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21. November 2023

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Weine

Bico do Cabo Albarino

Weißwein · D.O. Rías Baixas · Val do Salnés

Albariño Val do Salnés 2025 Verwitterter Granit 50–150 m 4 Monate Hefelager Ohne malolaktische Gärung

Der Fento Bico do Cabo Albariño 2025 kommt aus dem Val do Salnés, der atlantischsten Subzone der D.O. Rías Baixas. Der Name verweist auf einen Strand der Küste, an der die Parzellen liegen. Eulogio Pomares vinifiziert ihn ohne Holz, ohne biologischen Säureabbau und mit vier Monaten Hefelager – ein Albariño, der auf Salzigkeit und Zug setzt statt auf Fülle.


Val do Salnés – Granitzersatz auf Meereshöhe

Die Parzellen liegen zwischen 50 und 150 Metern über dem Meer, wenige Kilometer von der Ría de Arousa entfernt. Der Untergrund besteht aus verwittertem Granit, in Galicien xabre genannt: ein grobkörniger, sandiger Zersatz, der Wasser rasch abführt und die Wurzeln zwingt, in die Klüfte des anstehenden Gesteins zu gehen. Diese Kombination aus armem Sand über hartem Fels ist die Grundlage der salzig-mineralischen Ader, die Albariño aus dem Salnés von den weicheren Weinen des Condado do Tea unterscheidet. Die Reben sind 15 bis 25 Jahre alt.

Salnés ist die kühlste und feuchteste der fünf Subzonen. Über 1.200 Millimeter Jahresniederschlag und die ständige atlantische Brise halten die Nächte kühl und die Säure hoch, erzeugen aber zugleich hohen Pilzdruck. Die traditionelle Antwort darauf ist die Pergola-Erziehung auf Granitpfosten: Das Laub hängt in zwei bis drei Metern Höhe, die Trauben bleiben durchlüftet, und der Boden darunter trocknet ab.

Der Weinbau im Salnés ist kleinteilig. Historisches Erbrecht hat die Flächen über Generationen in Parzellen von wenigen Hundert Quadratmetern zerlegt, oft eingefasst von Trockenmauern aus Granit. Der Wein entsteht deshalb nicht aus einer Einzellage, sondern aus einer Vielzahl kleiner Lagen mit unterschiedlicher Exposition – die Handlese mit Vorselektion im Weinberg ist unter diesen Bedingungen keine Stilentscheidung, sondern Voraussetzung.

Jahrgang 2025 – Rías Baixas

Auf einen milden, niederschlagsreichen Winter folgte ein ebenso feuchtes Frühjahr, das einen frühen Austrieb auslöste. Die Fruchtbarkeit der Augen lag bei rund 90 Prozent bei 2,3 Trauben je Auge – die Anlage für einen mengenreichen Jahrgang stand damit früh fest. Blüte im Mai, Fruchtansatz im Juni, beides ohne nennenswerte Verrieselung. Der Sommer verlief stabil und thermisch ausgeglichen, ohne die Hitzespitzen der Vorjahre, was den Säureabbau in der Reifephase bremste. Der Pilzdruck des feuchten Frühjahrs ließ sich im trockeneren Sommer kontrollieren.

Die Lese in Rías Baixas begann am 20. August und lief bis zum 8. Oktober; die Hauptmenge im Val do Salnés wurde in der ersten Septemberhälfte geholt, zwischen den Niederschlägen, die den Monat zeitweise unterbrachen. Der Gesundheitszustand des Leseguts war durchgehend gut. Mit 47,5 Millionen Kilogramm (+12,7 Prozent) und einem Durchschnittsertrag von 9.881 kg/ha war 2025 einer der mengenreichsten Jahrgänge der Denominación; Val do Salnés stellte mit 65 Prozent den größten Anteil. Das Consejo Regulador stufte den Jahrgang als „muy buena" ein – hohe Menge bei erhaltener Säure, ein Jahr für präzise, straffe Weine statt für Opulenz.

Assemblage und Ausbau

100 Prozent Albariño aus dem Jahrgang 2025, von Hand gelesen und bereits im Weinberg selektiert. Die Gärung findet ausschließlich im Edelstahltank statt, temperaturkontrolliert und ohne Holzeinsatz – die Entscheidung zielt auf die primäre Sortenfrucht des Albariño: Apfel, Zitrus, Steinobst, Fenchel.

Der Wein bleibt anschließend vier Monate auf der Feinhefe und gewinnt daraus Textur und Bindung am Gaumen. Eine malolaktische Gärung findet nicht statt, die Apfelsäure des Jahrgangs bleibt vollständig erhalten. Vor der Füllung wird der Wein kaltstabilisiert und filtriert, um Frucht und Frische unverändert in die Flasche zu bringen.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Apfel, verhaltene Zitrusfrucht, Fenchel und ein exotischer Anklang, dazu grüne, kräuterige Noten. Am Gaumen zupackende Säure, die die Aromatik trägt statt sie zu überdecken; das Hefelager gibt der Mitte Griff, der Nachhall bleibt saftig und salzig.

Vier Monate Feinhefe geben die Textur, der ausgebliebene Säureabbau lässt den Granit ungebremst durch.

Bei 10 bis 12 Grad servieren, kälter verschließt sich die Frucht. Kein Dekantieren nötig, ein großes Glas hilft dem Fenchelton. Trinkreif ab sofort; die Säurestruktur des Jahrgangs 2025 trägt den Wein ohne Mühe bis 2030, wobei sich die Primärfrucht ab dem dritten Jahr in Richtung Kräuter und Nuss verschiebt.

Am Tisch

Der klassische Weg ist der kurze: Austern, Miesmuscheln in Weißwein, gegrillte Sardinen, Pulpo á feira mit Pimentón und Olivenöl. Ebenso gut zu Empanada mit Bacalao, zu gebratenem Wolfsbarsch, zu Sushi und Sashimi oder zu jungem Ziegenkäse. Auch zu Spargel mit Zitronenbutter, wo die Säure die Bitternoten auffängt.


Produzent Fento Wines (Eulogio Pomares), Meaño, Val do Salnés
Rebsorte 100 % Albariño
Lage Val do Salnés, Parzellen auf 50–150 m
Klassifikation D.O. Rías Baixas
Jahrgang 2025
Vinifikation Handlese mit Selektion im Weinberg · Gärung im Edelstahltank · ohne malolaktische Gärung
Ausbau 4 Monate auf der Feinhefe · kaltstabilisiert · filtriert
Trinkempfehlung 2026–2030
Boden Verwitterter Granit (xabre) über Granitfels
Rebenalter 15–25 Jahre

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Spanien

Mar y Luna Sauvignon Blanc & Verdejo

Weißwein · Sauvignon Blanc & Verdejo · Spanien

Mar y Luna Sauvignon Blanc & Verdejo ist ein moderner spanischer Weißwein – eine Cuvée aus Verdejo und Sauvignon Blanc von Bodegas Campoameno. Eine vor fruchtiger Saftigkeit explodierende Aromabombe. Aufmachen, einschenken und spanische Lebensfreude im Glas genießen.


Spanien

Verdejo ist eine der prägenden weißen Rebsorten Spaniens, vor allem in Kastilien. In Kombination mit Sauvignon Blanc entsteht ein frischer, aromatischer Weißwein. Bodegas Campoameno keltert daraus diese fruchtbetonte Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sauvignon Blanc und Verdejo. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont, was das saftige, aromatische Fruchtsäurespiel in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen Pfirsich, Zitrusvariationen, etwas Stachelbeere und schwarze Johannisbeere. Sehr fruchtig und saftig, mit einem harmonischen Fruchtsäurespiel. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und Tapas.


Lage: Spanien (Kastilien)
Klassifikation: Weißwein-Cuvée (Spanien) – Sauvignon Blanc & Verdejo
Ausbau: Sauvignon Blanc/Verdejo, fruchtbetonter Ausbau

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Rebsorten

Von Winning Chardonnay Royal 2024

Weißwein · Pfalz · Chardonnay

Chardonnay VDP.Gutswein von Winning · Deidesheim Ruppertsberg · Mittelhaardt trocken Tonneau & Feinhefe 2024

Der von Winning Chardonnay Royal 2024 stammt von mehreren Parzellen in der Ruppertsberger Ebene. Er wird in gebrauchten Tonneaus vergoren und auf der Feinhefe ausgebaut. Der Pfälzer Jahrgang 2024 brachte feine Frucht, prägnante Säure und moderate Alkoholwerte. Das gibt diesem Einstiegs-Chardonnay eine kühle, straffe Linie.


Ruppertsberger Ebene – Sand, Lehm und Kalk am Haardtrand

Ruppertsberg grenzt im Süden an Deidesheim und gehört zur Mittelhaardt. Rund 400 Hektar Reben wachsen hier auf wechselnden Böden aus Stein, Sand, Löss und Lehm. Eine geologische Besonderheit liegt im Untergrund: Als sich das Haardtgebirge hob, wurde eine Scholle tertiärer Kalkablagerungen nach oben gedrückt. Deshalb ist Kalk in die sandig-lehmigen Böden eingestreut. Die Parzellen für den Royal verbinden Lehm, Sandstein und Kalk.

Klimatisch liegt die Mittelhaardt im Regenschatten des Pfälzerwalds. Die Station Neustadt an der Weinstraße misst rund 600 mm Jahresniederschlag bei etwa 11 °C Jahresmittel. In klaren Nächten fließt die Kaltluft von den Hängen der Haardt in die Ebene ab. Die flacheren Rebflächen kühlen deshalb nachts stärker aus als die Hanglagen. Für Chardonnay bedeutet das mehr Säureerhalt, im Frühjahr aber auch mehr Frostrisiko.

Die Keller von Winning in Deidesheim reichen bis 1849 zurück, zu Leopold von Winning. Unter Stephan Attmann setzt das Gut bei Riesling wie bei den Burgundersorten auf Holzausbau. Die Chardonnay-Linie ist gestaffelt: Royal, Imperiale und der „500“, darüber die Erste-Lage-Weine Herrenletten, Herzog, Bürgergarten und Paradiesgarten.

Jahrgang 2024 – Pfalz: Frost, Regen, klassische Säure

Ein milder Winter ließ die Reben früh austreiben. In den Nächten auf den 22. und 23. April kam Luftfrost über die deutschen Weinbaugebiete, die Triebe waren da schon weit entwickelt. In der Pfalz traf es vor allem junge Triebe und Knospen, trotz Frostkerzen blieben in einzelnen Lagen Schäden. Rheinhessen und die Pfalz kamen aber deutlich glimpflicher davon als die nördlichen Anbaugebiete.

Das erste Halbjahr war ungewöhnlich nass und kühl. Echter und Falscher Mehltau setzten die Reben unter Druck. Das üppige Wachstum verlangte viel Laubarbeit. Die Blüte begann verzögert und zog sich lange hin. Danach folgte ein heißer, trockener Sommer. Am 19. August wurden in der Pfalz die ersten Trauben für Federweißen gelesen. Die Reife lag zeitlich zwischen 2022 und 2023. Nach einem Wetterumschwung verlief die Hauptlese schnell und endete früh.

Die Pfalz erntete 2024 rund 2,23 Millionen Hektoliter Weinmost. Das DLR Rheinpfalz ordnet den Jahrgang als klassisch ein, vergleichbar mit den 1990er- und 2000er-Jahren: feine Fruchtaromatik, prägnante Säure, niedrige Alkoholwerte. Die Vegetationsperiode war lang und wurde nicht durch Trockenstress unterbrochen. Die Jungweine zeigten ausgeprägte Sortenaromatik bei gut gepufferter, reifer Säure. Die Burgundersorten fielen bei geringen Erträgen qualitativ besonders stark aus.

Gebrauchte Tonneaus und Feinhefe – Ausbau des Royal

100 % Chardonnay, trocken ausgebaut. Vergärung und Reife laufen vollständig im Holz ab, in gebrauchten Tonneaus mit 500 Litern, mit langem Kontakt zur Feinhefe.

Das große, vorbelegte Fass gibt kaum Holzaroma ab und lässt über die Poren wenig Sauerstoff an den Wein. Die Feinhefe liefert Textur und Schmelz. Im säurebetonten Jahrgang 2024 hält dieser Ausbau die Säure im Gleichgewicht, ohne dem Wein die Spannung zu nehmen.

Im Glas – Royal 2024

Grüner Apfel, Birne und Limettenschale, dahinter ein Hauch Haselnuss und frisches Brot aus dem Hefelager. Am Gaumen schlank bis mittelgewichtig, die Säure straff und präsent. Das Holz bildet nur den Rahmen. Der kalkige Untergrund zeigt sich in einem kühlen, leicht salzigen Nachhall.

Kühler Jahrgang, kalkiger Boden, gebrauchte Tonneaus: Der Royal 2024 zeigt Apfel und Zitrus mit straffer Säure und einem Hauch Hefe.

Jetzt schon zugänglich, mit Potenzial für die nächsten Jahre. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch – Pfälzer Chardonnay zum Essen

Zu gebratenem Zander oder Saibling mit Beurre blanc, zu Jakobsmuscheln, zu Kalbsschnitzel oder Hähnchen mit Rahmsauce, zu Spargel mit Sauce hollandaise und zu Risotto mit Zitrone und Parmesan. Die straffe Säure passt auch zu gereiftem Bergkäse.


Produzent Weingut von Winning, Deidesheim (Pfalz)
Rebsorte 100 % Chardonnay
Lage verschiedene Parzellen in der Ebene von Ruppertsberg, Mittelhaardt
Klassifikation VDP.Gutswein, Qualitätswein Pfalz, trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation Vergärung im Holz
Ausbau in gebrauchten Tonneaus (500 l) auf der Feinhefe
Flaschengröße 0,75 l
Trinkempfehlung ab sofort bis ca. 2029
Boden Lehm, Sandstein und Kalk

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Spirituosen

Nardini Bitter Aperitivo 1,00 Liter

Bitter · Aperitivo · Italien · Venetien

Nardini Bitter Aperitivo ist ein eleganter Bitterlikör des Traditionshauses Nardini aus Bassano del Grappa in Venetien. Weich und fein präsentiert er sich mit Zitrusfrucht sowie kräutrigen und bitteren Noten. Ausgewogen und aromatisch. Perfekt im Spritz.


Herkunft

Die Distilleria Nardini wurde 1779 in Bassano del Grappa in Venetien gegründet und zählt zu den ältesten Destillerien Italiens. Der Bitter Aperitivo steht in dieser langen Tradition.

Herstellung und Reifung

Ein Bitterlikör aus einer Komposition von Kräutern und Zitrusfrüchten. Die Rezeptur verbindet weiche Eleganz mit feiner Bitterkeit – aromatisch ausbalanciert.

Im Glas

Leuchtendes Rot. In der Nase Zitrusfrucht und Kräuter. Am Gaumen weich und elegant, mit fein bitteren und kräutrigen Noten und einem ausgewogenen, leicht bitteren Abgang.

Zum Genuss

Auf Eis, im Spritz mit Prosecco und Soda oder in Cocktails wie dem Negroni.

Klassische Begleitung: als Aperitif im Spritz, zu Oliven, Antipasti und Käsegebäck.


Herkunft: Bassano del Grappa, Venetien (Italien)
Art: Bitter / Aperitivo.
Herstellung: Likör aus Kräutern und Zitrusfrüchten

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Bourgogne Blanc Les Graviers 2023

Weißwein · Bourgogne · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne Blanc AOC Les Graviers · Gilly-lès-Cîteaux · 0,50 ha Holz & Amphore · >1 Jahr 2023

Der Bourgogne Blanc Les Graviers 2023 der Domaine Ghislaine Barthod zeigt, dass die für ihre Rotweine berühmte Winzerin auch einen vorzüglichen Weißwein keltert. Ein eleganter, tiefsinniger, mineralischer und komplexer Chardonnay – ausgebaut je zur Hälfte in gebrauchtem Eichenholz und in Terrakotta-Amphore.


Les Graviers – Chardonnay bei Chambolle

Der nur 0,50 Hektar große Weinberg Les Graviers liegt in Gilly-lès-Cîteaux bei Chambolle-Musigny in der Côte de Nuits und wurde Mitte der 2010er-Jahre mit Chardonnay bepflanzt. Die Rebanlage ist noch jung und muss sich durch den sehr steinigen Boden in tiefere Untergründe kämpfen – schon jetzt glänzt der Wein mit der Brillanz eines großen Weißweins.

Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern von Chambolle-Musigny; dieser Bourgogne Blanc ist eine kleine, feine Rarität des Guts.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die mineralische, vibrierende Art dieses Chardonnay.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, selektiv gelesen.

Der Ausbau dauert über ein Jahr, je zur Hälfte in gebrauchten 500-Liter-Eichenfässern und in Terrakotta-Amphoren; anschließend wird der Wein gefüllt. Das gibt cremige Textur und Tiefe, ohne die Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Vielschichtiges Bukett nach unreifem Apfel- und Birnenobst, Brioche und gerösteten Mandeln. Am Gaumen cremige Textur, getragen von feiner Mineralität, die in ein sehr langes, vibrierendes Finish mit Biss und eleganter Säure mündet.

Apfel, Birne, Brioche und geröstete Mandeln über cremiger Textur – ein mineralischer Weißwein mit vibrierendem Finish.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu Ziegenkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger, eleganter Begleiter.


Lage: Les Graviers, Gilly-lès-Cîteaux (Côte de Nuits); sehr steiniger Boden, 0,50 ha
Klassifikation: Bourgogne Blanc AOC
Ausbau: Chardonnay; je zur Hälfte gebrauchtes 500-l-Eichenfass und Terrakotta-Amphore, über ein Jahr

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Spanien

Zarate Albarino 2025

Weißwein · D.O. Rías Baixas, Val do Salnés · Albariño

Jahrgang 2025 Val do Salnés Xabre / Verwitterungsgranit Reben Ø 35 Jahre Handlese Spontangärung im Stahl 3 Monate Feinhefe Teilweiser BSA

Zárate Albariño ist der Gutswein eines Hauses, dessen Einzellagen zu den gesuchtesten Weißweinen Spaniens zählen – und er zeigt dieselbe Handschrift im Kleinen: Granit, Handlese, Spontangärung, keine Kosmetik. Die Referenz dafür, was Albariño im Val do Salnés kann, wenn er nicht auf Frucht getrimmt wird.


Padrenda und Sisán – Xabre-Granit am Atlantik

Die Trauben stammen aus den Gutsparzellen in Padrenda (Gemeinde Meaño) und Sisán (Ribadumia), dem historischen Kern des Val do Salnés. Der Boden heißt hier Xabre: über Jahrtausende zu grobem Sand zerfallener Granit, mager, extrem durchlässig, arm an organischer Substanz. Er bremst die Wuchskraft und legt jene salzig-steinige Ader an, für die die Subzone steht.

Die Reben stehen bei nur 50 Metern über dem Meer, unmittelbar unter atlantischem Einfluss – kühle Nächte, hohe Luftfeuchte, ständiger Wind. Erzogen wird traditionell im Emparrado, der galicischen Pergola auf Granitpfosten: Sie hält das Laub hoch, sorgt für Durchlüftung und schützt vor Fäulnis. Die Pflanzdichte liegt bei rund 1.200 Stöcken je Hektar, das Durchschnittsalter der Reben bei etwa 35 Jahren.

Zárate wurde 1707 in Meaño gegründet und wird heute von Eulogio Pomares in siebter Generation geführt. Im Weinberg wird seit 1994 auf jede Bodenbearbeitung verzichtet: Alle Parzellen tragen eine dauerhafte Naturbegrünung, Herbizide kommen nicht zum Einsatz. Seit dem Jahrgang 2006 ist das Gut nach Producción Integrada zertifiziert – ein System, das Insektizide und Akarizide ausschließt und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stark begrenzt.

Jahrgang 2025 – Rías Baixas

Während weite Teile Spaniens 2025 mit Hitze und massivem Mehltaudruck kämpften, verlief der Vegetationszyklus in Rías Baixas nahezu idealtypisch: optimale Blüte, keine nennenswerten Zwischenfälle, ein stabiler Sommer und ein ausgewogenes Temperaturprofil in der entscheidenden Endphase. Die Trauben erreichten volle Reife bei gesundem Zustand.

Die Lese zog sich vom 20. August bis zum 8. Oktober, mit einigen Regentagen im September als einziger Störung. Am Ende standen 47,5 Mio. Kilogramm – die größte Ernte der Geschichte der D.O. und ein Plus von knapp 13 % gegenüber 2024, bei einem Hektarertrag von 9.881 Kilogramm. Der Consello Regulador bewertete die Weine als „muy buena". Charakteristisch für den Jahrgang: ausdrucksstarke Frucht bei der markanten, spitzen Gesamtsäure der Region – Menge und Präzision gleichzeitig, was selten zusammenfällt.

Handlese, Spontangärung, drei Monate Feinhefe

Gelesen wird ausschließlich von Hand, mit Selektion bereits in der Parzelle. Die Trauben werden entrappt und sanft gepresst; die Mostausbeute bleibt bewusst niedrig. Nach leichter Vorklärung vergärt der Most spontan mit den weinbergseigenen Hefen im Edelstahl – kein Reinzuchthefe-Impuls, keine Aromatisierung über die Gärführung.

Anschließend reift der Wein drei Monate auf der Feinhefe, was ihm Textur und einen Hauch Cremigkeit gibt, ohne die Frucht zu überdecken. Der biologische Säureabbau wird nur teilweise zugelassen: Ein Teil der Partien läuft durch, der Rest behält die volle Apfelsäure. Genau diese Mischung erzeugt das Gleichgewicht aus Zug und Rundung, für das der Gutswein steht. Kein Holz, keine Schönung der Aromatik – gefüllt wird im Frühjahr nach der Ernte.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase klar und primärfruchtig: Zitrone und grüner Apfel, weißer Pfirsich, dazu Zitrusblüte und ein Hauch Fenchel, unterlegt mit einer kühlen, steinigen Note. Am Gaumen bestimmt die vibrierende Säure des Jahrgangs die Richtung – schlank, gerade, mit feinem Zug –, während das Hefelager für eine leicht cremige Textur an den Rändern sorgt.

Frisch, geradlinig, mineralisch grundiert: ein Albariño, der über Spannung funktioniert und nicht über Fülle.

Der Nachhall ist salzig und trocken. Jung bereits zugänglich, gewinnt aber über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Der Klassiker des Val do Salnés gehört zu allem, was aus dem Atlantik kommt: Austern, Venusmuscheln, Gambas al ajillo, gegrillter Oktopus mit Pimentón und Olivenöl. Ebenso überzeugend zu gebratenem Wolfsbarsch, zu Sushi und Ceviche oder zu einer Empanada de bonito. Für die vegetarische Seite: grüner Spargel, junge Erbsen, Ziegenfrischkäse mit Kräutern. Als Apéritif braucht er nichts weiter als ein größeres Glas.


Lage: Gutsparzellen in Padrenda (Meaño) und Sisán (Ribadumia), Val do Salnés – Verwitterungsgranit (Xabre), 50 m ü. NN, Emparrado, Reben Ø 35 Jahre
Klassifikation: D.O. Rías Baixas, Subzone Val do Salnés
Ausbau: Handlese, Entrappen, sanfte Pressung, Spontangärung im Edelstahl, 3 Monate auf der Feinhefe, teilweiser biologischer Säureabbau; handwerklicher Weinbau ohne Bodenbearbeitung seit 1994, Producción Integrada seit 2006

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Feinkost

Condimento Balsamico ROSÉ dolce 0,25 Liter

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Condimento Balsamico Rosé dolce ist ein rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento der Acetaia del Casato Bertoni aus Reggio Emilia. Es entsteht aus konzentriertem Traubenmost und Weinessig und zeigt eine zarte rosé Farbe mit fruchtiger Beerennote. Der Geschmack ist süß-säuerlich und mild, die Konsistenz fein viskos. Ein vielseitiges Würzmittel für Salate, Gemüse und Obst. Hier in der handlichen 0,25-Liter-Flasche – ideal zum Kennenlernen und als Geschenk.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige und Condimenti her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Für den Rosé wird konzentrierter Traubenmost mit Weinessig vermählt; die schonende Verarbeitung gibt dem Condimento seine helle, rosafarbene Tönung.

Anbau und Verarbeitung

Konzentrierter Traubenmost wird mit Weinessig kombiniert und schonend verarbeitet, sodass die zarte rosé Farbe und die fruchtige Note erhalten bleiben. Zutaten: Weinessig, konzentrierter Traubenmost. Enthält Sulfite.

Geschmack

Zarte rosé Farbe mit feiner Viskosität. Im Geschmack süß-säuerlich ausbalanciert, fruchtbetont mit Anklängen roter Beeren und mild abgestimmtem Essigsäuregehalt. Der Abgang bleibt fein und fruchtig.

Am Tisch

Klassisch zu Salaten, Gemüse und frischem Obst. Gut auch zu Frischkäse, Erdbeeren oder über Vanilleeis und Desserts. Pur als Finish über das fertige Gericht träufeln. Kühl und dunkel lagern.

Flaschengröße 0,25 Liter

Die 0,25-Liter-Flasche eignet sich zum Kennenlernen, für kleinere Haushalte und als Mitbringsel oder Teil eines Feinkost-Geschenks. So lassen sich auch die drei Bertoni-Sorten Bianco, Rosé und Nero gut nebeneinander probieren.

Wer den Rosé regelmäßig verwendet, greift zur größeren 0,5-Liter-Flasche.

Häufige Fragen

Was ist ein Condimento Balsamico?
Condimento ist die Bezeichnung für Balsamico-Würzen, die nicht den Regeln der geschützten Herkunftsbezeichnungen „Aceto Balsamico di Modena IGP“ oder „Aceto Balsamico Tradizionale DOP“ unterliegen. Der Hersteller kann Zutaten und Stil frei wählen – beim Rosé von Bertoni für einen milden, lieblichen Geschmack.

Wofür eignet sich der Balsamico Rosé?
Für Salate und Marinaden, zu hellem Fleisch, Fisch und Gemüse – und dank seiner fruchtigen Note auch zu Erdbeeren und anderem Obst.

Wie wird er gelagert?
Gut verschlossen, kühl und dunkel. Balsamico muss nach dem Öffnen nicht in den Kühlschrank.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Condimento Balsamico Rosé dolce (rosafarbenes, liebliches Balsamico-Condimento)
Inhalt 0,25 Liter
Zutaten konzentrierter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Reggio Emilia, Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung konzentrierter Traubenmost mit Weinessig, schonend verarbeitet
Mindesthaltbarkeit (MHD) 02.2030

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Spanien

Envinate Palo Blanco VdM Tenerife 2024

Weißwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Blanco

100 % Listán Blanco Teneriffa · Valle de la Orotava Envínate Vulkanboden · ~600 m wurzelechte 100-J.-Reben (Cordón trenzado) große Ovalfuder 2024

Der Envínate Palo Blanco 2024 ist ein äußerst spannender Vulkan-Weißwein aus dem Norden Teneriffas – nicht von der Frucht, sondern von Erde und Mineralität geprägt. Spontan, wild und herzhaft, karg und meeresfrisch. Kein Gaumenschmeichler, sondern ein Wein, der seine Heimat intensiv und spektakulär zum Ausdruck bringt.


Palo Blanco – Vulkanweiß aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Der Palo Blanco stammt aus dem gleichnamigen Quartier bei Los Realejos im Valle de la Orotava, am Nordhang des Teide. Auf rund 600 Metern fußen über 100 Jahre alte, wurzelechte Listán-Blanco-Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf reinem schwarzem Vulkangestein und Basalt, erzogen im traditionellen, geflochtenen „Cordón trenzado". Der Duft ist entsprechend nicht von der Frucht, sondern von der Erde und der Mineralität des Bodens geprägt.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2024 einen vertikalen, mineralisch-salzigen Weißwein von großer Frische und Spannung. Die alten Reben und der schonende Ausbau betonen die kargige, herkunftsgenaue Stilistik – ein Wein für Liebhaber kompromissloser Terroirweine.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco (Palomino) aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung ohne Schalenkontakt, Spontangärung mit Wildhefen im Betontank; anschließend Ausbau über rund zehn Monate in zwei großen 2.500-Liter-Ovalfudern aus Friaul. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Der Duft des Palo Blanco ist nicht von der Frucht, sondern von Erde und Mineralität geprägt: spontan, wild und herzhaft. Am Gaumen nasses Gestein, leicht nussige und oxidative Aromatik, karg und staubig im Abgang. Säure und Meeresfrische fügen sich formidabel ins Gesamtbild. Kein Gaumenschmeichler, eher ein Essensbegleiter – ein Wein, der seine Heimat intensiv und spektakulär zum Ausdruck bringt.

Nasses Gestein, nussig-oxidative Aromatik, karg und staubig – Säure und Meeresfrische formidabel im Gesamtbild.

Sollte vorher dekantiert werden. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse – ausgesprochen vielseitig am Tisch.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Quartier Palo Blanco, Los Realejos; Kanaren, Spanien); ~600 m, schwarzer Vulkanboden/Basalt; über 100 Jahre alte, wurzelechte Cordón-trenzado-Reben
Klassifikation: Weißwein, Teneriffa; 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Ganztraubenpressung, Spontangärung im Beton, ~10 Monate in 2.500-l-Ovalfudern (Friaul), unfiltriert; organischer Anbau

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