Casa Marcial – Arriondas – Spanien

Casa Marcial – Weinreise?

Das Restaurant Casa Marcial gibt es schon seit Jahrzehnten. Esther und Nacho Manzano feiern hier, nachdem sie die Gaststätte von Nachos Vater übernommen haben, dieses Jahr nun schon ihr 25- jähriges Jubiläum.

Hier oben in den Bergen wirkt dieser Ort wie eine glückselige Oase fernab von Hektik und Trubel. Wie immer lässt das Essen hier keine Wünsche offen. Ein wahres Highlight stellte dabei das mittels Niedergarmethode gereichte Stück Ventresca Thunfisch mit Sardine und Anchovis dar. Die pure Verschmelzung von besten Produkten. Gaumensex der Sonderklasse. Die meisten anderen Speisen waren soweit schon bekannt und erfuhren nur ein etwas anderes Feintuning seitens der Küche.

Die Weinbegleitung im Casa Marcial war dagegen leider eine mittelgroße Farce. Muss man bei diesem Thema sowieso immer wie ein Schiesshund aufpassen, um nicht Altes, Unpassendes oder Ungenießbares aus den tiefen Kellern der Restaurants von hippen Sommeliers angedreht zu bekommen, scheint es nun auch in Mode gekommen zu sein, andere Getränke als Wein in die Gläser der Gäste zu schütten.

Die Ausbeute an Wein im Restaurant Casa Marcial belief sich bei vier kleinen Snacks vorweg und acht Gängen plus Petit Fours auf tatsächlich zwei real ausgeschenkte Weine. Vorweg und zwischendurch glänzte noch ein Cidre Sekt, und ein und derselbe Chardonnay Sekt wurde tatsächlich zu allen drei Fischgängen gereicht. Oxidiertes und ein Apfel Eiswein gab es dann noch zum Dessert. Einzig alleine ein guter Albariño aus Rias Baixas und ein Rotwein aus Portugal (leider nicht ganz so gut und klassisch wie angekündet) haben es hier in die begleitende Weinreise geschafft. Ein Trauerspiel, welches zu allem Überfluss nicht einmal zu den gereichten Gängen passte.

Beim nächsten Mal dann besser wieder eine gute Flasche Wein ordern und sich von den tollen Tellergerichten im Casa Marcial verzaubern lassen.

Knusprige Algen mit Zitrusgel.

Muschel im eigenen Saft und geeistem Algenpüree.

Schinken Kroketten.

 Cracker mit Landhuhn-Innereien-Creme.

Auster, Sherry und Zitrusfrüchte.

Das erste Gericht, welches Nacho Manzano als 14- jähriger kreiert hat: Eigelb, frittierte Zwiebel, ganze Kartoffelchips.

Kalamar in Milchhaut unter Algenpuder mit Enoki Pilzen (Gemeiner Samtfußrübling) und Tintenfisch Tinte.

Ventresca vom Bonito, Anchovis, Sardine und Alge.

Bei 65° Grad gegarter Seehecht auf flüssiger Salat-Tomatensauce, Salatblätter und Hollandaise.

 Fabada Asturiana.

Sellerie Panna Cotta.

Schokolade, Minze und Passionsfrucht.

Petit Fours.

Haselnusslikör- Milch.

Casa Marcial
Calle La Salgar, s/n
33549 Arriondas (Parres)
Spanien
Telefon: +34 985 84 09 91
www.casamarcial.com

243

Unsere Wertung: 243 von 365 Punkten *

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*Punktesystem 0 bis 365 Punkte

Die Punkte stehen für die Tage eines ganzen Jahres. Je höher die Punktezahl ist, umso häufiger wünscht man sich an diesem Ort essen gehen zu können oder eben den beschriebenen Wein trinken zu dürfen.

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Schaumweine

Billecart-Salmon Champagner Le Rosé Extra Brut

Der Billecart-Salmon Le Rosé Extra Brut ist einer der Rosés, an denen sich andere messen lassen: blass, fein und mit dem Duft von Walderdbeeren. Dein Champagner für den Aperitif mit Stil.

Im Glas

Blasses Rosé mit goldenem Schimmer, feine Perlen. Walderdbeere, Himbeere, etwas Orangenzeste und Blüten in der Nase. Am Gaumen seidig und frisch, die Säure gibt ihm Spannung. Im Abgang bleibt eine feine, belebende Säure. Kein Fruchtbonbon, sondern ein Rosé mit Zug und Eleganz.

Mach was draus

Brunch mit Lachs-Bagel, Erdbeeren mit Minze, Thunfisch-Tataki oder Prosciutto zum Aperitivo. Auch ein Picknick mit Baguette, Ziegenkäse und Kirschen ist eine gute Bühne für ihn, ebenso der Sonntagsbrunch mit Rührei und Räucherlachs. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Für mich ist das der Aperitif-Rosé schlechthin. Aber probier ihn auch zu hellem Fleisch, da zeigt er, wie viel Struktur er hat.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum ist er so blass? Für die Farbe kommt nur ein kleiner Teil rot vinifizierter Pinot Noir dazu. Den größten Anteil stellt Chardonnay.

Welche Rebsorten stecken drin? Etwa 45 % Chardonnay, 35 % Pinot Noir und 20 % Meunier, ergänzt um Reserveweine.

ca. 45 % Chardonnay, 35 % Pinot Noir, 20 % Meunier · Rosé d’Assemblage · Ausbau im Edelstahl · Méthode Traditionnelle · ca. 36 Monate Hefelager · Extra Brut · Billecart-Salmon, Mareuil-sur-Aÿ · Stand: Oktober 2026

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Weine

Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2022 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Rothenberg VDP.Großes Gewächs · Wurzelecht Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Schiefer (Rotliegendes) wurzelechte Reben (1934) BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Kühling-Gillot Rothenberg Wurzelecht Riesling 2022 stammt vom letzten wurzelechten Weingarten im Roten Hang. Ein seltener, tiefgründiger Riesling von über 85-jährigen, ungepfropften Reben auf rotem Schiefer.


Niersteiner Rothenberg – der letzte wurzelechte Weingarten am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Rothenberg ist eine VDP.Große Lage auf 90 bis 140 Metern, mit einer Neigung von 75 bis 120 % und rotem Schieferboden; die klassifizierte Fläche misst 8,38 Hektar.

Die Rothenberg-Parzelle des Guts ist der letzte wurzelechte Weingarten im Roten Hang. Dank ihrer isolierten Lage blieben die Reben aus dem Pflanzjahr 1934 in den 1960er Jahren von der Flurbereinigung verschont – sie stehen also ungepfropft auf eigener Wurzel. Eingefasst von einer Mauer, war dieses steilste Stück der Lage stets besonders mühsam zu bewirtschaften, bis das Gut das Juwel in den 1980er Jahren erwerben konnte. Auf der Hangspitze gelegen, profitieren die Reben von Morgensonne und kühlen Fallwinden.

Jahrgang 2022 – Roter Hang (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Der karge rote Schiefer, die alten wurzelechten Reben und die kühlen Fallwinde an der Hangspitze bewahrten Würze, steinige Tiefe und salzige Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Rothenberg (wurzelechte Reben), Jahrgang 2022; 100 % Riesling von rotem Schiefer (Rotliegendes).

Nach reiner Handarbeit im Steilhang und strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf steinige Würze, Tiefe und Schmelz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein tiefgründiger, steingeprägter Riesling: gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, würzige Steinaromen und die typische salzig-mineralische Prägung des roten Schiefers. Am Gaumen schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem sehr langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und würzigen Steinaromen, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Schiefers – schmelzig und druckvoll, mit lebendiger Säure und sehr langem Nachhall.

Ein tiefgründiger, sehr langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Rothenberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Nierstein (Rheinhessen); 90–140 m, 75–120 % Neigung; roter Schiefer (Rotliegendes); wurzelechte Reben (Pflanzjahr 1934), ummauerte Parzelle an der Hangspitze; klassifizierte Fläche 8,38 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: reine Handarbeit, strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Weingut Andres Grauburgunder BIO

Weißwein · Pfalz · Grauburgunder

Grauburgunder Gutswein Mittelhaardt · Pfalz Weingut Andres saftig · erdig-fruchtig trocken · druckvoll BIO (DE-ÖKO-039) 2025

Der Weingut Andres Grauburgunder trocken 2025 zeigt, so gut kann ein Grauburgunder munden: eine klare, frische Saftigkeit vereint mit den typisch erdigen und fruchtigen Attributen der Rebsorte. Reife Apfel- und Quittennoten, ein tolles Mundgefühl und ein druckvolles Finish – ein richtiger Schmackofatz.


Grauburgunder – saftiger Pfälzer von Andres

Das Weingut Andres in Deidesheim wird von den Brüdern Michael und Thomas Andres geführt, die ihre Lagen an der Pfälzer Mittelhaardt ökologisch, ergänzt durch biodynamische Grundsätze, bewirtschaften. Der Grauburgunder ergänzt das Burgunder-Sortiment um eine saftige, gehaltvolle Rebsorte.

Die Böden der Mittelhaardt – von Buntsandsteinverwitterung bis Kalk – und das minimalistische, herkunftsbetonte Arbeiten im Weinberg bilden die Grundlage für einen Grauburgunder, der klare Frische mit erdiger Würze und reifer Frucht verbindet.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Der Grauburgunder 2025 zeigt eine reife, saftige Frucht bei animierender Frische. Der auf Trinkfluss und Fülle ausgerichtete Stil und die schonende Arbeit im Keller bewahren die klare Saftigkeit und das druckvolle Mundgefühl – Frucht und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Grauburgunder aus der Pfalz, Jahrgang 2025; 100 % Grauburgunder.

Der Wein wird schonend und herkunftsbetont ausgebaut, ganz auf die Bewahrung der saftigen Frucht, des vollen Mundgefühls und der druckvollen Struktur ausgerichtet. Bewirtschaftet wird biologisch (DE-ÖKO-039), ergänzt durch biodynamische Grundsätze.

Im Glas

Die Brüder Andres vereinen hier eine klare, frische Saftigkeit der Grauburgunder-Traube mit ihren typisch erdigen und fruchtigen Attributen. Reife Apfel- und Quittennoten wechseln sich geschmacklich ab. Ein richtiger Schmackofatz mit einem tollen Mundgefühl und einem druckvollen Finish!

Klare, frische Saftigkeit mit typisch erdiger Würze – reife Apfel- und Quittennoten im Wechsel, tolles Mundgefühl und druckvolles Finish. Ein richtiger Schmackofatz!

Ein saftiger, gehaltvoller Weißwein zum Genießen. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu cremigen Pasta- und Gemüsegerichten sowie zu mild-cremigem Käse.


Lage: Mittelhaardt, Pfalz; Weingut Andres, Deidesheim
Klassifikation: Grauburgunder, Pfalz (trocken); 100 % Grauburgunder
Ausbau: schonende, herkunftsbetonte Vinifikation; biologisch/biodynamisch, DE-ÖKO-039

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Länder/Regionen

Château Troplong Mondot 1er Grand Cru Classé 2009 Saint-Émilion

Rotwein · Saint-Émilion · Merlot · Premier Grand Cru Classé

Château Troplong Mondot Saint-Émilion ist ein großer Bordeaux-Rotwein und ein Premier Grand Cru Classé vom rechten Ufer der Gironde. Das Weingut liegt auf dem Kalksteinplateau von Saint-Émilion, einem der höchsten Punkte der Appellation. Die Cuvée besteht aus 86 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 4 % Cabernet Franc. Im Glas sehr dunkel, körperreich und dicht.


Saint-Émilion

Château Troplong Mondot liegt auf dem Kalksteinplateau von Saint-Émilion, in unmittelbarer Nähe zu Château Pavie, auf einem der höchsten Punkte der Appellation. Die kalk- und tonhaltigen Böden verleihen dem Wein Dichte, Frische und Tiefe. Das Gut ist ein Premier Grand Cru Classé.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus 86 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 4 % Cabernet Franc. Nach der Gärung reift der Wein im Barrique mit hohem Anteil neuer Eiche, was ihm Struktur, Würze und großes Reifepotenzial verleiht.

Im Glas

Sehr dunkles Rot. In der Nase intensive Aromen reifer, dunkler Beeren: Kirsche, Brombeere und Cassis. Am Gaumen sehr körperreich, dicht und intensiv, mit einem komplexen, von Frucht und Extrakt geprägten Geschmacksbild, klaren, samtigen Tanninen sowie Eleganz und Finesse. Im Nachhall erneut Cassis, Holunder und dunkle Kirsche.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine lange Belüftung im Dekanter ist zu empfehlen. Mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, Wild und geschmortes Fleisch.


Lage: Kalksteinplateau, Saint-Émilion (Bordeaux); Kalk/Ton
Klassifikation: Saint-Émilion Premier Grand Cru Classé
Ausbau: 86 % Merlot / 10 % Cabernet Sauvignon / 4 % Cabernet Franc, Barriqueausbau (hoher Neuholzanteil)

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Spanien

O Estranxeiro Mencia Garda 2022

Wein · Rotwein · Ribeira Sacra · Spanien

O Estranxeiro Mencía Garda 2022 wird aus zumeist sehr altem Rebbestand der Sorte Mencía gewonnen – ein Rotwein, der es in sich hat. Leicht vegetal im Duft, durchzogen von frischer Frucht nach Walderdbeeren und unreifen Kirschen, wirkt er am Gaumen wie ein in Stein gemeißeltes Meisterwerk: frisch, knackig, mit tänzelnder Säure, mundfüllend, tief und lang.


Ribeira Sacra / Galicien

Die alten Mencía-Reben wachsen auf den Steilhängen der Weinberge A Cova (Ribeiras do Miño) und Doade (Amandi) in der DO Ribeira Sacra (Galicien). Die Böden bestehen aus purem Granitgestein, stellenweise mit Schieferschichten durchzogen. Das raue kontinentale Klima mit atlantischen Einflüssen prägt den Wein. Erzeuger sind Rebeca Montero und Eulogio Pomares.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Mencía von alten Reben. Die Lese erfolgt in mehreren Durchgängen von Hand; die Trauben werden schonend in einem Kastanienholz-Fuder und in Betontanks über zwanzig Tage eingemaischt und vergoren. Der Ausbau erfolgt über sieben Monate in gebrauchten Fuderfässern aus französischer Eiche und Zementtanks (1.000 bis 4.000 Liter). Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis mittleres Rubinrot. In der Nase leicht vegetal, mit frischer Frucht nach Walderdbeere und unreifer Kirsche. Am Gaumen frisch und knackig, mit tänzelnder Säure, mundfüllender Tiefe und großer Länge – elegant und fein, ohne marmeladige oder alkoholbetonte Attribute.

Am Tisch

Am besten leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren – ein eleganter, vielseitiger Speisebegleiter.

Passt zu: Geflügel, gebratenem Fisch, Schweinefleisch, Pilzgerichten und mittelreifem Käse.


Lage: DO Ribeira Sacra, Steillagen A Cova (Ribeiras do Miño) & Doade (Amandi), Galicien (Spanien); Rebeca Montero & Eulogio Pomares
Klassifikation: DO Ribeira Sacra – 100 % Mencía (alte Reben), trocken
Ausbau: ~20 Tage Maischegärung in Kastanienholz-Fuder & Beton; 7 Monate in gebrauchten franz. Fudern und Zementtanks
Jahrgang: 2022

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Riesling Böhlig Wachenheim P.C. 2023 BIO

Weißwein · Wachenheim (Pfalz) · Riesling (Premier Cru)

Riesling Wachenheimer Böhlig P.C. (Premier Cru) Dr. Bürklin-Wolf Mittelhaardt · Pfalz Sandsteingeröll mit Kalk Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2023

Der Dr. Bürklin-Wolf Wachenheimer Böhlig Riesling P.C. 2023 stammt aus einer der großen Lagen Wachenheims. Ein Premier-Cru-Riesling, der körperreich und präzise die kalkdurchzogene Herkunft in tiefgründige, an Burgund erinnernde Mineralität übersetzt.


Wachenheimer Böhlig – Premier Cru der Mittelhaardt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. entsprechen den Grand Crus und Premier Crus der wertvollsten Lagen, darunter folgen Orts- und Gutsrieslinge.

Der Böhlig ist eine 4,94 Hektar große Toplage im Herzen der Mittelhaardt, am Fuße des Haardtgebirges; der Anteil des Guts beträgt 3,11 Hektar. Ihr Ursprung reicht ins hohe Mittelalter zurück. Die südliche Hangneigung sorgt für optimale Sonneneinstrahlung, die das rote und gelbe, mit Kalkgestein durchzogene Sandsteingeröll erwärmt; die Rebwurzeln werden hier sehr gut mit Mineralien und Wasser versorgt.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die selektive Handlese vollreifer Trauben im September und die kalkdurchzogenen Sandsteinböden bewahrten Frische, Tiefe und mineralische Präzision – Körper und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation P.C./Premier Cru) aus der Wachenheimer Lage Böhlig, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von kalkdurchzogenem Sandsteingeröll.

Selektive Handlese gesunder, vollreifer Trauben im September, anschließend schonende Kelterung. Spontane Gärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, mit Lagerung auf der Vollhefe bis kurz vor der Füllung. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein körperreicher, präziser Riesling: gelbe Frucht und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, feine Kräuterwürze und eine tiefgründige, kalkig-erdige Mineralität, die an Burgund erinnert. Am Gaumen gehaltvoll und straff zugleich, mit lebendiger Säure, klarer Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Gelbe Frucht, Zitrus und weißer Pfirsich über feiner Würze und tiefgründiger, kalkig-erdiger Mineralität – gehaltvoll und straff zugleich, mit lebendiger Säure und langem, salzigem Nachhall.

Ein körperreicher, langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Wachenheimer Böhlig, Mittelhaardt (Pfalz); rotes/gelbes Sandsteingeröll mit Kalkgestein, Südhang; Gutsanteil 3,11 ha (Lage gesamt 4,94 ha)
Klassifikation: Riesling P.C. (gutseigene Premier-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, schonende Kelterung, Spontangärung und Ausbau im Doppelstück-Holzfass, Vollhefelager bis kurz vor der Füllung; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Spanien

Monteabellon Finca Matambres 2021

Rotwein · D.O. Ribera del Duero · Tempranillo

Tempranillo (Tinta del País) Finca Matambres · Nava de Roa 2021 800–830 m ca. 4.500 kg/ha 20 Monate Barrique · 80 % französisch D.O. Ribera del Duero

Der Monteabellón Finca Matambres 2021 ist der Einzellagenwein von Bodegas y Viñedos Monteabellón aus Nava de Roa in der Ribera del Duero. Reinsortiger Tempranillo von einer Parzelle auf 800 bis 830 Metern, 20 Monate im Barrique gereift. 2021 ist in der Ribera als „excelente" eingestuft – ein Jahrgang mit hohem Tanninpotenzial und klarer Balance.


Finca Matambres – Nava de Roa auf 800 bis 830 Metern

Nava de Roa liegt in der Provinz Burgos im Herzen der Ribera del Duero. Monteabellón, gegründet um die Jahrtausendwende von der Familie García, bewirtschaftet hier rund 175 Hektar, verteilt auf 49 einzeln geführte Parzellen zwischen 760 und 950 Metern Höhe. Die Betriebsphilosophie liegt in dieser Aufgliederung: Statt die Weine über das klassische Alterungsschema Crianza–Reserva–Gran Reserva zu definieren, werden die stärksten Parzellen separat ausgebaut und unter eigenem Namen gefüllt. Finca Matambres ist einer dieser Einzellagenweine.

Die Parzelle liegt zwischen 800 und 830 Metern und damit in der mittleren Höhenzone des Betriebs. Der Boden ist sandig-lehmig, durchsetzt mit Rollkieseln und kalkhaltigem Untergrund – ein magerer, gut dränierender Standort ohne Wasserreserve, der den Stock von selbst kleinhält. Die Kiesel speichern Tageswärme und geben sie nachts ab; der Kalkanteil steuert die Frische bei, die diesen Wein von wuchtigeren Ribera-Interpretationen trennt.

Die Höhe ist der klimatische Hebel der Appellation. Rund 500 Millimeter Jahresniederschlag fallen überwiegend in Frühjahr und Herbst, die Sommer sind trocken und sonnenreich, die Nächte auf über 800 Metern deutlich kühl. Dazu kommen die Nebel vom Duero, die im Spätsommer zusätzliche Feuchtigkeit bringen. Dieser Tag-Nacht-Wechsel hält Säure und Farbstoffe im Beerenmaterial, während die Sonne für vollständige Gerbstoffreife sorgt.

Jahrgang 2021 – Ribera del Duero

Das Jahr begann in Kastilien mit einem harten Winter: starke Schneefälle und strenge Kälte im Januar hinterließen Spuren in den Anlagen und drückten das Ertragspotenzial von Beginn an. Auf den Höhenparzellen von Nava de Roa verzögerte der kalte Winter den Austrieb, was die Reben später vor Spätfrostschäden bewahrte. Der Vegetationszyklus verlief in der Folge langsam und gestreckt – für Tempranillo auf über 800 Metern die günstigste Konstellation, weil Zucker- und Gerbstoffreife nicht auseinanderlaufen.

Die Lese lief in der Ribera del Duero vom 3. September bis zum 26. Oktober und damit über 53 Tage – ein langer Zeitraum, der parzellenweise Selektion erlaubte. Insgesamt kamen 123,2 Millionen Kilogramm in die Keller, die fünftgrößte Ernte der Appellationsgeschichte. Auf der Finca Matambres blieb der Ertrag mit rund 4.500 Kilogramm je Hektar dagegen sehr niedrig, als direkte Folge der winterlichen Schäden. Der Kontrollrat stufte 2021 als „excelente" ein – die 13. Spitzenbewertung in 39 Jahren. Als Jahrgangsmerkmal gelten hohes Tanninpotenzial, tiefe Farbe mit violetten Reflexen und ein ausgeglichenes Verhältnis von Alkohol, Säure und Gerbstoff.

Assemblage und Ausbau

100 % Tempranillo (Tinta del País), Jahrgang 2021, ausschließlich von der Parzelle Finca Matambres auf 800 bis 830 Metern. Ertrag rund 4.500 kg/ha. Die Trauben werden separat gelesen und separat vinifiziert – der Wein wird nie mit Material aus anderen Lagen verschnitten.

Der Ausbau dauert 20 Monate im Barrique, davon 80 % französische und 20 % amerikanische Eiche. Die französischen Fässer liefern das feinkörnige Tannin und die zurückhaltende Würze, der amerikanische Anteil gibt eine leichte Süße in der Röstnote und rundet die Textur. Das Verhältnis ist so gewählt, dass das Holz die dichte Frucht des Jahrgangs stützt, ohne sie zu überschreiben. Trocken ausgebaut, mit deutlichem Lagerpotenzial.

Im Glas

Tiefes, dichtes Kirschrot mit violettem Rand. In der Nase reife Brombeere und schwarze Kirsche, dahinter cremige Eiche, Kakao, geröstete Kaffeebohne und eine balsamische Note. Am Gaumen breit angelegt und strukturiert, mit dem körnig-feinen Tannin des Jahrgangs und einer Säure, die den Wein trotz der Konzentration aufrecht hält. Die Frucht bleibt bis in den langen Abgang präsent, der auf dunkler Schokolade und Röstwürze endet.

4.500 Kilogramm je Hektar auf 830 Metern: Die Dichte dieses Tempranillo kommt aus dem kleinen Ertrag, die Frische aus der Höhe.

Jung braucht der 2021er Luft – zwei bis drei Stunden vorher dekantieren, bei 16–18 °C servieren. Im Glas baut er über die erste Stunde spürbar aus. Trinkfenster bis etwa 2036.

Am Tisch

Zu Lammkarree und Milchlamm aus dem Ofen, zu Rinderfilet und Entrecôte vom Holzkohlegrill, zu geschmorter Rinderbacke und Wildgerichten wie Reh und Hirsch. Auch zu gegrilltem Chorizo-Gemüse oder Pilzrisotto mit Steinpilzen. Bei Käse zu gereiftem Manchego und kräftigem Bergkäse.


Produzent Bodegas y Viñedos Monteabellón, Nava de Roa, Burgos
Rebsorte 100 % Tempranillo (Tinta del País)
Lage Finca Matambres, Nava de Roa; sandiger Lehm mit Rollkieseln und Kalkanteil
Klassifikation D.O. Ribera del Duero, Einzellagenwein
Jahrgang 2021
Vinifikation separate Lese und Vinifikation der Einzelparzelle
Ausbau 20 Monate Barrique · 80 % französische, 20 % amerikanische Eiche
Trinkempfehlung 2026–2036
Höhenlage 800–830 m
Ertrag ca. 4.500 kg je Hektar

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Weine

Marguet Verzenay 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Der Marguet Verzenay 2020 Grand Cru Brut Nature bringt Pinot Noir aus einem der kühlsten Grand-Cru-Dörfer der Champagne ins Glas. Straff, konzentriert und trocken – ein Champagner fürs Dinner, nicht für die Stehparty.

Im Glas

Hellgold, feine Perlen. Im Duft gelbe Birne und Quitte, warme Brioche, Limette und ein paar Röstnoten. Am Gaumen mittelkräftig bis voll, mit viel Energie und einer Frische, die bis zum Schluss trägt. Der Nachhall bleibt sehr lange. Verzenay liegt am kühlen Nordhang der Montagne de Reims; das Klima hält den Pinot Noir schlank.

Mach was draus

Brathähnchen mit Zitrone und Thymian, Kalbsschnitzel oder Pilzrisotto. Zum Abschluss passt ein Stück gereifter Bergkäse. Vegetarisch: Ofenkürbis mit Salbeibutter. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nimm ein großes Glas statt einer schmalen Flöte. So kommen Brioche und Röstnoten viel besser zur Geltung.“

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Kurz gefragt

Was ist ein Dorf-Champagner? Ein Champagner aus nur einer Gemeinde, aber aus mehreren Lagen. Er zeigt das Dorf, während ein Lieu-dit nur eine einzige Parzelle zeigt.

Fisch oder Fleisch? Eher helles Fleisch und Geflügel. Zu Fisch passt er, wenn der kräftig gebraten oder mit Butter serviert wird.

100 % Pinot Noir · Verzenay Grand Cru, Montagne de Reims · Méthode Traditionnelle · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Marguet, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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