Das Weinland U.S.A.

Von Foxton zur Weltklasse: Die Erfolgsgeschichte des amerikanischen Weinbaus

Was für ein Aufstieg! Innerhalb weniger Jahrzehnte pirschten sich die USA auf Platz 4 der Weltrangliste in Sachen Gesamtertrag. Und schafften es gleichzeitig auch noch, in der Breite von einfachen Land- auf hochwertige Qualitätsweine umzusatteln. Das ist umso erstaunlicher, weil es anders als in den etablierten Ländern der Alten Welt hier keine jahrtausendealte Tradition des Weinbaus gibt. Zwar existierten durchaus Wildreben in Nordamerika, von deren enorm großen Beeren bereits überlieferte Texte der Wikinger berichten, die um das Jahr 1000 herum, von Island kommend, als erste Europäer einen Fuß auf den Kontinent setzten – und ihn deshalb sogar als „Vinland“ bezeichnet haben sollen. Doch der Wein, den die Kolonisten im 16. Jahrhundert daraus kelterten, erinnerte sie an den penetranten Geruch nassen Fuchsfells und erfreute sich keiner großen Beliebtheit – wer der als Foxton bezeichneten Geschmacksnote heute nachspüren möchte, kann ins österreichische Burgenland reisen, wo der sogenannte Uhudler aus importierten amerikanischen Urreben als lokale Spezialität gilt. Pflanzversuche europäischer Reben scheiterten etliche Male, entweder am ungünstigen Klima oder an Krankheiten und Schädlingen, gegen die man damals noch kein Mittel wusste. Denn der Wein aus der alten Heimat hatte dem hiesigen zwar besseren Geschmack voraus, jedoch keine Resistenz gegen die größte aller Plagen, die Reblaus, die übrigens genau wie der Falsche und der Echte Mehltau ursprünglich aus Amerika stammen und katastrophale Verwüstungen in Europa anrichteten, als man im 19. Jahrhundert auf die Idee kam, amerikanische Reben dorthin zu verschiffen. 

Doch springen wir nochmal ein klein bisschen in der Zeit zurück. Mäßige Erfolge wie die Weingärten der französischstämmigen Hugenotten in Florida konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wohlschmeckenden Sorten Europas keine Zukunft in Übersee zu haben schienen. Eine Lösung ergab sich schließlich durch eine ausgeklügelte Kombination aus Alter und Neuer Welt: man pfropfte Triebe europäischer Reben auf einheimische Wurzelstöcke! Diese Hybriden mit dem Namen „Alexander“ erwiesen sich als ausreichend resistent, gleichzeitig aber auch als so wohlschmeckend, dass Weinbau in großem Maßstab mit ihnen möglich wurde – 1798 entstand auf dieser Grundlage in Kentucky der erste kommerziell betriebene Weinberg der USA. Auf die gleiche Weise bekam man übrigens auch die Reblausplage in Europa wieder in den Griff – sowieso sind heutzutage bis auf ein paar wenige Ausnahmen an Orten, an denen sich der Schädling aufgrund der Bodenverhältnisse nicht weiterverbreiten konnte, weltweit alle Weinstöcke solche Hybridreben.

Zum Zeitpunkt dieser bahnbrechenden botanischen Entdeckung, noch vor dem Bürgerkrieg, war Ohio der wichtigste Bundesstaat für Weinbau – Kalifornien trat den Vereinigten Staaten erst 1850 bei, vorher gehörte es zu Mexiko. Der Immobilienmogul Nicholas Longworth hatte bereits zu Beginn des Jahrhunderts im Tal des Ohio River, des „Rhine of America“, erste Reben angepflanzt – den uns schon bekannten „Alexander“ sowie die „Catawba“ und die „Isabella“, ebenfalls Hybriden. In erster Linie waren es Schaumweine, die er daraus kelterte und die sich unter der mehrheitlich deutschen Bevölkerung Cincinnatis großer Beliebtheit erfreuten: die Stadt wurde zeitweise zum bedeutendsten Umschlagpunkt für Rebensaft in den gesamten USA, zumal Longworth seine „Sparkling Wines“ bald auch nach Europa zu exportieren begann. Natürlich zog sein Erfolg schnell Nachahmer an, aber statt sie aus dem Geschäft drängen zu wollen, offerierte er ihnen eine garantierte Abnahme ihres Lesegut samt anschließender Kelterung. Durch dieses quasi-genossenschaftliche Arbeiten entstand am Ohio River ein gigantisches Weinbaugebiet, das sich hunderte Kilometer lang Richtung Nordosten, bis weit über das südliche Ufer des Eriesee hinaus zog. Wer die außerordentliche Wertschätzung erfahren will, die diesen Weinen damals zuteil wurde, dem sei Longfellows „Ode to Catawba Wine“ empfohlen, die überdies einen sehr interessanten Einblick auch in das sonstige weinbauliche Geschehen der damaligen Zeit gibt.

Recht angetan von diesen als „dulcet, delicious and dreamy“ gepriesenen Erzeugnissen zeigte sich auch der frühere Präsident Thomas Jefferson – er verglich den „Catawba“ glatt mit einem Chambertin. Er musste es ja wissen, war er doch einige Jahre Botschafter der jungen Vereinigten Staaten in Frankreich gewesen und hatte sich durch Reisen ins Burgund, die Champagne, das Bordelais, an die Rhone und auch nach Norditalien oder in den Rheingau und an die Mosel zum passionierten Weinliebhaber gemausert. Die Franzosen schätzten seine Expertise so sehr, dass man seine privaten Aufzeichnungen über die Güte einzelner Bordeaux-Weingüter in die bis heute gültige fünfstufige Klassifizierung des Medoc miteinbezog. Obwohl er öffentlich gern kundtat, wie viel Potential er im amerikanischen Weinbau sah, hortete er in seiner privaten Sammlung unzählige große Namen aus Europa. Legendär ist etwa sein Faible für Chateau d’Yquem, dessen Erzeugnisse er gern an Freunde wie George Washington verschenkte. Seine Angewohnheit, für ihn bestimmte Flaschen mit den Initialen „Th.J.“ markieren zu lassen, hat Auswirkungen bis in die heutige Zeit, denn ebenjene gehören zu den teuersten Auktionsweinen überhaupt – auch wenn sie mittlerweile aufgrund von Fälschungsskandalen als unverkäuflich gelten. Ausgestattet mit einem enormen Erfahrungsschatz beschloss Jefferson während seines Ruhestandes schließlich, auf seinem Landsitz Monticello in Virginia selbst als Winzer tätig zu werden und setzte wichtige Impulse auf diesem ersten Weingut des Bundesstaates. Zwar galt er als ausgemachter Genussmensch, war aber letztlich auch beinharter Protestant und als solcher überzeugt, dass Weinkonsum kein Selbstzweck sei, sondern einer gewissen Prämisse folgen müsse. Wein galt ihm als geradezu therapeutisches Getränk, das, wolle man es voll auskosten, die Tugend der Mäßigung erfordere und damit der Vervollkommnung eines perfekten Christenmenschen diene. Als jemand, dem wohl bewusst war, welche Unmengen an Whiskey viele seiner Landsleute täglich in sich hineinschütteten, versuchte er, Wein im Namen der Volksgesundheit als zumindest etwas weniger schädliche Alternative zu etablieren – womit er jedoch kläglich scheiterte, obwohl amerikanischer Wein zeitweise das einzige unbesteuerte alkoholische Getränk war. Gegen Bier und Schnaps vermochte er sich nicht durchzusetzen und ist bis zum heutigen Tage kein wirkliches Alltagsgetränk geworden, sondern besonderen Anlässen vorbehalten geblieben.

Während der US-Weinbau also deutlich weniger als der europäische unter der Reblaus-Katastrophe litt, kam der brutale Einschnitt einige Jahrzehnte später – und war dabei ganz und gar menschengemacht. Die Prohibition ab 1920 verbot nicht nur den Konsum von Alkohol, sondern schon deren kommerzielle Erzeugung, was den Winzern die Lebensgrundlage unter den Füßen wegriss: Weinberge wurden gerodet, ehemals prosperierende Betriebe verfielen, Nachwuchs wurde nicht mehr ausgebildet und Fachwissen ging verloren. Anders als beim Whiskey lohnte sich auch der Weg in die Illegalität nicht, zu auffällig wäre ein Weiterbetrieb der Anbauflächen gewesen. Ein einziges Schlupfloch fanden clevere Winzer in der Herstellung von Messwein für das Abendmahl, der aufgrund der Religionsfreiheit weiterhin genutzt werden durfte. Diese Periode warf, obwohl sie selbst nur 13 Jahre dauerte, den amerikanischen Weinbau um viele Jahrzehnte zurück – während man vorher eigentlich schon auf dem besten Weg an die internationale Spitze war, sollte es nach dem Ende der Prohibition 1933 noch einmal 50 Jahre brauchen, bis die Anerkennung in Europa zurückkehrte. Denn direkt nach dem staatlich verordneten Alkoholbann schlug die Große Depression ein, die wiederum in den Zweiten Weltkrieg überging – kein besonders guter Hintergrund für betriebswirtschaftliche Experimente, sodass vom Anfang der 20er bis zum Ende der 40er in den USA kein einziges neues Weingut gegründet wurde. Wie schon zuvor schien man Inspiration von außen zu brauchen, und so wandte man sich – natürlich – nach Frankreich. Hier fand der Napa-Valley-Winzer Robert Mondavi die Inspiration für seinen „Fumé Blanc“, einen im Barrique ausgebauten Sauvignon Blanc im Stil eines Pouilly Fumé von der Loire, und leitete damit ein neues Zeitalter im amerikanischen Weinbau ein. Schon kurz darauf konnte er sogar Philippe de Rothschild für sich gewinnen, Eigentümer des weltberühmten Chateau Mouton-Rothschild, und entwickelte gemeinsam mit ihm die Idee, in Kalifornien einen bordeauxtypischen Rotwein zu erzeugen. Dieses Projekt fand seinen Ausdruck im „Opus One“, bis heute einer der am besten bewerteten amerikanischen Tropfen und damals der Auslöser eines regelrechten Booms, der die Bodenpreise in einschlägigen kalifornischen Landstrichen explodieren ließ und dem berühmten Goldrausch anderthalb Jahrhunderte früher in nur wenig nachsteht. 

Obwohl die US-Rebenzucht in erster Linie mit Kalifornien assoziiert wird, das weit über 80 Prozent der Gesamtreibfläche beherbergt, und in zweiter vielleicht auch noch mit Oregon, New York und Washington, haben Weinreben mittlerweile in jedem einzelnen Bundesstaat eine Heimat gefunden, sogar in glühend heißen wie New Mexico oder frostigen wie Alaska. Der Großteil des amerikanischen Weinbaus spielt sich indes in vergleichbar gemäßigten Breiten wie den europäischen ab: das Burgund etwa liegt auf dem 48. Breitengrad und damit auf einer Höhe mit Washington State, das Bordelais ist mit dem Staat New York auf einer Ebene und Kalifornien teilt sich den 38. Breitengrad mit Sizilien und dem zentralen Griechenland. Einen Überblick über Klima- und Bodenverhältnisse zu geben, ist aufgrund der schieren Größe der Vereinigten Staaten kaum möglich – sollte man eine prägnante Zusammenfassung liefern, könnte man sagen, dass der Sonnenschein sich auf nahezu den gesamten Jahresverlauf verteilt und die Rebstöcke während der Vegetationsperiode auf Regen größtenteils verzichten müssen. Allerdings lassen sich bei den Rebsorten klare Favoriten benennen – die meisten von ihnen stammen ursprünglich aus Frankreich. Bei den Roten dominiert der Cabernet Sauvignon, bei den Weißen der Chardonnay.

Der Weg zu Anerkennung der beiden als jeweils einer der besten Vertreter ihrer Rebsorte weltweit begann im Mai 1976 in Paris. Damals veranstaltete der Weinhändler Steven Spurrier mit zehn weiteren renommierten Feinschmeckern eine Blindverkostung amerikanischer und französischer Weine. Das Ergebnis kam einem Donnerschlag gleich: sowohl bei den Weißweinen, Chardonnays aus dem Burgund gegen solche aus Kalifornien, als auch bei den Roten, Cabernet Sauvignons aus dem Bordeaux wiederum gegen kalifornische, hatten die USA die Nase vorn. Die Teilnehmer, zum allergrößten Teil selbst Franzosen, waren schlicht nicht in der Lage, ihre „eigenen“ Weine, darunter von legendären Gütern wie Haut-Brion oder Montrose, von den überseeischen zu unterscheiden und gaben teils abenteuerliche Statements ab, die in ihrer Einschätzung der individuellen Qualität zwar fachlich absolut korrekt waren, aufgrund von Vorurteilen allerdings zu völlig falschen Schlüssen gelangten. Frankreich als bisher unangefochtener Nabel der Weinwelt war düpiert, auch wenn die französische Presse die Ergebnisse herunterzuspielen versuchte. Veranstalter Spurrier wurde mit Hassbriefen überschüttet, durfte darüber hinaus ein Jahr lang nicht an Spitzenweinproben teilnehmen. Einige der Juroren sprachen aus Scham, die Ehre der französischen Weinwelt beschmutzt zu haben, niemals öffentlich über jenen Tag. Natürlich kamen schnell Forderungen nach einer Wiederholung mit anderen Teilnehmern auf, doch sowohl die schon kurz darauf stattfindende als auch die zum 10. Jahrestag bestätigten das Ergebnis nicht nur, sondern betonten die geschmackliche Führerschaft der amerikanischen Weine sogar noch eindeutiger. Und selbst anlässlich des 30. Jubiläums 2006 änderte sich nichts: die kalifornischen Rotweine belegten die ersten fünf Plätze und verwiesen die Annahme des unschlagbaren Alterungspotentials der französischen Tropfen ins Reich der Mythen. 

Die Reifung im Eichenfass hatten die Amerikaner eben in Windeseile adaptiert und auf ihre eigenen Bedürfnisse zugeschnitten. Der aus dieser Lagerung resultierende, holzige bis würzig-pfeffrige Geschmack mit Toast- und Vanillearomen ist darum auch die eine mögliche Ausprägung amerikanischer Weine, die andere ist eine ausgesprochen fruchtbetonte – kein Wunder, wenn die Trauben zum großen Teil aus Regionen stammen, in denen auch Zitrusfrüchte und Avocados angebaut werden. Manche würden auf den Begriff „fett“ zurückgreifen, und selbst wenn das der Komplexität der Ami-Tropfen mit Sicherheit nicht gerecht wird, sind diese in Sachen Körper und geschmacklicher Intensität eher nichts für überzeugte Kabinett-Trinker. Aufgrund der verbreiteten recht späten Lese bewegt sich auch der Alkoholgehalt eher im oberen Bereich, 14 bis 15 Volumenprozent sind durchaus an der Tagesordnung. Dennoch kommt man in Zukunft um eine gewisse Anpassung an aktuelle Trends wohl kaum herum: die Nachfrage nach alkoholstarken Weinen befindet sich im Sinkflug, von Konsumenten gefordert werden hingegen zunehmend leichtere Easy-Drinking- und zurückhaltendere Cool-Climate-Weine. Dafür stehen Cabernet Sauvignon und Chardonnay nicht unbedingt, aber es gibt ja glücklicherweise noch zahlreiche andere Reben: so erfreuen sich auf roter Seite auch Merlot, Syrah, Grenache, Pinot Noir und Zinfandel großer Beliebtheit, auf weißer Seite Colombard, Sauvignon Blanc und der Riesling, der sich gut für den Anbau in kühleren Regionen eignet und ebenso wie der Pinot Noir ein deutlich frischeres und filigraneres Gegengewicht zu bilden vermag. 

Der Exportanteil amerikanischer Weine ist mit zehn Prozent außerordentlich gering, was kein Wunder ist, denn die USA sind beim Weinkonsum mit 34 Millionen Hektolitern pro Jahr weltweit führend – das sind noch einmal fast zehn Millionen Liter mehr als die eigene Gesamtproduktion und wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass die Anbaufläche in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Der enorme Gesamtkonsum sollte jedoch in Relation zur Einwohnerzahl gesetzt werden: tut man das, ergibt sich für jeden Amerikaner ein jährlicher Verbrauch von etwas mehr als 12 Litern – womit das Land nicht nur weit hinter klassischen Weinbaunationen wie Portugal, Frankreich und Italien zurückbleibt, sondern sogar hinter Ländern wie Belgien und Schweden. Das kann durchaus als Nachwirkung der Prohibition gedeutet werden, denn öffentlicher Alkoholkonsum ist noch immer verpönt, in manchen Countys der Verkauf gar weiterhin verboten. Obwohl die Amerikaner in Bezug auf Alkohol allgemein also nach wie vor recht restriktiv sind, gibt es für den Weinbau kaum Regeln. Weder werden Qualitätsstufen differenziert noch existiert ein Lagensystem, das besonders begünstigte Anbauflächen kenntlich machen würde. Auch die Ertragsregulierung überlässt der Staat komplett dem Winzer. All das klingt zunächst einmal nachteilig für den Kunden, der es in der Tat als Neuling nicht so leicht hat, sich auf dem US-Weinmarkt zurechtzufinden und edle Tropfen von sogenannten „jug wines“, also Schoppenweinen, zu unterscheiden. Nur einige wenige American Viticultural Areas, kurz AVAs, sind auch in Europa bekannt – zumeist kalifornische wie etwa das Napa Valley oder Sonoma, während man von der seit 1980 bestehenden Mutter aller AVAs, Augusta in Missouri, kaum schon einmal gehört haben dürfte. Dennoch fährt man mit dieser Art und Weise, Appellationen auszuweisen, recht gut: ihre Anzahl steigt stetig und liegt mittlerweile bei etwa 270, gut zwei Drittel davon in Kalifornien. Die jeweilige Größe reicht dabei von gerade einmal zwei Dutzend bis zu fast sieben Millionen Hektar, und häufig gibt es zwischen ihnen Überschneidungen oder eine AVA ist vollständig Teil einer größeren, die dann wiederum zu einer größeren gehört. Was auf etablierte Weinbaunationen etwas wurschtig wirkt, hat in Wahrheit aber nicht wirklich etwas mit Selfmade zu tun, sondern wird knallhart von Washington aus gesteuert: die gefürchtete ATF ist zuständig, eine nicht etwa dem Landwirtschafts-, sondern dem Justizministerium unterstehende Bundespolizeibehörde, in deren Zuständigkeit neben Alkohol auch noch Tabakwaren, Schusswaffen und Sprengstoffe liegen. Amerika eben. 

In den Weinbergen selbst bleiben die Winzer aber wie gesagt von staatlichen Vorgaben nahezu gänzlich unbehelligt. Und diese mangelnde Regulierung bietet einige Vorteile: außer den bereits erwähnten gibt es auch keinerlei Restriktionen in Bezug auf die Rebsorten, als Winzer kann man schlicht anbauen, was man möchte. So fanden auch Reben, von denen man es kaum erwartet hätte, in den Staaten eine neue Heimat, etwa der Gewürztraminer, der Grüne Veltliner oder der Elbling – insgesamt sind mittlerweile über 100 ursprünglich europäische Trauben „eingebürgert“. Streng reguliert hingegen ist in den meisten Staaten nach wie vor der Verkauf: meist müssen Erzeuger, Großhändler und Einzelhändler voneinander getrennt sein – das sogenannte three tier system -, sodass eine Direktvermarktung durch den Winzer eher unüblich ist. Das sorgt neben anderen Faktoren dafür, dass amerikanischer Wein im Schnitt nicht allzu günstig ist – nicht im Inland und erst recht nicht als Exportware. Gerade Spitzenerzeugnisse oder rare Garagenweine schlagen gern mit einigen hundert Euro zu Buche und nach oben ist die Skala faktisch offen – teilweise werden ab Hof mittlere vierstellige Summen aufgerufen, was sich meist nicht mal die renommierten Güter aus Burgund und Bordelais trauen. 

Apropos Preise: die werden häufig von Amerikanern gemacht. Nicht nur für amerikanische Weine selbst, das ist ja klar, sondern auch für europäische. Ohne die Urteile von James Suckling, Antonio Galloni, David Schildknecht oder James Laube kommt kaum eine Fachpublikation aus. Der berüchtigtste Name aber ist zweifellos Robert Parker. Obwohl eigentlich gelernter Jurist, eignete er sich nach und nach alles nötige Fachwissen an und verschrieb sich ab Mitte der 70er Jahre dem Weinjournalismus, der bis dahin als von Briten dominiert galt. Seine Zielsetzung war dabei durchaus ehrenwert: Stimme der Verbraucher wollte er sein, die ohne eigene kommerzielle Interessen und unabhängig von Winzern und Händlern Empfehlungen aussprach – damals ein ebensolches Novum wie seine Blindverkostungen. Mit seinem Gerüchten zufolge auf eine Million Dollar versicherten Geruchsvermögen und Schule machender 100-Punkte-Skala legte er in bester amerikanischer Manier ein kapitalistisches Gitternetz über den Weinmarkt. Mittlerweile kommt kaum ein US-Winzer in der Vermarktung ohne Nennung der in bares Geld übersetzbaren Parker-Punkte aus, und auch in der Alten Welt schreibt man diese gern dazu. Ironischerweise ist es somit nun ein Amerikaner, der ebenjenen französischen Weingütern die Preise diktiert, die vor nicht allzu langer Zeit nichts von den USA wissen wollten und allenfalls mit feinem Spott über den Großen Teich blickten. Bei einer solchen Machtfülle lassen kritische Stimmen natürlich nicht lang auf sich warten: Parker erhebe seinen persönlichen, sehr auf die marmeladig-molligen kalifornischen Weine fokussierten Geschmack zum universellen Anspruch. Sein britischer Kollege Hugh Johnson bezeichnete ihn in einer Mischung aus Anerkennung und Abneigung gar als „dictator of taste“. 

Wie auch immer man selbst zu diesen Weinen stehen mag: gut ist es allemal, dass nicht nur im Sunshine State feine Tropfen erzeugt werden, sondern auch in interessanten Regionen wie den traditionsreichen Finger Lakes in New York oder am Columbia River in Washington, wo nicht „big and bold“ im Vordergrund steht, sondern ordentlich Säure im Spiel ist und Terroirtrinker wie Geschmacksextremisten durchaus auf ihre Kosten kommen. Auch wenn das sprichwörtliche „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ heutzutage in vielen Bereichen des amerikanischen Lebens nicht mehr als solches empfunden werden mag: in Sachen Weinbau sind die Vereinigten Staaten nach wie vor genau das!

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Weine

Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2024

Weißwein · Mittelmosel · Riesling (6er-GG-Kollektion)

6 Große Gewächse · Riesling handsigniert von Thomas Haag exkl. Bernkasteler Doctor GG Wehlener Sonnenuhr · Graacher Himmelreich Niederberg Helden · Juffer Sonnenuhr Piesporter Goldtröpfchen edle Holzkiste · limitiert 2024 · trocken

Die Schloss Lieser Terroir GG Kiste 2024 vereint die Großen Gewächse der besten Terroirs der Mittelmosel in einer edlen Holzkiste. Nur in dieser Kiste erhält man exklusiv das aktuelle Bernkasteler Doctor Große Gewächs – zusammen mit den GGs Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr und Piesporter Goldtröpfchen. Alle sechs Einzelflaschen sind von Thomas Haag handsigniert.


Schloss Lieser & die Terroir-Kiste 2024

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Handarbeit in den Steillagen und die spontane Vergärung der Weine sind das Markenzeichen für den sorgfältigen Umgang von Thomas Haag und seiner Familie mit den gegebenen Ressourcen.

Diese limitierte Kiste ist die einzige Möglichkeit, das aktuelle Bernkasteler Doctor GG zu erhalten, und versammelt sechs der berühmtesten Einzellagen der Mittelmosel in einer handsignierten Kollektion – ein Terroir-Querschnitt für Kenner und Sammler.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang. Nach einem anspruchsvollen, wechselhaften Wachstumsjahr bewahrte die langsame Reife eine lebendige, präzise Säure. Das Ergebnis sind besonders frische, filigrane und spannungsgeladene Große Gewächse mit klarer Struktur – ein Jahrgang wie geschaffen für die elegante, mineralische Stilistik von Schloss Lieser.

Die sechs Großen Gewächse

Bernkasteler Doctor: Eine der berühmtesten und exklusivsten Einzellagen der Welt, hoch über Bernkastel-Kues auf feinstem Devonschiefer in extremer Steillage. Schloss Lieser bewirtschaftet eine kleine Parzelle mit teils über hundertjährigen Reben in reiner Handarbeit – ein kraftvoller, präziser Riesling mit vielschichtiger Würze, druckvoller Struktur und langem, salzigem Nachhall.

Wehlener Sonnenuhr: Legendäre Südwestlage gegenüber Wehlen mit 60–100 % Neigung auf reinem Devonschiefer-Verwitterungsboden, in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Hier entstehen einige der langlebigsten und feinsten Rieslinge der Welt – filigran, tiefgründig und von kristalliner Mineralität.

Graacher Himmelreich: Steile Südwest-Exposition zwischen Bernkastel und Wehlen auf reinem Devonschiefer, der tagsüber Wärme speichert und nachts abgibt. In der Jugend etwas zugänglicher als die Nachbarlagen, mit klarer Mineralität, feiner Säure und großem Reifepotenzial – druckvoll und präzise, mit vibrierender Frische.

Niederberg Helden: Mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf 100 % blauem Schiefer und Steigungen bis 80 %. Diese lange vernachlässigte Lage zählt heute zu den facettenreichsten der Mosel und bringt expressive Spitzenrieslinge mit außergewöhnlichem Reifepotenzial hervor.

Brauneberger Juffer Sonnenuhr: Renommierte Steillage in perfekter Süd-Südwest-Ausrichtung mit bis zu 80 % Neigung auf kargem, eisenhaltigem Devonschiefer. Aus den ältesten Parzellen, traditionell im Edelstahl mit langem Feinhefelager ausgebaut – tiefgründig und vielschichtig, mit feinen Steinobstnoten, kühler Schiefermineralität und brillanter, salziger Länge.

Piesporter Goldtröpfchen: Steiles, südlich ausgerichtetes Amphitheater oberhalb von Piesport auf tiefgründigem Grauschiefer mit Blau- und Rotschiefer-Anteilen. Spontan vergoren, meist im Edelstahltank – kühl, präzise und kraftvoll, mit rauchiger Steinigkeit, feinen Zitrusnoten und langem, salzig-mineralischem Nachhall.

Im Glas

So unterschiedlich die sechs Lagen sind, so klar eint sie die Handschrift von Thomas Haag: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure, feiner Frucht und einer packenden, salzig-mineralischen Schieferprägung. Vom kraftvoll-würzigen Doctor über die filigrane Wehlener Sonnenuhr bis zum kühl-rauchigen Piesporter Goldtröpfchen zeigt die Kollektion die ganze Bandbreite großer Mosel-Terroirs – trocken, tiefgründig und mit enormem Reifepotenzial.

Sechs große Lagen, eine Handschrift: glasklare, präzise Rieslinge mit lebendiger Säure und packender Schiefermineralität – trocken, tiefgründig und langlebig.

Ideal für eine vergleichende Terroir-Probe der Mittelmosel. Junge GGs profitieren vom Dekantieren; alle mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu gereiftem Hartkäse – und nicht zuletzt als Sammlerstück und handsigniertes Geschenk für Liebhaber großer Moselrieslinge.


Lage: sechs VDP.GROSSE LAGEN der Mittelmosel – Bernkasteler Doctor, Wehlener Sonnenuhr, Graacher Himmelreich, Niederberg Helden, Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Piesporter Goldtröpfchen; steile Devonschiefer-Lagen
Klassifikation: 6× VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken), 100 % Riesling, Jahrgang 2024; alle Flaschen von Thomas Haag handsigniert; limitierte Holzkiste
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, Ausbau auf der Feinhefe (überwiegend Edelstahl)

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Rebsorten

Knab Weißer Burgunder/Chardonnay Selektion P... ***

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Weißer Burgunder / Chardonnay Selektion P… *** 2017 ist eine hochklassige Weißwein-Cuvée vom Kaiserstuhl. Sie brilliert durch Schmelz und Cremigkeit: Nussaromen, frisch gebackenes Brot und reife Birnen verwöhnen in Duft und Geschmack – lang, vielschichtig und kraftvoll am Gaumen.


Baden / Kaiserstuhl

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet. Der Jahrgang 2017 war von erheblichen Frostschäden geprägt: Kellermeister Thomas Rinker berichtet von extrem niedrigen Erträgen von nur 15–20 hl/ha in einigen Lagen – die wenigen verbliebenen Trauben aber von phänomenaler Qualität. Die ***-Kennzeichnung steht bei Knab für die höchste Qualitätsstufe.

Assemblage und Ausbau

Eine Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay. Der Ausbau erfolgte über 11 Monate in besten französischen Eichenfässern, was dem Wein starke Röst- und Würzaromen sowie seinen ausgeprägten Schmelz verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Gelb. In der Nase Nussaromen, frisch gebackenes Brot und reife Birne, untermalt von feiner Röst- und Holzwürze. Am Gaumen cremig und schmelzig, lang, vielschichtig und kraftvoll, mit großem Reifepotenzial.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–13 °C in großen Gläsern servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Krustentieren, Geflügel, Kalb und gereiftem Hartkäse.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endingen (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: Selektion, Spitzenklasse (***) – Cuvée Weißburgunder & Chardonnay, trocken
Ausbau: 11 Monate in französischen Eichenfässern
Jahrgang: 2017

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Feinkost

Dolci Pensierie di Calabria Zartbitterschokolade mit Lakritze

Feinkost · Schokolade · Lakritze · Kalabrien · Italien

Dolci Pensieri di Calabria Zartbitterschokolade mit Lakritze ist eine handgeschöpfte Zartbitterschokolade aus Kalabrien, verfeinert mit der typischen Lakritze der Region. Kalabrien gilt als Heimat hochwertiger Lakritze. Eine feine Spezialität aus der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria.


Kalabrien

Kalabrien im Süden Italiens ist berühmt für seine hochwertige Lakritze (Liquirizia), die hier in besonderer Reinheit gewonnen wird. In der kleinen Manufaktur Dolci Pensieri di Calabria entstehen die Tafeln in sorgfältiger Handarbeit.

Herstellung

Die Schokolade besteht aus Zartbitterschokolade, verfeinert mit kalabrischer Lakritze. Jede Tafel wird von Hand geschöpft und in Form gegossen – ein kleines Meisterwerk italienischer Schokoladenkunst.

Geschmack

Intensive Zartbitterschokolade mit der unverwechselbaren, würzig-süßen Note der Lakritze. Das Zusammenspiel aus herber Kakaonote und Lakritze ist ausgewogen und ausdrucksstark.

Am Tisch

Pur als feines Dessert oder zum Kaffee genießen.

Klassische Begleitung: Espresso, kräftiger Tee, Dessertweine und als besonderes Geschenk.


Hersteller: Dolci Pensieri di Calabria
Produkt: Zartbitterschokolade mit Lakritze
Art: Zartbitterschokolade
Herkunft: Kalabrien (Italien)
Verarbeitung: handgeschöpft, mit kalabrischer Lakritze
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.04.2028

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2011

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2011

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2011 ist der allererste Jahrgang dieses Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – ein klassisch nordrhôneartiger, mineralisch-würziger Wein von den Basaltsteinen des Rocks District.


The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District

Der drei Acre kleine Syrah-Weinberg liegt nahe Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.

Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2011 – Walla Walla Valley

2011 war einer der kühlsten und spätesten Jahrgänge der Region – ein ausgesprochen klassisches Jahr mit niedrigeren Alkoholgraden, lebendiger Säure und einem nordrhôneartig zurückhaltenden, eleganten Stil.

Zugleich ist 2011 der allererste Jahrgang von Horsepower Vineyards – der Beginn einer der gesuchtesten Syrah-Serien Nordamerikas.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2011.

Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts.

Im Glas

Ein klassisches Nord-Rhône-Profil: Brombeere und Cassis treffen auf Eisen, flüssiges Mineral, geräuchertes Fleisch und eine fast blutige Note, dazu Speck, Jod und kreidige Salinität. Am Gaumen vollmundig, geschichtet und fabelhaft konzentriert, mit

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Rebsorten

Metzger Riesling Liter

Weißwein · Riesling · Pfalz · 1 Liter

Metzger Riesling ist der trockene Pfälzer Riesling für jeden Tag vom Weingut Metzger – hier in der 1-Liter-Flasche. In der Nase reife Melone und Pfirsich mit leicht nussigen Anklängen. Im Mund von trockenem Charakter, mit viel Zitrus im Nachhall.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands, einer der besten Riesling-Regionen. Das Klima bringt fruchtbetonte, frische Rieslinge hervor – Grundlage für diesen unkomplizierten Alltagswein.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Riesling. Er wird trocken und fruchtbetont ausgebaut, was die klare Zitrus- und Steinobstaromatik in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Melone und Pfirsich mit leicht nussigen Anklängen. Am Gaumen von trockenem Charakter, mit viel Zitrus im Nachhall. Frisch und klar, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Salate und leichte Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Riesling), trocken
Ausbau: Riesling, fruchtbetont; 1,0 l

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Schaumweine

Gvantsa´s Wine Tsitska Pet-Nat 2023

Naturtrüb, lebendig und aus Westgeorgien: der Gvantsa’s Wine Tsitska Pet-Nat 2023. Dahinter stehen zwei Schwestern, Gvantsa und Baia Abuladze, die in Obcha in Imeretien Wein machen. Die Rebsorte Tsitska ist alt, weiß und nur in dieser Gegend zu Hause.

Im Glas

Naturtrüb und wild, mit feinen Perlen. Im Duft reife Birne, grüner Apfel und ein Hauch Nuss. Am Gaumen lebhaft und saftig, mit Griff, getragen von kräftiger Säure und salzigem Zug; ein Hauch Gerbstoff verlängert das Finale.

Mach was draus

Zu leichten Vorspeisen, Meeresfrüchten oder frischen Salaten. Auch als Aperitif oder einfach pur, um georgischen Naturwein kennenzulernen. Gut gekühlt servieren.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Tsitska als Pet-Nat ist für mich eine echte Entdeckung. Wild, frisch und voller Leben.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist ein Pet-Nat? Ein Pétillant Naturel nach der Méthode ancestrale: Der Wein kommt noch während der ersten Gärung in die Flasche und gärt dort fertig. So entsteht die Kohlensäure ganz natürlich.

Wie wird er gemacht? Reiner Tsitska, spontan vergoren mit Hefen aus dem Weinberg. Ohne Filtration, ohne Degorgieren und ohne Dosage. Er enthält Sulfite.

Wer steht dahinter? Baia und Gvantsa Abuladze, zwei Schwestern aus Obcha, die das Familienweingut in vierter Generation führen.

100 % Tsitska · Imeretien, Obcha (Westgeorgien) · Jahrgang 2023 · Pet-Nat (Méthode ancestrale) · Spontangärung · ungefiltert · nicht degorgiert · ohne Dosage · Baia’s Wine, Obcha (Imeretien) · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Guillermas 2017

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo (Single Parcel)

Tempranillo & Viura Escondite del Ardacho · Las Guillermas Single Parcel · 0,62 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltiger Lehm · 60+ J. Reben ungeschönt & unfiltriert nur 971 Flaschen · 2017

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Guillermas" 2017 ist ein Single-Parcel-Tempranillo von nur 0,62 Hektar in der Rioja Alavesa. Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein und salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider – sicherlich einer der speziellsten und großartigsten Tempranillos der Rioja.


Las Guillermas – 0,62 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Gebiet um Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Die Einzellage Las Guillermas besteht aus lediglich 0,62 Hektar, bestockt mit 0,40 Hektar Tempranillo und 0,20 Hektar Viura. Die Reben haben inzwischen ein Alter von über sechzig Jahren erreicht, fußen auf kalkhaltigem Lehmgrund und sind einem stark atlantischen Klima ausgesetzt – die Grundlage für den kühlen, salzigen und mineralischen Charakter des Weins.

Jahrgang 2017 – Rioja

2017 war an der Rioja ein früher, warmer Jahrgang, der reife, konzentrierte Trauben hervorbrachte. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten dennoch Frische, Salzigkeit und die mineralische Prägung des Lehmkalkbodens. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, zugänglichen Phase.

Assemblage und Ausbau

Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (0,40 ha Tempranillo / 0,20 ha Viura), Jahrgang 2017, trocken; von über 60 Jahre alten Reben.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und – wie immer bei Tentenublo – ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. So bleibt das große Terroir der kleinen Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 971 Flaschen.

Im Glas

Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein, salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider. Die Fruchtaromen sind vorhanden und brillieren mit Kirsche, Weichsel und feinem Kräuterduft. Diese Aromen unterstützen die Mineralik nuancenreich und münden in einen satten, langen Nachhall. Es gibt viele Einzellagenweine aus der Rioja, aber sicherlich keinen so speziellen und großartigen Tempranillo wie diesen.

Trotz stattlicher Alkoholwerte kühl, fein und salzig – Kirsche, Weichsel und feiner Kräuterduft stützen nuancenreich die Mineralik und münden in einen satten, langen Nachhall.

Ein terroirgeprägter Tempranillo in reifer Phase; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzellage Las Guillermas (0,62 ha), Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltiger Lehmgrund, stark atlantisches Klima; über 60 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (trocken)
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; 971 Flaschen

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Weine

Domaine de Bichery Les Terres Mêlées 2021 Brut Nature BIO

Der Domaine de Bichery Les Terres Mêlées 2021 ist ein Blanc de Noirs aus 100 % Pinot Noir. Der Name bedeutet „gemischte Erden“ und spielt auf die unterschiedlichen Böden an, auf denen die Reben stehen. Biologisch angebaut, weiß gekeltert, ohne Dosage gefüllt.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Duft nach hellen Früchten und Zitrus, dazu etwas Brioche. Im Mund trocken, klar und straff, mit spürbarer Mineralität und frischer Spannung. Ein langer, trockener Ausklang.

Mach was draus

Austern, Jakobsmuscheln, gegrillter Fisch, Perlhuhn oder eine Gemüsetarte. Ein Champagner für alle, die Pinot Noir in seiner kühlen, klaren Form mögen. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Les Terres Mêlées zeigt die frische Seite des Pinot Noir. Für mich ein idealer Essensbegleiter.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist ein Blanc de Noirs? Ein weißer Champagner aus roten Trauben. Der Saft wird schnell von den Schalen getrennt und bleibt so hell.

Wie arbeitet die Domaine? Jede Cuvée stammt aus einer einzigen Ernte. Vergoren wird spontan mit natürlichen Hefen, teils in gebrauchten Burgunderfässern, teils im Edelstahl. Gefüllt wird ungeschönt, unfiltriert und mit sehr wenig Schwefel.

Wie trocken ist er? Brut Nature: Es wird kein Zucker zugegeben, der Restzucker liegt bei 0 g/l.

Pinot Noir (100 %), weiß gekeltert · Côte des Bar (Aube), gemischte Böden, Kalk und Mergel · Jahrgang 2021 · bio, FR-BIO-01 · Blanc de Noirs · Restzucker 0 g/l (Brut Nature) · Domaine de Bichery, Neuville-sur-Seine · Stand: Oktober 2026

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