Georg Breuer Rüdesheimer Berg Schlossberg Riesling 2015 – Spätzündende Rakete

Georg Breuer Rüdesheimer Berg Schlossberg Riesling 2015 – Rheingau – Deutschland

Es ist schon ziemlich erstaunlich, wie die Natur und dessen Terroir in der Lage sind, sich in einem Wein widerzuspiegeln. So haben bei dem 2015er Rüdesheimer Berg Schlossberg Riesling des Weingutes Georg Breuer die vom rotem Schiefer und Quarzit geprägten Böden zwar die Eigenschaft, die meisten Sonnenstunden für die Reben im ganzen Anbaugebiet Rheingau einzufangen, allerdings auch den Nachteil, bei geringen Niederschlagsmengen, und somit fehlender Wasserversorgung für die Reben, die Bildung hoher Öchslegrade und eine perfekte Reife zu verhindern.

Da ist es schon ziemlich genial, wie sich dieser Riesling aus dem warmen Jahrgang 2015 im Glas präsentiert. Bei gerade einmal leichten 11,50 % Alkohol überraschen die zunächst auftretenden Reifenoten im Duft. Zerdrückter Apfel, erahnende Firnis in Form von leichten Vanillenoten, Marille und eine zarte Würzigkeit überraschen in den Aromen. Auch geschmacklich wirkt dieser Riesling mit seiner dezenten Restsüsse schon recht reif. Mittelkräftig im Mundbereich und einer dezenten Säurestruktur im Abgang präsentiert sich dieser Tropfen in der ersten Stunde irgendwie solide, aber nicht spektakulär. Dies ändert sich allerdings mit zunehmendem Luftkontakt. Nach einer guten Stunde entwickelt sich dann eine formidable Frische im Wein. Salz- und Gesteinsaromen gesellen sich zu einem reissenden Strudel. Von einem auf den anderem Moment wird dieser Schlossberg straffer, fokussierter, eleganter, länger und entwickelt jede Menge Druck am Gaumen.

Ohne Frage ein großer Riesling, der einfach viel zu früh in seinen jungen Jahren „dran glauben musste“.

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142

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Rebsorten

Thomas Morey Chassagne Montrachet 2023

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Weißwein · Chassagne-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet (Village) Les Houillères Côte de Beaune 2023

Der Thomas Morey Chassagne-Montrachet 2023 wird aus einer 0,48 Hektar großen Parzelle mit über dreißig Jahre alten Chardonnay-Reben gewonnen – ein facettenreicher, mineralischer Dorfwein von Präzision und Energie.


Chassagne-Montrachet – die Lage

Chassagne-Montrachet ist ein Dorf in der Unterregion Côte de Beaune in Burgund und eine Gemeinde-Appellation, die bereits 1937 gegründet wurde. In der Appellation werden Rotweine aus der Rebsorte Pinot Noir vinifiziert, als auch Weißweine aus der Chardonnay-Traube. Das Verhältnis der Produktion von Rot- zu Weißweinen liegt ungefähr bei 1/3 zu 2/3; historisch sind die Weißweine wesentlich renommierter als ihre roten Pendants.

Die Böden rund um die Gemeinde weisen einen besonders hohen Kalksteingehalt auf, insbesondere an den Hängen der Côte d'Or. Im Süden findet man eine höhere Konzentration von Kalkmergel und rotem Kies, besser geeignet für Pinot Noir; im Norden weichen die härteren Mergelsteine feineren Kalksteinstrukturen, in denen einige der weltweit angesehensten Chardonnays entstehen. Thomas Moreys Parzelle liegt am äußersten Nordende des Dorfes im Lieu-dit Les Houillères, direkt an der Grenze zu Puligny-Montrachet, auf rotem Ton-Kalk-Boden über Kalksteinbasis.

Burgund 2023 – Harmonie, Frische und Klasse

Der Jahrgang 2023 im Burgund zeigt sich als außerordentlich gelungen und überzeugt sowohl in Bezug auf Qualität als auch endlich einmal wieder auf die Menge. Nach einem milden Winter folgte ein Frühling mit kühlen und feuchten Bedingungen, immer wieder durchbrochen von warmen Tagen; eine intensive Hitzewelle im August beschleunigte die Reife und konzentrierte die Aromen, bevor der Regen Mitte September für zusätzliche Balance sorgte.

Die Weißweine des Jahrgangs 2023, insbesondere Chardonnay und Aligoté, präsentieren sich reif, aromatisch und sehr ausgewogen, mit intensiven Fruchtnoten von Birne, Pfirsich und weißer Aprikose. In ihrer noch jungen Phase zeigen sie sich ausgesprochen harmonisch und von ihrer klassischen Seite – Frische, Reife und Struktur auf beeindruckende Weise vereint.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023.

Die Gärung erfolgt über einen Monat mit Naturhefen bei 15 °C rein spontan. Eine längere Verweilzeit auf der Vollhefe, eine nach hinten gezogene malolaktische Gärung und der Ausbau in zu 4/5 gebrauchten Barriquefässern bei lediglich 1/5 Neufassanteil machen diesen Chassagne-Montrachet facettenreicher, spritziger, mineralischer und im Finish deutlich cremiger als viele vergleichbare Weine. Lange Ausbauzeiten, sensibles und zurückhaltendes Eingreifen sowie eine Weinbergspflege von Hand sind das Credo dieses langlebigen Tropfens.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase rauchige Mineralik, weißer Pfirsich, Apfel und Melone. Am Gaumen großzügig fruchtig mit feiner Feuersteinnote unter dem Fleisch, dazu eine cremige Textur, klare Struktur und gute Dichte für das Niveau – mit viel Energie und Länge.

Facettenreich, mineralisch und cremig zugleich – ein Dorfwein mit Spannung und Energie.

Schon jetzt zugänglich, mit Reifepotenzial über mehrere Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Jakobsmuscheln, zu Steinbutt oder Seeteufel in feiner Sauce, zu Hummer und Langustinen, zu Geflügel in Rahmsauce sowie zu gereiftem Comté oder Beaufort.


Lage: Chassagne-Montrachet (Village), Lieu-dit Les Houillères, Côte de Beaune (Frankreich); roter Ton-Kalk über Kalkstein, 0,48 ha, Reben 30+ J.
Klassifikation: Chassagne-Montrachet AOC (Village), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; 1/5 Neuholz, 4/5 gebrauchte Barriques, Vollhefe ohne Bâtonnage; Handarbeit im Weinberg

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Spanien

Flor de Pingus 2023

Rotwein · DO Ribera del Duero · Tempranillo

100 % Tempranillo (Tinto Fino) La Horra, Ribera del Duero 850 bis 900 m Reben über 30 Jahre 14 Monate französische Barriques 2023

Der Flor de Pingus 2023 ist ein reinsortiger Tempranillo von Peter Sisseck aus La Horra in der Ribera del Duero – von über 30 Jahre alten Reben auf einer der höchsten Lagen der Appellation. Parzellenweise spontan vergoren, 14 Monate im Barrique: konzentriert, würzig und mineralisch, im Jahrgang 2023 offen und saftig in der Frucht.


La Horra – Höhe und Kalk am Duero

Die Ribera del Duero zieht sich entlang des Duero durch die Hochebene Kastiliens. La Horra liegt im Norden der Appellation, nahe Roa, und zählt mit rund 850 bis 900 Metern zu ihren höchstgelegenen Weinbauorten. Das Klima ist extrem: heiße, trockene Sommertage, Nächte, die auch im August deutlich abkühlen, harte Winter und Spätfröste im Frühjahr. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht lassen die Trauben reif werden, ohne dass die Säure verloren geht.

Die Böden rund um La Horra sind ton- und kalkhaltig, durchsetzt mit Sand und Kalksteinbrocken. Der Kalk hält die Säure und gibt den Weinen eine mineralische, straffe Kontur; der Ton speichert Wasser für die trockenen Sommer. Die Reben für diesen Wein sind über 30 Jahre alt, wurzeln entsprechend tief und liefern kleine, konzentrierte Erträge.

Peter Sisseck, gebürtiger Däne, kam Anfang der 1990er-Jahre in die Ribera del Duero und machte La Horra mit seinem Pingus zu einem der bekanntesten Weinorte Spaniens. Der Flor de Pingus ist der zweite Wein des Hauses – aus alten Parzellen rund um das Dorf, mit derselben Handschrift wie das Flaggschiff.

Jahrgang 2023 – Ribera del Duero

Das Jahr 2023 war in der Ribera del Duero von Trockenheit und Hitze geprägt. Der Winter brachte wenig Regen, das Frühjahr blieb trocken, und im Sommer folgten mehrere Hitzewellen. Die Reben reagierten mit kleinen Beeren und geringeren Erträgen; die Reife verlief schnell, gelesen wurde früher als gewohnt.

In den hohen, kalkreichen Lagen um La Horra fingen die kühlen Nächte einen Teil dieser Hitze ab. Die Weine des Jahrgangs zeigen reife, saftige und klar gezeichnete Frucht, sind ausgewogen und gut eingebunden – offener und früher zugänglich als der strengere Vorgänger 2022.

Parzellenweise Spontangärung, 14 Monate Barrique

Reinsortiger Tempranillo – in der Ribera del Duero Tinto Fino genannt, eine Spielart mit kleineren, dickschaligeren Beeren als in der Rioja –, Jahrgang 2023. Die einzelnen Parzellen werden getrennt und spontan mit den eigenen Hefen vergoren; so lässt sich später genau steuern, welche Herkunft welchen Anteil an der Assemblage bekommt.

Danach reift der Wein 14 Monate in französischen Barriques. Das kleine Fass rundet die festen Gerbstoffe des Tinto Fino und bringt eine feine Röstnote ein; französische Eiche bleibt dabei zurückhaltender als die in Spanien traditionelle amerikanische. Erst nach dem Ausbau werden die Partien assembliert und abgefüllt.

Im Glas

Tiefes Purpurrot. In der Nase rote und dunkle Früchte, dazu eine würzig-kräuterige Note, feine Röstaromen aus dem Barrique und ein kühler, steiniger Ton. Am Gaumen konzentriert und kraftvoll, aber nicht schwer: die Frucht saftig, die Gerbstoffe fest und fein, die Mineralität deutlich. Der Abgang ist lang und würzig.

Höhe und Kalk für die Frische, alte Reben für die Konzentration, ein trockenes Jahr für die Dichte.

Rund zwei Stunden vor dem Servieren dekantieren. Bei 16–18 °C servieren. Jung schon zugänglich, mit Reifepotenzial über viele Jahre.

Am Tisch

Zu Lamm und Rind vom Grill oder aus dem Schmortopf, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse wie Manchego. In der Ribera selbst steht dazu Lechazo, das Milchlamm aus dem Holzofen; ebenso passen Entrecôte vom Rebholz und Hirschrücken.


Produzent Dominio de Pingus, Peter Sisseck, La Horra
Rebsorte 100 % Tempranillo (Tinto Fino)
Lage La Horra, Ribera del Duero, Spanien · 850 bis 900 m · Ton, Kalk und Sand
Klassifikation DO Ribera del Duero · trocken
Jahrgang 2023
Vinifikation getrennte Vinifikation der Parzellen · Spontangärung mit eigenen Hefen
Ausbau 14 Monate in französischen Barriques
Trinkempfehlung jetzt bis 2038
Rebenalter über 30 Jahre

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Länder/Regionen

Angerville Volnay Fremiet 1er Cru 2019

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

100 % Pinot Noir · Pinot d'Angerville Volnay 1er Cru Fremiet 1,57 ha · steilster Hangabschnitt flachgründig über Mergel 15–18 Monate Fass · höchstens 20 % neu 2019

Der Volnay Fremiet 1er Cru 2019 der Domaine Marquis d'Angerville stammt aus einer der steilsten Lagen von Volnay, am Übergang Richtung Pommard. Kraftvoll und zugleich fein gezeichnet: tiefe, dunkle Frucht, getragen von salziger Mineralität – aus einem warmen, trockenen Jahr mit kleinen Erträgen.


Fremiet – steiler, erodierter Hang Richtung Pommard

Volnay steht für die feingliedrigste Form des Pinot Noir in der Côte de Beaune. Fremiet liegt im nördlichen Teil der Gemeinde, Richtung Pommard, und bringt etwas von dessen Kraft mit: Die Weine sind dunkler in der Frucht und fester im Gerüst als die der Lagen weiter südlich – und bleiben dennoch unverkennbar Volnay.

Angervilles 1,57 Hektar liegen im steilsten Abschnitt der Lage, unterhalb von Clos des Ducs und Pitures, oberhalb des Clos des Angles. Die Erosion hat den Boden hier fast abgetragen: Stellenweise liegen nur rund 30 Zentimeter Erde über verwitterndem Mergelgestein. Die Reben müssen sich in den Fels arbeiten, um an Wasser zu kommen. Das begrenzt den Ertrag und gibt dem Wein zugleich Kraft und eine straffe, salzige Kontur.

Die Domaine pflanzt auf ihren Parzellen den Pinot d'Angerville, eine hauseigene Selektion alter Reben mit kleinen, lockerbeerigen Trauben – ertragsarm und konzentriert.

Jahrgang 2019 – Côte de Beaune

Der Jahrgang 2019 brachte in Burgund Frost, Hitze und Trockenheit. Anfang April beschädigten Frostnächte die jungen Triebe; die Blüte im Juni verlief kühl und windig, viele Blüten setzten keine Beeren an. Ende Juni und Ende Juli folgten Hitzewellen mit Rekordtemperaturen, der Sommer blieb sehr trocken. Die Beeren blieben klein, die Erträge fielen deutlich unter das übliche Maß.

Gelesen wurde in der ersten Septemberhälfte. Die Trauben waren gesund, reif und konzentriert, und trotz der Hitze blieb die Säure erstaunlich gut erhalten. Die Rotweine des Jahrgangs verbinden dichte Frucht mit Frische; auf dem flachgründigen, steilen Boden von Fremiet kam dazu die Spannung, die solche Lagen in heißen Jahren liefern.

Entrappt, ohne Nachmazeration, zurückhaltendes Holz

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019, vom Pinot d'Angerville. Die Trauben werden vollständig entrappt. Nach dem Ende der Gärung verzichtet das Gut auf eine Nachmazeration – der Wein kommt direkt ins Fass, statt noch Tage auf den Schalen zu liegen. Das hält die Gerbstoffe fein und die Frucht klar.

Der Ausbau dauert 15 bis 18 Monate, mit höchstens 20 % neuem Holz. Bei einer Frucht dieser Dichte reicht das, um Struktur zu geben, ohne dass das Fass hervortritt.

Im Glas

Tiefes Purpur. In der Nase getrocknete Blüten und Rose, dunkle Beeren und Pflaume, dazu Orangenschale, ein Hauch Kakao und Gewürz. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig und straff gebaut, mit saftiger Kirsche, Cranberry und einer Würze, die an weißen Pfeffer und Nelke erinnert. Das Tannin ist fest, aber fein; der Abgang lang und salzig.

Dreißig Zentimeter Erde über Mergel, ein heißes, knappes Jahr: Volnay mit der Kraft von Pommard und der Feinheit von Volnay.

Vorab dekantieren und bei 16 °C servieren. Auf lange Reife gebaut; das Trinkfenster reicht etwa bis 2034.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Rind, Geflügel in feiner Sauce oder reifem Weichkäse. Besonders gut zu Taube, Rehrücken mit Kirschen und Époisses.


Produzent Domaine Marquis d'Angerville, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir (Selektion Pinot d'Angerville)
Lage Fremiet, Volnay, Côte de Beaune · steiler, erodierter Hang unterhalb von Clos des Ducs und Pitures · rund 30 cm Boden über verwitterndem Mergel · 1,57 ha
Klassifikation Volnay Premier Cru AOC · trocken
Jahrgang 2019
Vinifikation vollständig entrappt · keine Nachmazeration
Ausbau 15–18 Monate im Fass · höchstens 20 % neues Holz
Trinkempfehlung jetzt bis 2034

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Weine

Kühling-Gillot Ölberg Riesling Großes Gewächs 2024 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)

Riesling Niersteiner Ölberg VDP.Großes Gewächs Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) reine Südlage BIO (DE-ÖKO-006) · 2024

Der Kühling-Gillot Niersteiner Ölberg Riesling GG 2024 stammt aus der südlichsten Lage des Guts am Roten Hang. Ein kraftvoller, zugänglicher Riesling mit großzügig ausladendem Charakter vom roten Tonschiefer.


Niersteiner Ölberg – reine Südlage am Roten Hang

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang bei Nierstein (DE-ÖKO-006). Der Ölberg ist eine VDP.Große Lage auf 80 bis 170 Metern, mit einer Neigung von 65 bis 120 % und einer klassifizierten Fläche von 11,32 Hektar.

Der Ölberg ist die südlichste Lage des Guts am Roten Hang und bietet eine reine Südausrichtung mit unverstelltem Blick auf den Rhein. Der Boden ist von rotem Tonschiefer geprägt, der dem Wein seinen charakteristischen Geschmack verleiht. Nach dem Kauf musste die völlig verwilderte Fläche mühsam rekultiviert werden, um die 1990 gepflanzten Reben wieder zum Leben zu erwecken; die tief verwurzelten Rebstöcke kommen trotz der warmen Exposition ohne Bewässerung aus. Im Winter wird der Boden mit Stroh abgedeckt, im Sommer werden begrünende Einsaaten vorgenommen.

Jahrgang 2024 – Roter Hang (Rheinhessen)

2024 war in Rheinhessen ein kühlerer, anspruchsvoller Jahrgang, der Präzision im Weinberg belohnte. Die reine Südlage und die wärmespeichernden Tonschiefer-Böden sicherten reifes Lesegut, während das kühle Jahr für Frische und Säurespannung sorgte – Kraft und Balance zugleich.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Niersteiner Ölberg, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer.

Nach strenger Handlese wird der Most spontan vergoren und behutsam im Stil des Guts ausgebaut, ganz auf Kraft, Würze und die Prägung des roten Tonschiefers ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kraftvoller, großzügiger Riesling: reife gelbe und rote Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, feine Kräuterwürze und eine markante, salzig-mineralische Prägung des roten Tonschiefers. Am Gaumen breit und zugänglich, mit viel Druck, saftiger Frucht, markanter Würze und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe und rote Frucht über Zitrus, Orangenzeste und feiner Kräuterwürze, mit der salzig-mineralischen Prägung des roten Tonschiefers – kraftvoll und großzügig, druckvoll und saftig, mit langem, würzigem Nachhall.

Ein kraftvoller, langlebiger Rotliegend-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Niersteiner Ölberg (VDP.Große Lage), Roter Hang, Rheinhessen; reine Südlage, 80–170 m, 65–120 % Neigung; roter Tonschiefer; klassifizierte Fläche 11,32 ha
Klassifikation: Riesling, VDP.Großes Gewächs, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strenge Handlese, Spontangärung, behutsamer Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Südafrika

Oude Kaap Cabernet Sauvignon Reserve Collection

Wein · Rotwein · Western Cape · Südafrika

Oude Kaap Cabernet Sauvignon Reserve Collection zeigt ein dunkles Violett. Das Bukett dieses vollmundigen Cabernets duftet intensiv nach Beerenfrüchten wie Brombeeren und Cassis. Sehr saftig und dicht am Gaumen, voller Kraft, mit Schokolade, Mokka und Vanille; langer, intensiver Nachhall.


Western Cape / Südafrika

Oude Kaap ist eine Weinlinie von DGB (Douglas Green Bellingham), einem der größten unabhängigen Weinerzeuger Südafrikas, mit Wurzeln im Franschhoek-Tal. Für die Reserve Collection werden die besten Trauben aus dem Western Cape ausgewählt.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Cabernet Sauvignon. Als Wein der Reserve Collection reift er in Eichenholz, was ihm zusätzliche Struktur sowie die Noten von Schokolade, Mokka und Vanille verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Dunkles Violett. Im Bukett intensive Beerenfrucht von Brombeere und Cassis. Am Gaumen sehr saftig und dicht, voller Kraft, mit Noten von Schokolade, Mokka und Vanille sowie reifen Tanninen. Lang anhaltender, intensiver Nachhall.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren und vor dem Genuss karaffieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und gereiftem Käse.


Lage: Western Cape (Südafrika); Oude Kaap / DGB (Douglas Green Bellingham)
Klassifikation: Western Cape – 100 % Cabernet Sauvignon, trocken
Ausbau: Reifung in Eichenholz

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Rebsorten

Groffier Bonnes Mares Grand Cru 2021

Rotwein · Bonnes Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes Mares Grand Cru (Frankreich) 2021

Der Robert Groffier Bonnes Mares Grand Cru 2021 stammt von alten Reben aus einer der großen Grand-Cru-Lagen der Côte de Nuits – im kühlen Jahrgang 2021 ein besonders feiner, mineralischer und präziser Pinot Noir.


Bonnes Mares – die Lage

Bonnes Mares ist ein Grand Cru der Côte de Nuits, der größtenteils in Chambolle-Musigny und mit einem kleineren Teil in Morey-Saint-Denis liegt. Die rund 15 Hektar bringen ausschließlich Pinot Noirs hervor, die schwerer und robuster sind als die aus Musigny und über viele Jahre reifen.

Die Lage ist stark fragmentiert und von sichtbaren Bodenunterschieden geprägt: tiefere, reichere Böden am Morey-Ende für strengere, gehaltvollere Weine, feinere, kalkreichere Böden am Chambolle-Ende für seidigere Stilistik. Groffier bewirtschaftet rund einen Hektar, überwiegend auf den eisenreichen terres rouges.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und parfümierter Aromatik.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Vergoren mit 100 % Ganztrauben, ausgebaut in 40 % neuem Holz (Tronçais). Im Stil der Domaine wird der Wein nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Eine luftig-breite, sehr einladende Aromatik. Am Gaumen beeindruckt der Wein durch Größe und Maßstab, gerahmt von einer feinen, kreidigen, äußerst feinkörnigen Tanninstruktur. Der Nachhall bewegt sich wellenförmig auf und ab und trägt sich selbst – die Ganztrauben-Würze klar, aber von großer Klarheit.

Feinkörnig, kreidig und von großem Maßstab – ein präziser Bonnes Mares aus kühlem Jahrgang.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und langer Kellerzeit. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Reh, Taube, Ente, Rind, Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie gereiftem Weichkäse. Ein großer Begleiter für festliche Küche.


Lage: Bonnes Mares Grand Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); eisenreiche terres rouges, alte Reben, ca. 1 ha
Klassifikation: Bonnes Mares Grand Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; 40 % Neuholz (Tronçais);

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Weine

Mauro Vendimia Seleccionada 2022 BIO

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla y León · Tempranillo

Tempranillo VT Castilla y León Tudela de Duero · Traspinedo Bio 26 Monate franz. Eiche 2022

Der Mauro Vendimia Seleccionada 2022 ist ein facettenreicher, reinsortiger Tempranillo von Mariano García – konzentriert, balsamisch und tief, mit 26 Monaten Reife in französischer Eiche. Die kompromisslose Spitze des Guts, nur in guten Jahrgängen erzeugt.


Mauro – Mariano García in Tudela de Duero

Bodegas Mauro ist das persönliche Projekt von Mariano García, der 30 Jahre lang technischer Leiter von Vega Sicilia war. Seit 1978 entstehen hier in Tudela de Duero bei Valladolid kleine Mengen großer, lagerfähiger Rotweine, getragen von zwei Säulen: der Identität des Terroirs und dem Ausbau. Da der Ort knapp außerhalb der DO Ribera del Duero liegt, führt Mauro die Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla y León – ein reines Etiketten-Detail, keine Frage der Qualität.

Die Vendimia Seleccionada wird nur erzeugt, wenn der Jahrgang es zulässt, aus eigens nach Konzentration und Reife ausgewählten Parzellen in Tudela de Duero und Traspinedo. Die Reben stehen auf leichten, gut durchlässigen, tonig-kalkigen Böden; bewirtschaftet wird ökologisch zertifiziert, ohne Herbizide.

Jahrgang 2022 – Castilla y León

2022 war im Duero-Tal ein herausfordernder, sehr trockener und heißer Jahrgang mit ausgeprägter Sommerhitze. Das zeigt sich im strukturierten, kraftvollen Profil des Weins und in der reifen, dunklen Frucht. Sorgfältige Lagenauswahl und strenge Selektion bewahren dennoch Frische und Balance – ein konzentrierter, aber fließender Wein mit großem Lagerpotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2022.

Handlese in 15-kg-Kisten, minutiöse Selektion am Sortiertisch, Spontangärung mit eigenen Hefen und zwei bis drei Wochen Maischestandzeit. Anschließend 26 Monate Reife in Fässern aus französischer Eiche, danach unfiltrierte Füllung. Bio-zertifiziert (ES-ECO-031-CL).

Im Glas

In der Nase balsamische Noten über reifer, dunkler Frucht. Am Gaumen eine Aromenvielfalt von Kakao und dunklen Früchten bis zu Graphit, getragen von solider Struktur. Vollmundig im Abgang, mit reifen, zugleich feinen und flexiblen Tanninen – kraftvoll, konzentriert und doch elegant.

Voll, rund und fleischig – die kompromisslose Spitze von Mauro, ganz aus dem Charakter ihres Terroirs.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich von einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten, zu rotem Fleisch und Lammkoteletts vom Grill, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Vino de la Tierra de Castilla y León, Tudela de Duero und Traspinedo (Spanien); leichte, gut durchlässige, tonig-kalkige Böden
Klassifikation: VT Castilla y León, Tempranillo (trocken)
Ausbau: Tempranillo; 26 Monate französische Eiche, Spontangärung, unfiltriert; Bio (ES-ECO-031-CL)

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Schaumweine

Bertrand-Delespierre Enfant de la Montagne

Enfant de la Montagne, Kind des Berges: So nennt die Familie Bertrand-Delespierre ihre Premier-Cru-Cuvée aus Chamery. Chardonnay, Pinot Noir sowie Meunier aus vier Premier-Cru-Gemeinden der Montagne de Reims kommen zusammen, ergänzt um rund 40 Prozent Reservewein. Etwa drei Jahre ruht er auf der Hefe, dann wird er als Extra Brut gefüllt.

Im Glas

Hellgold mit feinem, ausdauerndem Mousseux. Die Nase zeigt Zitrus, Apfelschale, etwas Blüte und eine Spur Brioche. Im Mund trocken und genau, frisch, mit zartem Schmelz und Würze in der Mitte. Das Finale ist lang und klar.

Mach was draus

Ideal zu Austern, Sushi, Meeresfrüchten oder Fisch vom Grill. Auch helles Geflügel, milder Käse oder herzhaftes Blätterteiggebäck mit Pilzen passen. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas und gönn ihm ein paar Minuten Luft.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mit dem Enfant de la Montagne bekommst du Champagner mit Biss: Säure statt Zucker, und genau das macht ihn so frisch.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er gemacht? Rund 60 Prozent kommen aus dem Basisjahr, der Rest sind Reserveweine aus drei früheren Jahrgängen. Ausgebaut wird einige Monate im Edelstahl, ohne Holz. Danach folgen etwa drei Jahre Hefelager in der Flasche.

Wie trocken ist er? Gefüllt als Extra Brut, die Dosage liegt bei rund 2 Gramm pro Liter. Die Frische kommt von der Säure der kühlen Nordhänge.

Wer steht dahinter? Clémence und Adrien, die Kinder der Gründer Didier Bertrand und Chantal Delespierre, auf ihrem Familiengut in Chamery.

Chardonnay, Pinot Noir, Meunier · Premier Cru: Chamery, Écueil, Villedommange, Montbré · Ton, Mergel, Sand · jahrgangslos, ca. 40 % Reservewein aus drei Vorjahren · Edelstahl, kein Holz · Hefelager ca. 3 Jahre · Extra Brut, ca. 2 g/l · trinkreif, Potenzial bis ca. 2031 · Champagne Bertrand-Delespierre, Chamery · Stand: Oktober 2026

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