gefragt. Sie sind bekannt für ihren reichen, vollen Geschmack und ihre unglaubliche Komplexität.

  2. Champagne Fleury: Das erste Champagnerhaus, das in den 1980er Jahren auf biodynamischen Anbau umstellte. Sie sind bekannt für ihren fleischigen, fruchtigen Stil.

  3. Champagne Vincent Couche: Vincent Couche arbeitet mit biodynamischen Methoden auf 13 Hektar in der Côte des Bar. Seine Weine sind für ihre Reinheit und Frische bekannt.

  4. Louis Roederer: Obwohl nicht vollständig biodynamisch, hat dieses prominente Haus erhebliche Anstrengungen unternommen, um biodynamische Praktiken auf Teilen ihrer Weinberge zu implementieren. Ihr prestigeträchtiger „Cristal“ wird nun aus biodynamisch angebauten Trauben hergestellt.

Das biodynamische Wirtschaften erfordert viel Arbeit und Engagement von den Winzern, aber viele glauben, dass es zu Weinen führt, die einen klareren Ausdruck ihres Terroirs bieten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle biodynamischen Weine zertifiziert sind, da der Zertifizierungsprozess streng und kostspielig sein kann. Daher praktizieren einige Winzer möglicherweise biodynamische Methoden, ohne die offizielle Zertifizierung zu besitzen.

Regionen der Champagne

Die Region ist in mehrere Unterregionen unterteilt, die jeweils unterschiedliche Terroirs und Weinbautraditionen haben.

  1. Montagne de Reims: Dieses Gebiet ist für seine Pinot Noir-Reben bekannt. Die Böden sind überwiegend kalkhaltig, was den Trauben eine besondere Mineralität und Frische verleiht. Die Weine aus diesem Gebiet sind für ihre Struktur und Langlebigkeit bekannt.

  2. Vallée de la Marne: Hier dominiert die Rebsorte Pinot Meunier. Dieses Gebiet profitiert von Böden, die eine Mischung aus Kreide und Lehm sind, und bietet Weine, die bekannt sind für ihre Fruchtigkeit und ihre Zugänglichkeit in der Jugend.

  3. Côte des Blancs: Wie der Name schon sagt, ist diese Region berühmt für ihre weißen Reben, insbesondere die Chardonnay-Traube. Die Böden bestehen hauptsächlich aus Kreide, was die Säure und Mineralität in den Weinen hervorhebt. Die Weine aus dieser Region sind elegant, mit feiner Perlage und langer Lagerfähigkeit.

  4. Côte de Sézanne: Obwohl es geographisch eine Fortsetzung der Côte des Blancs ist, wird das Terroir als etwas anders betrachtet. Auch hier dominiert Chardonnay, die Weine sind jedoch in der Regel voller und fruchtiger.

  5. Aube (oder Côte des Bar): Dieses Gebiet liegt weiter südlich und hat ein etwas wärmeres Klima und andere Bodentypen (hauptsächlich Kimmeridge-Ton). Die Hauptrebsorte ist Pinot Noir und die Weine sind oft körperreicher und haben eine intensivere Fruchtigkeit.

  6. Petite Montagne de Reims: Eine kleinere, weniger bekannte Region, die eine Mischung aus allen drei Hauptrebsorten – Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay – anbaut.

  7. Vesle et Ardre: Ebenfalls weniger bekannt, aber dennoch bemerkenswert für den Anbau von überwiegend Pinot Meunier, obwohl es auch etwas Pinot Noir und Chardonnay gibt.

  8. Massif de Saint-Thierry: Gelegen nordwestlich von Reims, ist dieses Gebiet bekannt für seine Mischung aus den drei Hauptrebsorten und produziert Weine mit einer guten Balance von Frucht und Säure.

Lohnt sich Champagner?

Nun, diese Frage ist allseits umstritten. Einige kaufen Champagner, weil er etwas Besonderes ist, andere wiederum, weil er als Statussymbol gilt. Aber was wäre, wenn der Name „Champagner“ nicht auf der Flasche stünde und wir stattdessen ein gleichwertiges Produkt aus einer anderen Region hätten?

Das Besondere am Champagner ist und bleibt der Name. Es ist eine Herausforderung, einen deutschen Winzersekt, der 100 Monate auf der Hefe lagerte (ja, so etwas gibt es), von einem Champagner zu unterscheiden. Bei Schaumwein kommt es immer auf die Produktionsart und das Klima an, welche die Qualität des Schaumweines bestimmen. Hinzu kommt die sensible und sorgfältige Arbeit im Keller. Es gibt zweifellos weltweit hervorragende Winzer, deren Können ich keineswegs in Frage stellen möchte.

Trotzdem kostet so mancher Champagner mehr als er vielleicht wert ist. Jedoch gibt es auch eine riesige Auswahl an kleineren Winzerchampagnern, die weltklasse schmecken. Winzerchampagner bieten oft ein einzigartiges Geschmackserlebnis und repräsentieren die Leidenschaft und das handwerkliche Geschick der Winzer. Sie sind ein Beweis dafür, dass Qualität und Einzigartigkeit nicht immer mit einem bekannten Namen oder hohen Preisen einhergehen müssen. Es lohnt sich, über den Tellerrand hinauszuschauen und die Vielfalt und Qualität des bekanntesten Wein der Welt zu erkunden.

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Schaumweine

Domaine des Tuileries Les Crayères 2021 Brut Nature

Les Crayères 2021 ist der Jahrgangs-Champagner von Bryan Marx und seiner Domaine des Tuileries, zu Hause in Venteuil im Marne-Tal. Pinot Noir und Chardonnay machen je 45 Prozent aus, Meunier den Rest. Ausgebaut wurde komplett im Eichenfass, gefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Die Nase bringt Zitrusschale, weißen Pfeffer und zarten Toast mit, vielschichtig und trotzdem klar. Im Mund frisch und cremig zugleich, mit salziger Note und viel Zug. Der mineralische Nachhall hält lange an.

Mach was draus

Ein Aperitif mit Charakter. Er passt auch zu gebratenem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel in heller Sauce oder gereiftem Hartkäse. Serviere ihn bei 9 bis 11 °C in einem großen Weinglas statt in der Flöte.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Les Crayères verzichtet auf jede Schminke. Kreide, Holz und Frucht, mehr braucht er nicht.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Die Grundweine reifen vollständig im Eichenfass. Danach liegt der Champagner in der eigenen Kreidehöhle des Guts. Eine Dosage gibt es nicht.

Woher kommen die Trauben? Von rund anderthalb Hektar in Venteuil. Die Hänge zeigen nach Süden, der Boden besteht aus Kreide und Lehm, und die Rebstöcke zählen 30 bis 40 Jahre.

Wer steht dahinter? Bryan Marx, der 2018 neben dem Familiengut Marx-Coutelas sein eigenes Projekt gestartet hat.

Pinot Noir und Chardonnay je 45 %, Meunier 10 % · Venteuil, Vallée de la Marne · Kreide und Lehm, Südlage · Rebalter 30–40 Jahre · Jahrgang 2021 · Ausbau ganz im Eichenfass · Reife in der Kreidehöhle · Brut Nature · ohne Herbizide (Umstellung) · Domaine des Tuileries (Bryan Marx), Venteuil · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Angerville Volny Clos Des Ducs Monopole 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay 1er Cru Monopole 2,15 ha Côte de Beaune 2020

Der Volnay Clos des Ducs Monopole 1er Cru 2020 ist das große Gewächs der Domaine Marquis d'Angerville – ein ikonischer Monopol von grand-cru-würdiger Intensität, seidig und mineralisch zugleich. Volnay im Glas, in seiner reinsten Form.


Clos des Ducs – der Monopol-Klassiker der Domaine

Der Clos des Ducs ist ein echter, von Mauern umschlossener Clos und seit Generationen Alleinbesitz (Monopole) der Domaine Marquis d'Angerville. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die Parzelle mit ihren 52 „ouvrées" im Besitz der Herzöge von Burgund verzeichnet – daher der Name.

Mit 2,15 Hektar liegt der Clos am höchsten Punkt des Volnay-Hangs, nördlich des Dorfes, und steigt über weißen Mergel steil an. Der stark kalkhaltige, steinige Boden und die ideale südöstliche Exposition ergeben einen Wein von feiner, mineralischer Rasse – nicht so wuchtig wie die Lagen südlich des Dorfes, dafür von seidiger Eleganz.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 war einer der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahrgänge überhaupt. Guillaume d'Angerville las als einer der Ersten in Volnay – sehr früh um den 23.–25. August –, um die Frische zu bewahren, und bezeichnet 2020 als seinen besten Jahrgang seit der Übernahme 2003.

Das Ergebnis sind rote Burgunder von präziser Balance: reif und zugleich frisch, mit feinem Tannin und tragender Spannung – wie geschaffen für die langlebige Art dieses Clos des Ducs.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, vom hauseigenen „Pinot d'Angerville"-Klon.

Vollständig entrappt, klassische Maischegärung mit zweimal täglichem Remontage, um das Tannin fein zu extrahieren – bewusst ohne Pigeage, um die Finesse zu wahren. Der Ausbau erfolgte im Fass mit rund 20 % neuem Holz. Das gesamte Gut wird seit 2006 von Hand bewirtschaftet.

Im Glas

Tiefes Purpur. Ein hochparfümiertes Bouquet aus Rosenblättern, roter Kirsche, Himbeere und Weihrauch, dazu Anklänge von Unterholz, Trüffel und süßem Zimt. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, vielschichtig und nahtlos, getragen von feiner Säure, mit langem, anmutig gleitendem und salzigem Finale.

Volnay im Glas – nicht ein Haar daneben: grand-cru-würdige Intensität in seidiger Eleganz.

Profitiert von Flaschenreife; über viele Jahre hervorragend lagerfähig. Bei 16 °C servieren, vorab dekantieren.

Am Tisch

Ente, Reh, Geflügel in feiner Sauce, Lamm oder reifer Weichkäse. Ein großer Pinot Noir für besondere Anlässe.


Lage: Volnay „Clos des Ducs" (Monopole, 2,15 ha; Côte de Beaune); steiler oberer Hang, weißer Mergel, kalk-steinig
Klassifikation: Volnay 1er Cru · Monopole
Ausbau: Pinot Noir; ~20 % neues Holz, kein Pigeage · Handarbeit im Weinberg (seit 2006)

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Frankreich

Château Pontet-Canet Pauillac 2009

Rotwein · Pauillac · Bordeaux · 5ème Cru Classé

Château Pontet-Canet 2009 gilt als der größte Wein, den dieses Haus bis dahin erzeugt hat – Robert Parker vergab die perfekten 100 Punkte. Ein klassischer, vollmundiger Pauillac von außergewöhnlicher Reinheit und Präzision: Cassis, Graphit, Lakritz und Weihrauch, getragen von süßen, perfekt eingebundenen Tanninen.


Pauillac

Château Pontet-Canet ist ein 5ème Cru Classé von 1855 und liegt auf dem hohen Kiesplateau von Pauillac, direkt neben Mouton Rothschild. Die rund 81 Hektar Reben wurzeln in tiefem Kies über Lehm und Kalkstein. Seit 1975 gehört das Gut der Familie Tesseron; unter Alfred Tesseron wurden die Erträge konsequent gesenkt, die Selektion verschärft und die Weinberge teils wieder mit Pferden bearbeitet.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 65 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 4 % Cabernet Franc und 1 % Petit Verdot aus dem großen Jahrgang 2009. Rund 80 % der Ernte flossen in den Grand Vin. Der Wein reifte im Barrique aus französischer Eiche.

Im Glas

Tiefdunkles Purpur. In der Nase Weihrauch, Graphit, Rauch, Lakritz, Crème de Cassis und Brombeere, dazu Bleistiftspäne und feuchte Erde. Am Gaumen vollmundig, konzentriert und tief, mit enormer Fruchtfülle, laserartiger Präzision und großer Frische. Die Tannine sind hoch, aber süß und nahtlos eingebunden. Trotz seiner Wucht gleitet der Wein seidig über den Gaumen – ein Finale von großer Länge.

Am Tisch

Jetzt beginnt er, Nuancen und Komplexität zu zeigen, und hat noch Jahrzehnte vor sich. Zwei Stunden vorher dekantieren und bei 17–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lammrücken, Rinderfilet, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Pauillac, Haut-Médoc (Bordeaux); Kiesplateau neben Mouton Rothschild
Klassifikation: AOC Pauillac – 5ème Grand Cru Classé 1855
Jahrgang: 2009
Ausbau: 65 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 4 % Cabernet Franc, 1 % Petit Verdot; Barrique

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Rebsorten

Zolla Primitivo di Manduria Vigneti del Salento

Rotwein · Primitivo · Manduria · Italien

Zolla Primitivo di Manduria ist ein kraftvoller Rotwein von Vigneti del Salento (Fantini Group) aus Apulien. Reinsortiger Primitivo aus dem DOP-Gebiet Manduria – kräftiges Purpurrot, mit Cassis, vollreifer Brombeere und feinen Edelholznoten.


Manduria

Die Reben für den Zolla stehen zwischen Manduria und Sava im Herzen des Salento, nahe dem Ionischen Meer. Es handelt sich um über 30 Jahre alte Buschreben (Alberello) mit geringem Ertrag, auf eisenhaltigem, kalkhaltigem Lehmboden. Hinter dem Wein steht Vigneti del Salento (Fantini Group).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Primitivo di Manduria. Nach mehrtägiger Maischegärung reift der Wein sechs bis acht Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, was ihm die feinen Edelholz- und Röstnoten verleiht.

Im Glas

Kräftiges Purpurrot. In der Nase Cassis und vollreife Brombeeren, dahinter Edelholz. Eine warme Primitivo-Aromatik mit viel schwarzer Beerenfrucht, Heidelbeere, einer feinen Anisnote und Anklängen von Pralinen. Am Gaumen dicht und vollmundig, warm und samtig, mit feinen Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein kraftvoller, samtiger Primitivo zu herzhafter Küche – gehaltvoll genug, um auch solo zu überzeugen.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Schmorgerichte, gewürzter Braten und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Salento/Apulien (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOP – Rotwein (trocken)
Ausbau: 6–8 Monate in amerikanischer und französischer Eiche

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Weine

Jörg Geiger Alkoholfrei Prickelnd Rosenzauber

Jörg Geiger Rosenzauber ist die blumigste der alkoholfreien Cuvées aus Schlat: Apfel, Brombeere und Himbeere, dazu Rosenduft, Gartenminze und Gewürzen. Ein prickelndes Getränk, das schon beim Einschenken nach Sommergarten duftet.

Im Glas

Feines Prickeln. In der Nase frischer Apfel, Himbeere und ein intensives Rosenbukett. Am Gaumen fruchtig mit Himbeere und Brombeere und einem lebendigen Spiel aus Süße und Säure. Minze und Gewürze sorgen für einen langen, duftigen Nachhall. Trotz der Frucht wirkt er nie schwer oder klebrig.

Mach was draus

Beerendesserts, Panna cotta mit Himbeeren, Obstsalat, Rosenkuchen oder leichtes Gebäck. Auch als alkoholfreier Aperitif auf der Gartenparty, zum Muttertag oder zur Babyparty passt er wunderbar. Gut gekühlt im Weinglas servieren, gern mit ein paar frischen Himbeeren im Glas. Die Farbe der Beeren und der Rosenduft machen ihn zu einem kleinen Hingucker auf jedem Tisch.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Rosenzauber ist für mich der schönste Begleiter zu Himbeer-Desserts. Ein Minzblatt im Glas, und es ist perfekt.“

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Kurz gefragt

Wonach schmeckt Rosenzauber? Nach Apfel, Himbeere und Brombeere, getragen von Rosenduft und einer frischen Note Minze.

Wann passt er am besten? Vor dem Essen als duftiger Aperitif ohne Alkohol – oder danach zu allem mit Beeren.

Apfel, Himbeere, Brombeere · Rose, Gartenminze, Gewürze · alkoholfrei, mit Kohlensäure · Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb · Manufaktur Jörg Geiger, Schlat · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Guillermas 2015

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo (Single Parcel)

Tempranillo & Viura Escondite del Ardacho · Las Guillermas Single Parcel · 0,62 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltiger Lehm · 60+ J. Reben ungeschönt & unfiltriert nur 1.466 Flaschen · 2015

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Guillermas" 2015 ist ein Single-Parcel-Tempranillo von nur 0,62 Hektar in der Rioja Alavesa. Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein und salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider – sicherlich einer der speziellsten und großartigsten Tempranillos der Rioja.


Las Guillermas – 0,62 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Gebiet um Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Die Einzellage Las Guillermas besteht aus lediglich 0,62 Hektar, bestockt mit 0,40 Hektar Tempranillo und 0,20 Hektar Viura. Die Reben haben inzwischen ein Alter von über sechzig Jahren erreicht, fußen auf kalkhaltigem Lehmgrund und sind einem stark atlantischen Klima ausgesetzt – die Grundlage für den kühlen, salzigen und mineralischen Charakter des Weins.

Jahrgang 2015 – Rioja

2015 war an der Rioja ein warmer, reifer Jahrgang, der konzentrierte, zugleich ausgewogene Weine mit reifer Frucht hervorbrachte. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische, Salzigkeit und die mineralische Prägung des Lehmkalkbodens. Mit rund einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, reifen Phase.

Assemblage und Ausbau

Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (0,40 ha Tempranillo / 0,20 ha Viura), Jahrgang 2015, trocken; von über 60 Jahre alten Reben.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und – wie immer bei Tentenublo – ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. So bleibt das große Terroir der kleinen Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 1.466 Flaschen.

Im Glas

Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein, salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider. Die Fruchtaromen sind vorhanden und brillieren mit Kirsche, Weichsel und feinem Kräuterduft. Diese Aromen unterstützen die Mineralik nuancenreich und münden in einen satten, langen Nachhall. Es gibt viele Einzellagenweine aus der Rioja, aber sicherlich keinen so speziellen und großartigen Tempranillo wie diesen.

Trotz stattlicher Alkoholwerte kühl, fein und salzig – Kirsche, Weichsel und feiner Kräuterduft stützen nuancenreich die Mineralik und münden in einen satten, langen Nachhall.

Ein terroirgeprägter Tempranillo in reifer Phase; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzellage Las Guillermas (0,62 ha), Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltiger Lehmgrund, stark atlantisches Klima; über 60 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (trocken)
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; 1.466 Flaschen

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Italien

Mabis Neropasso rosso

Wein · Rotwein · Venetien · Italien

Mabis Neropasso Rosso ist ein Klassiker aus dem Veneto, gekeltert nach der „Appassimento"-Methode: Ein Teil der reifen, gesunden Trauben wird nach der Lese getrocknet und anschließend gekeltert. So ergibt sich schon in der Farbe ein intensives Rot.


Venetien / Italien

Der Wein stammt von Mabis (Biscardo), einem Familienbetrieb im Veneto bei Verona mit über 150 Jahren Erfahrung. Neropasso ist der Auftakt der „passo"-Trilogie des Hauses – neben Oropasso (weiß) und Rosapasso (rosé).

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Corvina, Merlot und Cabernet Sauvignon. Nach der „Appassimento"-Methode wird ein Teil der Trauben vor dem Keltern angetrocknet; die Beeren verlieren Wasser und gewinnen an Zucker- und Aromenkonzentration. Das verleiht dem Wein Kraft, Struktur und samtige Fülle.

Im Glas

Intensives Rubinrot. Das Bouquet ist würzig, mit Aromen von schwarzen Kirschen und Pflaumenkompott. Am Gaumen elegant und samtig, mit weichen Tanninen im Abgang.

Am Tisch

Bei 18–20 °C servieren – ein hervorragender Begleiter zur italienischen Küche.

Passt zu: Pasta, hellem und rotem Fleisch, Gegrilltem sowie frischem und gereiftem Käse.


Lage: Venetien (Italien); Mabis (Biscardo)
Klassifikation: Veneto IGT – Cuvée aus Corvina, Merlot & Cabernet Sauvignon
Ausbau: Appassimento (ein Teil der Trauben vor dem Keltern angetrocknet)

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Rebsorten

Joblot Givry Clos du Cellier aux Moines rouge 1er Cru 2021

Rotwein · Givry Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Givry · 1er Cru Clos du Cellier aux Moines Côte Chalonnaise Finesse · Intensität + Leichtigkeit 2021

Der Givry Clos du Cellier aux Moines 1er Cru 2021 der Domaine Joblot besticht durch seine Finesse und verbindet gekonnt Intensität mit spielerischer Leichtigkeit. Ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der besten Lagen von Givry.


Cellier aux Moines – Premier Cru in Givry

Givry liegt in der Côte Chalonnaise und ist für seine Pinot Noirs bekannt. Der Clos du Cellier aux Moines geht auf einen historischen Klosterkeller zurück und zählt zu den renommiertesten Premier Crus der Appellation.

Die Domaine Joblot zählt zu den führenden Erzeugern von Givry und gilt als Maßstab der Appellation.

Jahrgang 2021 – Côte Chalonnaise

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der die Mengen reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – wie geschaffen für die finessenreiche, leichtfüßige Art dieses Cellier aux Moines.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – auf Finesse und einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Finessenreich und fein gezeichnet: rote Frucht und feine Würze verbinden sich mit einer spielerischen Leichtigkeit bei gleichzeitiger Intensität. Am Gaumen frisch, mit feinem Tannin und langem Abgang.

Finesse trifft Intensität und spielerische Leichtigkeit – ein fein gezeichneter, frischer Givry Premier Cru.

Schon zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Clos du Cellier aux Moines (1er Cru), Givry (Côte Chalonnaise); historischer Kloster-Clos
Klassifikation: Givry Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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