Im gelobten Land der Whisky Jünger! Reisebericht meiner Whiskytour durch Schottland.

Im gelobten Land der Whisky Jünger! Reisebericht meiner Whiskytour durch Schottland.

… ein kleiner Reisebericht über 5 intensive Tage im gelobten Land der Whisky Jünger.

Am Sonntag dem 29. April war es soweit und ich durfte zu meiner ersten fachkundig geführten Whisky Reise nach Schottland aufbrechen. Nach einem holprigen Start von 4 Std. Flugverspätung und einer abenteuerlichen Taxifahrt quer durch Schottland hatte ich meine Reisegruppe am frühen Abend eingeholt. Direkt mit dem Koffer in der Hand ging es ab zum ersten Info Tasting und im Anschluss zum gemeinsamen Abendessen mit der 17 köpfigen Reisegruppe. Untergebracht war ich im wunderschönen Hotel Crear Loch Fyne Hotel.

An Tag 2 hieß es früh aufstehen, um 3.45 Uhr klingelte mein Wecker, denn um 4.30 Uhr starteten wir mit dem Bus, um dann mit der Fähre auf die Whisky Insel Islay zu gelangen.

Schon beim Verlassen der Fähre in Port Ellen füllten sich die Lungen mit einen ganz speziellen Duft von Seetang, Salz und Torf. Mit dem ersten Atemzug erschließt sich das Geheimnis der Islay-Whiskys, man muss es selbst erleben um es zu verstehen. Auf dem Plan standen Führungen und Tastings bei Ardbeg, Kilchoman (inkl. Mittagessen) und einem sehr spannenden Warehouse Tasting bei Bruichladdich.

Da wir aber noch viel Zeit hatten, haben wir letztendlich ALLE Destillerien mit der Maid of Laphroaig (einem alten Schulbus aus dem letzten Jahrhundert) abgeklappert.

Bei Ardbeg hatten wir eine sehr professionelle Führung durch die komplette Produktionstätte mit anschließender Verkostung diverser Whiskys. Kurzer Fotostopp und Shopbesuch bei Laphroaig und Lagavulin.

Weiter ging es über schmale Straßen und idyllische Heidelandschaft mit gefühlt mehr Schafen als Einwohnern zur relativ jungen Farmdestillerie Kilchoman, wo auch noch der Chef selbst Führungen durchführt.

Danach ging es zum Warehouse Tasting zu Bruichladdich. Es gab 3 Fassproben: Bruichladdich 1989, Port Charlotte 2004 und Octomore 2005.

Zur Erfrischung haben wir uns im Anschluss einen wunderbaren Botanist Tonic mixen lassen; dies ist ein Gin, der ebenfalls bei Bruichladdich produziert wird.

Gut gelaunt ging es weiter nach Bowmore, dem Hauptort der Insel, der nicht nur wegen der hervorragenden Whiskys bekannt ist.

Dort gibt es die bekannte kreisrunde Dorfkirche, damit sich der Teufel, laut einer alten Sage, nicht in einer dunklen Ecke verstecken kann.

Schlussendlich fuhren wir nach Bunnahabhain und letztendlich nach Caol Ila, wo wir nur Fotos machen konnten, da um 16 Uhr Besucher Zentren auf der Insel geschlossen werden.

Um 20.00 Uhr startete unsere Fähre von Port Askaig aus nach Kennacraig, wo unser Tourbus auf uns wartete und uns glücklich, aber sehr müde von den vielfältigen Eindrücken, gegen 23.30 Uhr im Hotel ablieferte.

Dritter Tag. Nach einem echten Schottischen Frühstück hieß es Abschied nehmen vom Loch Fyne. Das malerische Küstenstädtchen Oban mit Führung und Tasting stand auf dem Programm.

Fotografieren war hier verboten, wegen laufender Produktion. Es wurden Little Bay und Oban 14 Jahre verkostet. Zu letzterem wurde kandierter Ingwer gereicht, um die Geschmacksrezeptoren anzuregen. In Oban zur Mittagszeit gibt es nichts besseres als frischen Fisch in Form von Fish & Chips zu verspeisen.

Nachmittags stand die wunderbare Dewar`s World of Whisky Aberfeldy auf dem Programm.

 

Ein absolutes Muss, mein Favorit! Abends stand ein Hotelwechsel an und wir checkten im Hotel Atholl Palace ein. Ein wunderschönes Hotel Schloss inkl. Schlossgespenst wie mir aus gut informierter Quelle versichert wurde. In der gemütlichen Hotelbar konnten wir unseren langen Tag bei einem Dram und Fachsimpeleien ausklingen lassen.

An Tag 4 ging es nach dem Frühstück Richtung Balmoral, um die Royal Lochnagar Distillery zu besuchen.

Die Destille gehört zum Diageo Konzern, zu dem unter anderem auch Talisker, Lagavulin und Oban gehören. Weiter ging es Richtung Speyside Cooperage, aber nicht ohne vorher in Dufftown Halt zu machen. Das beschauliche Örtchen ist einmal im Jahr Pilgerstädtchen für tausende Whisky Liebhaber.

Das weltberühmte Whisky Festival Spirit of Speyside findet dort alljährlich statt und wir waren leider genau einen Tag zu früh dort, um daran teilnehmen zu können.
Also weiter zu den Küfern in die Speyside Cooperage, wo wir zusehen konnten wie Fässer in 100 % Handarbeit hergestellt und aufgearbeitet werden.

Als Küfer durchläuft man eine 4 jährige Ausbildung ohne schulischen Unterricht, danach verdient man laut Reiseleiter besser als mancher Manager.
Die Arbeit ist körperlich unglaublich anstrengend und glaubt mir, diese Jungs brauchen definitiv keine Muckibude mehr.

Am Nachmittag stand die vorletzte Destille unserer Reise auf dem Programm. Ebenfalls zum Diageo Konzert gehört Cragganmore.

Klein und übersichtlich, aber mit striktem Fotografieverbot durften wir einen Blick in die Gärbehälter der Fermentation werfen, wo wir vom Wash oder Bier, welches vor der Destillation entsteht, probieren durften.

Zurück im Hotel stand am Abend ein weiteres Highlight auf dem Programm. Mr. Brian Townsend erfreute uns in deutscher Sprache mit einem Vortrag über die geschichtliche Bedeutung der Whiskys für Schottland.

Er schrieb bereits vor über 20 Jahren ein sehr interessantes Buch über die „ Lost Distillerys of Scotland“. Müde vom ereignisreichen Tag ging es lange nach der „Last Order“ ins Bett, denn am letzten und 5. Tag meiner Studienreise stand nur noch der Besuch von Tullibardine auf dem Programm. Der Besuch bei Tullibardine hatte es jedoch in sich!

Um 9.30 Uhr starteten wir mit der Besichtigung eines ultramodernen Komplexes. Ein altes Einkaufszentrum wurde vor einigen Jahren umgebaut und fungiert heute als Besucherzentrum.
Gebrannt wird dort jedoch nicht. Da der Alkoholausschank in Schottland erst ab 10.00 Uhr erlaubt ist und die Zeit etwas drängte durften wir 5 Whiskys in knapp 30 Minuten verkosten … es fühlte sich für mich aber eher wie eine „Schnellbetankung“ an.

Da die meisten Reiseteilnehmer gegen Mittag wieder Richtung Heimat starteten, endete unsere feucht fröhliche Reise schließlich mit Aussteigestopp am Flughafen Edinburgh und danach im Zentrum an der Waverly Station.

Zum Ausklang an diese perfekt und straff organisierte Rundreise verbrachte ich noch zwei weitere Tage in Edinburgh. Die Hauptstadt lockt mit vielen urigen Pubs und spannender Geschichte. Whiskyshops und allerlei Trendläden, die speziell auf Touristen ausgerichtet sind, runden das Bild der sehr schönen Altstadt ab.

Nach 7 Tagen Schottland und mit vielen neuen Eindrücken und neuem Wissen über das Nationalgetränk der Schotten im Gepäck, ging meine erst Reise in die Welt der Whiskys zu ENDE. Text und Bilder: Susanne

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Gosset Champagner Grand Rosé brut

Mit dem Gosset Grand Rosé Brut zeigt das älteste Weinhaus der Champagne seine rosa Seite. Chardonnay macht gut die Hälfte aus, den Rest stellt Pinot Noir. Ein kleiner Teil davon kommt als stiller Roter aus Ambonnay und Bouzy hinzu und sorgt für Farbe und Frucht. Einen biologischen Säureabbau gibt es, wie bei allen Gosset-Champagnern, nicht.

Im Glas

Lachsrosa, kirschrot schimmernd, mit feinen Perlen. In der Nase Walderdbeere, Erdbeere, Zitrus und eine Spur Himbeere. Am Gaumen Limette und reife Beeren, Frucht und Spannung halten sich die Waage, darunter liegt feine Mineralität. Im Finale frisch, mit einem angenehm herben Hauch.

Mach was draus

Zum Anstoßen, aber auch zu Hummer, Garnelen, Wildlachs, Taramasalata, Kalb vom Grill oder Geflügel. Zum Dessert passen Erdbeeren, Himbeeren oder eine Beerentarte. Serviere ihn gut gekühlt bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der Grand Rosé hat Frucht und Rückgrat. Zu Erdbeeren im Sommer einfach unschlagbar.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Der Chardonnay kommt aus Avize, Chouilly und weiteren Orten an der Côte des Blancs, den Pinot Noir Dörfer der Montagne wie Bouzy, Ambonnay, Villers-Marmery und Verzenay. Die meisten Lagen sind Premier oder Grand Cru.

Wie wird er gemacht? Als Rosé d’Assemblage: Dem weißen Grundwein werden etwa 7 bis 9 Prozent stiller Rotwein zugesetzt, dazu Reserveweine. Holz und Malo bleiben außen vor. Er reift wenigstens drei Jahre, danach folgt ein halbes Jahr Ruhe ab dem Degorgieren.

Wie trocken ist er? Brut, mit 9 g/l Restzucker – trocken, aber mit runder Frucht.

Chardonnay gut 50 %, Pinot Noir, davon als Rotwein 7–9 % (Ambonnay, Bouzy) · Avize, Chouilly, Bouzy, Ambonnay, Villers-Marmery, Verzenay · meist Premier/Grand Cru · Rosé d’Assemblage · kein Malo · kein Holz · Kellerreife mind. 3 Jahre · ½ Jahr Ruhe nach Degorgement · Brut, 9 g/l · Champagne Gosset, Épernay · Stand: Oktober 2026

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Cantarranas Verdejo

Weißwein · Rueda · Verdejo

100 % Verdejo D.O. Rueda Kastilien-León, ~700 m Cascajo über Kalklehm Kühle Gärung im Edelstahl Jung gefüllt

Cantarranas Verdejo ist ein reinsortiger Verdejo aus der D.O. Rueda, gekeltert von der Genossenschaft Cuatro Rayas. Ein trockener Weißwein von der kastilischen Hochebene, der die Frische und die Steinobst-Frucht der Rebsorte in den Vordergrund stellt – ein klassischer Rueda für den täglichen Genuss.


Rueda – Verdejo von der kastilischen Hochebene

Die D.O. Rueda liegt in Kastilien-León, verteilt über die Provinzen Valladolid und Segovia auf rund 700 Metern Höhe. Die Böden bestehen aus dem regionaltypischen Cascajo, einer Kiesauflage über Kalklehm, die für Durchlüftung und Drainage sorgt. Das kontinentale Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten erhält Aromatik und Säure des Verdejo.

Cuatro Rayas ist eine 1935 gegründete Genossenschaft, die die Reben von über 300 Winzern der Region bündelt. Aus diesem Fundus stammt die Traubenauswahl für Cantarranas.

Assemblage und Ausbau

Cantarranas ist ein reinsortiger Verdejo, der autochthonen Weißweintraube Ruedas.

Die Gärung erfolgt kühl im Edelstahltank, um Frucht und Frische zu bewahren und die typische Aromatik der Rebsorte herauszuarbeiten. Der Wein wird jung gefüllt und auf sofortige Trinkfreude ausgelegt.

Im Glas

Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase intensive, frische Aromatik mit Banane, Pfirsich und frisch geschnittenem Heu. Am Gaumen rund und anhaltend, getragen von Steinobst und dem für Verdejo typischen, leicht bitteren Fenchel-Mandel-Abgang.

Steinobst und Heu in der Nase, ein trockener, anhaltender Gaumen mit der leicht bitteren Verdejo-Signatur im Abgang.

Gut gekühlt bei 6 bis 8 °C servieren. Der Wein trinkt sich jung am präzisesten.

Am Tisch

Klassische Begleitung: milde Käse, Canapés sowie Fisch und Meeresfrüchte. Als trockener Aperitif ebenso tauglich wie zur leichten Küche.


Produzent Cuatro Rayas, La Seca (Valladolid)
Rebsorte 100 % Verdejo
Lage Rueda (Valladolid / Segovia), Kastilien-León
Klassifikation D.O. Rueda
Vinifikation Kühle Gärung im Edelstahltank
Ausbau Edelstahltank · jung gefüllt
Böden Cascajo-Kies über Kalklehm, ~700 m
Trinktemperatur 6–8 °C

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

O Estranxeiro blanco

Wein · Weißwein · Ribeira Sacra · Spanien

O Estranxeiro Blanco ist ein frischer, intensiver Weißwein der Spitzenklasse aus Galicien, größtenteils aus Godello. Duftaromen von Fenchel, Sahne, knackigem Apfel und Felsenbirne treffen auf eine cremige Textur, knackige Säure und reichhaltige Frucht nach grünem Obst – komplex, intensiv und mit beeindruckendem Abgang.


Ribeira Sacra / Galicien

Godello bringt die spannendsten Weißweine Spaniens hervor und ist vor allem in Galicien beheimatet – auch in den steinigen Höhenlagen der DO Ribeira Sacra. Die Winzerin Rebeca Montero und der Winzer Eulogio Pomares haben mit dem O Estranxeiro Blanco einen Platz an der Spitze der spanischen Weißweine erobert. Die Reben sind alt und wachsen auf Schiefer- und Granitgestein.

Assemblage und Ausbau

Größtenteils aus Godello, ergänzt um kleine Anteile Albariño und Treixadura. Die Trauben werden selektiv von Hand gelesen. Der Wein lagert sechs Monate auf der Feinhefe – zu 60 % im Edelstahltank und zu 40 % in großen Holzfässern –, was ihm Cremigkeit und Tiefe verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Fenchel, Sahne, knackiger Apfel und Felsenbirne. Am Gaumen vereint er eine cremige Textur mit knackiger Säure und reichhaltiger Frucht nach grünem Obst; komplex, intensiv und mit beeindruckend langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Schalentieren, hellem Fleisch und der feinen Küche.


Lage: DO Ribeira Sacra (Galicien, Spanien); Rebeca Montero & Eulogio Pomares
Klassifikation: DO Ribeira Sacra – Godello-basiert, ergänzt um Albariño & Treixadura, trocken
Ausbau: 6 Monate auf der Feinhefe (60 % Edelstahl, 40 % großes Holz); alte Reben auf Schiefer und Granit

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Cataldo Sauvignon Blanc

Weißwein · Sauvignon Blanc · Venetien · Italien

Il Mercante Cataldo Sauvignon Blanc ist ein trockener, fruchtbetonter Weißwein aus Italien. Reinsortiger Sauvignon Blanc mit reifer Melone, Stachelbeere und Zitrus – saftig, frisch und sommerlich.


Venetien

Il Mercante ist die Dachmarke der Veroneser Kellerei Campagnola, unter der typische Weine aus verschiedenen italienischen Regionen zusammenkommen. Dieser Sauvignon Blanc stammt aus Venetien im Nordosten Italiens, wo kühle Nächte für Frische und ausgeprägte Sortenaromatik sorgen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sauvignon Blanc. Die Trauben werden sanft gepresst, der Most vergärt temperaturkontrolliert im Edelstahl. So bleiben die frischen, fruchtigen Aromen erhalten – der Wein wird trocken und unkompliziert ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Melone, Stachelbeere und Zitrus, dazu grüner Apfel und ein Hauch frisch gemähtes Gras. Am Gaumen saftig und frisch, mit klarer Frucht, animierender Säure und sommerlich-leichtem Charakter.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zu leichter Sommerküche.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate, Spargel und Ziegenkäse.


Lage: Venetien (Italien)
Klassifikation: Sauvignon Blanc – Weißwein (trocken)
Ausbau: temperaturkontrolliert im Edelstahltank

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

USA

Saxum Broken Stones 2016

Rotwein · Paso Robles · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Broken Stones Multi-Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden Eiche, Foudre & Amphore 2016

Der Saxum Broken Stones 2016 ist die einzige Multi-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum – Syrah-basiert, aus allen Lagen, die das Gut bezieht. Vollgewichtig, reich und intensiv, dabei von großer Reinheit, Fokus und Komplexität. Ein herzhafter, mineralischer Wein mit der für 2016 typischen Frische.


Broken Stones – die Multi-Vineyard-Cuvée

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Der Broken Stones ist der einzige Wein des Guts, der als Multi-Vineyard-Blend aus allen Lagen entsteht, die Saxum bezieht – der 2016er stammt aus den Spitzenlagen James Berry, G2 und Paderewski westlich von Paso Robles. Der Name verweist auf die gebrochenen, kalkreichen Steine dieser Böden. Der Name Saxum selbst ist lateinisch für „Stein".

Die kargen Kalkböden geben den Weinen Mineralität, eine kreidige Textur, Frische und Tiefe; kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Bewirtschaftet wird organisch, von Hand gelesen und im Keller minimalistisch gearbeitet – mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2016 – Paso Robles

2016 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, „klassischer" Jahrgang mit reifer Frucht und besonders guter Frische und Säure. Auf den kalkreichen Lagen ergibt das einen herzhaften, präzisen und mineralisch geprägten Wein. Mit rund einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt er sich heute am Beginn seiner Reifephase: Die primäre Frucht gewinnt zunehmend würzig-erdige Sekundäraromen hinzu, während die Kalksteinmineralität für anhaltende Frische sorgt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 52 % Syrah, 18 % Mataro (Mourvèdre), 10 % Grenache, 10 % Tempranillo, 8 % Petite Sirah und 2 % Roussanne – aus den Lagen James Berry, G2 und Paderewski –, Jahrgang 2016, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; Petite Sirah Farbe und festes Tannin; der mitvergorene Roussanne hebt Aromatik und Textur. Vergoren mit rund 8 % Ganztrauben, reift der Wein etwa 22 Monate in unterschiedlichen Gebinden – 51 % neue Eiche, 31 % Foudres und 13 % Amphoren –, was ihm Tiefe, Frische und eine besondere Textur verleiht. Der Wein wird nie von der Hefe abgezogen und unfiltriert sowie ungeschönt gefüllt.

Im Glas

Aus der Syrah-basierten Multi-Vineyard-Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Herzhaftigkeit und Mineralität: mittleres bis tiefes Rubin im Glas, dazu schwarze Frucht wie schwarze Kirsche und Blaubeere, florale Anklänge von Veilchen und getrockneten Rosenblättern, Potpourri, geröstete Kaffeebohne, Unterholz und eine rauchig-erdige Note. Mit der Reife treten würzig-erdige Sekundärnoten hinzu. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig, intensiv, herzhaft und fleischig, mit festem, körnigem Tannin und einer großen, kreidig-mineralischen Frische, die in einen langen Nachhall mündet.

Schwarze Kirsche und Blaubeere, Veilchen und Rosenblätter über Kaffee, Unterholz und rauchiger Erde – herzhaft und mineralisch, mit langem Finale.

Jetzt am Beginn der Reife; vor dem Genuss dekantieren. Mit weiterem Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu Short Ribs und kräftigen Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Multi-Vineyard-Cuvée aus den Lagen James Berry, G2 und Paderewski, Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, kalkreiche Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; Cuvée aus 52 % Syrah, 18 % Mataro, 10 % Grenache, 10 % Tempranillo, 8 % Petite Sirah, 2 % Roussanne (trocken)
Ausbau: ~8 % Ganztraube, ~22 Monate in 51 % neuer Eiche, 31 % Foudres und 13 % Amphoren; nie von der Hefe abgezogen, ungeschönt und unfiltriert

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Horst Sauer Escherndorfer Lump Silvaner Trockenbeerenauslese 2019

Edelsüßer Weißwein · Escherndorfer Lump · Silvaner

Silvaner Trockenbeerenauslese Escherndorfer Lump Franken Horst Sauer Muschelkalk-Steillage edelsüß · Botrytis 2019

Der Horst Sauer Escherndorfer Lump Silvaner Trockenbeerenauslese 2019 steht an der Spitze der edelsüßen Hierarchie: ein hochkonzentrierter, glockenreiner Wein mit exotischen Aromen, dicht und doch von einem feinen Säurekick getragen. Hier „zerfließt" nichts – alle Geschmackskomponenten bilden eine Einheit.


Escherndorfer Lump – Steillage an der Mainschleife

Der Escherndorfer Lump ist eine der berühmtesten Lagen Frankens – eine steile, nach Süden ausgerichtete Amphitheater-Lage an der Mainschleife bei Volkach. Auf Muschelkalk-Verwitterungsböden wurzeln die Reben in kargem, steinigem Untergrund; die steile Südausrichtung sorgt für maximale Sonneneinstrahlung, während der Kalk dem Wein seine mineralische Spannung und feste Säurestruktur verleiht. Der Silvaner gilt hier als Paradesorte, die das Terroir besonders klar widerspiegelt.

Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein bilden die Hierarchie der konzentrierten, edelsüßen Weine. Die Trockenbeerenauslese steht dabei an der Spitze: Nur einzeln verlesene, von Edelfäule (Botrytis cinerea) rosinierte Beeren ergeben diese extrem dichte, seltene Rarität.

Jahrgang 2019 – Franken

2019 brachte in Franken einen klassischen, ausgewogenen Jahrgang mit reifen, gesunden Trauben und schöner Säurestruktur. Wo im Escherndorfer Lump die Edelfäule sauber ansetzte, entstanden hochkonzentrierte, von feiner Säure getragene edelsüße Weine mit klarer, reiner Fruchtaromatik – ideale Voraussetzungen für eine Trockenbeerenauslese von großer Dichte und Eleganz.

Ausbau

Reinsortiger Silvaner aus dem Jahrgang 2019, Escherndorfer Lump, edelsüß (Prädikat Trockenbeerenauslese).

Die Basis bilden einzeln verlesene, edelfaule und rosinierte Beeren aus der Steillage Escherndorfer Lump. Aus ihnen fließt nur wenig hochkonzentrierter Most, der schonend und langsam vergärt – mit hoher, edelsüßer Restsüße, die von der für den Muschelkalk typischen Säure im Gleichgewicht gehalten wird.

Im Glas

Aus rosinierten, edelfaulen Silvaner-Beeren des Muschelkalk-Steillagen lebt diese Trockenbeerenauslese von glockenreiner Konzentration: exotische Frucht wie Ananas, Mango und reife Aprikose, kandierte Zitrus, Honig, Quitte und feine Botrytis-Würze. Am Gaumen extrem dicht und vielschichtig, mit hoher, edelsüßer Süße, die von einer lebendigen, kühlen Säure getragen und ins Gleichgewicht gebracht wird. Nichts wirkt schwer oder klebrig – der Wein bleibt fein gezeichnet und mündet in einen sehr langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Ananas, Aprikose, Quitte, Honig und feine Botrytis-Würze – extrem dicht und glockenrein, von kühler Säure getragen, sehr lang.

Ein Wein für besondere Anlässe und mit jahrzehntelangem Reifepotenzial. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Solo als Dessert im Glas, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse, zu Foie gras sowie zu Desserts mit Aprikose, Quitte oder Crème brûlée.


Lage: Escherndorfer Lump, Franken (Deutschland); steile, südexponierte Muschelkalk-Lage an der Mainschleife bei Volkach
Klassifikation: Prädikatswein, Trockenbeerenauslese (edelsüß); Silvaner
Ausbau: einzeln verlesene, edelfaule Beeren; schonende, langsame Gärung mit hoher edelsüßer Restsüße

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Domaine Trapet Schoenenbourg Riesling Grand Cru 2014 BIO

Weißwein · Alsace Grand Cru · Riesling

Riesling Alsace Grand Cru Schoenenbourg Riquewihr / Zellenberg Biodynamie (Demeter) 2014

Der Domaine Trapet Schoenenbourg Riesling Grand Cru 2014 ist ein außergewöhnlicher, gereifter Elsässer Riesling – noch jugendlich frisch, vollmundig, mit mineralischer Präzision, feiner Würze und beeindruckender Spannung.


Schoenenbourg – Grand Cru über Riquewihr

Die Grand-Cru-Lage Schoenenbourg zieht sich über die sonnenverwöhnten Südhänge oberhalb von Riquewihr und Zellenberg und steigt steil von 265 auf 380 Meter über dem Meeresspiegel an. Mit fast 54 Hektar zählt sie zu den größeren der 51 Grand-Cru-Lagen des Elsass. Die südliche Ausrichtung beschert den Reben Sonne über den ganzen Vormittag und frühen Nachmittag – ideal für optimale Reife.

Die Böden sind vielfältig und prägen den Charakter der Weine: vorherrschend Mergel (lokal Keuper), oft von einer feinen Sandschicht überzogen, durchzogen von Gips – ein Relikt aus der Zeit, als die Region vor über 150 Millionen Jahren vom Meer bedeckt war. Dieser Mix sorgt für die besondere mineralische Note und eine hohe Wasserspeicherfähigkeit. Das kontinentale Klima mit geringen Niederschlägen und dem Schutz der Vogesen macht die Sommer hier zu den trockensten und wärmsten Nordfrankreichs.

Jahrgang 2014 – Elsass

2014 war im Elsass ein kühlerer Jahrgang: nach einem wechselhaften, regnerischen Sommer brachte ein sonniger, trockener Herbst mit kühlen Nächten die Rettung. Gerade beim Riesling entstanden so rassige, präzise Weine mit lebhafter Säure, klarer Frucht und ausgeprägter Mineralität.

Solche Jahrgänge gelten beim Riesling als besonders langlebig. Mit rund einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt der Schoenenbourg seine ganze Tiefe – die jugendliche Frische ist erhalten, ergänzt um reife, vielschichtige Aromen.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2014, trocken.

Sorgfältige Parzellen-Selektion, langsame Spontangärung mit indigenen Hefen ohne Zusätze, Reife in alten Foudres auf der Feinhefe. Reduzierter Schwefeleinsatz für einen möglichst reinen Ausdruck von Rebsorte und Terroir. Biodynamie (Demeter), FR-BIO-01.

Im Glas

Trotz seiner elf Jahre noch jugendlich frisch und vollmundig, mit dezenten Reifenoten und einem Hauch Honig. Eine offene, einladende Nase von beeindruckender Intensität: gelbe Zitrone und Orange treffen auf duftende weiße Blüten, mit Luft dazu kandierte Ananas und eine feine, rauchig-mineralische Note. Am Gaumen seidig und fast cremig, getragen von kompakter Säure und einer zarten Fruchtrestsüße, die den Wein umspielt, ohne ihn süß wirken zu lassen – er bleibt trocken.

Ein perfekt ausbalancierter Riesling mit Tiefe, Finesse und einem außergewöhnlichen Ausdruck seines Terroirs.

Der lange Abgang ist von mineralischer Präzision und Energie geprägt; die feinen, lagentypischen Bitterstoffe fügen sich harmonisch ein und schaffen beeindruckende Spannung. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer und Langustinen, zu gebratenem Fisch mit feiner Sauce, zu Geflügel oder Kalb mit Pilzen sowie zu mittelreifem Munster oder gereiftem Comté.


Lage: Alsace Grand Cru Schoenenbourg, Riquewihr/Zellenberg (Frankreich); Südhang, 265–380 m Höhe, Keupermergel mit Sand und Gips
Klassifikation: Alsace Grand Cru AOC, Riesling (trocken)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit indigenen Hefen, alte Foudres, Feinhefe, reduzierter Schwefel; Biodynamie (Demeter)

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Länder/Regionen

Torre il Cerreto Garda Bianco

Weißwein · Garda Bianco DOC · Gardasee · Italien

Cantina Delibori Torre il Cerreto Garda Bianco ist ein frischer Weißwein aus der DOC Garda am Gardasee im Nordosten Italiens. Überwiegend aus Garganega gewonnen und im Edelstahl ausgebaut, zeigt er sich leicht und fruchtbetont. Apfel, etwas Pfirsich und reife Birne prägen das Bild. Rund, weich und sommerlich – ein kleiner Urlaub für daheim.


DOC Garda

Die DOC Garda erstreckt sich rund um den Gardasee zwischen der Lombardei und Venetien im Nordosten Italiens. Das milde, vom See geprägte Klima bringt frische, fruchtbetonte Weißweine hervor, die für das Lebensgefühl der Region stehen.

Rebsorte und Ausbau

Überwiegend Garganega. Der Ausbau im Edelstahl bewahrt die frische Frucht und das leichte, klare Profil des Weins.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase viel Apfel und etwas Pfirsich. Am Gaumen trocken, leicht und frisch, mit reifen Birnennoten. Rund und weich, mit harmonischem, sommerlichem Gesamtbild.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren – ein Sommerwein für die Terrasse.

Klassische Begleitung: Antipasti, Fisch, Meeresfrüchte, Risotto und leichte Pastagerichte.


Lage: DOC Garda, Lombardei/Venetien (Italien)
Klassifikation: Garda DOC Bianco
Ausbau: überwiegend Garganega, Edelstahl

Mehr erfahren ...