Fisch- und Schneckenrestaurant Winkler – Neumarkt am Wallersee – Österreich

Fisch- und Schneckenrestaurant Winkler – Neumarkt am Wallersee – Österreich

Das Restaurant Winkler, direkt am Nordufer des Wallersees im Salzburger Land gelegen, zeigt exemplarisch auf, wie ein zeitgemäßer Küchenstil auszusehen hat. Der Hauptfocus liegt auf den selbst gesammelten Schnecken, dem direkt am Wallersee geangelten heimischen Fischen, ein paar Beilagen, die meistens identisch sind, aber frisch und mit einer guten Qualität aufwarten, und dem richtigen Brat- und Garpunkten der Seetiere. Wahrscheinlich ist es hier schon seit Jahrzehnten so, deshalb ist dieses simple und wunderschön gelegene Seerestaurant auch gut frequentiert. Die Vorspeise Lachstatar mit Avocado, Tomaten und Ruccolapesto gefiel mit einem guten Dressing, einer reifen Avocado und bestem Lachs. Die Salatblätter zum Bachsaibling schmeckten nach purem Leben, hatten eine gute Bissfestigkeit und ein klares, dezentes Dressing. Der immer doch recht geschmacklose Bachsaibling wurde auf den Punkt gegrillt und präsentierte sich bissfest und mit leichtem Seegeschmack (sehr fein!). Auch der in Österreich Palatschinken genannte Crêpes, der im Winklers mit frischen Nüssen, Vanilleeis, heißen Himbeeren und Schokolade als Spezialität gefüllt wurde, konnte gut gefallen. Nur das die Schlagsahne hier aus der Sprühflasche kommt muss einfach übersehen werden. In jedem Fall wird hier aufgezeigt, dass die Spezialisierung auf das Wesentliche vollkommen ausreicht, um ein Lokal voll zu bekommen und seine Gäste zufrieden zu stellen.

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Fisch-und_Schneckenrestaurant_Winkler_Neumarkt_am_Wallersee_Oesterreich_5Lachstatar mit Avocado.

Fisch-und_Schneckenrestaurant_Winkler_Neumarkt_am_Wallersee_Oesterreich_6Bachsaibling mit gerösteten Mandeln, jungen Kartoffeln und frischem Gemüse.

Fisch-und_Schneckenrestaurant_Winkler_Neumarkt_am_Wallersee_Oesterreich_8Palatschinken mit frischen Nüssen, Vanilleeis, heißen Himbeeren und Schokolade.

Seehotel Winkler
Thalham 12
5202 Neumarkt am Wallersee
Österreich
Telefon: +43 6216 5270
www.seehotel.at

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Weine

Weinreich Basis Rosé BIO

Wein · Roséwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Basis Rosé ist ein biozertifizierter Rosé, der durch frische, leichte und natürliche Frucht besticht. Weinig und mit leichter Würze landet er im Mund und entfaltet sich frisch am Gaumen, ergänzt um herzhafte, knackige Fruchtaromen und ein frech eingebundenes Mineralitätsspiel.


Rheinhessen / Bechtheim

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen, und arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Der Basis Rosé gehört zur Gutsweinlinie und stellt unkomplizierten, fruchtbetonten Trinkgenuss in den Vordergrund.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Portugieser, Spätburgunder und Dornfelder. Nach kurzem Schalenkontakt zur Gewinnung der zarten Farbe wird der Most schonend vergoren, was die frische, natürliche Frucht und das mineralische Spiel bewahrt. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase frische, natürliche Frucht mit leichter Würze. Am Gaumen frisch und weinig, mit herzhaften, knackigen Fruchtaromen und einer frech eingebundenen Mineralität; animierender, sauberer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Sommer- und Terrassenwein.

Passt zu: Grillgerichten, Salaten, Antipasti und leichten Sommergerichten – oder einfach solo im Grünen.


Lage: Rheinhessen, Bechtheim (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Roséwein – Cuvée aus Portugieser, Spätburgunder & Dornfelder, trocken
Ausbau: kurzer Schalenkontakt, schonende Gärung (fruchtbewahrend)

 

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Italien

Lambrusco Rose Di Bacco ROSSO Amabile frizzante

Schaumwein · Lambrusco · Emilia-Romagna · Italien

Chiarli Rosé di Bacco Lambrusco Rosso Amabile ist ein leichter, perlender roter Lambrusco von Chiarli 1860, einem der renommiertesten Lambrusco-Produzenten der Emilia-Romagna. Lieblich und fruchtig im Stil, kommen seine Aromen leicht gekühlt perfekt zum Ausdruck. Ein unkomplizierter, geselliger Frizzante.


Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna rund um Modena ist die Heimat des Lambrusco. Chiarli 1860 zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Erzeugern der Region. Das warme Klima und die fruchtbaren Böden bringen die fruchtbetonte, zugängliche Stilistik des Lambrusco hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Schaumwein wird aus der Rebsorte Lambrusco gewonnen und als Frizzante (leicht perlend) im Tankverfahren erzeugt. Mit einer lieblichen (amabile) Geschmacksrichtung bleibt er fruchtbetont und unkompliziert.

Im Glas

Leuchtendes Rot mit feiner, frischer Perlage. In der Nase rote Beeren, Kirsche und ein floraler Hauch. Am Gaumen leicht, perlend und lieblich-fruchtig, mit saftiger roter Frucht und sanfter Süße. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Leicht gekühlt bei 8–10 °C servieren. Als unkomplizierter Aperitif, zu fruchtigen Desserts oder einfach für gesellige Momente.

Klassische Begleitung: Obstdesserts, Gebäck, milder Käse und leichte Vorspeisen.


Lage: Emilia-Romagna (Italien)
Klassifikation: Lambrusco – Rosso, amabile, frizzante
Ausbau: Rebsorte Lambrusco, Tankverfahren (Frizzante)

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2011

Rotwein · Walla Walla Valley · Syrah

Syrah The Rocks District Walla Walla Valley (USA) 2011

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2011 ist der allererste Jahrgang dieses Kult-Syrah von Christophe Baron (Cayuse) – ein klassisch nordrhôneartiger, mineralisch-würziger Wein von den Basaltsteinen des Rocks District.


The Tribe Vineyard – Basalt im Rocks District

Der drei Acre kleine Syrah-Weinberg liegt nahe Christophe Barons En-Chamberlin-Lage im Rocks District of Milton-Freewater – der einzigen US-Appellation, deren Grenzen allein über den Bodentyp definiert sind. Große, alte Basalt-Gerölle wie im Châteauneuf-du-Pape speichern die Sonnenwärme und strahlen sie an die Trauben zurück, was den unverwechselbar würzig-umamihaften Charakter dieser Syrahs prägt.

Gepflanzt ist The Tribe ultra-dicht im „sur echalas"-Stil – eine Rebe pro Pfahl, rund 3.555 Stöcke pro Acre. Die Enge zwingt die Reben zu intensivem Wettbewerb und schafft bemerkenswerte Spannung und Konzentration.

Jahrgang 2011 – Walla Walla Valley

2011 war einer der kühlsten und spätesten Jahrgänge der Region – ein ausgesprochen klassisches Jahr mit niedrigeren Alkoholgraden, lebendiger Säure und einem nordrhôneartig zurückhaltenden, eleganten Stil.

Zugleich ist 2011 der allererste Jahrgang von Horsepower Vineyards – der Beginn einer der gesuchtesten Syrah-Serien Nordamerikas.

Anbau und Ausbau

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2011.

Christophe Baron gehörte ab 2002 zu den Ersten, die in Walla Walla mit Pferdezug und Kompostwirtschaft arbeiteten. Horsepower wird nach einem astrologischen Kalender und vollständig ohne Herbizide, synthetische Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel bearbeitet. Namensgebend sind die Zugpferde, die die eng gepflanzten Reihen kultivieren – Handarbeit im Stil des 19. Jahrhunderts.

Im Glas

Ein klassisches Nord-Rhône-Profil: Brombeere und Cassis treffen auf Eisen, flüssiges Mineral, geräuchertes Fleisch und eine fast blutige Note, dazu Speck, Jod und kreidige Salinität. Am Gaumen vollmundig, geschichtet und fabelhaft konzentriert, mit

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Deutschland

Ellermann Spiegel Pinot Noir GOLDKAPSEL trocken 2023

Rotwein · Spätburgunder · Pfalz · Goldkapsel

Ellermann-Spiegel Pinot Noir Goldkapsel ist ein trockener Spätburgunder aus der Spitzenlinie des Weinguts Ellermann-Spiegel in der Pfalz. Aus selektierten Burgunder-Klonen, über zwei Jahre im Barrique ausgebaut und unfiltriert abgefüllt – puristisch, facettenreich und klar.


Pfalz

Die Familie Spiegel liebt Pinots aus dem Burgund. Für den Goldkapsel-Spätburgunder wurden die besten Pinot-Klone selektiert und in die Pfälzer Weinberge bei Kleinfischlingen gepflanzt. Die Goldkapsel kennzeichnet die Spitzenweine des Hauses, aus selektiver Lese.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Spätburgunder (Pinot Noir). Nach selektiver Handlese reift der Wein über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern. Die Abfüllung erfolgt schonend und unfiltriert, was Tiefe und Textur bewahrt.

Im Glas

Puristisch und klar. In der Nase zarte Holzaromen, etwas Fichte und Brioche, dazu Veilchen, Brombeere und Himbeere. Am Gaumen wilde Beerenfrucht mit knackiger Säurestruktur und erdigen Noten von Tabak, Leder, Erde und Pilz. Das Finale ist lang, filigran und vibrierend.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Luft oder eine Karaffe öffnen den Wein. Ein feiner, ausdrucksstarker Pinot für anspruchsvolle Begleitung.

Klassische Begleitung: Wild, Ente, Lamm, Pilzgerichte und gereifter Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein (Goldkapsel) – Rotwein (trocken)
Ausbau: über 2 Jahre im Barrique, unfiltriert

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #10 2025

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Domprobst Spätlese #10 · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–75 % 2025

Die Willi Schäfer Graacher Domprobst Riesling Spätlese #10 2025 stammt aus einer der besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Domprobst – Steillage über der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Domprobst liegt oberhalb von Graach und gehört zu den besten Riesling-Einzellagen Deutschlands. Die nach Südwest bis Süd-Südwest ausgerichteten Weinberge fallen mit 45 bis 75 % Neigung zur Mosel ab (110–260 m) und bestehen aus Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil – die Grundlage für Mineralität und gutes Wasserspeichervermögen. Ein besonderes Merkmal sind die teils noch erhaltenen wurzelechten Reben, die über 100 Jahre alt sein können und maßgeblich zur Komplexität beitragen. Schon der Trierer Domprobst sicherte sich im 18. Jahrhundert Anteile der Erträge.

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese (#10) aus der Graacher Domprobst, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine tiefe, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit tiefer, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Domprobst (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-West- bis Süd-Süd-West-Steillage, 45–75 % Neigung, 110–260 m; Blau- und Grauschiefer mit geringem Tonanteil; teils wurzelechte, über 100 Jahre alte Reben
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Schaumweine

Champagne La Closerie Jérôme Prévost Grand Cru LC23

Champagner · Champagne AOC · Blanc de Noirs

nahezu 100 % Pinot Meunier Monopol Les Béguines, Gueux 2,2 ha · Pflanzung 1960er Basisjahrgang 2023 10 Monate Burgunderfass ohne Zusätze · unfiltriert Extra Brut

Champagne La Closerie Jérôme Prévost LC23 ist der Champagner, der dem Pinot Meunier seinen Ruf zurückgegeben hat: ein Wein aus einem einzigen Weinberg von 2,2 Hektar im Dorf Gueux westlich von Reims, nahezu reinsortig, spät gelesen, ohne Zusätze im Fass vergoren und unfiltriert gefüllt. Das Kürzel LC23 steht für La Closerie und den Basisjahrgang 2023.


Les Béguines in Gueux – Sand über Ton

Gueux liegt rund zehn Kilometer westlich von Reims in der Petite Montagne, abseits der klassifizierten Kern-Crus der Champagne. Genau das ist der Punkt: Jérôme Prévost hat gezeigt, dass Herkunft nicht an der Einstufung hängt. Les Béguines ist ein einziger Weinberg von 2,2 Hektar, den er von seiner Großmutter erbte und seit 1998 unter eigenem Namen abfüllt.

Der Boden ist ein Schichtpaket: kalkhaltiger Sand aus dem Thanetium über Ton, darunter erneut kalkhaltiger Sand. Der Sand entwässert und erwärmt sich schnell, der Ton speichert Wasser für den Sommer. Die in den 1960er-Jahren gepflanzten Reben stehen auf einer alten, wuchsschwachen Unterlage, deren Wurzeln tief reichen – daher die von Natur aus niedrigen Erträge und die Konzentration, die dieser Wein braucht.

Bepflanzt ist die Parzelle nahezu vollständig mit Pinot Meunier; dazwischen stehen einzelne Stöcke Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Blanc, die rund fünf bis sechs Prozent der Assemblage ausmachen und mitgelesen werden. Gelesen wird von Hand und so spät wie möglich – bei Meunier die Voraussetzung dafür, dass die Sorte überhaupt zeigt, was in ihr steckt. Die Erträge bleiben durch Rebalter und Unterlage niedrig.

Basisjahrgang 2023 – Champagne

Der Jahrgang 2023 begann großzügig und wurde ab August zur Auslese-Aufgabe. Regenfälle im Spätsommer trieben den Druck durch Falschen Mehltau und Botrytis nach oben, dazu kam die Kirschessigfliege als neues Problem. Trockenere, wärmere Tage Anfang September retteten Zuckergehalt und Gesundheitszustand – wer bis dahin durchhielt und konsequent selektierte, brachte gutes Material ein.

Die roten Sorten hatten es schwerer als der Chardonnay, und Pinot Meunier traf es am härtesten: ungleichmäßige Reife und faules Lesegut verlangten scharfe Triage. Prévost verwarf bei der Lese rund ein Drittel der Ernte. Das Ergebnis ist ein LC23, der nach dem ungewöhnlich offenen 2022er wieder in den strengeren, in der Jugend verschlossenen Stil des Hauses zurückkehrt. Ergänzt wird der Basisjahrgang durch rund 20 Prozent Reserveweine.

Gärung ohne Zusätze, zehn Monate im Burgunderfass

Die vollreifen Trauben werden in gebrauchten Burgunderfässern unterschiedlicher Größe – von 228 bis 600 Litern – vergoren. Die Gärung startet mit den weinbergseigenen Hefen; Zusätze gibt es keine, weder Reinzuchthefe noch Anreicherung. Der Wein bleibt rund zehn Monate im Holz, bevor er unfiltriert auf die Flasche kommt.

Danach folgt eine für die Champagne ungewöhnlich kurze Hefelagerung von höchstens achtzehn Monaten. Prévost begründet das damit, dass sich seine Weine erst nach dem Degorgieren wirklich entwickeln – eher wie ein Stillwein als wie ein klassischer Champagner; seiner Einschätzung nach öffnen sie sich nach rund sechs Jahren auf der Flasche vollständig. Dosiert wird minimal, in der Kategorie Extra Brut.

Im Glas

Kräftiges Gold mit feiner Perlage – die Farbe eines Weins, der ohne Schutz vor Sauerstoff gearbeitet wurde und den vollreifen Meunier nicht verbirgt. In der Nase gelbe Steinfrucht, getrocknete Aprikose und Quitte, dazu Gebäck, Haselnuss und eine würzig-rauchige Note aus dem Fass. Am Gaumen vinös und breit gebaut, mehr Weißwein mit Perlage als klassischer Champagner, getragen von einer Säure, die den Körper zusammenhält. Der Abgang ist lang, würzig und trocken.

Zehn Monate im Fass, höchstens achtzehn auf der Hefe: Prévost verlegt die Reife dorthin, wo sie die meisten Häuser beenden – in die Zeit nach dem Degorgieren.

Bei 10–12 °C servieren, nicht kälter, und in einem großen Weißweinglas statt in der Flöte. Der Wein braucht Zeit – eine halbe Stunde im Glas verändert ihn deutlich; junge Flaschen profitieren von weiteren Jahren im Keller.

Am Tisch

Klassische Begleitung: edler Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Käse. Krustentiere wie Hummer und Taschenkrebs passen besonders gut, ebenso Gebratenes mit Röstaromen – Steinbutt, Perlhuhn, Kalbsbries. Als reiner Aperitif ist dieser Wein verschenkt; er gehört an den Tisch.


Produzent Jérôme Prévost, Champagne La Closerie, Gueux
Rebsorte nahezu 100 % Pinot Meunier, mit rund 5 bis 6 % Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Blanc aus derselben Parzelle
Lage Les Béguines, Gueux (Petite Montagne) · 2,2 ha · kalkhaltiger Sand über Ton · Pflanzung 1960er-Jahre
Klassifikation Champagne AOC · Blanc de Noirs · Einzellage
Jahrgang Basisjahrgang 2023 (LC23) mit rund 20 % Reserveweinen
Vinifikation späte Handlese · Spontangärung · ohne Zusätze · unfiltriert
Ausbau rund 10 Monate in gebrauchten Burgunderfässern (228 bis 600 l) · höchstens 18 Monate auf der Hefe
Dosage Extra Brut
Trinkempfehlung jetzt bis 2035

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Weine

Domaine Bretaudeau Gabbro Clos des Bouquinardières Muscadet 2022 BIO

Weißwein · Muscadet · Melon de Bourgogne

Melon de Bourgogne Clos des Bouquinardières Gabbro-Böden 2022 · Bio (FR-BIO-01) 18 Monate Vollhefe

Der Gabbro Clos des Bouquinardières Muscadet 2022 der Domaine Bretaudeau ist ein reinsortiger Melon de Bourgogne von tonhaltigen Gabbro-Böden. Die über 30 Jahre alten Reben liefern bei niedrigem Ertrag konzentrierte Trauben; der Wein reift über 18 Monate auf der Vollhefe. Kein Muscadet von der Stange.


Clos des Bouquinardières – Gabbro im Pays Nantais

Der Clos des Bouquinardières liegt im Pays Nantais an der Loire. Die Reben wurzeln auf tonhaltigen Gabbro-Böden – einem kompakten, grobkörnigen magmatischen Gestein, das dem Wein seine markante, jodig-mineralische Note gibt.

Die über 30 Jahre alten Reben liefern bei einem niedrigen Ertrag von rund 45 Hektoliter pro Hektar konzentrierte Frucht. Die Domaine de Bellevue von Jérôme Bretaudeau arbeitet biodynamisch und biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2022 – Pays Nantais

2022 brachte im Pays Nantais ideale Bedingungen. Ein feuchtes Frühjahr sorgte für gesunde Reben, ein trockener, sonniger Sommer für eine optimale Reife der Trauben.

Für den Muscadet steht 2022 für reife Frucht bei klarer, frischer Säure – die Grundlage für die mineralische Spannung dieses Weins.

Assemblage und Ausbau

Zu 100 % Melon de Bourgogne aus dem Jahrgang 2022, von Hand gelesen, aus biodynamischem Anbau (FR-BIO-01).

Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen. Anschließend ruht der Wein über 18 Monate auf der Vollhefe in unterirdischen Tanks – das gibt ihm Fülle und Vielschichtigkeit.

Im Glas

Eine ausdrucksstarke Nase mit Minze, Fenchel und Zitrusfrüchten. Am Gaumen ein zitrischer, weicher und vollmundiger Auftakt, der in einen frischen, jodig-mineralischen Abgang übergeht. Eine zarte Bitterkeit und Vielschichtigkeit überzeugen Schluck für Schluck.

Minze, Fenchel und Zitrus, ein jodig-mineralischer Abgang und zarte Bitterkeit – ein Muscadet zum Entdecken.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, Schalentiere, gegrillter Fisch, Sushi und Sashimi, dazu Ziegenfrischkäse. Die jodig-salzige Mineralität passt besonders zu Austern.


Lage: Clos des Bouquinardières, Pays Nantais (Loire); tonhaltige Gabbro-Böden, Reben über 30 Jahre
Klassifikation: Muscadet AOC; Bio (FR-BIO-01), biodynamisch
Ausbau: Melon de Bourgogne; über 18 Monate auf der Vollhefe (Untergrundtank), Spontangärung

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Portugal

Niepoort Ruby Port

Wein · Portwein · Douro · Portugal

Niepoort Ruby Port ist ein rubinroter, konfitürenhafter Portwein. Er wird stets aus mehreren Grundweinen verschiedener Jahrgänge zusammengestellt und lagert zwei bis vier Jahre im Fass. Er schmeckt frisch und fruchtig und ist immer ein jüngerer, zugänglicher Port.


Douro

Port stammt aus dem Douro-Tal in Portugal, einer der ältesten geschützten Weinbauregionen der Welt. Auf kargen Schieferböden gedeihen die autochthonen Rebsorten, aus denen der aufgespritete Süßwein entsteht. Niepoort zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Portweinhäusern.

Rebsorten und Ausbau

Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca, Tinta Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela und Sousão. Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, wodurch die natürliche Restsüße erhalten bleibt. Die Reifung über zwei bis vier Jahre im Fass bewahrt die frische, jugendliche Frucht und die rubinrote Farbe.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase konfitürige rote und dunkle Beerenfrucht – Kirsche, Brombeere, Himbeere – mit einem Hauch Würze. Am Gaumen süß, saftig und fruchtbetont, mit weicher Struktur und rundem Abgang.

Zum Genießen

Leicht gekühlt bei 14–16 °C servieren – als Dessert- oder Digestifwein.

Passt zu: Schokoladendesserts, roten Früchten, Beerendesserts und kräftigem Blauschimmelkäse.


Lage: D.O.C. Douro / Porto (Portugal); Niepoort
Klassifikation: Ruby Port – aufgespriteter Süßwein, Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca, Tinta Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela & Sousão
Ausbau: 2–4 Jahre Fasslager (Verschnitt verschiedener Jahrgänge)

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