Vega Sicilia Reserva Especial Unico 1991, 1994, 1998

Vega Sicilia Reserva Especial Unico 1991, 1994, 1998 – Ribera del Duero – Spanien

Die Reserva Especial von Vega Sicilia ist vor langer, langer Zeit entstanden. Zu der Zeit unserer Ahnen war das Weinwissen noch nicht ganz so weit fortgeschritten und die globale Klimaerwärmung hielt sich auch noch zurück. Die weinproduzierende Branche musste sich andere Eckpfeiler für ihre Top Weinqualitäten ausdenken, und was liegt da näher, als aus verschiedenen Jahrgängen einfach eine Top Cuvée zu produzieren. Jahrgangsfehler können so leicht mit den Attributen anderer Jahrgänge ausgeglichen werden und auch der Kellermeister bekommt so eine sinnvolle Aufgabe und kann sich das ganze Jahr über im Keller durch alle Barrique Fässer und sämtliche Jahrgänge verkosten.

Seit dem Jahr 1846 wird bei Vega Sicilia Wein produziert und seit 1915 auch in Flaschen gefüllt. Die Reserva Especial Unico wird nur alle Jubeljahre auf den Markt gebracht und besteht aus drei unterschiedlichen Jahrgängen, also einer Cuvée aus verschiedenen Jahrgängen.

Der Vega Sicilia Reserva Especial Unico aus den Jahrgängen 1991, 1994 und 1998 begeistert durch ein tiefdunkles Rubinrot. Im Duft Veilchen, reife schwarze Johannisbeeren, viel Kirsche, dunkle Schokolade, Kräuter und Aromen von Süßholz, Brot und Sahne. Obwohl dieser Tropfen schon etwas älter ist, benötigt er noch recht viel Luft, um seine wilden Wogen zu zügeln und diese auch perfekt zu glätten. Dann folgen sehr reife Gerbstoffe, beste Barrique Holznoten, wieder viel Kirsche, reife laktische Töne. Geschmacklich ist dieser Tropfen eine perfekte Symbiose zwischen Kraft, Reife und Eleganz. Ein aus Rotweintrauben gemeißelter Edeldiamant, der ellenlang und fein mundet und bei jedem Schluck immer besser und reifer wird … Diese Reserva Especial ist wahrlich wie eine rote, flüssige, in aller Pracht untergehende Abendsonne!

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312

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Weine

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Kabinett Riesling Monster 2024

Weißwein · Mosel · Riesling Kabinett (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Monster Mosel Kabinett · fruchtsüß 1,10 ha · reduktiver Ausbau

Der Thörnicher Ritsch „Monster" Riesling Kabinett 2024 von Hermann Ludes ist ein kompromissloser, tief mineralischer Mosel-Riesling aus einer 1,10 Hektar großen Einzelparzelle der Ritsch – eine Riesling-Granate der Extraklasse, die Zeit und Luft braucht.


Thörnicher Ritsch – Parzelle „Monster"

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

„Monster" ist der Spitzname einer 1,10 Hektar großen, zusammenhängenden Parzelle in der Einzellage Thörnicher Ritsch – schlicht, weil es sich um eine „monstermäßig" große Parzelle handelt. Schon die Namensgebung lässt einen diesem Riesling ehrfurchtsvoll und mit gebührendem Respekt begegnen.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein anspruchsvoller, kühl-feuchter Jahrgang mit hohem Pilzdruck und geringen Erträgen, der strenge Selektion und viel Arbeit im Steilhang verlangte. Ein freundlicherer Herbst ermöglichte eine reife, gesunde Lese.

Das Ergebnis sind klassische, säurebetonte und spannungsreiche Rieslinge mit moderaten Mostgewichten – Bedingungen, die der kompromisslosen Ludes-Stilistik entgegenkommen.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, klassischer Prädikatswein (Kabinett, fruchtsüß).

Wie bei allen Weinen von Hermann Ludes sitzt der erste „Riechschock" tief: Der reduktive Ausbau lässt selbst geübte Trinker innehalten – ganz wie die alten J.J.-Prüm-Weine, die vor Jahrzehnten ebenso unzugänglich dufteten und heute makellos schmecken. Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, keine Schönung, Schraubverschluss. Das „Monster" braucht Luft: am besten einige Stunden, besser noch Tage vor dem Genuss belüften.

Im Glas

Hinter der zunächst verschlossenen Hülle steckt ein Riesling-Meisterwerk: nackter, nasser Stein, grüner Apfel, Weinbergspfirsich in Perfektion und subtile Kräuter. Immer wieder wischt die wunderbar gaumenreinigende Säure den Mund sauber, getragen von einer fesselnden Länge – ein Monument, das den Mund mit Aromen zutapeziert.

Ein Monument, das den Mund mit Aromen zutapeziert – eine Riesling-Granate der Extraklasse.

Jung unbedingt lange belüften; großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch, gebratenem Geflügel, würziger asiatischer Küche oder reifem Käse. Ebenso ein faszinierender Solist – mit genug Luft im Glas.


Lage: Thörnicher Ritsch „Monster" (Mittelmosel); 1,10 ha Steillage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, keine Schönung, Schraubverschluss

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Regnie 2015 Magnum

Rotwein · Beaujolais Cru Régnié · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Régnié Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Magnum (1,5 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Régnié 2015 in der Magnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Régnié ist der jüngste der zehn Beaujolais-Crus (seit 1988) und liegt auf rosa Granit- und Sandböden, die dem Gamay einen besonders feinen, eleganten und floral-fruchtbetonten Charakter verleihen.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Magnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Régnié, trocken; abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Vom rosa Granit- und Sandboden Régniés und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: helle rote Frucht wie Himbeere und Kirsche, florale Anklänge und eine feine, würzige Mineralität. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen saftig und fein gezeichnet, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein eleganter Gamay mit echtem Reifepotenzial.

Helle rote Frucht, florale Würze und feine Mineralität – saftig und elegant, mit feinem Tannin und langer Tiefe.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Régnié (Frankreich); jüngster der zehn Crus (seit 1988), rosa Granit- und Sandböden
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Magnum (1,5 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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Weine

Domaine des Sénons Mons Paronis Chardonnay 2023 BIO

Weißwein · Yonne · Chardonnay

Chardonnay IGP Yonne Sénonais (Yonne) 2023 · Bio (FR-BIO-01)

Der Mons Paronis Chardonnay 2023 der Domaine des Sénons stammt aus dem Sénonais bei Sens im nördlichen Burgund (IGP Yonne). Mit minimalem Kellereingriff erzeugt, zeigt er weiße Blüten, knackigen Pfirsich und frische Brotkruste – mineralisch, straff und doch von einem fruchtigen Kern getragen.


Sénonais – ein wiederbelebtes Weinland bei Sens

Die Domaine des Sénons liegt im Sénonais rund um Sens im äußersten Norden Burgunds (Yonne). Die Weinbaugeschichte der Region reicht bis in die Antike zurück; im Mittelalter genossen die Weine von Sens und seinen Dörfern – besonders Paron – an der Tafel der französischen Könige Berühmtheit. Im 19. Jahrhundert bedeckten die Weinberge über 400 Hektar; die Weine gelangten über Yonne und Seine bis in die Pariser Bistros.

Auf kalk- und tonhaltigen Böden belebt die Domaine dieses Erbe mit den burgundischen Sorten Chardonnay und Pinot Noir neu. Der Name „Mons Paronis" verweist auf das Dorf Paron. Gearbeitet wird biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2023 – Yonne

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die straffe, mineralische Art dieses Chardonnay.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, aus biologischem Anbau (FR-BIO-01).

Die Eingriffe im Keller sind auf ein Minimum reduziert; im Fokus steht die Verarbeitung ausschließlich hochwertiger Trauben. Der Ausbau ist auf Erhalt von Frische, Mineralität und Fruchtkern ausgerichtet.

Im Glas

Aromen von weißen Blüten, ergänzt um die knackige Frische von Pfirsich und den Duft frisch gebackener Brotkruste. Mineralisch in der Textur, straff in der Art und doch von einem fruchtigen Kern getragen, der mit Kraft und Struktur im Nachhall glänzt.

Weiße Blüten, knackiger Pfirsich und Brotkruste über mineralisch-straffer Textur – ein Chardonnay mit Kraft im Nachhall.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu Ziegenkäse. Die straffe Mineralität passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Sénonais bei Sens (Yonne, nördliches Burgund); kalk- und tonhaltige Böden
Klassifikation: IGP Yonne; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; minimaler Kellereingriff

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Länder/Regionen

Morillon blanc by Jeff Carrel

Wein · Weißwein · Limoux · Frankreich

Jeff Carrel Morillon Blanc ist ein einzigartiger, reinsortiger Chardonnay aus dem Limoux – „Morillon" ist ein Synonym für Chardonnay. Goldgelb in der Farbe, mit einem Duft zwischen getrockneten Früchten wie Quitte, Datteln und Rosinen sowie frischen Aromen von Orange und Tropenfrucht.


Limoux / Südfrankreich

Das Limoux im westlichen Languedoc ist für seine kühleren, höher gelegenen Lagen und sein Talent für Chardonnay bekannt. Die Reben für den Morillon stehen auf kalksteinhaltigem Untergrund. Vinifiziert wird der Wein vom renommierten Winzer Jeff Carrel.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay, gewonnen aus bewusst botrytisbefallenen Trauben. Der Wein reift zunächst acht Monate auf der Feinhefe und anschließend weitere sechs Monate in stark getoasteten Barriques. Trotz reif-süßlichem Eindruck ist er komplett durchgegoren und trocken.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase getrocknete Früchte wie Quitte, Datteln und Rosinen, dazu frische Orange und Tropenfrucht. Am Gaumen breit und sehr vollmundig, fast süßlich-reif wirkend, dabei trocken – ein vielschichtiges, ausdrucksstarkes Geschmacksparadoxon mit langem Abgang.

Am Tisch

Bei 11–13 °C servieren – ein kraftvoller Weißwein, der auch kräftigere Gerichte begleitet.

Passt zu: gebratenem Fisch, Geflügel, hellem Fleisch in cremigen Saucen, reifem Käse und Gerichten mit etwas Süße.


Lage: Limoux (Languedoc, Frankreich); Jeff Carrel
Klassifikation: Limoux – 100 % Chardonnay (Morillon), trocken
Ausbau: 8 Monate auf der Feinhefe, anschließend 6 Monate in stark getoasteten Barriques

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Frankreich

Chateau la Fortune Margaux Cru Bourgeois 2022

Rotwein · Margaux · Cabernet Sauvignon & Merlot · Bordeaux

Château la Fortune Margaux Cru Bourgeois ist ein eleganter Bordeaux-Rotwein aus der renommierten Appellation Margaux am linken Ufer der Gironde. Die Cuvée vereint Cabernet Sauvignon und Merlot und steht für die pure Eleganz eines klassischen Médoc. Im Glas reife rote Frucht, geschliffene Tannine und ein seidiger Abgang.


Margaux

Margaux ist eine der renommiertesten Gemeinde-Appellationen des Médoc, bekannt für besonders elegante, feingliedrige Rotweine. Die kiesgeprägten Böden mit guter Drainage bieten ideale Bedingungen für Cabernet Sauvignon und Merlot. Der Wein ist als Cru Bourgeois klassifiziert.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Cabernet Sauvignon und Merlot. Nach der Gärung reift der Wein gezielt in besten Barrique-Eichenfässern, die ihm Substanz, Struktur und feine Würze verleihen, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase reife rote Früchte. Am Gaumen elegant und strukturiert, mit geschliffenen, körnigen Gerbstoffen und Substanz aus dem Barriqueausbau. Eine frische Säure im Finish verleiht Spannung; der Abgang ist lang und seidig. Großes Potenzial.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter tut dem Wein gut. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, geschmortes Fleisch und gereifter Käse.


Lage: Margaux, Médoc (Bordeaux); Kiesböden
Klassifikation: Margaux AOC – Cru Bourgeois
Ausbau: Cabernet Sauvignon/Merlot, Barriqueausbau

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Rebsorten

Markus Schneider Sauvignon Blanc Kaitui

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Sauvignon Blanc Kaitui ist einer der bekanntesten deutschen Sauvignon Blancs. Von kühlen Kalksteinböden in hohen Lagen geprägt, zeigt er eine ausgeprägte exotische Fruchtaromatik – klar, frisch und ausdrucksstark.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Als Basis dienen kühle, gut versorgte Kalksteinböden in hohen Lagen, die enormen Einfluss auf die exotische Fruchtprägung nehmen. In Neuseeland, der überseeischen Heimat des Sauvignon Blanc, ist „Kaitui" die maorische Übersetzung für Schneider.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Die reifen Trauben (Mostgewicht 85° Oechsle) haben eine Maischestandzeit von 6–12 Stunden; anschließend erfolgt die kontrollierte Vergärung im Edelstahl, ganz ohne Eingriffe wie Schönung. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase exotisch und ausdrucksstark, mit Maracuja, Mango, Stachelbeere und einem Hauch frischer Kräuter. Am Gaumen klar und frisch, mit knackiger Frucht, animierender Säure und einem trockenen, saftigen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchten, Spargel und asiatischer Küche.


Lage: Pfalz, Ellerstadt – Kalksteinböden in Höhenlagen (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: Maischestandzeit 6–12 Stunden, kontrollierte Edelstahlvergärung, ohne Schönung

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Rebsorten

Robert Weil Riesling Kiedrich Gräfenberg Trockenbeerenauslese 2016

Weißwein · Rheingau · Riesling Trockenbeerenauslese

100 % Riesling Kiedrich Gräfenberg VDP.Große Lage Phyllit · bis 60 % Steigung Trockenbeerenauslese edelsüß 2016

Die Robert Weil Kiedrich Gräfenberg Riesling Trockenbeerenauslese 2016 ist die höchste Prädikatsstufe aus der bekanntesten Lage des Hauses: Beere für Beere von Hand gelesen, ausschließlich edelfaul eingeschrumpfte Trauben, hochkonzentriert und dennoch getragen von einer straffen Säure. Ein Wein, der Jahrzehnte vor sich hat.


Kiedrich Gräfenberg – der „Berg des Rheingrafen"

Der Gräfenberg wurde Ende des 12. Jahrhunderts erstmals als mons Rhingravii, Berg des Rheingrafen, erwähnt und gehört zu den ältesten dokumentierten Weinlagen Deutschlands. Er liegt oberhalb von Kiedrich, abseits des Rheinufers am Fuß des Taunus, und ist als VDP.Große Lage klassifiziert.

Die Lage ist nach Südwesten ausgerichtet und erreicht Steigungen bis zu 60 Prozent. Die Böden sind mittel- bis tiefgründig, steinig-grusig und stark von Phyllit geprägt – einem schiefrigen Gestein des Taunus, das gut entwässert und sich in der Sonne schnell erwärmt. Die Südwestneigung fängt die Nachmittagssonne, die Nähe zum Wald bringt kühle Nächte. Diese Kombination aus Wärme am Tag und Feuchte in den Morgenstunden ist es, die im Herbst die Edelfäule begünstigt.

Das Weingut Robert Weil in Kiedrich ist das Haus, das diese Lage bekannt gemacht hat. Die edelsüßen Weine aus dem Gräfenberg entstehen nur in Jahren, in denen die Botrytis sauber einsetzt, und nur in winzigen Mengen – Voraussetzung sind Präzision im Weinberg und eine Selektion bei der Lese, die in einem gewöhnlichen Jahr gar nicht möglich wäre.

Jahrgang 2016 – Rheingau

Das Jahr 2016 begann im Rheingau mit einem ungewöhnlich nassen Frühjahr und Frühsommer. Im Juni fiel an vielen Tagen Regen, der Druck durch Falschen Mehltau war enorm, und wer nicht konsequent arbeitete, verlor Ertrag. Ab Juli drehte das Wetter: Hochsommer und September waren warm und trocken, die Reben holten den Rückstand auf.

Der Herbst brachte die Bedingungen, die edelsüße Weine brauchen: sonnige Tage, neblige Morgen und eine saubere, spät einsetzende Botrytis. Die Trauben schrumpften ein, ohne zu faulen, Zucker und Säure konzentrierten sich gleichermaßen. Die Mengen für Trockenbeerenauslesen blieben winzig, die Qualität der edelfaulen Beeren war hoch – mit einer Säure, die die Süße über Jahrzehnte tragen kann.

Beerenauslese von Hand, Gärung über Monate

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2016, Prädikat Trockenbeerenauslese, edelsüß. Gelesen werden ausschließlich einzelne, vollständig edelfaul eingeschrumpfte Beeren – von Hand, Beere für Beere, in mehreren Durchgängen durch dieselbe Parzelle. Die Botrytis durchlöchert die Beerenhaut, Wasser verdunstet, zurück bleibt ein Saft mit extremer Konzentration von Zucker, Säure und Extrakt.

Aus einer solchen Lese entsteht nur ein Bruchteil der Mostmenge einer normalen Ernte. Die Gärung verläuft wegen des hohen Zuckergehalts sehr langsam und kommt von selbst zum Stillstand, lange bevor der Zucker vergoren ist: Die natürliche Restsüße bleibt fast vollständig im Wein. Trockenbeerenauslese ist die höchste und aufwendigste Stufe der deutschen Prädikatsweine.

Im Glas

Tiefes, leuchtendes Goldgelb. In der Nase hochkonzentriert: kandierte Aprikose, Quitte und Mango, dazu Honig, Karamell, Feige, Rosine und Orangenmarmelade, getragen von der würzigen Note der Botrytis und einem mineralischen Unterton.

Am Gaumen dicht und fast ölig, mit großer Konzentration – und darunter eine straffe, rassige Säure, die die Süße ausbalanciert und den Wein nicht klebrig werden lässt. Der Abgang ist vielschichtig und klingt sehr lange nach.

Beere für Beere gelesen, Gärung, die von selbst stehen bleibt: So viel Süße braucht die Säure des Gräfenbergs, um im Gleichgewicht zu sein.

Bei 8–10 °C servieren, in kleinen Gläsern mit enger Öffnung. Trinkbar schon jetzt, mit einem Reifepotenzial, das weit über Jahrzehnte reicht.

Am Tisch

Als Solist nach dem Essen, zu Foie gras, zu Desserts mit Aprikose oder Karamell sowie zu kräftigem Blauschimmelkäse wie Roquefort oder Stilton. Die Säure trägt auch Tarte Tatin, Crème brûlée und gereiften Comté – nur sehr süße Desserts sollte man ihm nicht zumuten, sie lassen den Wein flach wirken.


Produzent Weingut Robert Weil, Kiedrich
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Kiedrich Gräfenberg, Rheingau · VDP.Große Lage · Südwestlage mit bis zu 60 % Steigung · steinig-grusige Böden mit hohem Phyllitanteil
Klassifikation Prädikatswein · Trockenbeerenauslese · edelsüß
Jahrgang 2016
Vinifikation selektive Handlese einzelner edelfauler Beeren in mehreren Durchgängen · langsame Gärung · natürliche Restsüße
Trinkempfehlung jetzt bis weit über 2060

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Spanien

Mauro 2023

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla y León · Tempranillo-Cuvée

80 % Tempranillo · 20 % Syrah und Cabernet Sauvignon VT Castilla y León Tudela de Duero · Traspinedo Ton und Kalk 16 Monate Barrique und Foudre 2023

Der Mauro 2023 ist der Rotwein, mit dem Mariano García 1978 sein eigenes Weingut in Tudela de Duero begründete. Tempranillo mit Syrah und Cabernet Sauvignon aus Weinbergen in Tudela de Duero und Traspinedo, gereift in Barriques und Foudres aus französischer Eiche. Ein kraftvoller und zugleich seidig strukturierter Rotwein aus einem heißen Jahrgang mit früher Lese.


Tudela de Duero – Ton und Kalk knapp außerhalb der Ribera

Mariano García war rund 30 Jahre technischer Direktor bei Vega Sicilia. Mit Bodegas Mauro gründete er 1978 sein eigenes Projekt in Tudela de Duero bei Valladolid. Der Ort hat eine lange Weinbautradition: Schon 1562 befreite Philipp II. ihn wegen der Qualität seiner Reben von Abgaben. Ausbaukeller und Flaschenlager liegen in einem kastilischen Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert, seit 2004 wird in einem modernen Gebäude vinifiziert, in dem die Trauben per Schwerkraft in die Gärtanks gelangen.

Tudela de Duero liegt knapp außerhalb der DO Ribera del Duero, und Mauro verwendet Rebsorten wie Syrah, die dort nicht zugelassen sind. Deshalb trägt der Wein die Herkunft Vino de la Tierra de Castilla y León. Die Weinberge umfassen rund 80 Hektar in verschiedenen Lagen in Tudela de Duero und Traspinedo, bepflanzt vor allem mit Tempranillo und Syrah.

Die Böden sind je nach Parzelle kalkig oder tonig-kalkig. Das Klima im Duero-Tal ist streng kontinental, mit wenig Niederschlag, heißen Sommern und kalten Wintern. Die Erträge liegen bei nur 3.000 bis 5.000 Kilogramm je Hektar.

Jahrgang 2023 – Castilla y León

Ein regenreicher Winter füllte 2023 die Wasserreserven der Böden gut auf. Darauf folgte ein trockenes Frühjahr und ein Sommer, der zum Ende hin sehr heiß wurde. Der Farbumschlag der Trauben setzte bereits Mitte Juli ein.

Die Lese begann früher als üblich, am 28. August. Die Wasserreserven aus dem Winter halfen den Reben durch den heißen Sommer. 2023 ergibt bei Mauro einen Wein mit reifer, saftiger Frucht, runden, feinen Tanninen und guter Frische.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 80 % Tempranillo und 20 % Syrah und Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2023. Die Trauben werden von Hand in kleinen Kisten gelesen, im Keller sorgfältig selektiert und nach Sorte und Lage getrennt vinifiziert.

Anschließend reifte der Wein 16 Monate in Barriques und Foudres aus französischer Eiche unterschiedlichen Alters. Die großen Fässer halten das Holz im Hintergrund und lassen Frucht und Tannin zusammenwachsen. Abgefüllt wurde im April 2025.

Im Glas

Intensive, elegante Nase mit roter Frucht in Konfitürenart, dunklen Beeren und einem zarten floralen Hauch. Am Gaumen körperreich und energisch, mit fester, eleganter Struktur, runden, saftigen Tanninen, guter Säure und einem langen, frischen Abgang.

Tempranillo und Syrah von Ton und Kalk in Tudela de Duero, 16 Monate Barrique und Foudre: Kraft mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich, mit deutlichem Reifepotenzial. Profitiert von einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Lechazo und andere kastilische Braten, rotes Fleisch und Lamm vom Grill, Ibérico-Schwein sowie gereifte Hartkäse.


Produzent Bodegas Mauro (Mariano García), Tudela de Duero
Rebsorte 80 % Tempranillo · 20 % Syrah und Cabernet Sauvignon
Lage Tudela de Duero und Traspinedo, Valladolid · kalkige und tonig-kalkige Böden · kontinentales Klima
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla y León
Jahrgang 2023
Vinifikation Handlese · Lesebeginn 28. August · Traubenselektion · getrennte Vinifikation nach Sorte und Lage
Ausbau 16 Monate Barriques und Foudres aus französischer Eiche unterschiedlichen Alters · Abfüllung April 2025

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