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9. Juni 2020

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Rebsorten

Etienne Sauzet Puligny Montrachet Sous Le Puits 1er Cru 2024

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Sous le Puits · 1er Cru Puligny-Montrachet 400 m · Steillage 2024 · Bio (FR-BIO-01)

Der Puligny-Montrachet Sous le Puits 1er Cru 2024 der Domaine Etienne Sauzet ist ein Chardonnay aus einer der steilsten und höchsten Premier-Cru-Lagen von Puligny-Montrachet. Mineralisch, dicht und lagerfähig – im kühlen Jahrgang 2024 besonders frisch, knackig und präzise.


Sous le Puits – exponierte Höhenlage

Sous le Puits („unter dem Brunnen") liegt auf 400 Metern Höhe und umfasst 6,80 Hektar. Es ist einer der steilsten Weinberge von Puligny-Montrachet; die Höhe und Steilheit bringen besonders mineralische, dichte und lagerfähige Chardonnays hervor.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune beherbergt vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden geben feine Mineralität und feste Struktur. Die Domaine Etienne Sauzet, 1903 gegründet und in Puligny-Montrachet ansässig, zählt zu den großen Weißwein-Adressen des Burgunds.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein Jahr der Geduld: ein ungewöhnlich milder, sehr niederschlagsreicher Winter, ein früher Austrieb, dann ein feucht-kühles Frühjahr mit Frostnächten, regionalem Hagel und hohem Krankheitsdruck. Die Blüte verlief uneinheitlich; erst der stabilere, trockenere Sommer brachte eine langsame Reife, bevor sich zur Lese eine freundlichere Wetterphase einstellte.

Die Lese begann spät, mit strenger Selektion; die Erträge waren teils um bis zu 60 % reduziert. Bei moderaten Mostgewichten entstanden balancierte, leichtere Weine. Die Weißweine 2024 wirken klar, fein strukturiert und von pikanter Frische mit kühler Eleganz – ideal zur straffen, mineralischen Art des Sous le Puits.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, biologisch (FR-BIO-01).

Die Gärung erfolgt im Stil des Guts spontan in großen Eichenfässern, temperaturreguliert; der gesamte Ausbau bis zur Feinhefelagerung dauert bis zu 18 Monate und gibt dem Wein Tiefe und Textur.

Im Glas

Ein straffer, mineralischer Chardonnay: Zitrus und weiße Blüten treffen auf steinige Mineralität. Am Gaumen dicht und präzise, im kühlen 2024er mit klarer Säure, fester Struktur und langem, salzigem Abgang.

Zitrus und weiße Blüten über steiniger Mineralität – dicht, präzise und im kühlen 2024er besonders knackig.

Jung schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Geflügel in heller Sauce, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Sous le Puits (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); 400 m, eine der steilsten Lagen, 6,80 ha
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung im großen Eichenfass, bis 18 Monate inkl. Feinhefe

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 4

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 4 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni mit zehn bis zwölf Jahren Fassreife. „Scudo 4" ist die längstgereifte Stufe der Bertoni-Skala – dicht, mit intensivem Körper und großer Ausgewogenheit. Er entsteht aus gekochtem Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig. Durch die lange Reifung in Holzfässern gewinnt er Tiefe und Komplexität.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht hier aus gekochtem Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Gekochter Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig reift zehn bis zwölf Jahre in Holzfässern. Die lange Reifung verdichtet ihn zu einem intensiven, ausgewogenen Essig. Zutaten: gekochter Traubenmost, Weinessig. Enthält Sulfite.

Geschmack

Tiefdunkel und glänzend, von dichter, sirupartiger Viskosität. Im Geschmack intensiv und vielschichtig, mit kraftvollem Körper und ausgewogener Süße. Der Abgang ist sehr lang.

Am Tisch

Roh und tropfenweise einsetzen – ideal zu Foie Gras, reifem Käse, Edelpilzen, geräuchertem Lachs, Fisch-Tartar, Muscheln, Schalentieren, Kaviar und dunkler Schokolade. Auch feine Salate gewinnen dadurch. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 4"
Zutaten gekochter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 10–12 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2035

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Georgien

Samtavisi Marani Goruli Mtsvane 2021

Wein · Orange Wine · Kartli · Georgien

Samtavisi Marani Goruli Mtsvane ist ein georgischer Orange Wine aus der autochthonen Rebsorte Goruli Mtsvane. Die edel auf der Flasche prangende Feige gibt die Richtung vor: weiche, einladende Aromatik mit feinherben Fruchtnoten von Mandarine und Litschi, frisch gemahlenen Mandeln und einer milden Teenote – die Tannine sind dabei kaum spürbar.


Kartli / Georgien

Das Naturweingut Samtavisi Marani wird vom Künstler Mamuka Kikvadze im Dorf Samtavisi in der Region Kartli geführt, zwischen dem Trialeti-Gebirge und dem Hohen Kaukasus. Die Rebsorte Goruli Mtsvane stammt aus Kartli, aus der Region um Gori („Goruli"), und unterscheidet sich deutlich von der bekannteren Variante aus Kachetien („Kachuri Mtsvane"): klarer, ruhiger und weniger wild in ihrer Art. Die Weinberge werden ohne Herbizide bewirtschaftet.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Goruli Mtsvane. Vinifiziert nach georgischer Tradition im Qvevri (in den Boden eingelassene Tonamphore) mit mehrmonatiger Maischestandzeit, die dem Wein seine bernsteinfarbene Tönung und sanfte Struktur verleiht; anschließend kurze Reife im Edelstahl. Unfiltriert und mit minimalem Eingriff abgefüllt.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase weich und einladend, mit feinherben Noten von Mandarine und Litschi, getrockneter Aprikose und reifem Apfel. Am Gaumen frisch gemahlene Mandeln und eine milde Teenote, getragen von einer exzellent austarierten Säure. Die Tannine sind kaum spürbar; langer, sauberer Abgang.

Am Tisch

Nicht zu kalt servieren (14–16 °C) und atmen lassen – so öffnet sich der Wein am besten. Ein vielseitiger Begleiter kräftiger Küche.

Passt zu: Geflügel, gegrilltem Gemüse, würzigen Gerichten, Hartkäse und georgischer Küche.


Lage: Region Kartli (Shida Kartli), Samtavisi (Georgien); Naturweingut Samtavisi Marani (Mamuka Kikvadze)
Klassifikation: Orange/Amber Wine – 100 % Goruli Mtsvane, trocken
Ausbau: Maischegärung und -reifung im Qvevri (mehrere Monate), kurze Edelstahlreife; unfiltriert

Bilder: © LEPL

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Spanien

Barbadillo Cream Sherry

Der fertige Oloroso wird mit dem Süßwein Moscatel oder Pedro Ximénez verschnitten. Der Cream von Barbadillo gehört zu den Feinsten und überzeugt durch seine elegante und lang anhaltende Art.

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 1

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 1 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni, der drei bis vier Jahre in Holzfässern gereift ist. „Scudo 1" steht für die jüngste Stufe der Bertoni-Reifeskala – fruchtbetont, süß-säuerlich (agrodolce) und vielseitig. Aus Weinessig und gekochtem Traubenmost, mit feiner Viskosität. Ein Allrounder für die alltägliche Küche.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht aus Weinessig und gekochtem Traubenmost und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Weinessig und gekochter Traubenmost reifen rund drei bis vier Jahre in Holzfässern. Die Stufe „Scudo 1" markiert den jüngsten und frischesten Reifegrad der Bertoni-Reihe. Zutaten: Weinessig, gekochter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Dunkelbraun und glänzend, mit feiner Viskosität. Im Geschmack fruchtbetont und süß-säuerlich ausbalanciert, mit klarer Frische. Der Abgang ist mittellang und sauber.

Am Tisch

Vielseitig für Salate, Dressings und Marinaden, zu gegrilltem Gemüse, Tomaten mit Mozzarella oder zum Verfeinern von Saucen. Auch zum Ablöschen und leichten Einkochen geeignet. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 1"
Zutaten Weinessig, gekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 3–4 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2034

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Frankreich

Domaine Denis Mortet Bourgogne Rouge Cuvee De Noble Souche 2023

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne AOC Daix · >400 m Reben ~35 Jahre · 1 ha 18 Monate Holz · 20% neu

Der Bourgogne Rouge Cuvée de Noble Souche 2023 von Denis Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus hochgelegenen Parzellen in Daix. Die langsame Reife in der Höhe gibt dem Wein einen sehr frischen Stil mit viel Frucht und Saftigkeit – ein regionaler Bourgogne aus der Hand einer Spitzenadresse.


Daix – Höhenlage bei Dijon

Alle Parzellen liegen in Daix, dem Heimatdorf der Familie Mortet, nordwestlich von Dijon. Die Reben wachsen hier auf über 400 Metern Höhe; das Grundgestein liegt fast an der Oberfläche, die Böden sind braun und sehr kalkhaltig. Die Höhenlage verlangsamt die Reife und sorgt für Frische.

Die Rebfläche beträgt rund 1 Hektar, das Durchschnittsalter der Reben liegt bei 35 Jahren. Es kommen weder Dünger noch chemische Unkrautvernichtungsmittel zum Einsatz, nur organische Bodendünger. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von Hand in kleinen Kisten gelesen. Strenge Traubenselektion, teilweise Entrappung und Gärung ausschließlich mit natürlichen Hefen; Überpumpen und Unterstoßen werden sorgfältig kontrolliert.

Anschließend reift der Wein 18 Monate im Eichenfass, davon 20 % neues Holz. Die Weinberge werden ohne Herbizide bewirtschaftet.

Im Glas

Ein sehr frischer Pinot Noir mit viel Frucht und Saftigkeit. Klare dunkle Beerenfrucht trifft auf feine Würze; am Gaumen geradlinig, saftig und mit frischer Säure.

Sehr frisch, voller Frucht und Saftigkeit – ein hochgelegener Bourgogne, der über seine Stufe hinausweist.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Charcuterie, Brathähnchen und Geflügel, Ente, Gerichte mit Pilzen oder mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Daix bei Dijon; über 400 m, braune, stark kalkhaltige Böden, 1 ha, Reben ~35 Jahre
Klassifikation: Bourgogne AOC
Ausbau: Pinot Noir, teilweise entrappt, Spontangärung; 18 Monate Holz (20% neu); Handarbeit im Weinberg

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Rebsorten

Domaine Michel Niellon Chassagne Montrachet Les Chaumées 1er Cru 2023

Weißwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet 1er Cru Côte de Beaune 2023 Les Chaumées · alte Reben

Der Chassagne-Montrachet 1er Cru Les Chaumées 2023 der Domaine Michel Niellon ist ein cremiger, vielschichtiger Chardonnay aus einer der höchsten Lagen der Appellation – eine Symphonie aus Frische und Fülle, getragen von altem Rebbestand und kalkreichem Terroir.


Les Chaumées – höchste Lage über Vergers und Chenevottes

Les Chaumées liegt am Rand von Chassagne-Montrachet und ist der höchstgelegene Weinberg, direkt über den Premier-Cru-Lagen Les Vergers und Les Chenevottes. Ton- und Kalkschichten bilden hier den Boden, in dem alte Chardonnay-Reben wurzeln.

Genau dieses Terroir verleiht dem Wein seinen unverwechselbaren Charakter und seine bemerkenswerte Vielschichtigkeit.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte im Burgund eine gesunde und großzügige Ernte. Ein warmer Sommer wurde durch Septemberregen ausbalanciert, sodass die Trauben reif, aber nicht überreif gelesen wurden.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für klaren Fruchtkern bei tragender Frische – saftige, zugleich präzise Weißweine mit breitem Trinkfenster.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Drei Generationen bewirtschaften das Gut mit reduziertem Pflanzenschutz. Niellon liest bewusst früh, um die Säure zu erhalten – oft als einer der Ersten im Dorf. Es folgen Spontangärung und rund zwölf Monate Ausbau auf der Feinhefe im Fass; der Anteil neuen Holzes liegt je nach Cuvée bei etwa 20–30 %. Abgefüllt wird unfiltriert und ungeschönt.

Im Glas

Das Bouquet offenbart fruchtige Aromen, zarte Blütennoten und eine subtile, reduktive Nuance; geröstete Nüsse geben eine zusätzliche Dimension, eine cremige Textur vollendet das Gaumenerlebnis. Ein Chardonnay aus Frische und Fülle, Kraft und Reichhaltigkeit – mit eleganter Struktur und aromatischer Fülle, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Eine Symphonie aus Frische und Fülle, Kraft und Reichhaltigkeit.

Jung schon zugänglich, gewinnt aber mit Reife; Trinkfenster etwa 2026–2034. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Krustentiere, Geflügel in heller Sauce oder gereifter Hartkäse. Die cremige Fülle trägt auch kräftigere Gerichte.


Lage: Chassagne-Montrachet „Les Chaumées" (Côte de Beaune); höchstgelegen über Vergers und Chenevottes, Ton-Kalk-Boden, alte Reben
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru
Ausbau: Chardonnay; Spontangärung, ~12 Monate Feinhefe im Fass, ca. 20–30 % neues Holz, unfiltriert und ungeschönt · reduzierter Pflanzenschutz

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Rebsorten

Kissinger-Bähr Schwabsburg Orbel Riesling trocken

Weißwein · Schwabsburg/Nierstein (Rheinhessen) · Riesling

Riesling Schwabsburg Orbel (Einzellage) Kissinger-Bähr Roter Hang (Südende) · Rheinhessen Löss & Rotliegendes (Schieferschotter) trocken · kleines Holzfass nur 864 Flaschen 2024

Der Kissinger-Bähr Schwabsburg Orbel Riesling trocken 2024 stammt aus einer der traditionsreichsten Lagen Rheinhessens, am südlichen Ende des Roten Hangs. Ein kraftvoller, saftiger Riesling von eindrucksvoller Fülle – präzise, tiefgründig und mit eleganter Spannung.


Schwabsburg Orbel – Riesling am Südende des Roten Hangs

Am südlichen Ende des Roten Hangs, in einem sanften Seitental bei Schwabsburg, liegt die Einzellage Orbel – eine der traditionsreichsten Weinlagen Rheinhessens. Ihr Name taucht bereits 1386 in alten Gemeindechroniken auf und geht auf das Dialektwort „Ölbel" zurück, mit dem man einst einen kräftigen, breitschultrigen Mann bezeichnete. Ein derber Ausdruck, der hier zum liebevollen Kompliment wird: Denn die Weine aus dem Orbel sind genau das – kraftvoll, saftig und von eindrucksvoller Fülle.

Die Reben wurzeln tief in Lössböden und dem typischen Rotliegenden, das hier als zerklüfteter Schieferschotter auftritt. Der humusreiche Kolluvisol aus dem Quartär ist locker, gut durchwurzelbar und nährstoffreich; er schenkt den Weinen dichte Struktur, reife Frucht und feine Würze, ohne sie schwer wirken zu lassen. Nur einen Steinwurf entfernt ragt der Schlossturm von Schwabsburg empor – stiller Zeuge einer jahrhundertealten Weinbautradition.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Säure. Der geschützte, südlichste Teil des Roten Hangs mit seinem warmen Mikroklima brachte reife Trauben, während Löss und Rotliegendes für Salzigkeit und feine Würze sorgten – Fülle und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Schwabsburg Orbel, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Löss und Rotliegendem.

Aus dem geschützten, südlichsten Teil des Roten Hangs stammend, profitiert der Wein von warmem Mikroklima und reifen Trauben. Der Ausbau im kleinen Holzfass verleiht ihm eine geschmeidige Textur, feinen Schmelz und eine sanfte Cremigkeit. Im Weinberg wird auf Herbizide verzichtet. Gesamtproduktion: nur 864 Flaschen.

Im Glas

In der Nase zunächst zurückhaltend, dann zunehmend offen mit Aromen von reifen Quitten, gelbem Steinobst und einem Hauch Zitruszeste. Am Gaumen verbinden sich salzige Mineralität und zarte Rauchanklänge zu einem präzisen, tiefgründigen Eindruck. Die Säure zeigt sich fein ausbalanciert und trägt den Wein mit eleganter Spannung. Im Nachhall bleibt er klar, druckvoll und harmonisch – ein Wein mit Energie und Charakter.

Reife Quitte, gelbes Steinobst und Zitruszeste, dazu salzige Mineralität und zarte Rauchanklänge – präzise und tiefgründig, mit fein ausbalancierter Säure und eleganter Spannung.

Ein kraftvoller, tiefgründiger Lagen-Riesling mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Schwabsburg Orbel, Schwabsburg/Nierstein (Südende Roter Hang), Rheinhessen; Löss und Rotliegendes (zerklüfteter Schieferschotter), humusreicher Kolluvisol
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Ausbau im kleinen Holzfass; ohne Herbizide bewirtschaftet; 864 Flaschen

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