Wassertropfen

Wassertropfen

Himmelhoch jauchzend und dann zu Tode betrübt … endete dieses Wochenende für das einzige lebende Weinkulturerbe abrupt, tragisch und für alle völlig unerwartet. Hatte das Weinkulturerbe noch zu vorgerückter Stunde auf der diesjährigen Düsseldorfer Mottoparty „Despoten, Diktatoren und Solche, die es werden wollen“ im Düsseldorfer Medienhafen mit seiner „Michi Trump“ Performance auf der Tanzfläche für große Jubelstürme gesorgt, folgte das bittere Ende auf den Fuß bzw. folgerichtig auf das nächste Glas sogleich.

Ein neidischer Gast hatte lediglich heimlich ein paar harmlose Wassertropfen in das Gin Tonic Glas des Weinkulturerbes getröpfelt, um dessen gute Laune und Witze-Erzähl Wut einzudämmen. Nicht wissend, dass das einzig lebende Weltkulturerbe hochgradig auf Gesundes und vor allen Dingen auf Wasser extrem allergisch reagiert, brach dieser dann auch nach dem nächsten Schluck aus seinem Gin Tonic Becher wie ein nasser Sack zusammen.

Augenzeugen berichteten nach diesem fassungslosen Vorgang von leichten, Erdbeben-artigen Erschütterungen, die nach dem Fall des 2 m Mannes den Medienhafen und dessen Umgebung in helle Aufruhr versetzten.

Eine spontane Mund zu Mund Beatmung eines als König Mswati III. dem Löwen von Swasiland verkleideten Gasts hat dem Weinweltkulturerbe das Leben gerettet, bevor dieser dann mit Blaulicht und einer nicht Verkehrsregel konformen Geschwindigkeit in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht wurde.

Die Ärzte berichten, dass der Gesundheitszustand immer noch kritisch, aber nicht hoffnungslos sei, und dass der Patient sich auf dem Weg der Besserung befindet.

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Rebsorten

Robert Weil Riesling Kiedrich Gräfenberg Trockenbeerenauslese 2016

Weißwein · Rheingau · Riesling Trockenbeerenauslese

100 % Riesling Kiedrich Gräfenberg VDP.Große Lage Phyllit · bis 60 % Steigung Trockenbeerenauslese edelsüß 2016

Die Robert Weil Kiedrich Gräfenberg Riesling Trockenbeerenauslese 2016 ist die höchste Prädikatsstufe aus der bekanntesten Lage des Hauses: Beere für Beere von Hand gelesen, ausschließlich edelfaul eingeschrumpfte Trauben, hochkonzentriert und dennoch getragen von einer straffen Säure. Ein Wein, der Jahrzehnte vor sich hat.


Kiedrich Gräfenberg – der „Berg des Rheingrafen"

Der Gräfenberg wurde Ende des 12. Jahrhunderts erstmals als mons Rhingravii, Berg des Rheingrafen, erwähnt und gehört zu den ältesten dokumentierten Weinlagen Deutschlands. Er liegt oberhalb von Kiedrich, abseits des Rheinufers am Fuß des Taunus, und ist als VDP.Große Lage klassifiziert.

Die Lage ist nach Südwesten ausgerichtet und erreicht Steigungen bis zu 60 Prozent. Die Böden sind mittel- bis tiefgründig, steinig-grusig und stark von Phyllit geprägt – einem schiefrigen Gestein des Taunus, das gut entwässert und sich in der Sonne schnell erwärmt. Die Südwestneigung fängt die Nachmittagssonne, die Nähe zum Wald bringt kühle Nächte. Diese Kombination aus Wärme am Tag und Feuchte in den Morgenstunden ist es, die im Herbst die Edelfäule begünstigt.

Das Weingut Robert Weil in Kiedrich ist das Haus, das diese Lage bekannt gemacht hat. Die edelsüßen Weine aus dem Gräfenberg entstehen nur in Jahren, in denen die Botrytis sauber einsetzt, und nur in winzigen Mengen – Voraussetzung sind Präzision im Weinberg und eine Selektion bei der Lese, die in einem gewöhnlichen Jahr gar nicht möglich wäre.

Jahrgang 2016 – Rheingau

Das Jahr 2016 begann im Rheingau mit einem ungewöhnlich nassen Frühjahr und Frühsommer. Im Juni fiel an vielen Tagen Regen, der Druck durch Falschen Mehltau war enorm, und wer nicht konsequent arbeitete, verlor Ertrag. Ab Juli drehte das Wetter: Hochsommer und September waren warm und trocken, die Reben holten den Rückstand auf.

Der Herbst brachte die Bedingungen, die edelsüße Weine brauchen: sonnige Tage, neblige Morgen und eine saubere, spät einsetzende Botrytis. Die Trauben schrumpften ein, ohne zu faulen, Zucker und Säure konzentrierten sich gleichermaßen. Die Mengen für Trockenbeerenauslesen blieben winzig, die Qualität der edelfaulen Beeren war hoch – mit einer Säure, die die Süße über Jahrzehnte tragen kann.

Beerenauslese von Hand, Gärung über Monate

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2016, Prädikat Trockenbeerenauslese, edelsüß. Gelesen werden ausschließlich einzelne, vollständig edelfaul eingeschrumpfte Beeren – von Hand, Beere für Beere, in mehreren Durchgängen durch dieselbe Parzelle. Die Botrytis durchlöchert die Beerenhaut, Wasser verdunstet, zurück bleibt ein Saft mit extremer Konzentration von Zucker, Säure und Extrakt.

Aus einer solchen Lese entsteht nur ein Bruchteil der Mostmenge einer normalen Ernte. Die Gärung verläuft wegen des hohen Zuckergehalts sehr langsam und kommt von selbst zum Stillstand, lange bevor der Zucker vergoren ist: Die natürliche Restsüße bleibt fast vollständig im Wein. Trockenbeerenauslese ist die höchste und aufwendigste Stufe der deutschen Prädikatsweine.

Im Glas

Tiefes, leuchtendes Goldgelb. In der Nase hochkonzentriert: kandierte Aprikose, Quitte und Mango, dazu Honig, Karamell, Feige, Rosine und Orangenmarmelade, getragen von der würzigen Note der Botrytis und einem mineralischen Unterton.

Am Gaumen dicht und fast ölig, mit großer Konzentration – und darunter eine straffe, rassige Säure, die die Süße ausbalanciert und den Wein nicht klebrig werden lässt. Der Abgang ist vielschichtig und klingt sehr lange nach.

Beere für Beere gelesen, Gärung, die von selbst stehen bleibt: So viel Süße braucht die Säure des Gräfenbergs, um im Gleichgewicht zu sein.

Bei 8–10 °C servieren, in kleinen Gläsern mit enger Öffnung. Trinkbar schon jetzt, mit einem Reifepotenzial, das weit über Jahrzehnte reicht.

Am Tisch

Als Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose oder Karamell sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse wie Roquefort oder Stilton. Die Säure trägt auch Tarte Tatin, Crème brûlée und gereiften Comté – nur sehr süße Desserts sollte man ihm nicht zumuten, sie lassen den Wein flach wirken.


Produzent Weingut Robert Weil, Kiedrich
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Kiedrich Gräfenberg, Rheingau · VDP.Große Lage · Südwestlage mit bis zu 60 % Steigung · steinig-grusige Böden mit hohem Phyllitanteil
Klassifikation Prädikatswein · Trockenbeerenauslese · edelsüß
Jahrgang 2016
Vinifikation selektive Handlese einzelner edelfauler Beeren in mehreren Durchgängen · langsame Gärung · natürliche Restsüße
Trinkempfehlung jetzt bis weit über 2060

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USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2018

Rotwein · Syrah · Walla Walla Valley · USA

Cayuse En Chamberlin Syrah 2018 zeigt die Reinheit und Eleganz dieses Jahrgangs: rauchige Erde, Tabak und kalter Kamin wie bei einem Graves, dazu die klassisch wilden Syrah-Noten von Blut, Eisen und Pfefferfleisch. Nur rund 5.200 Flaschen wurden abgefüllt.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Die Lage En Chamberlin liegt im alten Flussbett des Walla Walla River auf der Oregon-Seite des Tals, im Rocks District of Milton-Freewater. Die Oberschicht aus schluffigem Lehm und runden Basaltkieseln ist nur 30 bis 45 Zentimeter tief; darunter liegen Schichten aus reinem, verdichtetem Kiesel, stellenweise viele Meter mächtig. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Syrah aus dem Jahrgang 2018. Der Wein reift in großen Fässern aus französischer Eiche mit nur geringem Neuholzanteil, damit die Aromatik der Lage im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase geräucherte Erde, Tabak und kalter Kamin, mit Luft blutige blaue Früchte, Eisen und Pfefferfleisch, dazu Charcuterie, Speck, schwarze Johannisbeere, Orangenschale und Olivenpaste. Am Gaumen reich, dicht und konzentriert, mit wunderbaren Tanninen, großer Spannung, belebender Säure und langem, rauchig-würzigem Finale – ohne jede Härte.

Am Tisch

Bereits schön zugänglich und bis etwa 2044 lagerfähig. Dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Rind vom Grill, Lamm, Wild und Barbecue.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Syrah
Jahrgang: 2018 (ca. 5.200 Flaschen)
Ausbau: 100 % Syrah; große Fässer aus französischer Eiche, geringer Neuholzanteil

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Australien

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2014

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Main Road · Fruit Trees Block Drew Noon MW franz. Barrique 2014

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2014 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek im reiferen Stil, vollmundig und doch nicht überladen, mit reifer Cassis, feinen Zedernoten und samtigen Tanninen.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon ist ein winziges Kult-Weingut in McLaren Vale, das Drew Noon – einer der wenigen Masters of Wine Australiens – 1996 von seinen Eltern übernahm. Sein Ansatz ist konsequent old school: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse und minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Main Road und Fruit Trees des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht.

Jahrgang 2014 – Langhorne Creek

Der Reserve Cabernet ist bewusst ein reiferer Cabernet-Stil, der die Brombeer- und Cassisfrucht über kräutrige Noten stellt. Der 2014er zeigt diese Handschrift mustergültig: vollmundig und reich, dabei mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung und Balance – kein überladener, sondern ein geschliffener, langlebiger Wein.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

In der Nase ein Hauch Minze bzw. Eukalyptus, dazu Schichten überreifer Cassisfrucht und dezente Zedernoten. Am Gaumen vollmundig, aber nicht überladen, mit der typischen Cabernet-Zurückhaltung trotz aller Fülle und Wucht. Die Tannine hinterlassen einen samtigen Eindruck und geben dem langen Abgang eine herzhafte Kante und eine gewisse Eleganz.

Vollmundig, ohne überladen zu sein – reife Cassis, Zeder und samtige Tannine.

Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, lässt sich aber gut zehn Jahre und länger lagern; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Main Road und Fruit Trees, tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Weine

Etienne Sauzet Bienvenues-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2021 BIO

Weißwein · Bienvenues-Bâtard-Montrachet Grand Cru · Chardonnay

Chardonnay Bienvenues-Bâtard-Montrachet · Grand Cru Puligny-Montrachet · 245 m Sauzet-Parzelle 0,12 ha 2021 · Bio (FR-BIO-01)

Der Bienvenues-Bâtard-Montrachet Grand Cru 2021 der Domaine Etienne Sauzet ist ein Chardonnay aus einer der kleinsten Grand-Cru-Appellationen Frankreichs in Puligny-Montrachet. Delikat und fein, mit Zitrus, Haselnuss und einem Hauch Honig – Sauzet bewirtschaftet hier nur 0,12 Hektar.


Bienvenues-Bâtard-Montrachet – Grand Cru in Puligny

Bienvenues-Bâtard-Montrachet ist mit 3,68 Hektar eine der kleineren Appellationen Frankreichs, gelegen in Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune. Im Norden und Osten grenzt der Grand Cru Bâtard-Montrachet, im Norden der 1er Cru Les Pucelles, im Osten die Village-Lagen Les Enseignères und Rue Rousseau.

Die Lage liegt auf einem sanften Hang in 245 Metern Höhe, südöstlich ausgerichtet und vor Spätfrösten geschützt; das burgundische Übergangsklima mit kontinentalem Einfluss kommt dem Chardonnay zugute. Die Domaine Etienne Sauzet (gegründet 1903) besitzt hier 0,12 Hektar und macht daraus jährlich einen der besten trockenen Weißweine der Welt.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure – der die Finesse dieses Grand Cru besonders fein zeigt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, biologisch (FR-BIO-01).

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein delikater, feiner Chardonnay mit Aromen von Zitrus, Haselnuss und einem Hauch Honig. Am Gaumen mineralisch und präzise, mit feinem Schmelz aus dem Hefelager und langem Abgang – im frischen, klassischen Stil des Jahrgangs.

Zitrus, Haselnuss und ein Hauch Honig über feiner Mineralität – delikate Grand-Cru-Finesse aus Puligny.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, edler Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.


Lage: Bienvenues-Bâtard-Montrachet, Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); sanfter Hang, 245 m, SO-Lage; Sauzet 0,12 ha
Klassifikation: Bienvenues-Bâtard-Montrachet Grand Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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USA

Margerum M5 Red 2019

Rotwein · Santa Barbara County · Rhône-Cuvée

Grenache · Syrah · Mourvèdre · Cinsault · Counoise Santa Barbara County Central Coast, Kalifornien neutrale Puncheons und Barriques trocken

Margerum M5 Red ist die Grenache-basierte Rhône-Cuvée der Margerum Wine Company aus dem Santa Barbara County, komponiert nach dem Vorbild des Châteauneuf-du-Pape. Funkelndes Granatrot, im Bouquet Pflaume, Brombeere und Cassis mit leichten Röstaromen und kühlem Lift. Am Gaumen saftig und straff, vollmundig und fein ausbalanciert.


Santa Barbara County – Querkette zum Pazifik

Die Margerum Wine Company wurde 2001 von Doug Margerum gegründet. Er kennt Wein aus mehreren Blickwinkeln: aus dem Handel, als Sommelier und Inhaber eines Restaurants mit Grand Award und als Winzer. Beratend war er unter anderem für Chêne Bleu an der südlichen Rhône tätig. Der M5 ist das Flaggschiff des Hauses.

Die Bergketten im Santa Barbara County verlaufen ungewöhnlich von Ost nach West. Dadurch öffnen sich die Täler direkt zum Pazifik, kühle Meeresluft und Nebel ziehen weit ins Landesinnere. Entlang dieser Täler entsteht ein deutliches Temperaturgefälle: von den warmen Lagen im östlichen Happy Canyon bis zu den kühlen Weinbergen der Sta. Rita Hills im Westen.

Für den M5 nutzt Margerum diese Bandbreite. Die Trauben stammen überwiegend von eigenen Weinbergen, ergänzt durch Zukauf. Für den Jahrgang 2023 kamen sie aus Santa Ynez Valley, Ballard Canyon, Santa Maria Valley, Los Alamos und Foxen Canyon. Wärmere Lagen liefern Reife und Fülle, kühlere die Frische, die den Wein trägt.

Assemblage und Ausbau

Das Kürzel ist Programm: M für Margerum, 5 für die fünf Rhône-Sorten Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Counoise. Grenache bildet die Basis und liegt je nach Jahrgang zwischen rund 40 und 50 %, gefolgt von etwa einem Drittel Syrah. Jede Sorte hat ihre Aufgabe: Syrah gibt Kraft und Fülle, Mourvèdre erdige Tiefe, Cinsault Würze und Counoise ein duftiges Aroma.

Die Sorten werden getrennt vinifiziert, im reduktiven Stil. Gärung und malolaktische Umwandlung laufen im Fass. Der Wein reift rund zehn Monate zu etwa gleichen Teilen in neutralen Puncheons und neutralen Barriques, dazu nur wenige neue Fässer. Erst danach werden die Partien assembliert. Das Holz bleibt im Hintergrund. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Funkelndes Granatrot. In der Nase Pflaume, Brombeere und Cassis mit leichten Röstaromen und feinem Lift. Am Gaumen kühle Aromatik mit Heidelbeere, Maulbeere und Brombeere, dazu ein Hauch Kakao vom Syrah und erdige Noten vom Mourvèdre. Saftig und straff, mittlerer bis voller Körper, vielschichtig und mit klassischen Proportionen.

Fünf Rhône-Sorten aus kühlen und warmen Tälern des Santa Barbara County, in neutralem Holz gereift: Grenache-Frucht mit Syrah-Kraft und kühler Spannung.

Jung zugänglich, mit Potenzial für einige Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Gegrilltes und geschmortes Fleisch, Lamm, mediterrane Küche und gereifter Hartkäse. Ein vielseitiger Essensbegleiter.


Produzent Margerum Wine Company, Santa Barbara County
Rebsorte Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault, Counoise
Lage Santa Barbara County, Central Coast, Kalifornien, USA · eigene Weinberge und Zukauf aus mehreren Tälern
Klassifikation Santa Barbara County · Rhône-Cuvée · trocken
Vinifikation sortenweise, reduktiv · Gärung und malolaktische Umwandlung im Fass
Ausbau ca. 10 Monate · je zur Hälfte neutrale Puncheons und neutrale Barriques · wenig Neuholz

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Südafrika

Bon Courage Sauvignon Blanc

Weißwein · Robertson · Sauvignon Blanc · Südafrika

Bon Courage Sauvignon Blanc ist ein trockener Weißwein aus dem Robertson Valley in Südafrika. Das Familienweingut Bon Courage wird seit 1927 von der Familie Bruwer geführt, heute in dritter Generation. Der Wein bleibt unverholzt, um die klare Frucht zu betonen. Im Glas ein feiner, spritziger Sauvignon Blanc mit Stachelbeere, Gras und tropischer Frucht.


Robertson

Das Robertson Valley liegt rund 150 Kilometer östlich von Kapstadt. Kalkhaltige, mineralreiche Böden und ein Klima mit langen Sonnenstunden und kühlen Nächten geben den Weißweinen Frische und klare Aromatik. Durch das Tal fließen drei Flüsse, die über die Jahre unterschiedliche Bodentypen abgelagert haben.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Sauvignon Blanc. Er vergärt kühl im Edelstahltank und bleibt ohne Holzausbau, damit die Frucht klar im Vordergrund steht. Für mehr Struktur verbringt er vor der Füllung längere Zeit auf der Feinhefe.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase klare Stachelbeere und frisches Gras, dazu Nuancen tropischer Frucht wie Passionsfrucht und Litschi. Am Gaumen fein, spritzig und elegant, mit knackiger Säure und saftiger Frucht. Der Abgang ist frisch und klar.

Am Tisch

Jung und gut gekühlt bei 8–10 °C genießen, solange die Frucht ihre volle Saftigkeit zeigt.

Klassische Begleitung: Ziegenkäse, Meeresfrüchte, Geflügel und Sommersalate.


Lage: Robertson Valley, Südafrika
Klassifikation: W.O. Robertson
Ausbau: Kaltvergärung im Edelstahl, ohne Holz, Feinhefelager

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Rebsorten

Cielo e Terra Gran Maestro Primitivo di Manduria DOC

Rotwein · Primitivo di Manduria · Puglia · Italien

Cielo e Terra Gran Maestro Primitivo di Manduria ist ein reinsortiger Primitivo aus der DOC Primitivo di Manduria in der Region Puglia. Die reifen Trauben wurden handverlesen, sanft gepresst und der Wein im Holzfass gereift. Granatrot in der Farbe, zeigt er komplexe Aromen von süßen Waldfrüchten und Vanille.


Primitivo di Manduria (Puglia)

Die DOC Primitivo di Manduria liegt im Süden der Region Puglia, rund um die Stadt Manduria. Das warme, mediterrane Klima und die sonnenverwöhnten Böden bringen besonders reife, konzentrierte Primitivo-Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Primitivo. Die handverlesenen, reifen Trauben werden sanft gepresst; anschließend reift der Wein im Holzfass, das ihm Würze, Tiefe und weiche Tannine verleiht.

Im Glas

Granatrot. In der Nase komplexe Aromen von süßen Waldfrüchten und Vanille. Am Gaumen ein vollmundiges Potpourri aus Kakao, reifem Pflaumenkompott und Kaffee, abgerundet von einer samtigen Fruchtsüße und weichen Tanninen. Das Finish ist rund.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Schmorgerichte, kräftige Pasta und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Puglia (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOC
Ausbau: 100 % Primitivo, Handlese, Holzfassreife

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Feinkost

Gocce Italiane Crema di Balsamico Zitrone

Feinkost · Balsamico-Creme · Italien

Gocce Italiane Crema di Balsamico Zitrone ist eine helle Balsamico-Creme mit Zitrone. Mit ihrem feinen säuerlich-fruchtigen Geschmack eignet sie sich zum Garnieren von Süßspeisen und Desserts ebenso wie zu Fisch und hellem Fleisch.


Herkunft

Gocce Italiane steht für italienische Feinkost-Spezialitäten. Die Crema di Balsamico ist eine eingedickte Balsamico-Creme zum Garnieren und Verfeinern – diese Variante auf Basis von hellem Balsamico, mit fruchtigem Zitronenaroma.

Zutaten und Herstellung

Basis ist heller italienischer Balsamessig (Condimento bianco), eingedickt mit Traubenmost zu einer streichfähigen, sirupartigen Creme. Verfeinert mit Zitronenaroma, das eine fein säuerlich-fruchtige Note beisteuert.

Geschmack

Hell und glänzend, dickflüssig-sirupartig. Im Geschmack fein säuerlich-fruchtig, mit milder Balsamico-Note und frischer Zitrone. Intensiv – schon wenige Tropfen genügen.

In der Küche

Vielseitig: zum Garnieren von Süßspeisen und Desserts ebenso wie zu Fisch und hellem Fleisch. Auch zu Salaten, Meeresfrüchten oder Ziegenkäse. Sparsam dosieren.

Passt zu: Desserts, Fisch, hellem Fleisch, Meeresfrüchten und Salaten.


Hersteller: Gocce Italiane (Italien)
Produkt: Balsamico-Creme (Crema di Balsamico), hell
Geschmack: Zitrone
Herkunft: Italien
Verarbeitung: eingedickte helle Balsamico-Creme
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2028

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