Asador Gurea – Plentzia – Spanien

Asador Gurea – Plentzia – Spanien

Eine der schönsten und authentischsten Ortschaften an der Bucht von Biskaya ist das gut 4000 Menschen fassende Dörfchen Plentzia. Die Ortschaft liegt direkt neben dem Ort Gorliz und teilt sich mit diesem den sehr schönen, über dreihundert Meter langen Sandstrand. Eingebettet in eine bergige Bucht liegt Plentzia am Ende des Flusses Oka-Butrue. Gegründet 1299, ist es einer der Ortschaften, die vom ausländischen Tourismus noch nicht entdeckt wurde, obwohl es einer der beliebtesten baskischen Badeorte ist.
Das Restaurant Gurue ist noch keine sieben hundert Jahre alt, kann aber immerhin schon dreißig Jahre historische „Grill Geschichte“ vorweisen. Das Gurue liegt direkt an einer Brücke, welche der Architekt Santiago Calatrava hier über den Fluss gebaut hat.

Der Grill des Restaurants steht draußen und bei gutem Wetter können die hungrigen Gäste auch unter einem Plastikzelt ihre Speisen vertilgen. Im speziellen sind es hier die Fische, welche fangfrisch aus dem Meer kommen, die die Beachtung der Gäste finden sollten.

Perfekt gegrillt, ein wahrer Gaumenschmaus. Auch der Salat und die grünen Pimientos vom Grill munden hervorragend, kommen diese auch aus dem eigenen Gartenanbau des Eigentümers.

Es bleibt nur anzumerken, dass die Auswahl der hier feilgebotenen Txakoli Weine einer kleinen Überprüfung bedarf. Der 2013er Txakoli aus der Alava hatte dann doch schon seinen Zenit überschritten und sein Bruder von der Biskaia aus dem Jahrgang 2016 hat wahrscheinlich noch nie etwas von dem Wort Zenit gehört, und falls dem doch so sein sollte, diesen Höhepunkt sehr schnell und konsequent wieder vergessen.

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Weine

Dominio del Bendito Las Sabias 2023 BIO

Rotwein · D.O. Toro · Tinta de Toro

Tinta de Toro Pago la Jara · Valdefinjas 2023 wurzelecht · 45–80 Jahre 2.000–3.000 kg/ha 16–18 Monate Barrique Bio · ES-ECO-002-CL

Der Dominio del Bendito Las Sabias 2023 ist ein Toro aus wurzelechten Buschreben zwischen 45 und 80 Jahren, gewachsen in kleinen Parzellen im Pago la Jara und auf den Höhen von Valdefinjas. Antony Terryn arbeitet hier ökologisch zertifiziert (ES-ECO-002-CL) und mit Erträgen von 2.000 bis 3.000 Kilogramm je Hektar. 2023 war in Toro ein niederschlagsreicher Jahrgang, der von der Appellation als „excelente" eingestuft wurde.


Pago la Jara und die Höhen von Valdefinjas

Die D.O. Toro liegt in der Provinz Zamora auf einem Hochplateau zwischen rund 620 und 750 Metern über dem Meer. Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, trockene Sommer, harte Winter, nur etwa 350 bis 400 Millimeter Jahresniederschlag und eine Tag-Nacht-Amplitude, die im Spätsommer 20 Grad erreichen kann. Diese Spanne zwischen Hitze am Tag und kühlen Nächten ist der Grund, warum Tinta de Toro trotz voller physiologischer Reife noch Säure und Aroma behält. Der Pago la Jara im Süden der Appellation gilt als eine der besten Herkünfte der Region; Antony Terryn hat seinen Betrieb – rund 22 bewirtschaftete Hektar, davon 15 im Eigenbesitz – von Anfang an auf diese Lage ausgerichtet.

Entscheidend ist der Boden: tiefe, arme Sande über Kies und Lehm. Sand bietet der Reblaus keinen Lebensraum, weshalb in Toro Rebanlagen die Phylloxera überstanden haben und bis heute wurzelecht stehen – ohne amerikanische Unterlage, mit einem Wurzelwerk, das über Jahrzehnte in die Tiefe gewachsen ist. Genau solche Parzellen liefern Las Sabias. Die Stöcke sind im traditionellen Buschschnitt erzogen, stehen weit auseinander und tragen wenig: Die 2.000 bis 3.000 Kilogramm je Hektar entsprechen etwa 14 bis 21 Hektolitern – ein Bruchteil dessen, was die Appellation zulässt.

Die Parzellen auf den Höhen von Valdefinjas östlich von Toro liegen am oberen Ende des Höhenbandes der Appellation und werden später reif als die Sandböden im Süden. Sie bringen Frische, Säure und ein feineres Tannin in die Assemblage, während der Pago la Jara Tiefe und Wucht beisteuert. Beide Herkünfte werden getrennt gelesen.

Jahrgang 2023 – D.O. Toro

2023 fiel in Toro deutlich mehr Niederschlag als 2022 und mehr als im langjährigen Mittel – in einer Region, die chronisch unter Wassermangel steht, war das der prägende Faktor des Jahres. Der Austrieb verlief je nach Lage ungleichmäßig, der weitere Vegetationsverlauf dann regulär. Bemerkenswert für einen feuchteren Jahrgang: Der Krankheitsdruck blieb praktisch aus, das Lesegut kam gesund in den Keller. Die alten, wurzelechten Buschreben mit ihrem tiefen Wurzelwerk profitierten von der besseren Wasserversorgung, ohne in vegetatives Wachstum zu kippen.

Die Lese in der D.O. Toro lief vom 21. August bis zum 16. Oktober, der Großteil der Betriebe war bis Ende September fertig. Insgesamt wurden 22,48 Millionen Kilogramm eingebracht, gegenüber einem Vorjahresmittel von rund 19,1 Millionen – davon 20,83 Millionen Kilogramm Tinta de Toro. Der Kontrollrat stufte die Añada als „excelente" ein. Für Las Sabias bleibt die Menge dennoch klein: Die Ertragsbegrenzung kommt hier aus den Parzellen selbst, nicht aus dem Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

100 % Tinta de Toro, Jahrgang 2023, aus wurzelechten Buschreben von 45 bis 80 Jahren in kleinen Parzellen im Pago la Jara und auf den Höhen von Valdefinjas. Handlese, Selektion parzellenweise, Ertrag 2.000–3.000 kg/ha. Die Weinberge sind ökologisch zertifiziert (ES-ECO-002-CL).

Vergoren wird in kleinen Beton- und Epoxidharztanks – Gebinde ohne eigene Aromatik, die die Gärtemperatur über die Masse puffern und den Wein nicht mit Holz überlagern, bevor er strukturiert ist. Anschließend folgen 16 bis 18 Monate in französischen Barriques. Das Holz arbeitet hier an der Gerbstoffstruktur des Toro, nicht an der Würze: Die dicken Beerenschalen der Tinta de Toro liefern reichlich Tannin, das über die lange Fasszeit gerundet wird.

Im Glas

Ein fast undurchdringliches, sehr dunkles Rot mit schmalem violettem Rand. In der Nase schwarze Kirsche, Brombeere und Pflaume, dahinter Teer, Mokka, Lakritz und eine rauchige Note aus dem Fassausbau. Am Gaumen dicht und breitschultrig, mit reifem, körnigem Tannin und deutlichem Extrakt; die Frucht bleibt trotz der Wucht klar konturiert. Der Anteil aus den höheren Lagen hält den Wein aufrecht und verhindert, dass die Dichte in Marmelade kippt. Sehr langer, kräftiger Abgang mit dunkler Schokolade und Salz.

14 bis 21 Hektoliter je Hektar von wurzelechten Buschreben – die Dichte dieses Toro entsteht im Weinberg, nicht im Fass.

Der 2023er ist jung noch verschlossen und braucht Luft: zwei Stunden vorher karaffieren, bei 16–18 °C servieren. Über zwei bis drei Jahre auf der Flasche baut sich das Tannin weiter ein; Trinkfenster bis etwa 2035.

Am Tisch

Zu kastilischem Milchlamm aus dem Holzofen, Lammkeule mit Rosmarin, Entrecôte und Rinderrippe vom Grill, geschmortem Ochsenschwanz und Wildgerichten wie Hirschrücken oder Wildschweinragout. Bei Käse zu langgereiftem Manchego und kräftigem Hartkäse. Für leichte Küche ist dieser Wein die falsche Wahl – er braucht Fett, Röstaromen und Zeit.


Produzent Dominio del Bendito, Antony Terryn, Toro, Zamora
Rebsorte 100 % Tinta de Toro
Lage Pago la Jara und Höhen von Valdefinjas, Sandböden über Kies und Lehm
Klassifikation D.O. Toro
Jahrgang 2023
Vinifikation Handlese · Gärung in kleinen Beton- und Epoxidharztanks
Ausbau 16–18 Monate französische Barriques
Trinkempfehlung 2026–2035
Rebenalter 45–80 Jahre, wurzelecht, traditionelle Buschreben
Ertrag 2.000–3.000 kg je Hektar
Bewirtschaftung biologisch zertifiziert, ES-ECO-002-CL

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Länder/Regionen

Jean-Marc Vincent Puligny Montrachet Corvées des Vignes 2021

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet (Village) Einzellage Corvées des Vignes Jean-Marc Vincent Reben > 40 Jahre Schlicksand über Kalkstein nur 0,25 ha 2021

Eine winzige Parzelle, ein großer Wein: Der Jean-Marc Vincent Puligny-Montrachet „Corvées des Vignes" 2021 stammt von gerade einmal 0,25 Hektar mit über vierzig Jahre alten Chardonnay-Reben. Würzig, präzise salzig-mineralisch und mit unendlicher Dichte am Gaumen – ein kleines Meisterwerk.


Corvées des Vignes – salzige Präzision aus Puligny

Puligny-Montrachet liegt an der Côte de Beaune und ist weltberühmt für seine Weißweine aus Chardonnay; vier Grand-Cru- und 17 Premier-Cru-Lagen haben hier ihre Heimat. Der Ruf der Appellation gründet auf dem Terroir: kalksteinreiche Böden und ein spezifisches Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie klar von den Nachbardörfern Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Die Lage „Corvées des Vignes" ist eine kleine Village-Parzelle am Rand der Appellation. Der Rebbestand aus über vierzig Jahre alten Chardonnay-Stöcken gedeiht auf feinem Schlicksand über Kalkstein – die Grundlage für die salzig-mineralische Präzision und die Dichte dieses Weins.

Jahrgang 2021 – Puligny-Montrachet

2021 war an der Côte de Beaune ein kühler, anspruchsvoller Jahrgang, der bei sorgfältiger Arbeit besonders klar gezeichnete, frische Weißweine mit lebendiger Säure und kühler Eleganz hervorbrachte. Auf dem feinen Schlicksand über Kalkstein und im präzisen Ausbau ergibt das einen dichten, salzig-mineralischen und zugleich frischen Chardonnay mit ausgeprägter Säurespannung und großer Länge.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, Puligny-Montrachet (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg von Hand, mit konsequent niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Würzig, präzise salzig-mineralisch, fest in der Traubenfrucht und lang und frisch im Nachhall sind seine primären Merkmale. Dieser Puligny hat eine unendliche Dichte und ist am Gaumen unwiderstehlich, fein, gleichzeitig kraftvoll und lang anhaltend. Ein kleines Meisterwerk!

Unendliche Dichte, salzige Präzision, unwiderstehlich am Gaumen – ein kleines Meisterwerk.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Ein klassischer Begleiter zu edlem Fisch und Meeresfrüchten – Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Hummer –, ebenso zu Geflügel in heller Sauce oder gereiftem Hartkäse.


Lage: Puligny-Montrachet, Einzellage Corvées des Vignes (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); ca. 0,25 ha, feiner Schlicksand über Kalkstein; Reben > 40 Jahre
Klassifikation: AOC Puligny-Montrachet (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; handwerklicher Weinbau

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Australien

Noon Reserve Shiraz 2014

Rotwein · Langhorne Creek · Shiraz

Shiraz Langhorne Creek Reserve „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962) Drew Noon MW 18 Monate Barrique (30–40 % neu) 2014

Der Noon Reserve Shiraz 2014 ist die kultige Shiraz-Spitze des Hauses – ein vollmundiger, generös fruchtbetonter Wein aus dem alten „20 Rows"-Block in Langhorne Creek, mit dunkler Beere, Mokka und einem erstaunlich unaufdringlichen, eleganten Tanningerüst.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommt der Reserve Shiraz seit dem ersten Jahrgang 1997 zu 100 % vom „20 Rows"-Block des Borrett-Vineyards in Langhorne Creek. Die wurzelechten Reben (gepflanzt 1962) wachsen auf der Bremer-River-Flutebene auf tiefem, alluvialem Lehm – ein einzigartiges Terroir, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wird und kleine, tiefschwarze, aromatische Beeren hervorbringt.

Jahrgang 2014 – Langhorne Creek

Der Reserve Shiraz ist bewusst ein vollmundiger, generös aromatischer Wein – wer elegante, leichte bis mittelkräftige Rotweine bevorzugt, ist hier nicht richtig. Der 2014er zeigt diese Handschrift mit großer Tiefe, getragen jedoch von einem überraschend feinen, eleganten Tanningerüst, das ihn zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lässt.

Ausbau

Reinsortiger Shiraz aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife über 18 Monate in kleinen 300-Liter-Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche, davon rund 30–40 % neu – für Komplexität und Struktur, ohne die Frucht zu dominieren. Auf dem Gut vinifiziert und abgefüllt, ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Fast blickdichte kirschschwarze Farbe mit leichten Purpurreflexen und beeindruckenden „Kirchenfenstern" im Glas. In der Nase sehr kräftig nach dunklen Beeren, etwas Mokka und Kakao, recht jung wirkend – was sich mit etwas Geduld und dem richtigen Glas gibt. Am Gaumen eine Mischung aus reifer Schlehe, Brombeere und Zwetschge, dann Tabak, Kakao, Mokka, leichte Röstnoten, würzig und mit schön eingebundenem Barrique. Langer, komplexer Abgang mit dezenten rauchigen Noten und Süßholz. Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

Erstaunlich das unaufdringliche, elegante Tanningerüst, das diesen Wein zu einem Klassiker-Shiraz heranreifen lassen wird.

(Verkostungsnotiz: Christina Mordhorst.) Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren und dem richtigen Glas. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und Steak vom Grill, zu Wild und Schmorgerichten, zu würzigen BBQ-Spezialitäten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, „20 Rows"-Block (gepflanzt 1962), Bremer-River-Flutebene, tiefer alluvialer Lehm, wurzelecht
Klassifikation: Langhorne Creek, Shiraz (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Shiraz; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, 18 Monate 300-l-Barrique (franz./amerik., ~30–40 % neu); ungeschönt, ungefiltert

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Deutschland

Van Volxem Rotschiefer Kabinett 2021

Fruchtsüßer Weißwein · Saar (Rotschiefer) · Riesling

Riesling Rotschiefer Saar · Mosel Van Volxem eisenreicher roter Devonschiefer Kabinett · fruchtsüß niedriger Alkohol 2021

Der Van Volxem Rotschiefer Riesling Kabinett 2021 ist ein fruchtsüßer Saar-Riesling von eisenreichem rotem Devonschiefer – ein animierendes Spiel aus reifer Frucht, zarter Süße, feiner Säure und belebender Mineralität. Bei niedrigem Alkohol ein herrlich leichter, trinkanimierender Genuss, der nach dem nächsten Glas verlangt.


Rotschiefer – eisenreicher roter Devonschiefer

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde von Roman Niewodniczanski aus einem traditionsreichen Gut zu neuem Weltruhm geführt. Das Weingut bewirtschaftet ausschließlich Schiefersteillagen der Saar nach Handarbeit – Hänge, die in ihren Ursprüngen bis in die Römerzeit zurückreichen.

Der Rotschiefer stammt von den eisenreichen, roten Devonschiefer-Böden der Saar. Dieser besondere Untergrund verleiht dem Riesling seine reife, würzige Frucht und jene salzig-mineralische Tiefe, die nur diese einzigartige Schieferlandschaft hervorzubringen vermag. Das eher kühle Klima an der Saar bewahrt dabei die feine, lebendige Säure.

Jahrgang 2021 – Saar

2021 war an der Saar ein kühler, klassischer Jahrgang – ideal für die feinfruchtige Kabinett-Stilistik. Die langsame Reife bewahrte eine lebendige, präzise Säure, die der reifen Frucht und der feinen Restsüße ein elegantes Gegengewicht gibt. Das Ergebnis ist ein besonders frischer, animierender und ausgewogener Kabinett.

Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (VDP.Gutswein) von der Saar, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von eisenreichem rotem Devonschiefer.

Der Wein wird aus gesunden, goldgelb gereiften Beeren vinifiziert und spontan vergoren. Die Gärung wird angehalten, sodass eine feine natürliche Restsüße erhalten bleibt und der Alkoholgehalt niedrig ausfällt – die Grundlage für den leichten, animierenden Trinkfluss dieses klassischen Saar-Kabinetts.

Im Glas

Aus dem eisenreichen roten Schiefer und der kühlen Saar lebt dieser Kabinett von seinem Spiel aus Frucht und Mineralität: helles Goldgelb mit grünlichen Reflexen, dazu reife Aromen von Aprikose, Mirabelle und Weinbergspfirsich, Zitrus und gelbem Apfel, untermalt von einer rauchig-erdigen, salzigen Mineralität. Am Gaumen charmant und saftig, mit einer feinen, nie dominanten Restsüße, die von einer lebendigen Säure und mineralischem Zug perfekt aufgefangen wird – leicht, filigran und herrlich trinkanimierend.

Reife Aprikose, Mirabelle und Weinbergspfirsich über salziger Schiefer-Mineralität – feine Süße, lebendige Säure, leicht und trinkanimierend.

Ein vielseitiger, jugendlich-frischer Riesling mit gutem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif und Solist auf der Terrasse, zu würziger asiatischer Küche, zu Sushi und leicht scharfen Gerichten sowie zu mild-würzigem Käse und fruchtigen Desserts.


Lage: Rotschiefer-Lagen an der Saar (Mosel); eisenreiche, rote Devonschiefer-Verwitterungsböden; ohne Herbizide bewirtschaftet
Klassifikation: VDP.Gutswein; Riesling Kabinett (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: Spontangärung, angehaltene Gärung mit feiner natürlicher Restsüße, niedriger Alkohol

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Spanien

Binigrau Nounat Vino Blanco 2024

Weißwein · Mallorca · Spanien

Prensal Blanc · Chardonnay Vi de la Terra Mallorca Biniali Kalkboden teils Barrique

Der Binigrau Nounat Blanco ist ein Weißwein der Bodega Binigrau aus Biniali im Inland Mallorcas – eine Cuvée aus Chardonnay und der autochthonen mallorquinischen Rebsorte Prensal Blanc. Er gehört zu den bekannten Weißweinen der Insel. Durch den Fasseinsatz gewinnt er eine feingliedrige Struktur mit ausgeglichener Süße und Säure. Im Glas leichte Röstaromen, Mandeln und Nüsse, dazu eine leicht exotische Frucht. Ein kräftiger, vielschichtiger Weißwein.


Biniali – braunrote Kalkböden im Inland Mallorcas

Die Bodega Binigrau liegt bei Biniali im Inland Mallorcas und wurde 2002 von den Brüdern Matías und Miquel Batle gegründet. Auf rund 20 Hektar entstehen eigenständige Weine aus lokalen und internationalen Sorten. Die Reben wachsen auf braunroten, kalkhaltigen Böden unter mediterranem Klima.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Prensal Blanc und Chardonnay. Ein Teil des Weins reift im Barrique – behutsam und mit überwiegend gebrauchten Fässern, sodass das Holz die Frucht stützt, ohne sie zu überdecken. So entsteht eine feingliedrige Struktur.

Im Glas

Helles Gelb mit goldenen Reflexen und grünlichen Tönen. In der Nase leichte Röstaromen, Mandeln, Walnüsse und Trockenfrüchte, dazu weiße Blüten und exotische Frucht wie Ananas und Banane. Am Gaumen kräftig und gut strukturiert, mit ausgeglichener Süße und Säure. Vollmundig und lang im Abgang.

Prensal Blanc und Chardonnay von Kalkböden bei Biniali, teils im gebrauchten Barrique: Mandel, Röstnoten und exotische Frucht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, helles Fleisch und Geflügel. Auch als Aperitif oder zu cremigem Käse. Serviertemperatur 10–12 °C.


Produzent Bodega Binigrau, Biniali (Mallorca)
Rebsorte Prensal Blanc, Chardonnay
Lage Biniali, Mallorca, Spanien · braunrote kalkhaltige Böden
Klassifikation Vi de la Terra Mallorca
Ausbau teilweise im Barrique · überwiegend gebrauchte Fässer

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Spanien

O Estranxeiro Mencia Garda 2022

Wein · Rotwein · Ribeira Sacra · Spanien

O Estranxeiro Mencía Garda 2022 wird aus zumeist sehr altem Rebbestand der Sorte Mencía gewonnen – ein Rotwein, der es in sich hat. Leicht vegetal im Duft, durchzogen von frischer Frucht nach Walderdbeeren und unreifen Kirschen, wirkt er am Gaumen wie ein in Stein gemeißeltes Meisterwerk: frisch, knackig, mit tänzelnder Säure, mundfüllend, tief und lang.


Ribeira Sacra / Galicien

Die alten Mencía-Reben wachsen auf den Steilhängen der Weinberge A Cova (Ribeiras do Miño) und Doade (Amandi) in der DO Ribeira Sacra (Galicien). Die Böden bestehen aus purem Granitgestein, stellenweise mit Schieferschichten durchzogen. Das raue kontinentale Klima mit atlantischen Einflüssen prägt den Wein. Erzeuger sind Rebeca Montero und Eulogio Pomares.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Mencía von alten Reben. Die Lese erfolgt in mehreren Durchgängen von Hand; die Trauben werden schonend in einem Kastanienholz-Fuder und in Betontanks über zwanzig Tage eingemaischt und vergoren. Der Ausbau erfolgt über sieben Monate in gebrauchten Fuderfässern aus französischer Eiche und Zementtanks (1.000 bis 4.000 Liter). Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase leicht vegetal, mit frischer Frucht nach Walderdbeere und unreifer Kirsche. Am Gaumen frisch und knackig, mit tänzelnder Säure, mundfüllender Tiefe und großer Länge – elegant und fein, ohne marmeladige oder alkoholbetonte Attribute.

Am Tisch

Am besten leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren – ein eleganter, vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Geflügel, gebratenem Fisch, Schweinefleisch, Pilzgerichten und mittelreifem Käse.


Lage: DO Ribeira Sacra, Steillagen A Cova (Ribeiras do Miño) & Doade (Amandi), Galicien (Spanien); Rebeca Montero & Eulogio Pomares
Klassifikation: DO Ribeira Sacra – 100 % Mencía (alte Reben), trocken
Ausbau: ~20 Tage Maischegärung in Kastanienholz-Fuder & Beton; 7 Monate in gebrauchten franz. Fudern und Zementtanks
Jahrgang: 2022

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Weine

Primitivo pur Probierpaket 12 Flaschen

Geniessen Sie die fruchtig-samtigen Primitivos aus dem sonnigen Italien im 12er Probierpaket. Zur Auswahl stehen je zwei Flaschen:

I Muri Primitivo (13,0%, 2024), Cielo Primitivo (13,5%, 2024), San Donaci Primitivo (13,5%, 2023), Cielo e Terra Maestro Primitivo (14,5%, 2021), Zolla Primitivo (15%, 2024), Campiano Primitivo (14,5%, 2023) aus Apulien. Versandkostenfreie Lieferung.

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Schaumweine

Weingut Metzger Cuvée 1411 brut nature

Die Weingut Metzger Cuvée 1411 Brut Nature hat 57 Monate Hefereife hinter sich, fast fünf Jahre. Gewachsen auf Kalk in St. Stephan und im Mühlheimer Sonnenberg, spontan im Barrique vergoren und ohne Zucker abgefüllt.

Im Glas

Hellgold, feine Bläschen. Mirabelle und weißer Pfirsich, Zitrus, dann Haselnuss, Toast, ein wenig Vanille und Brioche. Am Gaumen druckvoll und doch elegant, mit straffer, lebendiger Säure. Der Schluss ist lang und knochentrocken. Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, die drei klassischen Champagner-Rebsorten, geben ihm seine Finesse.

Mach was draus

Ein Sekt für den großen Auftritt am Tisch: Hummer, Steinbutt, Kalbsbries oder ein Risotto mit Pfifferlingen. Auch als Aperitif vor einem großen Menü funktioniert er, dann mit ein paar Gougères oder Parmesanchips. Ein Sekt, über den man am Tisch spricht – und den viele erst einmal für einen Champagner halten. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Den stelle ich gern blind neben einen Champagner. Zu Fisch und hellem Fleisch hält er locker mit.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie trocken ist er? Brut Nature mit rund 0,5 g Restzucker pro Liter, also praktisch zuckerfrei.

Warum Barrique? Gärung und Ausbau im gebrauchten Holz, dazu wöchentliches Aufrühren der Hefe, geben dem Grundwein Textur und Tiefe.

Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier · St. Stephan und Mühlheimer Sonnenberg, Pfalz, Kalk · Handlese, Korbpresse · Spontangärung im gebrauchten Barrique, biologischer Säureabbau · traditionelle Flaschengärung · 57 Monate Hefelager · Brut Nature, ca. 0,5 g/l · Weingut Metzger, Grünstadt-Asselheim · Stand: Oktober 2026

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