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30. September 2022

Weinwissen

Das Weinbaugebiet Ahr

Das Weinbaugebiet Ahr stellt sich vor: Ganz Deutschland wird von Weißwein dominiert. Ganz Deutschland? Nein! Ein kleines Flusstal hört nicht auf, fleißig herausragenden Rotwein zu

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Rebsorten

Von Winning Ozyetra Riesling 2020

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Ozyetra (Fassselektion) Forster Pechstein von Winning · Deidesheim Basalt trocken langer Barrique-Ausbau 2020

Der von Winning Ozyetra Riesling 2020 entsteht aus den erlesensten Fässern des Forster Pechstein – für Kenner das Non plus ultra der Pfalz. Der Name spielt auf den berühmten Osietra-Kaviar an: das Programm eines äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Rieslings.


Ozyetra – Fassselektion aus dem Forster Pechstein

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Unter Kennern gilt die Einzellage Forster Pechstein als das Non plus ultra der gesamten Pfalz – da verwundert es nicht, dass von Winning genau diese Lage auserkoren hat, um daraus einen Spitzenwein zu kreieren. Der Name Ozyetra steht für den berühmten Osietra-Kaviar und ist somit Programm: die Umsetzung von Stephan Attmann und seinem Team, aus dieser Lage einen äußerst kraftvollen, eleganten und feinen trockenen Riesling zu gewinnen.

Der Forster Pechstein ist eine der berühmtesten Basaltlagen der Pfalz. Das dunkle vulkanische Gestein speichert Wärme und verleiht dem Riesling eine markante, rauchig-mineralische Prägung, verbunden mit Kraft, Würze und Tiefe.

Jahrgang 2020 – Pfalz

2020 war in der Pfalz ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der wärmespeichernde Basalt des Pechsteins und der lange Barrique-Ausbau bewahrten Kraft, Konzentration und Feinheit – dieser Jahrgang erinnert besonders stark an seine Vorbilder aus dem Burgund.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2020; 100 % Riesling vom Basalt.

Für den Ozyetra werden die erlesensten Fässer selektiert; der lange Ausbau im Barrique verleiht dem Wein Vanille- und Briochenoten, Schmelz und Tiefe, ohne die Frucht zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Eine goldgelbe Farbe spiegelt sich zwischen den Gläserwänden wider. Die zunächst noch recht verschlossene Nase öffnet sich mit ausreichend Sauerstoffzufuhr immer mehr in delikate Kernobstfrüchte, welche von Vanillearomen und frischem Briocheteig flankiert werden. Unheimlich kompakt und mit starken, gut eingebundenen Gerbstoffen im Mundgefühl ist dies eine völlig neue Riesling-Interpretation. Äußerlich wirkt der Ozyetra wie ein fetter und schwülstiger Chardonnay der Extraklasse, innerlich wie ein zarter, eleganter Riesling aus der Pfalz. Hier findet sich dann auch eine tänzelnde Säurestruktur und dieses schöne Gefühl, immer mehr von diesem Tropfen haben zu wollen. Man könnte es auch die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar nennen. Der Jahrgang 2020 erinnert noch viel mehr an seine Vorbilder aus dem Burgund. Riesling-Geschichte muss neu geschrieben werden!

Delikate Kernobstfrüchte, flankiert von Vanille und frischem Briocheteig – kompakt, mit gut eingebundenen Gerbstoffen und tänzelnder Säure. Die Gier nach noch mehr flüssigem Kaviar.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Riesling; jung unbedingt dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Forster Pechstein, Forst, Pfalz; Basalt; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, langer Ausbau im Barrique; Handarbeit im Weinberg

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Rebsorten

Domaine Pierre Vincent Volnay Le Ronceret 1er Cru 2023

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Volnay Premier Cru 0,21 ha Parzelle Pflanzung 1980 50 % Ganztrauben 18 Monate Pièce ca. 20 % neues Holz Erster Jahrgang Pierre Vincent

Domaine Pierre Vincent Volnay 1er Cru Le Ronceret 2023 ist der erste Rotwein, den Pierre Vincent unter eigenem Namen abgefüllt hat. Der Önologe leitete von 2006 bis 2016 die Technik der Domaine de la Vougeraie und führte anschließend bis Ende 2024 die Domaine Leflaive in Puligny-Montrachet. Im Juli 2023 übernahm er mit zwei Partnern die Domaine des Terres de Velle in Auxey-Duresses – wenige Wochen vor der Lese. Aus einem Fünftel Hektar alter Reben unterhalb von Champans entsteht hier ein Volnay mit festem Gerüst und dunkler Frucht.


Le Ronceret: Steinboden am Fuß von Champans

Le Ronceret liegt am östlichen Rand des geschlossenen Premier-Cru-Gürtels von Volnay, im unteren Hangbereich auf rund 245 Metern. Hangaufwärts schließt direkt Champans an, einer der renommiertesten Crus des Dorfes, in der Nachbarschaft liegen Les Caillerets und Carelle sous la Chapelle. Unterhalb beginnen die Village-Lagen. Der Climat umfasst den Lieu-dit Le Ronceret mit etwa 1,9 Hektar sowie den als Premier Cru klassifizierten Teil von Les Aussy mit weiteren 1,7 Hektar, dessen Weine ebenfalls als Le Ronceret etikettiert werden dürfen.

Der Name geht auf ronces zurück, Brombeerranken: Die Fläche war früher mit Gestrüpp überwachsen und musste gerodet werden, bevor Reben gepflanzt werden konnten. Im unteren Hang von Volnay steht bathonischer Kalk an, steinig und durch Eisenoxide rötlich gefärbt. Die Parzelle der Domaine misst exakt 0,2073 Hektar, ist nach Südosten ausgerichtet und wurde 1980 gepflanzt. Der Boden ist ein sehr steiniger Ton-Kalk mit wenig Feinerde – die Wurzeln müssen tief in den Fels, das Wachstum bleibt gebremst. Die Rebzeilen werden bearbeitet und danach begrünt, gelesen wird von Hand mit systematischer Selektion.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Nach einem milden Winter trieben die Reben verspätet aus: In frühen Lagen zeigte Pinot Noir am 12. April die ersten grünen Spitzen. Die Verzögerung schützte vor den wenigen Frostnächten des unbeständigen Frühjahrs. Ab Anfang Mai folgten die phänologischen Stadien in hohem Tempo aufeinander. Der Frühsommer brachte Gewitter, Hitzespitzen und hohe Luftfeuchtigkeit. Hagel am 11. und 15. Juli traf die Côte de Beaune nur punktuell, unter anderem bei Meursault. Das Wasserdefizit aus 2022 hielt an, doch Gewitterschauer im August sicherten den Ertrag.

Ab dem 25. August lag die Region unter einer Hitzewelle mit über 35 °C, die bis Ende der ersten Septemberwoche anhielt. Die Lese der Stillweine begann Anfang September, ein Schauer am 13. September ließ die Beeren noch einmal anschwellen, gegen den 25. September war die Côte de Beaune abgeschlossen. Mengenmäßig brachte 2023 die erste reichliche Ernte seit Jahren. Pinot Noir reagierte empfindlich auf die Hitze – die Qualität hing an Ertragsbegrenzung, Lesezeitpunkt und strenger Sortierung. Vincents Weinbergsbesuche im Sommer 2023 fielen genau in diese Phase.

Halb Ganztraube, 18 Monate im Pièce

Die Hälfte der Trauben kam mit Stielen in den Tank. Vincent legt Ganztrauben und entrappte Beeren in Schichten übereinander und entscheidet den Anteil erst am Sortiertisch. Nach einer Kaltmazeration beginnt die Gärung spontan, die Maische bleibt insgesamt rund 15 Tage im Tank. Extrahiert wird überwiegend durch Umpumpen, Unterstoßen setzt er nur sparsam ein.

Der Ausbau läuft 18 Monate in 228-Liter-Pièces, rund ein Fünftel davon neu, also über zwei Winter im Keller. Die Kellerei liegt direkt an der Velle. Die hohe Luftfeuchtigkeit reduziert den Schwund im Fass und damit das Auffüllen. Vor der Abfüllung wird der Wein in Edelstahltanks umgezogen, damit sich die Fässer zu einer Cuvée verbinden. Vincent wurde 2010 und 2014 bei der International Wine Challenge als bester Rotweinmacher ausgezeichnet.

Im Glas: Volnay mit Kalkgerüst

Ein Fünftel Hektar, gepflanzt 1980, zur Hälfte mit Stielen vergoren – Pierre Vincents erster Volnay unter eigenem Namen.

Mittleres Rubin. Die warme Endphase des Jahres bringt reife Sauerkirsche und dunkle Beeren, die Stiele fügen getrocknete Blüten, Würze und einen kühlen, kräuterigen Zug hinzu. Am Gaumen mittelgewichtig, das Tannin feinkörnig und deutlich spürbar – der steinige Unterboden prägt diesen Ronceret straffer und dichter als die Volnay-Lagen am oberen Hang. Das neue Holz tritt hinter die Frucht zurück, der Abgang bleibt trocken und mineralisch. In der Jugend verschlossen, mit Luft öffnend.

Am Tisch: Taube, Ente, gereifter Käse

Die Struktur verlangt nach Gerichten mit Röstaromen und Jus: gebratene Taube mit Rotweinjus, Entenbrust mit Kirschen, Kalbsnierenbraten oder Rehrücken mit Pilzen. Zum Käse passen Comté mit langer Reifung oder Cîteaux. In den ersten Jahren eine Stunde vorher dekantieren, Serviertemperatur 15–16 °C, großes Burgunderglas.


Produzent Domaine Pierre Vincent, Auxey-Duresses

Rebsorte Pinot Noir

Lage Le Ronceret, Volnay; sehr steiniger Ton-Kalk über bathonischem Kalk, Südost-Exposition, ca. 245 m

Klassifikation Volnay Premier Cru AOC

Jahrgang 2023

Vinifikation 50 % Ganztrauben, Kaltmazeration, ca. 15 Tage Maischestandzeit, Handlese mit Selektion

Ausbau 18 Monate Pièces (228 l, ca. 20 % neu), anschließend Edelstahltank bis zur Abfüllung

Trinkreife 2027–2038

Rebenalter Pflanzung 1980

Parzellengröße 0,2073 ha

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2007

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2007

Der Feuerheerd's Colheita 2007 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2007 – Douro

Trotz eines trockenen Januars war der Winter relativ feucht und befeuchtete die ausgetrockneten Böden wieder. Der Frühling blieb trotz einzelner Fröste feucht, was Fäulnis förderte; ein warmer März und April brachten einen frühen Austrieb, ein launischer Mai störte die Blüte und verringerte die Erträge. Die feuchten Bedingungen im Juni und Juli ließen die Sorge um Mehltau wachsen.

Ein warmer August und September trockneten die Trauben und brachten sie rechtzeitig zur phenolischen Reife; die Lese endete Ende Oktober. Die Weine von 2007 sind oft atemberaubend – reich und reif, mit ausgeglichener Säure und komplexer Aromatik.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2007.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Spanien

Imperial Reserva 2018

Rotwein · Rioja · Tempranillo · Reserva · Spanien

CVNE Imperial Reserva ist ein eleganter Rioja-Klassiker des renommierten Hauses CVNE aus Haro. Das Lesegut stammt von den besten, über 40 Jahre alten Weinbergen in Villalba, Briones und Torremontalbo. So entsteht ein eleganter Tinto mit samtiger Fruchtigkeit. Im Glas dichtes Rubinrot.


Rioja Alta

CVNE hat seinen Sitz in Haro in der Rioja Alta. Das Lesegut stammt von den besten, über 40 Jahre alten Weinbergen in Villalba, Briones und Torremontalbo. Die kalk- und tonhaltigen Böden und das kühle Klima verleihen dem Wein Eleganz und Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée wird von Tempranillo dominiert, ergänzt um Graciano und Mazuelo. Nach manueller Lese gelangt das Lesegut per Schwerkraft in französische und amerikanische Eichenfässer, wo der Wein zwei Jahre reift (Reserva).

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase intensiver Duft nach reifen Früchten und würzigen Aromen. Am Gaumen vollmundig, mit samtiger Fruchtigkeit und weichen Tanninen. Im langen Nachhall feine Röstaromen und dunkle Waldfrüchte.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut. Mit Reifepotenzial über viele Jahre.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Villalba, Briones, Torremontalbo, Rioja Alta (Spanien); Kalk/Ton
Klassifikation: Rioja DOCa – Reserva
Ausbau: Tempranillo-dominiert mit Graciano/Mazuelo, 2 Jahre französische/amerikanische Eiche

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Weine

Saxum Paderewski Vineyard 2018 Magnum

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden gemeinsam vergoren Magnum 1,5 l 2018

Der Saxum Paderewski Vineyard 2018 in der Magnum (1,5 l) ist eine rare, Syrah-dominierte Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Tief, würzig und parfümiert, vollgewichtig und strukturiert – aus einem herausragenden Jahrgang, im Großformat besonders langlebig.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Neben der Heimatlage James Berry bezieht das Gut Frucht von einigen ausgesuchten Spitzenlagen – darunter das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles an der Peachy Canyon Road. Der historische Weinberg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmann Ignacy Jan Paderewski bewirtschaftet; Justin Smith hat ihn mit wiederbelebt und neu bestockt.

Die Lage ist von kargen, steinig-kalkhaltigen Böden geprägt, die in Paso Robles selten sind und den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe geben. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – von Hand gelesen, mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2018 – Paso Robles

2018 gilt an der kalifornischen Central Coast als herausragender, klassischer Jahrgang: Eine lange, gleichmäßige Vegetationsperiode brachte vollreife, zugleich frische und ausgewogene Weine mit großer Tiefe und Struktur. Auf dem kalkreichen Terroir des Paderewski Vineyard ergibt das einen tiefgründigen, würzigen und perfümierten Wein, der Fülle mit mineralischer Spannung und großem Reifepotenzial verbindet.

Assemblage und Ausbau

Gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro (Mourvèdre), 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo und 4 % Viognier, Jahrgang 2018, trocken, gefüllt in der Magnum (1,5 l).

Syrah gibt dem Wein das dunkle, würzig-pfeffrige Fruchtrückgrat und die mineralische Tiefe; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Fülle; Zinfandel saftige, brombeerige Frucht und Gewürz; Grenache rote Frucht und Großzügigkeit; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen – die gemeinsame Gärung der Sorten verwebt sie zu einem nahtlosen Ganzen. Im großen Magnumformat reift der Wein langsamer und gewinnt zusätzliches Potenzial.

Im Glas

Aus der gemeinsam vergorenen, Syrah-dominierten Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: tiefes Purpur im Glas, dazu dichte schwarze und blaue Frucht wie Brombeere, Blaubeere und dunkle Kirsche, florale Anklänge von Veilchen und Flieder, süße Gewürze, Lakritz und Anis sowie eine pfeffrige Note. Am Gaumen vollgewichtig und konzentriert, mit reifem, festem Tannin, einer kalkig-mineralischen Frische und langem, parfümiertem Nachhall.

Tiefes Purpur, schwarze und blaue Frucht, Veilchen und Flieder über süßer Würze, Lakritz und Pfeffer – vollgewichtig, strukturiert und sehr lang.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Im Magnumformat mit besonders großem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard, westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, steinig-kalkhaltige Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; gemeinsam vergorene Cuvée aus 44 % Syrah, 22 % Mataro, 15 % Zinfandel, 9 % Grenache, 6 % Tempranillo, 4 % Viognier (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Spontangärung (Co-Fermentation), Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; zurückhaltende, minimalistische Kellerarbeit

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Spanien

Conde Pinel Tempranillo rosado

Roséwein · Tempranillo · Castilla · Spanien

Conde Pinel Tempranillo Rosado ist ein trockener Roséwein von Hammeken Cellars aus dem Herzen Spaniens. Reinsortig aus Tempranillo gekeltert, gehört er zur modernen Conde-Pinel-Linie – fruchtbetont, klar und trocken.


Castilla

Die Conde-Pinel-Linie stammt vom Önologenteam um David Tofterup bei Hammeken Cellars (Jávea/Alicante) und umfasst einen Weiß-, einen Rosé- und einen Rotwein. Der Rosado trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo. Die handgelesenen Trauben werden temperaturkontrolliert im Edelstahl vergoren; anschließend ruht der Wein rund zwei Monate auf der Feinhefe, was ihm Aroma und Textur verleiht.

Im Glas

Kräftiges Rosa. In der Nase rote und dunkle Frucht – Pflaume, Kirsche und Brombeere. Am Gaumen elegant trocken, fruchtbetont und frisch, mit angenehmer Säure und leichtem, animierendem Körper.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder leichter Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Tapas, Lachs, Pasta mit Tomatensauce und Sommerküche.


Lage: Castilla-La Mancha (Spanien)
Klassifikation: Vino de la Tierra de Castilla – Roséwein (trocken)
Ausbau: Edelstahl, ~2 Monate auf der Feinhefe

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Spanien

Sierra de Tolono NAHIKUN Tempranillo 2019

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

100 % Tempranillo Nahikun Sierra de Toloño (Sandra Bravo) Villabuena de Álava · 5 Mikro-Lagen über 80 J. Reben · ~200 g/Stock 1 Jahr gebrauchtes franz. Barrique BIO (ES-ECO-026-VAS) nur 798 Flaschen · 2019

Der Sierra de Toloño Nahikun Tempranillo 2019 ist ein reinsortiger Rioja von über 80 Jahre alten Reben aus fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava. Konzentriert und geschliffen zugleich – ein schlafender Riese, der heute schon Pracht und Größe demonstriert.


Nahikun Tempranillo – alte Reben aus Villabuena

Sierra de Toloño ist das Projekt von Sandra Bravo. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat kehrte sie in die Rioja Alavesa zurück, um in den höchsten und ältesten Lagen der Region herkunftsgetreue Weine zu erzeugen – minimalistisch, biologisch und biodynamisch, mit schonender Handarbeit und kaum Schwefel.

Die Tempranillo-Reben für den Nahikun wachsen in Villabuena de Álava auf fünf verschiedenen Mikro-Lagen und sind über 80 Jahre alt. Der geradezu lächerlich geringe Ertrag von nur rund 200 Gramm pro Rebstock bildet die Grundlage für die außergewöhnliche Qualität und Konzentration dieses Weins.

Jahrgang 2019 – Rioja Alavesa

2019 gilt in der Rioja als ausgewogener, hochwertiger Jahrgang mit gesunder, reifer Frucht und guter Frische. Die Höhenlagen mit altem Rebbestand am Fuß der Sierra de Toloño bewahrten Säure und aromatische Präzision – die Grundlage für einen konzentrierten und zugleich geschliffenen Tempranillo, der Kraft und Frische im Gleichgewicht hält.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo von über 80-jährigen Reben aus fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava, Jahrgang 2019, trocken.

Die Trauben werden von Hand gelesen; der Ausbau erfolgt über ein Jahr in gebrauchten Barriquefässern aus französischer Eiche, ohne prägenden Holzton. Die Reben werden biologisch/biodynamisch bewirtschaftet (ES-ECO-026-VAS). Gesamtproduktion: nur 798 Flaschen.

Im Glas

Der Wein ist konzentriert und geschliffen zugleich. Feinste dunkle Früchte, Holzwürze, Wald- und Wiesenaromen verbinden sich zu einem gemeinsamen Kosmos. Rauchig, wild und mit harmonischen Tanninen im Gepäck. Eine spielerische, zupackende Säure, die Länge und Durst im Abgang generiert. Ein schlafender Riese, der heute schon Pracht und Größe demonstriert.

Konzentriert und geschliffen zugleich: feinste dunkle Früchte, Holzwürze, Wald- und Wiesenaromen, rauchig und wild, mit harmonischen Tanninen und einer spielerischen, zupackenden Säure für Länge und Durst im Abgang.

Ein schlafender Riese mit großem Reifepotenzial; jung gern dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava, Rioja Alavesa (Spanien); über 80 Jahre alte Reben; Ertrag nur ~200 g/Rebstock
Klassifikation: DOCa Rioja; 100 % Tempranillo (trocken)
Ausbau: Handlese, ein Jahr in gebrauchten Barriquefässern aus französischer Eiche; biologisch/biodynamisch, ES-ECO-026-VAS; 798 Flaschen

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Spirituosen

Gin Mare 1,00 Liter

Gin · Mediterranean Gin · Katalonien · Spanien

Gin Mare ist ein mediterraner Gin aus Katalonien – hier in der 1-Liter-Flasche. Sein einzigartiges Aroma prägen mediterrane Botanicals wie Arbequina-Oliven, Basilikum, Thymian, Rosmarin und Zitrusfrüchte, getragen von klassischem Wacholder.


Herkunft

Gin Mare entsteht im katalanischen Küstenort Vilanova i la Geltrú an der Costa Dorada, südlich von Barcelona, in einer ehemaligen Kapelle. Hinter dem Gin stehen die Destillateursfamilie Giró Ribot und Global Premium Brands.

Botanicals und Destillation

Die mediterranen Botanicals – Arbequina-Oliven (Katalonien), Basilikum (Italien), Thymian (Griechenland) und Rosmarin (Türkei) – treffen auf Zitrusfrüchte aus Spanien sowie klassischen Wacholder, Koriander und Kardamom. Nach der „mediterranen Methode" wird jedes Botanical einzeln mazeriert und separat destilliert und erst danach verschnitten; die Zitruszesten mazerieren rund ein Jahr.

Im Glas

Kristallklar. In der Nase kräuterbetont, mit Rosmarin, Thymian und Basilikum, dazu eine salzig-olivige Note und Zitruszeste. Am Gaumen geschmeidig und würzig, mit Wacholder-Rückgrat, mediterranen Kräutern und einem feinen, salzig-herben Nachhall.

Pur und im Drink

Die Basis für einen mediterranen Gin & Tonic – mit leichtem Tonic, garniert mit Rosmarin, Basilikum oder einer Olive (Zitrone besser weglassen, um die Kräuter nicht zu überdecken). Ebenso für einen würzigen Martini.

Klassisch im Drink: Gin & Tonic mit Rosmarin, Dry Martini oder mediterrane Cocktails.


Herkunft: Vilanova i la Geltrú, Katalonien (Spanien)
Art: Mediterranean Gin
Botanicals: Arbequina-Oliven, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Zitrus, Wacholder, Koriander, Kardamom
Destillation: separate Mazeration und Destillation je Botanical (kupferne Brennblase)
Inhalt: 1 Liter

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