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17. März 2022

Italien

Rom – ewiges Essen

Ein Streifzug durch einige Trattorias und Restaurants in Rom Rom, die ewige Stadt, in jeder Hinsicht morbide, zeitlos und trotz allem Trubel immer cool und

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Weine

Marguet Champagne Ambonnay Chardonnay Coteaux Champenois AOP 2019 BIO

Weißwein · Coteaux Champenois · Chardonnay · Bio

Marguet Ambonnay Chardonnay Coteaux Champenois ist ein stiller Weißwein aus 100 % Chardonnay aus Ambonnay. Coteaux Champenois ist die gesetzlich geschützte Herkunftsbezeichnung für die stillen Weine der Champagne – eine eher seltene Spezialität. Benoît Marguet keltert ihn aus den kalkreichen Lagen Les Beurys und Les Crayères. Im Glas straff, salzig und mineralisch.


Ambonnay

Die Trauben stammen aus den kalkreichen Lagen Les Beurys und Les Crayères in Ambonnay (Montagne de Reims). Die Bodenformationen erinnern stark an das Burgund und prägen die straffe, mineralische Stilistik. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay und wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut. Der Ausbau erfolgt über mehr als 19 Monate in gebrauchten Holzfässern; die Holznote ist dezent und die Gerbstoffe sind fein in die kernige Frucht eingebunden.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Meeresbrise, zurückhaltende Limettenschale, weiße Blüten und leicht geröstete Pecannüsse. Am Gaumen straff und fast karg, mit salinen Spuren, nassem Stein und unreifer Aprikose. Der Abgang ist langanhaltend und lässt einen frischen Gaumen zurück.

Am Tisch

Bei rund 12–14 °C servieren; bereits jetzt ein Genuss, mit Potenzial über einige Jahre. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo zu genießen.

Klassische Begleitung: edler Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Les Beurys & Les Crayères, Ambonnay, Montagne de Reims (Champagne); Kalk
Klassifikation: Coteaux Champenois AOP – Blanc
Ausbau: Chardonnay, über 19 Monate gebrauchtes Holzfass; stiller Wein

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Whisky

Kilchoman Islay Vintage 2013 Sauternes Single Cask 54 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Kilchoman Islay Vintage 2013 Sauternes Single Cask ist ein getorfter Islay Single Malt der Kilchoman-Farmdestillerie. Ein Einzelfass mit Sauternes-Finish, gebrannt 2013 – maritimer Torfrauch trifft auf die buttrige Süße des Sauternes-Weinfasses.


Herkunft

Kilchoman ist eine Farmdestillerie an der Westküste der Insel Islay (gegründet 2005, bei Machir Bay). Als eine von wenigen Brennereien verfolgt sie das Prinzip „100 % Islay – barley to bottle": vom Gerstenanbau bis zur Abfüllung vor Ort. Ihre Malts sind getorft (rund 50 ppm) und küstenwürzig.

Destillation und Reifung

Getorfter Islay Single Malt, gebrannt 2013. Als Single Cask der „Uniquely Islay Series" reifte er zunächst im Ex-Bourbon-Fass und wurde anschließend in einem Sauternes-Weinfass finished. Naturbelassen: ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert. Das Sauternes-Fass bringt buttrige Süße, die den maritimen Rauch ergänzt.

Im Glas

Helles Gold bis Bernstein. In der Nase buttrig-cremig, mit Karamell, Zitrus und feinem Torf. Am Gaumen süß und rund, mit Butterscotch, Honig, Aprikose und Vanille, getragen von maritimem Torfrauch. Langer, warm-rauchiger Abgang mit fruchtiger Süße.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltenes Einzelfass für Liebhaber getorfter, weinfassgereifter Islay-Malts – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Islay (Schottland); Destillerie Kilchoman
Art: Islay Single Malt Whisky (getorft), Single Cask – Uniquely Islay Series
Reifung: Ex-Bourbon, Finish im Sauternes-Weinfass; ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert
Edition: Destillation 2013

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USA

Andis Wines Painted Fields Old Vine Zinfandel Sierra Foothills

Rotwein · Sierra Foothills AVA · Zinfandel

93 % Zinfandel · 7 % Barbera Sierra Foothills AVA Reben 1869 bis 2003 460–670 m · Granitverwitterung 16 Monate franz. Eiche · 20 % neu 2020

Der Andis Painted Fields Old Vine Zinfandel 2020 ist eine Zinfandel-Cuvée aus den Sierra Foothills in Kalifornien, zusammengestellt aus fünf Weinbergen mit Pflanzjahren zwischen 1869 und 2003. Andis Wines aus Plymouth im Amador County setzt dabei auf einen Zinfandel mit Frische und Säure statt Überreife, ergänzt um einen kleinen Anteil Barbera. Das Ergebnis zeigt, wie trocken und klar Zinfandel vom Granit der Sierra Nevada schmecken kann.


Sierra Foothills – Altreben auf Granit am Westhang der Sierra Nevada

Die Sierra Foothills AVA erstreckt sich über die Vorberge am Westhang der Sierra Nevada. Das Gebiet liegt abseits der bekannten Küstenregionen, ist heiß und trocken, Wasser ist knapp und die Erträge bleiben auch in normalen Jahren niedrig. Seinen Ruf hat es sich mit Zinfandel erarbeitet. Andis Wines sitzt bei Plymouth im Amador County. Weinmacher ist Mark Fowler, beraten von Philippe Melka und Maayan Koschitzky.

Für den Painted Fields stammen die Trauben aus fünf Weinbergen auf 460 bis 670 Metern Höhe, mit Böden aus verwittertem Granit und sandigem Lehm: dem Andis Estate (1970er), Di Stasio (1960er), Fox Creek (1910er), Original Grandpère (1869) und Shake Ridge (2003). Die unterschiedlichen Rebenalter und Höhenlagen ergänzen sich: Die alten Stöcke bringen Konzentration, die jüngeren Anlagen Frische und Frucht.

Der Original-Grandpère-Weinberg zählt zu den ältesten dokumentierten Zinfandel-Weinbergen der USA. In rund 150 Jahren wurde er von nur vier Familien bewirtschaftet. Die Stöcke liefern jedes Jahr nur sehr kleine Mengen, und nur vier Weingüter erhalten Trauben daraus – Andis ist eines davon.

Jahrgang 2020 – Sierra Foothills

In den Sierra Foothills begann die Vegetationsperiode 2020 nach warmem Frühjahrswetter früh. Der Sommer blieb überwiegend mild, mit nur ein oder zwei Hitzeperioden. Während Teile Kaliforniens 2020 unter Waldbränden und Rauch litten, erlaubte der gemäßigte Verlauf in den Foothills eine gleichmäßige Reife.

Die Trauben kamen ungewöhnlich ausgewogen und bei vergleichsweise niedrigen Zuckerwerten in den Keller. Für 2020 bedeutet das Zinfandel mit voller Aromenreife, aber ohne Überreife – passend zum frischen, säurebetonten Stil des Painted Fields.

Assemblage und Ausbau

Der Jahrgang 2020 besteht aus 93 % Zinfandel und 7 % Barbera. Die Barbera bringt zusätzliche Säure und Frische in die Cuvée. Vergoren wird im temperaturkontrollierten Edelstahltank.

Anschließend reift der Wein 16 Monate in französischer Eiche, davon 20 % neue Fässer. Der moderate Neuholzanteil gibt Struktur, ohne die Frucht zu überdecken. Mit 0,2 Gramm Restzucker je Liter ist der Wein vollständig durchgegoren. Produziert wurden rund 1.400 Kisten.

Im Glas

In der Nase Himbeere und Brombeere, dazu eine erdige Note und schwarzer Pfeffer. Am Gaumen konzentriert und vielschichtig, mit klarer Säure und feinkörnigem Tannin, das dem Wein Halt gibt. Die Frucht bleibt frisch und präzise, der Nachhall fokussiert.

Fünf Weinberge von 1869 bis 2003 auf Granit, 7 % Barbera und 20 % neues Holz: Zinfandel mit Säure und Pfeffer statt Marmelade.

Trinkt sich jetzt gut und hält bei sachgerechter Lagerung etwa bis 2030. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Gegrilltes und geschmortes Rind, Spareribs, Lamm, Wild- und Gänsebraten sowie reifer Hartkäse.


Produzent Andis Wines, Plymouth (Amador County, Kalifornien)
Rebsorte 93 % Zinfandel · 7 % Barbera
Lage Andis Estate, Di Stasio, Fox Creek, Original Grandpère, Shake Ridge · Sierra Foothills · 460–670 m · verwitterter Granit und sandiger Lehm
Klassifikation Sierra Foothills AVA
Jahrgang 2020
Vinifikation temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank
Ausbau 16 Monate französische Eiche · 20 % neu
Trinkempfehlung jetzt bis ca. 2030
Rebenalter Pflanzungen 1869, 1910er, 1960er, 1970er, 2003
Auflage ca. 1.400 Kisten

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Rebsorten

Dietrich Merlot

Wein · Rotwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Merlot zeigt eine kirschrote Farbe mit rubinroten Reflexen und ein delikates Duftspiel von dunklen Beeren und Zedernholz. Komplexes Aroma mit Frucht und feiner Würze, gut strukturiert, mit reifen, geschmeidigen Tanninen – elegant und lang im Abgang.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich liegt in der Pfalz, deren fast mediterranes Klima mit über 1.800 Sonnenstunden im Jahr ideale Bedingungen für reife Rotweine bietet. Die Trauben stammen vom wahrscheinlich ältesten Merlot-Weinberg Deutschlands – ein besonderes Stück deutscher Rotweingeschichte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Merlot. Der Wein reift mindestens ein Jahr im Doppelstück-Holzfass aus Pfälzer Eiche (vom Johanniskreuz), was ihm Struktur, feine Würze und geschmeidige Tannine verleiht, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Kirschrot mit rubinroten Reflexen. In der Nase dunkle Beeren und Zedernholz. Am Gaumen komplex und gut strukturiert, mit reifer Frucht, feiner Würze und reifen, geschmeidigen Tanninen; eleganter, langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein eleganter Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, Lamm, Wild und reifem Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – 100 % Merlot, trocken
Ausbau: mind. 1 Jahr im Doppelstück-Holzfass aus Pfälzer Eiche (Johanniskreuz)

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USA

Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018

Rotwein · Walla Walla Valley AVA · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon · kleine Anteile Merlot und Petit Verdot Estate-Lage, Walla Walla Valley Löss über Flutsedimenten Spontangärung rund 22 Monate neue französische Eiche 2018

Der Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018 ist der erste Jahrgang dieses Weins aus der Estate-Lage neben der Kellerei im Walla Walla Valley. Spontan vergoren, rund 22 Monate in fast ausschließlich neuer französischer Eiche, ungeschönt und unfiltriert: tiefdunkel, kraftvoll und vielschichtig, mit blauer Frucht, Cassis, Veilchen und Bleistiftmine.


Die Estate-Lage – Böden aus der Eiszeit

Das Walla Walla Valley liegt im Südosten des Bundesstaats Washington und reicht über die Grenze nach Oregon. Es liegt im Regenschatten der Cascade Mountains: Das Klima ist trocken und kontinental, mit heißen Sommertagen, kühlen Nächten und einer langen Vegetationszeit – Bedingungen, unter denen Cabernet Sauvignon vollständig ausreift und seine Säure behält.

Die Estate-Lage grenzt an die Kellerei und wurde Ende der 1990er-Jahre bepflanzt. Ihre Böden sind ein Erbe der Missoula-Fluten: Am Ende der letzten Eiszeit brachen aufgestaute Gletscherseen im heutigen Montana wiederholt durch und überschwemmten weite Teile des pazifischen Nordwestens. Zurück blieben tiefgründige, lehmige Sedimente, durchsetzt mit kleinen Brocken aus zerbrochenem Basalt, verfestigter Vulkanasche und Granit – Material, das die Fluten aus Hunderten Kilometern Entfernung heranschwemmten. Diese Mischung speichert Wasser, ohne zu verdichten, und gibt den Reben gleichmäßige Bedingungen durch den trockenen Sommer.

Force Majeure hat sich mit Einzellagenweinen im Stil von Bordeaux und Rhône einen Namen gemacht, zunächst von der eigenen Lage auf Red Mountain, später auch aus dem Walla Walla Valley. Die Weine dieser Zeit entstanden unter Kellermeister Todd Alexander, der zuvor im Napa Valley bei Bryant Family Vineyard tätig war. Gearbeitet wird mit weinbergseigenen Hefen, gefüllt ohne Schönung und Filtration.

Jahrgang 2018 – Walla Walla Valley

Der Jahrgang 2018 war in Washington ein warmes, gleichmäßiges Jahr. Nach einem frühen Austrieb verlief der Sommer heiß, aber ohne die extremen Hitzespitzen anderer Jahre; die Nächte blieben kühl genug, um die Säure zu halten. Ein langer, trockener Herbst erlaubte es, jede Parzelle zum richtigen Zeitpunkt zu lesen.

Die Trauben kamen gesund und vollreif in den Keller, mit dichter Frucht und reifen Gerbstoffen. Für Cabernet Sauvignon bedeutet das Konzentration und Tiefe bei erhaltener Balance – ein Jahr, das in Washington zu den besten des Jahrzehnts gezählt wird. Für die Estate-Lage war es zugleich der erste Jahrgang, der als eigener Cabernet abgefüllt wurde.

Lange Gärung und neue französische Eiche

Cabernet Sauvignon mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot, Jahrgang 2018. Vergoren wird spontan mit den eigenen Hefen, lang und warm; ausgewählte Partien bleiben nach der Gärung noch länger auf den Schalen. Diese verlängerte Standzeit löst mehr Gerbstoffe, die sich dabei zugleich zu längeren, weicheren Ketten verbinden – der Wein wird dichter, aber nicht härter.

Danach reift er rund 22 Monate in nahezu vollständig neuer französischer Eiche. Ein so hoher Neuholzanteil verlangt einen Wein mit viel Frucht und Gerbstoff, damit das Holz eingebunden wird statt zu dominieren; die Konzentration des Jahrgangs 2018 liefert genau das. Gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.

Im Glas

Tiefes Purpur-Rubin. In der Nase blaue Frucht, Cassis, Veilchen, Bleistiftmine und Tabak, dazu eine erdige Tiefe, die sich mit Luft entfaltet; das neue Holz zeigt sich als feine Würze im Hintergrund. Am Gaumen vollmundig, dicht und kraftvoll, mit seidigen Tanninen, einem vollen Mittelgaumen und einem langen Finale. Fülle und Spannung stehen im Gleichgewicht.

Eiszeitliche Flutsedimente, ein warmes, ausgeglichenes Jahr und 22 Monate neue Eiche: Kraft, die Struktur behält.

Ein bis zwei Stunden vorher dekantieren. Bei 16–18 °C servieren. Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen. Besonders gut zu Rinderrippe vom Grill, Lammkarree mit Kräuterkruste und Hirschrücken.


Produzent Force Majeure Vineyards, Walla Walla Valley
Rebsorte Cabernet Sauvignon mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot
Lage Estate-Lage angrenzend an die Kellerei, Walla Walla Valley, USA · tiefgründiger Lehm mit Basalt-, Asche- und Granitbrocken aus den Missoula-Fluten · gepflanzt Ende der 1990er-Jahre
Klassifikation Walla Walla Valley AVA · trocken
Jahrgang 2018
Vinifikation Spontangärung · lange, warme Gärung · verlängerte Schalenstandzeit bei ausgewählten Partien
Ausbau rund 22 Monate in nahezu vollständig neuer französischer Eiche · ungeschönt · unfiltriert
Trinkempfehlung jetzt bis 2040

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Weine

Eric Rodez Champagne Blanc de Noirs Ambonnay Grand Cru extra brut BIO

Der Eric Rodez Blanc de Noirs Ambonnay Grand Cru Extra Brut ist Pinot Noir mit Tiefgang: fünf bis sechs Jahrgänge in einer Flasche, im Holz gereift. Ein Champagner für Herbstabende mit kräftigem Essen.

Im Glas

Hellgold, feine Bläschen. Reife Himbeere und Kirsche in der Nase, dazu Brioche und ein Hauch Gewürz. Am Gaumen voll und cremig, aber nicht schwer – die kalkige Frische hält ihn in Balance. Ein langer, ruhiger Abgang.

Mach was draus

Ente mit Rotkohl, Coq au Vin blanc, Wildschwein-Ragout oder ein reifer Brie de Meaux. Auch ein einfaches Brathähnchen am Sonntag macht ihn glücklich. Ein Glas davon, und der Herbst darf kommen. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Für mich ist er ein Champagner zum Essen. Zu Geflügel oder einem gereiften Käse zeigt er seine ganze Fülle.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum mehrere Jahrgänge? Eric Rodez verschneidet hier Weine aus fünf bis sechs Jahren. So gewinnt der Champagner an Komplexität – eine Technik, die Rodez bei Krug gelernt hat.

Wie trocken ist er? Extra Brut, also höchstens 6 g Zucker pro Liter. Er schmeckt trocken, wirkt durch seine Fülle aber nie karg.

100 % Pinot Noir · Ambonnay Grand Cru · Assemblage aus 5–6 Jahrgängen · Méthode Traditionnelle · Holzfass · langes Hefelager · Extra Brut · Champagne Eric Rodez, Ambonnay · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Schaumweine

Dom Pérignon Champagner brut 2013

Der Dom Pérignon Vintage 2013 stammt aus einem besonderen Jahr: Die Lese begann erst Ende September und lief bis in den Oktober. Kellermeister Vincent Chaperon nannte ihn ruhig und doch kraftvoll – vielleicht einen der letzten so späten Jahrgänge. Die Assemblage: 51 % Pinot Noir und 49 % Chardonnay.

Im Glas

Helles Gold, feine, ausdauernde Perlen. Im Duft Blüten und Mineralität, weißer Pfeffer und Gardenie, mit der Zeit ein Hauch Torf. Im Mund voll und vielschichtig, mit Anis, getrocknetem Ingwer, Birne und Mango. Das Finale ist lang, geschmeidig und reif.

Mach was draus

Zum feierlichen Auftakt oder durch das ganze Menü: Austern, Meeresfrüchte, edler Fisch, Geflügel oder Kalb. Serviere ihn bei 8 bis 10 °C in einem großen Glas. Er hat Reserven bis weit in die 2030er-Jahre.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der 2013er ist ein Dom Pérignon der leisen Töne. Genau das macht ihn so spannend.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was war besonders an 2013? Ein später Jahrgang: Die Trauben reiften langsam, gelesen wurde von Ende September bis in den Oktober. Ein trocknender Ostwind hielt sie vor der Lese gesund.

Wie wird er gemacht? Klassische Flaschengärung und viele Jahre Reife auf der Hefe. Das gibt Tiefe, Cremigkeit und feine Perlen. Dosiert als Brut.

Wer steht dahinter? Moët & Chandon in Épernay. Dom Pérignon ist die Prestige-Cuvée des Hauses und gibt es nur als Jahrgang.

51 % Pinot Noir, 49 % Chardonnay · Champagne AOC · Jahrgang 2013, Lese ab Ende September · klassische Flaschengärung · lange Hefereife · Brut · Moët & Chandon, Épernay · Stand: Oktober 2026

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Italien

Montevertine 2022

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo & Colorino Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2022

Der Montevertine 2022 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo und Colorino, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2022 – Toscana

2022 war in der Toskana ein intensiv warmes, sonnenreiches Jahr mit später Lese (Anfang Oktober). Das ergibt im Montevertine einen Wein mit reifer, dunkler Frucht und mehr Volumen, der dank der kühlen Höhenlage und der traditionellen Vinifikation zugleich seine Frische und Balance bewahrt – vielschichtig und ausgewogen.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo und Colorino, aus dem Jahrgang 2022, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo und Colorino (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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