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15. Juni 2018

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Frankreich

Dujac Morey St. Denis rouge 1er Cru 2023

Rotwein · Morey-Saint-Denis Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Morey-Saint-Denis · 1er Cru Côte de Nuits Assemblage von 1er-Cru-Parzellen 2023

Der Morey-Saint-Denis Rouge 1er Cru 2023 der Domaine Dujac ist ein reinsortiger Pinot Noir aus der Côte de Nuits – eine Assemblage der Premier-Cru-Parzellen des Guts. Tief, würzig und elegant, mit feiner Frucht und geschliffenen Tanninen im Stil dieser Ikone.


Morey-Saint-Denis – Premier Cru der Côte de Nuits

Morey-Saint-Denis liegt zwischen Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny; dieselbe Kalksteinader, die in der Combe de Lavaux beginnt, durchzieht die Gemeinde. Morey beherbergt vier Grand Crus – Clos de la Roche, Clos Saint-Denis, Clos des Lambrays und Clos de Tart – sowie zahlreiche Premier Crus. Die Rotweine sind tief, würzig und strukturiert.

Dieser Premier Cru ist eine Assemblage aus den Morey-Premier-Cru-Lagen des Guts. Die Domaine Dujac, gegründet 1968 in Morey-Saint-Denis und heute von Jeremy, Diana und Alec Seysses geführt, zählt zu den Ikonen der Côte de Nuits und arbeitet ohne Herbizide.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, eine Assemblage der Premier-Cru-Parzellen des Guts.

Im Stil von Dujac wird ein Teil als ganze Traube vergoren; die Gärung verläuft langsam in den kühlen Kellern. Anschließend reift der Wein im Holzfass – ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Tiefe rote und dunkle Frucht – Kirsche und schwarze Johannisbeere – mit feiner Würze, Lakritz und floralen Noten. Am Gaumen strukturiert und zugleich elegant, getragen von geschliffenen Tanninen und frischer Säure.

Tiefe rote Frucht, Würze und Lakritz über geschliffenen Tanninen – Morey-Saint-Denis mit Struktur und Eleganz.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Assemblage von Premier-Cru-Parzellen, Kalkböden
Klassifikation: Morey-Saint-Denis Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, teils Ganztraube; Holzfassausbau

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Rebsorten

Farnese Ortonese Sangiovese Merlot Daunia IGT

Rotwein · Daunia IGT · Cuvée

Sangiovese & Merlot Daunia IGT Nordapulien Fantini by Farnese Ausbau im Stahltank trocken

Farnese Ortonese Sangiovese Merlot ist eine süffige Rotwein-Cuvée der Fantini Group aus Apulien. Die Komposition aus Sangiovese und Merlot (Daunia IGT) zeigt blitzsaubere, reife Kirschfrucht – weich und rund am Gaumen, getragen von frischer Primäraromatik. Ausgebaut im Stahltank, ohne Holz.


Daunia – der Norden Apuliens

Die Daunia ist der nördlichste Teil Apuliens, benannt nach den Daunern, einem der drei antiken Stämme der Region. Sie umfasst die Provinz Foggia mit dem Tavoliere delle Puglie, der nach der Po-Ebene zweitgrößten Ebene Italiens, und reicht im Westen bis an die Ausläufer des Apennin, im Osten bis an den Gargano.

Das Klima ist mediterran mit kontinentalem Einschlag: heiße, trockene Sommer, wenig Niederschlag, dazu der Wind, der von der Adria über die offene Ebene streicht und die Trauben nach Regen schnell abtrocknet. Die Böden sind überwiegend tonig-kalkhaltig und speichern Wasser für den Sommer. Reife Trauben sind hier die Regel; die Aufgabe im Keller besteht eher darin, Frische zu erhalten, als Reife zu erreichen.

Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens. Das Haus stammt aus den Abruzzen und arbeitet mit Partnerbetrieben in mehreren süditalienischen Regionen – daher auch der Name Ortonese, der auf die abruzzische Küstenstadt Ortona verweist.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sangiovese und Merlot. Der Sangiovese bringt Säure, Kirschfrucht und Saftigkeit, der Merlot weiche Gerbstoffe und Fülle – eine Kombination, die die kantige Seite des Sangiovese abpuffert, ohne ihm die Frische zu nehmen.

Der Ausbau erfolgt im Stahltank, ohne Holz. Das ist bei diesem Weintyp die richtige Entscheidung: Fassaromen würden die klare Primäraromatik überdecken, auf der die Cuvée beruht. Gefüllt wird früh, damit die Frucht im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase blitzsaubere, reife Kirschfrucht, dazu rote Beeren und ein Hauch Pflaume. Am Gaumen weich und rund, saftig und süffig, von frischer Primäraromatik getragen, mit weichem Tannin und unkompliziertem Trinkfluss.

Sangiovese für die Säure, Merlot für die Rundung, Stahl statt Holz für die Frucht – mehr braucht dieser Wein nicht.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig. Jung zu trinken, solange die Frucht im Vordergrund steht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Pizza, Pasta, Antipasti und Gegrilltes. Ebenso zu Tomatensaucen aller Art, Salami, gefülltem Gemüse und mittelaltem Pecorino – der Wein ist für den Alltagstisch gemacht, nicht für das Menü.


Produzent Fantini by Farnese
Rebsorte Sangiovese und Merlot
Lage Daunia, Provinz Foggia, Nordapulien · tonig-kalkhaltige Böden
Klassifikation Daunia IGT · trocken
Ausbau Stahltank, ohne Holz
Trinkempfehlung jung trinken

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Weine

1928 Martinez Gutierrez Gran Reserva

Generoso · sherryartig · trocken · Spanien

1928 Martínez Gutiérrez Gran Reserva ist ein sherryartig ausgebauter, trockener Altwein aus Spanien von Bodegas del Señorío. Bernsteinfarben eignet er sich als perfekter, trockener Apéritif. Er ist trinkfertig und entwickelt sich nicht mehr durch weitere Flaschenlagerung.


Spanien

Bodegas del Señorío erzeugt diesen Wein in Spanien im sherryartigen, oxidativen Stil. Die lange Reife prägt seinen Charakter als trockener, gereifter Generoso-Wein.

Herstellung und Reifung

Der Wein ist sherryartig (oxidativ) ausgebaut und über lange Zeit gereift, woraus seine bernsteinfarbene Tönung und der trockene, gereifte Charakter resultieren. Der Alkoholgehalt liegt bei Er ist trinkfertig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase und am Gaumen trocken und gereift, mit nussigen, oxidativen Noten im sherryartigen Stil. Vollmundig und ausdrucksstark, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt servieren – ein perfekter, trockener Apéritif. Trinkfertig.

Klassische Begleitung: Tapas, Oliven, Mandeln, Schinken und gereifter Käse.


Herkunft: Spanien
Art: sherryartiger Generoso (trocken).
Reifung: oxidativ, lange gereift (Gran Reserva)

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Weine

Pitthan Belle Blanche

Weißwein · Rheinhessen · Burgunder-Cuvée

Chardonnay & Weißburgunder Zotzenheim, Rheinhessen 2025 Kalkmergel · Pararendzina 120–190 m Höhe Ausbau ohne Holz

Die Pitthan Belle Blanche 2025 ist eine Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder vom Weingut Pitthan in Zotzenheim, im nordwestlichen Zipfel Rheinhessens. Die beiden Burgundersorten teilen sich die Rolle: Der Weißburgunder bringt Birnenfrucht und weiche Textur, der Chardonnay Struktur und Zug. Ein mittelschwerer Weißwein, der ohne Holzeinsatz auskommt und die Frucht stehen lässt.


Zotzenheim – Kalkmergel am Rand der Rheinhessischen Schweiz

Zotzenheim liegt im Landkreis Mainz-Bingen, gut 600 Einwohner auf gut drei Quadratkilometern, umgeben von den beiden Gemarkungslagen Johannisberg (36 Hektar) und Klostergarten (49 bis 51 Hektar). Die Reben stehen zwischen 120 und 190 Metern über dem Meer auf sandigem Lehm und tiefgründigen, kalkreichen Mergelböden vom Typ Pararendzina. Das Weingut Pitthan bewirtschaftet hier 23 Hektar mit 13 Rebsorten.

Der Kalkmergel prägt den Charakter dieser Weine mehr als die Sortenwahl. Er ist nährstoffreich, hält aber vergleichsweise wenig pflanzenverfügbares Wasser – die Reben wurzeln tief, die Beeren bleiben kleiner, die Säure fällt in trockenen Sommern nicht so schnell ab wie auf reinen Lössböden. Genau das braucht eine Burgunder-Cuvée, die weich schmecken soll, ohne breit zu werden.

Die Höhenzüge um Zotzenheim – die Napoleonshöhe reicht über 40 Dörfer hinweg bis in Taunus und Hunsrück – sorgen für kühlere Nächte als in der Rheinebene bei Nierstein oder Oppenheim. Der Ort gehört weinrechtlich zur Großlage St. Rochuskapelle; die Familie Pitthan arbeitet hier seit über 150 Jahren.

Jahrgang 2025 – Rheinhessen

Bis in den Mai hinein waren die Böden Rheinhessens gut mit Wasser versorgt. Danach folgte eine ausgedehnte Trockenphase, die erst Ende Juli durch kräftige Niederschläge unterbrochen wurde. Der trockene August wurde zum entscheidenden Faktor: Der Krankheitsdruck blieb niedrig, das Lesegut kam so gesund in den Keller wie seit Jahren nicht. Ab Mitte September setzte erneut Regen ein – zu einem Zeitpunkt, an dem die Hauptlese vielerorts schon gelaufen war.

Erste Mostgewichtsmessungen am 18. August zeigten weit fortgeschrittene Reife, die Hauptlese begann extrem früh Anfang September und war zu Beginn der zweiten Septemberdekade oft bereits beendet – frühe und späte Sorten reiften nahezu gleichzeitig. Der Preis dafür war die Menge: Mit rund 1,93 Millionen Hektolitern lag Rheinhessen 26 Prozent unter 2024 und 23 Prozent unter dem Zehnjahresmittel – der stärkste Ernterückgang aller deutschen Anbaugebiete. Kleine, lockerbeerige Trauben mit geringer Saftausbeute bedeuten wenig Wein, aber konzentrierte Moste. Die Burgundersorten gelten als Gewinner dieses Jahrgangs.

Assemblage und Ausbau

Chardonnay und Weißburgunder stellen die Cuvée, beide aus dem Jahrgang 2025. Die Sorten werden getrennt gelesen und vergoren, die Assemblage erfolgt erst danach. Der Weißburgunder liefert das Fruchtbild – Birne, ein Anflug Ananas –, der Chardonnay steuert Mandelnote und Säurerückgrat bei.

Der Ausbau bleibt ohne Holz, kühl geführt und auf Frucht ausgerichtet. Das ist bei diesem Weintyp keine Sparmaßnahme, sondern Voraussetzung: Ein Fassausbau würde die Blütennoten und die Limettenspitze überdecken, die diesen Wein trinkbar machen. Die konzentrierten Moste des Jahrgangs 2025 tragen den mittleren Körper auch ohne Holzunterstützung.

Im Glas

In der Nase reife Birne, dahinter ein Hauch Ananas, Mandel und frische Frühlingsblüten. Am Gaumen weich und rund, mittelschwerer Körper, die Frucht der Nase setzt sich fort und wird von einer Limettenspitze aufgefangen. Der Abgang bleibt harmonisch, ohne breit zu werden – die Säure steht mit der Frucht im Gleichgewicht statt gegen sie.

Ein Weißwein, der die Konzentration des kleinen Jahrgangs 2025 nicht in Wucht übersetzt, sondern in Balance.

Trinktemperatur 9 bis 11 Grad, kein Dekantieren nötig. Zu kalt serviert verschwindet die Mandelnote. Der Wein ist ab sofort zugänglich und sollte bis etwa 2029 getrunken werden – er ist auf Frische gebaut, nicht auf Kellerzeit.

Am Tisch

Passt zu gebratenem Zander mit Kräuterbutter, Spargel mit Sauce hollandaise, Kalbsschnitzel, Geflügelsalat mit Weintrauben und mittelaltem Gouda. Auch solo an warmen Tagen auf der Terrasse, wo der weiche Körper und die Limettenspitze zusammenkommen.


Produzent Weingut Pitthan, Zotzenheim (Rheinhessen)
Rebsorte Chardonnay, Weißburgunder
Lage Zotzenheimer Klostergarten und Johannisberg
Klassifikation Qualitätswein Rheinhessen
Jahrgang 2025
Vinifikation sortenweise Gärung · Assemblage nach der Gärung
Ausbau ohne Holz · fruchtbetont
Trinkempfehlung 2026–2029
Boden Kalkmergel · Pararendzina · sandiger Lehm
Höhenlage 120–190 m ü. NN
Betrieb 23 Hektar · 13 Rebsorten · Familienbetrieb seit über 150 Jahren

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Rebsorten

Huber Malterdinger Spätburgunder QBA 2022

Rotwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Malterdingen (Ortswein) Bernhard Huber Baden · Breisgau Muschelkalk-Verwitterung traditionelle Maischegärung Barrique (teils neu) 2022

Der Bernhard Huber Malterdinger Spätburgunder 2022 ist der Ortswein eines der besten Pinot-Erzeuger Deutschlands. Der kraftvolle Jahrgang 2022 zeigt ihn mit mehr Power und Konzentration – dicht, würzig und burgundisch.


Malterdingen – badisches Burgunderterroir

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den führenden Spätburgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut. Schon vor über 700 Jahren brachten Zisterziensermönche den Spätburgunder aus dem Burgund nach Malterdingen, weil sie hier denselben verwitterten Muschelkalk vorfanden.

Der Malterdinger ist der Ortswein des Guts, zu 100 % aus Malterdinger Parzellen auf Muschelkalk-Verwitterungsböden – die Grundlage für einen mineralisch geprägten, herkunftsklaren Pinot Noir.

Jahrgang 2022 – Baden

2022 war in Baden ein warmer, sonnenreicher Jahrgang. Der Malterdinger fällt entsprechend kraftvoll aus – mit deutlich mehr Power und Konzentration als sein Vorgänger, getragen von dichter, dunkler Frucht und einer feinen Würze.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2022; 100 % Spätburgunder vom Muschelkalk-Verwitterungsboden.

Traditionelle Maischegärung; der Ganztraubenanteil wurde seit dem Jahrgang 2020 zugunsten von mehr Saftigkeit und Charme reduziert. Der Ausbau erfolgt im Barrique, teils in neuen Fässern, was dem kraftvollen Jahrgang eine feine, leicht rauchige Würze verleiht.

Im Glas

Ein kraftvoller, dichter Pinot: Schwarzkirsche und Brombeere, dazu ein Hauch Holunder, Süßholz, getrocknete Kräuter und eine leicht rauchige Würze aus dem Barrique. Am Gaumen konzentriert und saftig, mit feinem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Schwarzkirsche und Brombeere über Holunder, Süßholz und rauchiger Würze – konzentriert und saftig, mit feinem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und langem, würzig-mineralischem Nachhall.

Ein kraftvoller, dichter Pinot mit gutem Reifepotenzial; jung gern karaffieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wild, zu Lamm und Kalb, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Käse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); Muschelkalk-Verwitterungsboden
Klassifikation: Spätburgunder, VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: traditionelle Maischegärung, reduzierter Ganztraubenanteil, Ausbau im Barrique (teils neu)

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Weine

Battenfeld Spanier Zellerweg am schwarzen Herrgott Riesling GG 2022 BIO

Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Zellerweg am Schwarzen Herrgott VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen Kalk und Kalkschotter Grenze Rheinhessen/Pfalz BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Battenfeld-Spanier Zellerweg am Schwarzen Herrgott Riesling GG 2022 wächst auf Kalk an der Grenze zwischen Rheinhessen und der Pfalz. Ein kraftvoller, tiefgründiger Riesling mit salinem, dunklem Charakter.


Schwarzer Herrgott – Kalk an der Grenze zur Pfalz

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Zellerweg am Schwarzen Herrgott ist eine VDP.Große Lage auf 170 bis 250 Metern, mit etwa 40 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Kalkschotter; die klassifizierte Fläche misst 11 Hektar.

Bereits Ende der 1990er Jahre überzeugte H. O. Spanier das Potenzial des Zellertals. Der gleiche Kalkstein-Sockel, der den Frauenberg prägt, zieht sich bis nach Mölsheim. Der Schwarze Herrgott bildet die Grenze Rheinhessens zur Pfalz und gehört zu den ältesten urkundlich erwähnten Lagen; seit 2007 ist er als Große Lage klassifiziert.

Jahrgang 2022 – Zellertal (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der Kalksockel und die exponierte Grenzlage sicherten reifes Lesegut, während die Höhenlage für Frische, salzige Spannung und den typisch dunklen, tiefgründigen Charakter sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Zellerweg am Schwarzen Herrgott, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von Kalk und Kalkschotter.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Kraft, salinen Tiefgang und den dunklen, mineralischen Charakter ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kraftvoller, kalkgeprägter Riesling mit dunklem Charakter: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, würzige Steinaromen und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen tiefgründig und straff, mit salinem Grip, lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, würzigen Steinaromen und salzig-mineralischer Kalksteinnote – kraftvoll und tiefgründig, mit salinem Grip, lebendiger Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Zellerweg am Schwarzen Herrgott (VDP.Große Lage), Zellertal, Rheinhessen; 170–250 m, ~40 % Neigung; Kalk und Kalkschotter; Grenze Rheinhessen/Pfalz; klassifizierte Fläche 11 ha (seit 2007)
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Länder/Regionen

Cantina Tollo Valle D´Oro Montepulcino d´Abruzzo

Rotwein · Montepulciano d'Abruzzo DOC · Montepulciano

100 % Montepulciano Montepulciano d'Abruzzo DOC Chieti · Pescara · Teramo zwischen Majella und Adria ca. 1 Woche Maischestandzeit Ausbau im Betontank

Cantina Tollo Valle d'Oro Montepulciano d'Abruzzo ist ein weicher, würziger und runder Rotwein aus reinsortigem Montepulciano. Die Genossenschaft aus Tollo in der Provinz Chieti erzeugt ihn aus Trauben von den Hügeln zwischen dem Majella-Massiv und der Adriaküste. Eine Woche auf der Maische und im Betontank gereift, zeigt er rote Frucht, Sauerkirsche und eine feine Würze.


Tollo – Hügelland zwischen Majella und Adria

Tollo liegt in der Provinz Chieti wenige Kilometer landeinwärts von der Adriaküste, auf halbem Weg zwischen dem Meer und dem Majella-Massiv des Apennin. In den Weinbergen stoßen Winzer bis heute auf Scherben antiker Dolia, großer Tongefäße für Wein – Zeugnisse eines Weinbaus, der hier seit Jahrtausenden besteht.

1960 schlossen sich 25 Winzer zur Cantina Tollo zusammen, als die Abruzzen nach dem Krieg durch Abwanderung ausbluteten. Aus der Selbsthilfe wurde eine der großen Genossenschaften Italiens: Heute bewirtschaften rund 700 Mitgliedsfamilien etwa 2.700 Hektar, im Schnitt kaum mehr als drei Hektar je Betrieb. Traditionell wird der Montepulciano an der Pergola abruzzese erzogen.

Für den Valle d'Oro stammen die Trauben aus den Provinzen Chieti, Pescara und Teramo. Das Klima verbindet die Wärme der Adria mit kühler Bergluft von der Majella: Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht fördern die Reife von Farbe und Tannin, beständige Winde halten die Trauben gesund.

Eine Woche Maische, Reife im Beton

Reinsortiger Montepulciano. Die Lese erfolgt im Oktober, wenn die spät reifende Sorte voll ausgereift ist. Die Trauben gären bei kontrollierter Temperatur im Edelstahltank und bleiben dabei rund eine Woche auf den Schalen.

Die vergleichsweise kurze Maischestandzeit zieht aus dem farbstarken Montepulciano genug Farbe und Frucht, hält das Tannin aber weich. Anschließend reift der Wein im Betontank, der ihn ruhig atmen lässt, ohne Holzaromen einzubringen. So bleibt der Wein rund und fruchtbetont.

Im Glas

Intensives Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase rote Frucht und Sauerkirsche, dazu eine zarte Würze. Am Gaumen weich und rund, mit vollem Körper, guter Struktur und gut eingebundenen Tanninen. Der Abgang ist würzig und anhaltend.

Montepulciano von den Hügeln zwischen Majella und Adria, eine Woche auf der Maische: weich, würzig und rund, mit Sauerkirsche.

Jung zu trinken. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Pasta mit Fleischsauce wie Amatriciana, Arrosticini – die Lammspieße der Abruzzen –, Braten und kräftige Fleischgerichte der regionalen Küche sowie mittelalter Pecorino.


Produzent Cantina Tollo, Tollo (Chieti)
Rebsorte 100 % Montepulciano
Lage Provinzen Chieti, Pescara und Teramo, Abruzzen · Hügelland zwischen Majella und Adria
Klassifikation Montepulciano d'Abruzzo DOC
Vinifikation Lese im Oktober · Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahl · ca. 1 Woche Maischestandzeit
Ausbau Betontank

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Rebsorten

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling trocken 2021

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2021 stammt aus der bekanntesten und einer der ältesten Lagen des Zellertals. Er besticht durch herrliche Weißfrüchte, mineralische Kalknoten und eine kräftige Würze, die in einem wahrlich druckvollen Abgang münden.


Pfalz / Schwarzer Herrgott

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Schwarzer Herrgott ist die bekannteste und eine der ältesten Lagen des Zellertals. Das Zellertal hat die höchsten Berge der Pfalz; die Reben tun sich an der Oberfläche schwer und suchen sich den Weg tief in die Erde, wo sie auf Tonmergel- und Kalkschichten stoßen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Durch eine lange Feinhefelagerung und die Selektion der besten Trauben besitzt dieser Riesling ein sehr langes Lagerpotenzial und entwickelt sein volles Potenzial erst nach mehreren Jahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase herrliche Weißfrüchte und mineralische Kalknoten. Am Gaumen mineralisch und kräftig gewürzt, mit klarer Frucht, feiner Struktur und einem druckvollen, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und gereiftem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Schwarzer Herrgott (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: lange Feinhefelagerung, Traubenselektion; Tonmergel und Kalk; langes Lagerpotenzial
Jahrgang: 2021

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