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20. Februar 2019

Weinminister (Satire)

„Ich habe mich hochgetrunken“

Erschütterndes Geständnis des einzigen noch lebenden Weltkulturerbes. Selten gab es in der Prominentenwelt ein so erschütterndes Geständnis wie unlängst von unserem allseits bekannten und geliebten

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Rebsorten

Hermann Ludes Thörnicher Ritsch Riesling Spätlese Speyer 2021 Late Release

Weißwein · Mosel · Riesling Spätlese (fruchtsüß)

Riesling Thörnicher Ritsch · Im Speyer Mosel Spätlese · fruchtsüß Late Release · gereift

Der Thörnicher Ritsch „Im Speyer" Riesling Spätlese 2021 Late Release von Hermann Ludes ist ein bereits gereifter, mineralischer Mosel-Riesling von alten, teils wurzelechten Reben – spät freigegeben und damit trinkreif, aus einer der spannungsgeladensten Parzellen der Ritsch.


Thörnicher Ritsch – Im Speyer

Das Weingut Hermann Ludes bewirtschaftet 5,5 Hektar Riesling in verschiedenen Kleinparzellen der Steillage Ritsch – einem beeindruckenden Monument, einem in den Fels gehauenen Weinberg mit alten, teils wurzelechten Rieslingstöcken. Bizarre Formationen aus Schiefer und Holz prägen das Bild; die Wingertspfähle ragen wie die Speerspitzen eines Riesenheeres in den Himmel. Eingerahmt von den Seitentälern des Karlbach und der Salm, verdankt der Weinberg seine Einzigartigkeit dieser besonderen Lage.

Die Parzelle „Im Speyer" erhebt sich extrem steil und optimal nach Süden ausgerichtet aus dem Moseltal. Der devonische Schiefer speichert Wärme und bietet den Reben nur wenig Wasser und Nährstoffe – das ergibt niedrige Erträge, aber Trauben von hoher Konzentration und mineralischer Prägung. Innerhalb der ohnehin renommierten Ritsch ist „Im Speyer" noch einmal eine ganze Klasse spannungsgeladener.

Jahrgang 2021 – Mosel

2021 war an der Mosel ein kühler, klassischer Jahrgang mit spätem Herbst und später Lese. Er brachte präzise, filigrane Rieslinge mit lebendiger Säure, moderaten Mostgewichten und großer Klarheit – eine gefeierte Rückkehr zum klassischen Mosel-Stil.

Als „Late Release" wurde dieser Wein erst nach mehrjähriger Reife freigegeben und zeigt heute bereits erste Reifenoten, ohne die Spannung der Ritsch zu verlieren.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, klassischer Prädikatswein (Spätlese, fruchtsüß).

Handlese in der Steillage, Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau ohne Schönung, Schraubverschluss. Vor der Freigabe reifte der Wein mehrere Jahre – Ludes füllt und veröffentlicht seine Weine bewusst dann, wenn sie ihm am besten gefallen.

Im Glas

Über der kühlen Mosel-Frucht aus Apfel, Weinbergspfirsich und Zitrus zeigen sich beginnende Reifenoten von Honig und getrocknetem Obst, dazu feine Schieferwürze. Am Gaumen balanciert die rassige, gaumenreinigende Säure die fruchtige Süße; straff, salzig-mineralisch und lang im Abgang, mit der zusätzlichen Spannung der Speyer-Parzelle.

Kühle Frucht und beginnende Reife, getragen von rassiger Säure und salziger Mineralität.

Bereits trinkreif, mit weiterem Reifepotenzial. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, Geflügelcurry, kräftigem Fisch oder reifem Käse. Auch ein eleganter Solist mit Flaschenreife.


Lage: Thörnicher Ritsch „Im Speyer" (Mittelmosel); extrem steile Südlage, devonischer Schiefer, alte, teils wurzelechte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese (Prädikatswein, fruchtsüß)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit Naturhefen, klassisch-reduktiver Ausbau, mehrjährige Reife vor Freigabe, Schraubverschluss

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Rebsorten

Zolla Primitivo di Manduria Vigneti del Salento

Rotwein · Primitivo · Manduria · Italien

Zolla Primitivo di Manduria ist ein kraftvoller Rotwein von Vigneti del Salento (Fantini Group) aus Apulien. Reinsortiger Primitivo aus dem DOP-Gebiet Manduria – kräftiges Purpurrot, mit Cassis, vollreifer Brombeere und feinen Edelholznoten.


Manduria

Die Reben für den Zolla stehen zwischen Manduria und Sava im Herzen des Salento, nahe dem Ionischen Meer. Es handelt sich um über 30 Jahre alte Buschreben (Alberello) mit geringem Ertrag, auf eisenhaltigem, kalkhaltigem Lehmboden. Hinter dem Wein steht Vigneti del Salento (Fantini Group).

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Primitivo di Manduria. Nach mehrtägiger Maischegärung reift der Wein sechs bis acht Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, was ihm die feinen Edelholz- und Röstnoten verleiht.

Im Glas

Kräftiges Purpurrot. In der Nase Cassis und vollreife Brombeeren, dahinter Edelholz. Eine warme Primitivo-Aromatik mit viel schwarzer Beerenfrucht, Heidelbeere, einer feinen Anisnote und Anklängen von Pralinen. Am Gaumen dicht und vollmundig, warm und samtig, mit feinen Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein kraftvoller, samtiger Primitivo zu herzhafter Küche – gehaltvoll genug, um auch solo zu überzeugen.

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Schmorgerichte, gewürzter Braten und gereifter Käse.


Lage: Manduria, Salento/Apulien (Italien)
Klassifikation: Primitivo di Manduria DOP – Rotwein (trocken)
Ausbau: 6–8 Monate in amerikanischer und französischer Eiche

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Frankreich

Clavel Cotes-du-Rhone Regulus rouge

Rotwein · Côtes-du-Rhône AOC · Rhône-Cuvée

60 % Grenache · 30 % Syrah · 10 % Marselan Saint-Gervais · Gard rechtes Rhôneufer Ton, Kies und Sand Vinifikation nach Sorte und Parzelle ohne prägenden Holzeinsatz

Domaine Clavel Régulus Côtes-du-Rhône Rouge ist eine saftige Cuvée aus Grenache, Syrah und Marselan von den Lagen rund um das Dorf Saint-Gervais am rechten Rhôneufer. Jede Sorte und jede Parzelle wird getrennt vinifiziert und erst danach assembliert. Claire Clavel führt das Gut. Ein vollmundiger, kräftiger Côtes-du-Rhône – intensiv fruchtig, mit Struktur und Biss.


Saint-Gervais – Eingangstor zum Cèze-Tal

Saint-Gervais liegt im Gard am rechten Ufer der Rhône, dort wo die Cèze aus den Cevennen kommend in die Rhône-Ebene tritt. Der Ort ist einer der wenigen mit eigener Nennung in den Côtes du Rhône Villages – ein Hinweis darauf, dass hier mehr möglich ist als der Durchschnitt der Appellation. Die Rebflächen liegen auf einem windigen Plateau über dem Fluss.

Die Böden sind uneinheitlich: Ton, Kies und Sand wechseln sich kleinräumig ab. Der Ton speichert Wasser für den trockenen Sommer, Kies und Sand entwässern und wärmen. Zusammen mit der Höhe des Plateaus und dem Mistral, der nach jedem Regen abtrocknet und die Nächte kühlt, ergibt das Weine mit mediterraner Würze, aber einer Frische, die der südlichen Rhône sonst leicht abgeht.

Die Familie Clavel ist seit dem 17. Jahrhundert in Saint-Gervais ansässig; das Weingut in heutiger Form wurde 1934 gegründet und umfasst rund 80 Hektar. Claire Clavel führt es in der jüngsten Generation. Die Cuvées des Hauses tragen Himmelsnamen – neben Régulus, dem hellsten Stern im Löwen, stehen Syrius, Clair de Lune und Éclipse im Sortiment.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint rund 60 % Grenache, 30 % Syrah und 10 % Marselan. Grenache liefert Fülle, rote Frucht und Wärme, Syrah die dunkle Frucht, Pfeffrigkeit und das Gerüst. Marselan ist der ungewöhnliche Baustein: eine 1961 gezüchtete Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Grenache, in der südlichen Rhône erst seit wenigen Jahrzehnten zugelassen. Sie bringt kleine, dickschalige Beeren, viel Farbe und feinkörniges Tannin – genau das, was einer Grenache-lastigen Cuvée sonst fehlt.

Vinifiziert wird nach Sorte und nach Parzelle getrennt; assembliert wird erst, wenn die Einzelweine fertig sind. Damit legt der Kellermeister das Verhältnis nach dem tatsächlichen Ergebnis des Jahres fest statt nach Rezept. Der Ausbau bleibt ohne prägenden Holzeinsatz – Régulus ist im Sortiment der Wein für die Frucht, nicht der für die Fassreife.

Im Glas

Tiefes Rot mit karminfarbenem Rand. In der Nase intensiv fruchtig, mit Kirsche, roten Beeren und Süßholz, dahinter eine kakaoartige Note. Am Gaumen vollmundig und kräftig, mit viel Struktur und Biss, ohne dass das Tannin hervortritt. Der Abgang ist saftig und lang.

Jede Sorte, jede Parzelle einzeln vergoren – die Assemblage entscheidet erst, wenn die Weine fertig sind.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde offen im Glas genügt. Über die nächsten Jahre zu trinken, solange die Frucht trägt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Lamm, Schmorgerichte und mediterrane Küche. Der Marselan-Anteil trägt auch Kräftigeres – Daube provençale, Merguez, Ratatouille mit Röstaromen, Ziegenkäse vom Grill.


Produzent Domaine Clavel, Claire Clavel, Saint-Gervais (Gard)
Rebsorte rund 60 % Grenache, 30 % Syrah, 10 % Marselan
Lage Saint-Gervais, rechtes Rhôneufer am Eingang des Cèze-Tals · Ton, Kies und Sand auf windigem Plateau
Klassifikation Côtes-du-Rhône AOC · Rouge · trocken
Vinifikation getrennte Vinifikation nach Sorte und Parzelle · Assemblage nach der Gärung
Ausbau ohne prägenden Holzeinsatz
Trinkempfehlung jetzt bis in die nächsten Jahre

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Rebsorten

Reis Kröver Steffensberg Riesling Trockenbeerenauslese

Wein · Edelsüß · Mosel · Deutschland

Reis Kröver Steffensberg Riesling Trockenbeerenauslese stammt von über vierzig Jahre alten Reben mit tiefreichenden, weit verzweigten Wurzeln, die nur kleine Erntemengen erbringen. Eine edelsüße Geschmacksexplosion mit sehr langem Nachhall.


Mosel / Kröver Steffensberg

Das Weingut Achim Reis liegt an der Mosel. Die Trauben stammen aus der Einzellage Kröver Steffensberg mit ihren steilen Schieferhängen, von über 40 Jahre alten Reben. Deren tiefe Wurzeln und geringe Erträge sind die Grundlage für höchste Konzentration. Riesling ist die Königssorte der Mosel und besonders prädestiniert für edelsüße Spitzenweine.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling in der höchsten Prädikatsstufe – der Trockenbeerenauslese. Dafür werden einzelne, von Edelfäule (Botrytis) eingetrocknete Beeren von Hand selektiert, die Zucker, Säure und Aromen extrem konzentrieren. Aus winzigen Erntemengen entsteht eine seltene, edelsüße Rarität.

Im Glas

Tiefes Gold bis Bernstein. In der Nase intensive Aromen von Dörraprikose, Honig, kandierter Orange und Botrytisnoten. Am Gaumen edelsüß und hochkonzentriert, getragen von der typischen Riesling-Säure, die für Balance und Spannung sorgt – mit einem außergewöhnlich langen Nachhall und großem Reifepotenzial.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C in kleinen Gläsern servieren – als Dessert- oder Meditationswein.

Passt zu: kräftigem Blauschimmelkäse, Foie gras, Obstdesserts und Cremes – oder solo als flüssiges Dessert.


Lage: Mosel, Einzellage Kröver Steffensberg (Deutschland); Weingut Achim Reis
Klassifikation: Riesling Trockenbeerenauslese (Prädikatswein), edelsüß
Ausbau: Handselektion edelfauler Beeren (über 40 Jahre alte Reben, geringe Erträge)

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Schaumweine

Laurent Lépitre Le Levant Blanc de Noirs 2020 Brut Nature

Der Laurent Lépitre Le Levant Blanc de Noirs 2020 Brut Nature trägt seinen Namen nach der Morgensonne: Die Parzelle, von der er stammt, schaut nach Osten. Reiner Meunier, weiß gekeltert, vergoren mit wilden Hefen, knapp ein Jahr in gebrauchten Fässern gereift und ganz ohne Dosage gefüllt.

Im Glas

Helles Gold und eine sehr feine Perlage. Im Duft frisch und klar, mit geradliniger Frucht und kalkiger Note. Im Mund kompromisslos trocken, mit kräftiger Säure, feiner Mineralität und viel Spannung. Der Abgang ist lang und sauber.

Mach was draus

Ein Champagner für Austern, Meeresfrüchte, gegrillten Fisch, Geflügel oder kleine Vorspeisen. Auch als Aperitif für alle, die es ganz trocken mögen. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Le Levant ist wie ein früher Morgen: kühl, klar und voller Energie.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was heißt Le Levant? Das ist der Osten, wo die Sonne aufgeht. Der Name verweist auf die Ausrichtung der Parzelle.

Wie wird er gemacht? Spontangärung, fast ein Jahr Ausbau in alten Holzfässern, mindestens 36 Monate Hefelager, keine Dosage (0 g/l).

Wer steht dahinter? Laurent Lépitre, Winzer in Coulommes-la-Montagne. Er hat die Familientradition wieder aufgenommen und füllt seit 2017 selbst ab.

Meunier (Blanc de Noirs) · Petite Montagne de Reims · Ostlage · Jahrgang 2020 · Spontangärung · knapp 1 Jahr gebrauchtes Holzfass · mind. 36 Monate Hefelager · Brut Nature, 0 g/l · Champagne Laurent Lépitre, Coulommes-la-Montagne · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Envinate Benje tinto 2021

Rotwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Prieto

Listán Prieto mit etwas Tintilla D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m Beton & gebrauchte Barriques 2021

Der Envínate Benje Tinto 2021 ist ein schlanker, eleganter Cool-Climate-Rotwein aus Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – hauptsächlich aus der autochthonen Listán Prieto, mit etwas Tintilla. Leicht und doch fest und lang, mit prägnanter, vulkanisch tanzender Säure.


Benje – Cool-Climate-Rot aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide.

Jahrgang 2021 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen 2021 einen schlanken, frischen Cool-Climate-Rotwein mit klarer, fast unreif-roter Frucht, feiner Würze und lebendiger, prägnanter Säure. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Assemblage und Ausbau

Hauptsächlich Listán Prieto, abgerundet durch eine kleine Coupage Tintilla, aus dem Jahrgang 2021, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Der Ausbau erfolgt zunächst in Zementtanks und danach über ein halbes Jahr in gebrauchten Barriquefässern – im minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Gewürze, Teer, laktische Noten und unreife rote Früchte begeistern im Geruchsbild. Leicht und doch fest und lang mundet dieser außergewöhnliche Rotwein. Die Säure ist prägnant und tanzt wie ein ausbrechender Vulkan im Mund auf und ab. Für alle Weintrinker, die einmal einen außergewöhnlichen „Cool Climate"-Wein erforschen möchten, ist dies genau der richtige Tropfen.

Leicht und doch fest und lang – Gewürz, Teer, rote Frucht und eine Säure, die wie ein Vulkan im Mund tanzt.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora; hauptsächlich Listán Prieto mit etwas Tintilla (trocken)
Ausbau: Gärung/Ausbau im Zementtank, anschließend ~6 Monate in gebrauchten Barriques; organischer Anbau

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Weine

Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2022 BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Erste Lage)

Riesling Mölsheim VDP.Erste Lage Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen reiner Kalk mit Schotterauflage kühles Terroir · ~200 m BIO (DE-ÖKO-006) · 2022

Der Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling 2022 stammt aus einer der höchsten, kühlsten Lagen des Guts im Zellertal. Ein solitärer Riesling von kristallin-kühlem Charakter, mineralischem Rückgrat und salinem Tiefgang.


Mölsheim – kühles Kalkterroir im Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Mölsheim ist eine VDP.Erste Lage auf rund 200 Metern, mit etwa 40 % Neigung und einem Boden aus Kalk mit Schotterauflage.

Die Weingärten in Mölsheim liegen höher und sind damit kühler als die Hohen-Sülzener Lagen des Guts. Die Reben wurzeln tief in steinig-kargen Böden aus reinem Kalk mit geringer Humusauflage. Im Zusammenspiel mit den kühlen Winden aus dem Donnersbergmassiv entstehen hier solitäre Weine mit kristallin-kühlem Charakter, mineralischem Rückgrat und salinem Tiefgang.

Jahrgang 2022 – Zellertal (Rheinhessen)

2022 war in Rheinhessen ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Die kühle Höhenlage, der reine Kalk und die Winde aus dem Donnersbergmassiv bewahrten kristalline Frische, salzige Mineralität und Tiefgang – Reife und kühle Klarheit im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Erste Lage aus Mölsheim, Jahrgang 2022; 100 % Riesling von reinem Kalk mit Schotterauflage.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf kristalline Kühle, salzige Mineralität und Tiefgang ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kristallin-kühler, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen straff und klar, mit kühlem, mineralischem Rückgrat, lebendiger Säure und einem langen, salin-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Kalksteinnote – kristallin und kühl, mit mineralischem Rückgrat, lebendiger Säure und langem, salinem Nachhall.

Ein kristallin-kühler, langlebiger Kalk-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Mölsheim (VDP.Erste Lage), Zellertal, Rheinhessen; ~200 m, ~40 % Neigung; reiner Kalk mit Schotterauflage, geringe Humusauflage
Klassifikation: Riesling, VDP.Erste Lage, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Morey-Coffinet Chassagne-Montrachet Clos Saint Jean 1er Cru 2022 BIO

Rotwein · Chassagne-Montrachet 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chassagne-Montrachet 1er Cru Clos Saint Jean Côte de Beaune Morey-Coffinet 0,20 ha · Reben von 1978 Bio / Biodynamie (FR-BIO-01) 2022

Der Morey-Coffinet Chassagne-Montrachet Clos Saint Jean 1er Cru 2022 ist ein eleganter, seidiger Pinot Noir aus einer winzigen 0,20-Hektar-Parzelle – historisch eine der großen Rotwein-Lagen Chassagnes. Reife rote Frucht, feine, gut eingebundene Tannine und große Finesse.


Clos Saint Jean – große Pinot-Noir-Lage in Chassagne

Die Domaine Morey-Coffinet zählt zu den Referenz-Adressen von Chassagne-Montrachet. Heute führt Thibault Morey – ein „rising star" der Appellation, aus den großen Familiennamen Pillot, Morey und Coffinet – das Gut und arbeitet seit 2015 biodynamisch zertifiziert (Ecocert, FR-BIO-01). Auch wenn die Côte de Beaune vor allem für Weißweine berühmt ist: Thibault beherrscht Pinot Noir und Chardonnay gleichermaßen.

Der Clos Saint Jean ist historisch eine der großen Pinot-Noir-Lagen von Chassagne-Montrachet, lange im Besitz der Familie Pillot. Morey-Coffinet bewirtschaftet hier eine winzige Parzelle von nur 0,20 Hektar mit 1978 gepflanzten Reben auf Ton- und Kalksteinböden. Während die kalkreichen Hänge im Norden die berühmten Chardonnays bringen, eignen sich die ton- und kalkmergelreicheren Böden hervorragend für tiefgründigen, eleganten Pinot Noir.

Jahrgang 2022 – Chassagne-Montrachet

2022 verlief an der Côte de Beaune warm und sonnig, dank guter Wasserreserven aber ausgewogen: Die Rotweine zeigen reife, klar definierte Frucht, Tiefe und Konzentration bei seidiger Textur. Für Morey-Coffinet markiert 2022 laut Fachpresse einen Sprung in Tiefe und Konzentration – im Clos Saint Jean ergibt das einen Wein aus voll ausgereiftem Lesegut mit feinen, gut eingebundenen Tanninen.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, Chassagne-Montrachet 1er Cru, trocken.

Ausbau über 14 Monate in 228-Liter-Eichenfässern mit rund 50 % Neuholzanteil, unfiltriert auf die Flasche gefüllt. Biodynamischer Anbau (Ecocert), FR-BIO-01.

Im Glas

Ein sehr ansprechender Rotwein aus reif gelesenem Lesegut: in der Nase rote Frucht, florale Anklänge, feiner Rauch und Gewürz. Am Gaumen breit und vollmundig, mit pulpiger, seidiger Textur und einer würzigen Spitze, die Frische und Fruchtreife verbindet. Die Tannine sind fein und gut eingebunden – ein eleganter, rassiger Pinot mit Finesse und gutem Reifepotenzial.

Breiter, seidiger Gaumen mit feinen, gut eingebundenen Tanninen – elegant, rassig und fein.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife; profitiert vom Dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu rotem und weißem Fleisch, zu Wild und Wildgeflügel, zu Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Weichkäse.


Lage: Chassagne-Montrachet 1er Cru Clos Saint Jean, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); 0,20 ha, Ton- und Kalksteinböden, Reben von 1978
Klassifikation: Chassagne-Montrachet 1er Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 14 Monate in 228-l-Eichenfässern (ca. 50 % neu), unfiltriert; biodynamisch (Ecocert), FR-BIO-01

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