Weingut Matthias Müller – Spay – Mittelrhein – Deutschland

Weingut Matthias Müller – Spay – Mittelrhein – Deutschland

Vor über zwei Generationen lag das wirtschaftliche Hauptaugenmerk beim Weingut Matthias Müller noch auf Fischfang und den Kirschfrüchten; der hiesige Weinanbau bildete nur einen Bruchteil dieses landwirtschaftlichen Mischbetriebes. Seit nunmehr drei Generationen setzt dieser Winzerbetrieb komplett auf den Weinanbau und bewirtschaftet an den Steillagen des Mittelrheins und dessen schiefergeprägten Bodenformationen mustergültige Weissweine. Die im Ertrag stehenden Rieslinge gehören mit zu den besten Tropfen, die sich am Rhein überhaupt finden lassen und bestätigen die seit Jahrzehnten geleistete Arbeit der Familie Müller in den Weingärten rund um die Bopparder Steillagen. Die Rebfläche umfasst bei diesem Musterbetrieb inzwischen 18 Hektar und es werden je nach Jahrgang um die 120. 000 Flaschen für die Freunde des Rieslings und die die es werden wollen gekeltert und verkauft. Eine kürzlich eröffnete Vinothek setzt moderne Akzente und der funktionale, saubere Keller blitzt mit Edelstahltanks. Den reduktiven Ausbau schmeckt man den Weinen an und auch die klare Frucht der geernteten Trauben sowie die explosive Mineralität der Gewächse begeistern Schluck für Schluck. Mit Johannes Müller ist schon die nächste Generation in den Weinbergen unterwegs und seine Begeisterung über sein Tun bündelt in wahre Energieblitze. Die Ausbildung bei dem Nahe Weingut Emrich-Schönleber und Station beim Südtirol Topwinzer Hofstätter werden in den nächsten Jahren sicherlich für das eine oder andere Experiment sorgen, auch wenn die Müllerische Stilistik beibehalten werden soll. In jedem Fall war der spontane Besuch vor Ort sehr herzlich und geschmacklich eine Sonderklasse für sich. Es darf gerne weiter „gemüllert“ werden.

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Spirituosen

Mari Mayans Hierbas Kräuterlikör

Likör · Hierbas · Ibiza · Spanien

Mari Mayans Hierbas Kräuterlikör ist ein traditioneller Kräuterlikör von der Insel Ibiza („hierbas" ist spanisch für Kräuter). Er vereint Extrakte verschiedenster mediterraner Kräuter mit Anis. Mari Mayans zählt zu den bekanntesten Brennereien Ibizas – aromatisch, mild-süß und vielschichtig.


Ibiza

Hierbas Ibicencas ist die traditionelle Kräuterlikör-Spezialität der Baleareninsel Ibiza. Die mediterrane Kräutervielfalt der Insel bildet die Grundlage des Likörs. Mari Mayans ist ein traditionsreicher Erzeuger aus Ibiza.

Kräuter und Herstellung

Der Likör enthält Extrakte aus verschiedensten mediterranen Kräutern sowie Anis. Die Kräuter werden mazeriert und mit Anis zu einem aromatischen, mild-süßen Likör vereint.

Im Glas

Leicht goldgelb bis grünlich. In der Nase Anis und ein vielschichtiges Bukett mediterraner Kräuter wie Fenchel, Thymian und Rosmarin. Am Gaumen aromatisch und mild-süß, mit der typischen Anisnote und kräutriger Tiefe. Langer, würziger Abgang.

Zum Genuss

Gut gekühlt, auf Eis oder pur als Digestif genießen. Auch als aromatische Zutat in Cocktails geeignet.

Klassisch solo: als Digestif, zu Gebäck oder Kaffee.


Herkunft: Ibiza (Spanien)
Art: Kräuterlikör (Hierbas Ibicencas), Anis-basiert
Herstellung: Mazeration mediterraner Kräuter mit Anis

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USA

The Walls Mahana Syrah 2018

Rotwein · Walla Walla Valley AVA · Syrah

Syrah River Rock Vineyard The Rocks District of Milton-Freewater Basaltgeröll Gärung in Beton und Stahl Großgebinde, rund 20 % neu 2018

The Walls Mahana Syrah 2018 stammt aus dem River Rock Vineyard im Rocks District des Walla Walla Valley. Blaue Frucht, Lavendel, Veilchen, Rauch und warme Erde treffen auf die herzhafte Würze, für die Syrah aus diesen Kieselböden bekannt ist – getragen von einer klaren, reinen Frucht. Mittel- bis vollgewichtig, rund und elegant.


River Rock Vineyard – Syrah aus den Kieseln des Rocks District

Der Rocks District of Milton-Freewater liegt auf der Oregon-Seite des Walla Walla Valley und ist seit 2015 als eigene Appellation anerkannt – die einzige in den USA, deren Grenzen allein über einen Bodentyp gezogen wurden. Der Walla Walla River hat hier einen breiten Schwemmfächer aus runden Basaltgeröllen abgelagert, zwischen denen kaum Erde liegt. Die Steine speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts an die Reben ab; sie drainieren schnell und zwingen die Wurzeln in die Tiefe.

Syrah von diesen Böden hat eine eigene Handschrift: Neben dunkler und blauer Frucht zeigen die Weine herzhafte Noten von Speck, Oliven und Leder, dazu Rauch und eine erdige Würze – ein Stil, der eher an die nördliche Rhône erinnert als an die fruchtbetonten Syrahs der Neuen Welt. Das River Rock Vineyard liegt mitten in diesem Gebiet.

Eine Eigenheit steht auf dem Etikett. Weil die Rocks-District-Appellation vollständig in Oregon liegt, darf nur Wein, der auch in Oregon fertiggestellt wird, ihren Namen tragen. Wird der Wein – wie hier – in Washington ausgebaut und gefüllt, muss er die übergeordnete Walla Walla Valley AVA nennen, obwohl die Trauben aus dem Rocks District stammen. The Walls Vineyards wurde von Mike Martin gegründet; die Weine dieses Jahrgangs entstanden unter Winemaker Todd Alexander.

Jahrgang 2018 – Walla Walla Valley

Im Walla Walla Valley brachte 2018 einen frühen Start und einen warmen, dabei auffallend gleichmäßigen Sommer. Längere Hitzeperioden über der Grenze, bei der die Reben ihre Reife einstellen, blieben weitgehend aus; die Nächte kühlten zuverlässig ab. Der Herbst war lang, trocken und ruhig.

Für Syrah auf den ohnehin warmen Kieseln des Rocks District war das ein günstiges Jahr: volle Reife ohne Überreife, gesunde Trauben, erhaltene Säure. Die Weine zeigen Konzentration und reife Gerbstoffe, dabei eine Frische, die in heißeren Jahren auf diesen Böden schnell verloren geht.

Beton, Stahl und große Fässer

Im Kern Syrah, Jahrgang 2018. Vergoren wird in Beton und Edelstahl: Beton hält die Temperatur gleichmäßig und gibt dem Wein eine runde Textur, Stahl bewahrt die Frucht. Beide geben keinerlei Aromen ab.

Der Ausbau erfolgt in Großgebinden aus überwiegend gebrauchter französischer Eiche, rund 20 Prozent davon neu. Große Fässer bringen weit weniger Holzaroma ein als Barriques und lassen die Frucht und die herzhafte Würze des Rocks District im Vordergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Purpur. In der Nase blaue Frucht, Lavendel, Veilchen, Rauch und warme Erde, dazu die typische Würze der Kieselböden nach Speck, Tapenade und Leder. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, rund und elegant, mit feinen Tanninen, ausgewogener Balance und langem Abgang.

Syrah aus Oregon-Kieseln, in Washington gefüllt: Die Herkunft steht im Glas, auch wenn das Etikett sie nicht nennen darf.

Eine Stunde vorher dekantieren. Bei 16–18 °C servieren. Lagerpotenzial von zehn bis fünfzehn Jahren.

Am Tisch

Passt zu gegrilltem und geschmortem Lamm, Wild, Rind, kräftigen Schmorgerichten und reifem Käse. Die herzhafte Würze greift besonders Lamm mit Oliven und Rosmarin, Entenbrust und Wildschwein auf.


Produzent The Walls Vineyards, Walla Walla
Rebsorte Syrah
Lage River Rock Vineyard, The Rocks District of Milton-Freewater (Oregon, USA) · Basaltgeröll eines alten Schwemmfächers
Klassifikation Walla Walla Valley AVA · trocken
Jahrgang 2018
Vinifikation Gärung in Beton und Edelstahl
Ausbau Großgebinde aus überwiegend gebrauchter französischer Eiche, rund 20 % neu
Trinkempfehlung jetzt bis 2033

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Spanien

Envinate La Santa de Ursula tinto 2023

Rotwein · Teneriffa · Santa Úrsula · Field Blend

Negramoll · Listán Negro · Listán Blanco Teneriffa · Santa Úrsula Envínate Vulkangestein · Höhenlage uralte Reben 2023

Der Envínate La Santa de Úrsula Tinto 2023 ist ein blumig-frischer Vulkan-Rotwein aus dem Norden Teneriffas – eine Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas Listán Blanco. Von ungeheurer Frische und Mineralität, mit balsamischem, langem Nachhall: Grip, Länge, Klasse – und dem Verlangen nach dem nächsten Schluck.


Santa Úrsula – Vulkanrot aus Nordteneriffa

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Für den La Santa de Úrsula konnte das Team seine Weinbergsfläche rund um die Gemeinde Santa Úrsula im Norden Teneriffas etwas vergrößern und so insgesamt mehr Wein von der Insel produzieren. Die Höhenlage der uralten Weinberge, das atlantische Klima und die Vulkangesteinsböden tragen zu der ungeheuren empfundenen Frische und Mineralität dieses Rotweins bei.

Jahrgang 2023 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden Nordteneriffas prägen auch 2023 einen frischen, mineralisch geprägten Rotwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und blumiger Aromatik – leicht, tief und animierend zugleich, ganz im puristischen Stil von Envínate.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas weißer Listán Blanco, aus dem Jahrgang 2023, Teneriffa, trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses vinifiziert: Handlese von uralten Höhenreben, Spontangärung mit Wildhefen, schonender Ausbau – für maximale Frische und Herkunftstreue.

Im Glas

Er begeistert spontan mit seinem sehr blumigen Bukett und Noten von gerade geernteten roten Früchten. Lakritze, Anklänge von weißem Pfeffer und Teer ergänzen das Geschmacksbild. Die Höhenlage, das atlantische Klima und die Vulkanböden schenken ungeheure Frische und Mineralität bei jedem Schluck. Balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse – und einem Verlangen nach dem nächsten Schluck.

Blumig, frisch und mineralisch – balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Santa Úrsula (Nordhang, Kanaren, Spanien); Höhenlagen, Vulkangesteinsböden; uralte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Negramoll, Listán Negro, etwas Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, schonender minimal-invasiver Ausbau; organischer Anbau

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Weine

François Bertheau Chambolle Musigny Les Charmes 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Charmes · 1er Cru Chambolle-Musigny zwischen Bonnes-Mares & Le Musigny · 9,5 ha 2021

Der Chambolle-Musigny Les Charmes 1er Cru 2021 der Domaine François Bertheau stammt aus der größten und wohl bekanntesten Premier-Cru-Lage von Chambolle-Musigny. Ein reinsortiger Pinot Noir im klassischen Chambolle-Stil: floral und zart, mit seidigen Tanninen.


Les Charmes – Premier Cru im Zentrum von Chambolle

Les Charmes erstreckt sich über 9,5 Hektar im Zentrum der Appellation, etwa auf halbem Weg zwischen den Grand Crus Bonnes-Mares und Le Musigny. Die obere Hälfte nahe dem Dorf ist recht flach, der östliche Teil neigt sich Richtung Vougeot. Die Morgensonne im kühlen Klima lässt die Trauben Sortencharakter, Komplexität und Säure entwickeln – das sorgt für eine schöne Balance, besonders in der unteren Hälfte.

Der Boden besteht aus einer dünnen Schicht Kiesel und Steinen über gebrochenem Kalkstein mit geringer Fruchtbarkeit; der niedrige Tonanteil führt zu einem leichteren, feineren Wein. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – wie geschaffen für die floral-zarte Art von Les Charmes.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Floral und zart, mit feiner roter Frucht. Am Gaumen leichtfüßig und elegant, mit seidigen Tanninen, frischer Säure und einem klaren, duftigen Abgang.

Floral und zart mit seidigen Tanninen – Chambolle-Musigny in seiner klassischen, feinen Form.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Charmes (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Kiesel/Steine über gebrochenem Kalkstein, zwischen Bonnes-Mares & Le Musigny, 9,5 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Weine

Pupitre Cava brut Magnum

Der Pupitre Brut Gold zeigt sich in einem leuchtenden Strohgelb mit zarten grünlichen Reflexen und einer feinen Perlage. In der Nase entfalten sich elegante Aromen von weißen Blüten, reifen Früchten und einem Hauch frischer Zitrusnoten. Am Gaumen präsentiert sich dieser Cava klar, frisch und ausgewogen. Seine feine Perlage verbindet sich harmonisch mit einer sanften Fruchtigkeit und einer dezenten Hefenote. Der Nachhall ist rund und lang und erinnert an weiße Früchte und feine Zitruszesten. Dieser Cava eignet sich hervorragend als frischer Aperitif, begleitet aber auch leichte Vorspeisen und feine Desserts mit müheloser Eleganz. Besonders an sonnigen Tagen entfaltet er seinen vollen Charme und sorgt für Momente purer Lebensfreude. Top- Preis Leistungsverhältnis! In der 1,50 Liter Magnum Flasche.

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Rebsorten

Maxime Crotet Bourgogne Aligoté Vielles Vignes 2025

Weißwein · Bourgogne Aligoté AOC · Vieilles Vignes

Aligoté Bourgogne Aligoté AOC 2025 Pernand-Vergelesses Reben von Ende der 1980er Bâtonnage während der Gärung 10 Monate französische Eiche

Der Bourgogne Aligoté 2025 von Maxime Crotet stammt aus Pernand-Vergelesses, von Reben, die Ende der 1980er Jahre auf Kalkboden gepflanzt wurden. Aligoté gilt als zweite weiße Rebsorte Burgunds und wird meist als Kir-Grundlage abgetan – Crotet behandelt sie wie einen Lagenwein: Spontangärung im Holz, zehn Monate Ausbau, kein Schwefel bis zur Füllung.


Aligoté in Pernand-Vergelesses – Kalk statt Kompromiss

Bourgogne Aligoté ist die einzige regionale Appellation Burgunds, die nach einer Rebsorte benannt ist statt nach einem Ort. Das erklärt zugleich ihren Ruf: Aligoté wurde historisch dort gepflanzt, wo Chardonnay nicht den besten Platz bekam – auf den oberen Hangpartien, in den Nebentälern, auf den kühleren Parzellen. Der Wein galt als Karaffenwein, gut genug für den Kir, zu wenig für die Flasche.

Dabei unterscheiden sich die Herkünfte deutlich. Aligoté aus den Hautes-Côtes fällt frischer und schlanker aus, während die Weine aus Pernand-Vergelesses als die geschmeidigeren und fruchtigeren gelten – die Gemeinde am Fuß des Corton-Hügels ist unter Kennern die Referenzherkunft für Aligoté außerhalb von Bouzeron, das für diese Sorte eine eigene Village-Appellation besitzt. Die Reben dieser Cuvée stehen auf kalkreichen Böden und wurden Ende der 1980er Jahre gepflanzt.

Rund vier Jahrzehnte Rebenalter sind bei Aligoté die Ausnahme, weil die Sorte in Zeiten geringer Wertschätzung reihenweise gerodet und durch Chardonnay ersetzt wurde. Was überlebt hat, steht meist an Standorten, die man nicht umbestocken wollte. Alte Aligoté-Anlagen regulieren ihren Ertrag selbst und liefern die Konzentration, die der Sorte in jungen Anlagen fehlt – hier liegt der Unterschied zwischen einem Karaffenwein und einem Wein mit Struktur.

Jahrgang 2025 – Côte de Beaune

Milder Winter, warmer Frühling, trockener und sonniger Sommer – 2025 lief der Vegetationszyklus im Burgund durchgehend vor dem Kalender. Eine Hitzewelle Mitte August beschleunigte die Reife zusätzlich, ohne die Säure abzubauen; der Gesundheitszustand der Trauben war durchweg gut, Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle. Für eine von Natur aus säurebetonte Sorte wie Aligoté ist ein warmes Jahr kein Nachteil, sondern die Chance auf physiologische Reife bei erhaltener Frische.

In der Côte de Beaune wurden die weißen Sorten ab dem 23. bis 25. August gelesen, rund 20 Tage früher als im historischen Mittel und auf dem Niveau von 2022. Die Sommertrockenheit hielt die Beeren klein und ließ die Erträge von Parzelle zu Parzelle stark schwanken, in Einzelfällen bis zur halben Ernte. Ältere Rebanlagen kamen mit der Hitze erkennbar besser zurecht als junge – ein Umstand, der einer Anlage aus den 1980er Jahren in diesem Jahrgang unmittelbar zugutekommt.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Aligoté, Jahrgang 2025. Die Trauben werden direkt gepresst, der Most setzt sich anschließend rund zwölf Stunden im temperaturkontrollierten Tank ab. Vergoren wird spontan mit den traubeneigenen Hefen im Holzfass – ohne Reinzuchthefe, ohne Enzyme.

Während der alkoholischen Gärung wird regelmäßig bâtonniert, um die Feinhefe in Schwebe zu halten; das baut Textur auf, ohne dass Säure verloren geht. Der Ausbau dauert zehn Monate in französischer Eiche, die Fässer werden wöchentlich aufgefüllt, um Oxidation zu begrenzen – eine Notwendigkeit, wenn während des gesamten Ausbaus kein Schwefel zugegeben wird. Geschwefelt wird ausschließlich bei der Abfüllung, in minimaler Menge.

Im Glas

Blasses Strohgelb mit grünem Reflex. In der Nase Akazienblüte und Weißdorn – die florale Signatur der Sorte –, dazu grüner Apfel, Zitronenschale und ein Hefeton aus dem Bâtonnage. Am Gaumen straff und salzig, mit der klaren Säurekante, die Aligoté von Chardonnay unterscheidet, aber breiter aufgebaut als ein Karaffen-Aligoté aus dem Stahltank. Der Abgang bleibt trocken und zitrisch, mit kreidigem Nachklang vom Kalk.

Bourgogne Aligoté ist die einzige Regionalappellation Burgunds, die nach einer Rebsorte benannt ist – nicht nach einem Ort.

Servieren bei 10 bis 12 °C. Einfacher Aligoté ist nach ein bis drei Jahren am Ende; diese Version hält durch Rebenalter, Holzausbau und Feinhefelager deutlich länger und gewinnt in den ersten Jahren noch an Breite. Bei minimaler Schwefelung gehört sie konstant kühl gelagert.

Am Tisch

Zu Schnecken in Kräuterbutter – der Klassiker der Region –, zu Austern und Meeresfrüchten, zu gebratenem Fisch und zu Ziegenkäse. Auch zu Frittiertem und zu hellem Fleisch in heller Sauce, wo die Säure das Fett auffängt. Für den Kir ist dieser Wein zu schade; wenn Kir, dann mit einem einfacheren Aligoté.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Aligoté
Herkunft Pernand-Vergelesses, Côte de Beaune
Klassifikation Bourgogne Aligoté AOC
Jahrgang 2025
Rebenalter Gepflanzt Ende der 1980er Jahre
Vinifikation Direktpressung · 12 Stunden Vorklärung · Spontangärung im Holz · Bâtonnage während der Gärung
Ausbau 10 Monate französische Eiche · wöchentliches Auffüllen · kein SO₂ im Ausbau
Schwefelung Minimal bei der Abfüllung
Trinkempfehlung 2026–2031
Boden Kalkreich

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Weine

Martin Waßmer Pinot Rosé brut Magnum

Der Martin Waßmer Pinot Rosé brut in der Magnum ist der Rosé-Sekt des Hauses im großen Format. Reiner Spätburgunder aus Baden, Jahrgang 2022, nach der traditionellen Methode in der Flasche vergoren und auf der Hefe gereift. Ideal für Feste und große Runden.

Im Glas

Leuchtendes Rosé, mittelfeine Perlage. Im Duft kleine Walderdbeeren und ein Hauch Puderzucker. Im Mund sehr frisch, mit feiner Erdbeerfrucht. Zum Schluss klingt er lang und fein aus.

Mach was draus

Für Hochzeiten, Geburtstage oder ein Sommerfest im Garten. Dazu Lachs, Sushi, helles Fleisch oder ein Dessert mit roten Früchten. Serviere ihn bei 7 bis 9 °C – die Magnum braucht etwas länger im Kühlschrank.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Eine Magnum Rosé macht jedes Fest besser. Hier bekommst du Qualität im großen Format.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie viele Gläser hat eine Magnum? Eine Magnum mit 1,5 Litern reicht für rund zehn bis zwölf Gläser.

Wer steht dahinter? Das Weingut Martin Waßmer in Schlatt im Markgräflerland. Seit 1997 baut die Familie eigene Weine aus, heute arbeiten zwei Generationen zusammen. Bekannt ist das Haus vor allem für seine Burgundersorten.

Warum Magnum? Im größeren Volumen reift Sekt langsamer und gleichmäßiger. Außerdem sieht eine große Flasche auf jedem Tisch toll aus.

100 % Spätburgunder · Baden, Markgräflerland · Rosé · traditionelle Flaschengärung · Jahrgang 2022 · brut · Magnum 1,5 l · Weingut Martin Waßmer, Bad Krozingen-Schlatt · Stand: Oktober 2026

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Weine

Santa Maria La Nave Millesulmare Sicilia DOC Bianco BIO

Weißwein · Sicilia DOC · Grecanico Dorato

100 % Grecanico Dorato Sicilia DOC Ätna · Nordwesthänge · 1.100 m Santa Maria La Nave jahrhundertealte Lavaströme Feinhefe · Bâtonnage Bio (IT-BIO-015) nur 3.423 Flaschen 2021

Der Santa Maria La Nave Millesulmare 2021 entsteht auf 1.100 Metern an den Nordwesthängen des Ätna – ein charaktervoller Grecanico Dorato von Eleganz, Mineralität und zarter Verspieltheit. Aus einem der höchstgelegenen Weinberge Europas. Ohne Frage einer der spannendsten Weißweine Italiens.


Millesulmare – Grecanico aus 1.100 Metern Höhe

Santa Maria La Nave ist ein gefeiertes Boutique-Gut am Ätna. Sonia Spadaro Mulone führt die 1954 begründete Familientradition fort und keltert nummerierte Einzellagenweine aus autochthonen Sorten – mit großer Sorgfalt, ohne Pestizide, biologisch zertifiziert (IT-BIO-015). Der Millesulmare ist ihr Aushängeschild unter den Weißweinen.

Die Reben wachsen an den Nordwesthängen des Ätna auf 1.100 Metern, in einem der höchstgelegenen Weinberge Europas – auf jahrhundertealten Lavaströmen, umgeben von wilden Obstgärten und vollkommen unberührter Natur. Das extreme Bergklima mit sehr heißen Sommertagen und kalten Nächten sorgt für eine langsame, ausgewogene Reife und verleiht dem Wein seine markante Frische und außergewöhnliche Mineralität.

Jahrgang 2021 – Ätna

Die extreme Höhenlage und die alten Lavaströme prägen den Millesulmare 2021: Die großen Tag-Nacht-Unterschiede sorgen für langsame Reife, lebendige Säure und eine ausgeprägte, salzige Mineralität – die Handschrift großer Ätna-Weißweine mit langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Grecanico Dorato aus dem Jahrgang 2021, Sicilia DOC, trocken.

Die Trauben werden in traditioneller Handarbeit in der letzten Oktoberwoche oder den ersten Novembertagen gelesen und selektiert. Nach sanfter Pressung vergärt der Vorlaufmost mit autochthonen Hefen temperaturkontrolliert bei 18–20 °C. Anschließend reift der Wein mehrere Monate auf der Feinhefe mit regelmäßiger Bâtonnage, wird nur leicht filtriert und ruht vor dem Verkauf mehrere Monate in der Flasche.

Im Glas

Farblich präsentiert sich der Millesulmare in leuchtendem Strohgelb mit goldenen Reflexen. Die Nase begeistert mit intensiven Noten von weißem Pfirsich, Ananas und Zitrusfrüchten, begleitet von Ginster, Vanille und einem Hauch weißem Pfeffer. Am Gaumen zeigt er sich trocken, frisch und elegant, mit ausgeprägter Mineralität, salzigen Anklängen und einem langen, harmonischen Finale. So schmeckt der Ätna, so schmeckt das authentische Sizilien.

Trocken, frisch und elegant – mit ausgeprägter Mineralität, salzigen Anklängen und langem, harmonischem Finale.

Schon jetzt faszinierend, mit langem Reifepotenzial; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Sicilia DOC, Nordwesthänge des Ätna, Contrada Nave (Sizilien, Italien); ~1.100 m, jahrhundertealte Lavaströme; einer der höchstgelegenen Weinberge Europas
Klassifikation: Sicilia DOC Bianco, 100 % Grecanico Dorato (trocken); biologisch (IT-BIO-015); nur 3.423 Flaschen
Ausbau: Handlese, sanfte Pressung, Spontangärung mit autochthonen Hefen bei 18–20 °C, mehrmonatiges Feinhefelager mit Bâtonnage, leichte Filtration, mehrere Monate Flaschenreife

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