Die Schreiberei – München – Deutschland

Bahn fahren, ankommen, Mittag essen und eine Geschichte schreiben

Eines muss man den Angestellten der Deutschen Bahn lassen, Humor haben sie hier im ICE auf der Fahrt von Köln nach München eigentlich fast alle.

Auch wenn der Zug mal wieder steht und die Flucht in den Speisewagen schnell offenbart, dass die Kaffeemaschine kaputt ist, wird fröhlich und mit einem breiten Grinsen im Gesicht ein Filterkaffee aus der wo auch immer herbeigezauberten Thermoskanne angeboten. Zugbegleiter und Zugbegleiterinnen haben hier inzwischen auch Platz genommen, verteilen die nicht von den Bahnkunden abgenommenen Kaffees ToGo aus dem Zug Rundgang einer Mitarbeiterin unter sich auf und sächseln einen Premium Witz nach dem anderen ab. Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht und nicht alles immer so ernst nimmt.

Während man bei einer Fahrt mit der Deutschen Bahn stets mehr Zeit als einem Lieb ist aufbringen muss, gibt es im Münchener Restaurant Schreiberei bei einem Besuch nur ein begrenztes Zeitfenster. Die Slots müssen online auf der Homepage vorab gebucht werden und erstrecken sich auf eine Verweilzeit von 90 Minuten im Lokal. Dieses typische, angelsächsische „iß, trink und schnell raus“ Gastronomie Konzept entpuppt sich bei einem Freitag Mittag Besuch in der Schreiberei aber als obsolet, da das Restaurant, aus was für Gründen auch immer, einfach komplett leer war.

Die Schreiberei wurde Mitte 2022 direkt in Münchens Altstadt von dem Gastro-Unternehmer Marc Uebelherr und dem vom Gault Millau 2020 als Koch des Jahres ausgezeichneten Tohru Nakamura gegründet. Hier in der Schreiberei haben die beiden ein modernes und sehr schönes Bistro- und Brasserie Konzept umgesetzt. Die Atmosphäre ist leger, der in einem der beiden Räume untergebrachte Barbereich wirkt einladend und die Tischgruppen, Stühle und Barhocker im Lokal sind bequem und lassen einen in eine andere Welt abtauchen. Die Speisenkarte ist angenehm reduziert und bietet neben einigen Klassikern aus der französischen Küche auch ein Tagesgericht und ein paar moderne Interpretationen mit japanischem Einschlag.

Das hat alles Hand und Fuß und besonders die Austern Qualität dürfen als herausragend eingestuft werden. Nach und nach füllt sich die Schreiberei dann doch noch ein wenig. Die Münchener gehen vielleicht einfach etwas später Mittagessen als der Rest der Republik oder die heutigen Gäste kommen fataler Weise alle von außerhalb der Stadt und mussten mit der Deutschen Bahn anreisen, das würde zumindest die tolle und sehr gute Stimmung an diesem leckeren Mittag erklären … 😁

Irish Mör Austern Natur mit japanischer Crème Fraîche, Estragon und Pinienkernen.
Rote Bete, Zitrus, Tapioka.
Cannelloni, Choucroute, Maitake, Sherry.
Kalbsbacke, Fregola Sarda, Nduja (würzige, pikante, weiche, italienische Rohwurst) Grünkohl.

Schreiberei, Dienerstraße 20, 80331 München, Deutschland, Telefon, +49 089 21529172, https://schreiberei-muc.de/restaurant

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45

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Die Punkte stehen für die Tage eines ganzen Jahres. Je höher die Punktezahl ist, umso häufiger wünscht man sich an diesem Ort essen gehen zu können oder eben den beschriebenen Wein trinken zu dürfen.

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Weine

Legrand Latour Eocène Brut Nature BIO

Der Legrand-Latour Éocène Brut Nature ist die Cuvée für die ganze Epoche: Meunier und Chardonnay von Parzellen mit sandigem und grünem Ton aus dem Eozän. Ein Jahr im Eichenfass, danach drei Jahre Hefelager – Zucker kommt keiner dazu.

Im Glas

Helles Gold, klare, feine Perlen. In der Nase Zitrus, Blüten und ein wenig Brioche. Im Mund kühl, straff und sehr mineralisch, die Struktur erinnert fast an Kreide und klingt lange nach. Puristisch, aber nicht karg. Die lange Hefezeit gibt ihm eine feine Cremigkeit, ohne die Frische zu stören.

Mach was draus

Austern, Jakobsmuscheln roh mariniert, Krustentiere, ein Fischfilet mit Zitronenbutter oder helles Geflügel. Auch zu Ziegenkäse oder grünem Spargel macht er Freude. Ein Champagner für alle, die es pur mögen – als Aperitif oder zum ersten Gang. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Éocène ist mein Einstieg zu Legrand-Latour. Kühl und klar, mit einem Meunier, der ganz anders schmeckt als erwartet.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Woraus besteht er? Drei Viertel Meunier, ein Viertel Chardonnay.

Was heißt Brut Nature? Nach der zweiten Gärung kommt kein Zucker dazu. Laut Steckbrief hat er 0 g/l Restzucker.

75 % Meunier, 25 % Chardonnay · Vallée de la Marne · sandiger und grüner Ton · 12 Monate Eichenfass · über 3 Jahre Hefelager · Jahrgang 2021 · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Legrand-Latour, Fleury-la-Rivière · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Länder/Regionen

Bessin Chablis La Foret 1er Cru 2022

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay La Forêt · 1er Cru 2022 linkes Serein-Ufer 15–18 Monate Feinhefe

Der Chablis La Forêt 1er Cru 2022 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Ein fast schon opulenter Chardonnay mit reifer Frucht und ausdrucksstarker Mineralität. Der warme Jahrgang 2022 gibt ihm Substanz, ohne die kühle, kalkige Linie zu verlieren.


La Forêt – Premier Cru am linken Ufer des Serein

La Forêt (Les Forêts) ist ein Premier-Cru-Klima auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Serein und gehört zum Verbund der Lage Montmains. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher Exposition.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen liefern den hohen Kalkanteil, der die salzig-mineralische Linie und die Feuerstein-Note des Weins trägt. La Forêt gilt innerhalb von Montmains als besonders fein und straff gezeichnet.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und zählt im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2022 – Chablis

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an. Geringe Frühjahrsniederschläge wurden durch einen regenreichen Juni aufgefangen, der die Wasserreserven für den warmen, trockenen Sommer auffüllte.

Die Lese begann sehr früh, schon im August. Für Chablis steht 2022 für einen gesunden Jahrgang mit reifer Frucht, gutem Zucker-Säure-Verhältnis und stabilen Erträgen – Weißweine mit Tiefe, Frische und Energie trotz der Wärme.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

In der Nase weiße und gelbe Früchte, vor allem Honig und Marille. Am Gaumen ausdrucksstarke Mineralität mit klaren Feuerstein-Anklängen, elegant und mit mundfüllendem, salzigem Abgang.

Ein fast opulenter Chablis: Honig und Marille über einer kalkigen Mineralität mit deutlicher Feuerstein-Note.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillte Jakobsmuscheln, Steinbutt oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure trägt auch buttrige Zubereitungen.


Lage: La Forêt (Les Forêts), Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; Handarbeit im Weinberg, reduzierter Pflanzenschutz

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Frankreich

François Bertheau Bonnes Mares Grand Cru 2018

Rotwein · Bonnes-Mares Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Bonnes-Mares · Grand Cru Chambolle-Musigny / Morey Côte de Nuits 2018

Der Bonnes-Mares Grand Cru 2018 der Domaine François Bertheau ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer der großen Lagen der Côte de Nuits. Bonnes-Mares bringt kräftigere, langlebigere Weine hervor als das benachbarte Musigny; in Bertheaus Händen verbindet sich diese Statur mit der seidigen Eleganz von Chambolle. Der warme Jahrgang 2018 gibt dem Wein reife Fülle.


Bonnes-Mares – Grand Cru zwischen Chambolle und Morey

Bonnes-Mares erstreckt sich über rund 15 Hektar am Mittelhang der Côte de Nuits. Der Großteil liegt in Chambolle-Musigny, ein kleinerer Teil von etwa 1,5 Hektar im benachbarten Morey-Saint-Denis; im Norden grenzt die Lage an den Clos de Tart. Bepflanzt ist sie ausschließlich mit Pinot Noir.

Die Böden unterscheiden sich deutlich: am Morey-Ende reicher und tiefer (strenger, gehaltvoller), am Chambolle-Ende feiner und kalkreicher (seidiger). Der Name geht auf die „Bonnes Mères", die Zisterzienserinnen der Abtei Notre Dame de Tart, zurück. Die Domaine François Bertheau zählt zu den klassischen Erzeugern von Chambolle-Musigny.

Jahrgang 2018 – Côte de Nuits

2018 folgte auf einen nassen Winter, der die Wasserreserven füllte, ein warmer, sonnenreicher und trockener Sommer. Die Reben blieben gesund, und es kam zu einer großzügigen, vollreifen Ernte.

Für die roten Burgunder steht 2018 für reife, konzentrierte Frucht mit Tiefe, geschmeidigem Tannin und überraschender Frische – ein gehaltvoller Jahrgang, der die Kraft des Bonnes-Mares schön trägt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2018.

Der Wein reift im Holzfass, im klassischen Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Bonnes-Mares zeigt sich kraftvoll und strukturiert: reife dunkle und rote Frucht, florale Noten und feine Würze. Bei Bertheau verbindet sich diese Statur mit seidiger Eleganz; das Tannin ist fest und zugleich fein, der Abgang lang.

Reife Kraft und Struktur, getragen von seidiger Eleganz – ein Bonnes-Mares aus dem warmen 2018er für die lange Reife.

In der Jugend noch verschlossen, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Bonnes-Mares, Chambolle-Musigny / Morey-Saint-Denis (Côte de Nuits); Mittelhang, ~15 ha
Klassifikation: Bonnes-Mares Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Deutschland

Oliver Zeter Viognier trocken

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Oliver Zeter Viognier ist ein facettenreicher, typischer Vertreter dieser seltenen Rhône-Sorte aus der Pfalz. Duft nach frisch gebackenem Mandelkuchen, Marzipan, einem Hauch Vanille und Kompott aus reifen Birnen; cremig am Gaumen mit elegant eingebundener Säure.


Pfalz

Viognier ist eine alte Rebsorte von der Rhône, die in Deutschland aufgrund der klimatischen Verhältnisse bislang kaum angebaut wird. Bei Oliver Zeter sind drei Weinberge in Lagen der Orte Edenkoben, Diedesfeld und Hambach mit dieser Sorte bepflanzt. Die dauerbegrünten Weinberge und die späte Handlese sind Teil eines arbeitsintensiven, qualitätsorientierten Anbaus.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Viognier. Nach später Lese werden die Trauben gemahlen und gepresst; der Saft kommt sofort in verschiedene Eichenholzfässer und wird dort spontan vergoren. Im Frühling setzt der biologische Säureabbau (BSA) ein; anschließend liegt der Wein bis zum Sommer auf der Feinhefe, die regelmäßig aufgerührt wird (Bâtonnage). Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase frisch gebackener Mandelkuchen, Marzipan, ein Hauch Vanille und Kompott aus reifen Birnen, mit leichten Röst- und rauchigen Nuancen. Am Gaumen cremig, mit perfekt eingebundener Fruchtsüße und elegant eingebundener Säure – facettenreich und typisch Viognier.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–13 °C servieren – als ausdrucksstarker Begleiter zu aromatischen Gerichten.

Passt zu: Geflügel, hellem Fleisch, Fisch in cremigen Saucen sowie würzig-asiatischer Küche.


Lage: Pfalz – Edenkoben, Diedesfeld, Hambach (Deutschland); Oliver Zeter
Klassifikation: Pfalz – 100 % Viognier, trocken
Ausbau: spontane Gärung im Eichenfass, biologischer Säureabbau, Feinhefelager mit Bâtonnage

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Weine

Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 Magnum

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Himmelreich Spätlese · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–65 % Magnum 1,5 l · 2025

Die Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 in der Magnum stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-Südwest- bis Südwest-Steillage, 45–65 % Neigung, 110–260 m; leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer; teils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Länder/Regionen

Metzger Petit Rosé trocken 2025

Roséwein · trocken · Pfalz · Deutschland

Metzger Petit Rosé trocken ist ein fruchtig-frischer Roséwein vom Weingut Metzger aus der Pfalz – alles andere als gewöhnlich. Rhabarber, Paprika, Kiwi und Stachelbeere prägen das Bild, dazu eine leicht pfeffrige Art. Ein trockener Rosé, der schon im ersten Moment überzeugt. Der ideale Sommerwein zum Grillen.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus roten Trauben entsteht hier ein trockener, fruchtbetonter Rosé mit frischer, würziger Art.

Rebsorte und Ausbau

Aus roten Trauben als trockener Rosé vinifiziert. Der frische Ausbau im Edelstahl bewahrt die fruchtbetonte Aromatik und die animierende Säure.

Im Glas

Helles Lachsrosa. In der Nase Rhabarber, Paprika, Kiwi und Stachelbeere, dazu eine leicht pfeffrige Note. Am Gaumen trocken, frisch und fruchtbetont, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ein Sommerwein für die Terrasse.

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Salate, mediterrane Vorspeisen und leichte Sommerküche.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Roséwein, trocken
Ausbau: aus roten Trauben, Edelstahl

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Weine

Legrand Latour Lutetien Brut Nature BIO

Der Legrand-Latour Lutétien Brut Nature wächst auf dem Boden, der auch im Keller steckt: fossilreicher Kalksand aus dem Lutetium, rund 45 Millionen Jahre alt. Pinot Noir und Chardonnay aus Vandières, ohne Zucker abgefüllt – der salzigste der vier.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Weiße Blüten, Zitrus und ein Hauch Meeresluft. Im Mund gerade, salzig und genau, mit trockenem, elegantem Finale und langem, mineralischem Nachhall. Ein Champagner, der zeigt, wie stark der Boden einen Wein prägen kann.

Mach was draus

Austern, Sashimi, Langustinen, Ceviche oder einfach pur. Er ist ein Aperitif für alle, die es präzise und ohne Schnörkel mögen. Schön für den Beginn eines Fischmenüs oder einen Abend an der Austernbar. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Lutétien und Austern – das ist für mich eine der schönsten Kombinationen, die Champagner zu bieten hat.“

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Kurz gefragt

Woraus besteht er? Etwas mehr Pinot Noir (55 Prozent) als Chardonnay (45 Prozent).

Was ist das Lutetium? Eine Stufe des Eozäns vor etwa 45 Millionen Jahren. Aus dieser Zeit stammen der Kalksand in Vandières und die Fossilien im Keller der Familie.

55 % Pinot Noir, 45 % Chardonnay · Vandières · fossilreicher Kalksand · Jahrgang 2021 · Brut Nature, 0 g/l Restzucker · Champagne Legrand-Latour, Fleury-la-Rivière · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

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Spanien

Vina Tondonia Reserva tinto 2009

Rotwein · Rioja · Tempranillo-Cuvée

Tempranillo-Cuvée Rioja DOCa Viña Tondonia Reserva 2009

Der R. López de Heredia Viña Tondonia Reserva 2009 ist klassischer Rioja der alten Schule – mittelschwer, erdig-würzig und nach sechs Jahren im Barrique von zeitloser Eleganz. Ein Geschmackserlebnis, auf das man sich einlässt – und das jeden Schluck belohnt.


Viña Tondonia – das Herzstück aus Haro

R. López de Heredia, 1877 im Barrio de la Estación von Haro gegründet, ist eine der letzten konsequent traditionell arbeitenden Kellereien der Rioja und bis heute in Familienhand. Hier ignoriert man den Zeitgeist und lässt die Weine sehr lange im Fass und in der Flasche reifen. Das Gut keltert ausschließlich aus eigenen Lagen, vinifiziert in alten Holzgärständern und unterhält als einziges Weingut Spaniens eine eigene Böttcherei, in der sämtliche Fässer von Hand gefertigt werden.

Viña Tondonia ist die berühmte Paradelage und Namensgeberin des Hauses: gut 100 Hektar an einer Schleife des Ebro nahe Haro, südwestlich ausgerichtet, auf tonig-kalkigem Untergrund mit Geröll. Tondonia gilt als der feinere, elegantere Gegenpart zum kräftigeren, rustikaleren Bosconia.

Jahrgang 2009 – Rioja

2009 war in der Rioja ein warmer, reifer Jahrgang von Konzentration und Tannin. Beim Tondonia zeigt sich das in etwas reiferer, eher dunkler Frucht und einer leicht getoasteten Note – dabei aber zurückhaltender und feiner als beim Bosconia desselben Jahrgangs. Trotz der wärmebedingten Substanz behält der Wein bei moderatem Alkohol seine charakteristische Finesse und Frische.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus rund 70 % Tempranillo, 20 % Garnacha sowie je etwa 5 % Mazuelo und Graciano, Jahrgang 2009.

Vinifikation nach ältesten Methoden der Rioja: natürliche Hefen, alkoholische Gärung in alten Holzgärständern, manuelle Abstiche. Anschließend sechs Jahre Reife in gebrauchten Fässern aus amerikanischer Eiche, mehrfach von Hand abgestochen, mit frischem Eiweiß geschönt und unfiltriert gefüllt – danach lange Flaschenreife im Keller, ehe der Wein in den Verkauf kommt.

Im Glas

Mittelschwer und klassisch, mit erdigen, würzigen Komponenten – reife rote und dunkle Frucht, Kirsche, Zedernholz, getrocknete Blüten, süße Gewürze und feines Leder. Am Gaumen elegant und subtil, mit lebendiger, vibrierender Säure, feinen, integrierten Tanninen von schöner Textur und langem, raffiniertem Finale. Ein Geschmackserlebnis, auf das man sich einlassen muss.

Ein zeitloser Rioja der alten Schule – jeder Schluck, den man genießt, ist extraordinär.

Schon jetzt wunderbar zu genießen, mit weiterem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert von Luft bzw. einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Schmorgerichten und gebratenem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu Hasenragout oder Geflügel sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Rioja DOCa, Weinberg Viña Tondonia, Haro (Spanien); Ebro-Schleife, Südwest-Ausrichtung, tonig-kalkige Böden mit Geröll
Klassifikation: Rioja DOCa Reserva (trocken)
Ausbau: Tempranillo-Cuvée; 6 Jahre gebrauchte amerikanische Eiche, manuelle Abstiche, Eiweiß-Schönung, unfiltriert; traditionelle Vinifikation

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