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10. September 2021

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Ungeheuer GC 2018 BIO

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling (Grand Cru)

Riesling Forster Ungeheuer G.C. (Grand Cru) Dr. Bürklin-Wolf Forst · Pfalz Basalt · Buntsandstein mit Kalkgeröll Spontangärung · Doppelstück · Vollhefe biodynamisch (DE-ÖKO-003) · 2018

Der Dr. Bürklin-Wolf Forster Ungeheuer Riesling G.C. 2018 stammt aus dem historisch wertvollsten Teil einer der besten Rieslinglagen der Pfalz. Ein Grand-Cru-Riesling vom Basalt – kraftvoll, salzig und tief.


Forster Ungeheuer – Powerlage auf Basalt

Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim zählt zu den führenden Rieslinggütern der Pfalz und bewirtschaftet seine Weinberge seit 2005 biologisch-dynamisch (DE-ÖKO-003, Biodyvin). Seine Qualitätspyramide orientiert sich am burgundischen Prinzip und lehnt sich an die Königlich-Bayerische Lagenklassifikation von 1828 an: G.C. und P.C. stehen für die wertvollsten Lagen, darunter folgen Orts- und Gutsrieslinge.

Das Ungeheuer liegt am Fuße des Haardtgebirges in Forst; der Anteil des Guts beträgt 0,9 Hektar im historisch wertvollsten Teil der Lage. Die südöstliche Hangneigung erwärmt das vulkanische Basaltgestein rasch; daneben prägen verwitterter Buntsandstein mit Kalkgeröll und dichte Ton- und Sandschichten den Boden und sorgen für optimalen Wasserhaushalt und Mineralstoffaufnahme. Gemeinsam mit dem Pechstein zählt das Ungeheuer zu den kraftvollsten Rieslinglagen Deutschlands.

Jahrgang 2018 – Pfalz

2018 war ein warmes, sehr sonniges Jahr. Auf einen kühlen März mit verzögertem Austrieb folgte ab Mai ein langes, warmes Klimafenster, das dem Riesling zugutekam; die Rebstöcke zehrten in der Trockenphase von den Winterniederschlägen. Das Ergebnis sind reife, dichte Weine mit tiefer, salziger Mineralität.

Ausbau

Trockener Riesling (gutseigene Klassifikation G.C./Grand Cru) aus der Forster Lage Ungeheuer, Jahrgang 2018; 100 % Riesling von Basalt und Buntsandstein mit Kalkgeröll.

Selektive Handlese vollreifer Trauben, schonende Kelterung bei geringem Druck. Temperaturkontrollierte, spontane Gärung und Ausbau im großen Doppelstück-Holzfass, mit langer Lagerung auf der Vollhefe. Biologisch-dynamischer Anbau (DE-ÖKO-003).

Im Glas

Ein kraftvoller, dichter Basalt-Riesling: reife gelbe Frucht, Marille und Birne, dazu Zitrus, eine kühle Rauchigkeit und ätherische Anklänge über markanter, salziger Mineralität. Am Gaumen zugleich straff und mürbe-warm, mit vibrierender Struktur, lebendiger Säure und einem sehr langen, salzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Marille und Birne über Zitrus, kühler Rauchigkeit und salziger Mineralität – kraftvoll und dicht, mit vibrierender Struktur, lebendiger Säure und sehr langem, salzigem Nachhall.

Ein großer, sehr langlebiger Pfalz-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu leicht geräuchertem Fisch, zu Meeresfrüchten und Hummer, zu Geflügel und Kalb in Rahmsauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Ungeheuer, Forst (Pfalz); südöstlicher Hang; vulkanischer Basalt, verwitterter Buntsandstein mit Kalkgeröll, dichte Ton-/Sandschichten; Gutsanteil 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil
Klassifikation: Riesling G.C. (gutseigene Grand-Cru-Klassifikation), Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Handlese, schonende Kelterung, temperaturkontrollierte Spontangärung und Ausbau im großen Doppelstück-Holzfass, lange Vollhefe; biologisch-dynamisch, DE-ÖKO-003

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Italien

Montevertine Le Pergole Torte 2020

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

100 % Sangiovese Toscana IGT Le Pergole Torte Radda in Chianti Montevertine 2 Jahre Holz (Barrique + Botte) unfiltriert 2020

Der Montevertine Le Pergole Torte 2020 ist die Ikone des Guts – der erste reinsortige Sangiovese der modernen Toskana. Er versprüht eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann, ist vielschichtig und sehr langlebig. Wahre italienische Winzerkunst.


Le Pergole Torte – die Sangiovese-Ikone aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese). Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen Stil weiter.

Der Le Pergole Torte (frei übersetzt „die krummen Pergolen") war die erste Lage, die Sergio Ende der 1960er pflanzte – und mit dem Jahrgang 1977 der erste reinsortige Sangiovese der Radda-Region, ein Pionier der Supertoskaner. Heute stammt der Wein aus den ältesten Parzellen des Guts (ab 1968), reinsortig Sangiovese, von den hochgelegenen, mineralischen Alberese-Böden. Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen.

Jahrgang 2020 – Toscana

2020 brachte in der Toskana einen ausgewogenen, eher klassisch gefärbten Sangiovese-Jahrgang mit reifer Frucht und feiner Frische. Im Le Pergole Torte ergibt das einen eleganten, mineralisch geprägten Wein mit großer Spannung, seidiger Textur und langem Reifepotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Sangiovese aus dem Jahrgang 2020, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung im Betontank mit rund dreiwöchiger Maischestandzeit, anschließend zweistufiger Ausbau über zwei Jahre: ein Jahr in kleinen Allier-Barriques (gebraucht) und ein Jahr in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, unfiltriert.

Im Glas

Der Le Pergole Torte versprüht für einen Rotwein eine Frische und Saftigkeit, wie sie nur in der Toskana wachsen kann; zudem ist er vielschichtig und sehr langlebig. Im Geschmack dominieren reife Kirschfrüchte und Zedernholz neben balsamischen Noten. Sehr harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen – ein wahrer Connaisseur-Wein italienischer Winzerkunst.

Frisch und saftig, vielschichtig und langlebig – harmonisch am Gaumen, mit seidigen Tanninen.

Schon jetzt zugänglich nach kräftigem Dekantieren, mit großem Reifepotenzial über 20+ Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Bistecca alla Fiorentina und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); hochgelegene Alberese-/Galestro-Böden (~350–450 m); älteste Parzellen, ab 1968
Klassifikation: Toscana IGT, 100 % Sangiovese (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 2 Jahre Holz (ein Jahr Allier-Barrique, ein Jahr großes slawonisches Fass), unfiltriert

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Weine

Jörg Geiger Alkoholfrei Prickelnd Rotfruchtig

Jörg Geiger Rotfruchtig ist die dunkelste der alkoholfreien Cuvées aus Schlat: Sauerkirsche, schwarze Johannisbeere und Holunderbeere, dazu Quitte und Limette. Kräftig, fruchtig und mit feiner Kohlensäure – eine echte Alternative, wenn es mal ohne Alkohol sein soll.

Im Glas

Feines Prickeln. In der Nase dichte dunkle Beeren und Kirsche, dazu eine frische Spur Limette. Im Mund voll und saftig, die Quitte bringt eine leicht herbe Note, die Limette hält alles lebendig. Ein Getränk mit Kraft, das nicht süßlich wirkt.

Mach was draus

Rote Grütze mit Vanilleeis, Schwarzwälder Kirschtorte, ein Beerenkuchen oder ein Teller mit dunkler Schokolade. Auch solo als alkoholfreier Aperitif macht er Freude. Ideal für Familienfeste, den Brunch oder alle, die abends noch fahren müssen. Gut gekühlt servieren, am besten im Weinglas. So kommt der Duft der Beeren viel besser zur Geltung als im Becher oder in der Flöte.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Zur roten Grütze ist er für mich unschlagbar. Die Säure der Sauerkirsche passt perfekt zur Sahne.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Ist er wirklich alkoholfrei? Ja. Rotfruchtig ist ein alkoholfreies, prickelndes Fruchtgetränk aus Streuobst und Beeren.

Was gibt ihm die herbe Note? Die Quitte. Sie schmeckt leicht herb und bremst die Süße der Beeren.

Johannisbeere (schwarz), Sauerkirsche, Holunder, Limette, Quitte · alkoholfrei, mit Kohlensäure · Streuobstwiesen der Schwäbischen Alb · Manufaktur Jörg Geiger, Schlat · Stand: Oktober 2026

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Italien

Zabu Il Passo Nerello Mascalese

Rotwein · Terre Siciliane IGT · Cuvée

Nerello Mascalese & Nero d'Avola Terre Siciliane IGT Sizilien Appassimento Fantini by Farnese halbtrocken

Zabù Il Passo Nerello Mascalese ist eine konzentrierte, halbtrockene Rotwein-Cuvée der Fantini Group aus Sizilien. Aus Nerello Mascalese und Nero d'Avola, bereitet aus angetrockneten Trauben: rubinrot, mit dunkler Beerenfrucht in der Nase, am Gaumen vollmundig und warm, mit süßen Kirschen, Pflaumen und feiner Restsüße.


Sizilien – zwei Inselsorten, zwei Temperamente

Sizilien ist die größte Insel im Mittelmeer und eines der ältesten Weinbaugebiete Italiens. Das Klima ist mediterran: lange, heiße und trockene Sommer, milde Winter, viel Sonne. Die Herkunftsbezeichnung Terre Siciliane IGT umfasst die gesamte Insel und erlaubt es, Trauben aus verschiedenen Teilen zusammenzuführen.

Die beiden Rebsorten stehen für die zwei Gesichter des sizilianischen Rotweins. Nerello Mascalese ist die Sorte der Hänge rund um den Ätna: hell in der Farbe, mit roter Frucht, lebhafter Säure und feinem, festem Tannin – oft mit Pinot Noir oder Nebbiolo verglichen. Nero d'Avola kommt aus dem heißen Süden der Insel und bringt das Gegenteil: tiefe Farbe, dunkle Pflaumenfrucht, Fülle und weiche Gerbstoffe. In der Cuvée gibt der eine die Struktur, der andere den Körper.

Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, eine der großen Erzeugergruppen Süditaliens mit Wurzeln in den Abruzzen; Zabù ist das sizilianische Weingut der Gruppe.

Angetrocknete Trauben – was „Il Passo" bedeutet

Cuvée aus Nerello Mascalese und Nero d'Avola. Der Name „Il Passo" verweist auf das Appassimento: Die Trauben werden vor dem Pressen angetrocknet und verlieren dabei einen Teil ihres Wassers. Zucker, Säure, Farbstoffe und Aromen konzentrieren sich, die Beeren werden rosinenartig.

Aus diesem Most entsteht ein Wein mit mehr Körper, mehr Glycerin und einer weicheren, fast samtigen Textur als aus frischen Trauben. Die Gärung wird nicht ganz zu Ende geführt, eine feine Restsüße bleibt im Wein – daher die Einstufung als halbtrocken und der warme, vollmundige Charakter.

Im Glas

Rubinrot. In der Nase fruchtige, dunkle Beeren, dazu getrocknete Pflaume und ein Hauch Rosine aus dem Antrocknen. Am Gaumen vollmundig, warm und recht kräftig, mit süßen Kirschen und Pflaumen. Mittelschwer und rund, die feine Restsüße wird von der Säure des Nerello Mascalese getragen; der Abgang ist weich.

Angetrocknete Trauben für Fülle und Süße, Nerello Mascalese für die Säure, die sie trägt.

Bei 16–18 °C servieren, nicht wärmer – die Restsüße tritt sonst zu deutlich hervor. Jung zu trinken.

Am Tisch

Ein kraftvoller, konzentrierter Rotwein zu herzhafter Küche; die feine Restsüße passt besonders zu Würzigem. Klassische Begleitung: Schmorgerichte, würziges Lamm, reifer Käse und dunkle Schokolade. Ebenso zu Barbecue, Chili con Carne, Caponata und gereiftem Pecorino.


Produzent Zabù, Fantini by Farnese
Rebsorte Nerello Mascalese und Nero d'Avola
Lage Sizilien, Italien
Klassifikation Terre Siciliane IGT · halbtrocken
Vinifikation Appassimento, Antrocknen der Trauben vor dem Pressen · Restsüße
Trinkempfehlung jung trinken

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Rebsorten

Nerone Negroamaro Primitivo

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Nerone ist eine apulische Rotwein-Cuvée, in der sich Negroamaro und Primitivo die Klinke in die Hand geben. Rote Beerenfrucht trifft auf schwarze Beerenfrucht, getragen von einer warmen, cremigen Art – mit leichten Anklängen von Rosinen, dezenter Würze und rundem Finish.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima sorgt für üppige, reife Frucht. Negroamaro und Primitivo sind die beiden prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negroamaro und Primitivo. Negroamaro bringt rote Beerenfrucht und feine Würze, Primitivo dunkle Beerenfrucht, Wärme und cremige Fülle. Zusammen ergeben sie einen weichen, zugänglichen Rotwein mit reifer Frucht.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase rote und schwarze Beerenfrucht mit leichten Anklängen von getrockneten Rosinen und dezenter Würze. Am Gaumen warm, cremig und rund, mit weicher Frucht, milden Tanninen und rundem Finish.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Feierabendwein.

Passt zu: Pastagerichten, Pizza, gegrilltem Fleisch und mittelreifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Nerone (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus Negroamaro & Primitivo
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Rebsorten

Gran Maestro Rosso Puglio Appassimento

Rotwein · Puglia · Salento · Appassimento · Italien

Cielo e Terra Gran Maestro Rosso Appassimento ist eine dunkelrote Cuvée aus Sangiovese- und Primitivo-Trauben aus dem Salento in der Region Puglia. Nach der Appassimento-Methode aus angetrockneten Trauben gewonnen, besticht er durch ein Potpourri an roten Früchten. Im Glas vollmundig, weich und rund.


Salento (Puglia)

Der Salento bildet die südliche Spitze der Region Puglia (Apulien). Das warme, mediterrane Klima und die sonnenverwöhnten Lagen bringen vollreife, fruchtbetonte Rotweine hervor. Sangiovese und Primitivo finden hier ideale Bedingungen.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sangiovese und Primitivo und wird nach der Appassimento-Methode erzeugt: Die Trauben werden vor der Gärung angetrocknet, was Konzentration, Fülle und reife Frucht verstärkt. Das Ergebnis ist ein vollmundiger Wein mit milden Tanninen.

Im Glas

Dunkles Rot. In der Nase ein Potpourri an roten Früchten. Am Gaumen weich und rund, getragen von reifen Primäraromen, mit vollem Körper, milden Tanninen und guter Balance. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Pasta mit kräftigen Saucen, Schmorgerichte und mittelreifer Käse.


Lage: Salento, Puglia (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT/IGP – Rosso (Appassimento)
Ausbau: Sangiovese/Primitivo, Appassimento (angetrocknete Trauben)

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Rebsorten

Pichler-Krutzler Riesling Loibenberg 2021

Weißwein · Wachau DAC · Riesling

Riesling Wachau DAC · Ried Loibenberg Gföhler Gneis Steinterrassen Reben 35–50 Jahre 2021 trocken

Der Pichler-Krutzler Riesling Loibenberg 2021 stammt aus vier Parzellen in den steinigen, exponierten Teilen der Ried Loibenberg bei Unterloiben. Elisabeth Pichler-Krutzler und Erich Krutzler lesen hier Riesling von 35 bis 50 Jahre alten Reben auf Gneisterrassen über der Donau. Das Ergebnis ist ein trockener Lagenwein mit reifer Steinobstfrucht, fester Mineralik und der straffen Säure eines kühlen Wachauer Herbstes.


Ried Loibenberg – Gneisterrassen über Unterloiben

Der Loibenberg prägt das Ortsbild von Unterloiben am östlichen Ende der Wachau. Mit 35,58 Hektar gehört er zu den großen Rieden des Gebiets und reicht von 212 bis 394 Metern Seehöhe. Die Weingärten sind vollständig terrassiert und öffnen sich von West bis Südost. Die Hangneigung liegt im Mittel bei 39 %, an den steilsten Stellen bei 81 %. Wegen dieser Ausdehnung und der großen Höhenunterschiede ist die Riede in vier offizielle Subrieden gegliedert: Langen Zung, Süssenberg, Rauheneck und Rothenberg.

Das Ausgangsgestein ist Gföhler Gneis, ein aus granitähnlichem Gestein umgeformtes Metamorphit. Daraus entsteht ein sandig-steiniger Boden, der Wasser rasch abführt, sich schnell erwärmt und die Reben im Frühjahr früh austreiben lässt. Am Hang wurde durch Erosion eiszeitlicher Löss eingemischt. Der Oberboden ist heute weitgehend entkalkt, stellenweise haben sich aber Lössinseln gehalten. Pro Jahr kommt die Riede auf rund 2.004 Sonnenstunden. Die Bewirtschaftung der Terrassen erfordert insgesamt etwa 26.700 Arbeitsstunden.

Urkundlich erscheint der Berg bereits im späten 14. Jahrhundert, damals als „leub_n perig“. Pichler-Krutzler bewirtschaftet für diesen Riesling vier Parzellen, die alle in den steinigen, exponierten Abschnitten liegen – dort, wo der Gneis dicht unter der Oberfläche ansteht und die Reben tief wurzeln müssen.

Jahrgang 2021 – Wachau

Das Wachauer Weinjahr begann mit einem ungewöhnlich späten Austrieb. Bis Anfang Juli blieb es trocken, die Blüte setzte österreichweit erst Mitte Juni ein. Im Juli und August regnete es häufig, dazu kamen Hagelschläge in Rossatz und in Dürnstein/Loiben. In den betroffenen Weingärten fielen die Mengeneinbußen erheblich aus, die Reife verzögerte sich. Die Hagelschäden an den Beeren trockneten jedoch vollständig ab.

Ein sonniger, trockener Herbst mit kühlen Nächten brachte ideale Lesebedingungen. Über die gesamte Wachau lag die Erntemenge im langjährigen Durchschnitt. Beim Riesling, der als letzte Sorte gelesen wird, bewahrten die kühlen Oktobernächte eine feste, klare Säure bei voller Aromenreife. 2021 steht in der Wachau für präzise, strukturierte Lagenweine mit langem Reifepotenzial.

Lese und Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, von 35 bis 50 Jahre alten Reben. Die Trauben werden von Hand Anfang bis Mitte Oktober gelesen – bewusst nicht zu spät, damit der Wein Spannung behält und nicht breit wird.

Gärung und Reifung dauern acht bis neun Monate, teils im Stahltank, teils im großen Holzfass mit 15 Hektolitern. Der Stahl bewahrt die Frucht, das große Holz gibt Textur, ohne Holzaromen abzugeben. Abgefüllt wird im Juli oder August nach der Lese. Der Wein ist trocken ausgebaut.

Im Glas

Hell grüngelb. In der Nase reifer Weingartenpfirsich und Marille, darunter kühle Zitrusnoten und ein rauchiger Anklang vom Gneis. Am Gaumen saftig und zugleich straff, die Frucht wird von einer festen Säure und einer steinigen Mineralik eingefasst. Der Abgang ist lang und salzig.

Vier Parzellen auf Gföhler Gneis, gelesen im kühlen Oktober 2021: reife Steinobstfrucht in einem straffen, steinigen Rahmen.

Jetzt bereits zugänglich, gewinnt mit einigen Jahren Flaschenreife deutlich an Tiefe. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Saibling oder Zander aus der Pfanne, Meeresfrüchte, Geflügel und Kalb in heller Sauce, Spargel sowie mild-würzige asiatische Küche.


Produzent Weingut Pichler-Krutzler, Oberloiben (Dürnstein)
Rebsorte Riesling
Lage Ried Loibenberg, Unterloiben, Wachau · 35,58 ha · 212–394 m · West bis Südost · terrassiert · Gföhler Gneis mit Lösseinmischung · vier Parzellen
Klassifikation Wachau DAC · Riedenwein · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation Handlese Anfang bis Mitte Oktober
Ausbau 8–9 Monate Stahltank und großes Holzfass (15 hl) · Abfüllung Juli/August
Rebenalter 35–50 Jahre

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Länder/Regionen

Aphrodis Banyuls Traditionnel

Süßwein · Banyuls · Vin Doux Naturel · Roussillon

Aphrodis Banyuls Traditionnel ist ein roter Vin Doux Naturel – ein Likörwein – aus dem Roussillon im Süden Frankreichs. Er wächst an den steilen Schieferhängen rund um Banyuls-sur-Mer, überwiegend aus Grenache. Während der Gärung bewahrt die Zugabe von Alkohol den natürlichen Zucker und das Traubenaroma. Anschließend reift er traditionell im Eichenfass.


Banyuls

Banyuls liegt an der Mittelmeerküste des Roussillon, an steilen Terrassen rund um Banyuls-sur-Mer nahe der spanischen Grenze. Auf den kargen, trockenen Schieferböden wächst vor allem Grenache mit extrem geringen Erträgen. Sonne, Wind und Meeresnähe prägen den konzentrierten Stil.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein basiert überwiegend auf Grenache. Die fast rosinierten Trauben werden vergoren, dann wird die Gärung durch Zugabe von Alkohol gestoppt (Mutage), sodass natürlicher Zucker und Traubenaroma erhalten bleiben. Es folgt eine traditionelle Reifung im Eichenfass.

Im Glas

Tiefes, granatrotes Bild. In der Nase reife dunkle Frucht, Dörrpflaume und Rosine, dazu Kakao und feine Holzwürze. Am Gaumen süß, vollmundig und konzentriert, mit weicher Struktur. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren, als Dessertwein oder Digestif. Durch den hohen Zucker bleibt er auch nach dem Öffnen länger haltbar.

Klassische Begleitung: Schokoladendesserts, Blauschimmelkäse und Trockenfrüchte.


Lage: Banyuls-sur-Mer, Roussillon; Schieferterrassen
Klassifikation: Banyuls AOC – Vin Doux Naturel (Traditionnel)
Ausbau: Mutage mit Alkohol, traditionelle Reifung im Eichenfass

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