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19. Februar 2024

Deutschland

Remi – Berlin – Deutschland

Gut speisen im Remi im Berliner Suhrkamp-Verlag Auch wenn man gewillt und durchaus bemüht ist, den Klimawandel mit seinem eigenen Verhalten ein ganz klein wenig

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Portugal

Justino´s Madeira Fine Rich

Madeira · Likörwein · süß · Portugal

Justino's Madeira Fine Rich ist ein süßer Madeira aus Portugal – ein gespriteter Likörwein aus den Rebsorten Negra Mole und Complexa. Mit kraftvoller Süße, langem und kompaktem Abgang begleitet er Trockenkuchen, reifen Käse und verfeinert Saucen.


Madeira

Madeira liegt als subtropische Insel im Atlantik, rund 850 km vom portugiesischen Festland entfernt. Justino's Madeira zählt mit Wurzeln bis 1870 zu den ältesten und größten Madeira-Häusern der Insel.

Bereitung und Reifung

Aus Negra Mole und Complexa. Die Gärung wird durch Zugabe von Weindestillat gestoppt; bei der süßen Stilistik geschieht das früh, sodass eine kräftige Restsüße erhalten bleibt. Anschließend durchläuft der Wein die typische Estufagem (Erwärmung auf 45–50 °C) und reift drei Jahre im Eichenfass.

Im Glas

Dunkles Bernstein. In der Nase reife und getrocknete Früchte, Karamell und ein Hauch Kaffee. Am Gaumen kraftvoll und süß, vollmundig mit Anklängen von Toffee und Dörrobst, getragen von einer frischen Säure. Langer, kompakter Abgang.

Als Digestif

Leicht gekühlt bei 13–16 °C servieren – ein klassischer Begleiter zum Abschluss des Essens. In der Küche verfeinert er Saucen und Desserts.

Passt zu: Trockenkuchen, reifem Käse, Schokoladendesserts und Kaffeegebäck.


Lage: Madeira (Portugal)
Klassifikation: Madeira DOP – Fine Rich (süß, 3 Jahre)
Ausbau: Estufagem, 3 Jahre im Eichenfass

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Weine

Al Oeste Albariño 2024

Wein · Weißwein · Rías Baixas · Spanien

Monteabellón Al Oeste Albariño 2024 stammt aus dem Valle del Salnés, einer der renommiertesten Subzonen der D.O. Rías Baixas. Ein Weißwein von typischer Frische, Klarheit und Eleganz, geprägt von der Nähe zum Atlantik und den granitreichen Böden.


Rías Baixas / Valle del Salnés

Das Valle del Salnés gilt als Wiege des Albariño und als eine der besten Subzonen der D.O. Rías Baixas in Galicien. Die unmittelbare Nähe zum Atlantik und die granitreichen Böden verleihen den Weinen ihre salzige Frische und Mineralität. Erzeuger ist Bodegas Monteabellón. Der Jahrgang 2024 war wetterbedingt herausfordernd – ein warmer, feuchter Winter und ein nasses Frühjahr führten bei unterdurchschnittlicher Fruchtbarkeit zu geringeren Erträgen, dafür aber zu hoher Konzentration in den Trauben.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Albariño. Der Ausbau bewahrt die klare, fruchtbetonte Aromatik, die markante Frische und die mineralische Prägung der Atlantikküste. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Blasses Gelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase feine Aromen von weißen Blüten, Zitrusfrüchten und reifer weißer Frucht. Am Gaumen klar, gut strukturiert und sehr ausgewogen; die präsente, hervorragend integrierte Säure sorgt für Frische und eine ausgeprägte Länge im Nachhall.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Meeresfrüchten (Muscheln, Garnelen, Austern), weißem Fisch, Geflügel, frischen Salaten, milden Käsesorten sowie Sushi und Sashimi.


Lage: D.O. Rías Baixas, Valle del Salnés (Galicien, Spanien); Bodegas Monteabellón
Klassifikation: D.O. Rías Baixas – 100 % Albariño, trocken
Ausbau: frische- und mineralitätsbewahrend, auf granitreichen Böden
Jahrgang: 2024

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Rebsorten

Maxime Crotet Maranges Pinot Noir Clos de la Fussière 1er Cru 2025

Rotwein · Bourgogne · Maranges 1er Cru

Pinot Noir Maranges 1er Cru La Fussière 2025 Côte de Beaune Ungequetschte Beeren Neutrale Fässer, 8–10 Monate Minimale Schwefelung

Der Maranges 1er Cru La Fussière 2025 von Maxime Crotet kommt aus dem größten Premier Cru der südlichsten Appellation der Côte de Beaune. Crotet arbeitet seit 2021 als Négociant-Vinificateur in Beaune – acht Jahre lang war er die rechte Hand von Frédéric Cossard, einer der prägenden Figuren des burgundischen Naturweins. Eigene Weinberge besitzt er nicht; er kauft Trauben und vinifiziert sie selbst.


Maranges 1er Cru La Fussière – der größte Premier Cru am Südende der Côte

La Fussière ist mit rund 35 Hektar das größte Klimat der Appellation Maranges und erstreckt sich über die Gemeinden Cheilly-lès-Maranges und Dezize-lès-Maranges. Die Appellation umfasst insgesamt drei Gemeinden – dazu kommt Sampigny-lès-Maranges – und liegt administrativ bereits in der Saône-et-Loire, weinbaulich aber im Süden der Côte de Beaune. Sie markiert damit das Ende der Côte d'Or, dort wo der Hang nach Südwesten abknickt.

Der Untergrund ist jurassisch: blauer Ton und Mergel, durchsetzt mit Kalksteinschutt, ausgesprochen fossilreich. Die Bodenauflage ändert sich mit der Höhe – in den oberen Parzellen liegt ein weißlich-steiniger, magerer Boden über blauem Mergel, in den unteren Hanglagen wird er dunkler und tiefgründiger. Die Rebflächen liegen zwischen 240 und 400 Metern und sind süd- bis südostexponiert.

Diese Ausrichtung ist der eigentliche Unterschied zu den nördlicheren Gemeinden der Côte de Beaune, die nach Osten und Südosten schauen. Maranges bekommt dadurch mehr Nachmittagssonne und reift verlässlicher aus – historisch der Grund, warum die Appellation lange als Zulieferer für Côte-de-Beaune-Villages-Abfüllungen diente und erst spät eigenständig auftrat. Als eigene AOC anerkannt wurde Maranges 1989. Rund 95 Prozent der Produktion sind Rotwein aus Pinot Noir.

Jahrgang 2025 – Côte de Beaune

2025 war im Burgund ein ausgesprochen frühes Jahr. Auf einen milden Winter folgten ein warmer Frühling und ein trockener, sonniger Sommer; der Vegetationszyklus lief durchgehend vor dem Kalender. Eine Hitzewelle Mitte August beschleunigte die Reife zusätzlich, ohne die Säure zu zerstören – anders als in vergleichbar heißen Jahrgängen blieb das Zucker-Säure-Verhältnis intakt. Der Gesundheitszustand der Trauben war durchweg gut, Krankheitsdruck spielte kaum eine Rolle.

Die Lese begann ab dem 18. August mit den Crémant-Trauben. In der Côte de Beaune wurden die weißen Sorten ab dem 23. bis 25. August gelesen, die roten ab dem 27. bis 28. August – rund 20 Tage früher als im historischen Mittel und damit auf dem Niveau von 2022. Die Sommertrockenheit ließ die Beeren klein bleiben: hoher Schalenanteil im Verhältnis zum Saft, entsprechend mehr Farbe und Tannin, aber deutlich reduzierte Erträge. Die Mengen fielen sehr heterogen aus, in einzelnen Parzellen bis zur halben Ernte; alte Reben kamen mit der Hitze erkennbar besser zurecht als junge Anlagen. Als Stilistik zeichnet sich ein eleganter, fein strukturierter Jahrgang bei knapper Menge ab.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Maranges 1er Cru La Fussière, Jahrgang 2025. Maxime Crotet gründete sein Projekt 2021 in Beaune, nachdem er acht Jahre bei Frédéric Cossard gearbeitet hatte – zunächst im Keller, zuletzt als dessen rechte Hand. Er kauft die Trauben zu und vinifiziert selbst; das Modell erlaubt ihm Zugriff auf Parzellen, die er als Quereinsteiger nie hätte erwerben können.

Die Vinifikation folgt der Handschrift seiner Ausbildung: keine Reinzuchthefe, keine Enzyme, Vergärung mit den Hefen der Traube. Die Beeren gehen weitgehend ungequetscht in den Gärbehälter, wodurch ein Teil der Gärung intrazellulär abläuft – ein semi-carbonischer Effekt, der Frucht und Saftigkeit betont statt Extraktion. Ausgebaut wird 8 bis 10 Monate in kleinen, überwiegend neutralen Fässern, ohne Schwefelzugabe während des Ausbaus; geschwefelt wird nur minimal bei der Füllung. Sein Credo dazu ist knapp: das Terroir schlägt die Technik.

Im Glas

Helles, klares Rubinrot. In der Nase Himbeere, rote Johannisbeere und Kirsche, dazu ein floraler Ton und die feine Würze, die aus der Ganzbeerenvergärung kommt – kein Fassaroma, weil kaum neues Holz im Spiel ist. Am Gaumen saftig und geradlinig, feinkörniges Tannin, ein pfeffriger Zug im Mittelteil und die kalkige Salzigkeit des Mergeluntergrunds im Abgang. Der Wein setzt auf Trinkfluss statt auf Dichte.

Maranges wurde erst 1989 als eigene AOC anerkannt – die südlichste Appellation der Côte de Beaune ist jünger als der Ruf ihrer Nachbarn.

Bei 14 bis 16 °C servieren, also spürbar kühler als Zimmertemperatur. Eine kurze Karaffierung oder eine halbe Stunde im Glas tut dem Wein gut, besonders in der Jugend. Trinkreif ab sofort, mit Entwicklung über die nächsten sechs bis acht Jahre – bei geringer Schwefelung empfiehlt sich konstant kühle Lagerung.

Am Tisch

Zu Geflügel und Perlhuhn, zu Kalbsbraten, zu Charcuterie und Terrinen, zu Pilzgerichten mit Steinpilzen oder Pfifferlingen. Auch zu gebratenem Thunfisch und zu Ziegenkäse aus dem Charolais. Ein Wein für den Alltag am guten Tisch, nicht für den Anlass – und einer, bei dem die Serviertemperatur mehr ausmacht als die Glasform.


Produzent Maxime Crotet, Négociant-Vinificateur, Beaune
Rebsorte Pinot Noir
Lage La Fussière, Cheilly- und Dezize-lès-Maranges
Klassifikation Maranges 1er Cru · AOC seit 1989 · Côte de Beaune
Jahrgang 2025
Vinifikation Spontangärung · ungequetschte Beeren · semi-carbonischer Einfluss · keine Enzyme
Ausbau 8–10 Monate in kleinen, überwiegend neutralen Fässern · kein SO₂ im Ausbau
Schwefelung Minimal bei der Füllung
Trinkempfehlung 2026–2033
Boden Blauer Ton und Mergel mit Kalksteinschutt, fossilreich
Höhenlage 240–400 m, süd- bis südostexponiert

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Weine

Kissinger-Bähr 0 Ohm weiß 2024 BIO

Weißwein · Rheinhessen (Rheinischer Landwein) · Chardonnay & Weißburgunder

Chardonnay & Weißburgunder 0 Ohm weiß Kissinger-Bähr Uelversheim & Rheinfront · Rheinhessen Löss/Lehm & Kalkstein spontan · biodynamisch 225- & 500-l-Holzfass · ~10 Mon. Hefe BIO (DE-ÖKO-039) · 2024

Der Kissinger-Bähr „0 Ohm" weiß 2024 ist eine Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder – zwei Rebsorten, die sich perfekt ergänzen. Ein feingliedriger, präziser Wein mit Druck und Zug: geradlinig, kompromisslos, kein Schnickschnack. 0 Ohm.


0 Ohm – Cuvée aus zwei Herkünften

Das Weingut Kissinger-Bähr zählt zu den jungen, puristischen Adressen Rheinhessens. Biologisch und biodynamisch bewirtschaftet, entstehen hier geradlinige, herkunftsgetreue Weine, die auf Klarheit und Präzision statt auf Effekt setzen. „0 Ohm" – der elektrische Widerstand null – steht sinnbildlich für diesen kompromisslosen, unverfälschten Stil.

Der Weißburgunder stammt aus Uelversheim, geprägt von Löss und Lehm, und bringt Kraft, Dichte und Struktur ins Glas. Der Chardonnay wächst auf Kalksteinböden entlang der Rheinfront und sorgt für Frische, Salzigkeit und Eleganz. Zusammen ergeben sie ein harmonisches Spannungsfeld aus Herkunft, Charakter und Balance.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Säure. Die kühl geprägten Kalk- und Lössböden und der minimalistische, herkunftsbetonte Stil des Weinguts bewahrten Frische, Salzigkeit und Präzision – Kraft und Spannung im Gleichgewicht.

Assemblage und Ausbau

Trockene Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder, Jahrgang 2024; Weißburgunder aus Uelversheim (Löss/Lehm), Chardonnay von der Rheinfront (Kalkstein).

Der Wein wird spontan vergoren, biodynamisch bewirtschaftet und ohne Zusätze ausgebaut. Die Reife erfolgt über rund zehn Monate auf der Hefe in 225- und 500-Liter-Holzfässern. Abgefüllt wird unfiltriert und nur minimal geschwefelt – ein bewusst puristischer Ausbau, der Herkunft und Struktur in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Eine Cuvée von klarer Herkunft und feiner Spannung: Chardonnay bringt Zitrus, weißen Pfirsich und eine kalkig-salzige Frische, der Weißburgunder Kraft, gelbe Frucht und cremige Dichte. Am Gaumen feingliedrig und präzise, mit spürbarem Druck und Zug, einer dezenten Textur aus dem Holzfassausbau und einem langen, geradlinigen, salzig-mineralischen Nachhall.

Zitrus, weißer Pfirsich und gelbe Frucht über kalkig-salziger Frische – feingliedrig und präzise, mit Druck und Zug, feiner Holztextur und langem, geradlinigem Nachhall.

Ein präziser, herkunftsbetonter Weißwein mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Uelversheim (Löss/Lehm) und Rheinfront (Kalkstein), Rheinhessen
Klassifikation: Rheinischer Landwein (trocken); Cuvée aus Chardonnay und Weißburgunder
Ausbau: Spontangärung, biodynamisch, ohne Zusätze; ~10 Monate auf der Hefe in 225- und 500-l-Holzfässern; unfiltriert, minimal geschwefelt; DE-ÖKO-039

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Länder/Regionen

Sylvain Bzikot Puligny-Montrachet blanc 2022

Weißwein · Puligny-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Puligny-Montrachet AOC Côte de Beaune 2022 kalksteinreiche Böden

Der Puligny-Montrachet Blanc 2022 von Sylvain Bzikot ist ein puristischer, sehr eleganter und feiner Chardonnay aus einer der berühmtesten Weißwein-Gemeinden der Côte de Beaune. Salzige Mineralität und packende Frische prägen diesen Wein.


Puligny-Montrachet – Heimat großer Weißweine

Puligny-Montrachet ist ein Dorf an der Côte de Beaune, weltberühmt für seine Chardonnay-Weißweine. Hier liegen vier Grand Crus und 17 Premier Crus. Die kalksteinreichen Böden und das spezifische Klima verleihen den Weinen eine feine Mineralität und feste Struktur, die sie von den Nachbarn Chassagne-Montrachet und Meursault unterscheidet.

Das kontinentale Klima mit warmen Sommern und kühlen Wintern verlangt wegen des frühen Frühlings und der Frostgefahr besondere Aufmerksamkeit. Die Domaine Bzikot Père & Fils hat ihren Sitz in Puligny-Montrachet.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven. Die Lese begann sehr früh, schon im August.

Für die weißen Burgunder steht 2022 für reife Frucht bei überraschender Frische und Energie – ein gesunder, gehaltvoller Jahrgang, der zur puristischen Art dieses Puligny passt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Der Wein reift im Holzfass auf der Hefe, im Stil der Domaine – auf Balance zwischen Frucht, mineralischer Linie und feiner Säure ausgerichtet.

Im Glas

In der Nase reifes Kernobst, frische Sauerteigbrotrinde, Limette und ein Hauch gerösteter Edelnüsse. Am Gaumen treten salzige Elemente, karges Gestein, saftiger Pfirsich und feine Hefenoten hervor – packend, spannend und vibrierend.

Salzige Mineralität, karges Gestein und saftiger Pfirsich – ein puristischer Puligny-Montrachet, vibrierend am Gaumen.

Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Krustentiere, Hummer, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu reifer Weichkäse. Ein Wein für die große weiße Küche.


Lage: Puligny-Montrachet (Côte de Beaune); kalksteinreiche Böden
Klassifikation: Puligny-Montrachet AOC
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau auf der Hefe

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2014

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2014

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2014 ist ein fruchtig-floraler und mineralischer Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – feiner und eleganter als die maskulinere Sur-Echalas-Lage, aus Ganztrauben vinifiziert.


The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District

Der drei Acre kleine, 2009 gepflanzte Syrah-Weinberg liegt neben Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.

Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2014 – Walla Walla Valley

2014 war in Washington ein warmer, reifer Jahrgang mit vollreifen, gesunden Trauben. Horsepower bewahrt dennoch eine kühle Eleganz: Mit nur 13,00 % Alkohol bleibt der Wein frisch, fein und geradlinig.

Das Ergebnis ist eine besonders fruchtbetonte, florale Lesart des Tribe Vineyard – elegant und delikat statt schwer.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2014.

Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach astrologischem Kalender und ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet; namensgebend sind die Zugpferde. Der 2014er wurde zu 100 % als Ganztraube vergoren und in neutralen Puncheons ausgebaut – schonend, ohne prägende Holznote.

Im Glas

Heller in der Farbe, aromatisch und ausdrucksstark: Brombeere und schwarze Kirsche treffen auf Veilchen, Rosenblätter, Pfeffer und Erde, dazu savory Noten von Lagerfeuer, schwarzer Oliventapenade, Meersalz, gepökeltem Fleisch, Nori und Umami. Am Gaumen weich, geschmeidig und fokussiert, mit feinem Tannin und saftiger Säure – alles auf Delikatesse angelegt, mit langem, salzigem Abgang.

Fruchtig-floral und doch savory – auf Delikatesse angelegt, mit feinem Tannin und salzigem Abgang.

Profitiert von etwas Luft oder Kellerung; heute trinkreif, mit weiterem Potenzial. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu marokkanisch gewürztem Lamm, gegrilltem Fleisch, Spareribs oder gereiftem Hartkäse. Ein würziger, savory Begleiter für herzhafte Gerichte.


Lage: The Tribe Vineyard (gepflanzt 2009), Rocks District of Milton-Freewater, Walla Walla Valley (USA); Basalt-Gerölle, ultra-dichte Pflanzung
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA, Syrah (trocken)
Ausbau: Syrah; Pferdezug, 100 % Ganztrauben, neutrale Puncheons

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Rebsorten

Martin Waßmer Dottinger Castellberg Pinot Noir GC 2018

Wein · Rotwein · Baden · Deutschland

Waßmer Dottinger Castellberg Pinot Noir GC 2018 ist ein ausgezeichneter Lagen-Spätburgunder mit Potenzial. Purpurfarben mit violetten Reflexen, zeigt er sehr elegante, klassische Aromen und einen saftigen, fein gewürzten Gaumen.


Baden / Dottinger Castellberg

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Der Pinot Noir aus dem Dottinger Castellberg wächst auf terrassierten Steillagen mit Trockenmauern, auf kalkhaltigen Böden aus Kalkmergel, Kalkverwitterung und Teilen aus Konglomeratgestein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Spätburgunder (Pinot Noir) in der Spitzenkategorie GC. Der Ausbau im Holzfass verleiht dem Wein elegante Würze und Struktur, ohne die klassische Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Purpurfarben mit dezenten violetten Reflexen. In der Nase sehr elegante, klassische Aromen mit dezenten Anklängen von Süßkirsche, Himbeere und Sauerkirsche, dazu feine Röstaromen im Hintergrund. Am Gaumen saftig, mit reifer Beerenfrucht, Kirscharomen und eleganter Holzwürze; gutes Reifepotenzial.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.

Passt zu: Kurzgebratenem, Gegrilltem und Geschmortem, kräftigem Geflügel und gereiftem Käse.


Lage: Baden, Markgräflerland – Dottinger Castellberg (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Lagenwein (GC) – 100 % Spätburgunder (Pinot Noir), trocken
Ausbau: Holzfassausbau; terrassierte Kalksteillage (Kalkmergel, Konglomeratgestein)
Jahrgang: 2018

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Weine

Dr. Bürklin Wolf Reiterpfad Ruppertsberg Riesling trocken GC 2025 BIO

Weißwein · Ruppertsberg, Pfalz · Riesling

100 % Riesling Reiterpfad – In der Hohl Ruppertsberg Spontangärung Doppelstück-Holzfass Biodyvin seit 2005, DE-ÖKO-003

Reiterpfad G.C. 2025 trägt auf dem Etikett einen Lagennamen, der weniger verrät, als er könnte. Der Wein stammt aus der Parzelle „In der Hohl" – einem von nur zwei Bereichen innerhalb der 88 Hektar großen Einzellage Reiterpfad, die der VDP als Große Lage führt. Dass Dr. Bürklin-Wolf darauf verzichtet, das aufs Etikett zu schreiben, hat einen Grund: Aus genau dieser Parzelle kam schon der erste Reiterpfad G.C. des Guts im Jahr 1994.


In der Hohl – Sand, Kalkgeröll und der Windschatten des Pfälzerwalds

Der Reiterpfad ist keine spektakuläre Lage. Er liegt zwischen 130 und 190 Metern, fällt nur sanft ab und hat keine der steilen Hangkanten, mit denen sich große Weinberge sonst legitimieren. Seine Qualität kommt aus zwei anderen Richtungen. Die erste ist meteorologisch: Nach Westen steigt das Gelände zum Pfälzerwald an, und die Lage liegt in dessen Lee – geschützt vor Niederschlägen, entsprechend trocken und warm. Die zweite ist geologisch. Der Oberboden besteht aus sandigem Lehm und steindurchsetztem Sand, am Rand der Haardt vor allem aus Buntsandstein. Dazwischen liegt Kalkgeröll, und dieser Kalk hat eine eigene Geschichte: Er stammt aus einer älteren Ablagerungsscholle aus Sanden, Tonen und den Kalkschalen abgestorbener Kleinstlebewesen, die durch die langsame Hebung des Haardtgebirges wieder an die Oberfläche kam. Erosion und Verwehungen haben daraus ein kleinteiliges Bodenmosaik gemacht.

Für den Riesling bedeutet diese Mischung etwas anderes als auf den schwereren Lehmböden der Nachbarschaft. Der leichte, sandige Boden entwässert schnell und bremst die Wuchskraft; er produziert keine Wucht, sondern eine schlanke, geradlinige Anlage. Der Kalk darin liefert das Gegengewicht – Salz, Griff und die feste Mitte, ohne die ein Wein von so leichtem Untergrund auseinanderfiele. Der Name des Weinbergs führt weit zurück: Er geht auf einen römischen Heerpfad an der Kreuzung zweier Römerstraßen zurück und taucht im 15. Jahrhundert erstmals als „im Rutterpfade" auf. Die Rebanlage, aus der dieser Wein stammt, wurde 2004 neu gepflanzt; seit dem Jahrgang 2014 füllt das Gut den Reiterpfad wieder als eigenständigen G.C. ab.

Jahrgang 2025 – Pfalz

Nach mildem Winter und regenarmem Frühjahr trieben die Reben etwas später aus als im langjährigen Mittel; Spätfrost blieb die Ausnahme. Der Sommer war sehr heiß und sehr trocken, der Pilzdruck außergewöhnlich niedrig – ein Jahr, in dem biodynamische Arbeit mit ihrem knappen Instrumentarium nicht an Grenzen stieß. Die Beeren blieben klein und konzentrierten sich aromatisch. Für eine Lage wie den Reiterpfad, die im Regenschatten des Pfälzerwalds liegt und auf leichtem, schnell entwässerndem Sand steht, war dabei entscheidend, dass ab Mitte Juli flächendeckende Niederschläge einsetzten. Hier wirkten sie deutlicher als auf den lehmigeren Nachbarlagen mit größerem Wasserspeicher.

Danach ging es schnell. Mitte August erreichten die Frühsorten Qualitätsweinniveau, Ende August begann die Lese, und die Hitze der ersten Septembertage schob die Reife mehrerer Sorten gleichzeitig voran. Die ab Mitte September einsetzenden Regenfälle brachten örtlich Botrytis und erzwangen zügiges Arbeiten; um den 23. September war die pfälzische Lese abgeschlossen, so früh wie selten zuvor. Mengenmäßig ist 2025 ein kleiner Jahrgang: rund 1,8 Millionen Hektoliter für das Gebiet, etwa 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, die Erträge vielfach 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahr. Was in den Keller kam, waren kleine Beeren mit hohen Mostgewichten und ausgewogenen Säurewerten.

Spontangärung und Doppelstück

Bürklin-Wolf bewirtschaftet seine rund 85 Hektar in Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg ausschließlich selbst und kauft grundsätzlich keine Trauben zu. Die Umstellung auf biologisch-dynamische Arbeit begann Anfang der 2000er-Jahre und ist seit 2005 zertifiziert; das Gut war der erste deutsche Betrieb in der französischen Vereinigung Biodyvin. Die gutseigene Pyramide aus Village, P.C. und G.C. stützt sich auf die königlich-bayerische Lagenklassifikation von 1828 und war Mitte der 1990er-Jahre der Ausgangspunkt für vieles, was der VDP später als Großes Gewächs formalisiert hat.

Im Keller bleibt die Handschrift bei den Grands Crus immer dieselbe: temperaturkontrollierte Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, danach Ausbau im Doppelstück-Holzfass. Bei diesem Fassvolumen ist die Holzoberfläche im Verhältnis zur Weinmenge so klein, dass kein Fasston entsteht – was bleibt, ist der langsame, geringe Sauerstoffkontakt, der die Phenolik glättet und Textur aufbaut. Gerade beim Reiterpfad ist das wichtig: Kellermeister Nicola Libelli beschreibt die Lage als einen Wein, der stets Zeit braucht, um aus sich herauszukommen.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. Die Nase gibt sich zunächst wenig preis und öffnet sich erst mit Luft: gelbe Steinfrucht, Zitrusschale, reifer Apfel, dazu eine kräutrige Lage darunter und ein steiniger, leicht rauchiger Ton. Am Gaumen zeigt 2025 die Dichte, die kleine Beeren mit sich bringen – der Wein hat mehr Extrakt als ein typischer Reiterpfad, bleibt aber der geradlinigste unter den Grands Crus des Guts. Die Säure wirkt reif und trägt statt zu stechen, und der Kalk im Untergrund liefert eine salzig-feste Kante, die den Wein zusammenhält. Der Abgang ist trocken, würzig und länger, als die zurückhaltende Nase erwarten lässt, mit einem leichten phenolischen Zug zum Schluss.

Ein flacher Weinberg, der seine Größe nicht über den Hang bezieht, sondern über das, was zehn Meter unter ihm liegt.

Am Tisch

Dieser Wein ist ein Essenswein, kein Aperitif – jung braucht er sowohl Luft als auch einen Teller. Er passt zu Zander und Saibling mit brauner Butter, zu Kalbsrücken, Bries und Geflügel mit Rahmsauce, zu Spargel mit Schinken, zu Hechtklößchen. Würzige Küche mit Zitrusgras, Ingwer und Korianderwurzel funktioniert ebenfalls, solange sie nicht scharf ist. Zum Käse gehören mittelalter Comté und Bergkäse dazu, keine Blauschimmel. Bei 11 bis 12 °C im großen Glas servieren und ihm eine Stunde geben oder karaffieren.


Lage: Ruppertsberg Reiterpfad, Parzelle „In der Hohl" (VDP.Große Lage Reiterpfad-In der Hohl; gutsintern G.C.); Einzellage insgesamt rund 88 ha, 130–190 m ü. NHN, flach hängig im Lee des Pfälzerwalds; sandiger Lehm und steindurchsetzter Sand mit Buntsandstein- und Kalkgeröll; Rebanlage 2004 gepflanzt
Klassifikation: Riesling trocken, Großes Gewächs (VDP.Große Lage); gutsinterne Klassifikation G.C. nach dem Kataster von 1828
Ausbau: Temperaturkontrollierte Spontangärung, Ausbau im Doppelstück-Holzfass; biologisch-dynamische Bewirtschaftung seit 2005, zertifiziert durch Biodyvin, DE-ÖKO-003

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