l’Alt Empordà: Auf verschlungenen Pfaden durch die Dämmerung

l’Alt Empordà: Auf verschlungenen Pfaden durch die Dämmerung

Schon mitten am Nachmittag, andernorts ist man noch mit dem Arroz oder den Gambas beschäftigt, beginnt sich ein heimeliger Schatten über den kleinen Ort zu legen, der da, eingeklemmt zwischen Bergen im Norden und Bergen im Osten, nahe einer Regionalstraße liegt, die nicht viel mit nicht viel mehr verbindet. Eine paar Stunden später kommt Leben in die Bude, die Bewohner spazieren vom Unterdorf ins Oberdorf oder aber von oben nach unten und dann wieder nach oben. Manche machen an der einzigen Kneipe des Ortes Station, um mit den anderen Vecinos des Dorfes über Wetter, Ernte oder Politik zu schwatzen. Es ist ein Rentnerdorf, wie so viele im Norden, junge Leute wohnen in den nicht sonderlich weit entfernten größeren Orten. Gerade einmal einhundert und siebzig Menschen wohnen hier, vor hundert Jahren waren es über fünfhundert. Ein paar Weinbauern beackern noch ihre Schollen, aber ansonsten gibt es hier nicht viel zu tun. Das war nicht immer so!

Dinge waren anders gelagert, als es zwischen Spanien und Frankreich hoch her ging. Im Jahr sechzehnhundert neunundfünfzig zog der Vertrag der Pyrenäen eine Grenzlinie, der Schmuggel begann dann aber erst richtig. Denn viele Dinge waren mit hohen Zöllen belegt, de-strankis Import, so etwas wie Handel auf Umwegen, war en vogue. Und dafür eigneten sich die schmalen Täler im Norden des Ortes, die spanischen Grenzer hatten keine Chance, die französischen Grenzer wohl keine Lust. Tabak, Tee, Kaffee, aber auch handfeste Dinge wechselten von einer Seite auf die andere. Irgendwann endete dieser Schluchtenwarenverkehr, das Dorf versank in diffuser Vergessenheit.

Während, vor allem aber am Ende des bislang letzten spanischen Bürgerkrieges wurde das Dorf dann doch noch einmal wichtig. Dieses Mal wurden indes keine Waren geschmuggelt. Auf den gleichen Wegen wie damals flüchteten viele Republikaner über den Coll de Banyuls in das von dort gerade einmal zehn Kilometer entfernte Banyuls-sur-Mer. Francos Schärgen hatten keine Chance. Unweit vom Grenzstein auf der Passhöhe erinnert eine Gedenktafel an diese Zeit.

Nicht einmal die Gründung der D.O. Empordà hat dem kleinen Ort geholfen; die Cooperative des Ortes hatte schon viel früher ihre Kelter verriegelt. Es dauerte viele Jahre bis sich wieder eine Kellerei in Rabós de l’Empordà ansiedeln würde, aktuell sind es derer zwei, aber nur eine davon, Celler Castelló Murphy, ist wirklich im Ort anzutreffen. Die andere, Celler d’en Guilla, findet man an der oben bereits beschriebenen Landstraße.

Empordà, genauer gesagt l’Alt Empordà, ist eine seltsame Weinbauregion. Viele Menschen durchfahren sie, da man von La Jonquera gen Girona, Barcelona oder die katalanische Küste nun einmal durch Empordà muss. Aber wer nahe Figueres das erste Mal auf die Bremse tritt, ist schon wieder draußen. Wer an der Ahr war, und weiß, dass er da war, der war nicht an der Ahr…

Dabei ist es eine der ältesten Weinbauregionen der Iberischen Halbinsel, in Rosés siedelten Griechen, vor allem aber Römer, sie brachten Rebstöcke mit. Die Bucht von Rosés ist ein geschützter Platz, die hohen Berge im Westen schirmen alles Unheil ab, das vom Meer kommt.

Lange Zeit wurde die D.O. Empordà als das Gegengewicht zum Priorat gehandelt. Menschen, ausgestattet mit einem latent oberflächlichem Blick meinten, dass Garnacha, Norden sowie Granit ausreichen würden, um ein Gegengewicht zu Garnacha, Schiefer und Süden zu erfinden. Kwark!

Abgesehen von ein paar speziellen Ecken wie das Cap de Creus, die Ostküste zwischen Llança und Portbou sowie ein paar versprengt herumliegende Weininseln im Westen von Figueres, ist l’Alt Empordà ein in sich geschlossenes, kompaktes Weinbaugebiet. In der Mitte ist flaches Land, ein paar Hügel mischen die Gegend auf, Reben stehen auf Lehm oder Schwemmland, dann und wann mit dichter Steinauflage. Mollet de Perelada, Masarac, viel mehr ist da nicht.

Alles andere spielt sich an den Hängen ab. Und die sind eben nicht in steile, enge Täler gepresst wie in Porrera oder La Vilella Baixa, sondern fallen mehr oder weniger offen gen Süden respektive gen Westen ab. Der Punkt des Wechsels ist Rabós de l’Empordà. Von dort zieht sich das Gebirge südwärts gen Rosés, oder halt gen Westen, gen La Jonquera. Die Geologie hat Rabós auch noch aus einem anderen Grund bekannt gemacht. Denn, auch wenn viele Menschen von Granit und Empordà faseln, der Großteil der Hänge besteht aus Schiefer. Von Rabós gen Westen, bis nach Capmany, von den Einheimischen Capmain ausgesprochen, gibt es eher roten, öligen Schiefer. Rabós gen Süden, also Vilamaniscle, vor allem aber Garriguella, Pau und die anderen kleinen Dörfer im Osten von L’Alt Empordà, basieren auf schwarzem Schiefer.

Und Granit? Findet man im Cap de Creus sowie zwischen Capmany, sorry, Capmain, und Cantallops. Und Punkt. Mehr ist da nicht. Denn westlich von Capmany gibt es lehmhaltigen Sandstein, teilweise mit Bruchstein übersät. Nimmt man die Dinge genau, wir Bären tun dies, dann kann man sich von der Idee Empordà mit einem Basisterroir zu beschreiben, ganz schnell verabschieden.

L’Alt Empordà, das ist Garnacha und Cariñena. Vielleicht noch etwas Moscatel de Frontignan, etwas Malvasía, welcher auch immer, und Monastrell. Alles andere ist zugezogen und hat mehr oder weniger große Unruhe gestiftet. Der unselige Spruch von José Lúis Pérez „wer auf internationalen Märkten erfolgreich sein will, muss international bekannte Sorten anbauen“ hat hier noch mehr Schaden angerichtet als im Priorat. Nicht nur, dass Katalonien mit banalen Weinen überschwemmt wurde, diese zwanzig Jahre groben Unfugs verzögerten auch den Fortschritt in Sachen Garnacha und Cariñena. Manch gute Parzelle wurde gerodet, um seelenlosen Merlot anzubauen. Insbesondere Garnacha gris (roja) und Garnacha blanc sowie die gleichen Typen in Sachen Cariñena kommen erst jetzt langsam aus der Deckung. Vor allem Cariñena ist spannend. Das gilt auch für die Rotweine: Garnachas sind meist brav und gut trinkbar, die wenigen wirklich spannenden Weine der Region bestehen immer zu großem Teil aus Cariñena. Dies gilt aber nur, solange wir über trockene Weine philosophieren.

Die wahren Schätze der Region sind von anderer Natur, die wirklich spannenden Weine der Region unterscheiden sich von den Süßweinen aus Banyuls oder dem Roussillon vor allem hinsichtlich des Preises, die Qualität der Soleras ist extrem hoch. Das, was Joan Fabra, Pep Guardiola (nein, nix Fußball) oder die Cooperative aus Espolla auf den Tisch stellen, ist schon spannend. Nur: keiner kennt das, keiner kauft das, und dann werden Spitzenprodukte eben verschleudert.

Das hat natürlich auch etwas mit der Struktur der Region zu tun. Denn auch wenn es hier und heute nicht weniger als sechsunddreißig Weingüter gibt, die Weine aus L’Alt Empordà anbieten, so ist international genau eine Bodega bekannt: Castillo Perelada. Hier entsteht viel Wein, sehr viel Wein, und nicht nur der Tafelwein Blanc Pescador, einer der zwei wichtigsten spanischen Weißweine. Perelada kauft alles auf, was angeboten wird. Die ehemalige Bodega Oliver Contí, zum Beispiel. Sie wurde gegründet, als man glaubte, die Menschen würden Bordeaux-Blends aus Katalonien mögen. Mögen sie aber nicht. Die Cooperative aus Mollet de Perelada wurde ebenfalls geschluckt und neuerdings kauft man bei Espelt all das auf, was die nicht selbst verkauft bekommen.

Aber Castillo Perelada trägt zumindest einen Namen in die weite Weit. Die Nummer zwei der Region kann nur billichchch: Empordália, ein Zusammenschluss von drei Genossenschaften. Hier werden simple gestrickte, billige Weine am laufenden Band abgefüllt. Spannend geht anders.

Neben Espelt, unter den Großbodegas vielleicht die beste, gibt es noch drei oder vier weitere Kellereien, die zwischen zweihundert tausend und einer halben Million Flaschen abfüllen. In der Regel sind es schlichte Weine, die vor allem in der Region getrunken werden.

Wie immer, so muss man sich auch in Empordà durch die kleinen Bodegas kämpfen, vieles verkosten, manches verwerfen, manches besser nicht in den Mund nehmen. Denn noch immer gibt es hier eine nicht gerade kleine Zahl von rustikalen Weinen, traditionell, wenn man höflich sein will, altmodisch, falls nicht. Zu viel Alk, zu viel aufgesetzte Frucht, Weine, von denen man schon nach einem halben Glas genug hat. Spätestens.

Der erste, der vor mehr als zwanzig Jahren Leben in die Bude brachte, war Jaume Serra. Er kam aus Bordeaux zurück und wollte in Cantallops Empordà-Weine mit Bordeaux-Kellertechnik machen. Das gelang nur bedingt. Da er aber auch diverse Weingüter beratend begleitete, setzte sich der Stil der etwas dicklichen Empordà-Weine durch. Fast bis heute. Denn die einzige kleine Bodega, die mit guten Qualitäten dagegenhalten konnte, was und ist immer schnell ausverkauft: Celler Martí Fabra. Verd de l’Albera Flor d’Albera, aber vor allem die Lagenweine des nun schon über einhundert Jahre zählenden Weingutes sind schon außergewöhnlich. Keine banalen Weine, insbesondere die Rotweine kann nicht mal eben so wegsüffeln. Richtig gut sind die auf Garnacha basierenden Süßweine, da kommt sonst keiner in der Region mit.

Alle anderen, die danach kamen, begannen erst einmal mit viel CabMeSy und Chardonnay, einige haben sich inzwischen freigeschwommen, andere werden das nie schaffen, oftmals auch, weil sie das nicht schaffen wollen. Vinyes dels Aspres hat Fortschritte gemacht, Vinyes d’Olivardots, gerade von dem aktuellen Parker-Verkoster Luis G. etwas „gehypt“, ist so schlecht nicht. Roig Parals hat mit den Lagenweinen Camí de Cormes zwei erstklassige Lagenweine am Start, dazu kommen noch die auf Garnacha basierenden Basisweine Mallolet.

Und dann sprießt immer mal wieder ein Grashalm aus roher Erde. Celler Pujol Cargol etwa, der bei d’Olivardots tätige Önologe macht dies, oder aber Celler d’en Guilla, auch die oben schon erwähnte Bodega Celler Castelló Murphy. Jordi Esteve ist der letzte in einer noch viel zu kurzen Reihe. Alle diese neuen Projekte versprechen viel und halten das Eine oder das Andere. Auch da gibt es schlichte oder schlampig gemachte Weine, nicht alles ist Gold. Aber ein jeder muss eben seinen Weg erst einmal finden. Und dieses Mal bedarf es nicht der Dämmerung in Rabós de l’Empordà. Text: El oso alemán

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Weine

Marguet Verzenay 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Champagner · Verzenay Grand Cru · Pinot Noir · Brut Nature · Bio

Marguet Verzenay Grand Cru Brut Nature ist ein Bio-Champagner aus 100 % Pinot Noir aus dem Grand-Cru-Dorf Verzenay. Benoît Marguet keltert ihn biodynamisch und als Brut Nature. Ein konzentrierter, straffer Champagner mit markanter Frische. Im Glas mittel- bis vollmundig und sehr lang.


Verzenay Grand Cru

Verzenay ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde an der Nordflanke der Montagne de Reims und eines der besten Dörfer für Pinot Noir. Die kalkreichen Böden und das kühle Mikroklima verleihen dem Champagner Frische, Struktur und Länge. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir aus Verzenay. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Im Duft gelbes Kernobst, warme Brioche, Limette und feine Röstnoten. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, konzentriert, straff und energiegeladen, mit markanter Frische. Der Nachhall ist sehr lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Krustentiere und gereifter Käse.


Lage: Verzenay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Noirs
Ausbau: 100 % Pinot Noir, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

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Portugal

Niepoort Redoma branco 2023

Wein · Weißwein · Douro · Portugal

Niepoort Redoma Branco 2023 ist ein eleganter Douro-Weißwein von alten Reben am rechten Ufer des Douro-Flusses. Die Glimmerschieferböden in Höhen von 400 bis 600 Metern verleihen ihm viel Mineralität, Eleganz und eine exemplarische Frische.


Douro

Die Trauben stammen von alten Reben am rechten Ufer des Douro in Höhen von 400 bis 600 Metern. Die Glimmerschieferböden prägen den Wein mit ausgeprägter Mineralität und Frische. Niepoort zählt zu den prägenden Häusern der Region und gehört mit Redoma zu ihren Klassikern.

Rebsorten und Ausbau

Feldblend aus Rabigato, Viosinho, Códega do Larinho, Gouveio und Donzelinho. Das Zusammenspiel der autochthonen Sorten ergibt einen vielschichtigen, mineralisch geprägten Weißwein. Der Ausbau bewahrt Frische und Eleganz. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, helle Steinfrucht, weiße Blüten und klare mineralische Noten. Am Gaumen elegant und präzise, mit feiner Frische, schönem Schmelz, salziger Mineralität und langem Abgang. Mit Reifepotenzial.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Schalentieren, hellem Fleisch und mediterraner Küche.


Lage: D.O.C. Douro, rechtes Ufer (400–600 m) (Portugal); Niepoort
Rebsorten: Feldblend aus Rabigato, Viosinho, Códega do Larinho, Gouveio & Donzelinho (alte Reben), trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbewahrender Ausbau auf Glimmerschiefer
Jahrgang: 2023

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Weine

De Sousa Champagne Tradition Brut BIO

Champagner · Côte des Blancs · Cuvée · Brut · Bio

De Sousa Tradition Brut ist der Bio-Basis-Champagner des Hauses De Sousa. Die Cuvée vereint 50 % Chardonnay, 40 % Pinot Noir und 10 % Pinot Meunier von durchschnittlich 25 bis 30 Jahre alten Reben, die biologisch und biodynamisch bewirtschaftet werden. Im Glas ein heller, klarer Goldton mit feiner, anhaltender Perlage.


Côte des Blancs

De Sousa hat seinen Sitz in der Côte des Blancs, dem Kerngebiet des Chardonnay in der Champagne, mit ihren kalk- und kreidegeprägten Böden. Die Reben werden biologisch und biodynamisch gepflegt. Der Champagner ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 50 % Chardonnay, 40 % Pinot Noir und 10 % Pinot Meunier und enthält rund 40 % Reserveweine. Die handgelesenen Trauben werden temperaturkontrolliert im Edelstahltank vergoren; der Champagner wird ohne Schönung und Filtration bereitet und mit 5 g/l Dosage als Brut abgefüllt.

Im Glas

Heller, klarer Goldton mit feiner, anhaltender Perlage. In der Nase weiße Blüten, Zitrus, reife Birne und ein Hauch roter Frucht. Am Gaumen frisch und ausgewogen, mit feiner Spannung zwischen Klarheit und reifer Frucht. Honig und Zitrus begleiten das lange, harmonische Finale.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, vielseitig als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und milder Käse.


Lage: Côte des Blancs (Champagne); Kreide/Kalk
Klassifikation: Champagne AOC – Brut
Ausbau: Edelstahl, ~40 % Reservewein, ohne Filtration, 5 g/l Dosage

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Weine

Claus Preisinger Ordinaire 2022 BIO

Perlwein · Rosé · Pét-Nat · Gemischter Satz · Burgenland · Bio

Claus Preisinger Ordinaire Rosé ist ein Bio-Pét-Nat (Pétillant Naturel): Der gärende Most eines Gemischten Satzes wurde direkt in die Flasche gefüllt und dort fertig vergoren. Das Ergebnis ist ein leichter, trinkreifer Rosé-Perlwein mit feiner Kohlensäure, der jeden Sommerabend aufwertet.


Burgenland

Claus Preisinger hat seinen Sitz in Gols im Burgenland (Österreich) und zählt zu den profiliertesten Naturwein-Erzeugern des Landes. Der Gemischte Satz – mehrere gemeinsam ausgepflanzte und gelesene Rebsorten – stammt aus der Region. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AT-BIO-402).

Rebsorte und Ausbau

Der Perlwein entsteht aus einem Gemischten Satz nach der Méthode ancestrale (Pét-Nat): Der noch gärende Most wird direkt in die Flasche gefüllt, wo die Gärung endet und die feine Kohlensäure auf natürliche Weise entsteht. Abgefüllt ohne gesetzliche Ursprungsbezeichnung.

Im Glas

Helles, leicht trübes Lachsrosa mit feiner, sanfter Kohlensäure. In der Nase frische rote Frucht und ein Hauch Hefe. Am Gaumen leicht, frisch und unkompliziert, mit feiner Perlage und saftiger Frucht. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – der ideale Begleiter für laue Sommerabende und als Aperitif.

Klassische Begleitung: leichte Vorspeisen, Salate, Fingerfood und sommerliche Küche.


Lage: Burgenland (Österreich)
Klassifikation: Pét-Nat (Perlwein), Rosé, ohne geschützte Ursprungsbezeichnung
Ausbau: Gemischter Satz, Méthode ancestrale (Flaschengärung)

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Savigny-les-Beaune Aux Vergelesses 1er Cru 2024

Weißwein · Savigny-lès-Beaune 1er Cru (Côte de Beaune) · Chardonnay

Chardonnay Savigny-lès-Beaune 1er Cru Aux Vergelesses (blanc) Domaine Pierre Vincent 0,58 ha · gepflanzt 1989/1999 Ton & Kalk · oben am Hang ~15 % Neuholz · ~12 Mon. Fass + 6 Mon. Tank 2024

Der Domaine Pierre Vincent Savigny-lès-Beaune 1er Cru „Aux Vergelesses" blanc 2024 ist ein rarer weißer Premier Cru. Pierre Vincent – zuvor prägend bei der Domaine Leflaive und der Domaine de la Vougeraie – gewinnt aus diesem hoch am Hang gelegenen Climat einen dichten, salzig-mineralischen Chardonnay von großer Spannung.


Aux Vergelesses – rarer weißer 1er Cru

Pierre Vincent zählt zu den angesehensten Winzern des Burgund: von 2006 bis 2016 Technischer Direktor der Domaine de la Vougeraie, danach bis Ende 2024 Kellermeister und Geschäftsführer der Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. 2023 übernahm er mit Partnern die Domaine des Terres de Velle in Auxey-Duresses und benannte sie in Domaine Pierre Vincent um – ein kleines Gut über rund zwanzig Appellationen der Côte de Beaune, mit Reben von durchschnittlich rund 60 Jahren aus Massenselektion, biologisch bewirtschaftet und parzellenweise vinifiziert.

In Savigny-lès-Beaune liegt der Climat Les Vergelesses oben am Hang und ist in Chardonnay eher selten – die meisten Vergelesses-Parzellen tragen Pinot Noir. Vincents Parzelle misst 0,58 Hektar (gepflanzt 1989 und 1999) auf ton- und kalkgeprägtem Boden. Die südexponierte, luftige Höhenlage bewahrt Frische und Energie und verleiht dem Wein Spannung, Tiefe und mineralische Präzision.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein kühleres, feuchtes Jahr. Auf einen milden, nassen Winter folgten früher Austrieb und ein feucht-kühles Frühjahr mit Frost- und Hagelrisiko sowie hohem Krankheitsdruck; die Blüte verlief uneinheitlich. Ein trockenerer Sommer brachte eine langsame Reife, die Lese fiel spät aus, mit strenger Selektion und teils stark reduzierten Erträgen. Die Mostgewichte blieben moderat – die Weißweine zeigen sich klar und fein, mit pikanter Frische, kühler Eleganz und lebendiger Säure.

Ausbau

Trockener Savigny-lès-Beaune 1er Cru aus dem Climat Aux Vergelesses, Jahrgang 2024; 100 % Chardonnay von ton- und kalkgeprägtem Boden.

Nach langem, sanftem pneumatischem Pressen und einer Nacht Vorklärung beginnt die alkoholische Gärung teils im Edelstahltank; anschließend wird der Most für die malolaktische Gärung ins Fass gelegt (rund 15 % Neuholz) und zwölf Monate im Holz ausgebaut. Danach folgen etwa sechs Monate im Edelstahltank, um Frische und Spannung zu bewahren, bevor der Wein gefüllt wird. Die Reben werden biologisch bewirtschaftet.

Im Glas

Ein energiegeladener weißer 1er Cru: weißer Pfirsich und Zitrus, dazu weiße Blüten, ein Hauch Haselnuss und eine feine, salzig-jodige sowie kalkige Mineralität. Am Gaumen präzise und spannungsreich, mit dezenter, cremiger Textur aus dem Fassausbau, lebendiger Säure und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Weißer Pfirsich, Zitrus und weiße Blüten über Haselnuss und salzig-kalkiger Mineralität – präzise und spannungsreich, mit feiner cremiger Textur, lebendiger Säure und langem Nachhall.

Ein präziser, energiegeladener weißer 1er Cru mit gutem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Aux Vergelesses, Savigny-lès-Beaune 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund); oben am Hang, Ton und Kalk; Parzelle 0,58 ha, gepflanzt 1989/1999
Klassifikation: Savigny-lès-Beaune Premier Cru, AOC (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: sanfte Pressung, alkoholische Gärung teils im Tank, malolaktische Gärung im Fass (~15 % Neuholz), ~12 Monate Fass, danach ~6 Monate Tank; biologische Bewirtschaftung

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Schaumweine

Francois Montand ICE Demi-Sec

Dieser halbtrockene Sekt wurde kreiert, um ihn auf Eis zu servieren. Die fruchtig-blumigen Aromen kommen so intensiv und frisch zur Geltung und machen diesen Demi Sec ICE zu dem perfekten Aperitif. Frische Minze oder Limette verfeinern den Geschmack.

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Weine

Tentenublo blanco BIO

Weißwein · Rioja Alavesa · Cayetana · Malvasía · Viura

Cayetana Blanca · Malvasía · Viura Blanco DOCa Rioja (Alavesa) Viñaspre · alte Buschreben Tentenublo (Roberto Oliván) ungarische Eiche · Feinhefe 40 bis 100+ J. alte Reben BIO · 2025

Der Tentenublo Blanco 2025 gehört nicht zu den Weißweinen, wie man sie aus der Rioja erwartet. Die Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura stammt von 40 bis über 100 Jahre alten Reben rund um Viñaspre – ein facettenreiches, äußerst spannendes Getränk und ein Genussfeuerwerk für Weißweinliebhaber.


Tentenublo Blanco – weißer Rioja der anderen Art

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Dorf Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Sein Blanco ist eine eigenwillige Interpretation der weißen Rioja-Tradition: Die Trauben stammen aus alten, 40 bis über 100 Jahre alten Weinbergen, die auf fünf Parzellen rund um Viñaspre verstreut liegen.

Erzogen werden diese alten Reben in der klassischen Buschform (Gobelet). Ausgebaut wird der Wein in aller Form natürlich und klassisch – handwerklich, minimalistisch und mit tiefem Respekt vor dem Terroir.

Jahrgang 2025 – Rioja

Die Höhenlagen von Viñaspre mit ihren kühlen Nächten und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahren Frische, Salzigkeit und Filigranität – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht. Als junger Jahrgang zeigt sich der Blanco besonders lebendig und zugänglich, mit dem für Tentenublo typischen mineralischen Zug.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura, Jahrgang 2025, trocken; von 40 bis über 100 Jahre alten Buschreben auf fünf Parzellen.

Die Trauben werden mittels einer kleinen vertikalen Handpresse manuell zerdrückt. Anschließend gelangt der Wein in 500 Liter große Fässer aus ungarischer Eiche, um dort von wilden Hefen spontan vergoren zu werden. Danach bleibt der Blanco über fünf Monate in 300-Liter-Barriquefässern auf der Feinhefe. Diese natürliche, klassische Machart verleiht dem Wein seine Tiefe und filigrane Textur.

Im Glas

Das Resultat ist ein facettenreiches, äußerst spannendes Getränk. Duft nach Flieder, Honig, vielen Blüten und ein wenig Vanille. Im Geschmack reife Aprikosen, viel Salz und Zitrusfrüchte. Elegant, anhaltend und für einen weißen Rioja immens filigran mit zartem Nachhall. Ein Genussfeuerwerk für Weißweinliebhaber, das sich mit Luftkontakt immer besser entwickelt.

Flieder, Honig, Blüten und ein wenig Vanille, dazu reife Aprikose, viel Salz und Zitrus – elegant, anhaltend und für einen weißen Rioja immens filigran.

Entwickelt sich mit Luftkontakt immer besser – ruhig Zeit im Glas geben oder dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Reis- und Gemüsegerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: fünf Parzellen rund um Viñaspre, Rioja Alavesa (Spanien); 40 bis über 100 Jahre alte Reben in klassischer Buscherziehung
Klassifikation: DOCa Rioja; Cuvée aus Cayetana Blanca, Malvasía und Viura (trocken)
Ausbau: manuelle vertikale Handpresse, Spontangärung in 500-l-Fässern aus ungarischer Eiche, danach ~5 Monate auf der Feinhefe im 300-l-Barrique; biologisch (ES-ECO-026-VAS)

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Weine

Louis Boillot Volnay Les Brouillards 1er Cru 2020

0,28 Hektar Rebland werden von Louis Boillot auf der mit über 70 Jahren alten Pinot Noir Reben bestockten 1er Cru Lage Volnay Les Brouillards bearbeitet. Fein und elegant, mit etwas rustikaleren Gerbstoffen und einer dennoch ausladenden und frischen Frucht sind seine Kernkompetenzen. Hier verbinden sich Schokoladen, Blütenaromen, reife Beeren und nasses Gestein zu einer perfekten Melange. Mittelschwer am Gaumen, samtig und lang sein begeisternder Nachhall. Die Konzentration spiegelt die Fruchtessenz und seine delikaten Noten perfekt wieder.

 

Volnay Premier Cru Weine sind hochwertige, trockene Rotweine aus Burgund, gekeltert aus Pinot Noir-Trauben der 28 Premier Cru-Lagen in Volnay. Diese Weine sind bekannt für ihre Eleganz und Feinheit, im Gegensatz zu den kräftigeren Weinen der Nachbarregionen. Während Volnay Village Weine allgemeineren Richtlinien folgen, unterliegen Premier Cru-Weine strengeren Produktionsvorschriften, die ihre Qualität sichern.

 

Die Weinberge erstrecken sich in einem idealen Mikroklima zwischen Pommard und Meursault auf einem Osthang, der für seine gut entwässerten, kalkhaltigen Böden bekannt ist.

 

Die Appellation umfasst 222 Hektar, wovon 133 Hektar als Premier Cru klassifiziert sind. Ein Volnay Premier Cru- Etikett deutet häufig auf einen Verschnitt aus verschiedenen Lagen hin, es sei denn, es wird ein spezifischer Weinberg genannt. Neben Pinot Noir dürfen bis zu 15% Chardonnay, Pinot Blanc und Pinot Gris- Trauben zur Komplexität beitragen, sofern diese innerhalb der Pinot Noir-Parzellen wachsen.

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