Van Volxem – 2018 – Sonne und Riesling

Van Volxem – Saar – Deutschland

Der Weinjahrgang 2018 in Deutschland kann als einer der längsten und wärmsten der Menschheitsgeschichte betrachtet werden. Wie immer wird bei gutem und heißen Wetter von einem Jahrhundertjahrgang im Weinanbau gesprochen. Das nicht immer alles gold ist was glänzt, selbst wenn es mit viel Zucker vollgepackte Weintrauben sind, beweist der Jahrgang 2018 wie kaum ein anderer exemplarisch.

Gerade für Weißweine, die oft von ihrer Leichtigkeit, Frische und einem spannenden Säurebogen leben, wird klar, dass in diesem Jahr nur die Winzer eine Top Ernte eingefahren haben, die über beste Weinberge verfügen und diese dann auch noch perfekt gehegt und gepflegt haben. Alte Rebstöcke mit tiefwurzelnden Reben konnten sich noch besser vor der Trockenheit schützen, da diese ihre lebenswichtigen Nährstoffe aus den Tiefen der unteren Bodenschichten beziehen konnten.

An der Mosel und vor allen Dingen an der Saar gab es allerdings nach der Lese zurecht Jubelrufe. Diese Regionen mit ihren beeindruckenden Steillagen, ihren verschieden Schieferformationen und ihren alten Weinbergen konnt die anhaltende Wärmeperiode nicht viel ausmachen, und einige Winzer haben so wahrlich große Weine produzieren können.

Auch das Weingut Van Volxem an der Saar betitelt den Jahrgang als grandiosen Saar-Jahrgang; und auch das in den letzten Jahren inflationär verwendete Wort „Jahrhundertjahrgang“ ziert immer wieder die Beschreibungen.

Bei Van Volxem und an der Saar konnten allerdings wie selten hocharomatische und reife Rieslingtrauben eingefahren werden. Dabei blieben auch die Säurewerte durch die kühlen Nächte und den frischen Winden aus den Seitentälern der Saar bestens erhalten.

So ist der Jahrgang 2018 an Frucht und Reife kaum zu toppen und präsentiert sich bereits jetzt im noch sehr jungen Stadium als perfekt zu trinken. Ob es dann tatsächlich der ganz, ganz große Wurf wird, werden die nächsten Jahrzehnte zeigen … die Weine vom Weingut Van Volxem werden in jedem Fall zu den allerbesten Weinen des Jahrgangs zu zählen sein!

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Spirituosen

Eden Mill Love Gin

Gin · Botanicals · Schottland

Eden Mill Love Gin ist ein schottischer Gin der Eden Mill Distillery in St Andrews. Neben Wacholder prägen rote Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren und ganze Hibiskusblüten den Charakter. Das Ergebnis ist ein fruchtig-florales Profil mit Noten von roten Früchten und Zitrus. Im Glas zeigt sich ein zarter rosa Schimmer.


Herkunft

Die Eden Mill Distillery liegt in St Andrews an der schottischen Ostküste und vereint Brennerei und Brauerei unter einem Dach. Der Love Gin zählt zu den bekanntesten Abfüllungen des Hauses.

Botanicals und Destillation

Kernbotanicals sind Wacholder, rote Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren und ganze Hibiskusblüten. Die Hibiskusblüten geben dem Gin seinen zart-rosa Ton. Abgefüllt mit

Im Glas

In der Nase rote Früchte, Rosenblüte und ein Hauch Zitrus über klarer Wacholderbasis. Am Gaumen fruchtig und blumig, mit Beerennoten und feiner Zitrusfrische. Der Abgang ist weich und floral.

Im Drink

Spirituose ohne Flaschenreifung – kühl und dunkel gelagert über Jahre stabil. Gut gekühlt servieren, pur auf Eis oder im Gin & Tonic; mit hellem Tonic und einer Erdbeere oder Rosenblüte kommt der florale Charakter zur Geltung.

Klassische Begleitung: Tonic Water, rote Beeren, Rosé-Aperitifs und leichte Sommerküche. Auch als Basis fruchtiger Cocktails.


Herkunft: St Andrews, Schottland
Art: Gin
Botanicals: Wacholder, Rosenblätter, Eibisch, Goji-Beeren, Hibiskus

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Chambolle Musigny Aux Beaux Bruns 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Aux Beaux Bruns · 1er Cru Chambolle-Musigny 0,23 ha · Reben ~40 Jahre · 1.200 Flaschen 18 Monate Holz · 60% neu

Der Chambolle-Musigny Aux Beaux Bruns 1er Cru 2021 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir von Eleganz und Feinheit. Aromen kleiner roter Früchte und ein feiner Abgang mit eleganten Tanninen prägen diesen Wein aus winziger Produktion.


Aux Beaux Bruns – Premier Cru in Chambolle-Musigny

Les Beaux Bruns liegt im unteren Teil des Dorfes Chambolle-Musigny mit Ostausrichtung. Der Boden ist kalkhaltig und reich an weißem Mergel; eine dünne Kieselschicht an der Oberfläche sorgt für gute Entwässerung. Chambolle-Musigny steht für die feinsten, parfümiertesten Pinots der Côte de Nuits.

Die Parzelle umfasst nur 0,23 Hektar mit rund 40 Jahre alten Reben und liefert im Schnitt etwa 1.200 Flaschen. Erzogen wird im Cordon Royat und Single Guyot; gepflügt wird mechanisch, ohne Düngemittel oder chemische Herbizide, nur mit organischen Bodenverbesserern. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen der Côte de Nuits.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – passend zur duftigen, eleganten Art von Chambolle.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, von Hand in kleinen Kisten gelesen. Strenge Traubenselektion, teilweise Entrappung und Spontangärung mit natürlichen Hefen.

Ausbau über 18 Monate im Eichenfass, davon 60 % neu und 40 % einmal belegt. Seine optimale Reife erreicht der Wein nach rund acht Jahren.

Im Glas

Aromen kleiner roter Früchte, getragen von Eleganz und Feinheit. Am Gaumen fein gezeichnet, mit einem schönen Abgang und eleganten Tanninen.

Kleine rote Früchte, Eleganz und Feinheit über eleganten Tanninen – Chambolle-Musigny in seiner duftigen Form.

In der Jugend zugänglich, seine optimale Reife erreicht der Wein nach rund acht Jahren. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Aux Beaux Bruns (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); kalkhaltig, weißer Mergel, Kiesauflage, Ostlage, 0,23 ha, Reben ~40 Jahre
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teilweise entrappt, Spontangärung; 18 Monate Holz (60% neu, 40% einmal belegt); Handarbeit im Weinberg

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Länder/Regionen

Lenotti Le Olle Bardolino Superiore

Wein · Rotwein · Bardolino Superiore DOCG · Italien

Lenotti Le Olle Bardolino Superiore ist der etwas andere Bardolino: nach der Amarone-Methode aus teils getrockneten Trauben erzeugt. Kraftvoll, dicht und intensiv, mit getrockneten Früchten und Gewürzen im Duft – weit entfernt vom leichten Bardolino.


Bardolino / Gardasee

Die Cantine Lenotti liegen in Bardolino am Ostufer des Gardasees (Veneto). Die Trauben stammen aus der Lage „La Prà" in den klassischen Hügeln (Classico) auf moränischem, steinigem Boden. Der Name „Le Olle" geht auf antike Tonkrüge (ital. olle) zurück, die im Weinberg ausgegraben wurden.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Corvina (65 %), Rondinella (25 %) und Cabernet Sauvignon (10 %). Ein Teil der Trauben wird nach der Ernte direkt gepresst, ein weiterer Teil zunächst einige Wochen getrocknet (Appassimento, Amarone-Methode), um die Aromen zu konzentrieren. Nach der Gärung mit täglichem Délestage reift der Wein teils im Eichenholzfass, teils im Edelstahl. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, kräftiges Rot. In der Nase getrocknete Früchte, dunkle Kirsche, Pflaume und Gewürze. Am Gaumen kraftvoll, dicht und vollmundig, mit reifer Frucht, samtiger Struktur und sehr langem, intensivem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, am besten etwas dekantiert – ein kraftvoller Begleiter für herzhafte Gerichte.

Passt zu: kräftigen Pastagerichten, Schmorbraten, gegrilltem rotem Fleisch, Wild und gereiftem Käse.


Lage: Weinberg „La Prà", Bardolino Classico, Gardasee, Veneto (Italien)
Klassifikation: Bardolino Superiore DOCG Classico – Corvina, Rondinella, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: Appassimento (Amarone-Methode), teils Eichenholzfass, teils Edelstahl

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Spirituosen

Mono Anis seco

Spirituose · Anislikör · Badalona · Spanien

Anís del Mono Seco ist ein trockener Anislikör aus Spanien, nach traditionellem Rezept hergestellt. Nach dem Essen pur zu genießen – oder man „veredelt" einen Kamillentee mit ein paar Tropfen Anis.


Herkunft / Badalona

Die Marke Anís del Mono wurde 1870 von den Brüdern Bosch in Badalona bei Barcelona gegründet und gehört seit 1975 zur Osborne-Gruppe. Die modernistische Fabrik am Meer und das berühmte Affen-Etikett – dessen Gesicht an Charles Darwin erinnert – machen den Anislikör zu einem Klassiker der spanischen Trinkkultur.

Zutaten und Destillation

Hergestellt nach der Originalrezeptur: natürlicher Anis und weitere aromatische Pflanzen werden in den historischen Kupferbrennblasen aus dem 19. Jahrhundert destilliert, um die ätherischen Öle zu gewinnen. Diese werden mit neutralem Alkohol und Wasser vermählt, leicht gerührt, filtriert und abgefüllt. Die Seco-Variante (grünes Etikett) ist die trockene Version mit geringem Zuckeranteil.

Im Glas

Klar und kristallin. In der Nase intensives Anis- und Lakritzaroma. Am Gaumen trocken und würzig mit feiner Kräuternote. Mit Wasser oder Eis wird der Likör milchig-trüb und milder im Geschmack.

Pur und im Drink

Pur als Digestif nach dem Essen oder gekühlt mit Wasser und Eis als Aperitif. Ein paar Tropfen veredeln einen Kamillentee; klassisch auch als Carajillo mit Kaffee.

Ideal: pur als Digestif, mit Wasser/Eis oder im Carajillo.


Herkunft: Badalona, Katalonien (Spanien); Anís del Mono (Osborne)
Art: Anislikör, trocken (Seco, grünes Etikett)
Zutaten: natürlicher Anis und aromatische Pflanzen, neutraler Alkohol, Wasser
Destillation: Destillation in historischen Kupferbrennblasen (19. Jahrhundert)

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USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2017

Rotwein · Grenache · Walla Walla Valley · USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2017 ist für viele Kritiker der beste Jahrgang dieser Cuvée – ein Grenache, der große Intensität mit Eleganz und Reinheit verbindet. Himbeere und Walderdbeere, Pfeffer und Veilchen, opulent und zugleich ätherisch: ein Grenache von fast burgundischer Anmutung.


Armada, Walla Walla Valley

God Only Knows stammt aus der Lage Armada im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben wurden 2001 mit 1.815 Stöcken pro Acre gepflanzt – damals die dichteste Pflanzung der Region – und wurzeln in runden Basaltkieseln. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit und hält die Erträge winzig klein.

Rebsorte und Ausbau

Rund 90 % Grenache; die übrigen rund zehn Prozent verrät Christophe Baron nicht – daher der Name „God Only Knows“. Vergoren überwiegend mit ganzen Trauben im Beton, anschließend rund 21 Monate in gebrauchten Demi-Muids und Foudres aus französischer Eiche.

Im Glas

Mittleres Rubin mit violettem Schimmer. In der Nase Himbeere, Walderdbeere und geräucherte Kirsche, dazu saftige Blüten, gemahlener Pfeffer, Veilchen, Rosmarin und Lavendel. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, mit großartigem Kern, opulent und kraftvoll und doch schwebend leicht; reife Tannine und ein fester Säurebogen tragen ein langes Finale mit feiner Umami-Note.

Am Tisch

Jetzt schön zugänglich und noch viele Jahre mit Genuss zu trinken. Etwas Luft im Dekanter lohnt sich. Bei 15–17 °C servieren.

Klassische Begleitung: Lamm, Ente, Wachtel und Gerichte mit Kräutern der Provence.


Lage: Armada, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Grenache
Jahrgang: 2017
Ausbau: ca. 90 % Grenache; Ganztraube, Beton, ca. 21 Monate gebrauchte Demi-Muids und Foudres

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Spanien

Traslascuestas Tempranillo roble

Wein · Rotwein · Ribera del Duero · Spanien

Traslascuestas Tempranillo Roble ist ein junger Ribera del Duero mit erstaunlicher Tiefe und Eleganz. Die Trauben stammen von mindestens 20 Jahre alten Reben rund um Roa de Duero auf 800 Metern Höhe, wo große Tag-Nacht-Temperaturunterschiede für eine langsame, ausgewogene Reifung sorgen.


Ribera del Duero / Roa de Duero

Das Gut Traslascuestas liegt in der DO Ribera del Duero. Die handverlesenen, ertragsarmen Parzellen rund um Roa de Duero auf 800 Metern Höhe liefern konzentrierte Trauben von mindestens 20 Jahre alten Reben; die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für Frische und Balance.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tempranillo. Nach sanfter Entrappung folgt eine kurze Kaltmazeration bei 8 °C, um die aromatische Frucht zu bewahren. Die Gärung verläuft mit autochthonen Hefen, gefolgt von der malolaktischen Gärung auf der Feinhefe. Der Wein reift vier Monate in französischer (60 %) und amerikanischer (40 %) Eiche und ruht anschließend mindestens fünf Monate in der Flasche. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Intensives Kirschrot mit violettem Saum. In der Nase schwarze und rote Früchte – Johannisbeere, Blaubeere, Himbeere –, begleitet von feinen milchigen und würzigen Noten wie Pfeffer sowie Anklängen von Balsamico und Schokolade. Am Gaumen saftig und rund, mit feiner Säure, süßlichen Tanninen und einem langen Nachhall nach Kaffee und Toast.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein saftiger, vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Lamm, Tapas, Pasta und mittelreifem Käse.


Lage: DO Ribera del Duero, Roa de Duero (~800 m, Spanien); Traslascuestas
Klassifikation: DO Ribera del Duero Roble – 100 % Tempranillo (alte Reben), trocken
Ausbau: Spontangärung, 4 Monate franz./amerik. Eiche (60/40), mind. 5 Monate Flaschenreife

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USA

Saxum Broken Stones 2016

Rotwein · Paso Robles · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Broken Stones Multi-Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden Eiche, Foudre & Amphore 2016

Der Saxum Broken Stones 2016 ist die einzige Multi-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum – Syrah-basiert, aus allen Lagen, die das Gut bezieht. Vollgewichtig, reich und intensiv, dabei von großer Reinheit, Fokus und Komplexität. Ein herzhafter, mineralischer Wein mit der für 2016 typischen Frische.


Broken Stones – die Multi-Vineyard-Cuvée

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Der Broken Stones ist der einzige Wein des Guts, der als Multi-Vineyard-Blend aus allen Lagen entsteht, die Saxum bezieht – der 2016er stammt aus den Spitzenlagen James Berry, G2 und Paderewski westlich von Paso Robles. Der Name verweist auf die gebrochenen, kalkreichen Steine dieser Böden. Der Name Saxum selbst ist lateinisch für „Stein".

Die kargen Kalkböden geben den Weinen Mineralität, eine kreidige Textur, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2016 – Paso Robles

2016 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, „klassischer" Jahrgang mit reifer Frucht und besonders guter Frische und Säure. Auf den kalkreichen Lagen ergibt das einen herzhaften, präzisen und mineralisch geprägten Wein. Mit rund einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt er sich heute am Beginn seiner Reifephase: Die primäre Frucht gewinnt zunehmend würzig-erdige Sekundäraromen hinzu, während die Kalksteinmineralität für anhaltende Frische sorgt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 52 % Syrah, 18 % Mataro (Mourvèdre), 10 % Grenache, 10 % Tempranillo, 8 % Petite Sirah und 2 % Roussanne – aus den Lagen James Berry, G2 und Paderewski –, Jahrgang 2016, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; Petite Sirah Farbe und festes Tannin; der mitvergorene Roussanne hebt Aromatik und Textur. Vergoren mit rund 8 % Ganztrauben, reift der Wein etwa 22 Monate in unterschiedlichen Gebinden – 51 % neue Eiche, 31 % Foudres und 13 % Amphoren –, was ihm Tiefe, Frische und eine besondere Textur verleiht. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der Syrah-basierten Multi-Vineyard-Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Herzhaftigkeit und Mineralität: mittleres bis tiefes Rubin im Glas, dazu schwarze Frucht wie schwarze Kirsche und Blaubeere, florale Anklänge von Veilchen und getrockneten Rosenblättern, Potpourri, geröstete Kaffeebohne, Unterholz und eine rauchig-erdige Note. Mit der Reife treten würzig-erdige Sekundärnoten hinzu. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, intensiv, herzhaft und fleischig, mit festem, körnigem Tannin und einer großen, kreidig-mineralischen Frische, die in einen langen Nachhall mündet.

Schwarze Kirsche und Blaubeere, Veilchen und Rosenblätter über Kaffee, Unterholz und rauchiger Erde – herzhaft und mineralisch, mit langem Finale.

Jetzt am Beginn der Reife; vor dem Genuss dekantieren. Mit weiterem Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu Short Ribs und kräftigen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Multi-Vineyard-Cuvée aus den Lagen James Berry, G2 und Paderewski, Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkreiche Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 52 % Syrah, 18 % Mataro, 10 % Grenache, 10 % Tempranillo, 8 % Petite Sirah, 2 % Roussanne (trocken)
Ausbau: ~8 % Ganztraube, ~22 Monate in 51 % neuer Eiche, 31 % Foudres und 13 % Amphoren; nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

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Whisky

Ardbeg Traigh Bhan 19 years old Batch 4

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay 19 Jahre Batch 4 (2022) höherer Oloroso-Sherry-Anteil non chill-filtered

Der Ardbeg Traigh Bhan 19 Jahre Batch 4 ist die vierte, 2022 veröffentlichte Auflage der jährlich limitierten 19-jährigen Reihe der Islay-Destillerie Ardbeg. Benannt ist sie nach Traigh Bhan, dem „singenden" Sandstrand auf Islay. Batch 4 setzt im Vergleich zu den Vorgängern auf einen höheren Anteil an Oloroso-Sherryfässern, was ihm mehr Tiefe und einen Hauch alter Schule verleiht. Gereift in amerikanischer Eiche und Oloroso-Sherry, non chill-filtered und mit natürlicher Farbe 


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Namensgeber dieser Reihe ist der nahe Strand Traigh Bhan, dessen Sand bei Wind „singt". Atlantik, Torf und Meeresluft prägen den maritimen Stil.

Assemblage und Ausbau

Batch 4 reift 19 Jahre in amerikanischer Ex-Bourbon-Eiche und Oloroso-Sherryfässern – mit einem höheren Sherry-Anteil als in früheren Chargen. Das bringt Holzrauch, Menthol und Anis stärker in den Vordergrund. Jede Charge trägt einen eigenen Batch-Code und die Signatur eines Teammitglieds; Batch 4 ist von Distillery Manager Colin Gordon gezeichnet (Destillat von 2003). Abgefüllt wird non chill-filtered und ohne künstliche Färbung.

Im Glas

Goldfarben im Glas. In der Nase krautige Kiefer und Fenchel, dazu Limetten-Sorbet, medizinische Lutschpastille, Eukalyptus und ein Hauch Sattelseife; mit Wasser folgen Haselnuss, Vanille, Johannisbeere und Minzschokolade. Am Gaumen Holzrauch, Menthol und Anis, ergänzt um milde tropische Frucht, Milchschokolade, Vanille und Teeblatt – die Sherrynote ist präsent, aber eingebunden. Der Nachhall ist lang, rauchig und würzig.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; einige Tropfen Wasser öffnen die reiferen Aromen. Passt zu geräuchertem Fisch, gereiftem Hartkäse, dunkler Schokolade und herzhaften Trockenfrüchten. Ein vielschichtiger Islay-Malt für besondere Anlässe.



Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky, 19 Jahre (Traigh Bhan Batch 4, 2022)
Ausbau: amerikanische Ex-Bourbon-Eiche und Oloroso-Sherryfässer (höherer Sherry-Anteil), 19 Jahre

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