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21. Januar 2022

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Frankreich

Bertheau Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2019

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses · 1er Cru Chambolle-Musigny unterhalb Le Musigny · SO-Lage 2019

Der Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2019 der Domaine François Bertheau stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – einem Weinberg auf Grand-Cru-Niveau. In der Jugend verschlossen, läuft Bertheaus Amoureuses über die Jahre zur Hochform auf: Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und ein unendlich sanfter Nachhall.


Les Amoureuses – der berühmteste Premier Cru von Chambolle

Les Amoureuses („die Liebenden") gilt als bester Premier Cru der Gemeinde und als einer der großen Weinberge der Welt – bei einer Neuklassifizierung wäre ein Grand-Cru-Status kaum fraglich. Die Lage liegt am südlichen Ende von Chambolle-Musigny, direkt oberhalb des Dorfes Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny; im Norden grenzt Les Charmes, südlich Les Petits Vougeots.

Der kalkhaltige Boden ist hier leichter: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in Felsspalten zwingt. Das begrenzt Wuchskraft und Ertrag und führt zu kleinen, konzentrierten Beeren. Die meist südöstliche Ausrichtung und das kühle Klima sichern Reife bei erhaltener Säure. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2019 – Côte de Nuits

2019 war ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Trotz der Wärme bewahrten die Trauben eine bemerkenswerte Frische; die Reben lieferten konzentrierte, vollreife Frucht.

Für die roten Burgunder steht 2019 für Tiefe und reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der zur balancierten Art der Amoureuses passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2019.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Jugend verschlossen und subtil. Mit Reife entfalten sich Samt und Seide, reinste, kernige Himbeerfrucht, ein erdiger Charakter und feste, zugleich seidige Tannine. Der Abgang ist unendlich sanft und lang.

Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und feste, seidige Tannine – ein Kult-Premier-Cru mit unendlich sanftem Nachhall.

In der Jugend noch verschlossen; sein volles Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre, oft Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein eleganter Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Amoureuses (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); unterhalb Le Musigny, dünner Felsboden über hartem Kalkstein, SO-Lage
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Portugal

Feuerheerd´s Late Bottled Vintage Port 2018

Portwein · Late Bottled Vintage · Douro · Portugal

Feuerheerd's Late Bottled Vintage Port ist ein trinkreifer LBV-Portwein vom traditionsreichen Haus Feuerheerd's (Barão de Vilar) aus dem Douro. Er reift vier bis sechs Jahre im Holzfass, bevor er in Flaschen abgefüllt wird. Vollmundig und extraktreich, mit intensiver, fruchtiger Aromatik.


Douro

Feuerheerd's (Barão de Vilar) ist ein traditionsreiches Portweinhaus aus dem Douro-Tal in Nordportugal, einer der ältesten Weinbauregionen der Welt mit steilen Schieferterrassen.

Herstellung und Reifung

Der Late Bottled Vintage wird aus den klassischen Douro-Sorten (u. a. Touriga Nacional, Touriga Franca, Tinta Roriz, Tinta Barroca und Tinto Cão) erzeugt. Er reift vier bis sechs Jahre im Holzfass, bevor er abgefüllt wird – so ist er bereits trinkreif.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase und am Gaumen dominieren intensive, fruchtige Aromen von Pflaumen, Kirschen und schwarzen Johannisbeeren, dazu Pinienkerne, Eukalyptus und Schokolade. Sehr vollmundig und extraktreich, mit süßem, tanninreichem Nachhall.

Zum Genuss

Bei 16–18 °C servieren; bereits trinkreif. Köstlich als Apéritif oder zum Dessert.

Klassische Begleitung: Desserts, Käse, Schokolade und Trockenfrüchte.


Herkunft: Douro (Portugal)
Art: Late Bottled Vintage Port (LBV, süß)
Reifung: 4–6 Jahre im Holzfass

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Ungeheuer Forst GC 2025 BIO Magnum

Weißwein · Forst, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Forster Ungeheuer 0,9 ha im historischen Kern Basalt, Sandstein, Ton Spontangärung Magnum 1,5 l, DE-ÖKO-003

Ungeheuer G.C. 2025 in der Magnum kommt aus der einzigen Bodenformation, die in der Mittelhaardt wirklich aus dem Rahmen fällt: Vulkanischer Basalt liegt hier inmitten des allgegenwärtigen Buntsandsteins. Dr. Bürklin-Wolf bewirtschaftet 0,9 Hektar im historisch wertvollsten Teil der knapp 33 Hektar großen Forster Lage – und füllt daraus einen Riesling, der zu den kraftvollsten des Guts zählt.


Ungeheuer – Basalt im Sandsteinland

Die Lage liegt am Fuß des Haardtgebirges zwischen 130 und 170 Metern, nach Süden und Südosten ausgerichtet, mit bis zu dreißig Prozent Hangneigung; etwa ein Drittel der Flächen ist terrassiert. Was den Ungeheuer geologisch von seinen Nachbarn trennt, liegt darunter: Zum verwitterten Buntsandstein mit Kalkgeröll tritt vulkanischer Basalt. Dieses dunkle, dichte Gestein erwärmt sich schnell und speichert Wärme über die Nacht – zusammen mit der südöstlichen Neigung erklärt das, warum die Reben hier früh in die Blüte gehen und die Reife zügig beginnt. Darunter liegen dichte Ton- und Sandschichten, die tiefgründig Wasser halten und die Nährstoffversorgung sichern.

Der Name führt in die Irre, und das gleich doppelt. Die markanten Sandsteinfiguren am Ortseingang von Forst legen ein Fabelwesen nahe, sind aber jüngeren Datums und reine Publikumsattraktion. Tatsächlich geht der Lagenname auf den Familiennamen eines Deidesheimer Stadtschreibers zurück, wobei eine Flurbezeichnung „an dem ungehuwern" bereits aus dem 14. Jahrhundert überliefert ist. Die Anekdote, Otto von Bismarck habe Ende der 1880er-Jahre befunden, dieses Ungeheuer schmecke ihm ungeheuer, hat zur Bekanntheit beigetragen – die königlich-bayerische Lagenklassifikation hatte den Weinberg allerdings schon 1828 als Spitzenlage geführt.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im Mittel, Spätfrost blieb vereinzelt. Der Sommer war sehr heiß und trocken bei außergewöhnlich niedrigem Pilzdruck – für einen biodynamisch geführten Betrieb ein entspanntes Pflanzenschutzjahr. Die Beeren blieben klein und gewannen aromatisch. Ab Mitte Juli setzten flächendeckende Niederschläge ein und regten den Wuchs noch einmal an. Auf dem Ungeheuer trifft Hitze auf einen Boden, der Wärme ohnehin verstärkt; entscheidend war deshalb der tiefgründige Ton- und Sanduntergrund, der Wasser hält, wo flachgründigere Lagen früher in den Stress geraten.

Anfang September beschleunigte die Hitze die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig, ab Mitte September brachten Niederschläge stellenweise Botrytis und erzwangen schnelles Lesen der hochreifen Trauben. Um den 23. September war die pfälzische Ernte abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig bleibt 2025 klein: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter Vorjahr. In den Keller kamen kleine Beeren mit hohen Mostgewichten bei ausgewogener Säure – auf einer warmen Basaltlage die Konstellation, bei der die Kraft nicht in Breite umschlägt.

Spontangärung, Doppelstück und das Magnumformat

Im Januar 2005 stellte Dr. Bürklin-Wolf alle Weinberge auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung um, zertifiziert durch die Kontrollstelle LACON und als erster deutscher Betrieb Mitglied der französischen Vereinigung SIVCBD mit der Marke Biodyvin. Die rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg bewirtschaftet das Gut ausschließlich selbst, ohne Traubenzukauf; die G.C.-Lesegüter werden von Hand gelesen und selektioniert.

Im Keller gilt für alle Grands Crus dasselbe Verfahren: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach ein langer Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Beim Ungeheuer hat dieser lange Fassausbau eine besondere Funktion – er nimmt der Lage die jugendliche Ungestümheit, für die sie bekannt ist, und formt aus Kraft Struktur. Das Magnumformat setzt diese Logik fort: In der 1,5-Liter-Flasche ist das Verhältnis von Sauerstoffeintrag zu Weinmenge kleiner als in der 0,75er, die Entwicklung läuft entsprechend langsamer und gleichmäßiger. Gerade bei einem Wein, der Zeit ohnehin gut verträgt, ist das kein kosmetisches Format, sondern eine andere Reifekurve.

Im Glas

Kräftiges Gelb mit grünem Rand. Die Nase ist dunkler getönt als bei den Deidesheimer Lagen des Guts: gelbe Steinfrucht und Zitrusschale, dahinter eine rauchig-erdige Note und eine deutliche Würze, wie sie basaltgeprägte Böden häufig mitbringen. Am Gaumen zeigt der Wein Masse – breite Schultern, viel Extrakt aus den kleinen Beeren des Jahrgangs, ein fester, fast salziger Kern. Die Säure ist reif und steht der Kraft nicht entgegen, sondern gibt ihr Richtung. Der Abgang ist lang, mineralisch unterlegt und trocken, mit einem griffigen, leicht phenolischen Schluss. In der Magnum wirkt alles noch etwas verschlossener als im Normalformat.

Kein Wein, der Feinheit vorführt – einer, der sie sich erarbeitet.

Am Tisch

Die Magnum ist ein Tischwein für größere Runden und verlangt entsprechend kräftige Gerichte. Gut passen Bresse-Poularde und Perlhuhn aus dem Ofen, Kalbsbraten, Schweinebauch mit Kruste, Wildgeflügel, Saibling und Steinbutt mit Speck oder Brotkruste, Pilzrisotto mit Steinpilzen. Auch gereifter Hartkäse trägt der Wein mühelos. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren; jung gehört diese Flasche in die Karaffe und braucht dort mindestens eine Stunde.


Lage: Forst a. d. Weinstraße, Ungeheuer (VDP.Große Lage; gutsintern G.C.) – Einzellage knapp 33 ha, 130–170 m ü. NHN, süd- bis südostexponiert, bis 30 % Hangneigung, rund ein Drittel terrassiert; davon 0,9 ha im historisch wertvollsten Teil im Besitz des Weinguts; verwitterter Buntsandstein mit Kalkgeröll und vulkanischem Basalt über dichten Ton- und Sandschichten; 1828 als Spitzenlage klassifiziert
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Handlese und Selektion, temperaturkontrollierte Spontangärung, langer Ausbau im Doppelstück-Holzfass; Abfüllung in der Magnum (1,5 l); biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit Januar 2005, LACON-zertifiziert, Mitglied SIVCBD / Biodyvin / DE-ÖKO-003

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Weine

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett # 03 2025 Magnum

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Kabinett #03 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % Magnum 1,5 l · 2025

Der Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Kabinett #03 2025 in der Magnum stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett (#03) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts bewahrt. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett: Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem frischen, mineralischen Nachhall.

Apfel, Zitrus und weißer Pfirsich über floralen Anklängen und feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Kabinett, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Weine

Dönnhoff Schloßböckelheimer Felsenberg Riesling GG 2025

Weißwein · VDP.Großes Gewächs · Riesling trocken

100 % Riesling Schloßböckelheimer Felsenberg · Felsentürmchen VDP.Große Lage · Großes Gewächs 2025 Porphyr und Melaphyr Reben 25–50 Jahre ca. 40 hl/ha

Der Dönnhoff Felsenberg „Felsentürmchen" Riesling GG 2025 stammt aus den steilsten Parzellen im Herzen des Schloßböckelheimer Felsenberg, VDP.Große Lage. Der Untergrund ist roter vulkanischer Hartstein – Porphyr und Melaphyr. Selektive Handlese in mehreren Durchgängen, rund 40 hl/ha, Ausbau in großen Eichenholzfässern und Edelstahl. Der rauchig-feuersteinige Charakter dieses Weins kommt direkt aus dem Gestein.


Felsenberg „Felsentürmchen" – Vulkangestein über der Nahe

Der Felsenberg fällt bei Schloßböckelheim als sehr steiler Südhang zur Nahe ab, mit 45 bis 55 Prozent Neigung und einem Hangfuß auf etwa 125 Metern. Der Fels darunter ist vulkanischen Ursprungs: Porphyr und Melaphyr, harte Ergussgesteine aus dem Perm, überlagert von einer dünnen Schicht steinigen, braungrauen Lehms. Das Gestein erwärmt sich schnell, hält die Wärme über die Nacht und lässt Wasser ungebremst abziehen. Bestockt ist die Lage ausschließlich mit Riesling.

Aus diesem Wärmehaushalt folgt der eigentliche Vorteil der Lage: ein früher Vegetationsbeginn und damit eine ungewöhnlich lange Reifephase. Die Trauben hängen länger am Stock, ohne dass die Zuckerreife davonläuft – die Grundlage für Weine, die Kraft und Säure gleichzeitig tragen. Das namensgebende Felsentürmchen, ein aus dem Hang ragender Felskopf, markiert den Kern der Lage; Dönnhoff nutzt für dieses Große Gewächs die besten steilen Parzellen ringsum mit Reben im Alter von 25 bis 50 Jahren.

Direkt benachbart liegt die Kupfergrube, angelegt auf dem Gelände eines aufgelassenen Kupferbergwerks – auch sie vulkanisch, aber kühler und später. Der Felsenberg ist im Vergleich der wärmere, frühere Hang; seine Weine zeigen mehr Substanz und weniger scharfe Kante. Innerhalb des Dönnhoff-Portfolios steht er für Rauch und Feuerstein, während der Kies des Kreuznacher Krötenpfuhls Fülle und der Rotliegend-Sandstein in Roxheim Kräuterwürze liefern.

Jahrgang 2025 – Nahe

Nach ausreichenden Niederschlägen im Frühjahr und leicht überdurchschnittlichen Temperaturen stand an der Nahe ein dichter Traubenbehang; Spätfröste und lokaler Hagel kosteten einzelne Gemarkungen Menge. Der warme, trockene August gab dem Jahrgang seine Richtung: Die Zuckerreife legte so schnell zu, dass die Mostgewichte bereits Anfang September hohe Werte erreichten. Anders als in vergleichbar heißen Jahren blieb die Säure dabei erhalten – ein Verlauf, den Winzer der Region mit 2015 verglichen.

Die Lese zählte zu den frühesten und schnellsten in der Geschichte des Anbaugebiets. Zum Wendepunkt wurde der Regen am 23. und 24. September: Davor kam makelloses Lesegut in den Keller, danach war Selektion Pflicht. Anfang Oktober war an der Nahe fast alles gelesen. Die Erntemenge blieb bei 246.000 Hektolitern, drei Prozent unter dem Vorjahr und rund 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Für den früh startenden Felsenberg bedeutete das: reifes Material zu einem Zeitpunkt, an dem die Lese noch selbst über den Termin entscheiden konnte – hier wurde in mehreren Durchgängen selektiv gelesen statt in einem Zug abgeerntet.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Riesling aus dem Jahrgang 2025, zu 100 Prozent selektiv von Hand gelesen in mehreren Durchgängen, bei einem Ertrag von rund 40 hl/ha. In dieser Hangneigung ist jeder Arbeitsgang Handarbeit. Nach schonender Pressung reift der Wein in klassischen großen Eichenholzfässern und Edelstahl – das gebrauchte Holz liefert Sauerstoffzutritt und Bindung, kein Holzaroma.

Der Ausbau folgt einem zweistufigen Hefeprogramm: mindestens sechs Monate auf der Vollhefe, anschließend zwei weitere Monate auf der Feinhefe. Die lange Vollhefephase ist der Grund für die dichte, fast salzige Textur dieses Weins; sie bindet die Reife des Jahrgangs 2025 in Struktur, statt sie in Fülle laufen zu lassen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Schimmer. In der Nase Feuerstein und Rauch vor gelbem Steinobst, Zitrusschale und einer kühlen Kräuterwürze. Am Gaumen kraftvoll und dicht, getragen von reifer, feiner Säure und einer kristallinen, salzig-mineralischen Struktur, die den Wein bis weit in den Abgang hinein zusammenhält. Die Länge ist die eigentliche Auffälligkeit dieser Lage.

Porphyr und Melaphyr erwärmen sich schnell und speichern lange – daraus entsteht der frühe Austrieb und die lange Reifephase, die dem Felsenberg seine Substanz gibt.

In der Jugend verschlossen. Dieses Große Gewächs braucht Zeit und entwickelt sich zwischen 2029 und 2038; die Konzentration des kleinen Jahrgangs 2025 trägt es bis 2042. Junge Flaschen mindestens eine Stunde vorher dekantieren, bei 11–13 °C im großen Glas servieren – der Rauchton öffnet sich erst mit Luft und Temperatur.

Am Tisch

Zu gebratenem Steinbutt und Loup de mer, zu Jakobsmuscheln mit Blumenkohl, zu Kalbsbries mit Morcheln. Ebenso zu Perlhuhn, zu Schweinebauch mit Röstaromen und zu gereiftem Comté. Der rauchige Zug dieses Weins verlangt nach Pfanne oder Grill, nicht nach Rahmsauce.


Produzent Weingut Dönnhoff, Oberhausen an der Nahe
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Schloßböckelheimer Felsenberg, Parzelle „Felsentürmchen" – Südhang, 45–55 % Neigung
Klassifikation VDP.Große Lage · Großes Gewächs, trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation 100 % selektive Handlese in mehreren Durchgängen · schonende Pressung · ca. 40 hl/ha
Ausbau Große Eichenholzfässer und Edelstahl · mindestens 6 Monate Vollhefe · 2 Monate Feinhefe
Trinkempfehlung 2029–2042
Boden Roter vulkanischer Hartstein – Porphyr und Melaphyr, steiniger Lehm
Rebenalter 25–50 Jahre

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Spanien

Envinate Benje blanco 2024

Weißwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Blanco

100 % Listán Blanco D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m wurzelechte Altreben Beton & Barrique · 8 Mon. Hefe 2024

Der Envínate Benje Blanco 2024 ist ein salzig-mineralischer Listán Blanco aus rund 1.000 Metern Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – frisch, vertikal und herkunftsgenau. „Benje" bedeutet in der Sprache der Guanchen „Krater". Vulkanweiß von großer Spannung.


Benje – Vulkanweiß aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. Roberto Santana lebt auf Teneriffa und bewirtschaftet die Benje-Parzellen gemeinsam mit lokalen Winzerfamilien.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide – „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen auch 2024 einen frischen, vertikalen Weißwein mit klarer Frucht, lebendiger Säure und salziger Mineralität. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco (Palomino) aus dem Jahrgang 2024, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Handlese mit Selektion im Weinberg; Spontangärung mit Wildhefen in Betontanks und kleinen offenen Bottichen. Anschließend reift der Wein rund acht Monate auf der Feinhefe – etwa zu 60 % in Beton und zu 40 % in gebrauchten 228-Liter-Fässern aus französischer Eiche. Unfiltriert, mit minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Ein frischer, saftiger und zugleich mineralisch geprägter Vulkanweiß: Aromen von frischem Apfel und knackiger Birne, dazu florale und kräutrige Noten, feine Zitrusanklänge und ein deutlicher mineralischer, salziger Hintergrund. Am Gaumen vertikal und spannungsreich, mit prägnanter Säure und einem leicht herb-mandeligen, langen Abgang – ein Wein, der nach Essen verlangt.

Frisch, saftig und vertikal – Apfel und Birne, salzige Mineralität und ein langer, herb-mandeliger Abgang.

Schon jung mit viel Spannung, gewinnt aber über einige Jahre; profitiert von etwas Luft. Bei 10–12 °C im größeren Glas servieren.

Am Tisch

Hervorragend zu Fisch und Meeresfrüchten (besonders Sardinen, Austern, Ceviche), zu Reisgerichten sowie zu weißem Fleisch und Geflügel.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben (~70–120 J.)
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora, 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Handlese, Spontangärung in Beton und offenen Bottichen, ~8 Monate auf der Feinhefe (ca. 60 % Beton / 40 % gebrauchte 228-l-Barriques), unfiltriert; organischer Anbau

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Rebsorten

Hensel Höhenflug Spätburgunder

Rotwein · Spätburgunder · Pfalz · Deutschland

Hensel Höhenflug Spätburgunder ist ein trockener, im Barrique ausgebauter Rotwein vom Weingut Thomas Hensel aus der Pfalz. Reinsortiger Spätburgunder mit Aromen von Schokolade, Tabak, Walderdbeere und Kirsche – seidig und gut balanciert.


Pfalz

Thomas Hensel führt das Familienweingut in Bad Dürkheim (Pfalz) seit 1990 und zählt zu den besten Rotweinerzeugern Deutschlands. Die „Höhenflug"-Linie steht für die gehobenen, im Holz ausgebauten Gewächse des Hauses.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Spätburgunder (Pinot Noir). Der Wein reift im Barrique, das ihm Schokoladen- und Tabaknoten sowie eine seidige Textur verleiht, ohne die feine Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase ein vielschichtiges Bukett aus Schokolade, Tabak, saftig-würziger Walderdbeere und Kirsche. Am Gaumen seidig und fein, mit reifer Frucht, feinem Tannin und guter Balance. Langer, eleganter Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren, etwas Luft im Glas tut dem Wein gut. Ein feiner Pinot für besondere Anlässe.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein – Rotwein (trocken)
Ausbau: Barrique

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Deutschland

Metzger Probierpaket Rotwein

Probierpaket · Rotwein · Pfalz · 6 Flaschen

Metzger Probierpaket Rotwein ist ein 6er-Paket Pfälzer Rotwein vom Weingut Metzger – mit je 2 Flaschen Metzger Rot, Petit Noir und Filet Noir. Das Weingut bringt kräftige und vollmundige Rotweine mit fruchtigem Charakter auf die Flasche. Versandkostenfreie Lieferung.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands, einer der wärmsten Weinbauregionen des Landes. Das Klima bringt reife, fruchtbetonte Rotweine hervor.

Die drei Rotweine

Das Paket vereint drei Pfälzer Rotweine: Metzger Rot, Petit Noir und Filet Noir – je 2 Flaschen. Alle drei sind kräftig und vollmundig, mit fruchtigem Charakter, und laden zum Vergleichen ein.

Im Glas

Tiefes Rot. Die Weine zeigen reife, dunkle und rote Frucht, kräftigen Körper und vollmundige Struktur – fruchtbetont und zugänglich.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ideal zum Entdecken und Vergleichen oder als Geschenk.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Pasta, Schmorgerichte und Käse.


Herkunft: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Probierpaket – 6 Rotweine
Inhalt: je 2 Fl.: Metzger Rot, Petit Noir, Filet Noir (6 × 0,75 l)

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