Nada – Köln – Deutschland

Nada – Köln – Deutschland

Nicht unweit des Kölner Zoos liegt das Restaurant Nada, in dem seit Oktober 2014 der Koch Bernd Stollenwerk werkelt und wirkt. Ein längst überfälliges Wiedersehen- Treffen führte dann auch in diese modern gestaltete Speisestätte, wo im vorderen Raum eine überdimensionierte Bar das Zentrum des Geschehens ist. Das gelb- goldene Bistroambiente wurde hier mit vielen Erdfarben kombiniert und trotz der schummrigen Lichtverhältnisse fühlt man sich hier direkt wohl. Die Produktqualität der frischen Gillardeau Austern lassen dann auch direkt zu Anfang keine Wünsche offen und dass der langjährige Koch des Lärchenhofes aus Pulheim sein Handwerk nicht verlernt hat, beweisen dann auch die folgenden, modern interpretierten Gerichte. Das Wildkräutersüppchen erwärmte den Körper und weckte durch seine salzige Akzentuierung weiteren Appetit. Das gute Kalbstatar wurde formschön in einer Waffel serviert; die darauf thronende, angewärmte Riesenkaper brachte auch noch die notwendige Säure in dieses Gericht. Auch wenn der Hummer ein ganz klein wenig trocken geraten ist, wartete hier mit der heimischen Blutwurst und den Rüben eine spannende Kombination auf den Gaumen: Surf und Turf für Fortgeschrittene.

Auch die Kombination von Nougat, Birne und Erdnuss liess sich mit viel Freude verschlingen und nach einem gelungenen und lustigen Abend bleibt nur noch die Frage, warum sich so ein gutes Restaurant „Nada“, also „nichts“ nennt …

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nada_koeln_deutschland_1Gillardeau Austern.

nada_koeln_deutschland_2Wildkräuter Süppchen.

nada_koeln_deutschland_3Kalbstatar mit gebackenem Kalbskopf, Blumenkohl, Kapern und Schnittlauch.

nada_koeln_deutschland_4Hummer mit Blutwurst auf einem Rübenfeld und Kresse.

nada_koeln_deutschland_6Nougat Riegel mit Birne und Erdnuss.

 

Restaurant Nada
Clever Str. 32
50668 Köln
Deutschland
Telefon: +49 221 88899944
www.nadakoeln.de

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USA

Saxum Paderewski Vineyard 2018

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden gemeinsam vergoren französische Eiche 2018

Der Saxum Paderewski Vineyard 2018 ist eine rare, Syrah-dominierte Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Tief, würzig und parfümiert, vollgewichtig und strukturiert – aus einem herausragenden Jahrgang, der Rhône-Sorten mit den ursprünglichen Reben der Lage verbindet.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles ist ein wunderschönes Anwesen im Besitz von Bill und Liz Armstrong (Epoch Estate) – und der Ort des legendären Weinbergs von Ignacy Jan Paderewski, des weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmanns. Justin Smith hat den ursprünglichen Standort neu bestockt.

Für einen Wein aus dem Paderewski Vineyard war es Saxum wichtig, die ursprünglichen Sorten der Lage – allen voran Zinfandel – mit den geliebten Rhône-Reben des Guts zu vereinen. Die kargen, kalkhaltigen Böden, die in Paso Robles selten sind, geben dem Wein Mineralität, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender, klassischer Jahrgang: Eine lange, gleichmäßige Vegetationsperiode brachte vollreife, zugleich frische und ausgewogene Weine mit großer Tiefe und Struktur. Auf dem kalkreichen Terroir des Paderewski Vineyard ergibt das einen tiefgründigen, würzigen und perfümierten Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung und großem Reifepotenzial verbindet.

Assemblage und Ausbau

Gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro (Mourvèdre), 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo und 4 % Viognier, Jahrgang 2018, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Zinfandel – als Hommage an die ursprüngliche Bestockung der Lage – saftige, brombeerige Frucht und Gewürz; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen – die gemeinsame Gärung der Sorten verwebt sie zu einem nahtlosen Ganzen. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der gemeinsam vergorenen, Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze und blaue Frucht wie Brombeere, Blaubeere und dunkle Kirsche, florale Anklänge von Veilchen und Flieder, süße Gewürze, Lakritz und Anis sowie eine pfeffrige Note. Am Gaumen vollgewichtig und konzentriert, mit reifem, festem Tannin, einer kalkig-mineralischen Frische und langem, parfümiertem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze und blaue Frucht, Veilchen und Flieder über süßer Würze, Lakritz und Pfeffer – vollgewichtig, strukturiert und sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard (Epoch Estate, Bill und Liz Armstrong), westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkhaltige Böden; einst Weinberg von Ignacy Jan Paderewski, von Saxum neu bestockt; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro, 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo, 4 % Viognier (trocken)
Ausbau: Spontangärung (Co-Fermentation), Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Rebsorten

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Sous Le Puits 1er Cru 2023

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

100 % Chardonnay Sous le Puits · Premier Cru Puligny-Montrachet rund 400 m · Steillage Spontangärung im Eichenfass bis 18 Monate Ausbau 2023

Der Puligny-Montrachet Sous le Puits 1er Cru 2023 der Domaine Etienne Sauzet stammt aus einer der steilsten und höchstgelegenen Premier-Cru-Lagen von Puligny, auf rund 400 Metern. Mineralisch, dicht und lagerfähig – ein Chardonnay, in dem die Höhe den großzügigen Jahrgang 2023 in Form hält.


Sous le Puits – ganz oben am Hang

Sous le Puits – „unter dem Brunnen" – umfasst 6,80 Hektar und liegt auf rund 400 Metern am oberen Ende des Hangs von Puligny-Montrachet, oberhalb von Blagny und nahe der Grenze zu Saint-Aubin. Die Lage ist eine der steilsten der Gemeinde. Hier beginnt bereits der Übergang zur Hochfläche: Die Bodenauflage ist dünn, darunter steht harter Kalkstein an, und die Reben wurzeln tief im Fels.

Die Höhe verändert das Klima spürbar. Oben am Hang ist es kühler und windiger als in den Lagen der Hangmitte, die Nächte sind frischer, die Reife setzt später ein. Das Ergebnis sind Weine mit mehr Spannung als Fülle, mit festem Kern und langem Atem – in warmen Jahrgängen ein Vorteil, weil die Säure nicht wegbricht.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune zählt vier Grands Crus und 17 Premier Crus und gilt als Maßstab für weißen Burgunder. Die Domaine Etienne Sauzet, 1903 gegründet und im Ort ansässig, gehört zu seinen Referenzbetrieben.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Das Jahr 2023 begann in der Côte de Beaune mild und feucht; nach dem Austrieb Mitte April sorgte ein kühles Frühjahr für einen ruhigen Start, ab Mitte Mai wurde es trockener. Die Blüte Anfang Juni verlief nahezu ohne Verluste, und die Reben setzten so viele Trauben an wie seit Jahren nicht. Die eigentliche Aufgabe des Jahres lag deshalb im Weinberg: Ertragsregulierung, damit die Reife mit der Menge Schritt hielt.

Ende August brachte eine Hitzewelle einen Reifeschub, Regen Mitte September entspannte die Lage kurz vor der Lese. Wer die Menge im Griff hatte, erntete gesunde Trauben mit reifer, aromatischer Frucht – Birne, Pfirsich – und klarer Säure. In den hohen, kühlen Lagen wie Sous le Puits blieben die Weine besonders straff.

Spontangärung und langer Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Vergoren wird im Stil des Guts spontan in Eichenfässern, temperaturreguliert, damit die Gärung langsam und gleichmäßig verläuft.

Der Ausbau dauert einschließlich der Phase auf der Feinhefe bis zu 18 Monate. Die Hefe liefert Schmelz und Textur, das Holz einen langsamen Sauerstoffkontakt. Bei einem Wein aus dieser Höhe ist die lange Reife kein Luxus, sondern nötig: Sie rundet die feste Säure, ohne die mineralische Linie zu verwischen.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und reife Birne, dazu ein steiniger Ton und ein Hauch Haselnuss aus dem Hefelager. Am Gaumen dicht und straff, mit fester Struktur und klarer Säure; der Schmelz aus der Feinhefe steht neben der Mineralität, ohne sie zuzudecken. Der Abgang ist lang und salzig.

Vierhundert Meter, Kalkstein unter dünner Auflage, ein Jahrgang mit reicher Frucht: Die Höhe bringt die Spannung zurück.

Bei 11–13 °C servieren, in einem großen Glas. Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial – in den kommenden Jahren gewinnt der Wein deutlich an Tiefe.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Besonders gut zu Hummer mit Beurre blanc, Steinbutt und Bresse-Huhn mit Morcheln – Gerichte, deren Fülle die feste Säure dieses Weins braucht.


Produzent Domaine Etienne Sauzet, Puligny-Montrachet
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage Sous le Puits, Puligny-Montrachet, Côte de Beaune · rund 400 m · Steillage · dünne Auflage über Kalkstein · 6,80 ha gesamt
Klassifikation Puligny-Montrachet Premier Cru
Jahrgang 2023
Vinifikation Spontangärung im Eichenfass · temperaturreguliert
Ausbau bis zu 18 Monate einschließlich Feinhefelager
Trinkempfehlung jetzt bis 2035

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Weine

Fulcro Nas Dunas Albariño 2020

Weißwein · Rías Baixas · Albariño · Val do Salnés

Fulcro Nas Dunas Albariño 2020 stammt von einer winzigen Parzelle alter Reben, die direkt auf Dünensand oberhalb des Strands von Montalvo wachsen. Der Jahrgang 2020 ist rund und ausdrucksstark, mit einem Kern aus Zitrone, Noten von weißem Stein und einem Hauch Honig – intensiv und mineralisch zugleich.


Nas Dunas

„Nas Dunas“ heißt „in den Dünen“: Die Reben stehen in Arra, oberhalb der Praia de Montalvo bei Sanxenxo, auf feinem, vom Wind angewehtem Sand über Lehm. Die kargen Böden und die Atlantikbrise sorgen für Konzentration und Frische zugleich. Manuel „Chicho“ Moldes von Bodegas Fulcro teilt die Parzelle mit seinen Freunden Rodri Méndez und Raúl Pérez.

Rebsorte und Ausbau

100 % Albariño. Spontangärung mit eigenen Hefen im 700-Liter-Fass aus französischer Eiche, ohne malolaktische Gärung. Der Wein reift 12 Monate im Fass und anschließend rund zwei Jahre auf der Flasche, bevor er in den Verkauf geht.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrone und weitere Zitrusnoten, dazu weißer Stein, ein Hauch Honig und salzige Meeresluft. Am Gaumen rund und ausdrucksstark, mit mineralischer Intensität, straffer Säure und feiner Textur. Der Abgang ist lang, klar und salzig.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren; etwas Luft tut ihm gut. Jetzt schon zugänglich, mit Potenzial bis etwa 2032.

Klassische Begleitung: Austern, Muscheln, Meeresfrüchte und gegrillter Fisch.


Lage: Nas Dunas, Arra (Sanxenxo), Val do Salnés (Rías Baixas); Sand über Lehm
Klassifikation: Rías Baixas DO
Jahrgang: 2020
Ausbau: 12 Monate im 700-l-Fass (französische Eiche), ca. 2 Jahre Flaschenreife

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Schaumweine

Champagne Chartogne-Taillet Hors-Série 2020

Der Chartogne-Taillet Hors-Série 2020 Extra Brut ist der Wein außer der Reihe: Zum ersten Mal verlässt Alexandre Chartogne sein Dorf Merfy. Der Chardonnay kommt komplett aus Avize, dem Grand Cru der Côte des Blancs, in dem er bei Anselme Selosse gelernt hat.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Zitrus, Brioche, Pfirsich, Apfel und ein wenig Kräuter, dazu Haselnuss vom Fass. Im Mund kraftvoll und gebaut, mit Steinobst, Zitrus und viel Kreide. Die Säure ist präsent, aber ausgewogen, das Finale salzig und frisch.

Mach was draus

Jakobsmuscheln in brauner Butter, Bresse-Huhn mit Rahmsoße, Kalbsbries oder ein alter Comté. Auch Austern und Steinbutt passen. Ein Champagner für ein festliches Essen, bei dem du Gästen eine Geschichte erzählen willst: ein Grand Cru, gelesen von einem Winzer aus Merfy. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nicht in die Flöte. Nach einer Viertelstunde im großen Glas kommen Nuss und Gebäck dazu, dann wird er richtig spannend.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Aus sieben Parzellen in Avize – manche unten im flachen Teil, andere weiter oben am kühleren Hang. Die Kreide dort bringt Säure und Salz.

Wie lange kann ich ihn lagern? Er ist trinkreif und hält bis etwa 2035.

Chardonnay pur · sieben Parzellen im Grand Cru Avize · Spontangärung im Holz (Fassgrößen 228 bis 600 l) · biologischer Säureabbau · 4–5 Jahre Hefelager · Jahrgang 2020 · Extra Brut · Champagne Chartogne-Taillet, Merfy · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Coto de Imaz Gran Reserva 2016

Rotwein · DOCa Rioja · Tempranillo

Tempranillo Cenicero · Rioja Alta 2016 Gran Reserva 24 Monate Barrique 36 Monate Flaschenreife amerikanische und französische Eiche

Coto de Imaz Gran Reserva 2016 ist die Spitze der Rotweinlinie von El Coto de Rioja – ein klassischer Rioja aus Tempranillo von eigenen Rebflächen um Cenicero in der Rioja Alta. 24 Monate im 225-Liter-Fass aus amerikanischer und französischer Eiche, danach mindestens 36 Monate auf der Flasche, bevor er das Haus verlässt. Der Jahrgang 2016 wurde vom Consejo Regulador als „muy buena" eingestuft.


Cenicero in der Rioja Alta

Die Trauben für Coto de Imaz stammen überwiegend aus eigenen Lagen um Cenicero, einem Weinbauort der Rioja Alta am linken Ebroufer, dort wo der Najerilla aus der Sierra de la Demanda kommend in den Ebro mündet. Die Weinberge liegen auf Terrassen zwischen rund 400 und 500 Metern Höhe – deutlich höher als der Osten der Region und damit kühler, mit längerer Vegetationszeit und größerer Tag-Nacht-Spanne.

Die Böden sind kalkhaltige Tone mit Sand- und Geröllanteilen, teils eisenhaltig und deshalb rötlich. Der Ton hält Wasser über den trockenen Sommer, der Kalk bremst den Wuchs und hält die Säure; auf Geröll reifen die Trauben früher und gleichmäßiger. Für Tempranillo, eine früh austreibende und früh reifende Sorte mit von Natur aus mäßiger Säure, ist diese Kombination aus Höhe und Kalk die Voraussetzung für Weine, die sechzig Monate Ausbau überstehen.

Klimatisch liegt die Rioja Alta an der Schnittstelle zweier Systeme: Die Sierra de Cantabria hält die atlantischen Tiefs ab, ohne die kühle Luft ganz auszusperren, während vom Ebrotal her mediterrane Wärme zieht. El Coto de Rioja, 1970 gegründet und seit 1976 mit eigener Kellerei in Oyón, ist heute der größte Rebflächenbesitzer der Denominación – rund 730 Hektar in eigener Bewirtschaftung. Der Name Coto de Imaz geht auf das Monasterio de Imaz zurück; der erste Jahrgang unter diesem Etikett war 1970.

Jahrgang 2016 – Rioja

Auf einen niederschlagsreichen Winter folgte in der Rioja ein Frühjahr mit gefüllten Wasserspeichern – die Grundlage dafür, dass die Reben den heißen, trockenen Sommer ohne Stress überstanden. Der Vegetationsverlauf blieb über das ganze Jahr regelmäßig, ohne die Brüche durch Frost oder Hagel, die andere Jahrgänge dieser Dekade prägten. Regenfälle im September unterbrachen die Reife und verlängerten sie, statt sie abzuwürgen.

Der Consejo Regulador stufte 2016 als „muy buena" ein und hob drei Punkte hervor: das Gleichgewicht zwischen Säure und Alkoholgrad, die aromatische Qualität und die phenolische Reife, die den Weinen Tiefe und Länge gibt. In den Kennzahlen lag 2016 über dem Vorjahr, bei zugleich zufriedenstellender Menge. Für lange ausgebaute Weine ist genau diese Kombination entscheidend: Reife Tannine tragen fünf Jahre Fass- und Flaschenreife, ohne auszutrocknen, und die erhaltene Säure hält den Wein nach dieser Zeit noch frisch.

Vinifikation und Fassreife

Vergoren wird im Edelstahltank, mit einer Maischestandzeit von rund drei bis vier Wochen und regelmäßigen Umzügen – lang genug für Farbe und Struktur, ohne harte Extraktion. Die Basis ist Tempranillo, ergänzt um einen kleinen Anteil Graciano, der Säure und dunkle Würze beisteuert.

Es folgen 24 Monate in 225-Liter-Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche. Die amerikanische Eiche liefert die Kokos- und Vanillenote, die den klassischen Rioja-Stil ausmacht, die französische engere Poren und feinere Gerbstoffe. Danach reift der Wein mindestens 36 Monate in der Flasche im Keller der Bodega – zusammen die fünf Jahre, die die DOCa Rioja für einen Gran Reserva vorschreibt. Diese Zeit übernimmt die Arbeit, die sonst der Käufer leisten müsste: Das Holz integriert sich, die Tannine runden sich, und die tertiäre Aromatik ist bei Auslieferung bereits angelegt.

Im Glas

Dunkles Kirschrot mit granatfarbenem Rand – die Farbe eines Weins, der Jahre hinter sich hat, aber noch nicht altert. In der Nase reife dunkle Frucht, Brombeere und Zwetschge, darüber Vanille, Kokos und süße Gewürze aus der amerikanischen Eiche, dahinter Leder, Tabak und Kakao. Am Gaumen fleischig und breit gebaut, mit festen, inzwischen gerundeten Tanninen und einer Säure, die den warmen Jahrgang in Form hält. Der Abgang ist lang, würzig und trocken.

Fünf Jahre Reife vor dem Verkauf: Was bei anderen Weinen der Keller des Käufers leistet, hat der Gran Reserva bereits hinter sich.

Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren – der Wein gewinnt dabei deutlich an Offenheit, und ein leichtes Depot ist nach dieser Reifezeit normal. Bei 16–18 °C servieren. Trinkreif und mit Reserve bis in die frühen 2030er-Jahre.

Am Tisch

Der klassische Partner ist gebratenes und geschmortes Fleisch: Lamm aus dem Ofen, Rinderbraten, Chuletillas vom Weinstock-Feuer, Oxtail. Ebenso Wild und Wildgeflügel, bei denen die Würze aus dem Fass mitspielt. Zu Käse eher gereifter Manchego oder Idiazábal als cremige Sorten. Vegetarisch funktionieren Gerichte mit Röstaromen – gegrillte Pilze, geschmorte Paprika mit Knoblauch.


Produzent El Coto de Rioja, Oyón, Rioja Alavesa
Rebsorte Tempranillo mit kleinem Anteil Graciano
Lage eigene Rebflächen um Cenicero, Rioja Alta · kalkhaltige Tonböden
Klassifikation DOCa Rioja · Gran Reserva
Jahrgang 2016, vom Consejo Regulador als „muy buena" eingestuft
Vinifikation Gärung im Edelstahltank · Maischestandzeit rund drei bis vier Wochen
Ausbau 24 Monate in 225-l-Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche · mindestens 36 Monate Flaschenreife
Trinkempfehlung jetzt bis 2032

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Länder/Regionen

Tenuta Sant´Antonio Scaia Bianca Veneto Bianco IGT

Wein · Weißwein · Veneto · Italien

Scaia Bianca zeigt ein helles Strohgelb – eine Cuvée aus Garganega und Chardonnay. Fruchtig mit Anklängen von weißen Früchten wie Ananas und Birne, frisch und süffig mit einem leicht würzigen Nachgeschmack. Ein Terrassenwein!


Veneto

Scaia ist die zugängliche Linie der Tenuta Sant'Antonio der Brüder Castagnedi im Veneto. Garganega ist die heimische Weißweinsorte der Region (auch Basis des Soave) und sorgt zusammen mit Chardonnay für einen unkomplizierten, fruchtbetonten Stil.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Garganega und Chardonnay. Garganega bringt Frische und würzige Frucht, Chardonnay etwas Fülle und Schmelz. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank, um die klare Frucht zu bewahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase fruchtig, mit weißen Früchten wie Ananas und Birne. Am Gaumen frisch und süffig, mit feiner Frucht und einem leicht würzigen Nachgeschmack und sauberem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif, Terrassenwein oder zum Essen.

Passt zu: Antipasti, Fisch, Meeresfrüchten, Salaten und leichten Sommergerichten.


Lage: Veneto (Italien); Tenuta Sant'Antonio (Linie Scaia)
Klassifikation: Veneto Bianco IGT – Cuvée aus Garganega & Chardonnay, trocken
Ausbau: Edelstahltank (fruchtbewahrend)

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Länder/Regionen

Noon V.P. Vintage Port

Likörwein (Port-Stil) · McLaren Vale · Grenache

Grenache McLaren Vale V.P. (Vintage-Port-Stil) aufgespritet · süß alte Buschreben Drew Noon MW

Der Noon V.P. ist der aufgespritete „Vintage Port" des Kult-Guts Noon – ein süßer Likörwein aus McLaren-Vale-Grenache im Stil des portugiesischen Vorbilds. Schöne Süße, ohne kitschig zu wirken: würzig, dicht und tiefgründig.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Trockenanbau, Handlese, Gärung in offenen Bottichen und minimaler Eingriff im Keller. Die alten, wurzelechten Grenache-Buschreben des Guts liefern Trauben von großer Konzentration – ideale Basis auch für einen aufgespriteten Wein.

Der „V.P." (für Vintage Port) ist Noons Hommage an den portugiesischen Klassiker: ein aufgespriteter Likörwein, überwiegend aus Grenache. Durch die Zugabe von Weinbrand während der Gärung bleibt ein großer Teil der natürlichen Fruchtsüße erhalten, während Alkohol und Tannin dem Wein Halt und Langlebigkeit geben.

Stil und Herkunft

Aus vollreifen Grenache-Trauben der estate-eigenen Weinberge in McLaren Vale, im Stil eines Vintage Port vinifiziert. Die warme Region und die alten Reben geben dem V.P. seine dunkle, konfitürige Frucht und seine dichte, würzige Tiefe.

Ausbau

Aufgespriteter Grenache im Vintage-Port-Stil, süß.

Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, sodass natürliche Restsüße erhalten bleibt; anschließend Reife in gebrauchten Fässern. Ein dichter, süßer Likörwein mit großem Lagerpotenzial.

Im Glas

Ziegelrote Farbe. In der Nase süßliches Zimt, gepaart mit Karamell, Brombeerkonfitüre und heller Schokolade. Am Gaumen eine schöne Süße, ohne kitschig zu wirken – dicht, würzig und tief, getragen von reifer Frucht.

Schöne Süße, ohne kitschig zu wirken – Brombeerkonfitüre, Karamell und helle Schokolade.

Ein Likörwein mit großem Reifepotenzial. Bei 14–16 °C servieren.

Zum Genuss

Als Solist nach dem Essen, zu Schokoladendesserts und dunklen Beeren sowie – ganz klassisch – zu kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: McLaren Vale (South Australia, Australien); estate-eigene Grenache-Buschreben, Trockenanbau
Klassifikation: aufgespriteter Likörwein im Vintage-Port-Stil, süß; überwiegend Grenache
Ausbau: Grenache; Gärung mit Weinbrand gestoppt (natürliche Restsüße), Reife in gebrauchten Fässern

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Weine

Vasse Felix Syrah 2021

Wein · Rotwein · Margaret River · Australien

Vasse Felix Syrah ist ein moderner, eleganter Syrah im Cool-Climate-Stil. Wildhefe-Gärung mit beträchtlichem Ganztraubenanteil und einem kleinen Teil Kohlensäuremaischung ergeben einen sehr aromatisch-würzigen, komplexen und zugleich fein ziselierten Syrah – handwerklich aufwendig und ohne künstliche Intervention.


Margaret River / Western Australia

Vasse Felix ist das Gründungsweingut von Margaret River (Western Australia), einer durch maritimes, relativ kühles Klima geprägten Spitzenregion. Diese Bedingungen bringen einen Syrah von Eleganz, Würze und Frische hervor – fernab üppig-warmer Shiraz-Stile.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Syrah. Die Vinifikation erfolgt mit Wildhefen, einem beträchtlichen Ganztraubenanteil und einem kleinen Teil Kohlensäuremaischung (carbonic maceration), die für frische Frucht und lebendige rote Farbe sorgt. Diese aufwendige, eingriffsarme Methode braucht mehr Zeit, ergibt aber besondere Komplexität. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Lebendiges, helles Rot. In Nase und Mund viel Kräuter, reichlich Brombeere und Schlehe, balsamische Noten, dazu süße Schlehe, Eukalyptus und Minze. Noch jung, mit genügend süßer Frucht, um die Würze auszubalancieren, und einer feinen Leichtigkeit im Hintergrund; hochklassiger, fein ziselierter Ausklang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein eleganter, würziger Begleiter.

Passt zu: Lamm, Wild, gegrilltem Fleisch, kräuterbetonten Schmorgerichten und reifem Käse.


Lage: Margaret River (Western Australia, Australien); Vasse Felix
Klassifikation: Margaret River – 100 % Syrah, trocken
Ausbau: Wildhefe-Gärung, hoher Ganztraubenanteil, teils Kohlensäuremaischung; eingriffsarme Vinifikation

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