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3. April 2022

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Frankreich

François Bertheau Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Amoureuses · 1er Cru Chambolle-Musigny unterhalb Le Musigny · SO-Lage 2020

Der Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020 der Domaine François Bertheau stammt aus der berühmtesten Premier-Cru-Lage von Chambolle – einem Weinberg auf Grand-Cru-Niveau. In der Jugend verschlossen, läuft Bertheaus Amoureuses über die Jahre zur Hochform auf: Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und ein unendlich sanfter Nachhall.


Les Amoureuses – der berühmteste Premier Cru von Chambolle

Les Amoureuses („die Liebenden") gilt als bester Premier Cru der Gemeinde und als einer der großen Weinberge der Welt – bei einer Neuklassifizierung wäre ein Grand-Cru-Status kaum fraglich. Die Lage liegt am südlichen Ende von Chambolle-Musigny, direkt oberhalb des Dorfes Vougeot und unterhalb des Grand Cru Le Musigny; im Norden grenzt Les Charmes, südlich Les Petits Vougeots.

Der kalkhaltige Boden ist hier leichter: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in Felsspalten zwingt. Das begrenzt Wuchskraft und Ertrag und führt zu kleinen, konzentrierten Beeren. Die meist südöstliche Ausrichtung und das kühle Klima sichern Reife bei erhaltener Säure. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war ein warmer, trockener Jahrgang mit früher Lese und kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch eine klare Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und reife, dichte Frucht bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der zur balancierten Art der Amoureuses passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

In der Jugend verschlossen und subtil. Mit Reife entfalten sich Samt und Seide, reinste, kernige Himbeerfrucht, ein erdiger Charakter und feste, zugleich seidige Tannine. Der Abgang ist unendlich sanft und lang.

Samt und Seide, kernige Himbeerfrucht und feste, seidige Tannine – ein Kult-Premier-Cru mit unendlich sanftem Nachhall.

In der Jugend noch verschlossen; sein volles Potenzial entfaltet der Wein über viele Jahre, oft Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen oder Trüffel, dazu mittelreifer bis gereifter Käse. Ein eleganter Wein für den besonderen Anlass.


Lage: Les Amoureuses (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); unterhalb Le Musigny, dünner Felsboden über hartem Kalkstein, SO-Lage
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Feinkost

Condimento Balsamico ROSÉ dolce 0,5 Liter

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Condimento Balsamico Rosé dolce ist ein rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento der Acetaia del Casato Bertoni aus Reggio Emilia. Es entsteht aus konzentriertem Traubenmost und Weinessig und zeigt eine zarte rosé Farbe mit fruchtiger Beerennote. Der Geschmack ist süß-säuerlich und mild, die Konsistenz fein viskos. Ein vielseitiges Würzmittel für Salate, Gemüse und Obst. Hier in der 0,5-Liter-Flasche – die Vorratsgröße für die tägliche Küche.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige und Condimenti her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Für den Rosé wird konzentrierter Traubenmost mit Weinessig vermählt; die schonende Verarbeitung gibt dem Condimento seine helle, rosafarbene Tönung.

Anbau und Verarbeitung

Konzentrierter Traubenmost wird mit Weinessig kombiniert und schonend verarbeitet, sodass die zarte rosé Farbe und die fruchtige Note erhalten bleiben. Zutaten: Weinessig, konzentrierter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Zarte rosé Farbe mit feiner Viskosität. Im Geschmack süß-säuerlich ausbalanciert, fruchtbetont mit Anklängen roter Beeren und mild abgestimmtem Essigsäuregehalt. Der Abgang bleibt fein und fruchtig.

Am Tisch

Klassisch zu Salaten, Gemüse und frischem Obst. Gut auch zu Frischkäse, Erdbeeren oder über Vanilleeis und Desserts. Pur als Finish über das fertige Gericht träufeln. Kühl und dunkel lagern.

Flaschengröße 0,5 Liter

Die 0,5-Liter-Flasche ist die richtige Wahl, wenn der Balsamico Rosé regelmäßig auf den Tisch kommt – für die tägliche Salatsauce, für Marinaden und zum Verfeinern warmer Gerichte. Gut verschlossen, kühl und dunkel gelagert, hält sich das Condimento lange.

Zum ersten Probieren oder als Mitbringsel gibt es die Sorte auch in der kleineren 0,25-Liter-Flasche.

Häufige Fragen

Was ist ein Condimento Balsamico?
Condimento ist die Bezeichnung für Balsamico-Würzen, die nicht den Regeln der geschützten Herkunftsbezeichnungen „Aceto Balsamico di Modena IGP“ oder „Aceto Balsamico Tradizionale DOP“ unterliegen. Der Hersteller kann Zutaten und Stil frei wählen – beim Rosé von Bertoni für einen milden, lieblichen Geschmack.

Wofür eignet sich der Balsamico Rosé?
Für Salate und Marinaden, zu hellem Fleisch, Fisch und Gemüse – und dank seiner fruchtigen Note auch zu Erdbeeren und anderem Obst.

Wie wird er gelagert?
Gut verschlossen, kühl und dunkel. Balsamico muss nach dem Öffnen nicht in den Kühlschrank.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Condimento Balsamico Rosé dolce (rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento)
Inhalt 0,5 Liter
Zutaten konzentrierter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Reggio Emilia, Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung konzentrierter Traubenmost mit Weinessig, schonend verarbeitet
Mindesthaltbarkeit (MHD) 06.2030

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Portugal

Niepoort Ruby Port

Wein · Portwein · Douro · Portugal

Niepoort Ruby Port ist ein rubinroter, konfitürenhafter Portwein. Er wird stets aus mehreren Grundweinen verschiedener Jahrgänge zusammengestellt und lagert zwei bis vier Jahre im Fass. Er schmeckt frisch und fruchtig und ist immer ein jüngerer, zugänglicher Port.


Douro

Port stammt aus dem Douro-Tal in Portugal, einer der ältesten geschützten Weinbauregionen der Welt. Auf kargen Schieferböden gedeihen die autochthonen Rebsorten, aus denen der aufgespritete Süßwein entsteht. Niepoort zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Portweinhäusern.

Rebsorten und Ausbau

Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca, Tinta Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela und Sousão. Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, wodurch die natürliche Restsüße erhalten bleibt. Die Reifung über zwei bis vier Jahre im Fass bewahrt die frische, jugendliche Frucht und die rubinrote Farbe.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase konfitürige rote und dunkle Beerenfrucht – Kirsche, Brombeere, Himbeere – mit einem Hauch Würze. Am Gaumen süß, saftig und fruchtbetont, mit weicher Struktur und rundem Abgang.

Zum Genießen

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren – als Dessert- oder Digestifwein.

Passt zu: Schokoladendesserts, roten Früchten, Beerendesserts und kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: D.O.C. Douro / Porto (Portugal); Niepoort
Klassifikation: Ruby Port – aufgespriteter Süßwein, Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca, Tinta Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela & Sousão
Ausbau: 2–4 Jahre Fasslager (Verschnitt verschiedener Jahrgänge)

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Spirituosen

Faude feine Brände Himbeergeist

Spirituose · Geist · Baden · Deutschland

Faude Himbeergeist ist ein kraftvoller Frucht-Geist aus der Hausbrennerei Faude am Kaiserstuhl. Aus frischen, handgepflückten Gartenhimbeeren – intensiv und ausdrucksstark, mit dem vollen Aroma reifer Himbeeren.


Herkunft

Hergestellt von Florian Faude in seiner Hausbrennerei in Bötzingen am Kaiserstuhl (Baden), bekannt für sortenreine, handwerkliche Edeldestillate. Verarbeitet werden frische, handgepflückte Gartenhimbeeren aus der Region – tagesfrisch und in bester Qualität.

Mazeration und Destillation

Da Himbeeren zu wenig Zucker für eine vergärbare Maische liefern, entsteht ein Geist: Die Früchte werden in reinem Getreidealkohol mazeriert und nach kurzer Zeit abdestilliert, sodass nur die feinsten, saubersten Aromen ins Destillat gelangen. Ohne Zusatz von Aromen, Zucker oder Farbstoff.

Im Glas

Klar und kristallrein. In der Nase intensiv und vollfruchtig nach frischen Himbeeren. Am Gaumen kraftvoll und ausdrucksstark, mit klarer Beerenfrucht und langem, aromatischem Nachhall.

Pur und im Drink

Gut gekühlt pur aus dem Glas, als Digestif – oder als ausdrucksstarke Basis für Longdrinks und Cocktails.

Klassisch: pur, als Digestif, im Longdrink oder Cocktail.


Herkunft: Bötzingen am Kaiserstuhl, Baden (Deutschland)
Art: Himbeergeist (Frucht-Geist) aus handgepflückten Gartenhimbeeren
Herstellung: Mazeration in Getreidealkohol, kurze Destillation; ohne Zucker oder Farbstoff

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2017

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2017

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2017 ist ein Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – im klassischen, kühleren Jahrgang 2017 von betörender floraler Aromatik, Frische und nahtloser Textur, die Jeb Dunnuck an einen Côte-Rôtie aus dem Lieu-dit Côte Blonde erinnert. 97 Punkte (Jeb Dunnuck).


The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District

Der drei Acre kleine Syrah-Weinberg liegt direkt neben Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.

Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2017 – Walla Walla Valley

2017 gilt nach drei Hitzejahren als klassischer, eleganter Jahrgang im Walla Walla Valley: ein kühler Start mit später Knospe und verzögerter Blüte, ein heißer Sommer, der die Reife wieder einholte, und ideale Erntebedingungen mit warmen Tagen und kühlen Nächten.

Das Ergebnis sind Syrahs mit mehr Anmut, Frische und Finesse als die wärmeren Vorjahre – ein idealer Jahrgang für floral-elegante Weine mit langem Reifepotenzial.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2017.

Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts. Die Erzeugungsmengen sind winzig, der Wein ist streng allokiert.

Im Glas

Ein betont floraler, vielschichtiger Auftritt: rote und schwarze Himbeere, Tabak, Pflaumensauce und lehmige Erde, getragen von einer Fülle blumiger Noten. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, mit bemerkenswerter Frische und tragender Struktur sowie einer nahtlosen, seidigen Textur – ein noch jugendlich verschlossener, klassisch nordrhôneartiger Syrah, den Jeb Dunnuck mit einem Côte-Rôtie aus der Côte Blonde vergleicht.

Floral, frisch und nahtlos – ein Côte-Rôtie-naher Rocks-District-Syrah aus dem klassischen Jahrgang 2017.

Jung noch verschlossen: vor dem Genuss großzügig dekantieren. Mit zwei bis drei Jahren Flaschenreife gewinnt er deutlich und hat Potenzial bis etwa 2038. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lammkeule, gegrilltem Rind, Wild, kräftigem BBQ oder gereiftem Hartkäse. Ein intensiver Begleiter für herzhafte, würzige Gerichte.


Lage: The Tribe Vineyard, Rocks District of Milton-Freewater, Walla Walla Valley (USA); Basalt-Gerölle, ultra-dichte Pflanzung
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; Pferdezug, Erziehung sur échalas

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Volnay Le Ronceret 1er Cru 2023

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Volnay Premier Cru 0,21 ha Parzelle Pflanzung 1980 50 % Ganztrauben 18 Monate Pièce ca. 20 % neues Holz Erster Jahrgang Pierre Vincent

Domaine Pierre Vincent Volnay 1er Cru Le Ronceret 2023 ist der erste Rotwein, den Pierre Vincent unter eigenem Namen abgefüllt hat. Der Önologe leitete von 2006 bis 2016 die Technik der Domaine de la Vougeraie und führte anschließend bis Ende 2024 die Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. Im Juli 2023 übernahm er mit zwei Partnern die Domaine des Terres de Velle in Auxey-Duresses – wenige Wochen vor der Lese. Aus einem Fünftel Hektar alter Reben unterhalb von Champans entsteht hier ein Volnay mit festem Gerüst und dunkler Frucht.


Le Ronceret: Steinboden am Fuß von Champans

Le Ronceret liegt am östlichen Rand des geschlossenen Premier-Cru-Gürtels von Volnay, im unteren Hangbereich auf rund 245 Metern. Hangaufwärts schließt direkt Champans an, einer der renommiertesten Crus des Dorfes, in der Nachbarschaft liegen Les Caillerets und Carelle sous la Chapelle. Unterhalb beginnen die Village-Lagen. Der Climat umfasst den Lieu-dit Le Ronceret mit etwa 1,9 Hektar sowie den als Premier Cru klassifizierten Teil von Les Aussy mit weiteren 1,7 Hektar, dessen Weine ebenfalls als Le Ronceret etikettiert werden dürfen.

Der Name geht auf ronces zurück, Brombeerranken: Die Fläche war früher mit Gestrüpp überwachsen und musste gerodet werden, bevor Reben gepflanzt werden konnten. Im unteren Hang von Volnay steht bathonischer Kalk an, steinig und durch Eisenoxide rötlich gefärbt. Die Parzelle der Domaine misst exakt 0,2073 Hektar, ist nach Südosten ausgerichtet und wurde 1980 gepflanzt. Der Boden ist ein sehr steiniger Ton-Kalk mit wenig Feinerde – die Wurzeln müssen tief in den Fels, das Wachstum bleibt gebremst. Die Rebzeilen werden bearbeitet und danach begrünt, gelesen wird von Hand mit systematischer Selektion.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Nach einem milden Winter trieben die Reben verspätet aus: In frühen Lagen zeigte Pinot Noir am 12. April die ersten grünen Spitzen. Die Verzögerung schützte vor den wenigen Frostnächten des unbeständigen Frühjahrs. Ab Anfang Mai folgten die phänologischen Stadien in hohem Tempo aufeinander. Der Frühsommer brachte Gewitter, Hitzespitzen und hohe Luftfeuchtigkeit. Hagel am 11. und 15. Juli traf die Côte de Beaune nur punktuell, unter anderem bei Meursault. Das Wasserdefizit aus 2022 hielt an, doch Gewitterschauer im August sicherten den Ertrag.

Ab dem 25. August lag die Region unter einer Hitzewelle mit über 35 °C, die bis Ende der ersten Septemberwoche anhielt. Die Lese der Stillweine begann Anfang September, ein Schauer am 13. September ließ die Beeren noch einmal anschwellen, gegen den 25. September war die Côte de Beaune abgeschlossen. Mengenmäßig brachte 2023 die erste reichliche Ernte seit Jahren. Pinot Noir reagierte empfindlich auf die Hitze – die Qualität hing an Ertragsbegrenzung, Lesezeitpunkt und strenger Sortierung. Vincents Weinbergsbesuche im Sommer 2023 fielen genau in diese Phase.

Halb Ganztraube, 18 Monate im Pièce

Die Hälfte der Trauben kam mit Stielen in den Tank. Vincent legt Ganztrauben und entrappte Beeren in Schichten übereinander und entscheidet den Anteil erst am Sortiertisch. Nach einer Kaltmazeration beginnt die Gärung spontan, die Maische bleibt insgesamt rund 15 Tage im Tank. Extrahiert wird überwiegend durch Umpumpen, Unterstoßen setzt er nur sparsam ein.

Der Ausbau läuft 18 Monate in 228-Liter-Pièces, rund ein Fünftel davon neu, also über zwei Winter im Keller. Die Kellerei liegt direkt an der Velle. Die hohe Luftfeuchtigkeit reduziert den Schwund im Fass und damit das Auffüllen. Vor der Abfüllung wird der Wein in Edelstahltanks umgezogen, damit sich die Fässer zu einer Cuvée verbinden. Vincent wurde 2010 und 2014 bei der International Wine Challenge als bester Rotweinmacher ausgezeichnet.

Im Glas: Volnay mit Kalkgerüst

Ein Fünftel Hektar, gepflanzt 1980, zur Hälfte mit Stielen vergoren – Pierre Vincents erster Volnay unter eigenem Namen.

Mittleres Rubin. Die warme Endphase des Jahres bringt reife Sauerkirsche und dunkle Beeren, die Stiele fügen getrocknete Blüten, Würze und einen kühlen, kräuterigen Zug hinzu. Am Gaumen mittelgewichtig, das Tannin feinkörnig und deutlich spürbar – der steinige Unterboden prägt diesen Ronceret straffer und dichter als die Volnay-Lagen am oberen Hang. Das neue Holz tritt hinter die Frucht zurück, der Abgang bleibt trocken und mineralisch. In der Jugend verschlossen, mit Luft öffnend.

Am Tisch: Taube, Ente, gereifter Käse

Die Struktur verlangt nach Gerichten mit Röstaromen und Jus: gebratene Taube mit Rotweinjus, Entenbrust mit Kirschen, Kalbsnierenbraten oder Rehrücken mit Pilzen. Zum Käse passen Comté mit langer Reifung oder Cîteaux. In den ersten Jahren eine Stunde vorher dekantieren, Serviertemperatur 15–16 °C, großes Burgunderglas.


Produzent Domaine Pierre Vincent, Auxey-Duresses

Rebsorte Pinot Noir

Lage Le Ronceret, Volnay; sehr steiniger Ton-Kalk über bathonischem Kalk, Südost-Exposition, ca. 245 m

Klassifikation Volnay Premier Cru AOC

Jahrgang 2023

Vinifikation 50 % Ganztrauben, Kaltmazeration, ca. 15 Tage Maischestandzeit, Handlese mit Selektion

Ausbau 18 Monate Pièces (228 l, ca. 20 % neu), anschließend Edelstahltank bis zur Abfüllung

Trinkreife 2027–2038

Rebenalter Pflanzung 1980

Parzellengröße 0,2073 ha

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Schaumweine

Egly-Ouriet Les Prémices Extra Brut

Der Egly-Ouriet Les Prémices Extra Brut ist der leichteste Weg in die Welt von Francis Egly: alle drei Champagner-Sorten zu gleichen Teilen, von alten Reben in Trigny, im Tank ausgebaut. Ein Champagner für den Anfang des Abends.

Im Glas

Strohgelb mit feinen Perlen. Reifer Pfirsich, Birne und frische Nuss, dazu etwas Brioche. Im Mund rund und mittelgewichtig, mit pudriger Textur und zitroniger Frische. Hell und salzig im Ausklang.

Mach was draus

Zum Anstoßen als Aperitif, zu Garnelen, Muscheln, gebratenem Fisch oder hellem Geflügel. Er ist der Egly, den du ohne großen Anlass öffnen kannst – am Freitagabend, zum Fisch vom Grill oder beim Picknick. Servier ihn bei 8 bis 10 °C. Er schmeckt schon jetzt und hält noch einige Jahre.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Wer Egly-Ouriet kennenlernen will, fängt hier an. Er ist zugänglich, trägt aber schon die Handschrift des Hauses.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommen die Trauben? Von 3,5 Hektar in Trigny, im Saint-Thierry-Massiv nordwestlich von Reims. Die Familie hat sie 2016 übernommen, die Reben sind über 40 Jahre alt.

Aus welchen Jahrgängen besteht er? Die Basis bildet 2021 mit rund der Hälfte, ergänzt um Reservewein der Jahre 2019 und 2020.

Pinot Noir, Chardonnay und Meunier zu je einem Drittel · Lage in Trigny · nach Südosten, sandig-lehmiger Boden · Rebalter 40+ · Basis 2021, Reserve 2020/2019 · Edelstahltank · ca. 3 Jahre Hefelager · ungeschönt, unfiltriert · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026

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Feinkost

L´ Olmo Trüffelrisotto

Feinkost · Risotto · Piemont · Italien

L'Olmo Trüffelrisotto ist ein piemontesisches Fertig-Risotto aus Carnaroli-Reis, verfeinert mit Sommertrüffel und Steinpilzen – eine authentische Spezialität, die in wenigen Minuten gelingt.


Herkunft

Das Risotto stammt von der Maggiorotto Group aus Agliano Terme in der Provinz Asti im Piemont – der Heimat des Carnaroli-Reises und des berühmten Alba-Trüffels. Eine Region, die für ihre hochwertige, bodenständige Küche bekannt ist.

Zutaten und Herstellung

Basis ist Carnaroli-Reis (94 %) – die „Königin" der Risotto-Reissorten, die selbst nach langem Garen bissfest bleibt und eine cremige Konsistenz entwickelt. Dazu kommen Gemüsebrühe, getrocknetes Gemüse, Steinpilze (Boletus edulis), aromatische Kräuter sowie Trüffel (Tuber aestivum) und Trüffelaroma. Als praktische Trockenmischung ist das Gericht rasch zubereitet.

Geschmack

Cremig mit bissfestem Kern. Im Mittelpunkt steht der intensive, erdige Trüffelgeschmack, getragen von würzigen Steinpilz- und Kräuternoten – ein aromatisches, vollmundiges Risotto.

In der Küche

3–4 Löffel natives Olivenöl extra in einem flachen, breiten Topf erhitzen, den Reis dazugeben und etwa eine Minute anschwitzen. Mit einem Glas Weißwein und etwas Noilly Prat ablöschen. Anschließend 3 Gläser (800 ml) heißes Wasser hinzugeben und unter ständigem Rühren garen, bis das Risotto fertig ist. Je nach Geschmack mit Butter oder Parmesan verfeinern.

Dazu passt: gebratene Waldpilze, ein Glas Weißwein oder gereifter Parmesan.


Hersteller: Maggiorotto Group s.r.l., Agliano Terme (Piemont, Italien)
Produkt: Fertig-Risotto mit Trüffel (Carnaroli-Reis)
Zutaten: Carnaroli-Reis (94 %), Gemüsebrühe, getrocknetes Gemüse, Steinpilze, aromatische Kräuter, Trüffel (Tuber aestivum), Trüffelaroma
Herkunft: Piemont (Italien)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 29.01.2028

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