Jade Gross – Rioja – Spanien

Wer eine Ausbildung zur Menschenrechtsanwältin absolviert, um dann in die Küchenwelt einzutauchen und nach dem dort erreichten Ziel als Chefköchin im weltbekannten Restaurant Mugaritz die Kochlöffel zu werfen, und dann eine Karriere als Winzerin startet, kann als durchaus spannende Persönlichkeit beschrieben werden. Hier ist von keiner geringeren als von der selbstbewussten, jungen und talentierten Jade Gross die Rede; ihres Zeichen Chinesische-Amerikanerin, aufgewachsen in Hong Kong, gelebt unter anderem in Metropolen wie New York, Sao Paulo, London, Paris, Girona und Donostia-San Sebastián und nun in dem Rioja Winzer Dorf San Vicente de la Sonsierra gelandet.

Und hier hat kein geringerer als der Winzer Abel Mendoza Jade Gross unter seine Fittiche genommen. Diese ruhige, sympathische und erfahrene Winzer Persönlichkeit hat Jade Gross in die Welt der unterschiedlichen Einzellagen und diversen Anbaumethoden nebst Ausbautechniken eingeweiht. Bescheiden wie Jade ist, weiß sie natürlich, dass es viele Jahrzehnte dauern wird, bis sie alle Geheimnisse über den Weinbau entlüften wird, aber sie hinterfragt schon jetzt alle Prozesse, versucht sich in neuen Arbeitsschritten und wagt für die Weine der Anbauregion Rioja gar Ungeheuerliches, indem sie hier in dieser altehrwürdigen und traditionellen spanischen Weinregion mehr oder weniger als erste Winzerin überhaupt Naturweine anbaut.

Alle Weine stammen aus einer Einzellage, eine mehrmalige Selektion im Weinberg ist die Grundvoraussetzung ihrer Arbeit, vor der Abfüllung erfolgt weder eine Schönung noch eine Filtration der Weine und auch eine zusätzliche Schwefelung ihrer feinen Naturweine lehnt Jade entschieden ab. Seit ihrem ersten Jahrgang aus dem Jahr 2019 hat Jade Gross nun so bezaubernde vinophile Tropfen wie den Chiguita blanco, den Jabalina rosado, den Piano piano tinto, den Peace, Love & Garnacha oder Harrobia tinto in Kleinstauflagen auf den Markt gebracht. Für das Design und die Etiketten hat sie den Graphiker und Designer Javier Aramburu aus Donostia-San Sebastián gewinnen können. Welch eine Kombination des guten Geschmacks und der individuellen Herangehensweise an das Produkt Wein und seinem faszinierenden Terroir.

Und hier geht es zu den Weinen vom Weingut Jade Gross -> https://www.weine-feinkost.de/shop/Jade-Gross/

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Spanien

Aalto PS 2023

Rotwein · Ribera del Duero · Spanien

100 % Tempranillo (Tinto Fino) D.O. Ribera del Duero La Horra · La Aguilera alte Reben (60–90 J.) 21 Monate neue franz. Eiche

Der Aalto PS 2023 ist der Spitzenwein der Bodegas Aalto aus der Ribera del Duero, gekeltert zu 100 % aus Tempranillo (Tinto Fino). Die Trauben stammen aus ausgewählten Parzellen mit 60 bis 90 Jahre alten Reben in La Horra und La Aguilera. Nach Handlese und strenger Selektion reift der Wein 21 Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche. Sattes, rotviolettes Dunkelrot, balsamische schwarze Frucht und eine dichte, konzentrierte Struktur.


La Horra & La Aguilera – Ribera del Duero

Die Bodegas Aalto liegen in der Ribera del Duero im Norden Spaniens, gegründet von Mariano García und Javier Zaccagnini. „PS" steht für Pagos Seleccionados, ausgewählte Einzellagen. Die Trauben für den PS stammen aus alten Parzellen in La Horra und La Aguilera, mit Reben zwischen 60 und 90 Jahren. Das kontinentale Klima der Hochebene mit heißen Tagen und kühlen Nächten gibt dem Tempranillo Tiefe und Säurespannung.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinto Fino) von sehr alten Reben. Die Handlese erfolgt in kleinen 15-kg-Kisten mit Selektion Traube für Traube am Sortiertisch. Der Ausbau dauert 21 Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche, die dem Wein feine Holz- und Gewürznoten verleihen, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

Sattes, rotviolettes Dunkelrot mit ausgeprägten Glyzerinschlieren. In der Nase balsamische, vollreife schwarze Früchte, Gewürze und feine Holznoten. Am Gaumen frisch und dennoch konzentriert, mit kraftvollem, dichtem Tannin, das von dunkler Fruchtsubstanz durchzogen ist. Stoffig und vollmundig, mit langem, feinem Nachhall.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, geschmortes Rind, Wild, Steaks vom Grill und gereifter Hartkäse. Vor dem Servieren ein bis zwei Stunden dekantieren. Schon zugänglich, mit der Substanz für weitere Reife – bei kühler, dunkler Lagerung gut über das kommende Jahrzehnt, etwa bis 2038. Serviertemperatur 16–18 °C.



Lage La Horra, La Aguilera · Ribera del Duero (Spanien)
Klassifikation D.O. Ribera del Duero
Ausbau 21 Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche

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USA

Verite La Joie 2012

Rotwein · Sonoma County · Cabernet-Sauvignon-Cuvée

Cabernet Sauvignon (dominierend) Merlot · Cabernet Franc · Petit Verdot Sonoma County Verité · La Joie Pierre Seillan 2012

Beim Verité La Joie 2012 dient ohne Frage das französische Anbaugebiet Pauillac im Bordeaux als Vorbild – Hauptrebsorte ist, wie bei den besten Weinen dieser Appellation, der Cabernet Sauvignon. Hier ist etwas ganz, ganz Großes entstanden.


Verité – Bordeaux-Geist aus Sonoma

Verité wurde 1998 vom legendären Jess Jackson gemeinsam mit dem französischen Vigneron Pierre Seillan gegründet, mit dem kompromisslosen Ziel, im kalifornischen Sonoma County Bordeaux-inspirierte Cuvées von Weltrang zu schaffen. Seillan, geprägt von Jahrzehnten in Bordeaux und an der Loire, gilt als Meister der Assemblage – Verité zählt zu den am häufigsten mit 100 Punkten bewerteten Weingütern überhaupt.

La Joie ist die Cabernet-Sauvignon-dominierte der drei Verité-Cuvées (neben dem Merlot-basierten La Muse und dem Cabernet-Franc-basierten Le Désir) und stilistisch dem Pauillac bzw. Médoc nachempfunden. Seillan komponiert ihn aus über 50 winzigen „Micro-Crus" in vier Sonoma-AVAs – Alexander Valley, Knights Valley, Chalk Hill und Bennett Valley –, die jeweils separat vinifiziert werden. Die warmen Täler fördern die Reife, die kühleren bewahren Säure und Frische.

Jahrgang 2012 – Sonoma County

2012 gilt als herausragender, „winning" Jahrgang in Sonoma – von Hitze, aber nie zu viel, mit perfekter Säure und Tanninstruktur; das Haus selbst vergleicht ihn mit Bordeaux 2005. Der La Joie 2012 verbindet daher große Kraft und Mächtigkeit mit klarer Struktur und einem enormen Reifepotenzial über mehrere Jahrzehnte.

Assemblage und Ausbau

Cuvée vorwiegend aus Cabernet Sauvignon, ergänzt um Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot, Jahrgang 2012.

Jeder der über 50 Micro-Crus wird einzeln gelesen und vergoren, anschließend in französischen Eichenfässern mit individuell abgestimmten Toasting-Graden ausgebaut. Aus diesen Hunderten von Bausteinen formt Pierre Seillan die finale Assemblage – technisch perfekt bereitet und voller dichter Frucht.

Im Glas

Eine dunkle und satte Farbe, die sofort ins Auge springt. Auf Anhieb begeistert der intensive Duft von schwarzen Johannisbeeren, Weichselkirsche, gegrillter Paprika und Grillkohle. Die Tannine sind im Geschmack noch omnipräsent und werden den La Joie noch über mehrere Jahrzehnte perfekt begleiten. Der mehrminütige Abgang deutet schon an, wohin die Reise geht.

Hier ist etwas ganz, ganz Großes entstanden.

Mit großem Reifepotenzial über mehrere Jahrzehnte; profitiert deutlich vom Dekantieren oder einigen Jahren Kellerreife. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Sonoma County (Kalifornien, USA); über 50 Micro-Crus in den AVAs Alexander Valley, Knights Valley, Chalk Hill und Bennett Valley
Klassifikation: Sonoma County, Bordeaux-Cuvée (Cabernet Sauvignon dominierend), trocken
Ausbau: Cabernet Sauvignon mit Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot; separate Vinifikation der Micro-Crus, Ausbau in französischer Eiche (individuelle Toasting-Grade)

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Spanien

Binigrau Nounat Vino Blanco 2024

Weißwein · Mallorca · Spanien

Prensal Blanc · Chardonnay Vi de la Terra Mallorca Biniali Kalkboden teils Barrique

Der Binigrau Nounat Blanco ist ein Weißwein der Bodega Binigrau aus Biniali im Inland Mallorcas – eine Cuvée aus Chardonnay und der autochthonen mallorquinischen Rebsorte Prensal Blanc. Er gehört zu den bekannten Weißweinen der Insel. Durch den Fasseinsatz gewinnt er eine feingliedrige Struktur mit ausgeglichener Süße und Säure. Im Glas leichte Röstaromen, Mandeln und Nüsse, dazu eine leicht exotische Frucht. Ein kräftiger, vielschichtiger Weißwein.


Biniali – braunrote Kalkböden im Inland Mallorcas

Die Bodega Binigrau liegt bei Biniali im Inland Mallorcas und wurde 2002 von den Brüdern Matías und Miquel Batle gegründet. Auf rund 20 Hektar entstehen eigenständige Weine aus lokalen und internationalen Sorten. Die Reben wachsen auf braunroten, kalkhaltigen Böden unter mediterranem Klima.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Prensal Blanc und Chardonnay. Ein Teil des Weins reift im Barrique – behutsam und mit überwiegend gebrauchten Fässern, sodass das Holz die Frucht stützt, ohne sie zu überdecken. So entsteht eine feingliedrige Struktur.

Im Glas

Helles Gelb mit goldenen Reflexen und grünlichen Tönen. In der Nase leichte Röstaromen, Mandeln, Walnüsse und Trockenfrüchte, dazu weiße Blüten und exotische Frucht wie Ananas und Banane. Am Gaumen kräftig und gut strukturiert, mit ausgeglichener Süße und Säure. Vollmundig und lang im Abgang.

Prensal Blanc und Chardonnay von Kalkböden bei Biniali, teils im gebrauchten Barrique: Mandel, Röstnoten und exotische Frucht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, helles Fleisch und Geflügel. Auch als Aperitif oder zu cremigem Käse. Serviertemperatur 10–12 °C.


Produzent Bodega Binigrau, Biniali (Mallorca)
Rebsorte Prensal Blanc, Chardonnay
Lage Biniali, Mallorca, Spanien · braunrote kalkhaltige Böden
Klassifikation Vi de la Terra Mallorca
Ausbau teilweise im Barrique · überwiegend gebrauchte Fässer

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #05 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Spätlese #05 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2025

Die Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #05 2025 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese (#05) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine tiefe, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit tiefer, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Weine

Billecart-Salmon Champagner Le Réserve Extra Brut MAGNUM

Die Billecart-Salmon Le Réserve Extra Brut Magnum ist die Flasche für den Tisch, an dem es laut und lustig wird. Gleiche Cuvée wie in der Normalflasche, doppelte Menge – und im großen Format noch einen Tick frischer.

Im Glas

Zartgold, feine Perlen, die langsam aufsteigen. Zitrus, weiße Früchte und ein nussiger, mineralischer Ton in der Nase. Am Gaumen präzise und klar, mit feinem Schmelz. In der Magnum reift der Champagner langsamer und gleichmäßiger, deshalb bleibt er länger lebendig.

Mach was draus

Geburtstag, Gartenfest, Silvester: Rund zwölf Gläser stecken in der Flasche. Dazu Austern, eine große Platte Sushi oder Steinbutt aus dem Ofen. Leg sie früh kalt, im Eiskübel braucht sie viel mehr Zeit als eine 0,75-Liter-Flasche. Servier sie bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Aus der Magnum schmeckt er mir sogar noch einen Tick frischer. Ich schenke in große Gläser und lasse die Flasche im Kühler auf dem Tisch.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie viele Gläser bekomme ich? Rund zwölf Gläser. Damit ist die Magnum ideal für eine Runde von sechs bis acht Leuten.

Wie lange kann ich sie lagern? Sie ist trinkreif und hält sich kühl und dunkel gelagert bis etwa 2034.

43 % Meunier, 29 % Chardonnay, 28 % Pinot Noir · über 50 % Reservewein aus 15 Jahrgängen · Hefelager ca. 50 Monate · ca. 8 % Holzausbau · Extra Brut, 3,9 g/l · Magnum 1,5 l · Billecart-Salmon, Mareuil-sur-Aÿ · Stand: Oktober 2026

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Spirituosen

Jörg Geiger Don´t call me Gin

Spirituose · Wacholderdestillat (New Western Style) · Schwäbische Alb · Deutschland

Jörg Geiger „Don't call me Gin" ist ein Wacholderdestillat im New Western Style – mit einer Besonderheit: Statt auf neutralem Alkohol basiert es auf vierfach destilliertem Apfelbrandy aus schwäbischem Wiesenobst, unterstützt von 78 Botanicals, darunter natürlich Wacholder von der Schwäbischen Alb.


Schwäbische Alb / Streuobstwiese

Die Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat ist tief in der Landschaft ihrer Heimat verwurzelt: Streuobstwiesen mit knorrigen, alten Apfelbäumen prägen die Umgebung, und auf den kargen Heideflächen der Schwäbischen Alb gedeiht der Wacholder, dessen ätherische Öle den typisch süßlich-aromatischen Duft geben.

Botanicals und Destillation

Die Basis bildet ein vierfach destillierter Apfelbrandy aus handverlesenen, sortenrein verlesenen Wiesenobst-Äpfeln – eine aromatische Ausgangsbasis voller natürlicher Duftkomponenten. Dazu kommen 78 Botanicals: allen voran Wacholder, ergänzt um 77 weitere wie Mädesüß, Schafgarbe, Hagebutte, Weißdorn und zarte Douglasientriebe, die größtenteils in der Region gesammelt werden. Weil die Gin-Definition neutralen Alkohol aus Getreide, Kartoffeln oder Zuckerrohr verlangt, gilt für dieses Apfelbrand-Destillat bewusst: Don't call me Gin.

Im Glas

Klar. In der Nase süßlich-aromatischer Wacholder, getragen von feiner Apfelfrucht, floralen und kräuterigen Noten sowie einem harzigen Hauch Douglasie. Am Gaumen aromatisch und würzig, vielschichtig, mit charakteristischer Apfelnote und langem Nachhall.

Pur und im Drink

Pur oder auf Eis genießen – ebenso hervorragend mit Tonic (im Stil eines Gin & Tonic) oder im Cocktail.

Ideal: mit Tonic, auf Eis, im Cocktail – garniert mit Apfel oder Rosmarin.


Herkunft: Schlat / Schwäbische Alb (Deutschland); Manufaktur Jörg Geiger
Art: Wacholderdestillat im New Western Style auf Apfelbrand-Basis (kein Gin im rechtlichen Sinne)
Botanicals: 78 Botanicals, u. a. Wacholder (Schwäbische Alb), Mädesüß, Schafgarbe, Hagebutte, Weißdorn, Douglasientriebe
Destillation: Basis vierfach destillierter Apfelbrandy aus handverlesenen Wiesenobst-Äpfeln

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Weine

Cazé-Thibaut Jossias 2021 Brut Nature BIO

Der Cazé-Thibaut Jossias 2021 Brut Nature ist Pinot Noir aus einer einzigen Parzelle in Vandières, weiß gekeltert und ohne Dosage. Nach Frost und Mehltau blieben 2021 nur 1.033 Flaschen – ein seltener Blanc de Noirs mit viel Spannung.

Im Glas

Leuchtendes Stroh mit Kupferreflex, feine Perlen. Roter Apfel, Walderdbeere und Zitronenschale, dahinter etwas Gewürz, Brioche und Nuss. Auf der Zunge knochentrocken und straff, mit fester Säure, Salz und der Fleischigkeit des Pinot Noir. Ein schlanker, langer Abgang mit Zitrus.

Mach was draus

Gebratener Zander, Kalbsbries, Bresse-Huhn mit Rahmsoße oder luftgetrockneter Schinken. Er hat genug Körper für den Hauptgang. Als reiner Aperitif wäre er fast verschenkt, er braucht einen Teller. Ein Champagner für Abende, an denen du die Geschichte hinter der Flasche erzählen willst. Servier ihn etwas wärmer, bei 10 bis 12 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Weißweinglas statt Flöte, und dann zwanzig Minuten Geduld. Danach kommt die rote Frucht deutlicher heraus.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Warum so wenige Flaschen? 2021 kosteten Frost im Frühjahr und Mehltau im Sommer viel Ertrag. Aus der Parzelle Jossias blieben 1.033 Flaschen.

Wie lange kann ich ihn lagern? Er ist trinkreif und hält dank seiner Säure gut bis 2033.

100 % Pinot Noir · Parzelle Jossias, Vandières, Südosthang · Jahrgang 2021 · Spontangärung im gebrauchten Holz (228–350 l) · ungeschönt, unfiltriert · mehrjähriges Hefelager · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · 1.033 Flaschen · Champagne Cazé-Thibaut, Châtillon-sur-Marne · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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USA

Saxum Paderewski Vineyard 2019

Rotwein · Paderewski Vineyard · Rhône-Cuvée

Syrah-dominierte Cuvée Paderewski Vineyard Paso Robles · Kalifornien Saxum (Justin Smith) kalkreicher Boden gemeinsam vergoren französische Eiche 2019

Der Saxum Paderewski Vineyard 2019 ist eine rare Single-Vineyard-Cuvée des Kult-Erzeugers Saxum aus einem historischen, kalkreichen Weinberg von Paso Robles. Syrah-dominiert und gemeinsam vergoren, zeigt er sich vielschichtig und parfümiert, vollgewichtig und zugleich frisch – mit nahtlos verwobener Textur.


Paderewski Vineyard – Kalkstein mit Geschichte

Saxum wurde 2000 von Justin Smith gegründet und zählt heute zu den gefragtesten Rhône-Erzeugern Kaliforniens. Neben der Heimatlage James Berry bezieht das Gut Frucht von einigen ausgesuchten Spitzenlagen – darunter das Paderewski Vineyard westlich von Paso Robles an der Peachy Canyon Road. Der historische Weinberg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom weltberühmten Pianisten und polnischen Staatsmann Ignacy Jan Paderewski bewirtschaftet; Justin Smith hat ihn mit wiederbelebt und neu bestockt.

Die Lage ist von kargen, steinig-kalkhaltigen Böden geprägt, die in Paso Robles selten sind und den Weinen Mineralität, Frische und Tiefe geben. Kühle Brisen vom nahen Pazifik mildern die sonnigen Tage und bewahren Säure und Aromatik. Saxum arbeitet organisch im Weinberg und minimalistisch im Keller – von Hand gelesen, mit Spontangärung und behutsamem Ausbau.

Jahrgang 2019 – Paso Robles

2019 gilt an der kalifornischen Central Coast als ausgewogener, klassischer Jahrgang. Anders als die wärmeren Jahre des vorangegangenen Jahrzehnts brachte er hier einen besonders frischen, mineralisch geprägten und fein gezeichneten Stil – mit klar definierter Frucht, lebendiger Säure und kühler Eleganz, ohne die Tiefe und Fülle der Lage einzubüßen.

Assemblage und Ausbau

Gemeinsam vergorene Cuvée aus 53 % Syrah, 18 % Mataro (Mourvèdre), 11 % Zinfandel, 8 % Graciano, 7 % Tempranillo und 3 % Viognier, Jahrgang 2019, trocken.

Syrah gibt dem Wein das dunkle Fruchtrückgrat, Pfeffer und Würze; Mataro Struktur, Erdigkeit und herzhafte Tiefe; Zinfandel saftige rote Frucht und Gewürz; Graciano Farbe, florale Frische und Säure; Tempranillo rote Frucht und Schmelz; der mitvergorene Viognier hebt die Aromatik floral an. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche verschiedener Größen – die gemeinsame Gärung der Sorten verwebt sie zu einem nahtlosen Ganzen.

Im Glas

Aus der gemeinsam vergorenen Cuvée und dem kalkreichen Terroir lebt dieser Wein von Parfüm und Tiefe: dunkle und rote Frucht wie Brombeere, Blaubeere und Kirsche, dazu florale Anklänge von Veilchen und Orangenblüte, Lakritz, süße Gewürze und eine herzhaft-würzige Note. Am Gaumen vollgewichtig und vielschichtig, mit einer nahtlosen, geschmeidigen Textur ohne harte Kanten, getragen von feinem Tannin, einer kalkig-mineralischen Frische und langem, parfümiertem Nachhall.

Brombeere, Blaubeere, Veilchen und Orangenblüte über Lakritz und Würze – vollgewichtig, nahtlos und frisch, mit langem, parfümiertem Nachhall.

Benötigt Luft; in der Jugend großzügig dekantieren. Mit gutem Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftig gewürzten Schmorgerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Paderewski Vineyard, westlich von Paso Robles (Kalifornien, USA); karge, steinig-kalkhaltige Böden; organisch bewirtschaftet
Klassifikation: Paso Robles; gemeinsam vergorene Cuvée aus 53 % Syrah, 18 % Mataro, 11 % Zinfandel, 8 % Graciano, 7 % Tempranillo, 3 % Viognier (trocken)
Ausbau: Spontangärung (Co-Fermentation), Ausbau in französischer Eiche verschiedener Größen; zurückhaltende, minimalistische Kellerarbeit

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