Restaurant Schloss Deidesheim – Deidesheim – Deutschland

Ein Pop-up der besonderen Art

Das Schloss Deidesheim ist ein historisches Anwesen im Herzen der Pfalz, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Ursprünglich als Wasserburg errichtet, diente es den Fürstbischöfen von Speyer als Verwaltungssitz und Residenz. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Schloss zahlreiche Umbauten und Zerstörungen, insbesondere während des Pfälzischen Erbfolgekriegs 1689 und der Französischen Revolution. Nach dem Wiederaufbau im 18. Jahrhundert wurde es zu einem barocken Schloss umgestaltet. Im 19. Jahrhundert erwarb die Familie Georg das Anwesen und errichtete darauf zwei Weingüter. Heute befindet sich das Schloss im Besitz der Familie Kern, die dort eine Weinstube, einen Schlosspark und ein Apartment betreibt (bald zwei). Das Anwesen verbindet historischen Charme mit pfälzischer Gastlichkeit und ist ein beliebtes Ziel für Besucher der Region. Zudem bietet das Schloss seit Mai 2025 ein Restaurant Pop Up was es kulinarisch und weintechnisch wirklich in sich hat.

Das Pop-up ist zunächst von Mai 2025 bis zum 31. Oktober 2025 terminiert und wird vom jungen Koch Joshua Leise sowie der Pfälzer/Münchner „Legende“ Simi Berst bespielt. Joshua Leise hat mit Stationen im Sylter Söl’ring Hof und bei Jan Hartwig in München bereits große Lehrmeister gehabt und sich im zarten Alter von 25 Jahren als jüngster Koch Deutschlands im Münchner Restaurant Mural seinen ersten Michelin-Stern erkocht.

Im Deidesheimer Schloss geht es allerdings deutlich rustikaler zu. Die sehr traditionelle Schlossküche wurde entschlackt und durch eine feine, modernisierte Variante ersetzt. Pfälzisch modern mit dem gewissen Etwas, so könnte man das Essen hier nun beschreiben.

Das Ganze findet in einem wundervollen Ambiente statt: bei gutem Wetter auf der Schlossterrasse, bei kühleren Temperaturen in den charmant-rustikalen Schlossräumen. Dazu gibt es aus einer ambitionierten Weinkarte leckere Schmankerl von Top-Winzern der Pfalz sowie großartige Tropfen aus aller Welt, allesamt mehr als fair kalkuliert.

Hier wird Pfälzer Lebensart zelebriert, die pure Lust am guten Leben. Hoffentlich wird dieses feine Pop-up auch in der nächsten Saison fortgeführt. Wir würden sehr gerne noch einmal kommen!

Rindertatar & Ochsenmark, Schnittlauchmayonnaise, Petersilie und Röstbrot / Weißer Spargel, Kopfsalat, Kapern, Zitrone / Gebeizte Lachsforelle, Käferbohnen, Zwiebeln und Senf / Pfefferrumsteak, Kartoffelpüree, Portugieser Butter, Gemüse der Saison / Kalbsbries, Kartoffelpüree, Albufera Sauce, Gemüse der Saison / Saumagen

Restaurant Schloss Deidesheim, Schlossstraße 4, 67146 Deidesheim, Deutschland, Telefon: +496326 96690, https://www.schloss-deidesheim.de/

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75

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Rebsorten

Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2022

Weißwein fruchtsüß · Saar · Riesling

Riesling Scharzhofberger Kabinett Saar · Wiltingen fruchtsüß 2022

Der Egon Müller Scharzhofberger Riesling Kabinett 2022 stammt aus der berühmtesten Lage der Saar – ein Musterbeispiel für filigranen Saar-Kabinett: fruchtsüß, rassig und von enormer Langlebigkeit. Ein klassischer Naturwein für die besonderen Momente.


Scharzhofberger – die legendäre Lage der Saar

Es gibt Weine, die nach angemessener Lagerung zur Legende werden – die Weine vom Weingut Egon Müller von der Saar gehören ohne Frage zu dieser seltenen Spezies. In der Jugend noch unnahbar, widerspenstig und verschlossen, entwickeln sie über die Jahre eine Rasse und Frische, wie sie nur selten in der Weinwelt zu finden ist. Hier wird ein klassischer Vinifikationsstil gehegt und gepflegt und mit einem über 100-jährigen Wissensschatz auf die Lagerfähigkeit der Weine geachtet.

Der Scharzhofberg bei Wiltingen ist die berühmteste Einzellage der Saar – so renommiert, dass die Weine, wie ein Grand Cru im Burgund, allein mit dem Lagennamen etikettiert werden. Egon Müller ist mit über acht Hektar im Kernstück größter Eigentümer und bewirtschaftet hier mehr als drei Hektar wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben. Die steilen, stark verwitterten blauen Devonschieferböden speichern die Wärme des Tages und geben sie langsam wieder ab – in Verbindung mit dem kühlen Saar-Klima entstehen Weine von außergewöhnlicher Spannung, filigraner Struktur und enormer Langlebigkeit.

Jahrgang 2022 – Saar

2022 war an der Saar ein warmer, sonnenreicher Jahrgang, der durch ausreichende Niederschläge zur richtigen Zeit balanciert wurde. Es entstanden reife, dennoch klar konturierte Rieslinge. Gerade im Kabinett-Bereich – dem filigransten Prädikat – zeigt der Scharzhofberger die typische Spannung zwischen reifer Frucht, dezenter Süße und rassiger Mineralität, getragen vom kühlen Klima und dem Schiefer der Lage.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2022, Prädikat Kabinett, fruchtsüß.

Streng selektive Handlese, klassische und behutsame Vinifikation ohne moderne Kellertechnik: Spontangärung mit eigenen Hefen im traditionellen Fuder (großes Eichenfass). Die Gärung wird auf natürliche Weise gestoppt, sodass ein Teil der natürlichen Fruchtsüße im Wein verbleibt – ein Naturwein voller natürlicher Restsüße.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase dicht, cremig und saftig: Weinbergspfirsich und Passionsfrucht treffen auf weiße Blüten, Zitrus und feinste Kräuter- und Mineralnoten. Am Gaumen filigran und vielschichtig, mit einer dezenten Süße, die von enorm lebhafter, rassiger Säure balanciert wird – er wirkt nie leicht und schon gar nicht schwer, sondern tanzt mit müheloser Eleganz über die Zunge.

Rasse, Frische und natürliche Restsüße – ein klassischer Egon Müller für die besonderen Momente im Leben.

Das verspielte, sehr lange Finale verweist auf die große Langlebigkeit; schon jung ein Genuss, doch wahre Größe entfaltet der Wein erst nach vielen Jahren Kellerreife. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Zu asiatischer Küche und leicht scharfen Gerichten, zu gebratenem Fisch und Geflügel, zu würzigem Weichkäse sowie als finessenreicher Solist.


Lage: Scharzhofberger, Wiltingen an der Saar (Deutschland); steile Südlage, stark verwitterter blauer Devonschiefer, über 100 J. alte wurzelechte Reben
Klassifikation: Mosel/Saar, Riesling Kabinett (Prädikatswein), fruchtsüß
Ausbau: Riesling; Handlese, Spontangärung im Fuder, natürliche Restsüße; klassisch-traditioneller Stil

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Rebsorten

Weingut Metzger Pinot Noir Am Hesselbrunnen Lagenwein 2022

Rotwein · Deutschland · Pinot Noir

Pinot Noir (Spätburgunder) Lagenwein · Deutschland (Pfalz) Einzellage Am Hesselbrunnen · kalkreich Romanée-Conti-Klone · Reben ab 2018 2022 · teils Leroy-Fass / neues Barrique

Der Pinot Noir Am Hesselbrunnen 2022 des Weinguts Metzger ist ein spektakulärer deutscher Spätburgunder. Schon der Jungfernjahrgang aus der kargen, kalkreichen Einzellage Mühlheim am Hesselbrunnen zählt zu den besten Rotweinen, die je in Deutschland erzeugt wurden – das Rebmaterial stammt von Klonen der Romanée-Conti.


Am Hesselbrunnen – Kalk und Romanée-Conti-Klone

Die Einzellage Mühlheim am Hesselbrunnen ist von kargen, kalkreichen Böden geprägt – eine ideale Basis für mineralischen Spätburgunder. Die Pinot-Noir-Reben wurden erst 2018 gepflanzt und sind noch jung; das Rebmaterial stammt von Klonen aus der wohl berühmtesten Weinlage der Welt, der Romanée-Conti im Burgund.

Das Weingut Metzger keltert hier seinen Jungfernjahrgang 2022 – ein Ergebnis, das die Familie und ganz Deutschland aufhorchen ließ.

Jahrgang 2022 – Deutschland

2022 war in Deutschland ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang mit gesunder, reifer Ernte.

Für die deutschen Rotweine steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei guter Frische – ein herausragender Jahrgang, besonders für Spätburgunder.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von 2018 gepflanzten Reben (Romanée-Conti-Klone).

Der Ausbau erfolgte teils in einem gebrauchten Fass der Domaine Leroy, teils in einem neuen Barrique aus bester französischer Eiche.

Im Glas

Im Duft verführerisch und wild: eingemaischte rote Früchte, Zeder, wilde Sauerkirschen, ein Hauch Veilchen und dezente Würze, ständig im aromatischen Wandel. Am Gaumen ein ganz großer Rotwein – Frucht, Säure und Holz fein verschmolzen, ein Rausch aus Frische, Tiefe, Erde und Länge: kraftvoll, elegant und majestätisch zugleich.

Eingemaischte rote Frucht, Zeder und wilde Sauerkirsche – ein Rausch aus Frische, Tiefe und Länge, kraftvoll und elegant.

Schon jung faszinierend, mit Potenzial für einige Jahre Reife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Ente und Wild, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter, zugleich kraftvoller Begleiter für den besonderen Anlass.


Lage: Mühlheim am Hesselbrunnen (Einzellage), Deutschland (Pfalz); karger, kalkreicher Boden; Reben ab 2018 (Romanée-Conti-Klone)
Klassifikation: Lagenwein (Deutschland)
Ausbau: Pinot Noir; teils gebrauchtes Fass (Domaine Leroy), teils neues Barrique (französische Eiche)

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Rebsorten

Henri Bourgeois Quincy blanc

Weißwein · Quincy · Sauvignon Blanc · Loire

Henri Bourgeois Quincy Blanc ist ein Sauvignon Blanc aus der Appellation Quincy an der Loire. Aus Schwemmkiesel- und Sandböden entwickelt er typische Aromen von weißen Blüten und Zitrusfrüchten. Im Glas süffig und frisch.


Quincy

Quincy liegt im Centre-Loire, westlich von Bourges, und ist eine der klassischen Sauvignon-Blanc-Appellationen der Loire. Die Schwemmkiesel- und Sandböden verleihen dem Wein seine süffige Frische und florale Aromatik.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau stellt die frische, florale Frucht des Quincy-Terroirs in den Vordergrund.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase typische Aromen von weißen Blüten und Zitrusfrüchten. Am Gaumen süffig und frisch, mit klarer Frucht. Der Abgang ist saftig und animierend.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Ziegenkäse, Fisch und Salate.


Lage: Quincy, Centre-Loire (Frankreich); Schwemmkiesel/Sand
Klassifikation: Quincy AOC
Ausbau: Sauvignon Blanc, fruchtbetonter Ausbau

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Frankreich

Clavel Cotes-du-Rhone Regulus rouge

Rotwein · Côtes-du-Rhône AOC · Rhône-Cuvée

60 % Grenache · 30 % Syrah · 10 % Marselan Saint-Gervais · Gard rechtes Rhôneufer Ton, Kies und Sand Vinifikation nach Sorte und Parzelle ohne prägenden Holzeinsatz

Domaine Clavel Régulus Côtes-du-Rhône Rouge ist eine saftige Cuvée aus Grenache, Syrah und Marselan von den Lagen rund um das Dorf Saint-Gervais am rechten Rhôneufer. Jede Sorte und jede Parzelle wird getrennt vinifiziert und erst danach assembliert. Claire Clavel führt das Gut. Ein vollmundiger, kräftiger Côtes-du-Rhône – intensiv fruchtig, mit Struktur und Biss.


Saint-Gervais – Eingangstor zum Cèze-Tal

Saint-Gervais liegt im Gard am rechten Ufer der Rhône, dort wo die Cèze aus den Cevennen kommend in die Rhône-Ebene tritt. Der Ort ist einer der wenigen mit eigener Nennung in den Côtes du Rhône Villages – ein Hinweis darauf, dass hier mehr möglich ist als der Durchschnitt der Appellation. Die Rebflächen liegen auf einem windigen Plateau über dem Fluss.

Die Böden sind uneinheitlich: Ton, Kies und Sand wechseln sich kleinräumig ab. Der Ton speichert Wasser für den trockenen Sommer, Kies und Sand entwässern und wärmen. Zusammen mit der Höhe des Plateaus und dem Mistral, der nach jedem Regen abtrocknet und die Nächte kühlt, ergibt das Weine mit mediterraner Würze, aber einer Frische, die der südlichen Rhône sonst leicht abgeht.

Die Familie Clavel ist seit dem 17. Jahrhundert in Saint-Gervais ansässig; das Weingut in heutiger Form wurde 1934 gegründet und umfasst rund 80 Hektar. Claire Clavel führt es in der jüngsten Generation. Die Cuvées des Hauses tragen Himmelsnamen – neben Régulus, dem hellsten Stern im Löwen, stehen Syrius, Clair de Lune und Éclipse im Sortiment.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint rund 60 % Grenache, 30 % Syrah und 10 % Marselan. Grenache liefert Fülle, rote Frucht und Wärme, Syrah die dunkle Frucht, Pfeffrigkeit und das Gerüst. Marselan ist der ungewöhnliche Baustein: eine 1961 gezüchtete Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Grenache, in der südlichen Rhône erst seit wenigen Jahrzehnten zugelassen. Sie bringt kleine, dickschalige Beeren, viel Farbe und feinkörniges Tannin – genau das, was einer Grenache-lastigen Cuvée sonst fehlt.

Vinifiziert wird nach Sorte und nach Parzelle getrennt; assembliert wird erst, wenn die Einzelweine fertig sind. Damit legt der Kellermeister das Verhältnis nach dem tatsächlichen Ergebnis des Jahres fest statt nach Rezept. Der Ausbau bleibt ohne prägenden Holzeinsatz – Régulus ist im Sortiment der Wein für die Frucht, nicht der für die Fassreife.

Im Glas

Tiefes Rot mit karminfarbenem Rand. In der Nase intensiv fruchtig, mit Kirsche, roten Beeren und Süßholz, dahinter eine kakaoartige Note. Am Gaumen vollmundig und kräftig, mit viel Struktur und Biss, ohne dass das Tannin hervortritt. Der Abgang ist saftig und lang.

Jede Sorte, jede Parzelle einzeln vergoren – die Assemblage entscheidet erst, wenn die Weine fertig sind.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde offen im Glas genügt. Über die nächsten Jahre zu trinken, solange die Frucht trägt.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Lamm, Schmorgerichte und mediterrane Küche. Der Marselan-Anteil trägt auch Kräftigeres – Daube provençale, Merguez, Ratatouille mit Röstaromen, Ziegenkäse vom Grill.


Produzent Domaine Clavel, Claire Clavel, Saint-Gervais (Gard)
Rebsorte rund 60 % Grenache, 30 % Syrah, 10 % Marselan
Lage Saint-Gervais, rechtes Rhôneufer am Eingang des Cèze-Tals · Ton, Kies und Sand auf windigem Plateau
Klassifikation Côtes-du-Rhône AOC · Rouge · trocken
Vinifikation getrennte Vinifikation nach Sorte und Parzelle · Assemblage nach der Gärung
Ausbau ohne prägenden Holzeinsatz
Trinkempfehlung jetzt bis in die nächsten Jahre

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Spanien

Matsu La Jefa blanco 2022

Weißwein · D.O. Toro · Malvasía castellana

D.O. Toro Malvasía castellana Reben 50–150 Jahre Handlese Spontangärung 14 Monate 600-l-Fass

Matsu La Jefa 2022 ist der einzige Weißwein von Bodega Matsu, dem Toro-Projekt der Vintae-Gruppe. Er stammt von weißen Einzelstöcken, die verstreut zwischen alten Tinta-de-Toro-Reben stehen. Die ältesten sind bis zu 150 Jahre alt und wurzeln in Sand. Der Most gärt mit eigenen Hefen im neuen 600-Liter-Fass und bleibt dort 14 Monate auf der Feinhefe.


Weiße Altreben im Rotweinland Toro

Toro am Duero, zwischen Zamora und Valladolid, gilt als Rotweingebiet. Die Tinta de Toro dominiert mit großem Abstand. Bei der Lese 2023 kamen über 20 Millionen Kilo Tinta de Toro in die Keller, von der Malvasía castellana nur rund 699.000 Kilo. Reine Weißweinparzellen gibt es kaum. Deshalb sammelt Matsu für La Jefa einzelne weiße Stöcke, die in alten Rotweinweinbergen mitgepflanzt wurden. Das Alter dieser Reben liegt zwischen 50 und 150 Jahren. Ein Teil davon ist wurzelecht und stammt aus der Zeit vor der Reblaus.

Dass es solche Stöcke noch gibt, liegt am Boden. Die Weinberge liegen auf 600 bis 750 Metern Höhe auf kargen, sandigen Böden mit hohem Anteil an Granitgeröll. Im lockeren Sand kann sich die Reblaus schlecht ausbreiten. Die Reben stehen traditionell als freistehende Buschreben (en vaso) ohne Drahtrahmen. Das Klima ist streng kontinental. Es fallen nur 350 bis 400 mm Regen im Jahr, die Winter sind frostig, die Sommer heiß, und die Nächte kühlen stark ab. Pilzdruck ist in dieser Trockenheit gering. Behandlungen im Weinberg bleiben deshalb die Ausnahme, gearbeitet wird von Hand nach toresanischer Tradition.

Die Malvasía castellana ist mit der Malvasía aus dem Mittelmeerraum nicht verwandt. Ampelographisch entspricht sie der nordwestspanischen Doña Blanca. Die Sorte bringt wenig Primäraroma, aber Körper und Extrakt mit. Ihre Stärke zeigt sie im Holzausbau und bei langem Hefekontakt.

Jahrgang 2022 – Toro

2022 war in Spanien ein Extremjahr mit sechs Hitzewellen und anhaltender Dürre. In Toro unterbrachen die Reben im Hochsommer kurz ihr Wachstum. Der Kontrollrat rechnete zunächst mit einem Mengenverlust von rund 20 Prozent. Im September kam die Wende: Regen und fallende Temperaturen ließen die Trauben gleichmäßig ausreifen. Das Lesegut war völlig gesund.

Matsu las die Trauben für La Jefa vom 12. bis 14. September 2022 von Hand. Die D.O. Toro schloss den Jahrgang mit 24.648.572 Kilo Trauben ab. Das ist ein Rekord, 5,35 Prozent über 2021 und deutlich über dem Mittel der Vorjahre von 19,1 Millionen Kilo. Bei der offiziellen Jahrgangsbewertung auf der Feria del Vino de Toro 2023 stuften mehr als 50 Verkoster 2022 als „Excelente" ein.

Maischestandzeit, Spontangärung, Bocoy

Die ganzen Trauben liegen vier Stunden mit den Schalen im Most. So gehen Phenole und Gerbstoffe über, die dem Wein später Griff geben. Danach wird schonend gepresst. Der Most klärt ohne Schönungsmittel über statisches Absetzen. Die Gärung startet spontan mit den Hefen aus Weinberg und Keller. Sie läuft in neuen, leicht getoasteten Fässern aus französischer Eiche mit 600 Litern Inhalt, in Spanien „Bocoy" genannt.

Im Verhältnis zum Volumen hat ein 600-Liter-Fass deutlich weniger Holzfläche als eine Barrique mit 225 Litern. Der Wein nimmt dadurch Textur und Würze auf, ohne dass die Eiche den Charakter übernimmt. Im selben Fass reift La Jefa 14 Monate auf der Feinhefe. Der Name der Bodega kommt aus dem Japanischen: Matsu heißt „warten". Vintae gründete das Projekt 2005 mit den Rotweinen El Pícaro, El Recio und El Viejo, die für Jugend, Reife und Alter stehen. La Jefa kam mit dem Jahrgang 2018 hinzu. Der Wein ist den Frauen gewidmet, die in Toro seit Generationen die Weinberge bewirtschaften. Das Etikettenfoto stammt von der Modefotografin Bèla Adler.

Im Glas

Die Bodega beschreibt La Jefa als strohgelb mit grauem Schimmer. In der Nase zeigen sich reifes Kernobst, Vanille aus dem Fass, cremige Noten und ein Hauch Anis. Am Gaumen ist der Wein dicht und glyzerinreich, die Säure hält ihn im Gleichgewicht. (Verkostungsnotiz: Bodega Matsu.)

Sandboden und Altreben geben Dichte, die kühlen Septembernächte 2022 die Frische, 14 Monate Feinhefe den Schmelz.

Die vier Stunden Schalenkontakt bringen einen feinen Gerbstoffzug, der den breiten Körper strafft. Das Granitgeröll zeigt sich als leicht herbe, steinige Note im Abgang. Der späte Septemberregen hat die Säure bewahrt, die in Hitzejahren oft verloren geht. So ist La Jefa üppig, aber nicht schwer.

Am Tisch

La Jefa braucht Speisen mit Fett und Röstaromen. In Toro passt gereifter Queso Zamorano aus Schafmilch. Außerdem gut: Kalbsbries in brauner Butter, Stubenküken aus dem Ofen, Seeteufel mit Beurre blanc oder ein Pilzrisotto mit Parmesan. Auch zu Bacalao al pil-pil hält er mit. Am besten bei 10 bis 12 °C in einem großen Burgunderglas servieren. Eine halbe Stunde Luft vorab öffnet Frucht und Holz.


Erzeuger: Bodega Matsu (Vintae), Toro, Zamora
Lage: Einzelstöcke weißer Sorten in alten Rotweinweinbergen der D.O. Toro, 50–150 Jahre, teils wurzelecht
Jahrgang: 2022, Handlese 12.–14. September
Vinifikation: 4 Stunden Maischestandzeit, schonende Pressung, statische Vorklärung, Spontangärung mit eigenen Hefen im neuen 600-l-Fass
Ausbau: 14 Monate auf der Feinhefe in neuen 600-l-Bocoyes aus französischer Eiche, leicht getoastet; Handarbeit im Weinberg, minimale Intervention
Boden: Karger Sand mit hohem Anteil an Granitgeröll

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Whisky

Cotswolds Single Malt Whisky

Whisky · Single Malt · England

Cotswolds Single Malt Whisky ist der erste Single Malt der Cotswolds Distillery im Süden Englands. Die Zutaten stammen von lokalen Farmen, die Herstellung folgt traditionellen Methoden. Gereift in Ex-Bourbon- und Ex-Rotweinfässern, ist er weder kühlfiltriert noch gefärbt. Pfirsich, Honig und dunkle Früchte prägen den Charakter.


Herkunft

Die Cotswolds Distillery liegt in der für ihre natürliche Schönheit bekannten Region Cotswolds im Süden Englands. Die Zutaten stammen von lokalen Farmen, alle Produkte werden nach traditionellen Methoden hergestellt.

Herstellung und Reifung

Der Whisky reifte etwas mehr als drei Jahre in First-Fill-Ex-Bourbon-Fässern (30 %) und Ex-Rotweinfässern (70 %). Er ist weder kühlfiltriert noch gefärbt und wird. abgefüllt.

Im Glas

In der Nase Pfirsich und Aprikose, dazu Honig und Marzipan. Am Gaumen recht ölig mit feiner Süße; die Rotweineinflüsse sind deutlich erkennbar, ergänzt um dunklen Zucker und Gewürze. Im langen Abgang Anklänge von dunklen Früchten und Sirup.

Zum Genuss

Pur oder mit wenigen Tropfen Wasser genießen, das die Aromen öffnet.

Klassische Begleitung: pur als Digestif, zu dunkler Schokolade, Trockenfrüchten oder gereiftem Käse.


Herkunft: Cotswolds, England
Art: Single Malt Whisky.
Reifung: über 3 Jahre, Ex-Bourbon (30 %) & Ex-Rotwein (70 %), unfiltriert/ungefärbt

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Rebsorten

Gran Maestro Rosso Puglio Appassimento

Rotwein · Puglia · Salento · Appassimento · Italien

Cielo e Terra Gran Maestro Rosso Appassimento ist eine dunkelrote Cuvée aus Sangiovese- und Primitivo-Trauben aus dem Salento in der Region Puglia. Nach der Appassimento-Methode aus angetrockneten Trauben gewonnen, besticht er durch ein Potpourri an roten Früchten. Im Glas vollmundig, weich und rund.


Salento (Puglia)

Der Salento bildet die südliche Spitze der Region Puglia (Apulien). Das warme, mediterrane Klima und die sonnenverwöhnten Lagen bringen vollreife, fruchtbetonte Rotweine hervor. Sangiovese und Primitivo finden hier ideale Bedingungen.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sangiovese und Primitivo und wird nach der Appassimento-Methode erzeugt: Die Trauben werden vor der Gärung angetrocknet, was Konzentration, Fülle und reife Frucht verstärkt. Das Ergebnis ist ein vollmundiger Wein mit milden Tanninen.

Im Glas

Dunkles Rot. In der Nase ein Potpourri an roten Früchten. Am Gaumen weich und rund, getragen von reifen Primäraromen, mit vollem Körper, milden Tanninen und guter Balance. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Pasta mit kräftigen Saucen, Schmorgerichte und mittelreifer Käse.


Lage: Salento, Puglia (Italien)
Klassifikation: Puglia IGT/IGP – Rosso (Appassimento)
Ausbau: Sangiovese/Primitivo, Appassimento (angetrocknete Trauben)

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Weine

Claus Preisinger Fruitloops rot 2022 BIO

Rotwein · Cuvée · Burgenland · Naturwein · Bio

Claus Preisinger Fruitloops Rot ist ein Bio-Naturwein und eine Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet Franc und Syrah. Ein Teil wurde auf der Maische vergoren, ein Teil reifte in der Amphore mit etwas Flor. Ein saftiger, fruchtbetonter und eigenständiger Wein. Im Glas leicht, frisch und trinkfreudig.


Burgenland

Claus Preisinger hat seinen Sitz in Gols im Burgenland (Österreich) und zählt zu den profiliertesten Naturwein-Erzeugern des Landes. Die Reben profitieren vom pannonischen Klima und den vielfältigen Böden der Region. Der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle AT-BIO-402).

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Blaufränkisch, Cabernet Franc und Syrah. Ein Teil wird auf der Maische vergoren, ein Teil reift in der Amphore mit etwas Flor – ein naturnaher Ausbau, der dem Wein Frische, Frucht und eine eigenständige Textur verleiht.

Im Glas

Helles Rot. In der Nase saftige rote Frucht, Beeren und ein feiner würziger Ton. Am Gaumen leicht, frisch und fruchtbetont, mit feinen Tanninen und einer dezenten, vom Flor geprägten Note. Der Abgang ist saftig.

Am Tisch

Bei rund 14–16 °C, leicht gekühlt servieren. Ein vielseitiger, geselliger Rotwein.

Klassische Begleitung: Charcuterie, Geflügel, leichte Fleischgerichte und Gemüse.


Lage: Burgenland (Österreich)
Klassifikation: Naturwein (Österreich) – Rotwein
Ausbau: Blaufränkisch/Cabernet Franc/Syrah, teils Maischegärung, teils Amphore mit Flor

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