Ferreteria by Ego – Madrid – Spanien

Ferreteria by Ego – der perfekte Schnitt

Die ebenerdige Leña Bar in der Ferreteria by Ego an der Calle de Atocha in Madrid ist schon von der Aussenansicht her eine wahre Augenweide. Das 1888 gegründete Eisenwarengeschäft wurde über drei Jahre liebevoll restauriert und ist alleine schon wegen seines grossartigen Interieurs einen Besuch wert. Große offene Fenster lenken die Blicke der Betrachter direkt auf ein monströs wirkendes rotes Schinkenhaltegerät, an dem sage und schreibe vier verlockende Schinken hängen und dort sehnsüchtig auf den perfekten Schnitt warten. Der Schinkenexperte Emilio José Ortigosa, kurz auch Ego genannt, hat durch intensive Forschung herausgefunden, dass sich je nach Schnitttechnik der Geschmack eines guten Schinkens sehr stark verändern kann. Was lag da näher, zu diesem Thema in Madrid auch direkt eine Bar und Restaurant zu eröffnen. In dem wunderschönen Rahmen der ehemaligen Eisenwarenhandlung können hier also nun beste Bellota und Jamon Spezialitäten bestellt und probiert werden. So gibt es hier mit dem Jamón Iberico estilo ego 5J einen wundervollen Teller, der aufzeigt, wie unterschiedlich beste Schinkenqualitäten schmecken können. Besser geht es wahrlich nicht.

Aber auch andere Kleinigkeiten können in der Leña Bar in der Ferreteria by Ego bestellt und in lauter Runde genossen werden. Im hinteren Bereich und im Kellergeschoss gibt es auch noch zwei Restaurants, welche wahrscheinlich auch sehr gut sein werden.

Sehr nett und flott agiert hier auch der zuvorkommende Service. Madrid gilt als die Stadt mit den meisten Restaurants und Bars pro Einwohner weltweit. Es sollen so um die 15.000 sein. Die neue Ferreteria by Ego gehört hier in jedem Fall direkt zu den spannendsten und leckersten Konzepten der vergangenen Jahre. Der Schinkenhimmel ist hier ganz, ganz nah.

Ferretería by EGO – Calle de Atocha 57 – 28012 Madrid – Spanien – Telefon: +34 914 29 71 – www.ferreteriabyego.com

  • Punkte
178

Unsere Wertung: 178 von 365 Punkten *

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Die Punkte stehen für die Tage eines ganzen Jahres. Je höher die Punktezahl ist, umso häufiger wünscht man sich an diesem Ort essen gehen zu können oder eben den beschriebenen Wein trinken zu dürfen.

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Schaumweine

Bertrand-Delespierre Enfant de la Montagne

Enfant de la Montagne, Kind des Berges: So nennt die Familie Bertrand-Delespierre ihre Premier-Cru-Cuvée aus Chamery. Chardonnay, Pinot Noir sowie Meunier aus vier Premier-Cru-Gemeinden der Montagne de Reims kommen zusammen, ergänzt um rund 40 Prozent Reservewein. Etwa drei Jahre ruht er auf der Hefe, dann wird er als Extra Brut gefüllt.

Im Glas

Hellgold mit feinem, ausdauerndem Mousseux. Die Nase zeigt Zitrus, Apfelschale, etwas Blüte und eine Spur Brioche. Im Mund trocken und genau, frisch, mit zartem Schmelz und Würze in der Mitte. Das Finale ist lang und klar.

Mach was draus

Ideal zu Austern, Sushi, Meeresfrüchten oder Fisch vom Grill. Auch helles Geflügel, milder Käse oder herzhaftes Blätterteiggebäck mit Pilzen passen. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas und gönn ihm ein paar Minuten Luft.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mit dem Enfant de la Montagne bekommst du Champagner mit Biss: Säure statt Zucker, und genau das macht ihn so frisch.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Rund 60 Prozent kommen aus dem Basisjahr, der Rest sind Reserveweine aus drei früheren Jahrgängen. Ausgebaut wird einige Monate im Edelstahl, ohne Holz. Danach folgen etwa drei Jahre Hefelager in der Flasche.

Wie trocken ist er? Gefüllt als Extra Brut, die Dosage liegt bei rund 2 Gramm pro Liter. Die Frische kommt von der Säure der kühlen Nordhänge.

Wer steht dahinter? Clémence und Adrien, die Kinder der Gründer Didier Bertrand und Chantal Delespierre, auf ihrem Familiengut in Chamery.

Chardonnay, Pinot Noir, Meunier · Premier Cru: Chamery, Écueil, Villedommange, Montbré · Ton, Mergel, Sand · jahrgangslos, ca. 40 % Reservewein aus drei Vorjahren · Edelstahl, kein Holz · Hefelager ca. 3 Jahre · Extra Brut, ca. 2 g/l · trinkreif, Potenzial bis ca. 2031 · Champagne Bertrand-Delespierre, Chamery · Stand: Oktober 2026

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Weine

Battenfeld Spanier Frauenberg Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Frauenberg VDP.Großes Gewächs Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen Kalk · Kalkschotter · Kalkfels Südkamm · späte Lese BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Battenfeld-Spanier Frauenberg Riesling GG 2024 stammt von einem Bergkamm aus reinem Kalkfels. Ein kompromisslos gradliniger Riesling – salzig, mineralisch und tief.


Frauenberg – Kalkfels-Kamm im Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Frauenberg ist eine VDP.Große Lage auf 190 bis 200 Metern, mit rund 40 % Neigung und einem Boden aus Kalk und Kalkschotter; die klassifizierte Fläche misst 17,68 Hektar.

H. O. Spanier hat die berühmte Lage aus der Vergessenheit zurückgeholt. Sie liegt exponiert auf einem Bergkamm aus reinem Kalkfels mit südlicher Ausrichtung; stete Winde lassen die Trauben wie in einem Windkanal stehen und ermöglichen alljährlich eine späte Lese bei optimaler Reife. Die kompromisslos gradlinigen Weine belegen seit 2001 die wieder errungene Größe des Frauenbergs.

Jahrgang 2024 – Zellertal (Rheinhessen)

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Der reine Kalkfels und die windexponierte Südlage sicherten reifes Lesegut bei später Lese, während das kühle Jahr für Frische, salzige Spannung und Gradlinigkeit sorgte.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus der Lage Frauenberg, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Kalk, Kalkschotter und reinem Kalkfels.

Nach später Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Gradlinigkeit, salzige Mineralität und Tiefe ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein gradliniger, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen straff und präzise, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Kalksteinnote – straff und präzise, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und langem, salzigem Nachhall.

Ein gradliniger, sehr langlebiger Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Frauenberg (VDP.Große Lage), Mölsheim/Zellertal, Rheinhessen; windexponierter Südkamm, 190–200 m, ~40 % Neigung; Kalk, Kalkschotter, reiner Kalkfels; klassifizierte Fläche 17,68 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: späte Handlese, herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Weine

Heinrich Roter Traminer Freyheit 2021 BIO

Weißwein (Maischevergoren) · Burgenland · Roter Traminer

Roter Traminer Burgenland · Gols Freyheit (Tonflasche) Heinrich maischevergoren 17 Monate Amphore Biodynamie (AT-BIO-402) 2021

Der Heinrich Roter Traminer Freyheit 2021 ist ein maischevergorener, in Amphoren ausgebauter Naturwein aus dem Burgenland – würzig, spritzig und vielschichtig, mit Orangenzesten, Rosenblättern und Litschi. So schmecken außergewöhnliche Weine, mit viel Liebe produziert.


Freyheit – Heinrichs Amphorenweine in der Tonflasche

Gernot und Heike Heinrich in Gols zählen zu den Topbetrieben Österreichs und gelten als Pioniere für eleganten Naturwein. Rund 100 Hektar, biodynamisch zertifiziert (Demeter und Respekt-BIODYN seit 2006), Spontangärung, langes Feinhefelager und minimale Eingriffe im Keller prägen den Stil – präzise und rein statt laut.

Die „Freyheit"-Linie (benannt nach Rudolf Steiners „Philosophie der Freiheit") umfasst die maischevergorenen Amphorenweine des Guts, erkennbar an der charakteristischen Tonflasche – ganz im Sinne des Ausbaus. Der Rote Traminer wird hier bewusst auf der Schale vergoren, um die ganze aromatische Vielfalt der Beerenhaut einzufangen, und kommt nahezu ohne Schwefelzusatz aus.

Jahrgang 2021 – Burgenland

2021 gilt in Österreich als klassischer, kühlerer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht. Im Roten Traminer Freyheit trifft diese Frische auf die Würze und Textur der langen Maische- und Amphorenreife – ein spannungsreicher, eigenständiger Wein.

Ausbau

Reinsortiger Roter Traminer aus dem Jahrgang 2021, trocken; ohne DAC, Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402).

Maischevergoren und über 17 Monate in Amphoren ausgebaut, im minimal-invasiven Stil des Hauses (Spontangärung, kaum Schwefel). Daraus entsteht ein rosa-/bernsteinfarbener „Weißwein" von Würze und Struktur. Abgefüllt in die charakteristische Tonflasche.

Im Glas

Dieser Rote Traminer benötigt nach dem Entkorken der Tonflasche erst einmal jede Menge Luftkontakt. Wenn die deutlich wahrnehmbare Sauerkraut-Note verfliegt, schälen sich Orangenzesten, Rosenblätter und Litschi-Aromen heraus. Würzig und spritzig präsentiert er sich dann im Glas. Der Abgang spielt mit den Sinnen: Er vereint Kraft, Eleganz und eine profunde Säurestruktur mit Biss, Druck und Länge.

Würzig und spritzig – Orangenzeste, Rosenblätter, Litschi; im Abgang Kraft, Eleganz und Säure mit Biss.

Unbedingt großzügig dekantieren und belüften; gewinnt mit Luft deutlich. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Zur asiatisch-würzigen Küche, zu kräftigem Geflügel und Schwein, zu Gerichten mit Kraut und Sauerkraut sowie zu gereiftem, würzigem Käse.


Lage: Burgenland, Gols (Österreich); biodynamischer Anbau
Klassifikation: Roter Traminer (trocken), ohne DAC; Wein aus biologischem Anbau (AT-BIO-402)
Ausbau: maischevergoren, 17 Monate in Amphoren, kaum geschwefelt; biodynamisch; Abfüllung in Tonflasche

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Länder/Regionen

Tua Rita Per Sempre Syrah 2013

Rotwein · Toscana IGT · Syrah

Syrah Toscana IGT Suvereto · Maremma 18 Monate Barrique 2013

Der Tua Rita Per Sempre Syrah 2013 ist einer der großen italienischen Syrahs – ein reinsortiger Top-Wein in limitierter Auflage von der toskanischen Küste. Kraft, Eleganz und enorme Komplexität machen ihn zu einem unvergesslichen Wein.


Tua Rita – Syrah von der toskanischen Küste

Tua Rita wurde 1984 von Rita Tua und Virgilio Bisti in Suvereto gegründet und zählt heute zu den herausragenden Gütern der toskanischen Küste – weltberühmt vor allem für den reinsortigen Merlot Redigaffi. Die Weinberge werden ohne Herbizide bewirtschaftet, mit indigenen Hefen auch im Keller.

Der Per Sempre existiert nur aus dem Eigensinn und der Experimentierlust Virgilios: Er pflegte den Syrah-Weinberg persönlich, beobachtete ihn und wartete, bis die Trauben für eine eigenständige Vinifikation bereit waren. Das Etikett ist ihm als Gründer gewidmet – auf die Frage, welchen seiner Weine er bevorzuge, antwortete er ohne Zögern: „La Syrah, per sempre" – die Syrah, für immer. Die Reben stehen auf den ausgeprägt tonigen, von Kieseln durchsetzten Böden der mineralreichen Hügel um Suvereto.

Jahrgang 2013 – Toskana

2013 brachte an der toskanischen Küste einen klassisch-eleganten Syrah, bei dem Kraft und Finesse im Gleichgewicht stehen – anders als in sehr warmen, frühreifen Jahren, in denen die muskulöse Struktur das Bukett zu überdecken droht. Hier zeigt der Wein Kraft und Großzügigkeit in gleichem Maße, getragen von vielschichtiger Aromatik. (Den Jahrgang 2014 erzeugte das Gut wegen beschädigter Beerenhäute gar nicht.)

Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2013.

Nach der Vinifikation reifte der Wein 18 Monate in Barriquefässern; auf eine Schönung wird verzichtet. Limitierte Auflage. Die organoleptische Entwicklung nach dieser Fassreife bestätigte Virgilios Gespür – der Per Sempre wurde von Presse und Markt sofort gefeiert.

Im Glas

Intensiv aromatisch und für die toskanische Küste ungewöhnlich floral-würzig: Brombeere und rotfleischige Frucht treffen auf süßen Tabak, Rosenblätter, Salbei, Minze und Wildblumen, untermalt von dunkler Würze, Schokolade und einem Hauch geräucherter Noten. Am Gaumen kraftvoll und zugleich fein gewoben, mit großer Tiefe, Nuancenreichtum und enormer Komplexität – Kraft und Eleganz in vollkommener Balance.

Ein unvergesslicher Syrah von Virgilio – Kraft, Eleganz und enorme Komplexität.

Lang und nachhallend im Abgang, mit einem finalen aromatischen Nachklang über der reifen Suvereto-Frucht. Großes Reifepotenzial über viele Jahre; empfiehlt sich zu dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Wild und Schmorgerichten, zu rotem Fleisch vom Grill, zu Lamm mit Kräutern sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Toscana IGT, Suvereto, toskanische Küste/Maremma (Italien); ausgeprägt tonige, kieseldurchsetzte Böden
Klassifikation: Toscana IGT, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; 18 Monate Barrique, ohne Schönung, limitierte Auflage; ohne Herbizide bewirtschaftet

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Rebsorten

Il Messo Governo Rosso Toscana

Rotwein · Governo · Toscana · Italien

EGT Il Messo Governo Rosso Toscana ist eine toskanische Cuvée aus den klassischen Rebsorten Sangiovese und Canaiolo, vinifiziert nach der Governo-Methode. Ein Teil der Trauben wird getrocknet und dem bereits vergorenen Wein zugegeben – ähnlich dem Ripasso-Verfahren in Venetien. Kräftige Fruchtaromen nach Pflaume, Veilchen und mediterranen Kräutern prägen den Wein. Ausbalanciert von weichen, frischen Tanninen.


Toscana

Die Toskana in Mittelitalien ist die Heimat des Sangiovese. Hügelige Lagen, kalk- und tonhaltige Böden und ein warmes, mediterranes Klima bringen kraftvolle, fruchtbetonte Rotweine mit feiner Würze hervor.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Sangiovese und Canaiolo, vinifiziert nach der Governo-Methode: Ein Teil der Trauben wird getrocknet und dem bereits vergorenen Wein zugegeben. Das löst eine zweite Gärung aus und verleiht dem Wein Fülle, weiche Tannine und Frucht – ähnlich dem Ripasso in Venetien.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase kräftige Fruchtaromen nach Pflaume und Veilchen, dazu mediterrane Kräuter. Am Gaumen kraftvoll und ausbalanciert, mit weichen, frischen Tanninen und langem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Pasta mit Ragù, gegrilltes Fleisch, Wild, Bistecca und gereifter Pecorino.


Lage: Toscana (Italien)
Klassifikation: Toscana IGT – Rotwein (Governo)
Ausbau: Sangiovese & Canaiolo, Governo-Methode

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Weine

Domaine Bousquet Malbec BIO

Rotwein · Malbec · Mendoza · Argentinien · Bio

Domaine Bousquet Malbec ist ein Bio-Rotwein aus Mendoza in Argentinien, der Heimat des Malbec. Tiefdunkel in der Farbe, zeigt er eine große Aromenvielfalt. Die Fruchtigkeit mit den harmonisch eingebundenen Tanninen fasziniert und begeistert.


Mendoza

Domaine Bousquet liegt in Tupungato im Uco Valley, einer hochgelegenen Weinregion in Mendoza am Fuße der Anden. Die Höhenlage mit warmen Tagen und kühlen Nächten verleiht den Malbec-Weinen Frische, Farbe und Tiefe. Das Gut zählt zu den Bio-Pionieren Argentiniens; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AR-BIO-154).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Malbec, der Paraderebsorte Argentiniens. Der Ausbau stellt die reife, dunkle Frucht in den Vordergrund und sorgt für harmonisch eingebundene Tannine.

Im Glas

Tiefdunkles Rot. In der Nase eine Aromenvielfalt von Brombeere, Feige, Kaffee und feinen Gewürznuancen. Am Gaumen fruchtig und vollmundig, mit harmonisch eingebundenen Tanninen. Der Abgang ist weich und lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Rind, Grillfleisch, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Uco Valley / Tupungato, Mendoza (Argentinien); Höhenlage
Klassifikation: Mendoza – Malbec
Ausbau: Malbec, fruchtbetonter Ausbau

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Spanien

Mauro 2022

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla y León · Tempranillo-Cuvée

Tempranillo-Cuvée VT Castilla y León Tudela de Duero · Traspinedo 16 Monate Eiche 2022

Der Mauro 2022 ist die klassische Cuvée des Guts von Mariano García – überwiegend Tempranillo, geprägt von reifen Früchten und zarten floralen Primärnoten. Gut strukturiert, weich und voll im Mund, mit langem, präzisem Abgang.


Mauro – Mariano García in Tudela de Duero

Bodegas Mauro ist das persönliche Projekt von Mariano García, der 30 Jahre lang technischer Leiter von Vega Sicilia war. Seit 1978 entstehen hier in Tudela de Duero bei Valladolid kleine Mengen großer, lagerfähiger Rotweine, getragen von der Identität des Terroirs und einem präzisen Ausbau. Der namensgebende Mauro ist die Visitenkarte des Guts – ein Wein, der seinen unverwechselbaren Stil über die Jahrgänge geprägt hat.

Da der Ort knapp außerhalb der DO Ribera del Duero liegt, führt Mauro die Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla y León – ein reines Etiketten-Detail, keine Frage der Qualität. Die Trauben stammen aus Tudela de Duero und Traspinedo, von tonig-kalkigen Böden im rauen Kontinentalklima des Duero-Tals; bewirtschaftet wird ohne Herbizide.

Jahrgang 2022 – Castilla y León

2022 war im Duero-Tal ein herausfordernder, sehr trockener und heißer Jahrgang mit ausgeprägter Sommerhitze. Das zeigt sich in der reifen, ausdrucksvollen Frucht des Weins. Sorgfältige Weinbergsarbeit und perfekte Lese bewahren dennoch Balance und Frische – ein konzentrierter, aber zugänglicher und harmonischer Mauro.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus rund 85 % Tempranillo sowie Syrah und Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2022.

Reife über 16 Monate in Foudres und Barriques aus französischer und amerikanischer Eiche, neu und gebraucht; Abfüllung im April 2024. Ein Tinto modernen Zuschnitts, der dennoch die Identität des Terroirs und die Tradition des Hauses widerspiegelt. Ohne Herbizide bewirtschaftet.

Im Glas

Geprägt von reifen Früchten und zarten floralen Primärnoten. Gut strukturiert, weich und voll im Mund, spiegelt der Mauro wieder einmal die Eigenheiten der Bodega wider. Lang anhaltender Abgang mit frischen, präzisen Tanninen.

Opulent, weich und ausdrucksstark – ein Tinto, der die Handschrift von Mauro über die Jahrgänge trägt.

Schon jetzt zugänglich, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten, zu rotem Fleisch und Lamm vom Grill, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Vino de la Tierra de Castilla y León, Tudela de Duero und Traspinedo (Spanien); tonig-kalkige Böden, raues Kontinentalklima
Klassifikation: VT Castilla y León, Tempranillo-Cuvée (trocken)
Ausbau: Tempranillo-Cuvée (85 % Tempranillo, Syrah, Cabernet Sauvignon); 16 Monate Foudres/Barriques franz. und amerik. Eiche; ohne Herbizide bewirtschaftet

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Reiterpfad Ruppertsberg Riesling trocken GC 2025 BIO

Weißwein · Ruppertsberg, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Reiterpfad – In der Hohl Ruppertsberg Spontangärung Doppelstück-Holzfass Biodyvin seit 2005, DE-ÖKO-003

Reiterpfad G.C. 2025 trägt auf dem Etikett einen Lagennamen, der weniger verrät, als er könnte. Der Wein stammt aus der Parzelle „In der Hohl" – einem von nur zwei Bereichen innerhalb der 88 Hektar großen Einzellage Reiterpfad, die der VDP als Große Lage führt. Dass Dr. Bürklin-Wolf darauf verzichtet, das aufs Etikett zu schreiben, hat einen Grund: Aus genau dieser Parzelle kam schon der erste Reiterpfad G.C. des Guts im Jahr 1994.


In der Hohl – Sand, Kalkgeröll und der Windschatten des Pfälzerwalds

Der Reiterpfad ist keine spektakuläre Lage. Er liegt zwischen 130 und 190 Metern, fällt nur sanft ab und hat keine der steilen Hangkanten, mit denen sich große Weinberge sonst legitimieren. Seine Qualität kommt aus zwei anderen Richtungen. Die erste ist meteorologisch: Nach Westen steigt das Gelände zum Pfälzerwald an, und die Lage liegt in dessen Lee – geschützt vor Niederschlägen, entsprechend trocken und warm. Die zweite ist geologisch. Der Oberboden besteht aus sandigem Lehm und steindurchsetztem Sand, am Rand der Haardt vor allem aus Buntsandstein. Dazwischen liegt Kalkgeröll, und dieser Kalk hat eine eigene Geschichte: Er stammt aus einer älteren Ablagerungsscholle aus Sanden, Tonen und den Kalkschalen abgestorbener Kleinstlebewesen, die durch die langsame Hebung des Haardtgebirges wieder an die Oberfläche kam. Erosion und Verwehungen haben daraus ein kleinteiliges Bodenmosaik gemacht.

Für den Riesling bedeutet diese Mischung etwas anderes als auf den schwereren Lehmböden der Nachbarschaft. Der leichte, sandige Boden entwässert schnell und bremst die Wuchskraft; er produziert keine Wucht, sondern eine schlanke, geradlinige Anlage. Der Kalk darin liefert das Gegengewicht – Salz, Griff und die feste Mitte, ohne die ein Wein von so leichtem Untergrund auseinanderfiele. Der Name des Weinbergs führt weit zurück: Er geht auf einen römischen Heerpfad an der Kreuzung zweier Römerstraßen zurück und taucht im 15. Jahrhundert erstmals als „im Rutterpfade" auf. Die Rebanlage, aus der dieser Wein stammt, wurde 2004 neu gepflanzt; seit dem Jahrgang 2014 füllt das Gut den Reiterpfad wieder als eigenständigen G.C. ab.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im langjährigen Mittel; Spätfrost blieb die Ausnahme. Der Sommer war sehr heiß und sehr trocken, der Pilzdruck außergewöhnlich niedrig – ein Jahr, in dem biodynamische Arbeit mit ihrem knappen Instrumentarium nicht an Grenzen stieß. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch. Für eine Lage wie den Reiterpfad, die im Regenschatten des Pfälzerwalds liegt und auf leichtem, schnell entwässerndem Sand steht, war dabei entscheidend, dass ab Mitte Juli flächendeckende Niederschläge einsetzten. Hier wirkten sie deutlicher als auf den lehmigeren Nachbarlagen mit größerem Wasserspeicher.

Danach ging es schnell. Mitte August erreichten die Frühsorten Qualitätsweinniveau, Ende August begann die Lese, und die Hitze der ersten Septembertage schob die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran. Die ab Mitte September einsetzenden Regenfälle brachten örtlich Botrytis und erzwangen zügiges Arbeiten; um den 23. September war die pfälzische Lese abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig ist 2025 ein kleiner Jahrgang: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahr. Was in den Keller kam, waren kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung und Doppelstück

Bürklin-Wolf bewirtschaftet seine rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg ausschließlich selbst und kauft grundsätzlich keine Trauben zu. Die Umstellung auf biologisch-dynamische Arbeit begann Anfang der 2000er-Jahre und ist seit 2005 zertifiziert; das Gut war der erste deutsche Betrieb in der französischen Vereinigung Biodyvin. Die gutseigene Pyramide aus Village, P.C. und G.C. stützt sich auf die königlich-bayerische Lagenklassifikation von 1828 und war Mitte der 1990er-Jahre der Ausgangspunkt für vieles, was der VDP später als Großes Gewächs formalisiert hat.

Im Keller bleibt die Handschrift bei den Grands Crus immer dieselbe: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Bei diesem Fassvolumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge so klein, dass kein Fasston entsteht – was bleibt, ist der langsame, geringe Sauerstoffkontakt, der die Phenolik glättet und Textur aufbaut. Gerade beim Reiterpfad ist das wichtig: Kellermeister Nicola Libelli beschreibt die Lage als einen Wein, der stets Zeit braucht, um aus sich herauszukommen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. Die Nase gibt sich zunächst wenig preis und öffnet sich erst mit Luft: gelbe Steinfrucht, Zitrusschale, reifer Apfel, dazu eine kräutrige Lage darunter und ein steiniger, leicht rauchiger Ton. Am Gaumen zeigt 2025 die Dichte, die kleine Beeren mit sich bringen – der Wein hat mehr Extrakt als ein typischer Reiterpfad, bleibt aber der geradlinigste unter den Grands Crus des Guts. Die Säure wirkt reif und trägt statt zu stechen, und der Kalk im Untergrund liefert eine salzig-feste Kante, die den Wein zusammenhält. Der Abgang ist trocken, würzig und länger, als die zurückhaltende Nase erwarten lässt, mit einem leichten phenolischen Zug zum Schluss.

Ein flacher Weinberg, der seine Größe nicht über den Hang bezieht, sondern über das, was zehn Meter unter ihm liegt.

Am Tisch

Dieser Wein ist ein Essenswein, kein Aperitif – jung braucht er sowohl Luft als auch einen Teller. Er passt zu Zander und Saibling mit brauner Butter, zu Kalbsrücken, Bries und Geflügel mit Rahmsauce, zu Spargel mit Schinken, zu Hechtklößchen. Würzige Küche mit Zitrusgras, Ingwer und Korianderwurzel funktioniert ebenfalls, solange sie nicht scharf ist. Zum Käse gehören mittelalter Comté und Bergkäse dazu, keine Blauschimmel. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren und ihm eine Stunde geben oder karaffieren.


Lage: Ruppertsberg Reiterpfad, Parzelle „In der Hohl" (VDP.Große Lage Reiterpfad-In der Hohl; gutsintern G.C.); Einzellage insgesamt rund 88 ha, 130–190 m ü. NHN, flach hängig im Lee des Pfälzerwalds; sandiger Lehm und steindurchsetzter Sand mit Buntsandstein- und Kalkgeröll; Rebanlage 2004 gepflanzt
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit 2005, zertifiziert durch Biodyvin, DE-ÖKO-003

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