Das Weinbaugebiet Ahr

Das Weinbaugebiet Ahr stellt sich vor:

Ganz Deutschland wird von Weißwein dominiert. Ganz Deutschland? Nein! Ein kleines Flusstal hört nicht auf, fleißig herausragenden Rotwein zu keltern! Ziemlich genau in der Mitte zwischen Köln und Koblenz ist es gelegen, und ja, die Dominanz roter Rebsorten ist mit einem Verhältnis von 80 zu 20 schon besonders ausgeprägt. Das größte geschlossene Rotwein-Anbaugebiet auf deutschem Boden ist es, und das mit gerade einmal 562 Hektar Gesamtfläche auf einer einzigen Großlage.

Das Ahrtal ist recht eng, was normalerweise den Zustrom wärmender Winde vom östlich gelegenen Rhein her begünstigt und die Wärme auch in den Nächten am Grund des Tales hält. Gerade diese Geografie führte am 14. Juli 2021 aber auch zur Katastrophe: das sonst so beschauliche Flüsschen – normalerweise kann man mit umgeschlagenen Hosenbeinen hindurchwaten – erreichte einen Pegel von fast sieben Metern und riss in einer unaufhaltsamen Schlammwalze alles mit sich, was ihm in den Weg kam. Anders als etwa das benachbarte Mittelrheintal ist das Ahrtal sehr dicht besiedelt, dementsprechend waren es am Ende gerade einmal vier von 50 Winzerbetrieben, die es nicht traf. Der Rest verlor einen Großteil des eigentlich heiß erwarteten Jahrgangs 2020, der noch in den Tanks lagerte. Die wenigen schon auf Flasche gezogenen Weine, die die Katastrophe überstanden hatten, wurden als „Flutwein“ und „Schlammpagner“ vermarktet. Für die schmutzverkrusteten Zeugen der Naturgewalt wurden hohe Beträge gezahlt, nicht aus Sensationslust, sondern aus herzlicher Solidarität mit Winzern, die über Nacht vor den Trümmern ihrer über Generationen gewachsenen Betriebe standen. Ein Zehntel der Rebfläche wurde komplett zerstört; ob hier in absehbarer Zeit wieder Wein wachsen kann, muss sich erst noch zeigen. Und die Liste der Probleme ist noch deutlich länger: aufgrund der hohen Staubbelastung durch die Aufräumarbeiten ist an eine hygienische Verarbeitung der Trauben vor Ort oft noch gar nicht zu denken. Auch das zwecks Verhinderung von Seuchen gechlorte Trinkwasser ist den Winzern nicht geheuer, kann es doch dafür sorgen, dass der Wein später korkig schmeckt.

Die Ahrtaler Winzer hatten es im Laufe der Geschichte nie besonders leicht: entweder sie hatten Wein, aber keine Abnehmer dafür, oder sie konnten die Nachfrage kaum bedienen.

Die geografische Nähe zum mittelalterlichen Territorialherrn, dem Kurfürstentum Köln, brachte es mit sich, dass der Klerus die besondere Finesse des Ahrweins schnell auf dem Schirm hatte und entsprechend große Mengen davon für sich beanspruchte. Mit der Kirche lief es so einigermaßen, ohne sie erst einmal gar nicht: gegen Ende des 18. Jahrhunderts besetzte Napoleon die linke Rheinseite. Die Franzosen brachten durch die von ihnen betriebene Säkularisation nicht nur massive Unordnung in das bisherige System der vor allem geistlichen Herrschaft über den Weinbau, sondern überschwemmten den Markt zusätzlich noch mit ihren eigenen Erzeugnissen, die sich günstiger herstellen ließen und zudem noch deutlich alkoholischer waren. Auch viele bisherige Abnehmer in Klöstern und Fürstenhöfen verloren ihren Einfluss und konnten keine großzügigen Bestellungen mehr aufgeben. Die Pflicht, Abgaben nun in Münzform zu entrichten und nicht mehr über Naturalien sowie massive Missernten in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts taten ihr Übriges und führten ebenso wie die Mode der Zeit, künstlich gesüßte und mit allerlei Gewürzen versetzte Weine zu konsumieren, dazu, dass viele Winzerfamilien ihrer Heimat den Rücken kehrten und ihr Glück in Übersee suchten.

Als es dann in den 1860ern mit der Produktion endlich wieder bergauf ging, eine Wirtschaftskrise aber den Absatz behinderte, waren die verbliebenen Winzer es endgültig leid. Sie erkannten, dass sie auf sich allein gestellt kaum eine Chance gegen die Konkurrenz mit ihren viel größeren Weingütern haben würden und gründeten daraufhin 1868 die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr. Die Idee machte schnell Schule, bis Ende des Jahrhunderts wurden fast zwei Dutzend solcher Zusammenschlüsse nach dem von Raiffeisen erfundenen Prinzip besiegelt. Auch heute noch sind 90 Prozent der Ahr-Winzer in Genossenschaften organisiert, eine Konsequenz der meist sehr kleinen Parzellen, die eine Alleinvermarktung unrentabel machen – und dabei sprechen wir heute schon von einer deutlich entspannteren Situation als noch vor einigen Jahrzehnten. Denn obwohl die Flurbereinigungen nach dem Zweiten Weltkrieg dem deutschen Weinbau viel von seiner Ursprünglichkeit genommen haben, waren sie dennoch nötig, um aus Abertausenden winzigen Parzellen mit manchmal nicht einmal 200 Quadratmetern wieder Flächen zu machen, die wenigstens einigermaßen konkurrenzfähig sind, auch wenn auf vielen steilen Terrassen in 200 bis 300 Metern Höhe nach wie vor Handlese praktiziert wird. Während der Lesezeit zuzusehen, wie die Erntehelfer stundenlang durch den schrundigen Fels klettern, um den häufig nur in kleinen Grüppchen zusammenstehenden Rebstöcken eine Butte voll Trauben abzuringen, ist eine wahre Offenbarung. Nicht ganz günstig sind die hochwertigeren Roten dann auch – andererseits aber doch, wenn man sie mit ihren französischen Äquivalenten vergleicht, die oft genug reines Spekulationsobjekt sind und obendrein erst nach etlichen Jahren trinkreif. Mutige Sommeliers erkannten in den 90ern das enorme Potential und begannen, hier und da mal einen Pinot Noir von der Ahr zwischen all den französischen Grand Crus auf den Speisekarten feiner deutscher Restaurants zu platzieren.

Zwar gibt es nur etwas mehr als eine Handvoll wirklicher Spitzenbetriebe an der Ahr, deren Betreiber haben ihr Handwerk aber von der Pike auf gelernt: oft übernahmen sie bis dahin sehr hemdsärmelig geführte Weingüter ohne große Ambitionen. Sich Inspiration von außen holen? Bitte nicht, für’s Weinfest reicht’s ja. Die Jungen waren da anders, reisten nach Burgund, experimentierten mit verschiedenen Fässern und Klonen herum. Das setzte letztlich eine schleichende Qualitätssteigerung in Gang, zunächst bedingt durch die Verdrängung des sehr reich tragenden Blauen Portugiesers, der aktuell nur noch als einfacher Schoppenwein eine Bedeutung hat. An seine Stelle traten erst Spät-, mittlerweile auch dessen Mutation Frühburgunder, der etwas eher zur vollen Reife kommt und daher immer mehr Fläche erobert. Beide sind in Standortwahl und Pflege anspruchsvoll und liefern nur eine geringe Ernte, die von besonders ambitionierten Winzern noch bewusst reduziert wird, wenn sie kurz vor Lesebeginn einen guten Anteil Trauben aus den Stöcken herausschneiden, damit die verbliebenen umso mehr Kraft aus dem Schlussspurt ihres Wachstums ziehen können. Außergewöhnlich warm ist es hier zwar nicht, und auch die Sonnenstunden sind nicht allzu zahlreich, aber die Südausrichtung vieler Lagen und die lange Vegetationsperiode von über 120 Tagen tun das Nötige.

Die hunderttausenden Touristen, die Jahr für Jahr die malerischen Wanderrouten zwischen Altenahr und Heimersheim entdecken, sind sicherlich nicht alle angetan von den Erzeugnissen der Winzer an der Strecke: zwar keltern die Genossenschaften noch immer recht gefällige Massenweine, die Qualitätsweingüter heben sich aber schon recht deutlich von dem ab, was man sonst aus Deutschland so gewohnt ist. Verantwortlich dafür ist eine Zutat, über die die Wanderer während ihrer Tour wohl gestaunt haben mögen, wenn sie als imposante Felsformation wie etwa der „Bunten Kuh“ bei Walporzheim daherkam, ansonsten aber mehr oder weniger achtlos hinweggeschritten sind: die kargen Böden aus verwittertem Schiefer und dem vulkanischem Gestein der das Gebiet vor zu harscher Witterung schützenden Eifel. Beides speichert tagsüber die Sonnenwärme und gibt sie nachts zuverlässig an die Reben zurück.

Den Spätburgundern mit ihrem dezenten Himbeerhintergrund beschert der Schiefer eine rauchig-steinige Note. Hinzu kommt eine aufgrund der Lage sehr nah an der nördlichen deutschen Weinbaugrenze nicht zu unterschätzende Säure. Manche Winzer, die ihren Kunden eher samtig-schmeichelnde Weine bieten wollen, greifen daher auf das Prinzip der malolaktischen Gärung zurück, bei der Bakterien die im Rotwein enthaltene Apfelsäure in Milchsäure umwandeln. Überbordende Fruchtaromen sucht man eher vergeblich, dafür wird man oft mit wunderbaren Barrique-Untertönen verwöhnt. Auch diese Technik geriet durch die Flutkatastrophe in große Gefahr, wurden doch viele Fässer dauerhaft unbrauchbar. Nun kann ein Winzer nicht einfach fabrikneue Fässer ordern, ohne den Weinen dadurch einen völlig anderen Geschmack aufzuprägen. Gefragt sind solche, die schon seit Jahren in Benutzung sind und eine schöne Patina angesetzt haben. Diesmal waren es nicht die Kunden, sondern befreunde Winzer aus dem In- und Ausland, die den Kollegen helfend zur Seite sprangen, damit die neuen Jahrgänge möglichst ohne Qualitätseinbußen anschließen können. Und zur Not muss man mit Weißwein überbrücken: in den unteren Lagen in direkter Flussnähe wird der Schiefer meterhoch von Lösslehm überlagert, der insbesondere dem Riesling eine kühle Würzigkeit verleiht. Klar, man kann in dieser Angelegenheit nicht bei den Großen mitspielen, mit Rheingau und Mosel, aber das muss man ja auch nicht, man hat seine Nische in anderen Spezialitäten gefunden. Zum Beispiel dem Blanc de Noir, oder, wenn man den althergebrachten Begriff verwenden möchte, Weißherbst. Schon seit dem 17. Jahrhundert kennt man ihn hier, damals unter dem Namen „Ahrbleichert“. Früher machte man sich nicht die Mühe, den Most roter Trauben lange auf den Schalen liegen zu lassen, verarbeitete also egal welche Burgundertraube auf die gleiche Weise, nämlich nach Art eines Weißweins.

Klingt ein bisschen uninspiriert, gar faul? Nein, das sind die Ahrtaler mit Sicherheit nicht! Eher ein wenig stur. Das Schicksal legt uns Steine in den Weg? Egal, wir rollen sie beiseite und machen weiter. So geht das schon seit Jahrhunderten, so läuft es auch aktuell. Winzern am Polarkreis, wie man sich früher über die Grenzlage lustig machte? Man schließt die Augen, nimmt einen tiefen Schluck Spätburgunder, hält sein Gesicht in die Sommersonne über der Ahr und lächelt milde. Text: Dario Sellmaier

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Schaumweine

Champagne Frederic Savart Ecueil Trépail Blanc de Blancs 1er Cru

Wein · Champagner · Champagne · Frankreich

Frédéric Savart Blanc de Blancs 1er Cru zeigt eindrucksvoll, wie präzise und energiegeladen Chardonnay an der Montagne de Reims sein kann. Aus zwei Premier-Cru-Lagen vereint, besticht er durch große Klarheit, seidige Textur und eine straff gespannte, kühle Mineralität.


Champagne / Montagne de Reims

Frédéric Savart ist ein renommierter Winzer-Champagner-Erzeuger aus Écueil an der Montagne de Reims. Die Trauben für diesen Blanc de Blancs stammen aus zwei Premier-Cru-Lagen: aus Écueil, wo kalkhaltige Lehmböden für Fülle und feine Textur sorgen, und aus dem kreidereichen Trépail, das dem Wein seine straffe, kühle Mineralität verleiht.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus zwei Premier-Cru-Lagen. Savart verbindet beide Herkunftsorte zu einem Champagner von großer Klarheit und Eleganz; die niedrige Dosage unterstreicht seine pure Ausstrahlung. In der Geschmacksrichtung extra brut ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase Zitrusfrische, gelber Apfel, weiße Blüten und ein Hauch Mandelschale. Am Gaumen seidig und zugleich straff gespannt, getragen von reifer Säure; zarte Brioche-Noten und eine feine Salzspur verknüpfen Tiefe mit Finesse, bevor er in einem langen, kreidigen Finale ausklingt.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als eleganter Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: feinen Fisch- und Meeresfruchtgerichten, Austern und Geflügel.


Lage: Champagne, Montagne de Reims, 1er-Cru-Lagen Écueil & Trépail (Frankreich); Frédéric Savart
Klassifikation: Champagne 1er Cru – Blanc de Blancs, 100 % Chardonnay, extra brut
Ausbau: niedrige Dosage; Böden aus kalkhaltigem Lehm (Écueil) und Kreide (Trépail)
Produktion: 13.532 Flaschen

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Spanien

Jade Gross Chiguita VIURA 2024

Weißwein · Rioja Alavesa · Viura

Viura Rioja Alavesa Labastida · Sierra de Toloño Jade Gross Ei-Flextank · 6 Monate Feinhefe nur 120 Flaschen 2024

Der Jade Gross Chiguita Viura 2024 ist ein Einzelgänger mit Charakter – die erste Jahrgangsedition eines spannenden Soloauftritts aus der Rioja Alavesa. Ein puristischer und zugleich eleganter Weißwein, der die Rebsorte Viura komplett neu interpretiert.


Chiguita Viura – ein Soloauftritt vom Kalk

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Dieser reinsortige Viura markiert die erste Jahrgangsedition eines spannenden Soloauftritts. Die Trauben stammen aus einem hoch gelegenen Weinberg bei Labastida, dessen kalkhaltige Lehmböden direkt unterhalb der Sierra de Toloño liegen – kühles, kalkgeprägtes Terroir, das dem Viura Frische, Struktur und mineralische Klarheit verleiht.

Jahrgang 2024 – Rioja

Der Jahrgang 2024 in der Rioja war von großen Herausforderungen geprägt: Mit nur 275,6 Millionen Kilogramm geernteten Trauben markiert die Lese die kleinste des letzten Jahrhunderts. Ein kühler Spätsommer und sehr wechselhafte Wetterbedingungen im September verlangten höchste Flexibilität und Präzision; die Lese glich einer Achterbahnfahrt. Doch der Aufwand zahlte sich aus – die Trauben zeigen sich vielschichtig und individuell, beste Voraussetzungen für charaktervolle Weine mit Persönlichkeit.

Ausbau

Reinsortige Viura aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Am 26. September von Hand gelesen und in kleinen 18-kg-Kisten zur Kellerei gebracht, wurden die Trauben direkt gepresst und anschließend in einem ei-förmigen Flextank vergoren – eine Methode, die für besondere Textur und Frische sorgt. Der Wein reifte anschließend sechs Monate auf der Feinhefe, was ihm Tiefe, Cremigkeit und eine bemerkenswerte Struktur verleiht. Gesamtproduktion: 120 Flaschen.

Im Glas

Der Chiguita Viura präsentiert sich mit kraftvollem Körper, klarer Frucht, subtiler Mineralität und feinen Hefenoten – ein puristischer und gleichzeitig eleganter Weißwein, der die Rebsorte Viura komplett neu interpretiert. Die Vergärung im Ei-Flextank gibt ihm eine besondere Textur und Frische.

Ein Einzelgänger mit Charakter – puristisch und elegant, die Viura komplett neu interpretiert.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Rioja Alavesa, hochgelegener Weinberg bei Labastida unterhalb der Sierra de Toloño (Spanien); kalkhaltige Lehmböden
Klassifikation: DOCa Rioja blanco, Viura (trocken); nur 120 Flaschen
Ausbau: Viura; Direktpressung, Gärung im ei-förmigen Flextank, 6 Monate auf der Feinhefe; handwerklich

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Deutschland

Metzger Urbulle -A- 2020

Rotwein · Portugieser · alte Reben · Pfalz

Metzger Urbulle -A- ist ein Rotwein aus alten Portugieser-Reben vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Die Reben wurden bereits 1910 gepflanzt und haben über hundert Jahre erlebt. Kaffee, Röstnoten und reife rote Beerenfrüchte prägen das Glas. Ein Wein als Medium, das von dieser langen Zeit erzählt – wenn man ihm zuhört.


Pfalz – alter Rebberg

Die Reben für den Urbulle stehen in einem alten Rebberg in der Pfalz, 1910 gepflanzt. Über hundert Jahre haben sie Kriege, Gewitter, Stürme und unzählige Sonnenstunden erlebt. Die geringen Erträge alter Reben verleihen dem Wein Konzentration und Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Portugieser aus über hundertjährigen Reben. Der Ausbau bewahrt die konzentrierte Frucht und gibt dem Wein Struktur und Reifepotenzial.

Im Glas

Dichtes Rubinrot. In der Nase Kaffee und Röstnoten, dazu eine Vielzahl reifer roter Beerenfrüchte. Am Gaumen konzentriert und tiefgründig, mit feinem Tannin und langem, vielschichtigem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; vor dem Genuss dekantieren.

Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, Lamm, Rinderbraten und gereifter Hartkäse.


Lage: Pfalz – alter Rebberg, 1910 gepflanzt (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Rotwein (Portugieser), alte Reben
Ausbau: reinsortig Portugieser aus über 100-jährigen Reben

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Schaumweine

De Sousas Champagne Blanc de Noirs Grand Cru Edition Limitée

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Pinot Noir · Blanc de Noirs

De Sousa Blanc de Noirs Grand Cru Édition Limitée ist ein Champagner aus 100 % Pinot Noir aus dem Grand-Cru-Dorf Ambonnay in der Montagne de Reims. Nach zehn Monaten im Eichenfass und langem Hefelager zeigt er sich mit goldener, leicht kupferfarbener Robe und feiner Perlage. Ein präziser, ausdrucksstarker Blanc de Noirs mit Charakter und Tiefe.


Ambonnay Grand Cru

Ambonnay ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Montagne de Reims und eines der besten Dörfer für Pinot Noir in der Champagne. Die kalkgeprägten Böden verleihen dem Champagner Kraft und mineralische Tiefe.

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Pinot Noir (Blanc de Noirs). Der Grundwein reift zehn Monate im Eichenfass; nach der Flaschengärung folgt ein langes Hefelager, das ihm Tiefe und cremige Textur gibt.

Im Glas

Goldene, leicht kupferfarbene Robe mit feiner Perlage. In der Nase reife rote Früchte, getrocknete Aprikose und Haselnuss, dazu feine Brioche-Noten. Am Gaumen kraftvoll und seidig, mit klarer Frische und zarter Würze. Der Nachhall ist lang und mineralisch geprägt.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter. Ein großzügiges Glas betont die Aromatik.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte und gereifter Käse.


Lage: Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Blanc de Noirs
Ausbau: 10 Monate Eichenfass, langes Hefelager

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Spirituosen

Cotswolds Dry Gin

Gin · London Dry Gin · England

Cotswolds Dry Gin ist ein London Dry Gin aus der Cotswolds Distillery in England. Er basiert auf einem über 90 % starken Weizenbrand, der mit Wacholder, Koriander, Angelikawurzel, Lavendel, Lorbeer, Grapefruit, Limette, schwarzem Pfeffer und Kardamom aromatisiert wird. Ohne Zugabe von Süßstoffen abgefüllt. Klar, ausgewogen und mit deutlicher Wacholdernote.


Herkunft

Die Cotswolds Distillery liegt in der gleichnamigen Hügellandschaft im Süden Englands. Alle Botanicals werden aus der unmittelbaren Umgebung bezogen und zuvor eingehend auf ihre Aromatik geprüft.

Herstellung und Reifung

Basis ist ein über 90 % starker Weizenbrand, versetzt mit Wacholder, Koriander, Angelikawurzel, Lavendel, Lorbeer, Grapefruit, Limette, schwarzem Pfeffer und Kardamom. Der Gin kommt ohne Süßstoffe aus und wird als London Dry Gin mit 46 % vol. abgefüllt.

Im Glas

Im Geschmack klar die Wacholderbeeren, begleitet von Grapefruit und Koriander. Leicht trockene Noten der Angelikawurzel, an Eukalyptus erinnernd vom Lorbeer. Subtil im Hintergrund Limette und Lavendel. Insgesamt ausgewogen, mit der Wacholdernote klar im Vordergrund.

Zum Genuss

Pur auf Eis, im Gin & Tonic oder als Basis für klassische Cocktails wie Martini und Negroni.

Klassische Begleitung: Tonic Water, Zitrus- oder Grapefruit-Zeste, im Gin & Tonic oder Martini.


Herkunft: Cotswolds, England
Art: London Dry Gin, 46 % vol.
Herstellung: Weizenbrand mit regionalen Botanicals, ohne Süßstoffe

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Spanien

Jade Gross Chiguita TEMPRANILLO BLANCO 2025

Weißwein · Rioja · Tempranillo Blanco

Tempranillo Blanco DOCa Rioja Alto de Najerilla Jade Gross 6 Monate Feinhefe (500-l-Fass) nur 200 Flaschen 2025

Der Jade Gross Chiguita Tempranillo Blanco 2025 ist der zweite Jahrgang dieses raren Weins – ein komplexer, kraftvoller Weißwein mit Struktur und Substanz, geprägt von reifer Frucht, zarter Würze und einem Hauch Holz. Ein Unikat für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse.


Chiguita Tempranillo Blanco – aus dem Alto de Najerilla

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Trauben stammen aus einem Weinberg im Tal des Alto de Najerilla, wo die Reben auf eisenhaltigen Tonböden wachsen. Tempranillo Blanco, eine erst in jüngerer Zeit entdeckte weiße Mutation des Tempranillo, gehört zu den jüngsten Rebsorten der Rioja – die eisenhaltigen Böden geben dem Wein hier seine ausgeprägte Struktur und Substanz.

Jahrgang 2025 – Rioja

Die Lese erfolgte am 10. September von Hand. Der Jahrgang 2025 zeigt den Chiguita Tempranillo Blanco komplex und kraftvoll, mit reifer Frucht und feiner Würze – ein strukturierter, substanzreicher Weißwein abseits der Konvention.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo Blanco aus dem Jahrgang 2025, trocken.

Handlese in 18-kg-Kisten. Im Keller werden die Trauben als ganze Trauben schonend gepresst. Die Gärung erfolgt in einem 500-Liter-Fass aus französischer Eiche, anschließend reift der Wein sechs Monate auf der Feinhefe, wodurch er zusätzliche Struktur und Tiefe entwickelt. Insgesamt wurden 200 Flaschen produziert.

Im Glas

Ein komplexer, kraftvoller Weißwein mit Struktur und Substanz, geprägt von reifer Frucht, zarter Würze und einem Hauch Holz. Ein Wein mit Tiefe und Eigenständigkeit – für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse, die das besondere Geschmackserlebnis suchen.

Ein Unikat für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja, Tal des Alto de Najerilla (Spanien); eisenhaltige Tonböden
Klassifikation: DOCa Rioja blanco, Tempranillo Blanco (trocken); nur 200 Flaschen
Ausbau: Tempranillo Blanco; Ganztraubenpressung, Gärung im 500-l-Fass (franz. Eiche), 6 Monate auf der Feinhefe; handwerklich

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Frankreich

François Bertheau Chambolle Musigny 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny AOC Côte de Nuits Kreide-/Tonböden 2022

Der Chambolle-Musigny 2022 von François Bertheau ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der elegantesten Gemeinden der Côte de Nuits. Bertheau zählt zu den klassischen Adressen von Chambolle; sein Dorfwein steht für Eleganz, feine rote Frucht und seidiges Tannin.


Chambolle-Musigny – Inbegriff von Eleganz und Finesse

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits ist seit 1936 als AOC ausgezeichnet. Auf rund 150 Hektar mit Kreide- und Tonböden entstehen Weine, die als Inbegriff von Eleganz und Finesse gelten. Die Gemeinde beherbergt 24 Premier Crus sowie die Grand Crus Bonnes-Mares und Musigny; der Ertrag der Rotweine ist auf 40 Hektoliter pro Hektar begrenzt.

Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen, gesuchten Erzeugern von Chambolle-Musigny und prägt den duftig-feinen Stil der Gemeinde.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der den duftigen Stil von Chambolle schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Feine rote Frucht nach Himbeere und Kirsche, ergänzt um florale Noten. Am Gaumen seidig und elegant, mit feinem Tannin, frischer Säure und einem duftigen, klaren Abgang.

Feine rote Frucht und florale Noten über seidigem Tannin – Chambolle-Musigny in seiner eleganten Form.

Schon jung zugänglich, über einige Jahre Flaschenreife gewinnend. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Kreide-/Tonböden
Klassifikation: Chambolle-Musigny AOC
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Spanien

Jade Gross Harrobia 2023

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

Tempranillo Rioja Alavesa Harrobia · La Cantera alte Buschreben (36 J.) ~600 m Höhe 12 Monate franz. Eiche nur 2.250 Flaschen 2023

Der Jade Gross Harrobia 2023 ist ein charakterstarker Tempranillo aus der hochgelegenen Parzelle La Cantera in Labastida – kraftvoll und zugleich präzise, mit Finesse, Tiefe und mineralischer Frische. Ein ausdrucksstarker Rioja mit großem Potenzial.


Harrobia – La Cantera auf 600 Metern

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Harrobia – baskisch für „Steinbruch", eine Anspielung auf den Lagennamen La Cantera – ist der erste Weinberg, den sie zu Beginn ihres Projekts erwerben konnte.

Aus dieser hochgelegenen Parzelle in Labastida stammt der charakterstarke Tempranillo. Auf 600 Metern Höhe wurzeln 36 Jahre alte Buschreben in kargen Kalk- und Sandsteinböden – ideale Bedingungen für konzentrierte Trauben mit klarer Struktur. Der Wein vereint die Eigenständigkeit seiner Lage mit zeitgemäßem Winzerhandwerk.

Jahrgang 2023 – Rioja

Der Jahrgang 2023 war in der Rioja ein herausforderndes Jahr: Besonders warme und trockene Bedingungen ließen Reben und Menschen mit den Herausforderungen des Klimawandels kämpfen. Im Vorteil waren – wie schon in den Jahren davor – die alten Rebanlagen in den Höhenlagen vor der Sierra Cantabria. Starke Hagelstürme dezimierten die Ernte weiter und führten zu einer Minderernte; nur wer das ganze Jahr über sorgsam die Laubarbeit beherrschte und zum richtigen Zeitpunkt las, wurde mit hochwertigem Traubenmaterial belohnt.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2023, trocken.

Die Handlese am 28. September 2023 erfolgte mit größter Sorgfalt. 70 % der Beeren wurden entrappt, bevor die Gärung traditionell in offenen Gärbehältern stattfand. Anschließend reifte der Wein 12 Monate in französischer Eiche, wobei 30 % der Fässer neu waren – ein Ausbau, der Eleganz mit einer feinen Holzwürze verbindet. Gesamtproduktion: 2.250 Flaschen.

Im Glas

Kraftvoll und zugleich präzise: Aromen dunkler Beeren, feine Gewürzanklänge, mineralische Frische und eine zupackende Säure verleihen ihm Spannung und Länge. Ein ausdrucksstarker Rioja, der die Eigenständigkeit seiner Lage mit zeitgemäßem Winzerhandwerk vereint.

Kraftvoll und zugleich präzise – ein ausdrucksstarker Rioja mit großem Potenzial.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit großem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Käse.


Lage: Rioja Alavesa, Harrobia/La Cantera in Labastida (Spanien); ~600 m, karge Kalk- und Sandsteinböden, 36 J. alte Buschreben
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); nur 2.250 Flaschen
Ausbau: Tempranillo; 70 % entrappt, Gärung in offenen Behältern; 12 Monate franz. Eiche (30 % neu); handwerklich

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