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19. September 2023

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Georg Breuer Pfaffenwies Lorch Riesling 2021

Weißwein · Lorch (Rheingau) · Riesling

Riesling Lorch Pfaffenwies Georg Breuer · Rüdesheim Steillage · Südwest Hunsrückschiefer · Taunusquarzit · Löss trocken · großes Holzfass Spontangärung · Handarbeit im Weinberg 2021

Der Georg Breuer Lorch Pfaffenwies Riesling 2021 stammt aus einer der Spitzenlagen von Lorch im Rheingau. Ein kühler, feuchter Sommer prägte den Jahrgang – mit Geduld und Sorgfalt erreichte das Team eine optimale Reife und einen Wein von Tiefe, Zug und Spannung.


Lorch Pfaffenwies – Steillage über dem Rhein

Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim zählt zu den ikonischen Gütern des Rheingaus. Heute von Theresa Breuer und Kellermeister Markus Lundén geführt, steht es für kompromisslose Handarbeit in den Steillagen, Handarbeit im Weinberg, frühe Lese und einen kühlen, herkunftsbetonten Ausbau.

Die Lage Pfaffenwies ist geprägt von flachgründigen, steinigen Hunsrückschiefer- und Taunusquarzitböden sowie tiefgründigem Löss. Die südwestliche Ausrichtung schenkt den Rebstöcken längere, kühlere Nächte, während die steilen Hänge am Nachmittag von intensiver Sonneneinstrahlung verwöhnt werden – die Grundlage für die unverwechselbare, salzig-mineralische Charakteristik dieser Lage.

Jahrgang 2021 – Rheingau

Der kühle und feuchte Sommer 2021 stellte das Weingut vor besondere Herausforderungen, doch mit Geduld und Sorgfalt erreichte das Team eine optimale Traubenreife. Das Ergebnis ist ein klassischer, kühler Rheingau-Riesling mit zartgliedriger Struktur, frischer Säure und großer Spannung.

Ausbau

Trockener Lagen-Riesling aus der Steillage Lorch Pfaffenwies, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von Hunsrückschiefer, Taunusquarzit und Löss.

Nach selektiver Handlese wird der Wein spontan vergoren und lange im großen Holzfass ausgebaut – im bewusst zurückhaltenden Stil des Guts, ohne unnötige Eingriffe. So bewahrt er seine salzige Mineralität, Finesse und ein enormes Reifepotenzial. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

In der Nase verführen warme Nuancen von Mandeln, grünem Apfel und Kamille, während der Gaumen von gelben Früchten und subtilen floralen Noten umschmeichelt wird. Eine wunderbar eingebundene Säure und dichte Struktur verleihen ihm Tiefe und Raffinesse. Trotz seiner Leichtigkeit beeindruckt er mit Zug und Spannung sowie einem sanften Hauch von Herbe und einem kernigen Finish.

Mandel, grüner Apfel und Kamille, dazu gelbe Früchte und florale Noten – eingebundene Säure und dichte Struktur, mit Zug, Spannung, einem Hauch Herbe und kernigem Finish.

Ein finessenreicher, langlebiger Steillagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und mildem Hartkäse.


Lage: Lorch Pfaffenwies, Rheingau; steile, südwestlich ausgerichtete Hänge; flachgründiger Hunsrückschiefer und Taunusquarzit sowie tiefgründiger Löss
Klassifikation: Lagen-Riesling, Rheingau (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, Spontangärung, langer Ausbau im großen Holzfass; Handarbeit im Weinberg

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Domaine Francois Raveneau Chablis Foret Premier Cru 2023

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Chablis · 1er Cru Forêt(s) linkes Serein-Ufer (Montmains) Kimmeridgium-Mergel/Ton · 0,67 ha 2023

Der Chablis 1er Cru Forêt 2023 der Domaine François Raveneau ist ein reinsortiger Chardonnay am linken Serein-Ufer. In diesem Jahrgang zeigt sich Les Forêts weich, floral und elegant – von einer der legendärsten und rarsten Adressen von Chablis.


Les Forêts – Premier Cru am linken Serein-Ufer

Les Forêts ist ein Premier Cru am linken Ufer und gehört zum Verbund der Lage Montmains. Raveneaus Parzelle umfasst 0,67 Hektar in südöstlicher bis nordöstlicher Ausrichtung; die Reben stammen zu zwei Dritteln aus den frühen 1990er- und zu einem Drittel aus den frühen 2000er-Jahren. Der Boden aus kimmeridgischem Mergel und Ton bringt einen weichen, floralen und eleganten Stil hervor.

Die Domaine François Raveneau, 1948 gegründet, zählt zu den ikonischen Erzeugern von Chablis. Auf 8,9 Hektar wächst ausschließlich Chardonnay; gesetzt wird auf 100 % Ganztraubenpressung, Ausbau im Holzfass mit nur 10–15 % jährlich erneuerten Fässern und ohne technische Eingriffe. Die Weine sind rar und über Jahre lagerfähig.

Jahrgang 2023 – Chablis

2023 brachte in Chablis einen gesunden, großzügigen Jahrgang. Ein kühl-feuchtes Frühjahr verlangte Wachsamkeit, ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer; eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische zurück.

Für Chablis steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – ein harmonischer, klassischer Jahrgang, der die weiche, florale Eleganz dieses Forêt unterstreicht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, mit 100 % Ganztraubenpressung.

Gärung und Ausbau erfolgen im Holzfass, von dem jährlich nur 10–15 % erneuert werden – auf der Hefe und ohne technische Eingriffe. So bleiben Frucht und mineralische Linie klar erhalten.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Zitrus, weiße Blüten und Austernschale über feinem Stein. Am Gaumen weich, floral und elegant, mit sanfter Mineralität, klarer Säure und langem Abgang.

Zitrus, weiße Blüten und Austernschale über sanfter Mineralität – weich, floral und elegant.

Schon zugänglich, mit gutem Reifepotenzial über mehrere Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu Ziegenkäse. Die feine Säure passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Les Forêts (1er Cru), Chablis; linkes Serein-Ufer (Montmains), kimmeridgischer Mergel & Ton, SO-/NO-Lage, 0,67 ha, Reben aus den 1990er/2000er-Jahren
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; 100% Ganztraubenpressung; Holzfass (nur 10–15% jährlich erneuert) auf der Hefe, ohne technische Eingriffe

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Veroilles 1er Cru 2022

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Véroilles · 1er Cru (Monopol) Chambolle-Musigny höchster 1er Cru · 0,6 ha · Bajocium-Kalk 2022

Der Chambolle-Musigny Les Véroilles 1er Cru 2022 der Domaine Ghislaine Barthod stammt aus dem höchstgelegenen Premier Cru von Chambolle – einer Monopol-Lage des Guts oberhalb von Bonnes-Mares. Ein straffer, präziser und aromatischer Pinot Noir mit feiner Mineralität und großer Eleganz.


Les Véroilles – Monopol-Premier-Cru oberhalb von Bonnes-Mares

Les Véroilles ist ein 5,7 Hektar großer Weinberg nördlich des Dorfes Chambolle, oberhalb des Grand Cru Bonnes-Mares. Nur ein kleiner Teil von 0,6 Hektar im südöstlichen Winkel – mit etwas tieferer Bodenschicht – genießt seit der Klassifikationsüberprüfung 1987 Premier-Cru-Status; diese Fläche ist eine Monopol-Lage der Domaine Ghislaine Barthod.

Als höchstgelegener Premier Cru von Chambolle herrscht hier ein kühleres Mikroklima mit starken Tag-Nacht-Schwankungen, was einen eleganten, schlanken Stil fördert. Die Osthänge erhalten reichlich Morgensonne; der Boden besteht fast ausschließlich aus Bajocium-Kalkstein unter lockerem, steinigem Geröll. Die gute Drainage führt zu Wasserstress und damit zu kleinen, konzentrierten Trauben. Der hohe Kalkanteil prägt die präzise Mineralität – eine Tiefe, die an den Nachbarn Bonnes-Mares erinnert.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der die schlanke Eleganz von Les Véroilles mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und präzisen Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Elegant, fein geschliffen und beinahe feminin. Zarte Fruchtaromen und eine präzise, kalkgeprägte Mineralität führen über ein subtiles Spiel am Gaumen in einen sehr langen Nachhall.

Zarte Frucht und präzise, kalkgeprägte Mineralität über fein geschliffener Struktur – ein Pinot Noir von großer Klasse.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter ohne Schwere.


Lage: Les Véroilles (1er Cru, Monopol Ghislaine Barthod), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); höchster 1er Cru, Bajocium-Kalkstein mit steinigem Geröll, Ostlage, 0,6 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru (Monopol)
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Weine

Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling GG 2020

Weißwein · Niederberg Helden (Mosel) · Riesling

Riesling Niederberg Helden Lieser · Mittelmosel Schloss Lieser (Thomas Haag) 100 % blauer Schiefer Steillage bis 80 % · wurzelecht Großes Gewächs · trocken 2020

Der Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Großes Gewächs 2020 stammt aus der Hauslage des Guts – bestockt mit bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben auf 100 % blauem Schiefer, bei Steigungen bis 80 %. Ein trockener Riesling von expressivem Charakter, feiner Eleganz und lebhafter Säure, geprägt von der rauchigen Mineralität dieser facettenreichen Lage.


Niederberg Helden – die Hauslage auf Blauschiefer

Thomas Haag – ältester Sohn von Wilhelm Haag (Weingut Fritz Haag) – führte Schloss Lieser an der Mittelmosel in die absolute Spitze des deutschen Weinbaus. Das VDP.Große Gewächs präsentiert die trockene Spitze des Portfolios. Die Bearbeitung der Weinberge von Hand und die spontane Vergärung der Weine sind seit jeher das Markenzeichen des Guts und spiegeln die Wertschätzung der Natur gegenüber wider.

100 % blauer Schiefer, bis zu 120 Jahre alte wurzelechte Reben und bis zu 80 % Steigung – dafür steht die Lage Niederberg Helden. Lange vergessen, gilt sie seit mehreren Jahren als eine der interessantesten und facettenreichsten Lagen der Mosel, die jedes Jahr aufs Neue Spitzenrieslinge hervorbringt: einzigartige Weine mit expressivem Charakter und besonderem Reifepotenzial.

Jahrgang 2020 – Mosel

2020 brachte an der Mosel einen ausgewogenen Jahrgang mit reifer, kerngesunder Frucht und zugleich frischer, präziser Säure. Auf dem blauen Schiefer des Niederberg Helden und aus den bis zu 120-jährigen Reben ergibt das ein besonders expressives, klar gezeichnetes GG, in dem reife Frucht und mineralische Spannung in feiner Balance stehen.

Ausbau

Trockenes Riesling Großes Gewächs aus der Lage Niederberg Helden, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von bis zu 120-jährigen wurzelechten Reben.

Nach strengster, selektiver Handlese gelangen nur vollreife, gesunde Trauben in den Keller. Der Wein wird spontan mit den eigenen Hefen vergoren und schonend auf der Feinhefe ausgebaut, um das Terroir der Lage unverfälscht zur Geltung zu bringen. So entsteht ein präziser, glasklarer und tiefgründiger Riesling mit ausgeprägter Schiefermineralität.

Im Glas

Aus dem blauen Schiefer der Steillage lebt dieser Riesling von Präzision und Ausdruck: gelbe Steinfrucht wie Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, Apfel und Quitte, untermalt von floraler Würze und einer rauchig-feuersteinigen, salzigen Schiefermineralität. Am Gaumen trocken, tiefgründig und expressiv, mit einer lebhaften, präzisen Säure, die dem Wein Spannung verleiht – mit langem, glasklarem und salzig-mineralischem Nachhall.

Gelbe Steinfrucht, Zitrus und Quitte über rauchig-salziger Blauschiefer-Mineralität – trocken und expressiv, mit lebhafter, präziser Säure und langem Nachhall.

Ein großer Mosel-Riesling mit jahrzehntelangem Reifepotenzial; in der Jugend gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Gerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: Lieser Niederberg Helden, Mittelmosel; 100 % blauer Devonschiefer, Steillage bis 80 % Neigung; bis zu 120 Jahre alte, wurzelechte Reben; VDP.GROSSE LAGE
Klassifikation: VDP.GROSSES GEWÄCHS (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: strengste selektive Handlese, Spontangärung mit eigenen Hefen, schonender Ausbau auf der Feinhefe

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Spanien

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Guillermas 2016

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo (Single Parcel)

Tempranillo & Viura Escondite del Ardacho · Las Guillermas Single Parcel · 0,62 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltiger Lehm · 60+ J. Reben ungeschönt & unfiltriert nur 2.075 Flaschen · 2016

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Guillermas" 2016 ist ein Single-Parcel-Tempranillo von nur 0,62 Hektar in der Rioja Alavesa. Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein und salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider – sicherlich einer der speziellsten und großartigsten Tempranillos der Rioja.


Las Guillermas – 0,62 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Gebiet um Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Die Einzellage Las Guillermas besteht aus lediglich 0,62 Hektar, bestockt mit 0,40 Hektar Tempranillo und 0,20 Hektar Viura. Die Reben haben inzwischen ein Alter von über sechzig Jahren erreicht, fußen auf kalkhaltigem Lehmgrund und sind einem stark atlantischen Klima ausgesetzt – die Grundlage für den kühlen, salzigen und mineralischen Charakter des Weins.

Jahrgang 2016 – Rioja

2016 war an der Rioja ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische, Salzigkeit und die mineralische Prägung des Lehmkalkbodens. Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt sich der Wein heute in einer schönen, zugänglichen Phase.

Assemblage und Ausbau

Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (0,40 ha Tempranillo / 0,20 ha Viura), Jahrgang 2016, trocken; von über 60 Jahre alten Reben.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und – wie immer bei Tentenublo – ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. So bleibt das große Terroir der kleinen Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 2.075 Flaschen.

Im Glas

Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein, salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider. Die Fruchtaromen sind vorhanden und brillieren mit Kirsche, Weichsel und feinem Kräuterduft. Diese Aromen unterstützen die Mineralik nuancenreich und münden in einen satten, langen Nachhall. Es gibt viele Einzellagenweine aus der Rioja, aber sicherlich keinen so speziellen und großartigen Tempranillo wie diesen.

Trotz stattlicher Alkoholwerte kühl, fein und salzig – Kirsche, Weichsel und feiner Kräuterduft stützen nuancenreich die Mineralik und münden in einen satten, langen Nachhall.

Ein terroirgeprägter Tempranillo in reifer Phase; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Einzellage Las Guillermas (0,62 ha), Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltiger Lehmgrund, stark atlantisches Klima; über 60 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (trocken)
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; 2.075 Flaschen

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Weine

Dönnhoff Schloßböckelheimer Felsenberg Riesling GG 2025

Weißwein · VDP.Großes Gewächs · Riesling trocken

100 % Riesling Schloßböckelheimer Felsenberg · Felsentürmchen VDP.Große Lage · Großes Gewächs 2025 Porphyr und Melaphyr Reben 25–50 Jahre ca. 40 hl/ha

Der Dönnhoff Felsenberg „Felsentürmchen" Riesling GG 2025 stammt aus den steilsten Parzellen im Herzen des Schloßböckelheimer Felsenberg, VDP.Große Lage. Der Untergrund ist roter vulkanischer Hartstein – Porphyr und Melaphyr. Selektive Handlese in mehreren Durchgängen, rund 40 hl/ha, Ausbau in großen Eichenholzfässern und Edelstahl. Der rauchig-feuersteinige Charakter dieses Weins kommt direkt aus dem Gestein.


Felsenberg „Felsentürmchen" – Vulkangestein über der Nahe

Der Felsenberg fällt bei Schloßböckelheim als sehr steiler Südhang zur Nahe ab, mit 45 bis 55 Prozent Neigung und einem Hangfuß auf etwa 125 Metern. Der Fels darunter ist vulkanischen Ursprungs: Porphyr und Melaphyr, harte Ergussgesteine aus dem Perm, überlagert von einer dünnen Schicht steinigen, braungrauen Lehms. Das Gestein erwärmt sich schnell, hält die Wärme über die Nacht und lässt Wasser ungebremst abziehen. Bestockt ist die Lage ausschließlich mit Riesling.

Aus diesem Wärmehaushalt folgt der eigentliche Vorteil der Lage: ein früher Vegetationsbeginn und damit eine ungewöhnlich lange Reifephase. Die Trauben hängen länger am Stock, ohne dass die Zuckerreife davonläuft – die Grundlage für Weine, die Kraft und Säure gleichzeitig tragen. Das namensgebende Felsentürmchen, ein aus dem Hang ragender Felskopf, markiert den Kern der Lage; Dönnhoff nutzt für dieses Große Gewächs die besten steilen Parzellen ringsum mit Reben im Alter von 25 bis 50 Jahren.

Direkt benachbart liegt die Kupfergrube, angelegt auf dem Gelände eines aufgelassenen Kupferbergwerks – auch sie vulkanisch, aber kühler und später. Der Felsenberg ist im Vergleich der wärmere, frühere Hang; seine Weine zeigen mehr Substanz und weniger scharfe Kante. Innerhalb des Dönnhoff-Portfolios steht er für Rauch und Feuerstein, während der Kies des Kreuznacher Krötenpfuhls Fülle und der Rotliegend-Sandstein in Roxheim Kräuterwürze liefern.

Jahrgang 2025 – Nahe

Nach ausreichenden Niederschlägen im Frühjahr und leicht überdurchschnittlichen Temperaturen stand an der Nahe ein dichter Traubenbehang; Spätfröste und lokaler Hagel kosteten einzelne Gemarkungen Menge. Der warme, trockene August gab dem Jahrgang seine Richtung: Die Zuckerreife legte so schnell zu, dass die Mostgewichte bereits Anfang September hohe Werte erreichten. Anders als in vergleichbar heißen Jahren blieb die Säure dabei erhalten – ein Verlauf, den Winzer der Region mit 2015 verglichen.

Die Lese zählte zu den frühesten und schnellsten in der Geschichte des Anbaugebiets. Zum Wendepunkt wurde der Regen am 23. und 24. September: Davor kam makelloses Lesegut in den Keller, danach war Selektion Pflicht. Anfang Oktober war an der Nahe fast alles gelesen. Die Erntemenge blieb bei 246.000 Hektolitern, drei Prozent unter dem Vorjahr und rund 21 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Für den früh startenden Felsenberg bedeutete das: reifes Material zu einem Zeitpunkt, an dem die Lese noch selbst über den Termin entscheiden konnte – hier wurde in mehreren Durchgängen selektiv gelesen statt in einem Zug abgeerntet.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Riesling aus dem Jahrgang 2025, zu 100 Prozent selektiv von Hand gelesen in mehreren Durchgängen, bei einem Ertrag von rund 40 hl/ha. In dieser Hangneigung ist jeder Arbeitsgang Handarbeit. Nach schonender Pressung reift der Wein in klassischen großen Eichenholzfässern und Edelstahl – das gebrauchte Holz liefert Sauerstoffzutritt und Bindung, kein Holzaroma.

Der Ausbau folgt einem zweistufigen Hefeprogramm: mindestens sechs Monate auf der Vollhefe, anschließend zwei weitere Monate auf der Feinhefe. Die lange Vollhefephase ist der Grund für die dichte, fast salzige Textur dieses Weins; sie bindet die Reife des Jahrgangs 2025 in Struktur, statt sie in Fülle laufen zu lassen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünem Schimmer. In der Nase Feuerstein und Rauch vor gelbem Steinobst, Zitrusschale und einer kühlen Kräuterwürze. Am Gaumen kraftvoll und dicht, getragen von reifer, feiner Säure und einer kristallinen, salzig-mineralischen Struktur, die den Wein bis weit in den Abgang hinein zusammenhält. Die Länge ist die eigentliche Auffälligkeit dieser Lage.

Porphyr und Melaphyr erwärmen sich schnell und speichern lange – daraus entsteht der frühe Austrieb und die lange Reifephase, die dem Felsenberg seine Substanz gibt.

In der Jugend verschlossen. Dieses Große Gewächs braucht Zeit und entwickelt sich zwischen 2029 und 2038; die Konzentration des kleinen Jahrgangs 2025 trägt es bis 2042. Junge Flaschen mindestens eine Stunde vorher dekantieren, bei 11–13 °C im großen Glas servieren – der Rauchton öffnet sich erst mit Luft und Temperatur.

Am Tisch

Zu gebratenem Steinbutt und Loup de mer, zu Jakobsmuscheln mit Blumenkohl, zu Kalbsbries mit Morcheln. Ebenso zu Perlhuhn, zu Schweinebauch mit Röstaromen und zu gereiftem Comté. Der rauchige Zug dieses Weins verlangt nach Pfanne oder Grill, nicht nach Rahmsauce.


Produzent Weingut Dönnhoff, Oberhausen an der Nahe
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Schloßböckelheimer Felsenberg, Parzelle „Felsentürmchen" – Südhang, 45–55 % Neigung
Klassifikation VDP.Große Lage · Großes Gewächs, trocken
Jahrgang 2025
Vinifikation 100 % selektive Handlese in mehreren Durchgängen · schonende Pressung · ca. 40 hl/ha
Ausbau Große Eichenholzfässer und Edelstahl · mindestens 6 Monate Vollhefe · 2 Monate Feinhefe
Trinkempfehlung 2029–2042
Boden Roter vulkanischer Hartstein – Porphyr und Melaphyr, steiniger Lehm
Rebenalter 25–50 Jahre

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Rebsorten

Von Winning Sauvignon Blanc II

Weißwein · Pfalz · Sauvignon Blanc

100 % Sauvignon Blanc Pfalz, Mittelhaardt von Winning, Deidesheim Buntsandstein · Kalk · Lösslehm trocken 2025

Der von Winning Sauvignon Blanc II 2025 ist der Einstieg in die Sauvignon-Blanc-Reihe des Deidesheimer Guts: sortentypische Stachelbeere und Limette, grasige Nuancen und eine kernige Mineralität aus den Böden der Mittelhaardt. Ein trockener Weißwein, der Frucht und Frische in der Balance hält.


Mittelhaardt – Buntsandstein, Kalk und Lösslehm

Die Trauben stammen von Lagen der Mittelhaardt rund um Deidesheim, wo Buntsandstein, Kalk und Lösslehm aufeinandertreffen. Der Haardtrand schirmt die Weinberge nach Westen ab, die Sommer sind warm und trocken – Bedingungen, unter denen Sauvignon Blanc reift, ohne seine Säure zu verlieren. Der Sandstein liefert die kernige, mineralische Prägung, der Kalk die Frische, der Lösslehm die Wasserversorgung in trockenen Phasen.

Für Sauvignon Blanc ist dieses Zusammenspiel entscheidend. Die Sorte verliert in zu warmen Lagen schnell ihre grüne, frische Aromatik und kippt ins Tropische; zu kühl gepflanzt, bleibt sie grün und kantig. Die Mittelhaardt liegt dazwischen: genug Wärme für reife Frucht, genug kühle Nächte am Haardtrand für Säure und Duft.

Das Weingut von Winning wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Neben den Rieslingen ist das Haus für seine im Holzfass vinifizierten Sauvignon Blancs bekannt – in der Pfalz eine Seltenheit. Der Sauvignon Blanc II ist der Gutswein dieser Reihe.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Auf einen milden Winter folgte in der Pfalz ein trockenes Frühjahr, das den Austrieb verzögerte. Frostschäden blieben aus, der Krankheitsdruck war das ganze Jahr über niedrig. Der Sommer verlief heiß und trocken; die Trockenphase während der Zellteilung ließ die Beeren klein bleiben. Regen Mitte Juli brachte den Reben Wasser zurück, die Augusthitze beschleunigte die Reife so stark, dass die Sorten nahezu gleichzeitig reif wurden. Regenfälle ab Mitte September erforderten dann zügiges Lesen.

Die Lese begann Mitte August und war um den 23. September abgeschlossen – einer der frühesten Lese-Abschlüsse überhaupt. Die Erntemenge lag mit rund 1,85 Millionen Hektoliter etwa 17 % unter dem Vorjahr und deutlich unter dem Zehnjahresmittel; deutschlandweit ist 2025 der kleinste Jahrgang seit 2010. Die kleinen Beeren brachten hohe Mostgewichte bei ausgewogener Säure und gesundes Lesegut – ein Jahrgang mit Struktur, Konzentration und aromatischer Dichte.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Sauvignon Blanc aus dem Jahrgang 2025, trocken ausgebaut. Bei einem warmen Jahr mit kleinen Beeren liegt die Aufgabe im Keller darin, die sortentypische Frische zu erhalten statt die Konzentration weiter zu steigern.

Vinifiziert wird schonend und herkunftsbetont im Stil des Guts – ausgerichtet auf sortentypische Frucht, grasige Frische und mineralische Struktur statt auf aromatische Überzeichnung. Das unterscheidet den Wein von vielen Sauvignon Blancs, die auf maximale Stachelbeer- und Paprikanoten zielen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Stachelbeere und Limette, dazu ein Hauch Zitrusschale und Holunderblüte. Am Gaumen frisch und knackig, mit grasigen Nuancen, straffer Säure und kernig-mineralischem Nachhall; die kleinen Beeren des Jahrgangs zeigen sich in der aromatischen Dichte.

Ein heißes, kleines Jahr, aber Sandstein und Kalk am Haardtrand: Sauvignon Blanc mit Dichte, der trotzdem frisch bleibt.

Bei 9–11 °C servieren. Der Wein zeigt sich jung am präzisesten; die Konzentration des Jahrgangs 2025 trägt ihn zwei bis drei Jahre.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Ziegenkäse und Salaten, zu Spargel und Gemüsegerichten, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu würziger asiatischer Küche. Besonders gut zu Gerichten mit frischen Kräutern und Zitrus, wo die grasige Seite der Sorte aufgegriffen wird.


Produzent Weingut von Winning, Deidesheim
Rebsorte 100 % Sauvignon Blanc
Lage Pfalz, Mittelhaardt · Buntsandstein, Kalk, Lösslehm
Klassifikation Gutswein · trocken
Jahrgang 2025
Ausbau schonende, herkunftsbetonte Vinifikation
Trinkempfehlung jetzt bis 2028

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Rebsorten

Hensel Höhenflug Grauer Burgunder

Weißwein · Grauer Burgunder · Pfalz · Deutschland

Hensel Höhenflug Grauer Burgunder ist ein trockener, im Barrique ausgebauter Weißwein vom Weingut Thomas Hensel aus der Pfalz. Reinsortiger Grauburgunder mit Aromen von Buttertoast, gerösteten Haselnüssen und Vanille – würzig-fruchtig, kraftvoll und dennoch frisch.


Pfalz

Thomas Hensel führt das Familienweingut in Bad Dürkheim (Pfalz) seit 1990. Die „Höhenflug"-Linie steht – wie der Name, der aus Hensels Fliegerleidenschaft stammt – für die gehobenen, im Holz ausgebauten Gewächse des Hauses.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Grauer Burgunder. Der Wein reift im Barrique, was ihm Buttertoast-, Nuss- und Vanillenoten sowie Körper und Schmelz verleiht – ohne Frucht und Frische zu verdecken.

Im Glas

In der Nase Barrique-Aromen von Buttertoast, gerösteten Haselnüssen und einem Hauch Vanille, dazu würziges Herbstlaub und saftige Birne. Am Gaumen würzig-fruchtig, ausgewogen in Süße und Körper, geschmeidig mit Kraft und Volumen, ohne an Frische zu verlieren. Langes Finale mit einem erfrischenden Spritzer Zitrone im Nachhall.

Am Tisch

Bei 10–12 °C servieren. Ein kraftvoller, holzgeprägter Weißwein, der auch kräftigere Gerichte trägt.

Klassische Begleitung: Geflügel, Kalb, cremige Pasta, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein – Weißwein (trocken)
Ausbau: Barrique

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