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6. Juni 2018

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Domaine Pierre Vincent Volnay Le Ronceret 1er Cru 2023

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Volnay Premier Cru 0,21 ha Parzelle Pflanzung 1980 50 % Ganztrauben 18 Monate Pièce ca. 20 % neues Holz Erster Jahrgang Pierre Vincent

Domaine Pierre Vincent Volnay 1er Cru Le Ronceret 2023 ist der erste Rotwein, den Pierre Vincent unter eigenem Namen abgefüllt hat. Der Önologe leitete von 2006 bis 2016 die Technik der Domaine de la Vougeraie und führte anschließend bis Ende 2024 die Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. Im Juli 2023 übernahm er mit zwei Partnern die Domaine des Terres de Velle in Auxey-Duresses – wenige Wochen vor der Lese. Aus einem Fünftel Hektar alter Reben unterhalb von Champans entsteht hier ein Volnay mit festem Gerüst und dunkler Frucht.


Le Ronceret: Steinboden am Fuß von Champans

Le Ronceret liegt am östlichen Rand des geschlossenen Premier-Cru-Gürtels von Volnay, im unteren Hangbereich auf rund 245 Metern. Hangaufwärts schließt direkt Champans an, einer der renommiertesten Crus des Dorfes, in der Nachbarschaft liegen Les Caillerets und Carelle sous la Chapelle. Unterhalb beginnen die Village-Lagen. Der Climat umfasst den Lieu-dit Le Ronceret mit etwa 1,9 Hektar sowie den als Premier Cru klassifizierten Teil von Les Aussy mit weiteren 1,7 Hektar, dessen Weine ebenfalls als Le Ronceret etikettiert werden dürfen.

Der Name geht auf ronces zurück, Brombeerranken: Die Fläche war früher mit Gestrüpp überwachsen und musste gerodet werden, bevor Reben gepflanzt werden konnten. Im unteren Hang von Volnay steht bathonischer Kalk an, steinig und durch Eisenoxide rötlich gefärbt. Die Parzelle der Domaine misst exakt 0,2073 Hektar, ist nach Südosten ausgerichtet und wurde 1980 gepflanzt. Der Boden ist ein sehr steiniger Ton-Kalk mit wenig Feinerde – die Wurzeln müssen tief in den Fels, das Wachstum bleibt gebremst. Die Rebzeilen werden bearbeitet und danach begrünt, gelesen wird von Hand mit systematischer Selektion.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Nach einem milden Winter trieben die Reben verspätet aus: In frühen Lagen zeigte Pinot Noir am 12. April die ersten grünen Spitzen. Die Verzögerung schützte vor den wenigen Frostnächten des unbeständigen Frühjahrs. Ab Anfang Mai folgten die phänologischen Stadien in hohem Tempo aufeinander. Der Frühsommer brachte Gewitter, Hitzespitzen und hohe Luftfeuchtigkeit. Hagel am 11. und 15. Juli traf die Côte de Beaune nur punktuell, unter anderem bei Meursault. Das Wasserdefizit aus 2022 hielt an, doch Gewitterschauer im August sicherten den Ertrag.

Ab dem 25. August lag die Region unter einer Hitzewelle mit über 35 °C, die bis Ende der ersten Septemberwoche anhielt. Die Lese der Stillweine begann Anfang September, ein Schauer am 13. September ließ die Beeren noch einmal anschwellen, gegen den 25. September war die Côte de Beaune abgeschlossen. Mengenmäßig brachte 2023 die erste reichliche Ernte seit Jahren. Pinot Noir reagierte empfindlich auf die Hitze – die Qualität hing an Ertragsbegrenzung, Lesezeitpunkt und strenger Sortierung. Vincents Weinbergsbesuche im Sommer 2023 fielen genau in diese Phase.

Halb Ganztraube, 18 Monate im Pièce

Die Hälfte der Trauben kam mit Stielen in den Tank. Vincent legt Ganztrauben und entrappte Beeren in Schichten übereinander und entscheidet den Anteil erst am Sortiertisch. Nach einer Kaltmazeration beginnt die Gärung spontan, die Maische bleibt insgesamt rund 15 Tage im Tank. Extrahiert wird überwiegend durch Umpumpen, Unterstoßen setzt er nur sparsam ein.

Der Ausbau läuft 18 Monate in 228-Liter-Pièces, rund ein Fünftel davon neu, also über zwei Winter im Keller. Die Kellerei liegt direkt an der Velle. Die hohe Luftfeuchtigkeit reduziert den Schwund im Fass und damit das Auffüllen. Vor der Abfüllung wird der Wein in Edelstahltanks umgezogen, damit sich die Fässer zu einer Cuvée verbinden. Vincent wurde 2010 und 2014 bei der International Wine Challenge als bester Rotweinmacher ausgezeichnet.

Im Glas: Volnay mit Kalkgerüst

Ein Fünftel Hektar, gepflanzt 1980, zur Hälfte mit Stielen vergoren – Pierre Vincents erster Volnay unter eigenem Namen.

Mittleres Rubin. Die warme Endphase des Jahres bringt reife Sauerkirsche und dunkle Beeren, die Stiele fügen getrocknete Blüten, Würze und einen kühlen, kräuterigen Zug hinzu. Am Gaumen mittelgewichtig, das Tannin feinkörnig und deutlich spürbar – der steinige Unterboden prägt diesen Ronceret straffer und dichter als die Volnay-Lagen am oberen Hang. Das neue Holz tritt hinter die Frucht zurück, der Abgang bleibt trocken und mineralisch. In der Jugend verschlossen, mit Luft öffnend.

Am Tisch: Taube, Ente, gereifter Käse

Die Struktur verlangt nach Gerichten mit Röstaromen und Jus: gebratene Taube mit Rotweinjus, Entenbrust mit Kirschen, Kalbsnierenbraten oder Rehrücken mit Pilzen. Zum Käse passen Comté mit langer Reifung oder Cîteaux. In den ersten Jahren eine Stunde vorher dekantieren, Serviertemperatur 15–16 °C, großes Burgunderglas.


Produzent Domaine Pierre Vincent, Auxey-Duresses

Rebsorte Pinot Noir

Lage Le Ronceret, Volnay; sehr steiniger Ton-Kalk über bathonischem Kalk, Südost-Exposition, ca. 245 m

Klassifikation Volnay Premier Cru AOC

Jahrgang 2023

Vinifikation 50 % Ganztrauben, Kaltmazeration, ca. 15 Tage Maischestandzeit, Handlese mit Selektion

Ausbau 18 Monate Pièces (228 l, ca. 20 % neu), anschließend Edelstahltank bis zur Abfüllung

Trinkreife 2027–2038

Rebenalter Pflanzung 1980

Parzellengröße 0,2073 ha

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Rebsorten

Dönnhoff Oberhäuser Brücke Monopol Riesling Spätlese 2023

Weißwein · Oberhausen (Nahe) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Oberhäuser Brücke Spätlese · fruchtsüß Dönnhoff Monopollage · Nahe Grau-/Tonschiefer unter Lösslehm Edelstahl (1.250 l) 2023

Die Dönnhoff Oberhäuser Brücke Riesling Spätlese 2023 ist eine Rarität aus der Monopollage des Guts. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, feiner Frucht und tiefer Mineralität.


Oberhäuser Brücke – die Monopollage von Dönnhoff

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Die Oberhäuser Brücke ist eine rund 1,1 Hektar große VDP.Große Lage im alleinigen Besitz des Guts – eine echte Monopollage.

Die windgeschützte Tallage liegt direkt an der Nahe; der temperaturausgleichende Fluss schafft ein besonderes Mikroklima mit früher Blüte, langer Vegetationszeit und später Lese. Im Untergrund liegt Urgestein aus Grau- bzw. Tonschiefer, überlagert von einer Deckschicht aus Lösslehm, die auch in Trockenjahren eine gute Wasserversorgung sichert. Hier entstehen filigrane, tiefmineralische Weltklasseweine, überwiegend restsüß.

Jahrgang 2023 – Nahe

2023 war an der Nahe ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure – ideale Voraussetzungen für eine filigrane, fruchtsüße Spätlese mit klarer Balance aus Süße und Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus der Monopollage Oberhäuser Brücke, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Grau-/Tonschiefer unter Lösslehm.

100 % selektive Handlese; Vergärung und Reife in Edelstahl (1.250-Liter-Behälter), wodurch die rasiermesserscharfe, pikante Säure erhalten bleibt. Erträge rund 40 hl/ha; Reben etwa 25–55 Jahre alt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Ader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger, klarer Säure und langem, mineralisch-frischem Nachhall.

Eine filigrane, sehr langlebige Nahe-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Oberhäuser Brücke (VDP.Große Lage, Monopol), Nahe; windgeschützte Tallage am Fluss; Urgestein/Grau- bzw. Tonschiefer, überlagert mit Lösslehm; ~1,1 ha, alleiniger Besitz Dönnhoff
Klassifikation: Riesling Spätlese, Nahe (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: 100 % selektive Handlese, Vergärung und Reife in Edelstahl (1.250-l-Behälter); ~40 hl/ha

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Spanien

Conde Pinel Tempranillo tinto

Rotwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Tempranillo Tinto ist ein trockener Rotwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen Spaniens. Reinsortig aus Tempranillo gekeltert, gehört er zur modernen Conde-Pinel-Linie – fruchtbetont, klar und trocken.


Castilla

Die Conde-Pinel-Linie stammt vom Önologenteam um David Tofterup bei Hammeken Cellars (Jávea/Alicante) und umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Der Tinto trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der temperaturkontrollierten Gärung im Edelstahl reift ein Teil des Weins rund drei Monate in französischer Eiche. Die kurze Holzreife gibt feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Beeren, wilde Erdbeere und Kirsche – dazu ein Hauch geröstetes Brot und Vanille aus der Holzreife. Am Gaumen fruchtbetont, weich und zugänglich, trocken mit rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Tempranillo für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Geflügel, Pasta und Hartkäse.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, teils ~3 Monate in französischer Eiche

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Frankreich

Domaine Francois Raveneau Chablis Premier Cru Montée 2018

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Montée de Tonnerre rechtes Serein-Ufer · 2,5 ha Kimmeridgium · blauer Ton 2018

Der Chablis 1er Cru Montée de Tonnerre 2018 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay aus einer der größten Premier-Cru-Lagen von Chablis – auf Grand-Cru-Niveau. Energiegeladen und mineralisch, von einer der legendärsten und rarsten Adressen der Region.


Montée de Tonnerre – Premier Cru auf Grand-Cru-Niveau

Montée de Tonnerre liegt am rechten Serein-Ufer in unmittelbarer Nachbarschaft der Chablis Grand Crus und gilt als einer der besten Premier Crus überhaupt. Raveneaus Parzelle umfasst 2,5 Hektar in Westausrichtung; die Reben stammen zu je einem Drittel aus den 1950er-, 1970er- und 1990er-Jahren. Der Boden besteht aus kimmeridgischem Mergelkalk und blauem Ton – Grundlage für energiegeladene, mineralreiche Weine.

Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet (die Familie ist mit den Dauvissat verbunden), zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahrzehnte lagerfähig.

Jahrgang 2018 – Chablis

2018 blieb in Chablis von Frostschäden verschont. Die Vegetationsperiode begann normal, wurde dann sehr trocken und heiß; leichte Sommerregen weckten die durch Trockenstress träge gewordenen Reben und führten zu einer reichen Ernte. Die Lese begann am 30. August und dauerte rund sieben Tage – bei ausgesprochen sauberem Lesegut.

Statt der erwarteten rund 50 hl/ha lag der Ertrag im Schnitt bei etwa 75 hl/ha. Die potenziellen Alkoholwerte waren mit rund 13 % hervorragend; die Trauben zeigten sich unerwartet saftig und ergaben trotz sehr leichter Pressung viel Most. Das Ergebnis sind energiegeladene, verführerische Weine.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2018, mit 100 % Ganztraubenpressung.

Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Frucht und mineralische Linie klar erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, Austernschale und Feuerstein über feuchtem Stein. Am Gaumen dicht und straff, energiegeladen und mineralreich, mit salziger Mineralität, klarer Säure und langem Abgang.

Zitrus, Austernschale und Feuerstein über dichter, salziger Mineralität – energiegeladen und mit großem Reifepotenzial.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu gereifter Comté. Die salzige Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Montée de Tonnerre (1er Cru), Chablis; rechtes Serein-Ufer nahe den Grand Crus; kimmeridgischer Mergelkalk & blauer Ton, Westlage, 2,5 ha, Reben aus den 1950er/1970er/1990er-Jahren
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; 100% Ganztraubenpressung; Holzfass (nur 10–15% jährlich erneuert) auf der Hefe, ohne technische Eingriffe

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Frankreich

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Cras 1er Cru 2023

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Cras · 1er Cru Chambolle-Musigny über dem Dorf · Combe Ambin · 3,45 ha 2023

Der Chambolle-Musigny Les Cras 1er Cru 2023 der Domaine Ghislaine Barthod stammt aus einer Top-Lage direkt über dem Dorf. Elegant, feingliedrig und fest strukturiert, floral und sehr fruchtig – Barthods Les Cras zählt zu den intensivsten und langlebigsten Weinen dieser noch unterschätzten Lage.


Les Cras – Top-Premier-Cru über Chambolle

Les Cras liegt direkt über dem Dorf Chambolle-Musigny und umfasst 3,45 Hektar – südlich des Premier Cru Les Fuées, jenseits dessen der Grand Cru Bonnes-Mares beginnt; im Westen grenzt das Lieu-dit Le Village. Der Hang neigt sich leicht nach Westen in die Combe Ambin, ein kleines Tal in der Steilwand der Côte d'Or.

Die Combe prägt ein besonderes Terroir: Die Reben sind nach Südosten ausgerichtet und erhalten viel Sonne, die durch kühlende Westwinde aus dem Tal gemildert wird – so gewinnen die Beeren an Geschmack und behalten ihre Säure (ein Effekt wie in der Combe de Lavaux in Gevrey). Die Kalk-Mergel-Böden ähneln Bonnes-Mares, mit höherem Tonanteil als Musigny, was den Weinen etwas mehr Kraft gibt. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern von Chambolle.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Floral und sehr fruchtig, mit kleinen Waldbeeren und einem Hauch Veilchen. Am Gaumen elegant, feingliedrig und fest strukturiert, mit großer Länge – der Wein tanzt und vibriert auf der Zunge.

Kleine Waldbeeren und Veilchen über feingliedriger, fester Struktur – intensiv, langlebig und voller Spannung.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Cras (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); über dem Dorf, Kalk-Mergel mit höherem Tonanteil, SO-Lage an der Combe Ambin, 3,45 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Spanien

La Madriguera Rosé

Roséwein · D.O. Valencia · Bobal

Bobal 100 % Roséwein D.O.P. Valencia Terres dels Alforins

Der Antonio Arráez La Madriguera Rosé 2024 ist ein reinsortiger Rosé aus 100 % Bobal aus der D.O. Valencia. Blassrosa und leuchtend im Glas, bringt er valencianisches Sommergefühl an die Tafel – Sonne und Meeresluft der Costa del Azahar. Die Trauben wachsen im Hinterland westlich von Valencia auf rund 700 Metern Höhe. Tiefe Frucht trifft hier auf natürliche Frische.


Terres dels Alforins

Die Bobal-Reben stehen in den Terres dels Alforins westlich von Valencia, rund 90 Kilometer vom Mittelmeer entfernt und auf etwa 700 Metern Höhe. Die Böden sind lehmig und karg, das Klima ist kontinental mit mediterranem Einfluss – kalte Winter, trockene Sommer. Die großen Tag-Nacht-Unterschiede erhalten Frucht und Säure. Der Wein trägt die Klassifikation D.O.P. Valencia.

Assemblage und Ausbau

Der Jahrgang 2024 besteht zu 100 % aus Bobal, einer autochthonen Rebsorte des spanischen Levante. Für den Rosé wird das Lesegut schonend und mit kurzer Maischestandzeit im Edelstahl verarbeitet, sodass die blassrosa Farbe und die klare Frucht erhalten bleiben. Hinter dem Wein steht die seit 1950 tätige Familie Arráez, die heimische Sorten modern interpretiert.

Im Glas

Blassrosa und leuchtend. In der Nase intensive Aromen von Himbeere und Erdbeere, untermalt von zarten Blütennoten. Am Gaumen frisch, klar und ausgewogen, mit saftiger Frucht und einer geradlinigen Säure. Der Abgang bleibt frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren. Klassische Begleitung: Tapas, gegrillter Fisch, Meeresfrüchte und leichte Sommergerichte. Ebenso gut solo, wenn der Sommer ruft. Der 2024 ist jung und frisch und sollte in den nächsten ein bis zwei Jahren getrunken werden.



Lage: Terres dels Alforins, Valencia (~700 m)
Klassifikation: D.O.P. Valencia
Ausbau: schonende Rosé-Bereitung im Edelstahl

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Weine

Ellermann Spiegel Auxerrois

Weißwein · Auxerrois · Pfalz · Deutschland

Ellermann-Spiegel Auxerrois ist ein bukettreicher, intensiv fruchtiger Weißwein vom Weingut Ellermann-Spiegel aus der Pfalz. Reinsortiger Auxerrois mit Aromen von Aprikose, Honig und Blüten – sehr saftig, weich und mit fruchtsüßem Eindruck.


Pfalz

Das Weingut Ellermann-Spiegel liegt in Kleinfischlingen an der Südlichen Weinstraße. Winzer Frank Spiegel keltert moderne, fruchtbetonte Weine nach dem Motto „Dir muss ES schmecken". Der Auxerrois ist eine seltene Spezialität im Sortiment.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Auxerrois, eine seltene, mit dem Weißburgunder verwandte Rebsorte. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die feine, aromatische Frucht. Die von Natur aus milde Säure gibt dem Wein seinen weichen, fast fruchtsüßen Charakter.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase ein reiches Bukett aus Aprikose, Honig und blumigen Noten. Am Gaumen sehr saftig und weich, fruchtbetont mit einem fast fruchtsüßen Eindruck und feinem Schmelz. Harmonischer, runder Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo als unkomplizierter Genuss oder zu leicht würziger Küche.

Klassische Begleitung: Geflügel, pikanter Fisch, asiatische Küche und mittelkräftiger Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Weine

Comte de Vogüé Bonnes Mares Grand Cru 2021

Rotwein · Bonnes-Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes-Mares · Grand Cru Chambolle-Musigny / Morey Côte de Nuits 2021

Der Bonnes-Mares Grand Cru 2021 der Domaine Comte Georges de Vogüé ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der großen Lagen der Côte de Nuits. Bonnes-Mares bringt kräftigere, robustere und langlebigere Weine hervor als das benachbarte Musigny – ein Grand Cru für die lange Reife.


Bonnes-Mares – Grand Cru zwischen Chambolle und Morey

Bonnes-Mares erstreckt sich über rund 15 Hektar am Mittelhang der Côte de Nuits. Der Großteil liegt in Chambolle-Musigny, ein kleinerer Teil von etwa 1,5 Hektar im benachbarten Morey-Saint-Denis; im Norden grenzt die Lage an den Clos de Tart. Bepflanzt ist sie ausschließlich mit Pinot Noir.

Bonnes-Mares ist einer der am stärksten parzellierten Grand Crus mit rund 19 Erzeugern. Die Böden unterscheiden sich deutlich: am Morey-Ende reicher und tiefer (strenger, gehaltvoller), am Chambolle-Ende feiner und kalkreicher (seidiger). Der Name geht auf die „Bonnes Mères", die Zisterzienserinnen der Abtei Notre Dame de Tart, zurück. Comte Georges de Vogüé ist eine der legendären Domainen von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – der die Kraft des Bonnes-Mares mit Spannung unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, ganz im traditionellen Stil des Guts – auf einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Bonnes-Mares zeigt sich kraftvoll und strukturiert: dunkle und rote Frucht, feine Würze und ein festes, zugleich feines Tannin. Bei de Vogüé verbindet sich diese Statur mit der Eleganz von Chambolle; der Abgang ist lang.

Kraft und Struktur, getragen von feinem Tannin – ein Bonnes-Mares für die lange Reife.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Bonnes-Mares, Chambolle-Musigny / Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Mittelhang, ~15 ha
Klassifikation: Bonnes-Mares Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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