l’Alt Empordà: Auf verschlungenen Pfaden durch die Dämmerung

l’Alt Empordà: Auf verschlungenen Pfaden durch die Dämmerung

Schon mitten am Nachmittag, andernorts ist man noch mit dem Arroz oder den Gambas beschäftigt, beginnt sich ein heimeliger Schatten über den kleinen Ort zu legen, der da, eingeklemmt zwischen Bergen im Norden und Bergen im Osten, nahe einer Regionalstraße liegt, die nicht viel mit nicht viel mehr verbindet. Eine paar Stunden später kommt Leben in die Bude, die Bewohner spazieren vom Unterdorf ins Oberdorf oder aber von oben nach unten und dann wieder nach oben. Manche machen an der einzigen Kneipe des Ortes Station, um mit den anderen Vecinos des Dorfes über Wetter, Ernte oder Politik zu schwatzen. Es ist ein Rentnerdorf, wie so viele im Norden, junge Leute wohnen in den nicht sonderlich weit entfernten größeren Orten. Gerade einmal einhundert und siebzig Menschen wohnen hier, vor hundert Jahren waren es über fünfhundert. Ein paar Weinbauern beackern noch ihre Schollen, aber ansonsten gibt es hier nicht viel zu tun. Das war nicht immer so!

Dinge waren anders gelagert, als es zwischen Spanien und Frankreich hoch her ging. Im Jahr sechzehnhundert neunundfünfzig zog der Vertrag der Pyrenäen eine Grenzlinie, der Schmuggel begann dann aber erst richtig. Denn viele Dinge waren mit hohen Zöllen belegt, de-strankis Import, so etwas wie Handel auf Umwegen, war en vogue. Und dafür eigneten sich die schmalen Täler im Norden des Ortes, die spanischen Grenzer hatten keine Chance, die französischen Grenzer wohl keine Lust. Tabak, Tee, Kaffee, aber auch handfeste Dinge wechselten von einer Seite auf die andere. Irgendwann endete dieser Schluchtenwarenverkehr, das Dorf versank in diffuser Vergessenheit.

Während, vor allem aber am Ende des bislang letzten spanischen Bürgerkrieges wurde das Dorf dann doch noch einmal wichtig. Dieses Mal wurden indes keine Waren geschmuggelt. Auf den gleichen Wegen wie damals flüchteten viele Republikaner über den Coll de Banyuls in das von dort gerade einmal zehn Kilometer entfernte Banyuls-sur-Mer. Francos Schärgen hatten keine Chance. Unweit vom Grenzstein auf der Passhöhe erinnert eine Gedenktafel an diese Zeit.

Nicht einmal die Gründung der D.O. Empordà hat dem kleinen Ort geholfen; die Cooperative des Ortes hatte schon viel früher ihre Kelter verriegelt. Es dauerte viele Jahre bis sich wieder eine Kellerei in Rabós de l’Empordà ansiedeln würde, aktuell sind es derer zwei, aber nur eine davon, Celler Castelló Murphy, ist wirklich im Ort anzutreffen. Die andere, Celler d’en Guilla, findet man an der oben bereits beschriebenen Landstraße.

Empordà, genauer gesagt l’Alt Empordà, ist eine seltsame Weinbauregion. Viele Menschen durchfahren sie, da man von La Jonquera gen Girona, Barcelona oder die katalanische Küste nun einmal durch Empordà muss. Aber wer nahe Figueres das erste Mal auf die Bremse tritt, ist schon wieder draußen. Wer an der Ahr war, und weiß, dass er da war, der war nicht an der Ahr…

Dabei ist es eine der ältesten Weinbauregionen der Iberischen Halbinsel, in Rosés siedelten Griechen, vor allem aber Römer, sie brachten Rebstöcke mit. Die Bucht von Rosés ist ein geschützter Platz, die hohen Berge im Westen schirmen alles Unheil ab, das vom Meer kommt.

Lange Zeit wurde die D.O. Empordà als das Gegengewicht zum Priorat gehandelt. Menschen, ausgestattet mit einem latent oberflächlichem Blick meinten, dass Garnacha, Norden sowie Granit ausreichen würden, um ein Gegengewicht zu Garnacha, Schiefer und Süden zu erfinden. Kwark!

Abgesehen von ein paar speziellen Ecken wie das Cap de Creus, die Ostküste zwischen Llança und Portbou sowie ein paar versprengt herumliegende Weininseln im Westen von Figueres, ist l’Alt Empordà ein in sich geschlossenes, kompaktes Weinbaugebiet. In der Mitte ist flaches Land, ein paar Hügel mischen die Gegend auf, Reben stehen auf Lehm oder Schwemmland, dann und wann mit dichter Steinauflage. Mollet de Perelada, Masarac, viel mehr ist da nicht.

Alles andere spielt sich an den Hängen ab. Und die sind eben nicht in steile, enge Täler gepresst wie in Porrera oder La Vilella Baixa, sondern fallen mehr oder weniger offen gen Süden respektive gen Westen ab. Der Punkt des Wechsels ist Rabós de l’Empordà. Von dort zieht sich das Gebirge südwärts gen Rosés, oder halt gen Westen, gen La Jonquera. Die Geologie hat Rabós auch noch aus einem anderen Grund bekannt gemacht. Denn, auch wenn viele Menschen von Granit und Empordà faseln, der Großteil der Hänge besteht aus Schiefer. Von Rabós gen Westen, bis nach Capmany, von den Einheimischen Capmain ausgesprochen, gibt es eher roten, öligen Schiefer. Rabós gen Süden, also Vilamaniscle, vor allem aber Garriguella, Pau und die anderen kleinen Dörfer im Osten von L’Alt Empordà, basieren auf schwarzem Schiefer.

Und Granit? Findet man im Cap de Creus sowie zwischen Capmany, sorry, Capmain, und Cantallops. Und Punkt. Mehr ist da nicht. Denn westlich von Capmany gibt es lehmhaltigen Sandstein, teilweise mit Bruchstein übersät. Nimmt man die Dinge genau, wir Bären tun dies, dann kann man sich von der Idee Empordà mit einem Basisterroir zu beschreiben, ganz schnell verabschieden.

L’Alt Empordà, das ist Garnacha und Cariñena. Vielleicht noch etwas Moscatel de Frontignan, etwas Malvasía, welcher auch immer, und Monastrell. Alles andere ist zugezogen und hat mehr oder weniger große Unruhe gestiftet. Der unselige Spruch von José Lúis Pérez „wer auf internationalen Märkten erfolgreich sein will, muss international bekannte Sorten anbauen“ hat hier noch mehr Schaden angerichtet als im Priorat. Nicht nur, dass Katalonien mit banalen Weinen überschwemmt wurde, diese zwanzig Jahre groben Unfugs verzögerten auch den Fortschritt in Sachen Garnacha und Cariñena. Manch gute Parzelle wurde gerodet, um seelenlosen Merlot anzubauen. Insbesondere Garnacha gris (roja) und Garnacha blanc sowie die gleichen Typen in Sachen Cariñena kommen erst jetzt langsam aus der Deckung. Vor allem Cariñena ist spannend. Das gilt auch für die Rotweine: Garnachas sind meist brav und gut trinkbar, die wenigen wirklich spannenden Weine der Region bestehen immer zu großem Teil aus Cariñena. Dies gilt aber nur, solange wir über trockene Weine philosophieren.

Die wahren Schätze der Region sind von anderer Natur, die wirklich spannenden Weine der Region unterscheiden sich von den Süßweinen aus Banyuls oder dem Roussillon vor allem hinsichtlich des Preises, die Qualität der Soleras ist extrem hoch. Das, was Joan Fabra, Pep Guardiola (nein, nix Fußball) oder die Cooperative aus Espolla auf den Tisch stellen, ist schon spannend. Nur: keiner kennt das, keiner kauft das, und dann werden Spitzenprodukte eben verschleudert.

Das hat natürlich auch etwas mit der Struktur der Region zu tun. Denn auch wenn es hier und heute nicht weniger als sechsunddreißig Weingüter gibt, die Weine aus L’Alt Empordà anbieten, so ist international genau eine Bodega bekannt: Castillo Perelada. Hier entsteht viel Wein, sehr viel Wein, und nicht nur der Tafelwein Blanc Pescador, einer der zwei wichtigsten spanischen Weißweine. Perelada kauft alles auf, was angeboten wird. Die ehemalige Bodega Oliver Contí, zum Beispiel. Sie wurde gegründet, als man glaubte, die Menschen würden Bordeaux-Blends aus Katalonien mögen. Mögen sie aber nicht. Die Cooperative aus Mollet de Perelada wurde ebenfalls geschluckt und neuerdings kauft man bei Espelt all das auf, was die nicht selbst verkauft bekommen.

Aber Castillo Perelada trägt zumindest einen Namen in die weite Weit. Die Nummer zwei der Region kann nur billichchch: Empordália, ein Zusammenschluss von drei Genossenschaften. Hier werden simple gestrickte, billige Weine am laufenden Band abgefüllt. Spannend geht anders.

Neben Espelt, unter den Großbodegas vielleicht die beste, gibt es noch drei oder vier weitere Kellereien, die zwischen zweihundert tausend und einer halben Million Flaschen abfüllen. In der Regel sind es schlichte Weine, die vor allem in der Region getrunken werden.

Wie immer, so muss man sich auch in Empordà durch die kleinen Bodegas kämpfen, vieles verkosten, manches verwerfen, manches besser nicht in den Mund nehmen. Denn noch immer gibt es hier eine nicht gerade kleine Zahl von rustikalen Weinen, traditionell, wenn man höflich sein will, altmodisch, falls nicht. Zu viel Alk, zu viel aufgesetzte Frucht, Weine, von denen man schon nach einem halben Glas genug hat. Spätestens.

Der erste, der vor mehr als zwanzig Jahren Leben in die Bude brachte, war Jaume Serra. Er kam aus Bordeaux zurück und wollte in Cantallops Empordà-Weine mit Bordeaux-Kellertechnik machen. Das gelang nur bedingt. Da er aber auch diverse Weingüter beratend begleitete, setzte sich der Stil der etwas dicklichen Empordà-Weine durch. Fast bis heute. Denn die einzige kleine Bodega, die mit guten Qualitäten dagegenhalten konnte, was und ist immer schnell ausverkauft: Celler Martí Fabra. Verd de l’Albera Flor d’Albera, aber vor allem die Lagenweine des nun schon über einhundert Jahre zählenden Weingutes sind schon außergewöhnlich. Keine banalen Weine, insbesondere die Rotweine kann nicht mal eben so wegsüffeln. Richtig gut sind die auf Garnacha basierenden Süßweine, da kommt sonst keiner in der Region mit.

Alle anderen, die danach kamen, begannen erst einmal mit viel CabMeSy und Chardonnay, einige haben sich inzwischen freigeschwommen, andere werden das nie schaffen, oftmals auch, weil sie das nicht schaffen wollen. Vinyes dels Aspres hat Fortschritte gemacht, Vinyes d’Olivardots, gerade von dem aktuellen Parker-Verkoster Luis G. etwas „gehypt“, ist so schlecht nicht. Roig Parals hat mit den Lagenweinen Camí de Cormes zwei erstklassige Lagenweine am Start, dazu kommen noch die auf Garnacha basierenden Basisweine Mallolet.

Und dann sprießt immer mal wieder ein Grashalm aus roher Erde. Celler Pujol Cargol etwa, der bei d’Olivardots tätige Önologe macht dies, oder aber Celler d’en Guilla, auch die oben schon erwähnte Bodega Celler Castelló Murphy. Jordi Esteve ist der letzte in einer noch viel zu kurzen Reihe. Alle diese neuen Projekte versprechen viel und halten das Eine oder das Andere. Auch da gibt es schlichte oder schlampig gemachte Weine, nicht alles ist Gold. Aber ein jeder muss eben seinen Weg erst einmal finden. Und dieses Mal bedarf es nicht der Dämmerung in Rabós de l’Empordà. Text: El oso alemán

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Länder/Regionen

Schneider Tohuwabohu

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Markus Schneider Tohuwabohu ist eine kräftige Bordeaux-Cuvée aus der Pfalz. Der Name – ein alter Ausdruck für „größtmögliche Unordnung" – ist Sohn Nicolaus gewidmet, der beim Winzer nicht nur vieles auf den Kopf stellt, sondern auch neu ordnet.


Pfalz

Das Weingut Markus Schneider ist in Ellerstadt in der Pfalz beheimatet. Das warme Klima und die vielfältigen Böden der Region bieten den Bordeaux-Rebsorten dieser Cuvée ideale Bedingungen für Reife und Konzentration.

Assemblage und Ausbau

Eine klassische Bordeaux-Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Assemblage verbindet die Struktur und Würze des Cabernet mit der samtigen Fülle des Merlot zu einem kräftigen, dichten Rotwein. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes, dichtes Rubinrot. In der Nase dunkle Frucht wie Cassis und Brombeere, verbunden mit feiner Würze und Röstnoten. Am Gaumen kräftig und dicht, mit reifem, samtigem Tannin, klarer Frucht und einem langen, ausgewogenen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Steak, Braten, Lamm, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Pfalz, Ellerstadt (Deutschland); Weingut Markus Schneider
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (Bordeaux-Stil) – Cabernet Sauvignon & Merlot, trocken
Ausbau: kräftig und dicht, samtiges Tannin

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Weine

Dominio de Pingus Pingus 2018 BIO

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo Ribera del Duero (La Horra) Biodynamie / Bio 2018 14,50 % vol

Der Pingus 2018 von Peter Sisseck ist einer der gesuchtesten Rotweine Spaniens – ein nahezu reinsortiger Tempranillo aus uralten Buschreben in La Horra, präzise, floral und auf lange Reife gebaut.


La Horra – die Lage

Pingus stammt aus weniger als fünf Hektar alter Buschreben in La Horra, einem der höchstgelegenen und östlichsten Dörfer der Ribera del Duero. Auf rund 850 bis 900 Metern sorgen heiße Tage und kühle Nächte für Reife bei erhaltener Frische; der hohe Kalksteinanteil prägt die mineralische Tiefe.

Die Frucht kommt aus zwei benachbarten Parzellen, die 1929 gepflanzt wurden: San Cristóbal, das kräftigere Rückgrat des Weins, und das feinere, delikatere Barroso – mit einem kleinen Anteil von rund 2 % weiterer alter Sorten. Die Reben werden biodynamisch und biozertifiziert bewirtschaftet (ES-ECO-031-CL).

Jahrgang 2018 – Ribera del Duero

Nach mehreren heißen, trockenen Jahrgängen brachte 2018 wieder Regen und einen kühleren Verlauf – mit einer Rückkehr zu normalen Erträgen.

Der Pingus 2018 gilt als einer der höchstbewerteten Weine in Sissecks Karriere und folgt der präzisen, eleganten Linie des 2016ers.

Ausbau

Nahezu reinsortiger Tempranillo (Tinto Fino) aus dem Jahrgang 2018, 14,50 % vol.

Die Parzellen werden getrennt spontan mit eigenen Hefen vergoren. Der Ausbau erfolgt langsam und behutsam in französischem Eichenholz – seit 2012 ohne neues Holz, in gebrauchten Barriques, im Jahrgang 2018 erstmals teils in großen Holzfudern, mit minimalem Abstich. Biodynamische, biozertifizierte Bewirtschaftung (ES-ECO-031-CL).

Im Glas

Sehr parfümiert und aromatisch: Brombeere, Kirsche und Heidelbeere über frischen Blüten wie Veilchen. Am Gaumen vollmundig, mit straffer, feingliedriger Tanninstruktur und einem langen, fokussierten Finale – verfeinert und linear.

Präzise, floral und langlebig – ein vielschichtiger Pingus von großer Reintönigkeit.

Vor dem Servieren großzügig dekantieren; großes Reifepotenzial. Bei 17–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Rind vom Grill oder Schmorgericht, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse wie Manchego.


Lage: La Horra, Ribera del Duero (Spanien); San Cristóbal & Barroso, Buschreben (1929), Kalkstein, ~850–900 m
Klassifikation: DO Ribera del Duero, Tempranillo (Tinto Fino), trocken
Ausbau: Tempranillo; gebrauchte französische Barriques und Holzfuder (kein Neuholz); Biodynamie / Bio (ES-ECO-031-CL)

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Weine

Bertheau Chambolle Musigny 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny · 1er Cru Baudes · Groseilles · Gruenchers · Noirots Côte de Nuits 2021

Der Chambolle-Musigny 1er Cru 2021 der Domaine François Bertheau ist eine Cuvée aus den Premier-Cru-Lagen Les Baudes, Les Groseilles, Les Gruenchers und Les Noirots. Ein expressiver, feiner und sinnlicher Pinot Noir, getragen von Eleganz – mit Himbeere, frischen Blüten, reifer Beerenfrucht und feinen Erdnoten.


Chambolle-Musigny – Assemblage aus vier Premier Crus

Dieser Premier Cru vereint vier Climats von Chambolle-Musigny: Les Baudes, Les Groseilles, Les Gruenchers und Les Noirots. Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt mit seinen Kreide- und Tonböden als Inbegriff von Eleganz und Finesse.

Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen, gesuchten Erzeugern der Gemeinde und prägt deren duftig-feinen Stil.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – passend zur duftigen, eleganten Art von Chambolle.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, eine Assemblage aus Les Baudes, Les Groseilles, Les Gruenchers und Les Noirots.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse ausgerichtet.

Im Glas

Himbeeren, frische Blüten und reife Beerenfrucht treffen auf feine Erdaromen. Reife Gerbstoffe, eine knackige Fruchtigkeit, ein hochspannendes Säurespiel, viel Schmelz und ein berührender Abgang zeigen, wie zart und zugleich intensiv ein Pinot Noir schmecken kann.

Himbeere, frische Blüten und Schmelz über knackiger Frucht – ein zarter, intensiver Pinot Noir voller Eleganz.

Schon jung zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Assemblage aus Les Baudes, Les Groseilles, Les Gruenchers, Les Noirots; Kreide-/Tonböden
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Spirituosen

Valverde Liquore di Limone Zitronenlikör

Spirituose · Likör · Zitrone · Italien

Valverde Liquore di Limone ist ein italienischer Zitronenlikör, hergestellt aus frischem Zitronensaft, Alkohol und Zucker. Intensiver Zitronengeschmack mit einer dezenten Süße – pur, auf Eis oder als Schuss in den Prosecco. Der Sommer kann kommen!


Herkunft / Italien

Zitronenliköre im Stil des Limoncello gehören zu den beliebtesten Spezialitäten Italiens, besonders im sonnigen Süden. Der Liquore di Limone von Valverde stellt die frische Zitrone in den Mittelpunkt – ein sommerlich-spritziger Genuss.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus frischem Zitronensaft, Alkohol und Zucker. Der frische Saft sorgt für das klare, intensive Zitronenaroma, während der Zucker die dezente Süße beisteuert.

Im Glas

Leuchtendes Gelb. In der Nase intensive, frische Zitrone. Am Gaumen spritzig und fruchtig, mit klarer Zitronenfrucht, dezenter Süße und animierendem, frischem Abgang.

Pur und im Drink

Eisgekühlt genießen, am besten direkt aus dem Tiefkühlfach.

Ideal: eisgekühlt pur, auf Eis, als Schuss im Prosecco oder Sekt sowie in sommerlichen Cocktails und über Zitronensorbet.


Marke: Valverde (Italien)
Art: Zitronenlikör (Liquore di Limone)
Zutaten: frischer Zitronensaft, Alkohol, Zucker
Geschmack: intensiv zitronig, dezent süß

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Spanien

Pago de Cirsus Oak aged tinto

Rotwein · Cuvée · Navarra · Spanien

Pago de Cirsus Oak Aged ist eine moderne Rotwein-Cuvée aus der südlichen Navarra. Aus Tempranillo, Syrah und Merlot, mit fruchtig-beerigen Aromen und dezentem Holzeinsatz – körperreich, ohne opulent zu wirken.


Navarra

Bodega Pago de Cirsus liegt auf der Finca Bolandín bei Ablitas in der südlichen Navarra. Das Gut wurde vom spanischen Filmproduzenten Iñaki Núñez gegründet und zählt zu den nur fünf Vinos de Pago Navarras – Spaniens höchster Qualitätsstufe (D.O.P. Pago Bolandín). Kellermeister ist Jean-Marc Sauboua, zuvor auf Château Haut-Brion.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Tempranillo, Syrah und Merlot. Tempranillo gibt Frucht und Struktur, Syrah würzige Tiefe, Merlot Weichheit und Schmelz. Der Wein reift mehrere Monate in französischen und amerikanischen Barriques – ein dezenter Holzeinsatz, der die Frucht stützt, ohne sie zu überlagern.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase fruchtig-beerig: Cassis, Brombeere, schwarze Kirsche und Pflaume, dazu Vanille und süße Gewürze. Am Gaumen körperreich und samtig, mit dichter, reifer Frucht, weichen Tanninen und gutem Trinkfluss. Langer, ausgewogener Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein vielseitiger Begleiter zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, rotes Fleisch, Lamm, Geflügel und herzhafte Pasta.


Lage: Ablitas, südliche Navarra (Spanien); Vino de Pago (D.O.P. Pago Bolandín)
Klassifikation: Rotwein-Cuvée (trocken)
Ausbau: mehrere Monate in französischen und amerikanischen Barriques

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Weine

Tentenublo tinto Rioja 2022 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

Tempranillo-Feldblend Tinto DOCa Rioja (Alavesa) Viñaspre · Höhenlage 600–700 m Tentenublo (Roberto Oliván) Kalkmergel & Sandstein gebrauchtes Barrique · BIO 2022

Der Tentenublo Tinto Rioja 2022 ist ein sehr eleganter und feinstrukturierter Rioja, wie es sie sonst eigentlich kaum gibt. Einem Burgunder nicht ungleich, wenn auch die stark reifen Kirschnoten und die Kraft am Gaumen an einen südländischen Wein erinnern – die perfekte Mischung aus Speisebegleiter und sinnlichem Meditationswein.


Tentenublo – Höhen-Rioja aus Viñaspre

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván, einem Winzer der neuen Generation der Rioja. In seinem Heimatdorf Viñaspre und im benachbarten Lanciego – im baskischen Teil der Region, der Rioja Alavesa – bewirtschaftet er in vierter Generation rund zehn Hektar, verteilt auf zahlreiche winzige Parzellen mit 15 bis über 100 Jahre alten Reben. Der Name „Tentenublo" bezeichnet das Läuten der Glocken, mit dem in Rioja-Dörfern Hagelstürme abgewehrt werden sollen.

Die Weinberge liegen auf den „replanos", den Hochebenen in 600 bis 700 Metern Höhe, mit kargen Böden aus Kalkmergel und Sandstein. Die Höhe, die kühle Bergluft und der stete Wind halten die Reben gesund und bewahren Frische und Mineralität. Oliván arbeitet biologisch und minimalistisch und pflegt die Rioja-Tradition, rote und weiße Sorten gemeinsam als Feldblend auszubauen – das gibt seinen Rotweinen ihre unverwechselbare Spannung.

Jahrgang 2022 – Rioja

2022 war in der Rioja ein warmer, trockener Jahrgang, der reife, konzentrierte Trauben hervorbrachte. Die Höhenlagen von Viñaspre mit ihren kühlen Nächten und der minimalistische Stil von Roberto Oliván bewahrten dennoch Frische, Klarheit und eine feine Säure – reife Frucht und mineralische Spannung im Gleichgewicht.

Assemblage und Ausbau

Feldblend, überwiegend Tempranillo, ergänzt durch Garnacha und einen kleinen Anteil weißer Sorten (Viura, Malvasía), Jahrgang 2022, trocken.

Die Trauben werden teilweise entrappt und spontan mit den eigenen Hefen vergoren. Anschließend reift der Wein rund neun Monate im Barrique aus gebrauchten französischen Fässern – so tritt das Holz zurück und stellt Frucht und Terroir in den Vordergrund. Frucht, Alkohol und der Barriqueausbau sind dabei perfekt ausbalanciert. Gearbeitet wird biologisch und mit minimalem Schwefeleinsatz. Gesamtproduktion: 7.583 Flaschen.

Im Glas

Ein sehr eleganter und feinstrukturierter Rioja, wie es sie sonst eigentlich kaum gibt. Einem Burgunder nicht ungleich, wenn auch die stark reifen Kirschnoten und die Kraft am Gaumen an einen südländischen Wein erinnern. Frucht, Alkohol und der Barriqueausbau (gebrauchte Fässer) sind perfekt ausbalanciert und treffen die richtige Mischung aus perfektem Speisebegleiter und sinnlichem Meditationswein. Lang und harmonisch. Der Abgang rundet ein insgesamt perfektes Gesamtbild ab.

Sehr elegant und feinstrukturiert, einem Burgunder nicht ungleich – reife Kirschnoten und Kraft am Gaumen, perfekt ausbalanciert. Lang und harmonisch.

Sowohl jung ein Genuss als auch mit einigen Jahren Reifepotenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ibérico und gegrilltem Lamm, zu Schmorgerichten und Wild, zu Pilzgerichten sowie zu mittelkräftigem Käse.


Lage: Viñaspre und Lanciego, Rioja Alavesa (Spanien); Höhenlagen 600–700 m auf Kalkmergel und Sandstein; alte Reben (15 bis über 100 Jahre)
Klassifikation: DOCa Rioja; Feldblend, überwiegend Tempranillo mit Garnacha und weißen Sorten (trocken)
Ausbau: teilweise entrappt, Spontangärung, ~9 Monate in gebrauchten französischen Fässern, minimaler Schwefel; biologisch (ES-ECO-026-VAS); 7.583 Flaschen

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2020 9,00 % vol

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2020 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2020 – Saar

2020 brachte an der Saar elegante, fein balancierte Rieslinge mit klarer Frucht und animierender Säure. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2020, Prädikat Kabinett, fruchtsüß, 9,00 % vol.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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Frankreich

Jean-Marc Vincent Santenay Les Vignes Denses blanc 2023

Weißwein · Santenay · Chardonnay

Chardonnay Santenay (Village) Les Vignes Denses Côte de Beaune Jean-Marc Vincent kalk-mergeliger Boden 2023

Der Jean-Marc Vincent Santenay „Les Vignes Denses" blanc 2023 ist ein aus Chardonnay vinifizierter Weißwein aus der südlichsten Gemeinde der Côte de Beaune – geradlinig, salzig-mineralisch und frisch, mit fester Struktur und feiner Würze.


Santenay Les Vignes Denses – Chardonnay aus dem Süden der Côte

Santenay ist die südlichste Weinbaugemeinde der Côte de Beaune, seit 1937 mit eigener Appellation, und liegt am äußersten Ende des Kalksteinrückens der Côte d'Or. Überwiegend werden hier Rotweine aus Pinot Noir erzeugt, daneben eine kleinere Menge Chardonnay. Charakteristisch ist der hohe Anteil an Mergelstein, den Santenay mit der nahen Côte Chalonnaise teilt – das prägt die feste, etwas rustikalere und zugleich mineralisch geprägte Stilistik.

„Les Vignes Denses" ist eine Village-Lage von Santenay. Der kalk-mergelige Boden verleiht dem Chardonnay von Jean-Marc Vincent seine geradlinige, salzig-mineralische Präzision und feste Struktur.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

2023 brachte an der Côte de Beaune eine reife, großzügige und zugleich frische Weißwein-Ernte mit klar definierter Frucht und guter Balance. Auf dem kalk-mergeligen Boden von Santenay ergibt das einen geradlinigen, salzig-mineralischen und frischen Chardonnay mit Länge und gutem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, Santenay (Village), trocken.

Jean-Marc Vincent arbeitet im Weinberg naturnah und biologisch orientiert, mit niedrigen Erträgen und manueller, selektiver Lese. Im Keller vergärt der Wein spontan mit den weinbergseigenen Hefen und reift anschließend auf der Feinhefe im Holzfass – ein Ausbau, der die mineralische Präzision der Lage bewahrt und ihr Tiefe und Textur verleiht.

Im Glas

Vom kalk-mergeligen Boden Santenays lebt dieser Chardonnay: helle, feste Frucht und Zitrus, dazu frische Blütennoten und eine salzig-mineralische Würze. Die Spontangärung und das Feinhefelager im Holzfass binden eine feine, vielschichtige Textur ein, ohne die kühle Frische zu überdecken. Am Gaumen geradlinig und fest im Kern, mit lebendiger Säure, salzigem Zug und einem langen, frischen Nachhall.

Helle, feste Frucht und salzig-mineralische Würze – geradlinig und fest, mit lebendiger Säure und langem, frischem Nachhall.

Im jugendlichen Stadium bei 11–12 °C servieren; bei guter Lagerung gewinnt der Wein über mehrere Jahre.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Jakobsmuscheln und Krustentieren, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Santenay, Village-Lage Les Vignes Denses (Côte de Beaune, Burgund, Frankreich); südlichste Gemeinde der Côte de Beaune, kalk-mergeliger Boden
Klassifikation: AOC Santenay (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, Reifung auf der Feinhefe im Holzfass; naturnaher, biologisch orientierter Weinbau

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