Markus Molitor – Haus Klosterberg – Zeltinger Sonnenuhr Riesling Auslese 1994 – Mosel – Deutschland

Markus Molitor – Haus Klosterberg – Zeltinger Sonnenuhr Riesling Auslese 1994 – Mosel – Deutschland

25 Jahre sind Grund zu einem Jubiläum. Die meisten Weine sind nach Ablauf dieser Frist in der Regel nur noch für den Abfluss tauglich oder eignen sich höchstens noch dazu, einer kapitalen Essigmutter ein neues Zuhause zu geben. Es gibt aber auch noch Ausnahmen von dieser Regel und dies sind sehr häufig die frucht- und edelsüßen Rieslinge von der Mosel. Mit ihrer von Natur aus ausgestatteten kraftvollen Säure und ihrer natürlich Süße sind es zeitlose Klassiker, denen selbst 21 Jahre Lagerung und viel mehr nichts anhaben können. So verhält es sich auch mit der 1994er Auslese von Markus Molitor aus der Einzellage Zeltinger Sonnenuhr. Zunächst recht verhalten im Duft. Eine leichte Firnis bestätigt das fortgeschrittene Alter dieses Tropfens, dann kommen Quitten Aromen und reifer Pfirsich dazu. Auch ein kleiner Honigton lässt sich erahnen. Die Säure versteckt sich im Geschmack noch bildhaft hinter der packenden Süße. Der Wein wirkt nicht nur noch frisch, er ist es tatsächlich auch noch und wirkt kaum gealtert. Der Abgang ist klar (wieder viel Quitte und ein wenig Schwarzbrot) und sehr, sehr lang. Ein idealer Begleiter zu Käse und mit gerade einmal 8 % natürlichem Alkohol in seiner ganzen Art recht leicht. Ein zeitloser Klassiker, der unverwüstlich erscheint und noch sicher eine Generation weiter reifen kann. Die Mosel ist und bleibt eine der meist unterschätzten Weinregionen der Welt!

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Frankreich

Sylvain Bzikot Bourgogne Côte d’Or Blanc 2023

Weißwein · Bourgogne Côte d'Or · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Côte d'Or AOC Côte de Beaune 2023 inkl. deklassierter Dorflagen

Der Bourgogne Côte d'Or Blanc 2023 von Sylvain Bzikot zeigt gegenüber dem klassischen Bourgogne Blanc einen deutlichen Zugewinn an Fülle, Tiefe und Ausdruckskraft. In die Cuvée fließen auch Partien aus höher klassifizierten Dorflagen ein, die zugunsten der Gesamtkomposition deklassiert wurden – das gibt zusätzliche Substanz und Komplexität.


Bourgogne Côte d'Or – die engere regionale Stufe

Bourgogne Côte d'Or ist eine regionale Appellation, die ausschließlich auf die Côte d'Or beschränkt ist und damit enger gefasst als der allgemeine Bourgogne. Diese Cuvée stammt aus der Côte de Beaune und enthält Partien aus höher klassifizierten Dorflagen, die bewusst in den Wein deklassiert wurden.

Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet. So profitiert auch diese regionale Stufe von der Handschrift einer Weißwein-Spitzenadresse.

Jahrgang 2023 – Burgund (Côte de Beaune)

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht (Birne, Pfirsich, weiße Aprikose) bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer und großzügiger Jahrgang.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, mit Partien aus deklassierten Dorflagen für mehr Substanz.

Der Ausbau erfolgt in Edelstahl und Barrique, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Frucht, Struktur und feiner Säure ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase reife Zitruszeste, feine Mandelnoten und knackiger grüner Apfel, dazu eine dezente mineralische Spannung. Am Gaumen klar strukturiert, saftig und präzise, mit packender Frische und harmonisch eingebundener Kraft; Balance, Eleganz und Länge.

Zitruszeste, Mandel und grüner Apfel über mineralischer Spannung – ein charaktervoller Chardonnay mit Tiefe und Länge.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, milder bis mittelreifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine weiße Küche.


Lage: Côte d'Or (Côte de Beaune); inkl. deklassierter Dorflagen
Klassifikation: Bourgogne Côte d'Or AOC
Ausbau: Chardonnay; Edelstahl und Barrique

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Weine

Domaine du Triptyque Bourgogne Chardonnay 2025 BIO

Weißwein · Bourgogne AOC · Chardonnay

100 % Chardonnay Nördliches Yonne Ton-Kalk-Böden Handlese Spontangärung Bio-zertifiziert seit 2022

Bourgogne Chardonnay 2025 ist der zugänglichste Wein der Domaine du Triptyque – und der erste, der in einem frühen, heißen Jahr gewachsen ist. Nach dem Frost-Hagel-Mehltau-Jahr 2024 brachte 2025 die umgekehrte Belastungsprobe: Rekordfrüher Austrieb, zwei Hitzewellen um 40 °C, Lesebeginn im Chablisien bereits ab dem 18. August. Tommy Chevallier arbeitet hier mit denselben Mitteln wie bei seinen Chablis: Handlese, weinbergseigene Hefen, kaum Eingriffe.


Chardonnay im nördlichen Yonne

Die regionale Appellation Bourgogne ist im Yonne kein Restposten, sondern die historische Basis: Vor der Reblaus lieferte das Departement zwei Drittel aller burgundischen Weine, verschifft über Yonne und Seine nach Paris. Erst im 20. Jahrhundert schrumpfte die Fläche auf einen Bruchteil. Venoy, wo die Domaine du Triptyque ihren Sitz im Weiler Montallery hat, bekam das Recht auf die AOC Bourgogne 1988 zurück – der Ort liegt im Auxerrois, westlich der abgegrenzten Chablis-Parzellen, auf 120 bis knapp 290 Metern Höhe.

Geologisch ist es dieselbe Welt wie in Chablis: Sedimente des Oberjura, Mergel und Kalk, entstanden in einem flachen warmen Meer. Wo der tonreiche Kimmeridge ansteht, bleibt Wasser länger verfügbar; wo der härtere Portland-Kalk die Plateaus deckelt, sind die Böden flach und steinig. Beides hält die Wurzelzone kühl – der entscheidende Faktor auf knapp 48 Grad nördlicher Breite, wo Chardonnay spät reift und Säure behält.

Chevallier bewirtschaftet rund acht Hektar; zehn sind seine selbstgesetzte Obergrenze. Geschnitten wird nach Guyot Poussard, um die Saftbahnen zu schonen, ausgebrochen bewusst spät als Schutz gegen Spätfrost. Der Boden wird mechanisch bearbeitet, Herbizide kommen nicht zum Einsatz, der Pflanzenschutz beschränkt sich auf Schwefel und Kupfer, der Kompost stammt aus dem eigenen Betrieb. Entlaubt wird zurückhaltend, damit die Laubwand in Hitzephasen Schatten wirft – 2025 war genau das entscheidend. Gelesen wird von Hand, während im Chablisien rund neun von zehn Hektar maschinell geerntet werden.

Jahrgang 2025 – Chablisien und Auxerrois

Anders als es die Erzählung vom „schon wieder kleinen Jahrgang" nahelegt, gab es 2025 im nördlichen Burgund keinen nennenswerten Frühjahrsfrost. Der Austrieb setzte in den wärmsten Lagen schon Anfang April ein, ein kühlerer Mai bremste kurz, die Blüte lief dann um den 26. Mai in wenigen Tagen durch.

Der Ertragsverlust entstand danach. Ende Juni traf eine erste Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in die Blütephase: Verrieselung und Millerandage, ungleichmäßiger Beerenansatz, lockere Trauben, teils winzige Beeren ohne Reifepotenzial. Die zweite Hitzewelle folgte vom 8. bis 18. August, ebenfalls um 40 °C. Die Beeren blieben klein, die Schalen dick, der Reifeverlauf beschleunigte sich stark. Véraison war bereits in der ersten Juliwoche zu sehen, die Lese begann ab dem 18. August – eine Frühreife, die im Chablisien kaum jemand aus der eigenen Laufbahn kannte. Hagelzellen Ende Juli trafen Teile des Grand Auxerrois; das Chablisien blieb weitgehend verschont.

Der letzte Einschnitt kam zum Monatswechsel: 120 bis 130 Millimeter Regen in 36 Stunden auf bereits reife Beeren. Schalen platzten, auf exponierten Parzellen setzte sich Botrytis fest. Wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material herein; wer auf mehr Substanz wartete, zahlte dafür. Die offizielle Bilanz nennt für Chablis rund 300.000 Hektoliter und Erträge um 50 bis 55 hl/ha, einzelne Güter meldeten unter 40 hl/ha – nach 2021 und 2024 die dritte kleine Ernte in fünf Jahren.

Das Ergebnis teilt sich nach Lesezeitpunkt: früh geerntete Partien mit frischer Frucht und tragender Säure, späte runder und mit exotischerem Ton. Der Gesundheitszustand des eingebrachten Leseguts wird überwiegend als gut beschrieben.

Handlese, weinbergseigene Hefen, Ausbau ohne Holzprägung

Die Trauben gehen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy, einen Holzbau mit Miscanthus-Dämmung und Photovoltaik auf dem Dach. Die alkoholische Gärung startet mit den Hefen, die von den Trauben mitkommen; Schwefel setzt Chevallier sehr sparsam ein, weitere Zusätze verwendet er nicht.

Im Keller stehen Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore nebeneinander – Beton bevorzugt er wegen der thermischen Trägheit und der langsamen Sauerstoffzufuhr, ohne dass Aroma ins Spiel kommt. Der Bourgogne blanc ist im Sortiment der Wein für den frühen Zugriff: keine erkennbare Holzprägung, kürzere Reife als bei den Chablis-Cuvées, Fokus auf Frucht und Säurestruktur.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Zitrone und weißer Pfirsich, dahinter eine knappe kreidige Note – die Frucht ist deutlicher ausgeprägt als bei den Chablis des Guts, was dem warmen Jahr entspricht.

Am Gaumen schlank gebaut, mit klarer Kontur und einer Säure, die den Wein trotz der Reife des Jahrgangs zusammenhält. Die dickeren Beerenschalen von 2025 geben dem Mundgefühl eine leichte Griffigkeit, ohne dass Phenolik hervortritt. Der Abgang bleibt trocken und salzig, mit moderater Länge.

Ein Chardonnay aus einem heißen Jahr, dem die frühe Lese die Säure gerettet hat – nicht breit, sondern gerade.

Am Tisch

Der Wein für den Alltag, nicht für den Anlass: Gougères, Quiche, Flammkuchen, Räucherforelle, Geflügelsalat. Zu Fisch passt alles Gebratene mit Zitrone, weniger die schweren Sahnesaucen. Auch Spargel mit Butter funktioniert, weil die Säure gegen die Süße der Stangen arbeitet.

Beim Käse Richtung Ziegenkäse aus dem Yonne oder junger Comté. Serviert bei 10 bis 12 °C, geöffnet ohne Dekanter – der Wein zeigt sich sofort.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy

Rebsorte 100 % Chardonnay

Lage Chardonnay-Parzellen im nördlichen Yonne, Ton-Kalk-Böden des Oberjura

Klassifikation AOC Bourgogne

Jahrgang 2025

Vinifikation Handlese, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben

Ausbau ohne prägenden Holzeinsatz, frühe Füllung

Flaschengröße 0,75 l

Trinkempfehlung 2026 bis 2029

Zertifizierung biologischer Anbau, zertifiziert seit 2022, FR-BIO-10

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Weine

Marie-Courtin Coteaux Champenois Le Blanc Du Tremble 2020 BIO

Weißwein · Coteaux Champenois · Pinot Noir · Côte des Bar · Bio

Marie-Courtin Le Blanc du Tremble Coteaux Champenois ist ein stiller Weißwein aus 100 % Pinot Noir, weiß gekeltert als Blanc de Noirs. Coteaux Champenois ist die stille Variante der Champagne. Die Trauben stammen aus der Côte des Bar, bekannt für kraftvolle, charaktervolle Pinot-Noir-Weine. Im Glas präzise, fokussiert und salzig-mineralisch.


Côte des Bar

Die Trauben stammen aus der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne, der für seine kraftvollen, charaktervollen Pinot-Noir-Weine bekannt ist. Die kalkig-kreidigen Böden verleihen dem Wein eine kühle, fast salzige Mineralität. Marie-Courtin (Dominique Moreau) arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-09).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Pinot Noir, weiß gekeltert als Blanc de Noirs, und wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut. Er reifte über elf Monate in zwei Amphoren – ohne Holzeinfluss, für eine außergewöhnlich klare, unverfälschte Stilistik.

Im Glas

Helles, klares Gelb. Die Aromatik erinnert an helle rote Früchte, etwas Cranberry und Blutorange, begleitet von einer feinen, fast salzigen Mineralität. Am Gaumen straff und frisch, mit kühler, kalkiger Struktur und subtiler phenolischer Spannung. Die selbstbewusste Säure trägt den Wein durch ein langes, geradliniges Finale.

Am Tisch

Bei rund 12 °C servieren; etwas Luft betont die Klarheit. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo zu genießen.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Côte des Bar (Champagne); Kalk/Kreide
Klassifikation: Coteaux Champenois AOC – Blanc (Blanc de Noirs)
Ausbau: 100 % Pinot Noir, weiß gekeltert, 11 Monate in zwei Amphoren, ohne Holz

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 1

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 1 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni, der drei bis vier Jahre in Holzfässern gereift ist. „Scudo 1" steht für die jüngste Stufe der Bertoni-Reifeskala – fruchtbetont, süß-säuerlich (agrodolce) und vielseitig. Aus Weinessig und gekochtem Traubenmost, mit feiner Viskosität. Ein Allrounder für die alltägliche Küche.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht aus Weinessig und gekochtem Traubenmost und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Weinessig und gekochter Traubenmost reifen rund drei bis vier Jahre in Holzfässern. Die Stufe „Scudo 1" markiert den jüngsten und frischesten Reifegrad der Bertoni-Reihe. Zutaten: Weinessig, gekochter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Dunkelbraun und glänzend, mit feiner Viskosität. Im Geschmack fruchtbetont und süß-säuerlich ausbalanciert, mit klarer Frische. Der Abgang ist mittellang und sauber.

Am Tisch

Vielseitig für Salate, Dressings und Marinaden, zu gegrilltem Gemüse, Tomaten mit Mozzarella oder zum Verfeinern von Saucen. Auch zum Ablöschen und leichten Einkochen geeignet. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 1"
Zutaten Weinessig, gekochter Traubenmost (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 3–4 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD) 2034

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Weine

Domaine des Sénons Fracta Corda Pinot Noir 2022 BIO

Rotwein · Yonne · Pinot Noir

Pinot Noir IGP Yonne Lage Fracta Corda Kalk & Feuerstein 2022 · Bio (FR-BIO-01)

Der Fracta Corda Pinot Noir 2022 der Domaine des Sénons stammt aus einer Einzellage im Sénonais bei Sens (IGP Yonne). Rote Beeren, Gewürze und ein Hauch Lakritz treffen auf eine salzig-kalkige Mineralität; am Gaumen verbindet er Cremigkeit und Frische – ein wahrer Charmeur aus biologischem Anbau.


Fracta Corda – Kalk und Feuerstein im Sénonais

Die Domaine des Sénons liegt im Sénonais rund um Sens im äußersten Norden Burgunds (Yonne) und belebt das historische Weinland der Region neu. Die Einzellage Fracta Corda besteht aus Kalkstein, durchzogen von Feuerstein-Formationen; ein sandig-lehmiger Obergrund sorgt für eine ausgewogene Balance dieses besonderen Bodens.

Diese Bodenmischung prägt die salzig-kalkige, leicht rauchige Mineralität des Weins. Gearbeitet wird biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2022 – Yonne

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – passend zum charmanten, zugleich frischen Stil dieses Pinot Noir.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, aus biologischem Anbau (FR-BIO-01), mit minimalem Kellereingriff.

Ein Teil reift im Holzfass, der Rest im Tank; anschließend werden beide harmonisch miteinander verschnitten. Das verbindet Cremigkeit und Frische.

Im Glas

In der Nase rote Beeren, Gewürze, ein Hauch Lakritz, unreife Erdbeeren und Veilchenpastillen. Am Gaumen Kalk, Salz und Frische, eine leichte Rauchigkeit, dezente Himbeerfrucht und etwas Speck. Subtil und fein der lange Nachhall.

Rote Beeren, Lakritz und Veilchenpastillen über salzig-kalkiger Mineralität – cremig, frisch und ein wahrer Charmeur.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie und Gerichte mit Speck, Pilze, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter, vielseitiger Begleiter.


Lage: Fracta Corda, Sénonais bei Sens (Yonne); Kalkstein mit Feuerstein, sandig-lehmiger Obergrund
Klassifikation: IGP Yonne; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Pinot Noir; teils Holzfass, teils Tank, anschließend verschnitten; minimaler Kellereingriff

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Frankreich

Janots Bos St Aubin 1er Cru En Creot Blanc 2022

Weißwein · Saint-Aubin 1er Cru · Chardonnay

Chardonnay Saint-Aubin 1er Cru En Créot Côte de Beaune Maison JanotsBos 2022

Der Janots Bos Saint-Aubin 1er Cru En Créot Blanc 2022 ist ein feiner, mineralischer Weißburgunder aus einer Premier-Cru-Lage der Côte de Beaune – pur und elegant ausgebaut, mit der klaren Frische und Finesse, für die Saint-Aubin heute gefeiert wird.


Saint-Aubin 1er Cru En Créot

Saint-Aubin liegt in einem Seitental der Côte de Beaune, eingebettet zwischen den Hängen oberhalb von Puligny- und Chassagne-Montrachet. Lange für rustikale Pinots bekannt, hat sich das Dorf längst dem Chardonnay verschrieben – heute steht der weitaus größte Teil der Rebfläche auf weißen Sorten. Fast drei Viertel der Lagen besitzen Premier-Cru-Status, und dank engagierter junger Winzer zählt Saint-Aubin zu den spannendsten Adressen Burgunds für weiße Premiers Crus mit hervorragendem Preis-Genuss-Verhältnis.

Die Lage „En Créot" ist einer dieser Premiers Crus – hoch gelegen und steinig, auf kalkreichen Böden, die dem Wein klare Mineralität und kühle Spannung mitgeben. Maison JanotsBos in Meursault, geführt von Thierry Janots (rund zwei Jahrzehnte Kellermeister bei der Domaine des Comtes Lafon) und dem Niederländer Richard Bos, keltert daraus einen Saint-Aubin im puristischen Hausstil.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war an der Côte de Beaune ein sonnenverwöhnter, großzügiger Jahrgang mit gesundem Lesegut und reifer Frucht – dabei aber überraschend frisch und balanciert. In der höher gelegenen, kühlen Lage En Créot bewahrt der Chardonnay so seine Präzision: ein vollmundiger, fruchtbetonter Wein mit lebendigem Säurespiel und klarer mineralischer Struktur.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, trocken.

Ausbau in französischer Eiche im puristischen Stil des Hauses: Das Holz dient ausschließlich als dezente Stütze für Struktur und Finesse und soll das Terroir niemals überlagern, sondern sich subtil einfügen. Handlese, möglichst natürliche Vinifikation ohne überflüssige Eingriffe.

Im Glas

Ein expressives, frisches Bukett von Apfel, Zitrus und weißen Blüten, untermalt von feinen floralen und mineralischen Noten. Am Gaumen klar und fein gebaut, mit schlankem, finessenreichem Körper, der von einer ausgeprägten Mineralität und lebendiger Frische getragen wird – Energie und Eleganz statt Opulenz.

Saint-Aubin von seiner besten Seite – mineralisch, frisch und voller Energie.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu jungem Hartkäse.


Lage: Saint-Aubin 1er Cru „En Créot", Côte de Beaune (Frankreich); hoch gelegene, steinige Kalkböden
Klassifikation: Saint-Aubin 1er Cru AOC, Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; Ausbau in französischer Eiche (dezent), Handlese, puristischer Stil; reduzierter Pflanzenschutz

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Schaumweine

Jörg Geiger Birnengold Birnenschaumwein doux

Jörg Geiger Birnengold ist ein fruchtsüßer Birnenschaumwein aus Dörrbirnen – eine Rarität von der Schwäbischen Alb. Gereift im Barrique, zur Hälfte in neuer amerikanischer Eiche, zur Hälfte in gebrauchten Fässern aus dem Sauternes.

Im Glas

Glänzendes Stroh mit Goldschimmer, feine Perlen. In der Nase üppige Dörrbirne, dazu nussige und würzige Töne. Im Mund saftige, reife Birne mit leichter Röstnote und etwas Herbe vom Holz. Die Kohlensäure hält die Süße in Schach und macht ihn elegant statt schwer.

Mach was draus

Karamellisierter Ziegenfrischkäse, eine Käse-Crème-brûlée, Desserts mit weißer Schokolade, frische Früchte oder ein Stück Gebäck. Auch zu Gerichten mit Trüffel ist er spannend. Ein Glas für das Ende eines festlichen Essens oder für die Käseplatte am Weihnachtsabend. Gut gekühlt servieren, gern in einem kleinen Weißweinglas, damit der Duft der Birne zur Geltung kommt.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Zum Käse ist Birnengold eine echte Überraschung. Ich schenke ihn gern statt eines Dessertweins ein.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was sind Dörrbirnen? Getrocknete Birnen. Durch das Trocknen werden Zucker und Aroma konzentriert, das schmeckt man im Birnengold.

Warum Sauternes-Fässer? In diesen Fässern lag zuvor süßer Wein aus Bordeaux. Sie geben Würze und Struktur, ohne die Birne zu überdecken.

Birnenschaumwein aus Dörrbirnen · Ausbau im Barrique, halb neue US-Eiche, halb Fässer aus dem Sauternes · fruchtsüß (doux) · Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb · Manufaktur Jörg Geiger, Schlat · Stand: Oktober 2026

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Weine

Wagner-Stempel Heerkretz Riesling Großes Gewächs 2021 BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen · Siefersheim Heerkretz VDP.Grosses Gewächs Porphyr / Rhyolith Stahl & Stückfass Biodynamie / Bio (DE-ÖKO-022) 2021

Das Wagner-Stempel Heerkretz Riesling Großes Gewächs 2021 ist ein wahres Meisterwerk – einer der großen trockenen Rieslinge Deutschlands. Filigran und komplex im Duft, am Gaumen trocken, frisch und druckvoll, mit prägnantem mineralischem Körper, großem Volumen und bemerkenswerter Länge.


Heerkretz – Porphyr aus der rheinhessischen Schweiz

Das Weingut Wagner-Stempel in Siefersheim zählt zu den Spitzenadressen Rheinhessens. Seit 1845 in Familienhand, heute in 9. Generation von Daniel Wagner geführt, arbeitet das VDP-Gut konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Im äußersten Nordwesten Rheinhessens, am Übergang zur Nahe, prägen vulkanische Porphyrböden eine unverwechselbare, mineralisch-würzige Stilistik.

Die nach Süden geneigte Heerkretz ist eine VDP.Große Lage und mit 250–280 m eine der höchsten und kühlsten Lagen Rheinhessens – ein wieder erweckter, wilder Steilhang mit Felsmauern und Heidelandschaft. Eine selektive, späte Handlese aus den ältesten und besten Parzellen verleiht dem Wein seinen Charakter. Die steinigen, skelettreichen Schotter- und Lehmböden mit dem anstehenden Porphyrfels im Untergrund tragen zur besonderen Qualität bei.

Jahrgang 2021 – Rheinhessen

2021 gilt als klassischer, kühler Riesling-Jahrgang mit lebendiger Säure, großer Präzision und klarer Mineralität. In der hochgelegenen, kühlen Heerkretz ergibt das einen besonders spannungsreichen, druckvollen und langlebigen Wein, der das Porphyr-Terroir mustergültig spiegelt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Ausbau: Der Wein reifte sowohl im Edelstahltank als auch in traditionellen Stück- und Halbstückfässern aus deutscher Eiche. Ökologische Bewirtschaftung (DE-ÖKO-022).

Im Glas

Klare, hellgelbe Farbe; ein filigraner, komplexer Duft. Fruchtaromen wie Pfirsich und Maracuja dominieren das Bouquet und werden von subtilen vegetativen und kräuterigen Noten wie Minze und Zitronenmelisse untermalt. Im Geschmack überzeugt der Wein mit trockener, frischer und druckvoller Säure. Sein prägnanter mineralischer Körper verleiht ihm ein beeindruckendes Volumen und eine bemerkenswerte Länge, während die Balance perfekt harmoniert.

Trocken, frisch und druckvoll – ein prägnanter mineralischer Körper mit großem Volumen und bemerkenswerter Länge.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife deutlich; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur würzig-asiatischen Küche sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Rheinhessen, Siefersheim, Heerkretz (Deutschland); südexponierte Steillage, 250–280 m (eine der höchsten Lagen Rheinhessens); steinige Schotter- und Lehmböden über Porphyr/Rhyolith; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; selektive späte Handlese, Ausbau im Edelstahltank sowie in Stück- und Halbstückfässern aus deutscher Eiche; ökologischer Anbau (DE-ÖKO-022)

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