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27. Februar 2016

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Spirituosen

The Duke Lion´s - Munich Handcrafted Vodka BIO

Spirituose · Vodka · München · Deutschland

Lion's Munich Handcrafted Vodka will sich gar nicht als rein neutrales Destillat präsentieren. Statt im Gaumen kaum einen Eindruck zu hinterlassen, soll dieser Bio-Vodka das ursprüngliche Aroma seiner Rohstoffe bewahren und prägnant hervortreten lassen.


Herkunft / München

Der Lion's Vodka stammt aus der Münchner Manufaktur hinter der Marke The Duke, die für handwerklich destillierte Spirituosen steht. Das gesamte verwendete Getreide stammt aus rein biologischem Anbau (Bio-Kontrollstelle DE-ÖKO-007).

Zutaten und Destillation

Im Mittelpunkt steht das Getreide – der wichtigste Baustein eines guten Vodkas. Verwendet werden Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel, allesamt in Bio-Qualität. Anders als bei neutral gehaltenen Vodkas wird der Charakter der Rohstoffe bewusst erhalten, sodass die Getreidearomen prägnant hervortreten.

Im Glas

Klar und kristallin. In der Nase fein getreidig, mit weicher, leicht süßlicher Kornnote. Am Gaumen vollmundig und markant, mit spürbarer Getreidewürze und kraftvollem, sauberem Abgang – charaktervoll statt neutral.

Pur und im Drink

Eiskalt pur aus dem Tiefkühlfach genießen oder als charaktervolle Basis für Cocktails wie Moscow Mule, Martini oder Vodka Tonic.

Ideal: pur eiskalt, im Martini, Moscow Mule oder Vodka Tonic.


Herkunft: München (Deutschland); The Duke
Art: Handcrafted Vodka (Bio)
Zutaten: Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel (aus biologischem Anbau)
Herstellung: handwerkliche Destillation, aromabetonter Stil

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Länder/Regionen

Schneider Tohuwabohu

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Tohuwabohu ist eine kräftige Bordeaux-Cuvée aus der Pfalz. Der Name – ein alter Ausdruck für „größtmögliche Unordnung" – ist Sohn Nicolaus gewidmet, der beim Winzer nicht nur vieles auf den Kopf stellt, sondern auch neu ordnet.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Das warme Klima und die vielfältigen Böden der Region bieten den Bordeaux-Rebsorten dieser Cuvée ideale Bedingungen für Reife und Konzentration.

Assemblage und Ausbau

Eine klassische Bordeaux-Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Assemblage verbindet die Struktur und Würze des Cabernet mit der samtigen Fülle des Merlot zu einem kräftigen, dichten Rotwein. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rubinrot. In der Nase dunkle Frucht wie Cassis und Brombeere, verbunden mit feiner Würze und Röstnoten. Am Gaumen kräftig und dicht, mit reifem, samtigem Tannin, klarer Frucht und einem langen, ausgewogenen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Steak, Braten, Lamm, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (Bordeaux-Stil) – Cabernet Sauvignon & Merlot, trocken
Ausbau: kräftig und dicht, samtiges Tannin

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Weine

Marie-Courtin Coteaux Champenois Le Blanc Du Tremble 2020 BIO

Weißwein · Coteaux Champenois · Pinot Noir · Côte des Bar · Bio

Marie-Courtin Le Blanc du Tremble Coteaux Champenois ist ein stiller Weißwein aus 100 % Pinot Noir, weiß gekeltert als Blanc de Noirs. Coteaux Champenois ist die stille Variante der Champagne. Die Trauben stammen aus der Côte des Bar, bekannt für kraftvolle, charaktervolle Pinot-Noir-Weine. Im Glas präzise, fokussiert und salzig-mineralisch.


Côte des Bar

Die Trauben stammen aus der Côte des Bar, dem südlichen Teil der Champagne, der für seine kraftvollen, charaktervollen Pinot-Noir-Weine bekannt ist. Die kalkig-kreidigen Böden verleihen dem Wein eine kühle, fast salzige Mineralität. Marie-Courtin (Dominique Moreau) arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-09).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Pinot Noir, weiß gekeltert als Blanc de Noirs, und wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut. Er reifte über elf Monate in zwei Amphoren – ohne Holzeinfluss, für eine außergewöhnlich klare, unverfälschte Stilistik.

Im Glas

Helles, klares Gelb. Die Aromatik erinnert an helle rote Früchte, etwas Cranberry und Blutorange, begleitet von einer feinen, fast salzigen Mineralität. Am Gaumen straff und frisch, mit kühler, kalkiger Struktur und subtiler phenolischer Spannung. Die selbstbewusste Säure trägt den Wein durch ein langes, geradliniges Finale.

Am Tisch

Bei rund 12 °C servieren; etwas Luft betont die Klarheit. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo zu genießen.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Côte des Bar (Champagne); Kalk/Kreide
Klassifikation: Coteaux Champenois AOC – Blanc (Blanc de Noirs)
Ausbau: 100 % Pinot Noir, weiß gekeltert, 11 Monate in zwei Amphoren, ohne Holz

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Spirituosen

Christian Drouin Calvados Pays d’Auge VSOP

Calvados · Pays d'Auge · Apfelbrand · VSOP

Christian Drouin Calvados Pays d'Auge VSOP ist ein normannischer Apfelbrand des Hauses Christian Drouin, das für seine umfangreiche Sammlung an Jahrgangs-Calvados bekannt ist. Dieser VSOP reift mindestens fünf Jahre in ehemaligen Weinfässern, die ihm sinnliche Fruchtnoten und Aromen reifer Äpfel verleihen. Im Glas ein vollmundiger, zugleich eleganter Calvados.


Pays d'Auge

Calvados ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung der Normandie. Innerhalb des Départements Calvados ist das Pays d'Auge die hochwertigste Herstellungsregion, die eine zweifache Brennblasen-Destillation vorschreibt. Christian Drouin keltert hierfür Cidre aus normannischen Apfelsorten.

Herstellung und Reifung

Der Calvados entsteht durch zweifache Pot-Still-Destillation von Cidre, also vergorenem Apfelmost. Der VSOP reift mindestens fünf Jahre in ehemaligen Weinfässern (u. a. Sherry, Port, Cognac, Bordeaux) und wird ungefärbt abgefüllt. Die Fässer fördern eine aromatische Komplexität.

Im Glas

Goldgelb bis Bernstein. In der Nase sinnliche Fruchtnoten und Aromen reifer Äpfel. Am Gaumen vollmundig und zugleich elegant, mit weicher Frucht und feiner Fasswürze. Der Abgang ist rund und ausgewogen.

Zum Genuss

Pur als Digestif bei Zimmertemperatur genießen, ebenso als Basis für Cocktails oder klassisch als „trou normand" zwischen den Gängen.

Passt außerdem zu reifem Käse, Apfeldesserts und dunkler Schokolade.


Herkunft: Pays d'Auge, Normandie (Frankreich)
Art: Calvados Pays d'Auge AOC, VSOP
Reifung: mind. 5 Jahre in Weinfässern, ungefärbt

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Rebsorten

Le Moine Pommard Les Epenots 1er Cru 2021

Rotwein · Pommard 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Pommard 1er Cru Les Epenots Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2021

Der Lucien Le Moine Pommard Les Epenots 1er Cru 2021 stammt aus einem der besten Crus von Pommard und einem Grand-Cru-Kandidaten – ein strukturierter, zugleich eleganter Pinot Noir mit würziger Tiefe. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Pommard Les Epenots – Eleganz aus dem Norden Pommards

Epenots ist eine renommierte Premier-Cru-Lage am nördlichen Ende von Pommard, nahe Beaune – ausschließlich mit Pinot Noir bestockt und gegliedert in Les Grands Epenots, Les Petits Epenots und den Clos des Epeneaux. Ihre Weine zeichnen sich durch subtile Kraft, gute Struktur sowie würzige und erdige Noten aus und zählen zu den Spitzenrotweinen der Côte de Beaune. Neben Les Rugiens steht Epenots zur Diskussion für eine Hochstufung zum Grand Cru.

Ein besonderes Merkmal ist der flachere Oberboden über eisenreichem, kiesig-mergeligem Untergrund, der sehr gut entwässert: Das fördert tief verwurzelte Reben und konzentrierte Beeren. Die sanfte, südöstliche Neigung bringt milde Morgensonne und schützt vor der Mittagshitze; kühle Nächte und langsame Reife begünstigen einen ausgewogenen, elegant strukturierten und lagerfähigen Pinot Noir – feiner als der oft wuchtige Pommard-Stil.

Jahrgang 2021 – Côte de Beaune

2021 war an der Côte de Beaune ein klassischer, kühler Jahrgang mit feiner, klar definierter Frucht, lebendiger Säure und großer aromatischer Präzision. In einer strukturierten, zugleich eleganten Lage wie Les Epenots ergibt das einen fein gezeichneten, würzigen Pinot Noir mit kühler Frische und feinkörnigem Tannin – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, Pommard Les Epenots 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom eisenreichen, kiesig-mergeligen Boden von Epenots lebt dieser Pommard: dunkle und rote Frucht wie Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine würzig-erdige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Der kühle Jahrgang 2021 hält ihn fein und frisch, während das lange Vollhefelager und das neue Holz eine seidige, dichte Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen strukturiert und vielschichtig, mit festem, feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – kraftvoll und zugleich elegant.

Dunkle Frucht und würzig-erdige Tiefe – strukturiert und seidig, mit festem, feinkörnigem Tannin und langer Mineralität.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Wildgeflügel, zu Rind und Lamm in kräftiger Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Pommard Les Epenots 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); nördliches Pommard nahe Beaune, sanfte südöstliche Neigung; flacher Oberboden über eisenreichem, kiesig-mergeligem Untergrund
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken); Grand-Cru-Kandidat
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Weingut Andres Deidesheimer Leinhöhle Riesling 2023 BIO

Weißwein · Deidesheim (Pfalz) · Riesling

Riesling Deidesheimer Leinhöhle (Einzellage) Deidesheim · Pfalz (Mittelhaardt) Weingut Andres Buntsandstein · Tonmergel trocken · 30 hl/ha 100 % großes Holzfass BIO · 2023

Der Weingut Andres Deidesheimer Leinhöhle Riesling 2023 ist ein Lagen-Riesling aus einer der charaktervollen Einzellagen Deidesheims. Ein Wein von wunderschöner Harmonie zwischen Druck und Finesse, die sich mit der Reife immer weiter verstärkt.


Deidesheimer Leinhöhle – Riesling vom Buntsandstein

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Für diesen Riesling füllen sie die Einzellage Deidesheimer Leinhöhle separat ab.

Die nach Süden und Osten ausgerichtete Lage vereint Buntsandsteinverwitterung mit Mergelboden. Durch ein spezielles Kleinklima können die Trauben hier immer besonders lang am Stock verweilen, ohne an Säure zu verlieren – die Grundlage für einen Riesling, der Druck und Finesse in seltener Harmonie verbindet.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Das kühlende Kleinklima der Leinhöhle und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische und Präzision – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Einzellage Deidesheimer Leinhöhle, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Buntsandstein und Tonmergel, Ertrag 30 hl/ha.

Der Wein wird mit natürlichen Hefen vergoren und zu 100 % im großen Holzfass ausgebaut. Diese schonende Machart bewahrt die kühle Herkunftsprägung und verleiht dem Riesling Struktur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Ein Riesling von klarer Herkunft: kühle Aromen von Steinobst und Zitrus, dazu florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Note aus Buntsandstein und Mergel. Am Gaumen verbindet er spürbaren Druck mit Finesse – saftig und straff geführt, mit lebendiger, gut eingebundener Säure und einem langen, mineralischen Nachhall, der mit der Reife an Harmonie gewinnt.

Kühles Steinobst und Zitrus über salzig-mineralischer Prägung – eine wunderschöne Harmonie zwischen Druck und Finesse, mit lebendiger Säure und langem Nachhall.

Ein Lagen-Riesling mit gutem Reifepotenzial; gewinnt mit den Jahren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Deidesheimer Leinhöhle, Deidesheim, Pfalz (Mittelhaardt); Süd-/Osthang, Buntsandsteinverwitterung mit Tonmergel; besonderes Kleinklima
Klassifikation: Lagen-Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling; 30 hl/ha
Ausbau: Vergärung mit natürlichen Hefen, Ausbau zu 100 % im großen Holzfass; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Rebsorten

Michel Lafarge Bourgogne Pinot Noir 2023

Rotwein · Bourgogne AOC · Pinot Noir

100 % Pinot Noir Bourgogne AOC Reben an der Grenze zu Volnay Rebalter rund 50 Jahre überwiegend entrappt sehr wenig neues Holz 2023

Der Bourgogne Pinot Noir 2023 der Domaine Michel Lafarge ist ein Charmeur – ein „Baby-Volnay" von einer der klassischen Adressen des Ortes. Die rund 50 Jahre alten Reben stehen unmittelbar an der Grenze zur Village-Lage von Volnay. Reife Kirschen, saftige Pflaumen und feine Beerenfrucht treffen auf frische Säure, seidige Textur und eine feingliedrige Struktur.


Der „Baby-Volnay" – Reben an der Village-Grenze

Volnay liegt in der Côte de Beaune zwischen Pommard und Meursault und steht für die feinste, duftigste Ausprägung des Pinot Noir in diesem Abschnitt der Côte – weniger kräftig als Pommard, mehr Blüte als Muskel. Der Hang besteht aus Kalkstein und Mergel des mittleren Jura, am Fuß mischen sich Schwemmlehm und Kies dazu.

Die Reben für diesen Bourgogne stehen genau an der Stelle, wo die Village-Klassifikation endet: dort, wo der Hang flacher wird und die Böden tiefer. Der Kalk ist noch spürbar, aber der höhere Lehmanteil gibt mehr Fülle und eine rundere, zugänglichere Frucht. Das ist der Grund für den Spitznamen „Baby-Volnay" – derselbe Charakter, nur früher offen. Mit rund 50 Jahren sind die Reben zudem älter als in vielen Village-Lagen.

Die Domaine Michel Lafarge gilt als Archetyp des klassischen Volnay. Heute führen Frédéric und Chantal Lafarge das Gut; der Stil setzt auf Transparenz statt Extraktion, und diese Handschrift ist schon auf der Stufe des Bourgogne erkennbar.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni ein und verlief weitgehend störungsfrei, entsprechend groß war der Fruchtansatz. Der Sommer blieb überwiegend ausgeglichen.

Eine Hitzewelle im August trieb die Reife voran und konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Farbe, klare Frucht und feine Gerbstoffe bei großzügiger Erntemenge – ein Jahr, das eher Charme als Wucht liefert und genau deshalb zu einem Bourgogne dieser Machart passt.

Traditionelle Vinifikation mit wenig neuem Holz

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von rund 50 Jahre alten Reben. Die Trauben werden überwiegend entrappt: Ohne Stiele bleibt die Frucht im Vordergrund, und die Gerbstoffe fallen weicher aus als bei einer Ganztraubengärung.

Ausgebaut wird im alten Keller des Guts mit sehr maßvollem Einsatz neuen Holzes. Neues Holz würde Vanille und Röstaromen einbringen, die den feinen Duft des Volnay-nahen Pinot Noir überdecken; gebrauchte Fässer liefern stattdessen nur den langsamen Sauerstoffkontakt, der die Textur rundet.

Im Glas

Helles, leuchtendes Rubinrot. In der Nase reife Kirschen, Pflaumen und feine Beerenfrucht, dazu florale Noten und ein Hauch Kalkstein. Am Gaumen frisch und saftig, mit seidiger Textur und feinen, reifen Tanninen, getragen von einer feingliedrigen Struktur.

Reben an der Village-Grenze, wenig neues Holz, ein Jahr mit Charme: Volnay im Kleinformat, früher offen als das Original.

Bei 15–16 °C servieren. Schon jung zugänglich, mit Potenzial für einige Jahre Reife. Eine halbe Stunde offen im Glas genügt; dekantieren ist nicht nötig.

Am Tisch

Geflügel und Ente, Charcuterie, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ebenso zu Kalbsbraten, Lachs vom Grill, Coq au vin und Époisses – ein eleganter, vielseitiger Begleiter für den Alltagstisch.


Produzent Domaine Michel Lafarge, Frédéric und Chantal Lafarge, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir
Lage Côte de Beaune, unmittelbar an der Grenze zur Village-Lage von Volnay · Kalkstein und Mergel mit Lehmanteil
Klassifikation Bourgogne AOC
Jahrgang 2023
Vinifikation überwiegend entrappt · traditionelle Vinifikation
Ausbau im alten Keller des Guts · sehr wenig neues Holz
Rebenalter rund 50 Jahre
Trinkempfehlung jetzt bis 2030

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Weine

De Sousa Champagne Mycorhize Grand Cru Extra Brut BIO

Der De Sousa Mycorhize Grand Cru Extra Brut kommt aus einer einzigen Parzelle in Avize, die nur mit dem Pferd bearbeitet wird. Reiner Chardonnay, im kleinen Eichenfass vergoren, kreidig und cremig zugleich.

Im Glas

Leuchtendes Gold, feine, ausdauernde Perlen. Apfel und Birne, etwas Zitrone, darüber Honig und Blüten, mit Luft eine salzig-frische Note. Am Gaumen kühl und kreidig, dann weich und cremig, das Holz gut eingebunden. Lang und würzig, mit viel Dichte.

Mach was draus

Hummer, Jakobsmuscheln mit Beurre blanc oder ein gereifter Comté. Auch zu Kalbsbries mit Pilzen ist er stark. Er ist ein Champagner für Abende, an denen du dir Zeit nimmst und genau hinschmeckst, am besten mit Freunden, die alte Reben zu schätzen wissen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Ein großes Glas ist hier Pflicht. Zu Austern oder einem gereiften Käse zeigt Mycorhize, was alte Reben auf Kreide können.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was bedeutet Mycorhize? Mykorrhiza heißt die Symbiose zwischen Rebwurzeln und Bodenpilzen. Der Name steht für De Sousas Arbeit mit lebendigen Böden.

Warum das Pferd? Die Parzelle wird ausschließlich mit dem Pferd gepflügt. Das schont die Bodenstruktur, die Wurzeln und Pilze brauchen.

100 % Chardonnay · Les Hauts Némery, Avize Grand Cru, Kreide · Spontangärung in 225-l-Eichenfässern · ca. 25 % Réserve perpétuelle · 3 Jahre Hefelager · unfiltriert · Extra Brut, 3 g/l Restzucker · Champagne De Sousa, Avize · Bio, FR-BIO-10 · Stand: Oktober 2026

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