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23. Juni 2022

Restaurants

Zwischen Alicante und Valencia

Die Bodega Casa Benjamín in Denia ist einer dieser Sehnsuchtsorte, die mit Worten kaum zu beschreiben sind. Eine Lokalität, an dem die letzten hundert Jahre

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Spanien

Conde Pinel Tempranillo tinto

Rotwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Tempranillo Tinto ist ein trockener Rotwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen Spaniens. Reinsortig aus Tempranillo gekeltert, gehört er zur modernen Conde-Pinel-Linie – fruchtbetont, klar und trocken.


Castilla

Die Conde-Pinel-Linie stammt vom Önologenteam um David Tofterup bei Hammeken Cellars (Jávea/Alicante) und umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Der Tinto trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Nach der temperaturkontrollierten Gärung im Edelstahl reift ein Teil des Weins rund drei Monate in französischer Eiche. Die kurze Holzreife gibt feine Würze, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot. In der Nase rote Frucht – Beeren, wilde Erdbeere und Kirsche – dazu ein Hauch geröstetes Brot und Vanille aus der Holzreife. Am Gaumen fruchtbetont, weich und zugänglich, trocken mit rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein unkomplizierter, fruchtbetonter Tempranillo für viele Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Geflügel, Pasta und Hartkäse.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Rotwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, teils ~3 Monate in französischer Eiche

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Weine

Sparkling Tea rose alkoholfrei

Der Kloss Sparkling Tea Rosé ist die rosa Variante des alkoholfreien Perlgetränks von der Mosel. Kräutertees mit Brombeerblättern, Ringelblumen- und Hibiskusblüten sowie Lavendel treffen auf naturtrüben Saft von Streuobstwiesen. Der Hibiskus gibt die Farbe.

Im Glas

Rosa bis rubinrot, mit feiner Perlage. Im Duft würzige Kräuter, eine beerige Note und frische Frucht. Im Mund vielschichtig und klar, ausgewogen und nicht zu süß.

Mach was draus

Ein alkoholfreier Aperitif mit Stil. Dazu passen Vorspeisen, Salate, Fisch, Geflügel und leichte Gerichte. Serviere ihn gut gekühlt, gern im Weinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Der Rosé ist mein Liebling unter den Sparkling Teas. Hibiskus und Lavendel – das passt perfekt.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woher kommt die Farbe? Vom Hibiskus. Seine Blüten färben den Tee rosa bis rubinrot.

Wie wird er gemacht? Die Kräuter und Blüten werden bei niedriger Temperatur schonend ausgezogen. Dann kommt naturtrüber Saft von Streuobstwiesen dazu, und das Ganze wird mit Kohlensäure versetzt.

Gab es Auszeichnungen? Ja. Bei der Falstaff Alkoholfrei Trophy 2025 erhielt der Sparkling Tea Rosé 96 Punkte.

Wer macht ihn? Die Wein- & Sektkellerei Kloss in Winningen an der Mosel, heute geführt von Christian Kloss.

alkoholfrei · Kräutertees (u. a. Brombeerblätter, Ringelblume, Hibiskus, Lavendel) · naturtrüber Saft von Streuobstwiesen · kalt extrahiert · Falstaff Alkoholfrei Trophy 2025: 96 Punkte · Wein- & Sektkellerei Kloss, Winningen · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Sierra de Tolono tinto 2024

Rotwein · DOCa Rioja · Rioja Alavesa

Tempranillo Rioja Alavesa 500–700 m Jahrgang 2024 6 Monate gebrauchte Eiche ohne Filtration

Der Sierra de Toloño Rioja Tinto 2024 von Sandra Bravo ist der Basiswein einer Bodega, die den Rioja von der Fassrechnung zurück auf die Herkunft stellt. Die Parzellen liegen am Südhang der Sierra de Toloño auf 500 bis 700 Metern, der Ausbau endet nach rund sechs Monaten in gebrauchter französischer Eiche. Das Ergebnis ist ein klar gezeichneter Tempranillo mit Säurezug und kühler Frucht, näher an einem straffen Pinot Noir als an der holzbetonten Rioja-Schule.


Sierra de Toloño – Höhenlagen der Rioja Alavesa

Die Sierra de Toloño, westlicher Ausläufer der Sierra Cantabria, riegelt die Rioja Alavesa nach Norden gegen den atlantischen Einfluss ab und wirft ihre Hänge nach Süden in die Ebene des Ebro. Genau in dieser Staffelung liegen Sandra Bravos Parzellen: kalkhaltige Lehmböden mit hohem Steinanteil bei Labastida auf rund 650 Metern, ältere Anlagen bei Villabuena de Álava auf etwa 500 Metern, dazu Rebland bei Rivas de Tereso auf rund 700 Metern, teils mit Pflanzungen aus dem Jahr 1944. Die Bodega selbst steht in Villabuena.

Der Höhenunterschied ist hier kein Prestigemerkmal, sondern das eigentliche Arbeitsinstrument. Auf 650 bis 700 Metern fällt die Temperatur nachts deutlich ab, die Reife zieht sich in die Länge, und die Säure bleibt erhalten, während der Zucker langsamer steigt. Der Kalk im Untergrund verstärkt diesen Zug und hält die Reben in trockenen Sommern über Wasserreserven im Lehm am Leben. Die Parzellen werden ohne Herbizide bewirtschaftet, gelesen wird von Hand in 15-Kilo-Kisten mit Sortierung im Weinberg.

Sandra Bravo hat vor ihrer Rückkehr in die Rioja im Jahr 2012 in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahre im Priorat gearbeitet. Aus dieser Schule stammt die Arbeitsweise, die ihr Weingut von der klassischen Rioja-Industrie trennt: Herkunft der einzelnen Parzelle statt Ausbaustufen, Bodenprofil statt Fassalter. Der Tinto bündelt mehrere dieser Lagen und ist damit der Einstieg in ihr Lagenverständnis.

Jahrgang 2024 – Rioja Alavesa

2024 war in der Rioja ein nasser und im Vergleich zu den Vorjahren kühler Zyklus. Kräftige Niederschläge im März und Mai erschwerten Blüte und Fruchtansatz und kosteten Behangdichte. Zwischen dem 1. April und dem 30. Oktober fielen rund 407 mm Niederschlag – der feuchteste Vegetationsverlauf seit 2018, mehr als die Hälfte davon erst in September und Oktober. Die Durchschnittstemperaturen lagen unter dem Mittel der vorangegangenen sieben Jahre, eine einzige Hitzeperiode Ende Juli und Anfang August überschritt 35 °C. In den windexponierten Höhenlagen der Alavesa blieb der Pilzdruck dadurch beherrschbar, während tiefere Zonen stärker zu kämpfen hatten.

Die Lese begann in der Alavesa ab dem 17. September, Tempranillo folgte in der Regel ab dem 23. September; viele Betriebe zogen die Termine wegen der Regenfälle vor, um Aufplatzen und Fäulnis zuvorzukommen. Die Erntemenge fiel klein aus: 66,7 Millionen Kilo in der Rioja Alavesa, rund 264.000 Tonnen in der gesamten DOCa Rioja. Der Consejo Regulador stufte den Jahrgang im April 2025 als „Buena" ein. Stilistisch bringt 2024 der Region hellere Farbe, moderatere Alkoholgrade und höhere Säurewerte als die heißen Jahrgänge davor – ein Profil, das Bravos Arbeitsweise entgegenkommt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus mehreren Parzellen der Rioja Alavesa, Jahrgang 2024. Handlese in kleinen Kisten, Sortierung im Weinberg, anschließend Kaltmazeration vor der Gärung, um Frucht und Farbe schonend zu lösen. Die Extraktion bleibt zurückhaltend, kräftige Umpumpvorgänge unterbleiben.

Der Ausbau erfolgt über rund sechs Monate in gebrauchter französischer Eiche. Das Holz liefert Sauerstoff und Struktur, aber keine Röstaromatik – der Fassanteil ist hier Werkzeug, nicht Geschmacksträger. Gefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration, weshalb ein leichter Bodensatz möglich ist.

Im Glas

Mittleres Rubin mit heller Randzone. In der Nase Sauerkirsche und Weichsel, dazu Blutorangenschale, getrocknete Mittelmeerkräuter und eine ätherische Note, die an Wacholder erinnert. Am Gaumen schlank gebaut, mit feinkörnigem Tannin, salzigem Kalkzug und dunkler Lakritze im Hintergrund. Der Abgang bleibt kühl und zitrisch grundiert, ohne Süße im Nachhall.

Sechs Monate gebrauchtes Holz statt zwei Jahre Neuholz: Der Tinto zeigt Tempranillo als Rebsorte, nicht als Ausbaustil.

Der Wein braucht keine Karaffe, gewinnt aber nach zwanzig Minuten im Glas an Tiefe. Kühl servieren, 15 bis 16 °C. Der säurebetonte Jahrgang 2024 trägt ihn gut über die nächsten Jahre: trinkreif ab sofort, Entwicklung bis etwa 2031.

Am Tisch

Passt zu gegrilltem Lammkotelett, Pimientos de Padrón mit Meersalz, Chorizo und gereiftem Idiazábal. Auch zu Ente, Pilzgerichten und Tomatenschmorgerichten. Durch den geringen Holzeinsatz und die klare Säure verträgt er leichtere Küche als die meisten Riojas – gebratener Fisch mit Paprika und Knoblauch funktioniert ebenso.


Produzent Sierra de Toloño – Sandra Bravo, Villabuena de Álava
Rebsorte Tempranillo
Lage Südhänge der Sierra de Toloño, Rioja Alavesa, 500–700 m
Klassifikation DOCa Rioja
Jahrgang 2024
Vinifikation Handlese · Kaltmazeration · sanfte Extraktion
Ausbau ca. 6 Monate gebrauchte französische Eiche · ohne Schönung · unfiltriert
Boden kalkhaltiger Lehm mit hohem Steinanteil
Bewirtschaftung ohne Herbizide, Handlese in 15-kg-Kisten
Trinkempfehlung 2026–2031

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Rebsorten

Fratelli Revello Barbera d Alba

Rotwein · Barbera d'Alba DOC · Barbera

Barbera Barbera d'Alba DOC Lage Annunziata (La Morra) Revello Fratelli Kalk-Ton-Boden Reben seit 1995 reiner Stahlausbau

Der Revello Fratelli Barbera d'Alba wurde nur im Stahltank ausgebaut und bewahrt so seinen ureigenen Traubengeschmack: eigenständige balsamische Noten und vollreife Kirschfrucht, vollmundig, aber nicht überladen. Ein vornehmer Essensbegleiter.


Barbera aus La Morra – Frucht pur aus dem Stahl

Die Trauben stammen aus den Weinbergen Annunziata in La Morra. Die 1,8 Hektar große Parzelle ist nach Osten (270 m) und Westen (240 m) ausgerichtet; die Barbera-Reben wurden 1995 gepflanzt. Der Boden aus Kalk und Ton gibt dem Wein Struktur und Frische.

Barbera ist neben Nebbiolo und Dolcetto die wichtigste Rotweinsorte des Piemont – bekannt für saftige, dunkle Frucht und eine lebendige, erfrischende Säure bei moderatem Tannin. Im reinen Stahlausbau, ganz ohne Holz, zeigt sie ihren ureigenen, fruchtbetonten Charakter besonders klar.

Charakter und Lese – Langhe

Als fruchtbetonte, im Stahl ausgebaute Barbera zeigt dieser Wein klare, frische Frucht ohne Holzeinfluss. Die Lese erfolgt Anfang Oktober bei voller Reife – das bewahrt die vollreife Kirschfrucht, die balsamische Würze und die saftige, lebendige Art des Weins.

Vinifizierung und Ausbau

Reinsortige Barbera, Barbera d'Alba DOC, trocken.

Die Maischegärung erfolgt in horizontalen Rotationsfermentern über etwa acht bis zehn Tage mit den Traubenschalen, gefolgt von einer alkoholischen Gärung in Edelstahltanks über rund 10 Tage; auch die malolaktische Gärung findet im Stahl statt. Anschließend reift der Wein 10 Monate im Edelstahl – ganz ohne Holz, um die reine, ureigene Frucht in den Vordergrund zu stellen. Abfüllung im Juli.

Im Glas

Dieser Barbera wurde nur im Stahltank ausgebaut und hat somit seinen ureigenen Traubengeschmack bewahrt. Er besticht zudem durch eigenständige balsamische Noten und eine vollreife Kirschfrucht. Vollmundig, aber nicht überladen am Gaumen und im Abgang. Ein vornehmer Essensbegleiter, bei dem Kraft und Frucht in wunderbarer Harmonie übereinstimmen.

Balsamische Noten und vollreife Kirschfrucht – vollmundig, aber nicht überladen, mit Kraft und Frucht in wunderbarer Harmonie.

Schon jung zugänglich; bei 16–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftiger Pasta und Risotto, zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Salami und Hartwurst sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Weinberge Annunziata, La Morra (Piemont, Italien); 1,8 ha, Ost- (270 m) und West-Ausrichtung (240 m); Kalk-Ton-Boden; Reben gepflanzt 1995
Klassifikation: Barbera d'Alba DOC, Barbera (trocken)
Ausbau: Maischegärung in Rotationsfermentern (8–10 Tage), Gärung in Edelstahl (~10 Tage), Malo in Stahl; 10 Monate Edelstahl (ohne Holz)

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Rebsorten

Caldora Sangiovese Terre di Chieti

Rotwein · Terre di Chieti IGP · Sangiovese

100 % Sangiovese Terre di Chieti IGP Ortona · San Salvo Ton und Kalk 10 Tage Maischegärung trocken

Caldora Sangiovese ist ein trockener, süffiger Rotwein der Kellerei Caldora aus Ortona an der Adriaküste der Abruzzen, die zur Fantini-Farnese-Gruppe gehört. Reinsortiger Sangiovese aus den Terre di Chieti – mit klarer, süßer Kirschfrucht, rund, weich und harmonisch.


Ortona und San Salvo – Adriahänge vor der Majella

Caldora gehört zur Fantini-Farnese-Gruppe, einem der großen Weinproduzenten Süditaliens mit Sitz in den Abruzzen. Die Trauben für den Caldora Sangiovese stammen aus Weinbergen um Ortona und San Salvo in der Provinz Chieti, nahe der Adriaküste.

Die Reben stehen auf Ton- und Kalkböden in rund 100 bis 200 Metern Höhe, nach Südosten ausgerichtet, erzogen am Drahtrahmen und in Pergola. Im Hinterland schirmt das Apennin-Massiv die Lagen gegen Niederschläge ab, die Nähe zum Meer mildert die Sommerhitze.

Starke Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen während der Reife geben dem Sangiovese hier tiefe Farbe und reife Frucht. Der Wein ist bewusst auf Zugänglichkeit angelegt: fruchtig, weich und jung zu trinken.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sangiovese. Die Trauben werden schonend entrappt und gequetscht. Maischestandzeit und Gärung dauern rund zehn Tage.

Die kurze Mazeration hält das Tannin weich und die Kirschfrucht klar. Das Ergebnis ist ein unkomplizierter, süffiger Alltagswein mit mittlerem Körper.

Im Glas

Rubin- bis Granatrot. In der Nase klare, süße Kirschfrucht, dazu Erdbeere und Sauerkirsche. Am Gaumen rund, weich und harmonisch, mit mittlerem Körper, ausgewogenem Tannin und saftigem, warmem Abgang.

Sangiovese von Ton und Kalk an der Adriaküste, kurz auf der Maische: Kirschfrucht, weiches Tannin und viel Trinkfluss.

Jung zu trinken. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Pizza, Pasta mit Tomatensauce oder kräftigem Ragù, Salumi und Antipasti, gegrilltes Fleisch und Hartkäse.


Produzent Caldora (Fantini-Farnese-Gruppe), Ortona
Rebsorte 100 % Sangiovese
Lage Ortona und San Salvo, Provinz Chieti, Abruzzen · Ton und Kalk · 100–200 m · Südost
Klassifikation Terre di Chieti IGP · trocken
Vinifikation schonendes Entrappen und Quetschen · ca. 10 Tage Maischegärung

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Länder/Regionen

Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet 1er Cru Les Folatieres blanc 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Les Folatières · 1er Cru Puligny-Montrachet alte Reben 2022

Der Puligny-Montrachet Les Folatières 1er Cru 2022 von Sylvain Bzikot stammt aus einer der renommiertesten Premier-Cru-Lagen von Puligny-Montrachet. Geprägt von alten Reben, zeigt sich dieser Chardonnay als mineralisches, elegantes Kraftpaket mit großem Reifepotenzial.


Les Folatières – Premier Cru über Clavoillon

Les Folatières ist eine angesehene Premier-Cru-Lage von Puligny-Montrachet, ein hochgelegenes Terroir oberhalb des 1er Cru Clavoillon. Alte Reben auf kalksteinreichem Boden bringen einen der vielschichtigsten und mineralischsten Weißweine hervor.

Puligny-Montrachet an der Côte de Beaune beherbergt vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden geben feine Mineralität und feste Struktur; wegen des frühen Frühlings und der Frostgefahr ist besondere Aufmerksamkeit nötig. Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven. Die Lese begann sehr früh, schon im August.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische – ein gehaltvoller Jahrgang, der die satte Substanz der Folatières trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, von alten Reben.

Der Wein reift im Holzfass auf der Hefe, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Schmelz, mineralischer Linie und reifer Säure ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase breit und sinnlich, mit kraftvollen Eindrücken, dazu Macadamianüsse, reife Äpfel, Birnen und würzige Akzente. Am Gaumen cremig, mit reifer, fein ausbalancierter Säure, die die satte Substanz trägt und in ein langes, berührendes Finish überführt – mit Schmelz, Mineralität und Kraft.

Macadamia, reifer Apfel und Würze über cremigem Schmelz und mineralischer Kraft – ein Einzellagen-Chardonnay mit langem Finish.

Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Hummer und Krustentiere, Fisch in heller Sauce, Bresse-Geflügel, Kalbsbries, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Les Folatières (1er Cru), Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); kalksteinreiche Böden, Oberhang über Clavoillon
Klassifikation: Puligny-Montrachet Premier Cru
Ausbau: Chardonnay, alte Reben; Holzfassausbau auf der Hefe

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Rebsorten

Jean-Philippe Fichet Bourgogne Blanc Vieilles Vignes 2024

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC · Vieilles Vignes Pellands & Millerands · 0,93 ha · Reben 50–70 J. am Rand von Meursault 2024

Der Bourgogne Blanc Vieilles Vignes 2024 von Jean-Philippe Fichet stammt aus zwei Parzellen am Rand von Meursault – mit 50 bis 70 Jahre alten Reben. Komplex und druckvoll, mit Zitrus und Heckenkirsche: ein Bourgogne, der manchem Village Paroli bietet.


Alte Reben am Rand von Meursault

Die zwei Parzellen Les Pellands und Les Millerands umfassen zusammen rund 0,93 Hektar mit 50 bis 70 Jahre alten Reben, vollständig auf Lehm-Kalk-Böden und am Rand der Appellation Meursault gelegen. Pellands ist die einzige Bourgogne-Parzelle, die an den 1er Cru Charmes grenzt – das macht diesen „Bourgogne" besonders.

Jean-Philippe Fichet zählt zu den renommierten Adressen von Meursault; seine Handschrift hebt diesen regionalen Wein deutlich über seine Stufe.

Jahrgang 2024 – Côte de Beaune

2024 war im Burgund ein kühleres, eher feuchtes Jahr mit höherem Krankheitsdruck und geringeren Mengen; sorgfältige Arbeit im Weinberg war entscheidend.

Die Weißweine 2024 fallen frischer und knackiger aus, mit einem Hauch mehr Säure und klarer, kühler Eleganz – ideal für die druckvolle, mineralische Art dieses Bourgogne.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024, aus den Parzellen Les Pellands und Les Millerands.

Der Wein reift im Holzfass, im präzisen Stil des Guts – mit maßvollem Holzeinsatz, ganz auf Mineralität, Druck und Klarheit ausgerichtet.

Im Glas

Komplex und direkt: Der Wein kommt mit Druck und einer Mischung aus Zitrusfrüchten und Heckenkirsche. Am Gaumen mineralisch und straff, im kühlen 2024er mit besonders frischer Säure und langem Abgang.

Zitrus und Heckenkirsche mit Druck und Mineralität – ein „Bourgogne", der manchem Village Paroli bietet.

Jung schon zugänglich, kann aber einige Jahre zulegen. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger, mineralischer Begleiter.


Lage: Bourgogne (Côte de Beaune); Parzellen Les Pellands & Les Millerands am Rand von Meursault (Pellands grenzt an 1er Cru Charmes), Lehm-Kalk, 0,93 ha, Reben 50–70 Jahre
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC (Vieilles Vignes)
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau

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Feinkost

Psaltiras Extra Virgen Olivenöl kaltgepresst 3,00 l

Olivenöl · Mani, Peloponnes · Koroneiki

Nativ extra Kambos Avias, 500 m Handernte Kaltextraktion < 24 h Unfiltriert 3,00 l Kanister

Psaltiras Extra Virgen Olivenöl kaltgepresst 3,00 l kommt aus Kambos Avias in der Mani, einem Bergdorf auf 500 Metern Höhe rund 25 Kilometer südlich von Kalamata. Nicos und Katerina Psaltiras bewirtschaften dort Terrassenhaine, die auf den nackten Fels des Taygetos gebaut sind. Das Öl ist sortenrein aus Koroneiki gepresst und zeigt den fruchtig-milden Stil dieser Sorte statt scharfer Bitterkeit.


Mani: Terrassenhaine im Taygetos

Die Mani ist die mittlere der drei Halbinseln des südlichen Peloponnes – karstig, steinig, ohne tiefe Böden. Die Haine der Familie liegen auf handgesetzten Trockenmauer-Terrassen direkt auf Kalkfels, in Höhenlagen um 500 Meter. Lange trockene Sommer und milde Winter prägen den Vegetationszyklus.

Der flachgründige Fels zwingt die Bäume zu geringem Ertrag und kleinen Früchten. Genau daraus entsteht die aromatische Dichte, die ein Koroneiki aus dem Flachland selten erreicht.

Ernte und Gewinnung

Geerntet wird von November bis Ende Januar, ausschließlich von Hand. Die Oliven kommen in Leinensäcken zur Mühle, damit die Früchte atmen und keine Gärungswärme entsteht – Transport und Verarbeitung erfolgen innerhalb von 24 Stunden nach der Ernte.

Die Gewinnung läuft als Kaltextraktion. Anschließend ruht das Öl rund zwei Monate in Edelstahltanks, bis sich die Trübstoffe von selbst absetzen. Es wird nicht mechanisch filtriert, wodurch Aromastoffe und Polyphenole im Öl bleiben.

Im Glas

In der Nase frisch geschnittenes Gras, dazu grüner Apfel. Am Gaumen weich und rund, fruchtig-mild statt pfeffrig, mit einer erdig-grünen Note, die an Artischocke erinnert. Der Abgang bleibt sanft, mit leichter Bitternote und ohne kratzende Schärfe.

Ein Koroneiki, das auf Schärfe verzichtet: Gras, grüner Apfel und Artischocke in einem weichen, runden Körper.

Kühl, dunkel und dicht verschlossen lagern. Nach dem Öffnen des Kanisters empfiehlt sich das Umfüllen in kleinere dunkle Flaschen, um Sauerstoffkontakt zu begrenzen. Naturtrübe Ablagerungen am Boden sind Folge der fehlenden Filtration.

Am Tisch

Die milde Art macht das Öl zum Allrounder: über Tomatensalat, Bauernsalat und Bohnen, zu Ziegen- und Schafskäse, in Dips, Hummus und Tzatziki, über gegrilltem Fisch oder geröstetem Gemüse. Auch zu Vanilleeis mit Meersalz funktioniert es. Das 3-Liter-Gebinde ist für Haushalte gedacht, die Olivenöl täglich verwenden.


Lage Kambos Avias, Mani, südlicher Peloponnes
Klassifikation Natives Olivenöl extra (Extra Virgen)
Ernte November bis Ende Januar, Handernte
Gewinnung Kaltextraktion, Verarbeitung binnen 24 Stunden
Ausbau ca. 2 Monate Edelstahl, unfiltriert
Boden Kalkfels, Terrassenanbau auf ca. 500 m
Gebinde 3,00 l
Mindesthaltbarkeit 31.03.2028

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